Posts by Avessandra

    Die Helden suchen im Keller der Festung nach dem nächsten Teil ihres Rätsels. Da die Borbaradianer im Keller eine frische Wand hochgezogen haben, greift der Thorwaler Schmied zum kürzlich gefundenen Hammer und Meißel (deren Vorbesitzer ein Hochelf war). Sobald er die Werkzeuge ansetzt, ertönt eine Stimme in seinem Kopf. "Was ist dein Begehr, Meister?" Nach viel Erschrecken und Lauschen an allen vorhandenen Wänden kommt ihm schließlich der Geistesblitz.


    Thorwaler: "Leute, mein Werkzeug kann sprechen!"

    Halbelf: "Sag mal, Alter, wie oft haben sie dir in den letzten Kämpfen auf den Kopf gehauen?"

    Thorwaler: "Na, oft, aber... Ach, halt's Maul, ich weiß, was ich tue!"

    Peraine-Akoluthin: "Sagt der Kerl, der mit seinem Werkzeug spricht..."

    Das wäre eventuell ein Szenario für eine Stadt a la Yol-Ghurmak, nur kleiner und weiter weg vom Schuss (damit der Kontakt zur Außenwelt eher spärlich ist). Dann könnten die Leute vielleicht aufgrund von Wächterdämonen nicht wegziehen. Bzw. sie glauben den Schwindeleien der Oberschicht, dass nur die Auserwählten an der Oberfläche überleben. Vielleicht lässt es sich mit einem verzerrten Praios- oder Blakharazkult erklären.

    Eine Runde Schlachtgesang anlässlich der Befreiung der Ardaritenfestung bei Vallusa. Die Melodie ist vom irischen Kampflied "Follow me up to Carlow" .


    Befreiung der Ardaritenfestung


    Ardariten, greift zum Schwert!

    Heute wird der Feind verheert.

    Zeit, dass Tobrien sich wehrt

    Wider die dunklen Horden!

    Seit die Festung überrannt,

    Schutzlos liegt Vallusas Land.

    Helfend reicht uns nun die Hand

    der Draconiterorden.


    Ref.:

    Drauf und dran, alle Mann!

    Bernfrieds Truppen greifen an.

    Auf den Feind, Spieß voran!

    Rondra sei‘s zur Ehre!

    Hoch mit Banner, hoch mit Schwert!

    Vorwärts, Marsch, für Heim und Herd!

    Ob zu Fuß, ob hoch zu Pferd,

    Tilgt den Feind von Dere!


    Seht, der Ardariten Schar

    Ziehen ihre Schwerter klar!

    Draconiter bannen gar

    Dämonen ganz alleine.

    Unsere Schiffe legen an,

    Rasch zur Festung, alle Mann!

    Kommt Paktiererbrut heran,

    Schlagt zu und macht ihr Beine!


    Ref.:


    An Vallusas Wehr vorbei

    Fließt ein Blut-Gekröse-Brei.

    Paktiererfleisch ist auch dabei

    Als Futter für die Raben.

    Auf der Festung, seht nur, seht!

    Das Ardaritenbanner weht!

    Streiter, sprecht ein Dankgebet,

    dass wir gewonnen haben!


    Ref.:

    Interessante Situation. Wenn die Familie der Provinzherrin untertan ist, kann diese nach Anhörung der Tochter entscheiden, was geschieht. Gerade arrangierte Ehen im Adel benötigen je nach Gegend die Zustimmung der Lehensherren (selbst wenn das nur pro forma passiert). Falls diese Ehe der Herrin nicht passen würde, kann sie das Mädchen ohne Probleme ziehen lassen (und den Eltern sogar eine andere Partie vorschlagen).

    Wenn das entlaufene Mädchen allerdings sehr hochadlig ist und sich zum niederen Adel flüchtet, der ihrer Familie lehenspflichtig ist, hat sie keine Chance. Die Lehenspflicht verlangt, dass der niedere Adel seinen Herren gehorcht. Es sei denn, die Leute mögen sie genug, um später zu behaupten, sie hätten sie nicht gesehen.

    Bei gleichrangigen Adligen hängt es wahrscheinlich sehr von den Beziehungen zueinander ab, weil sie sich untereinander nicht zum Gehorsam verpflichtet sind. Gute Nachbarn werden sich helfen, schlechte halt nicht. Hinzu kommt noch die Frage, wie autoritär der jeweilige Adlige es innerhalb seiner eigenen Familie hält. Wenn er für den eigenen, widerspenstigen Nachwuchs ein Exempel statuieren will, wird das Mädchen zurückgeschickt. Ansonsten kann er/sie sich in traviagefälliger Barmherzigkeit und Gastfreundschaft üben. Je nachdem, wie Leute ticken.

    Die Helden kämpfen bei der Großoffensive Weißtobriens mit und beschützen den Erzabt Eno Kariolinnen und seine Draconiter, damit sie das Ritual des Argelion durchführen können. Ein epischer Kampf tobt. Von der Festung lösen sich dämonische Schatten und ein Irrhalk fliegt mitten zwischen die Draconiter, mit dem Rücken zu den Helden. Der Halbelf, der als einziger eine magische Waffe hat, schluckt hart, aber ist tapfer genug, sich dem Irrhalken zuzuwenden.


    Halbelf: "Wie steht er zu mir?"

    SL: "Er ist völlig auf den Erzabt fixiert und guckt dich buchstäblich mit dem Hintern an. Deine Attackerunde."

    Der Halbelf würfelt. Kurze Stille. "Ähm... SL?"

    SL: "Jaaa...?"

    Halbelf: "Darf ich mit einer bestätigten Doppel-1 mit meinem magischen Speer den Irrhalken von hinten penetrieren?"


    Der epische Kampf war für die nächsten Minuten gegessen...

    Aves - Reisen bis hinter den Horizont!

    Peraine - Pflanzen und Heilung

    Hesinde - Math, Science, History/ Unravelling the mystery! :thumbsup:

    Mada(ya) - Magie, ewiger Traum

    Ifirn - weicher Schnee, Nordlichter, Freundin der Natur

    Efferd - Seefahrt, Muscheln, Korallen und Delfine

    Firun - Gleichgewicht zwischen Jäger und Gejagtem, Selbstbeherrschung, Stille des Winters

    Na, wenn so kurze Liedchen auch gehen, hier ein Schmankerl aus der Halle des Lebens zu Norburg. Melodie ist "Fresh goes better". ;)


    Steht der Mob vor der Tür,

    Treibt der Ork es zu bunt:

    Mit Heiltrank frisch und kerngesund!

    Hat dich die Hexe verflucht,

    Oder der Bannstrahl besucht:

    Mit Heiltrank frisch und kerngesund!


    Bleib am Leben!

    Spür‘ die Heilung!

    Bleib am Leben!

    Mit Heiltrank frisch und kerngesund!


    Heiltrank – der Gesundmacher!

    Da gibt es zum Beispiel den Hausfrieden der Traviakirche. Solange das Herdfeuer brennt, ist im Umkreis keine Kampfhandlung möglich. Mit Erschwerung ist es möglich, aber dann ist man offiziell ein Eidbrecher.

    Zusätzlich gelten Taten wie gegenseitiges Umbringen im Tempel in den meisten Fällen als Tempelschändung und damit als Frevel, der auch spieltechnische Auswirkungen hat. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Gerade die Korleute werden das im eigenen Tempel eventuell nicht so eng sehen, solange es ein Guter Kampf war und unter Umständen sind im al'anfanischen Borontempel die Geweihten auch schon daran gewöhnt, hin und wieder ein Opfer von Giftmord in einer Nische zu finden. Aber generell sollten Zwölfgöttergläubige sich im Tempel benehmen.

    Die Gruppe erfährt, dass möglicherweise eine Expedition nach Schwarztobrien nötig wird, um ein paar alte Informationen zu bergen.


    SL: "Welche Vorbereitungen wollt ihr treffen?"

    Thorwaler: "Ich gehe noch mal zur Fechtschule und mache Übungskämpfe, um meinen Schildkampf zu verbessern."

    Halbelfischer Kundschafter: "Ich gehe in den Hafen und frage dort mal, ob jemand halbwegs aktuelle Karten von Schwarztobrien hat."

    Steppenelfe: "Ich frage den Mann vom Archiv, ob er Informationen über den Ort hat, an den wir müssen."

    Firnelfe: "Ich besorge uns neue Klamotten, damit wir unauffällig bleiben."

    Peraine-Akoluthin: "Ich gehe noch mal in den Tempel."

    Hügelzwergischer Krieger: "Ich... gehe durch die Stadt und suche ein Gasthaus, wo ich einen guten Kaffee bekommen kann!"

    Ich benutze die DSA4-Regionalbände, um ein Gespür für die jeweilige Region zu bekommen. Ich lese die Informationen zu den Ortschaften, durch die die Helden kommen müssen, schaue nach, welche wichtigen Leute dort wohnen und welche Mysteria et Arcana es dazu gibt. Meist finde ich darin sehr interessante Anregungen für Begegnungen bzw. Sehenswürdigkeiten. Bilder interessieren mich hauptsächlich in Sachen regionaler Mode und Architektur. Während des Spielens schlage ich dann mal schnell was nach bzw. lese einzelne Texstellen vor, wenn sie stimmungsmäßig passen. Für DSA5 habe ich die Regionalbände nicht, daher fehlt mir der Vergleich.

    Es kommt drauf an, wie verkrüppelt er ist. Wenn z.B. ein Bein komplett fehlt und er eine vierbeinige Tiergestalt hat, könnte er auf drei Beinen laufen, was ich bei Hunden und Katzen gesehen habe. Bei zwei völlig funktionslosen Beinen würde ich sagen, überträgt sich das auch auf die Tiergestalt. Dafür könnte er sich aber zum Beispiel auch in einen Vogel verwandeln. Da entsprechen die Flügel den gesunden Armen und die Fortbewegung funktioniert. Oder in eine Schlange, die völlig ohne Gliedmaßen auskommt.

    Ein weiteres Szenario unserer Truppe mit der Seeadler von Beilunk, als Oron noch existierte und sich eine Flotte bauen wollte. Natürlich konnten die Seevögel das nicht geschehen lassen und erklärten sich bereit, die im Bau befindlichen Schiffe zu zerstören. Im Grunde war es ein Himmelfahrtskommando, aber wider Erwarten kamen die Helden alle lebendig davon. Die Melodie ist vom irischen Lied "Rising of the Moon".


    Orons Brut


    Auf der Seeadler herrscht Stille, als zur Mannschaft spricht Sanin:

    „Für das Mittelreich, für Efferd müssen in den Kampf wir zieh'n.

    Neue Arglist wird gebrütet, drum seid stark, fasst frischen Mut,

    Denn wir setzen Kurs nach Süden zu bekämpfen Orons Brut.


    Eine Flotte wird gerüstet, Meeres Herrschaft ist ihr Ziel.

    Oron darf nicht Seemacht werden, zuviel stünde auf dem Spiel.“

    Also reisten wir nach Oron, wo die Rosen saugen Blut

    Und verkleidet als Piraten trafen wir auf Orons Brut


    Perversion und blut'ge Riten, Götterlästerung, Vergehen

    Und wir dürfen nichts verhindern, müssen alles machtlos sehen.

    Leise tönen die Gebete: „Götter, wir in eurer Hut!

    Gebt uns Kraft es durchzustehen und zu strafen Orons Brut!“


    In den Schatten tiefer Wälder, in des Tunnels finst'rem Schacht

    Schlichen wir in schwarzen Landen gut gerüstet durch die Nacht.

    Als ein Ablenkungsmanöver schürten heimlich wir die Glut.

    Als der Mehlsack explodierte, packte Panik Orons Brut


    Leise schleichen wir zum Hafen, dessen Boden feucht und klamm.

    Huschend sucht des Lichtes Kegel, vor Entdeckung schützt der Schlamm.

    Brandöl wird ins Schiff gegossen, bald schon lodert hell die Glut.

    Feuerzauber wird geworfen zu traktieren Orons Brut.


    Rot erleuchtet ward der Himmel, als die Flotte brannte grell.

    Nun erhoben wir die Waffen, Mondlicht blitzt auf Klingen hell.

    „Tod den Schändern und Paktierern! Frevler, spürt der Völker Wut!

    Für die Zwölfe! Für die Freiheit! Nieder mit der Oronsbrut!“


    Ja, wir kämpften und wir stritten, blieben Sieger diese Nacht.

    Oh, wie gern hätt' ich gesehen, welch' Gesicht Dimiona macht!

    Leider konnt' ich's nicht betrachten, denn wir schieden mit der Flut

    Und vorbei war's mit der Seemacht für die üble Oronsbrut.

    Danke fürs Feedback. Ich glaube, ich lasse ihn noch mal erscheinen, aber begrenze es auf Selflanatil und die Suche danach. Wenn sie nach Sachen fragt, die erst später drankommen sollen, wird es nur ein Seufzen geben und ein "So lange her... so weit weg..."

    Die Firnelfe hat beim gestrigen Spieleabend den Geist Nantiangels getroffen, der sie gebeten hat, Selflanatil zu suchen. Am nächsten Morgen erzählt sie alles der Gruppe, hat aber IT und OT die Neigung, zwischen den Themen herumzuspringen, so dass am Ende mehr Fragen offen als geklärt waren. Jetzt schickt die Spielerin mir eine Nachricht, dass sie den Geist noch mal sehen will und dazu noch mal die Isdira-Runen lesen will. Wohlbemerkt, Fragen über Hochelfen und Tie'Shianna, nicht über Selflanatil (sie bereitet gerade einen ganzen Katalog vor). Ich persönlich denke, der Nachtmahr Nantiangel ist nur deswegen noch da, weil er das Schwert will. Daher glaube ich nicht, dass er dazu Antworten geben, sondern nur auf Selflanatil beharren würde. Aber davon mal ganz abgesehen - würde der Geist überhaupt noch mal erscheinen, wenn er dem Betreffenden schon die Aufgabe gestellt hat? Was denkt ihr?

    Die Gruppe ist auf dem Weg zum Ingerimmtempel, wo sich (was sie noch nicht wissen) auch ein Simiaschrein befindet. Kurze Zeit später wird die Steppenelfe von einer freundlichen Schwalbe umflattert, die sich auf ihre Schulter setzt und ihr Körner aus der Hand pickt. Der von namenlosen Hochstaplern geschädigte Halbelf wird sofort misstrauisch.


    Halbelf zur Magierin: "Mach mal deinen Analysezauber, ob sie magisch ist!"

    Magierin macht den Zauber: "Nö."

    Halbelf: "Mit der Schwalbe stimmt was nicht! Ich mache eine Tierkunde!"

    SL, mit Blick auf sein Ergebnis: "Um diese Jahreszeit sollte eine Schwalbe ein Nest haben und Junge füttern."

    Halbelf: "Mit der Schwalbe stimmt was nicht!"

    Steppenelfe: "Es ist nur eine Schwalbe! Ist sie eigentlich männlich oder weiblich?"

    SL, mit Blick auf ihr Ergebnis: "Sie kommt dir androgyn vor."

    Halbelf: "Mit der Schwalbe stimmt was nicht!"

    Steppenelfe, empört: "Hast du was gegen Trans-Schwalben?!"


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    Später beim Schrein Simias (heiliges Tier Schwalbe):


    Zwerg: "Natürlich! Simia, die Tochter Angroschs!"

    Peraine-Akoluthin: "Der SOHN Ingerimms!"

    Firnelfe und Steppenelfe gucken sich verständnislos an: "Wie kann ein Lichtelf der Sohn von Ingerimm oder dem Zwergengott sein?"

    Akoluthin: "Ein Elf? Na, jetzt ist klar, warum wir nicht wissen, ob Männlein oder Weiblein!"