Posts by Elbenstern

    Kiranya von Kutaki war ihre Lehrmeisterin. Sie hat auch deren Schüler übernommen. Daher hat Kalliomathea auch das gleiche Professionspaket wie Kiranya.

    OK, ich habe es schon vermutet. Was ist Deine Quelle dafür bitte? Und wo kann man etwas über das Verschwinden von Kiranya erfahren? Ist für mich relativ wichtig, da ich einen Magier nach K.v.K. als Helden habe....

    Die einzige Quelle, die mir bekannt wäre, wäre der MI-Teil der Sonnenküste, wo etwas Licht auf die (Hinter-)Gründe geworfen wird.

    1. Gibt es bei den Orks künftig auch Animisten? Oder sind manche Orkschamanen sogar "nur" Animisten?

    Zumindest auf diese Frage kann ich schonmal kurz Antwort geben: Bei den Orks gibt es die sogenannten Blutkrieger, die nun wohl die größte Gruppe an ausgebildeten orkischen Magiekundigen ausmachen dürften. Anders, als bei den anderen Kulturen, die Schamanen und Animisten kennen, würde ich vermuten, dass ,,Schamane" nicht nur eine Funktion ist, sondern tatsächlich von einem Tairachpriester mit entsprechender Weihe ausgefüllt werden muss- denn karmale Tairachpriester gibt es schon sehr viel länger in wesentlich höherer Stückzahl, als die zuvor eher seltenen Hochschamanen der Stammeskulturen.

    Wolkenwolf Woher stammt das erste Zitat? Ist das aus der RSH entnommen?

    Ist es, aus einem Kasten, der sich mit dem Thema Kolonialismus auseinandersetzt.

    Meh.

    Die Intention in allen Ehren, aber ich bekomme jedesmal Kopfschmerzen, wenn das Spiel so erzieherisch daherkommt. Da fühle ich mich jedesmal zurückversetzt zum Seeoger mit Ullis legendärer Lektion.

    Ohne dir jetzt widersprechen zu wollen, aber ich finde, dass diese Kästen durchaus praktisch sind, weil sie Ausgestaltungshilfen für den Meister zu schwierigen Themenkomplexen darstellen- manche solcher Kästen sind besser gelungen, andere weniger, aber man kann sie auch als konkretes Abenteuermaterial verwenden (im Kasten in der Sonnenküste war jetzt zwar wenig ,,Bahnbrechendes", aber ich kann mir trotzdem vorstellen, ihn für die Abenteuervorbereitung zur Rate zu ziehen)..

    Wolkenwolf Woher stammt das erste Zitat? Ist das aus der RSH entnommen?

    Ist es, aus einem Kasten, der sich mit dem Thema Kolonialismus auseinandersetzt.


    Diese ,,Prägungen" gibt es allerdings.

    in allen RSHs. Auch in diesem Kontext halte ich sie ehrlich gesagt für verschmerzbar, es sind ja schließlich nur Regeln., die müssen auch generalisieren dürfen.

    Eigentlich jeder Dämon mit der entsprechenden Intelligenz und Möglichkeiten (verbale Verständigung, oder über Einwirkungen durch Geist oder im Schlaf), denn es passt zum Chaos der Dämonen, auch mit solchen Mitteln zu wirken.

    Zu Amazeroth kann ich mir das als weiteres Mittel auch gut vorstellen, ebenso bei einigen der unabhängigen.

    Ich werfe hier auch einfach nochmal Lolgramoth in den Raum, zu dessen Aspekten auch Verrat und Zwietracht gehören.

    (Nicht, dass das der einzige Aspekt Rahjas wäre, aber es ist vermutlich der Grund, warum sie eine der zwölf Hauptgottheiten ist. Freude und Harmonie könnte auch Tsa machen.)

    Nicht ganz: Rahja steht für eine Art von Freude und Harmonie, die nur im Zusammenspiel verschiedener Menschen entstehen- Rahja ist nur dann ,,glücklich", wenn du die Freude nicht für dich selbst behalten willst, sondern verschenkst- egozentrierter Hedonismus fällt in Levthans Domäne, Rahja ist eine Göttin, in der sich, trotz ihrer Sexualisierung, auch Ideale christlicher Nächstenliebe, in extremen Formen sogar bis zur Selbstveräußerung, wiederfinden. Zumindest dem Ideal nach steht Rahja für eine schönere, freudvollere Welt- für alle.

    Ein Backer-(keine)-Bändchen-Entschuldigungs-Heldenwerk ist honorabel und - wenn es genau diese Exklusivität besitzt - natürlich auch für die materialistisch ausgerichteten Unzufriedenen eine mehr als höflich Kompensation.

    Also rein prinzipiell (rein nach Wortlaut steht da ja nicht, dass es Backer-exklusiv wird... nur, dass es an alle Backer gratis versendet wird.


    Auch wenn es Leute gibt, die daran hängen, dass es Produkte gibt, die nur im CF erhältlich sind, konnte ich mich nie so ganz damit anfreunden: Was ist mit denen, die einfach nicht bei CFs mitmachen wollen? Und was ist mit zukünftigen Kunden, jenen, die erst noch zu Dsa finden? Es wird ja schließlich niemandem etwas weggenommen, wenn man das Heldenwerk auch so im F-Shop, oder noch besser, im Heldenwerk-Archiv kaufen kann.

    Aber genau da liegt ja der Hase im Pfeffer begraben, die Treppe wurde nicht vergessen- die Treppe ist der Sternenfall.

    Der Hase im Pfeffer ist der Regelfuchser, der Beschreibungen und Regeln so ins klein klein zerpflückt, bis er Aussagen reduziert hat wie Bratesoße, die schon fest ist.

    Bis der Mensch (Spieler/ Meister), dann sagt: RAW gibt es keine Treppe, wiel sie nicht beschrieben ist. Aber der Zahnstocher ist auch nicht beschrieben. Dennoch steht er dort auf dem Tisch (ich kann ihn sehen - du nicht?)

    Oh je... da hast du die arme Metapher aber ganz schön geschunden, kannst du das nochmal in klareren Worten sagen? Ich fürchte, deine Intention entzieht sich gerade meinem Verständnis :D .

    Eine kleine Auswahl:


    Wenn mich jemand fragen würde, was Krieg für mich bedeutet, ich würde immer auf Schostakowitschs 7. Sinfonie verweisen. Geschrieben von einem Komponisten, der nicht nur während des zweiten Weltkriegs direkt in Leningrad war, sondern der sein ganzes Leben lang in der Angst lebte, von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet zu werden. Ich hatte das Glück, bei einer Aufführung dieses Werks bei diesem Dirigenten (nicht in dieser speziellen Aufnahme, aber nur ein oder zwei Wochen später) im Publikum zu sitzen, und es war unglaublich.


    Ein anderer russischer Komponist, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, schrieb kurz vor seinem Tod seine 6. Sinfonie, der man den Beinamen ,,Pathétique" gab. Manche behaupten, Tschaikowsky habe sie als Requiem, als seine Totenmesse konzipiert.


    Und der Mozart unseres Jahrhunderts... Alma Deutscher, die hier ihren Sirenenwalzer vorstellt.


    Noch etwas Filmmusik:


    Das Leitmotiv aus ,,Die Nebel von Avalon" lässt mich in letzter Zeit nicht mehr los, als könnte man die Insel von Glastonbury aus gedanklich in den Nebeln versinken senken- die alte Zeit ist nicht mehr.

    Für Tolkien sollte Avalon die Inspiration für Eressea und Valinor werden, das magische Eiland im Westen, zu dem die Elben, und später auch die Ringträger, aufbrechen- der Zeit und der Welt entrückt.


    Ein Track aus Skyrim. Es ist seltsam, wie Medien, die die Fantasie beflügeln, Nostalgie für etwas hervorrufen können, was uns eigentlich unbekannt, fremd ist...


    Und wem ich zu viel geschwafelt habe, die Links funktionieren glücklicherweise unabhängig vom Textinhalt ;) .

    Irdische Vergleiche bringen hier nichts, zudem ich hab "Das Christentum", der Aufstieg brauchte Jahrhunderte und dne Zusammenbruch des römischern Reiches - und das Chridtentum bot etwas, was andere Kulte nicht besaßen. Der Aufstieg ist sehr interessant - nur ein schlechtes Vorbild.

    Oder bedeutet das die neuen Götter das Zwölfertum zerschlagen müssen/werden, und Glaubenskriege über ganz Dere wüten? Ich hoffe nicht.

    Aber das ist es doch gerade- die aufstrebenden Kulte (speziell Marbo) sind in Aventurien zwar noch keine Jahrhunderte alt, aber sie sind dementsprechend auch nicht besonders groß. In diesem Fall bietet das frühe Christentum ganz im Gegenteil ein gutes Beispiel, wie schnell sich Kulte in alle Himmelsrichtungen ausbreiten können, selbst wenn ihre Verankerung noch nicht besonders fest ist.


    Was kann Marbo ihren Gläubigen bieten? Nun, Karma, denn das erhalten ihre Priester jetzt von ihr, das ist ein sehr starkes Argument. Außerdem hat Marbop andere Prinzipien als Boron, sie gilt als den Menschen näher, wenig kalt und erhaben (zumindest bei den mittelländischen Gläubigen).


    Die ,,neuen" Kulte haben auf jeden Fall ein Interesse daran, das Silem-Horas-Edikt zu zerschlagen, denn das zementiert ihre Verfolgung (z.B. bei Numinoru/Shinxir) und erschwert es, neue Gläubige zu gewinnen.


    Irgendjemand weiß - wenn es niedergeschrieben wurde - wie viele Tempel oder Priester eine Gottheit hatte - was bereits im nächsten Jahr durch eine neue Stadtbeschreibung samt Tempel wieder ungültig wurde.
    Und da noch weiterhin nicht alle Städte mal beschrieben wurden ... würde heute ein DSA-Autor einen Marbotempel in Gareth einfügen, stand er schon immer dort - oder man versucht den langsamen Weg, wie es ähnlich erschütternd mit Borbarads Invasion begann oder der Phileasson-Saga (wo dann die wichtige Entdeckung der alten Elfengötter nicht weiter fortgeführt wurde).

    Nicht zwingend- denn es werden auch schlichtweg neue Tempel gebaut. Die generelle Rezeption von Retcons scheint eine andere zu sein- oder was genau ist bei der HA passiert, wo der Verlag die problematischen Passagen entschärft hat, weil das bei den Fans schlecht ankam? Große Retcons sind heute unbeliebt, gerade eben, weil das bestehende Gerüst aus Setzungen viele Fans hat.


    Aus diesem Grund geht Dsa5 den ,,langsamen" Weg, wie du es nennst- aber das ist schlichtweg Metaplot. Nur weil Rohaja jetzt Kaiserin des Mittelreichs ist, retconnt das nicht, dass Hal und Brin vorher geherrscht haben, das eine war davor, das andere danach, das zeitlich Spätere macht das zeitlich Frühere nicht ungeschehen.

    Die Setzung - genau das ist es, die irdische Setzung die von einigen DSA5-Autoren nun erdacht wird. Wir sprechen also über eien Setzung, nicht über fiktive Götter - oder deren Kulte.

    Es ist ein irdische Erfindung - nur annders als ein Roman kennt wahrsheinlich kein Autor wie es ausgehen wird.

    Das war ja schon das große Problem beim Sternenknall: Kein fester Plan - es wurde nicht mal auf die Geschichten von Sternenleere zurückgegriffen.

    Aber, aber Zakkarus, du vergißt die WEisheit deiner eigenen Worte- sie wurden noch nicht aufgegriffen ;) .



    Wenn man es als Autor will, kann es sehr einfach werden alle schlummernen Götter in Aventurien fast auf ein Schlag zu erwecken - nur was dann?

    Die Götter sind Erfindungen - wann und wo ihre Geweihten auftauchen entscheidet der Autor, bzw. Redaktion. Wer weiß hätte es zu DSA3 oder DSA4 bereits eine genauere Fasarbeschreibung gegeben, wir hätten bereits seitdem offizielle Marbo-Geweihte ... so wie es mit Aves, Nandus und Kor passierte. Oder Marbo lag zu DSA4 nicht hoch im Kurs - nein, stimmt ja nicht, in Myranor ist sie ja vertreten.

    Es ist wie in einem Roman - der Autor entschiedet wohin die Reise geht, wie der Weg durch den Bibliotheksturm gefunden wird - und vergißt die Treppen zu erwähnen. Aber kein Leser vermißte sie, es mußten ja Treppen da sein, oder? (Der Roman wurde verfilmt, und erst da fielen die fehlenden Treppen auf. ^^ )

    Aber genau da liegt ja der Hase im Pfeffer begraben, die Treppe wurde nicht vergessen- die Treppe ist der Sternenfall.

    Ob diese Treppe jetzt stabil aussieht oder ob nicht doch hier und da ein paar Diehlen fehlen, muss jeder für sich selbst entscheiden, aber es wurde eben nicht geret-conned, nicht gesagt, ,,Das war schon immer so", sondern der Kult Marbos zum Beispiel ist jetzt in der avewnturischen Gegenwart (bzw, ungefähr um das Jahr 1041/1042 Bf herum) das erste Mal seit den dunklen Zeiten erneut mit karmaler Kraft ausgestattet worden.


    Die Marbiden, die jetzt Marboprister sind, waren das nicht rückwirkend schon immer- sondern es gab einen konkreten Moment, ab dem sie ihr Karma nicht mehr von Boron, sondern von Marbo erhielten.

    Daher die "neuen Götter" und viele ihrer Kulte waren seit vielen Jahren bereits in Aventurien, nur ihre Kulte fanden keine Beachtung, bzw. sie waren noch nicht erfunden.

    Ein Kult wächst nicht innerhalb von paar Tagen heran, das braucht -realistisch gesehen- viele Generationen.

    Das stimmt aber nicht- bereits innerhalb des ersten und zweiten Jahrhunderts nach Christus gab es in weiten Teilen des östlichen Mittelmeerraums christliche Gemeinden- wozu sonst hat Paulus seine Briefe geschrieben?


    Und viel größer sind die jetzigen, erwachten Kulte auch nicht- siehe unsere obigen Schätzung zur Anzahl der Marbogläubigen.

    Kann es sein, dass man beim Late-Pledge das Buch erst mit dem offiziellen Erscheinungstermin kriegt? Bei mir wurde es laut F-Shop noch nicht einmal versandt...

    Aber unsere Diskussionen über Kor und zuletzt Marbo zeigen ja eigentlich, dass die "neuen Götter" tatsächlich eine Bereicherung für DSA sind, sie bringen uns ins grübeln, biete neue Inspiration und bieten Diskussionsstoff, und exakt solches Material hält den DSA Kosmos doch gerade lebendig oder nicht?!

    Das ist tatsächlich eine Betrachtungsweise: Aus hobbywissenschaftlicher Perspektive sind die aufstrebenden Götter (was, wie mir gerade auffällt, vielleicht sogar eine bessere Bezeichnung ist als ,,neue" Götter) scheinbar sehr ergiebige Diskusionsfelder :D .


    Eine andere Frage wäre vielleicht, ob und inwiefern Sie Dsa als Rollenspiel bereichern (also sowohl aus dramaturgischer (Spielleiter) als auch aus gaministischer Sicht (Spieler) (meine Autokorrektur wollte hier ,,aus feministischer Sicht schreiben ^^).

    Gut, hier haben wir unterschiedliche Vorlieben- ich bin ein großer Fan der ,,biblischen" Methode- manchmal wissen die Götter mehr und erwählen jemanden aus, der das vielleicht gar nicht will und sich wie Jona zuerst in eine andere Richtung wendet- bevor er sich tiefer mit dem Willen der Gottheit auseinandersetzt. Letztendlich ist aber beides Interpretation und Projektion.


    Darüber hinaus denke ich aber durchaus, dass Marbo auch andere Möglichkeiten gehabt hätte.

    In Rabenerbe beispielsweise erfahren wir, dass Amato Paligan, einer der Hauptcharaktere, sehr marbogläubig ist- in seiner Jugend wäre er fast gestorben, und sein Überleben bringt er mit Marbos Gnade in Verbinding, weshalb er sich besonders an sie wendet (ich glaube, selbst in der Stadt des Schweigens sucht er speziell den dortigen Marboschrein auf).

    Und jetzt rechnen wir das auf Aventurien hoch- Menschen, die wie Amando eher zu Marbo als zu Boron beten oder anderweitig eine besondere Beziehung zu dieser haben, mögen selten sein, aber in ganz Aventurien findet man bestimmt trotzdem noch genug von ihnen, um auf die 20-50 Priester, die Geron Sturmkind angenommen hat, zu kommen.


    Darüber hinaus gibt es aber schlichtweg einen weiteren guten Grund, warum die Marboerwählten innerhalb der Boronkirche sind und bleiben- denn mit Abstand das meiste alte, vielleicht sogar weggeschlossene Wissen zu Boron wird sich innerhalb der Kirche des Rabens finden.


    Ich glaube aber, wir sind hier schon wieder etwas vom Thema abgekommen ;) .

    Selbst wenn es Borons Absicht gewesen wäre, sich mit Marbo eine Verbündete aufzubauen (was ich bezweifle), wäre das Ganze selten dämlich aufgezogen- da platziert Marbo eine großen Teil ihrer neuen Anhängerschaft mitten im Herzen des Boronkults, gibt keine genaueren Anweisungen (oder vielleicht doch, und die sind der Grund für die Animositäten) und Boron sagt auch nichts, weshalb seine Anhänger die götterlästerlichen Häretiker, die noch dazu Untote erschaffen können, bei einer Entdeckung vermutlich allesamt ausmerzen werden, und das soll der große Plan sein?

    Platzieren klingt wie:

    Göttin nimmt GEweihte und setzt sie wie Spielfiguren in den Borontempel.

    Das mein lieber Elbenstern ist nicht die Realität in der fiktiven Spielwelt Aventurien. Die Spielfiguren agierten schon immer im Borontempel, weil sie ihre Göttin als Halbgöttin kannten. Weil sie sich Boron und seinen Geweihten nahe fühlten. Nun wo ihre Gefühle von Maha'bors Nähe "überschwemmt" werden, bemerken sie Unterschiede.

    Das wollte ich auch in keinster Weise damit ausdrücken- selbstverständlich waren die erwählten Marbiden schon vorher innerhalb der Kirche aktiv. Aber Marbo hat sich entschieden, genau diese auszuerwählen.


    Nehmen wir an, dass die Zahl jener, die die aufstrebenden Götter auserwählen können, beschränkt ist- ein anderer Schluss bleibt kaum übrig- dann hätte Marbo trotzdem die selbe Anzahl Individuen auserwählen können, nur an einem anderen Ort.


    In der Tat trifft platzieren vielleicht nicht so gut- Marbo hat einfach ihre Figuren innerhalb von Borons Feldhäfte aufgebaut.

    Wer ist am nächsten am ganz ursprünglichen Kult der Marbo dran - die grausame Marhibo Thalusas, die liebreizende Marhibo der Novadis, die gnadenreiche Marbo des puniner Ritus oder die gerechte Umm Ghulshach/Maha-Bor Fasars? Ich finde das sehr schwer zu beantworten.

    Hier ist vielleicht zu bedenken, dass es schon zu Zeiten der Urtulamiden verschiedene regionale Schwerpunkte/verschiedene Interpretationen der selben Götter gegeben haben mag.


    Von den Magiermogulen ist beispielsweise überliefert, dass sie Statuen der besiegten Stadtgötter rivalisierender Staaten nach Zhamorrah bringen ließen- nichts, was man in der Regel mit den eigenen Göttern macht.


    Vielleicht wurde Marbo schon damals in Fasar anders verehrt als in Thalusien- und die Ankunft der Güldenländer wird auch dort jeweils unterschiedliche Einflüsse hinterlassen haben.

    Die Religion der Thalusier kennt viele bekannte Götter in der Tat als sehr düstere Gottheiten- Praios beispielsweise, dem auch Menschenopfer gebracht werden.


    Die Frage ist: Liegt das daran, dass das thalusische Pantheon näher an der ursprünglichen tulamidischen Fassung ist? Oder daran, dass das Pantheon der thalusischen Sozialordnung und Realität angepasst wurde?