Posts by Meredin vom See

    Also ich versteh dich teilweise.


    Ich bin selber zu mehr als 90% Spielleiter, das liegt mir einfach viel mehr.


    Bei mir bleibt wenig ungenutzt liegen, ich recycle alles was nicht genutzt wird in zukünftigen Abenteuern. 8)

    Deshalb ists für mich eigentlich toll wenn was nicht genutzt wird weils den Pool aus dem ich schöpfen kann erweitert. (Ich schreib viel Abenteuer selber)

    Hier mein Tip: Werde nicht zu konkret! Aber mir fällt das aber auch leicht weil ich viel improvisiere, und deshalb mehr Grundgerüste vorbereite anstatt zB konkrete Szenen.

    Manche Dinge wie zB NPCs die nicht zum Zug kommen lassen sich aber ganz leicht wo anders einbauen.


    Ich bereite auch kaum Lösungswege vor, das halte ich für Zeitverschwendung, EINE Idee wie die Situation zu lösen ist reich finde ich völlig. (Für den Notfall)

    Meist finden die Spieler eh andere Wege, und wenn deren Lösung dann halbwegs passend ist gelingts!

    Oft hätte ich selbst nie geahnt dass man so einen Weg gehen kann, aber wenn dadurch kein Logikbruch entsteht warum nicht?

    Den Spielern scheints zu gefallen, obwohl ich bis heute nicht weiss ob sie das Gefühl haben wirklich DIE richtige Lösung gefunden zu haben oder es schätzen sich derart einbringen zu können.

    Ist ja auch egal solangs Spass macht.


    Also was bereite ich eigentlich vor?

    In erster Linie die Bühne auf der gespielt wird. Wie sieht die Gegend aus und was tut sich da, was haben NPCs für einen Charakter, was für Ziele und was für Hintergrundgeschichten, wie funktionieren vorkommende Artefakte, alles was es mir ermöglicht die Fragen die mir die Spieler durch ihre Aktionen stellen zu beantworten.

    Manche meiner erfolgreichsten Sessions hatten überhaupt keinen Plot, die Spieler haben sich köstlich amüsiert ihre Ideen in der Spielwelt auszuleben.

    Natürlich sollte man was parat haben wenn es anfängt zu stagnieren und die Spieler nicht wissen was sie tun sollen, aber wir hatten schon 8-Stunden-Sessions die sich zB nur um ein kleines Dorf gedreht haben das eigentlich nur eine Übernachtungsmöglichkeit für eine Überlandreise sein sollte. Da brauchts dann natürlich einiges an Inprovisation, aber mit den richtigen Werkzeugen ist das schon möglich.

    Ein so ein Werkzeug dass ich immer versuche parat zu haben ist zB eine Liste von NPCs die sich spontan überall einbauen lassen, also Plot-unabhängig sind.

    Beispiele dafür wären Händler, Schmied, Viehzüchter oder ähnliche Berufe die sich überall finden lassen mit Hintergrundgeschichten die möglichst wenig auf bestimmte Regionen/Begebenheiten zugeschnitten sind. Ich erstell auch sehr gern Charaktere, als Spieler mag ich es nicht mich für einen entscheiden zu müssen ^^


    Aber ich fang glaub ich an zu schwafeln, deshalb zurück zum Thema.


    Das Bedürfnis sich auszutauschen kann ich nämlich gut nachvollziehen und will mich hier auch als Ansprechpartner dafür anbieten. Für die Zeiten in denen ich nicht im Forum aktiv bin kannst du auch gerne meine EMail-Adresse haben wenn du willst...



    Edit:


    Ich kann übrigens zakkarus nicht zustimmen. Ich hab das Gefühl ich lern sehr wenig wenn ich anderen Spielleitern zuschaue, aber das ist vielleicht von Mensch zu Mensch verschieden. Am meisten hab ich eigentlich immer gelernt wenn ich nicht gut genug vorbereitet war (weil ich entweder zu faul war, keine Zeit hatte oder die Spieler einen total unvorhergesehenen Weg eingeschlagen haben). Das hat mich dann immer zum Improvisieren gezwungen...

    Hallo!


    Kann mir vielleicht jemand der die Regionalspielhilfe Schattenlande aus DSA 4.1 besitzt nachschaun was da in der Kartentasche zu finden ist?


    Das Wiki nennt jede Menge Stadtkarten, viele davon finde ich aber nur im Buch abgedruckt.


    Das ist etwas verwirrend weil bei anderen RSHs nur die Pläne aus der Kartentasche genannt werden, und auch hier werden die im Buch abgedruckten Gebietskarten wie zB Tobrien oder die Umgebung von Beilunk nicht erwähnt.


    Ausserdem ist es enttäuschend dass nicht wie in anderen Bänden aus der Reihe unnummerierte Karten für die Spieler beiliegen. Kann man die irgendwo herbekommen?

    Ist es nicht schwierig die detailreich beschriebene Welt vom Metaplot zu trennen? Also in seiner eigenen Runde klar, da verändern die Helden ja die Welt und ein eigner Plot entsteht. Aber wer gerade mit wem und so ergibt sich ja aus dem Metaplot. Es hat ja seine Geschichte warum der Fürst gerade Fürst ist usw.

    Eine super genau beschriebene Welt, die sich nicht verändert (abgesehen von den direkten Veränderungen durch eure Helden) fände ich irgendwie unnötig. Dann könnte man auch auf D&D Niveau vom Dichtegrad bleiben.

    Du hast natürlich recht dass mans nicht ganz trennen kann oder sollte.


    Aber es ist für mich ein riesen Unterschied ob Könige und andere Herrscher wechseln, NSCs altern und sterben und neue dazukommen, oder ob ich wie bei der Rückkehr Borbarads auf einen Schlag mal gefühlt die halbe Welt zu Dämonenreichen umwandel.

    Also ich bin ja auch einer dieser 'alten Hasen', und weil ich hier les dass die den Metaplot lieben muß ich mal widersprechen.


    Für mich ist der auch nicht das Markenzeichen von DSA sondern die detailreich beschriebene Welt.

    Die liebe ich heiß, der Metaplot dagegen nervt weil er einem irgendwie aufgezwungen wird.


    Natürlich hab ich nichts dagegen dass es lange Plots in der Welt gibt, aber die hätte ich persönlich lieber lokal anstatt weltverändernd, weshalb ich auch vor Borbarads Rückkehr der kanonischen Geschichte den Rücken gekehrt habe.

    Ok, wenn du zB Herr der Ringe als Kindermärchen empfindest.


    Und wenn du genau hinschaust erkennst du vielleicht dass ich nicht geschrieben hab keiner will einen realistischen Ritter spielen, sondern keiner will im realistischen Mittelalter spielen, indem es üblich war bei Problemen erst mal die Fremden hinzurichten, oder Menschen für kleine Vergehen Lebenslang zu verstümmeln.


    Aber gut ihr seid halt die Gruppe die gern permanente Außenseiter mit abgehackten Händen spielt...

    Meredin vom See

    Wer? Ich und ziemlich viele Spieler, welche ich kenne. Märchenbücher sind schön, keine Frage, aber wenn ich eine spannende, mitreisende Fantasylektüre lesen möchte, dann ist es nicht die vom selbstlosen Prinz Charming, sondern von einem realistisch wirkenden Charakter. Der kann dann gerne auch ein Mensch sein, der dem Ideal nacheifert und damit aus der Masse heraussticht. Ich stimme Dir zu, dass man Kompromisse zur Realität eingeht (eingehen muss), weil das Spiel sonst nicht funktionieren würde. Deswegen ziehe ich mit meinen Gruppen jedoch nicht den Schluss, dass wir ein Kindermärchen aufziehen müssen. Einfach weil uns keinen Spaß machen würde darin zu spielen (oder sagen wir, der Spaß recht schnell verblassen würde). Aber so unterschiedlich können Geschmäcker eben sein. =)

    Ich finde es ziemlich herablassend von dir andere Geschmäcker mit naiv und Kindermärchen abzuwerten, nur weil es deinen Geschmack nicht trifft.

    Eine Online DSA Platform um online dsa zu spielen. So richtig mit Karten, Settings, Helden Dokumenten usw. also eoll20 als origin dsa

    Das richtig gut umgesetzt, wäre ein Träumchen. Sie haben die Regionalbox Xy gekauft? Wir schalten ihnen direkt im Online-Tool die neue Musik und die neuen Karten frei. Sie haben CD als Abenteuer oder Heldenwerk erworben? Wir schalten Ihnen die dazugehörigen NPC-Grafiken sowie Token für Gegner und Karten für Ortschaften frei (entsprechend der normalerweise enthaltenen Bebilderung). Sie haben REgelband WC erworben? Wir schalten alle neu erworbenen Regelelemente frei und sie entscheiden selbst über das Menü welche Regeln sie davon aktivieren wollen. Sie tauchen dann direkt in den sich selbst anpassenden Heldenbögen auf. Zusätzlich schalten sie damit neue Funktionen frei, z.B. für den Regelkomplex Verfolgungsjagd, der den Würfelaufwand auf angenehme Weise reduziert, indem das Programm das meiste übernimmt.


    Das wäre ein Träumchen.

    Auf den ersten Blick klingt das ja ganz nett, bis man sich klar wird dass der Online-Content auch Arbeit erfordert deren Kosten dann wohl auf die entsprechenden RSHs draufgeschlagen werden würde was für mich als jemanden für den Online-Spiel nur auf Grund von Corona akzeptabel ist ziemlich abschreckend wäre...

    Also den Fall das ein Spieler einen Charakter baut bei dem ich mir keine Situation überlegen kann in der er glänzt hatte ich noch nicht. Ich würde auch sagen dass das ein schlechtes System ist in dem man seine Punkte so blöd ausgeben kann dass man garnichts kann.


    Aber ja, jeder der vernünftig mitspielt hat bei mir einen Erfolg verdient. Wenn man das nicht so sieht kann man ja zB eine Gruppe die gemischt aus (OT-)Neulingen und Veteranen oder noch schlimmer aus Erwachsenen und Kindern besteht nicht wirklich gut leiten.


    Für mich ist ein Rollenspielabend auch kein Wettkampf. Dagegen hab ich nichts, ich finde nur dass dafür Brettspiele und ähnliches besser geignet sind. Auf Grund der klareren Reglementierungen macht das dort einfach viel mehr Sinn, anderenfalls landet man auch leicht bei dem mir verhassten Begriff der Meisterwillkür.


    Natürlich wird ein geschickter Spielleiter versuchen es so zu drehen dass die Spieler der Meinung sind allein für die Erfolge gesorgt zu haben und auch erkennen wer glücklicher damit ist ab und zu einen Erfolg geschenkt zu bekommen und wer den Erfolg nur dann schätzt wenn er ihn sich schwer erarbeiten mußte, aber das ist dann Detailarbeit...

    Kuma

    Deine Ausführungen Beschreiben das märchentypische Ideal eines Ritters. Mir wäre das persönlich zu naiv und monoton als Schnitt der aventurischen Gesellschaft. Ein Ritter, der diese Ideale nicht verkörpert und eine angemessene Belohnung fordert, scheint mir da schon viel eher an der Realität zu liegen.

    Naja, das ist halt typisch fürs Fantasy Genre.


    Märchen mit Gut und Böse sind dort Realität. Bösewichte wie der oben genannte sind ja auch realitätsfern, und sind wir mal ehrlich wer will denn schon im realen Mittelalter spielen?

    Natürlich will ich den Realismus nicht verdammen, ganz ohne den gehts auch nicht, aber wenn man das ganze mal umdreht und sich die Spieler beim XZ-Geweihten nicht mehr drauf verlassen können dass der halbwegs idealisiert ist, werden viele denk ich nicht glücklich damit sein...


    Diese Idealisierungen aufzugeben würde zu paranoiden Gruppen führen die sich auf nichts mehr verlassen würden weil das Spiel einfach nicht genug Tiefe hat um reale Vertrauensbasen aufzubauen, und wenn man durch die Lande zieht geht das selbst in der Realität nicht, weshalb es im realen Mittelalter alles andere als angenehm war der Fremde zu sein.


    Natürlich könnte man ein Spiel aufziehen wo besagte Ideale nur für NSCs nicht aber für SCs gelten, aber ob der Spielleiter damit Freude hat...


    Langer Rede kurzer Sinn: Ich glaub die Freude an Fantasy kommt von der idealisierteren Darstellung.



    Wie auch immer, ich finde Kumas obige Lösung sehr gut, würde die Belohnung aber nicht einfordern.

    Mein Vorschlag wär der höheren Instanz einen Beweis der Tat (klassisch: Kopf) vorzulegen und, falls man dem Spielleiter ein 'auf den Zug springen' nicht zutraut die Erwartungshaltung vorher zu besprechen. Es macht Sinn das es hier eine positive Reaktion gibt, der Ruf das es der Instanz egal ist wenn edle Recken ein Problem lösen wär nicht wirklich vorteilhaft...

    Das grundlegende Problem fängt aber eigentlich schon beim CH Wert an, denn dieser ist kaum fassbar. "Wie ist man mit CH 11, wie viel "mehr" mit 12, 14... 16?" und was bewirkt diese kaum greifbare Eigenschaft?

    Ist dass bei CH besonders schwer? Aus meiner sicht hat jede Eigenschaft da ihre eigenen Probleme. Bei KK zB kann man schnell sagen du kannst X heben und das skalieren, aber da stellt sich für mich immer die Frage wo im Körper bei wem die Kraft sitzt, und dann wirds kompliziert. IN finde ich ist noch schwerer greifbar, und für mich ists bei KO am schwersten.


    Generell komm ich aber ganz gut damit durch mir den unfähigsten und genialsten Menschen vorzustellen und dann zu versuchen zu skalieren.



    Eigentlich wollt ich aber auf die Fairnis eingehen.


    Ich versuch da generell allen Spielern gleiche Möglichkeiten für Erfolgserlebnisse einzuräumen. Natürlich gibts für den Gesellschafter im Stadtabenteuer mehr, und für den Wildnischarakter in der Natur, aber auf lange Sicht tu ich mein möglichstes dass es sich die Waage hält. Das hören Powergamer jetzt vielleicht nicht gern, und ich sags meinen Gruppen auch nicht so deutlich, aber erstens stört das den Powergamer in mir (wenn ich Spieler bin) nicht solang mein Char auf 'seinem' Gebiet brillieren kann, und zweitens finde ich dass Spieler die sich mehr aufs Rollenspiel als die Regeln konzentrieren genauso Erfolgserlebnisse verdient haben.

    Wenn also ein Spieler wenig abbekommen hat bau ich gern eine Szene in den Plot ein in der die Stärken seines Charakters gefragt sind.

    Hat bisher ganz gut funktioniert, und Powergamer oder nicht ich hab das Gefühl die meisten Spieler lieben solche Szenen...

    Ich handhabe es nicht nur bei gesellschaftlichen Talenten so dass es keine Probe gibt wenn die Vorstellungen des Spielers zu den Werten passen und ich keinen Unterhaltungswert in der Probe sehe.


    Proben werden fällig wenn das Verhalten des Spielers nicht zu den Werten passt (oft sind die Erwartungen zu hoch, sie können aber auch zu niedrig sein), sie das Spiel bereichern (zb alle klettern eine Felswand hoch, wer schaffts?), oder Aktivitäten zeitlich gekürzt dargestellt werden sollen (zB Downtime zwischen Abenteuern).

    Ein zerlumpter, ehrenhafter Ritter wirkt oft weniger wie ein Söldner als ein herausgeputzer Knauserer...


    ...wenn das im Spiel nicht so rüberkommt probier mal es dir vom Spielleiter zu wünschen.

    Kha: Verlangt ihr auch Klugheitsproben wenn ein Spieler einen guten Einfall hat?


    Ich denke man kommt einfach nicht drum herum dass KL, CH und teilweise IN bezogene Aktivitäten Kombinationen aus Spieler- und Charakterskill sind.


    War aber bei mir nie so ein großes Problem. Bei niedrigem Spielerskill und hohem CH drückt man halt ein Auge zu, und wenn ein Spieler seine grottenschlechten Charakterskills beim Rollenspiel ignoriert versucht man ihm halt OT zu erklären dass sowas kein gutes Rollenspiel ist...


    Aber jede Gruppe wie sies gut findet.

    Ich stör mich halt mehr dran wenn ein Charakter hohes CH hat und sich dann überhaupt keine Mühe gibt das darzustellen, aber ich erwarte auch im Kampf mehr als nur 'ich verwende Fähigkeit X'...

    Wir können aber wirklich gern noch eine Diskussion lostreten warum ich gegen 4 mindere Feylamia fast gestorben wäre und dann Feuer und Flamme sein soll einen uralten Feylamia zu töten für insgesamt 42 Silbertaler und ob mein Rondra Glaube mich wirklich dazu bringt offensichtlich sterben zu wollen 😋 das bezweifle ich stark. Schutz der Schwachen springt soweit ich das beurteilen kann nur bei akuten Gefahren rein. Ansonsten schreib ich demnächst Briefe an die Rondra Tempel und appeliere an deren Ritterlichkeit wenn ich durch die Totensümpfe will und mir da zuviele Moorwürmer und Untote rumrennen..

    Das klingt alles sehr nach dem üblichen modernesDenken-Problem.


    Versuch mal mehr dran zu denken dass Götter und Leben nach dem Tod real sind.

    Wär doch super bei so einer ehrenvollen Aufgabe zu sterben, das sollte dann einen direkten Einnzug in Rondras Hallen geben.

    Andersrum werden die Briefe an den Tempel Rondra wohl nicht sehr auf deine Seite ziehen.


    Ich kenn das zB von Gruppen die Peraine-Geweihte als Gratis-Heiler missbrauchen, die hab ich mal OT darauf hingewiesen dass Peraine das wohl nicht gern sieht, und wenn Peraine einem zürnt ists dann modern gesagt vorbei mit einem guten Immunsystem.


    Regeltechnisch finde ich es problematisch dass man sich Adelig 'kauft'. Das sagt ja dem Spieler praktisch dass er dafür was erwarten kann. Bei mir gibts sowas OT gratis, und die IT-Kosten sind eben dass ein besonderes Verhalten erwartet wird. Legt man dass nicht an den Tag kann man auch kaum Respekt erwarten bzw wird aufständisches Verhalten oder die Mißgunst anderer Adeliger provozieren.