Posts by Durdin

    Moin,

    ich wollte fragen, ob jemand ein fertiges Abenteuer oder eine Plotidee hat welche besonders gut dazu geeignet ist die Gruppe zusammenzuführen.

    Damit ihr wisst was ich meine:

    Ich wurde von meinem Bruder und ein paar seiner Arbeitskollegen gebeten ihnen ein Abenteuer zu Meistern. Gespielt haben wir mit Archetypen. Da es allen gefallen hat wollen wir auch weiterspielen aber natürlich selbstgemachten Chars. Das kennenlernen der SC´s untereinander hätte ich gerne Ausgespielt bzw. ein komplettes Abenteuer in welchem es Primär um das kennenlernen gehen soll.

    Kennt hier jemand ein Abenteuer welches so gestrickt ist, dass die SC´s sich kennelernen oder hat einer eine Plotidee aus der ich ein Abenteuer stricken kann.

    Schonmal vielen Dank im vorraus.

    Ob nun juristische Auslegungsmethoden bei den DSA-Regeln wirklich helfen, weiß ich wirklich nicht. Wir wollen sicher auch nicht am Spieltisch beginnen, Regeln teleologisch zu reduzieren oder Analogien herzuleiten.

    Der Grund warum das die Methoden sind derer man sich bedindt ist, sie haben wiederholt gezeigt, dass sie zuverlässig funktionieren. Die Frage, ob die Methoden bei den DSA-Regeln helfen kann ich dir beantworten. Ja tun sie. Bitte versteh mich nicht Falsch, man muss keine wissenschaftliche Abhandlung über eine Regel schreiben. Aber in diesem Forum wird ständig gefragt wie eine Regel zu verstehen ist und die Antworten werden bewusst oder unbewusst mithilfe dieser Methoden geroffen. Wenn du dir den Thread Kampf mit Schilden anschaust wirst du feststellen, das ich mich in meinem Beispiel an der dort vorgenommen Argumentation bedient habe.

    Ein Großteil der geschrieben Abhandlungen oben, bestätigt mich doch sehr mit meiner Aussage dass „Juristen keine Gesetze studieren, sondern nur diese für ihren Vorteil auszulegen

    Was denkt man sich wenn man hundert Juristien sieht, die bis zum Hals in Sand vergraben sind? Könnte mehr Sand sein.

    Spaß bei Seite. Ein Anwalt wird in seinem Berufsleben vermutlich nie dazu kommen ein Gesetz auszulegen. In der Praxis läuft es eher darauf hinaus, das der Bundesgerichtshof etwas sagt und dem haben alle zu folgen. Die oben beschriebenen Methoden kommen aus der Wissenschaft und nicht aus der Praxis. Und ob du es glaubst oder nicht die Wissenschaft versucht eine möglichst faire Lösung für alle Beiteiligten zu finden.

    Aber selbst wenn man alle Juristen verteufelt ist es trozdem Unsinn die Methoden abzulehnen. Nur weil der Benutzer eines Werkzeuges vielleicht eine fragwürdige Moral hat so erfüllt das Werkzeug immernoch seien Zweck.

    ich vermute mal, ein Gesetzestext ist nach gewissen Regeln geschrieben, mit diesem im Anfangspost genannten Werkzeug kann man Gesetzestexte auseinander nehmen. Aber DSA-Regeln?

    Es gibt bei Gesetzestexten durchaus eine gewisse Regelmäßigkeit in den Formulierungen was vorallem aus praktischen Erwägungnen herraus folgt. Z.B. bedeuten die Wörter "kann", "soll", und "muss" immer das selbe. Mehr oder Weniger ist das bei DSA auch der Fall.

    Was die Anwendbarkeit der Methoden angeht so kann ich sagen das es durchaus geht. Die Methoden werden hier ständig angewendet ich gebe dem Kind nur einen Namen. Ich habe das geschrieben, weil man hier im Forum immer wieder auf die Muster und eben diese Methoden trifft.

    Du würdest ja auch nicht auf die Idee kommen, dass (natur-) wissenschaftliche Methoden sich nicht auf andere Bereiche der Naturwissenschaft anwenden lassen. Du verwirfts ja nicht deine Methoden, nur weil du einen anderen Bereich Analysieren möchtest.


    Natürlich kann man Hausregeln was man möchte und so spielen wie man möchte aber wenn man sich fragt was einen Regel sagt, dann sind das die Arten, wie man eine Regel lesen kann.

    Die Analogie habe ich mal bewusst weggelassen, da man bei einem unfertigen Regelwerk schwer sagen kann was eine planungswiedrige regellücke ist (Voraussetzung für eine analoge Anwendung) und was einfach noch nicht erschienen ist.

    Eine striktere Trennung von fluff und Regeln wäre wünschenswert, obwohl sich das deutlich gebessert hat. Die variierende Wortwahl ist manchmal ein Graus da gebe ich dir recht. Es wurde mehr mehr darauf gelegt, wie es klingt als die Funktionalität. Aber Regeln müssen nicht schön klingen die sollen verständlich sein und funktionieren.

    Bei den Abkürzungen muss ich dir aber widersprechen. Solange es sich um die gängigen Abkürzungen handelt ist es völlig legitim. Klar es ist schwerer für Neueinsteiger aber die sind nicht die primäre Zielgruppe der Texte. Was nicht heißen soll, dass Texte überladen mit Abkürzungen sein sollten und der Leser den Text erst einmal dechiffrieren muss. Z.B. sind die Akten von Ärzten für mich schrecklich zu lesen ich bin aber auch nicht der für den der Text bestimmt ist. Was eine LP ist wusste ich nicht jemand der in der materie aber drin ist wird vermutlich nicht einmal merken, dass es abgekürzt ist.

    Liebe Mitspieler,

    ein Dsa Spieler ist regelmäßig gezwungen Regeltexte auszulegen, um zu verstehen wie etwas denn nun zu handhaben ist und ob die Regel auf den konkreten Fall anwendbar ist. Da ich im richtigen Leben Jurist bin wollte ich mal erklären wie die Regeln bzw. unsere Gesetze ausgelegt werden und wie das auf Dsa anwendbar ist. In der Rechtswissenschaft gibt es 4 Methoden mithilfe denen man ein Gesetz auslegt. Dabei handelt es sich um einen Auslegung nach der Grammatik, Systemische Auslegung, historische Auslegung und teleologische Auslegung. Im folgenden werde ich kurz erläutern wobei es sich bei den Methoden handelt.


    Grammatikalische Auslegung

    Die grammatikalische Auslegung setzt am Wortlaut der Regel an. Hierbei handelt es sich um die wohl naheliegendste Auslegungsmethode.

    Fernkampfangriffe und Attacken großer Gegner können mit einem Schild geblockt werden. [...] Um Fernkampfangriffe abzuwehren muss aktiv mit dem Schild pariert werden, eine Parade mit der Hauptwaffe reicht nicht aus. Mit einem Schild kann man auch angreifen.

    Der Wortlaut dieser Regel lässt uns zu dem Schluss kommen, dass man mit einem Schild Parieren kann, auch wenn man das Schild nur als passive Paradewaffe benutzt.

    Systematische Auslegung

    Bei der systematischen Auslegung Wird geschaut, wo die entsprechende Regel steht. Sollte sich beispielsweise eine Regel in einem Speziellen Abschnitt befinden, dann ist davon auszugehen, dass es sich um eine Spezialregelung handeln soll.


    Historische Auslegung

    Die Historische Auslegung ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Bedeutungsfindung des Regel vermeintliche Gedanke des Gesetzgebers bei Regelerstellung berücksichtigt wird. Ein Dsa Beispiel: Ulisses hat sich bei DSA 5 bewusst dazu entschieden das karmale Wirken an das Zaubern anzugleichen. Aus dieser „historischen“ Entwicklung heraus kann man Auslegungen vornehmen.


    Teleologische Auslegung

    Bei der teleologischen Auslegung ist der Sinn und Zweck der Regelung zu ergründen.Als Beispiel lässt sich hier wieder der Text aus dem KT Schilde benutzen. Der Sinn und Zweck der Regelung ist es den Aktiven nutzer zu Privilegieren. Wenn er schon AP in das Kampftalent steckt, dann soll er auch besser dastehen, als der passive Nutzer. Der Schluss den man daraus ziehen kann ist, dass auch große Gegner nur bei einer aktiven Schildparade Pariert werden können.

    Reale Vergleich

    Abweichend von den Auslegungsmethoden der Realen Gesetze würde ich für Dsa noch den vergleich mit der Echten Welt als Methodik hinzuziehen.

    Das wird vermutlich der Grund sein, warum sie sich zeitlich so gut einordnen lassen.

    Es gab übrigens noch im spätmittelalterlichen England (soweit ich mich erinnere) eine Geldfälscher der eine Art Fälscherring betrieben hat. Es wurden bei mehreren Münzen der Rand abgeschnitten und zu neuen Münzen verarbeitet. Da das aber sehr viele Münzen braucht müsste er notwendigerweise ein paar Wirte etc. mit ins Boot holen, die naturgemäß viele Münzen besitzten. Einer hat ihn dann verpfiffen und er wurde gehängt.

    In den 1920er gab es in Deutschland, speziell Berlin, die sogenannten Ringbruderschaften. Hierbei handelte es sich auch um organisierte Kriminalität die sich um Prostitution, Schutzgeld und Hehlerei gekümmert haben. (Die meisten Rauschgifte waren legal deswegen kein Drogenhandel)

    Die Gruppen haben aber auch mit der Polizei zusammengearbeitet um die Straßen sauber zu halten als Beispiel wurde die Vergewaltigung nicht geduldet.

    Formation hat den versteckten Nachteil, dass es nur mit anderen benutzt werden kann. Wenn der Kämpfer alleine ist hat er 20 ap die ihm nichts bringen und die er vermutlich lieber in einer anderen SF sehen würde.


    Der Ausfall müsste eigentlich auch für alle Leute die weiter von Formation profitieren möchte wegfallen, da sie den Gegner vertreiben und ihm folgen müssen.

    Dasselbe bei sturmangriff.

    Quote

    Man schickt da niemanden hin. Wer stirbt, bzw. gar getötet wird (und "schicken" liest sich jetzt zumindest so, als könnten auch von hinten erschlagen, Pech gehabt zu haben, oder ermordet zu werden mit gemeint sein, darunter zu fallen), landet nicht automatisch in einem der Paradiese. Nur wenige kommen da eigentlich hin.

    Zugegeben das war vllt ein bisschen zu salopp dargestellt.

    Aber wir können uns anscheinend darauf einigen, das die inneraventurischen Ansichten (wenn auch manche mehr oder weniger) nicht mit unseren moralvorstellungen übereinstimmen dürften. Hinzu kommt, dass moralisch falsch und richtig von der Situation abhängt. 90% der Zeit ist Stehlen falsch ich glaube darüber besteht kein Zweifel. In den anderen 10 % ist Diebstahl aber moralisch richtig. Um ein Realbeispiel anzuführen: In America nach Hurrican Kathrina wurden viele Läden etc. geplündert. Auch wenn vermutlich viele Leute sich nur selbst bereichern wollten gab es auch viele Leute die in Apotheken eingebrochen sind um Lebenswichtige Medikamente für sich oder andere zu entwenden. Und natürlich sollte die Apotheke in solch einer Notsituation die Medikamente umsonst vergeben. Aber es war schlichtweg keiner da.

    Natürlich passieren solche Extremsituationen in der Realität eher selten. Unseren Helden in Aventurien passieren solche Sachen aber nicht selten. Unsere Helden werden ständig vor interne und externe Konflikte gestellt (was ja auch der Sinn der ganzen Sache ist). Die aventurische Einteilung auf dem Spektrum von Schwarz über Graun bis Weis ist aus meiner Sicht falsch.Ein Schwarzmagier kann sich durchaus richtig verhalten und der Praiosgeweithe kann sich aufgrund seiner Überzeugungen falsch verhalten.

    Ich sehe die Welt eben nicht in schwarz und weis sondern in grau. Meine SCs sollen nachvollziehbare Gründe für ihr verhalten haben. Ich sehe keinen Zweck darin aus Spaß an der Freude jemanden zu ermorden. Man kann den hellsten Charakter spielen. Sollte dieser aber nun vor dem Mörder seiner Eltern/Frau/ Kinder/etc. stehen ist nachvollziehbar, wenn er einen internen Konflikt austrägt. Das ergebniß des Konflikts ist das entscheidnde nicht eine Einteilung auf einem Spektrum.

    Wer gläubig ist sollte auf seine eigene Seele keinen Wert legen und sichergehen, dass jeder in den Himmel kommt und zwar auf dem schnellsten Wege. Ungeachtet der Frage, ob er danach in die Hölle kommt oder nicht.

    Die 10 Gebote sind auch unmoralisch. Sie lassen keinen Spielraum. "Du sollst nicht stehlen." Und wenn ich am verhungern bin was dann?

    Aber die Diskusion ist hier vielleicht falsch.

    Ich finde die Frage ist ein bisschen verfehlt. Weite Teile des aventurischen weiß muss ein irdischer Betrachter für unmoralisch halten.

    Das Rechtssystem ist ein Grauß und wird von den Weißen unterstütz. Auf der anderen Seite gibt es Sachen die wir als unmoralisch empfinden, die in Aventurien nicht unmoralisch wären/sind.

    Alleine das es Tatsächlich Götter und ein Leben danach gibt zerstört die Anwendung unserer Moral. Jemanden in Rondras Hallen zu schicken ist eigentlich gar nicht so schlecht wie es sich anhört.

    Aventurien ist ein sehr gefährlicher Ort. Deswegen kann selbst der düsterste Schwarzmagier aus eigennutz auf die Idee kommen nette Sachen für seine Gruppe und andere zu machen, da er ansonsten alleine wäre. Bei Horden von bösem gezücht die durch die Wälder Streifen könnte das schnell tötlich enden.

    Ich mag meine SCs mit klarer Motivation. Die auch gerne mit den anderen Leuten in Konflikt stehen können. Aber um bei den Farben zu bleiben Grau in Grau.

    Das er keine rechtliche Handhabe hat um dich so zu behandeln ist aber auch kein Grund dass es das unterlassen muss. Es ist auch ganz natürlich, das ein Adliger denkt das die ganze Welt ihm untergeordnet ist. Du musst dich halt nicht dran halten was er sagt.

    Ich würde versuchen das IT zu lösen. Wenn er nicht mit sich reden lässt hätte der Großteil meiner Charaktere ihm gedroht. Und wenn du denkst das du ihn nicht in einem offenen Kampf besiegen kannst Schleich dich an sein Bett vertan und steck deinen solch neben ihm in den Boden. Als klare Botschaft das es auch andere Wege als den offen Kampf gibt.

    Zumindest wären das meine bevorzugten Mittel.