Posts by twincast

    Ich war einfach mal so frei, und hab Hellgrau und Dunkelgrau ausgewählt. Ergibt zwar gemeinsam Grau, aber das trifft's nicht so wirklich. Ich kann mich dem "gescheckten" Aventurien nur anschließen. Die Splitterdämmerung wird es unter anderem deswegen in meinem auch niemals geben. Ohne den Heptarchien fehlt einfach viel zu viel. Und der "Ersatz" kommt seit nunmehr einem halben Jahrzehnt nicht in die Gänge. (Unter Anführungszeichen weil interne und externe Bedrohungen nicht dasselbe sind.) [Der andere gewichtige Grund ist, dass mir neben der absoluten Größe des offiziellen Aventuriens auch die relative Größe des offiziellen Mittelreichs ein Dorn im Auge ist. (Siehe Signatur.)]

    Für mich persönlich sind D&D3e-Abenteuer mit PF1e-Regeln (unter Anwendung mehrerer offizieller Alternativregeln sowie ein paar eingestreuter Detailänderungen) bereits verdammt nahe an der Perfektion für ein d20-Rollenspiel. (Oerth, Demiplane of Dread, Athas, Sigil und Eberron sind mir schlichtweg sympathischer als Golarion. Teils wegen Elfen-Physiologie und -Pantheon. Teils weil die meisten davon konzeptuell weit kreativer sind - und Oerth dafür so klassisch Fantasy, wie es nur geht - während Golarion (ähnlich wie Toril) alles für jeden sein will. Teils weil ich mir bei einem jungen Setting schwer tu, bei den Pantheonen Nicht-Ägyptens und Nicht-Asiens beide Augen zuzudrücken.)

    Bei einer D&D-Edition für die Massen wiederum ist so ziemlich das einzige, das (mir) bei D&D5e fehlt, ein vernünftiges Skillsystem. (Und rassenspezifische Boni/Mali auf Eigenschaftswerte machen als Heber/Senker der Maximalwerte weit mehr Sinn, denn (insbesondere rein) als Verteuerer/Verbilligerer auf dem Weg zu 20 als Universalgrenze. In diesem Sinne, ein Terminologieupdate von "race" zu "species" ist seit Jahrzehnten überfällig. Dann wären uns eventuell auch die jüngst von Leuten, die offenbar unter anderem einen Ork nicht von einem Menschen phänotypisch unterscheiden können, aufgedrückten Änderungen erspart geblieben. Außerdem Statistikkram zu Standard-Alter, -Größe und -Gewicht, wie er früher gang und gäbe war. Wobei, würde mich nicht wundern, wenn selbst das heutzutage einen Aufschrei bewirken würde. Zwei-Meter-Gnome für alle! Ansonsten nur verstreute Details einzelner Wertepakete.)

    Zur Klarstellung: "Umschichten" (also z.B. billigeres "Dankeschön" und dafür mehr vom bereits abgebuchten Geld für Zusatzprodukte) geht problemlos. Falls sich der Gesamtbetrag am Ende verringert, wird's kompliziert, aber auch dann grundsätzlich möglich, wenn man Ulisses direkt kontaktiert (außer es hat sich in den letzten Monaten was geändert). Problem sollte sich aber in diesem Fall gar nicht erst ergeben, wenn man die limitierte Edition einrechnet.

    Bezüglich Sternenfall und Offenbarung (sowie Niobara); Eigentlich wollte ich ja "... beginnt so richtig mit ..." schreiben. Stichwort Arivor. Dass er schon während der Splitterdämmerung in einem Ausmaß langsam anläuft, das nur Astronomen und Astrologen wirklich beschäftigt, stört mich nicht. Dass sich kaum ein Alrik um Arivors Schicksal schert, hingegen ungemein.

    Es gibt schon noch mehr Ausnahmen, z.B. "Ein Tod in Grangor" (EFF 1038 BF) oder Heldenwerke wie "Die Thorwalertrommel" (Phex 1038 BF) oder "Hexenreigen" (ab 1038 BF).

    Dazu ein paar frühe Heldenwerke mit einer technischen Datierung ab 103X B.F. (wegen lokaler Gegebenheiten) sowie ein paar Neuauflagen älterer Abenteuer (und Eiserne Flammen).

    Gut, Die Thorwalertrommel ist mir ob der Verbindung zur Theaterritter-Kampagne mental durch den Rost gefallen. Aber ansonsten stimmt das schon so, wie ich es geschrieben habe.

    Der Aventurische Almanach ist auf 1040 B.F. datiert.

    Die Splitterdämmerung endet mit dem Jahreswechsel 1039/40 B.F.

    Der Sternenfall beginnt mit dem Jahreswechsel 1039/40 B.F.

    Die Theaterritter-Kampagne spielt von einem halben Jahr vor bis ein halbes Jahr nach dem Jahreswechsel 1039/40 B.F.

    Grundsätzlich schreitet die Datierung der Abenteuer von da an stetig voran, teils mit fixen Datierungen, teils ab 104X B.F.


    Einzige echte Ausnahmen sind Offenbarung des Himmels und Niobaras Vermächtnis sowie offenbar die Heldenwerke Die gehäutete Schlange und Kaiser der Diebe (allesamt 1038 B.F.). Dazu ein paar frühe Heldenwerke mit einer technischen Datierung ab 103X B.F. (wegen lokaler Gegebenheiten) sowie ein paar Neuauflagen älterer Abenteuer (und Eiserne Flammen).

    Also Namenlose Nacht und Eiserne Flammen als DSA5-Metaplot zu zählen, zeugt schon von gewisser Chuzpe. Ersteres ist eine leicht erweiterte Neuauflage eines DSA4-Abenteuers (und spielt während des Jahreswechsels 1036/37), letzteres ein spät nachgereichter Ersatz für ein nie erschienenes DSA4-Abenteuer, das dessen lose Enden in DSA5-Status-Quo überführt.

    Auch wäre es vielleicht eine gute Idee zurück zum alten Zwei-Jahre-Rhythmus, wie vor der Borbarad-Invasion züruckzukehren, auch wenn dadurch der Meta-Plot scheinbart beschleunigt wird. Effektiv passiert aber so deutlich weniger pro (aventurischen) Jahr.

    Im Nachhinein betrachtet, hätte dies Aventurien zu DSA4-Zeiten ausgesprochen gut getan. Beim aktuell vor sich hin tröpfelnden Output von DSA5 halte ich das aber für widersinnig.

    twincast in Aventurien sind Kreuzer Eisenmünzen und Heller sind aus Bronze (nicht weiter definiert).

    Warum habt ihr das Material geändert?

    Weil das keine authentischen Münzmetalle sind. Eisen hat da mal so was von gar nichts drin zu suchen. Bronze und Messing wären zwar theoretisch denkbar, waren aber aus gutem Grunde in der entsprechenden Zeit hierzulande nicht erlaubt. Außerdem reagiere ich allergisch darauf, wie (dank Olympia) ständig Bronze in seiner Natur mit Kupfer vertauscht wird.

    Also von Anfang an Aventurien viermal so groß (mittels Aufteilung in Stadtmeile von 1 km und Landmeile von 2 km Länge) sowie veränderte Gewichte und Feingehalte von Münzen. Oh, und die paar Länder, die arbiträr offiziell auf -ia enden, tun dies bei uns der kohäsiven Stimmung wegen im Garethi auf -ien. Und reale Sprach(famili)en werden realistisch behandelt.


    Bedeutende Unterschiede in der jüngeren Geschichte:

    • Die Splitterdämmerung hat nicht stattgefunden, und wird es wohl auch nie.
    • Maraskan ist im Gegenzug befreit. (Abgesehen von den Aktivitäten der Skrechu.)
    • Das offizielle Mittelreich ist dreigeteilt in Westraulsches Reich (Selindian), Ostraulsches Reich (Rohaja), und Schattenreich (Schattenallianz).
    • Albernien ist unabhängig.
    • Weiden gehört zum Ostraulschen Reich, aber Unabhängigkeitsbestrebungen werden immer lauter.
    • Der Sternenfall lässt noch auf sich warten, bis Ulisses endlich mal nennenswert was liefert.

    Ich fange einfach mal damit an, dass ich nie auch nur im Geringsten ein Freund der Splitterdämmerung war. Unser Aventurien hat sich allein deswegen vom offiziellen gelöst (von Details wie Kontinentsgröße und Münzspezifikationen bereits zuvor mal abgesehen). Wieso? #1 Wie aus meiner Signatur herauszulesen, war das Mittelreich bereits davor viel zu groß in Relation zu seinen Nachbarn, und dann schlägt man noch gut 50% drauf und nimmt jedwede halbwegs realistische Bedrohung aus dem Spiel?! (Ich habe deswegen auch retroaktiv das - zum Glück nie gespielte - Der Mondenkaiser aus unserer Geschichtsschreibung gestrichen. Wenn man sich schon trennt, wieso dann behalten, was man nur mit Schmerzen ertrug?) #2 Bis auf die kümmerlichen Reste hat es keine der Heptarchien auch nur zum Zwanzigjahrjubiläum geschafft, was ihnen rückblickend massiv an Bedrohlichkeit nimmt. Gut, es gab auf Erden auch bedeutende Terrorregime mit kürzerer Lebensdauer, aber die allermeisten brachten - und bringen - es auf ein Vielfaches davon. Und klar, das liegt auch daran, dass bereits die klassische Redax viel zu früh mit der Rückeroberung angefangen hatte, aber das macht's auch nicht besser. #3 Auf einen Schlag fegt man ein halbes Dutzend einzigartiger Schauplätze/Bedrohungen von der bespielbaren Bühne, ohne (siehe Zitat unten) gebührend Ersatz parat zu haben. (Dass man die Schwimmende Heptarchie untergehen hat lassen, aber ausgerechnet die elendig langweilige Fürstkomturei behalten hat, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Die Skrechu bereichert Maraskan als Setting; das Reich der beiden Hampelmänner, die Helme Haffax beerbt haben, tut dies nicht. Und mal ganz ehrlich, ohne Gloran(i)a kräht kein Hahn nach Paavi.) Tobrien hätte eine RSH am bittersten nötig gehabt (von mir aus zuvor Nostergast als Einsteigerregionsflöte), um darzulegen, was denn nun außer einem erhöhten Untotenaufkommen im Süden immer noch besonders daran ist, aber wird wohl mit die letzte Region werden, die von DSA5 abgedeckt wird. (Und das verbliebene Schwarztobrien ist noch übler an den Haaren herbeigezogen und inkonsequent durchdacht, als es zuvor das verbliebene Weißtobrien war.) Und es ist ja nun wirklich nicht so, als könnte es nicht Antagonisten mehrerer Natur gleichzeitig geben.


    Am Ende haben sich all meine Befürchtungen bestätigt. Der Sternenfall ist ein an sich cooles Konzept, das seit Arivor auf Sparflamme vor sich hin köchelt und jämmerlich versauert. Häppchenweise dargereichtes, streng regional beschränktes Zusatzkolorit wird dem Ganzen nun wirklich nicht gerecht. Und sonderlich viel tut der Namenlose bislang auch ohne nennenswerte erzdämonische Konkurrenz nicht gerade. Sicher, verdecktes Agieren und Spielen des "long game" passt soweit, nur sollten die anderen wiedererstarkenden Kulte im Gegenzug weit resoluter auftreten, als sie es bislang tun. Passt wie die Faust aufs Auge, dass, wie Ulisses endlich den Metaplotmotor anwerfen will, nur Rauch aus ihm aufsteigt.


    Einem kompletten Einfrieren der Zeitschreibung kann ich nichts abgewinnen, da die Verlockung dann zu groß ist, dieses Alleinstellungsmerkmal Aventuriens gar nicht mehr wieder anzufachen. Eine Verlangsamung auf 1:2 (rückwirkend ab 1040 B.F.) fände ich hingegen angebracht, auch wenn es mir um die Jahreszeitenmethode leidtäte. Eventuell auch auf 1:4.

    Ich habe zunächst gedacht, dass das eine eher unglücklich aufgezogene Art der Dramaturgie ist, bei der Ulisses bei allen DSA-Kunden Spannung erzeugen will, indem nur nebulöse Andeutungen und vage Prognosen raugegeben werden.

    Zumindest 2016 hieß es dazu noch in einem Workshopbericht: "Der Sternenfall wird DSA und Aventurien in nächster Zeit beschäftigen. Er ist eine neue übergeordnete Handlungsebene, die Unterschiede zu bisherigen Metaplots aufweist. Er ist nicht durchgeplant, das Ende steht noch nicht fest (auch wenn es Ideen gibt) und auch nicht, wie lange der Plot läuft. Das ist explizit so gewollt und soll Spontanität, Flexibilität und Kreativität ermöglichen. Dies gilt für die Redaktion/Autor*innen wie auch die Spieler*innen."

    Zumindest damals konnte kein roter Faden vorgestellt werden, weil es vorsätzlich keinen geben sollte. Vielleicht hat sich das je geändert, oder wird sich noch.

    Und ich habe mir schon damals deswegen dermaßen mit der Hand gegen die Stirn geklatscht, dass man es gefühlt wohl in der gesamten Ortschaft hören können musste.

    Wie Bernd bereits im Thread schrieb, sind die Texte für Banner der Treue bereits fertig abgegeben. Da wir mittlerweile im Auftrag des Verlags Texte schreiben, stimmen wir auch zu, die Rechte zu übergeben. Man muss sich um Banner der Treue also keine Sorgen machen. Ich schlage sogar das Gegenteil vor, immerhin wird das Abenteuer wirklich großartig. :)

    DSA-Werke waren ja von Anfang an de facto Auftragsarbeiten. Dass man das die längste Zeit de jure anders gehandhabt hat, dafür werden mir wohl stets die Worte fehlen.


    Beim jüngsten (?) Fall des Verlusts eines Autors handelt es sich ja ganz offenbar um eine höchst individuelle Unstimmigkeit, bei der mir mangels öffentlich gewaschener schmutziger Wäsche ehrlich gesagt nicht ersichtlich ist, welche Seite den Schwarzen Peter verdient, während ich bei dem halben Dutzend kleinerer und größerer Eklats der letzten zehn Jahre, die jeweils mehrere Autorenverluste mit sich zogen, bei manchen klar auf Ulisses' Seite stehe und bei manchen klar nicht. Aber egal, wie ich zu den einzelnen Fällen stehe, dass die DSA-Macher nicht auf die gesamte DSA-Historie Zugriff haben, ist gelinde gesagt absurd - und macht es schwer, abzuschätzen, welche Plotstränge Ulisses willens versanden hat lassen.

    "Ausspielen" ist halt relativ. Meine Spieler müssen schon sagen, wann sie wo wie viel Geld wechseln, da es durchaus bedeutsam ist, welchen Münzfüßen fremder Länder die Händler vertrauen, und - vor allem - welche die Herrscher in ihren Landen überhaupt erlauben. Aber das ist in der Regel in ein paar Sätzen abgehakt, sofern dabei nichts Besonderes passiert. Und abgehandelt wird der Einfachheit halber alles in (Rechen-)Talern, egal in welchen Währungen die Transaktionen physisch erfolgen. Valvationstabellen sind mir dann doch zu viel.


    Bezüglich Gewicht muss ich vorausschicken, dass die technischen Daten der Münzen in unserem Aventurien deutlich abweichen, da die offiziellen schlicht zu unglaubwürdig sind.

    • Kreuzer: 2,5 g (1 Teil Silber, 9 Teile Kupfer)
    • Heller: 5 g (1 Teil Silber, 1 Teil Kupfer)
    • Taler: 25 g (9 Teile Silber, 1 Teil Kupfer)
    • Dukat: 25 g (18 Teile Gold, 1 Teil Silber, 1 Teil Kupfer)

    Realhistorisch gesehen sind Kreuzer und Heller ja vertauscht, aber das anzugleichen, würde bei Preistabellen ständig für Verwirrung sorgen, und die Herleitung ist ja ausgesprochen arbiträr, also wieso in Aventurien nicht anders herum? Und Dukaten (Gulden) müssten eigentlich (Dere-gerecht gerundet) so schwer wie Kreuzer und so viel wert wie Taler (Guldiner) sein, aber ist ja nicht so, als würde im Wort "Dukat" eine Wertangabe stecken, und worauf es mir im Endeffekt ankommt, ist, dass Gold nicht absurd billig ist. (Die WFRP-Ausprägung des karolingischen LSD-Systems entspricht übrigens beinahe meinem Idealtypus einer stabilen Münzwährung, aber dies sei hier nur am Rande erwähnt.) Was nun die Geldbeutel der Helden angeht, so werden die Silbermünzen in höchster vorhandener Einheit angenommen und aufgerundet, um das Wechselgeld darzustellen. Dukaten werden separat verwaltet.

    Daher sind Punkt 1 und 2 wohl treffend. Größere Tendenz zu eher Tor 2 nehmen, da Stadtgebühren und Zölle bei uns nicht mit eingebunden werden (wobei es sie ironischerweise insgesamt in Aventurien gibt und durchaus wichtige Einnahmequellen sind). Ich habe dennoch 1 und 2 gewählt. EDIT: Nachdem die Optionen anders verteilt und unbenannt wurden: Nun 3 und 4. EDIT Ende

    Ich denke, du verwechselst da die Auswahlauflistung der Antwortmöglichkeiten mit der Ergebnisauflistung, bei der Antworten ohne fixe Reihenfolge nach Häufigkeit geordnet sind.

    Sind jetzt alles keine brandneuen Infos, und mittlerweile ist die 2. Auflage ja sogar bereits erschienen, aber für Leute, die seit dem letzten Fadenbeitrag nichts darüber gehört haben:

    Gibt es eigentlich Unterschiede zwischen der 1. und der 2. Auflage?

    Die Blips haben zusätzlich zur Nummerierung ein Buchstabenkürzel (DR?) bekommen, damit man fortan all seine DSA-Blips (z.B. etliche Orks) ohne Dopplungen miteinander benutzen kann, und verständlicherweise "Werkzeuge des Meisters" diesbezüglich die (kürzellose) Hauptreihe sein soll. Ich wünschte, sie wären vorausschauender gewesen, aber ist kein Drama.

    nein kein Heldenwerk. Eine Ergänzungsbox mit 2 weiteren Chars und einigen weiteren Plots die in die Kampagne mit eingebaut werden können.

    Soweit richtig, aber ein Heldenwerk zur Erweiterung namens Der blaue Bruder (analog zu Das Mädchen und der Menschenfresser) soll ebenfalls (möglichst nahe zur Box) erscheinen.

    Leider ist ein Rechteinhaber eines alten Textes aufgetaucht (der übrigens in keinem Impressum stand), und der sich anscheinend etwas quer gestellt hat.

    Ich meine mich zu erinnern, dass im Rahmen des Ulmenkabinetts der KRK thematisiert wurde, dass Teile des Himmelturmsettings nicht alleine der Fantasie des Herrn Hennen entsprungem sei.

    Mal grundsätzlich gesprochen: Natürlich wird nicht gesagt, dass Sternenträger 3 (und damit die ganze Kampagne) möglicherweise nicht mehr erscheinen wird, selbst wenn das intern vielleicht so gehandelt wird. An die Kunden wird das erst weitergegeben, wenn da etwas Definitives feststeht, das ist eigentlich das kleine Einmaleins in Sachen PR.

    Und damit sage ich nicht, dass dem definitiv so sein muss, mir wäre es auch lieber, wenn die Kampagne noch erscheint. Aber PR-Statements, das lehrt mich doch meine Lebenserfahrung, sind da relativ egal.


    Insofern bleibt nur abwarten und Tee trinken.

    Also mal abduktiv betrachtet:

    • Der ominöse Rechteinhaber ist erstens jemand, der (je nachdem, wie "in keinem Impressum" zu verstehen ist) entweder Teil der DSA-Autorenriege war und nicht bei jedem kleinen Beitrag auf Nennung im Impressum wertlegte oder im weiteren Umfeld zugegen (eventuell öfters) Ideen beisteuerte, aber (wohl aufgrund einer "seriösen" Profession) nicht öffentlich aufscheinen wollte, (beziehungsweise in beiden Fällen vielleicht ein Erbe der Rechte) und zweitens jemand, der weshalb auch immer nicht gut auf Ulisses zu sprechen ist - sei es aufgrund des großen Redaktionsgemetzels anno 2011, sei es aufgrund der Rücknahme von Lizenzen (Uthurien, Tharun, Myranor), sei es, weil Kiesow seit DSA5 in den Publikationen nicht mehr gesondert gedankt wird, sei es aufgrund von WdV, sei es aufgrund des Umgangs mit spezifischen Metaplotelementen wie zum Beispiel einer liebgewonnenen Meisterperson, sei es aufgrund ganz individuell-persönlicher Erfahrungen bei irgendeinem Projekt, oder sei es aus irgendeinem anderen Grund, egal.
      • Theoretisch könnte es auch jemand (vormals) aus dem Umfeld Hennens sein, der ihm eins auswischen möchte, aber ein Projekt, bei dem er an sich nur beratend tätig ist, scheint mir dafür eine ausgesprochen absurde Wahl. Noch dazu, wenn sich zur Zeit auch die Phileasson-Romane (und die Geldspeicher von Axel Springer) anböten.
    • Es handelt sich um jemanden, der DSA nicht (mehr) aktiv verfolgt, und somit erst von der Kampagne erfuhr, nachdem sie bereits angelaufen war. Die andernfalls notwendige Boshaftigkeit, Ulisses zwischen die Beine zu grätschen, nachdem bereits mindestens ein Teil der Kampagne erschienen war, möchte ich niemandem einfach so unterstellen.
      • Würde wie die Faust aufs Auge passen, wenn Ulisses selbst - auf Hinweis Hennens - die Person (teils für Rechtssicherheit, teils für etwaige Nennung) darüber informierte.
    • Da offenbar nach einem Jahr immer noch "geredet" wird, kann man einerseits davon ausgehen, dass die betroffene Person sich selbst als jemand sieht, der ("im Gegensatz zu Ulisses") vollkommen vernünftig und grundsätzlich gesprächsbereit ist, andererseits aber auch davon, dass sie in Wirklichkeit nicht im Geringsten daran denkt, einzulenken.
      • Ein finanzielles Motiv lässt sich wohl ausschließen. Ulisses wäre ob der Thematik sicher bereit, zu vergüten. Und dass es nicht viel zu holen gibt, sollte Mr./Ms. X klar sein.

    Ergo sehe ich schwarz für den Band in seiner geplanten Form. Inwiefern das, um was auch immer es genau geht, sich aus der Kampagne herausschneiden beziehungsweise sinnvoll ersetzen lässt (erst recht, nachdem bereits Teile erschienen sind), kann ich natürlich nicht beurteilen. Ulisses hat(te) wohl weiterführende Pläne und deshalb noch nicht aufgegeben.

    Ich hab nicht wirklich viel zu dem Thema zu sagen, aber mir ist trotzdem danach: Bei allen (deutschsprachigen) Ulisses-CFs mit DSA-Bezug - sowohl jenen, die ich finanziell unterstützt habe (Kaiser Retro (alles), WdV (alles bis auf etwas Merchandise), Havena (nur retro), Aventuria: Nedime & Borbarad (alles), WdM (alles bis auf das Alternativregelbuch und die Sammelbox)), als auch jenen, die nicht (Phileasson Deluxe, LARP, SdM, DSK, Aventuria: Black Boar, DSA Mythos, Thorwal) - außer deren zwei (Havena (wüsste nichts Schlechtes) und LARP (weiß null drüber)) habe ich ein, zwei teils massive Kritikpunkte am Endprodukt (sofern bereits erschienen; teils Materialqualität, teils inhaltlich), aber abgesehen von der Heldenauswahl im Schwarzen Keiler hat keiner davon was damit zu tun, dass es sich jeweils um ein CF gehandelt hat, und ich bin dann doch mit allen Ulisses-CF-Produkten, die ich besitze, im Großen und Ganzen zufrieden.


    Natürlich sollte Thorwal längst erschienen sein, und ich hätte die WdM-Blips gerne noch dieses Jahr in Händen, aber da sehe ich den Wurm nicht im Crowdfunding-Modell, sondern darin, dass Ulisses offensichtlich generell von Flaschenhälsen in einer zu kleinen Redaktion sowie ... unzuverlässigen Partnern bei physischem Material abseits Büchern geplagt wird (erst recht seit Covid-19, aber auch schon lange davor *hust*Aventuria*hust*). Gut, kann man sich fragen, wie sinnvoll es ist, in dieser Situation ein Großprojekt in einer Frühphase anzukündigen (egal, ob CF oder nicht), aber wirklich übel nehmen kann ich es ihnen nicht. Noch dazu, wo sie es unlängst ja geschafft haben, dass eine längere DSA-Romanreihe auch mal fertig erscheint.


    Eine generelle Kritik am Ablauf von Ulisses-CFs hätt ich dann aber doch, und zwar, dass, so gut meiner Erfahrung nach die Kommunikation während den Kampagnen jeweils auch lief (außer, wenn gerade zeitgleich eine Con war), sie danach einigermaßen zu wünschen übrig lässt. Sicherlich dürften die meisten wissen, wo sie sich anderweitig informieren können, aber es ist nicht gerade ein Zeichen von Wertschätzung, wenn quasi erwartet wird, dass Unterstützer spezifischer Produkte entweder sich alle Ulisses-Vlogs etc. anschauen für den Fall, dass es eventuell was Neues gibt, das einen betrifft, oder regelmäßig auf Fansites gesammelte aktuelle Veröffentlichungspläne studieren. Ist für mich persönlich in der Praxis nicht weiter schlimm, da ich von meinem Grundgemüt her CFs nach der Kampagne kaum verfolge und einfach darauf warte, dass das Endprodukt irgendwann bei mir eintrudelt, aber Unmut kann ich definitiv verstehen.


    Was mich persönlich stört, ist, dass ich stets für den Versand zahlen muss, obwohl ich es bei einer F-Shop-Bestellung nicht müsste. Aber die 11 € fallen im Verhältnis zum Gesamtwert meist nicht ins Gewicht, und zumindest spart man auch als Österreicher an den einzelnen Produkten, weswegen ich mich damit abgefunden habe, auch wenn ich es schlichtweg nicht verstehe.


    Ach ja, abschließend noch ein paar Worte zu den CFs ohne DSA-Bezug: An Übersetzungen hege ich weder Bedarf, noch Interesse, aber natürlich gehen reine Übersetzungsarbeiten (inklusive kleinerer Layout-Anpassungen) weit schneller von der Hand als richtige Neuproduktionen (außer der Rechteinhaber ist für seinen langsamen Abnahmevorgang geradezu berüchtigt, aber das betrifft Ulisses so weit ich weiß ja nicht bei den CF-IPs). Insofern halte ich Vergleiche mit ihnen einigermaßen müßig. In diesem Sinne, der Deutschlandband für Tales from the Loop ist vermutlich das (Nicht-Aventuria-)Ulisses-Produkt, auf das ich seit Jahren (mindestens seit WdV, wenn nicht gar seit DSA4-Zeiten) am meisten scharf bin, aber natürlich benötigt dieser länger als der Rest. Zu Hexxen kann ich nur all jenen meine Bewunderung kundtun, die es geschafft haben, in Österreich aufzuwachsen, ohne dass ihnen Barock am Ende zum Halse heraushängt.

    Seit über einer Woche schiebe ich schon meine Kommentare hierzu vor mich her. Und da nun im Scriptorium ein konzeptueller Überblick zu finden ist, muss kann man sich dem Thema wohl auch ordentlich widmen.


    Der Einfachheit halber in der Reihenfolge, in der die Punkte im PDF auftauchen:

    • Als DSA Klassik anno dazumal erstmals erwähnt wurde, klang es für mich nach einem abgespeckten DSA3 (wohl weil DSA3 für mich "klassisches DSA" war und ist, DSA1 eine Art Proto-DSA und DSA2 eine Übergangsform - anders gesagt: DSA1, 2 & 3 = Alpha-, Beta- und Goldversion), bei der Erstbeschreibung von DSA Legacy auf Youtube wiederum klang es nach einem "aufgespeckten" DSA2 (was aber fast auf das Gleiche hinausläuft), und jetzt wirkt es im Endeffekt wie ein Descent mit komplexeren Helden (find ich gut), simpleren Gegnern (find ich übel) und - zumindest augenscheinlich - etwas mehr an Handlungen abseits von Kämpfen (macht die Geschichten runder).
    • Zudem fand ich das englische "Legacy" in Kombination mit Das Schwarze Auge ausgesprochen ... krampfhaft, aber in Verbindung mit dem ganzen Legacy-Krimskram wäre der Name für mich vertretbar (und "Klassik" tatsächlich weniger passend). Hoffe aber weiter, dass den Leuten vor einem etwaigen Produktionsstart noch Besseres einfällt.
    • Zu eben jenem Krimskram: Also ich finde die Umschläge unnötiger als einen Kropf. Ist ja laut Beschreibung nicht so, als wäre da irgendetwas Besonderes (Geheimnisse) drin; für eine Auflistung der Steigerungsmöglichkeiten brauche ich nun wirklich kein haptisches Element. Aber nehmen einem ja auch nichts weg, also von mir aus.
    • Die Idee einer Legacy-Kampagne mit Legacy-Stickern für die Legacy-Karte eines Legacy-Aventuriens hingegen scheint mir da schon sinniger, auch wenn ich persönlich sicher nichts irgendwo draufkleben würde, aber zwingt einen ja auch niemand zu. Allerdings verschieben für mich derlei inherent individuelle Globulen in offiziellem Material "DSAL" endgültig weg von alternativen TRPG-Regeln für Aventurien und hin zu einem Dungeoncrawler-Brettspiel (was an und für sich nichts Schlechtes ist).
    • Ich finde, dass die Änderungen von v.0.7 zu v.0.7.5 an den Problematiken vorbeigehen, aber dazu gleich mehr.
    • Dass alle Helden mit derselben Summe an Eigenschaftspunkten starten, finde ich ob der Einfachheit des Systems (und der Steigerungsmethodik) ausgesprochen gut.
    • Ich habe nicht nachgezählt, also mag der Eindruck täuschen, aber beim Let's Play kam mir vor, dass die Charaktere gewaltige Pools an Schicksalspunkten zur Verfügung hatten, und bei der Berechnungsformel würde mich das auch nicht wundern. Generell finde ich ein System für Schicksalpunkte etwa wie bei Aventuria weitaus besser.
    • Dass die Summe von LeP, AuP, AsP und KaP bei der Charaktererschaffung immer gleich ist, finde ich ebenfalls sehr gut. Und ich freue mich über jedes Ausdauersystem.
    • Gegen die sechs Hintergründe per se habe ich nichts einzuwenden, aber obwohl mich bei generischen Systemen (*hust*AD&D2e*hust*) derlei Einschränkungen massiv stören, will mir das Beispiel eines zwergischen Schwarzmagiers auf Dere - wenn auch nicht vollkommen unmöglich - auch beim drölften Anschauen absolut nicht gefallen.
    • Mut in Willenskraft umzubenennen, löst überhaupt nichts. Die Bedeutungen sind jetzt nicht so weit auseinander, und von den sieben mit WI markierten Talenten ist mir bei vier absolut nicht ersichtlich, was diese mit Willenskraft zu tun haben sollen, und bei den restlichen drei würde eine andere Eigenschaft mindestens ebenso gut passen. Dass DSA mit fünf Eigenschaften anfing, ist an und für sich nicht der geringste Grund dafür, auch diesem System deren fünf zu verpassen - erst recht nicht, wo es nicht mehr "Klassik" heißt. Streicht sie einfach auf vier hinunter! (Und das sage ich als jemand, für den die acht Eigenschaften von DSA4+ (und SR4+) das Ideal sind.)
    • Zu den Sonderfertigkeitsbäumen lässt sich ja noch nicht großartig was sagen, aber grundsätzlich bin ich ein Freund davon - Videospiel-geprägt immer schon gewesen.
    • Dass sich in dem System "einbeinig" und "einarmig" adäquat umsetzen lassen, bezweifle ich aber eher. Wenn, dann sollte aber Auswahl an Nachteilen etwas größer sein.
    • Ich hege keine ausgeprägte Präferenz für aktive oder passive Parade, aber möchte anmerken, dass das Problem bei der LP-Sitzung war, dass der werte Magier schlichtweg in allem (bzw. zumindest allem Kampfrelevanten) miserabel war und dadurch bei ihm (im Gegensatz zu allen anderen) fast jeder Würfelwurf (gleich welcher Art) daneben ging, nicht der zusätzliche "Arbeitsaufwand" je Runde, und dass es mir neu wäre, dass sich das augenscheinliche primäre Zielpublikum (Ameritrash-Brettspieler) an einem aktiven Verteidigungswurf stören würde. Ganz im Gegenteil! (P.S. Gemeint ist im Text offensichtlich, dass jeder fünfte Punkt auf Parade gehen kann, nicht jeder vierte. ;p)
    • Dass der Spielleiter mitskaliert, finde ich (anders als bei CRPG-Gegnern) grundsätzlich positiv. Dass die Gegner an sich nichts können, außer stumpfsinnig auf die Helden zu schlagen bzw. zu schießen, hingegen nicht im Geringsten. Bei zu groß geratenem Ungeziefer geht das ja noch in Ordnung, aber humanoide Schergen sollten zumindest eine SF pro Kampf draufhaben, ohne dass man auf irgendwelche Karten warten muss, damit ihnen derlei einfällt, und für Zauberkundige, Geweihte und Anführer sowie "richtige" Monster gilt dies erst recht. Außerdem schreien die Overlord-Monster-Karten von allem am meisten "Descent!", was wie gesagt per se nicht schlecht ist; nur befürchte ich, dass sie eine Meister-versus-Spieler-Mentalität fördern. Um bei der Descent-Analogie zu bleiben: Ich finde, "Hauptmänner" sollten AuP/AsP/KaP haben.
    • Wenn es eines gibt, das mich bei DSAL verwundert, dann ist es die Initiative. Die Co-Op-App von Descent hat ganz bewusst und mit gutem Grund das Zugsystem von Imperial Assault übernommen, und selbst bei Games Workshop setzt man bei allen Ablegern der jüngeren Zeit auf alternierende Aktivierungen (oder - wenn RPG(-esk) - auf individuelle Initiative grob à la D&D) und hebt dies zunehmend explizit als positiv hervor, was mich ernsthaft hoffen lässt, dass die nächsten Editionen der beiden Kernsysteme endlich das unsägliche IGo-UGo hinter sich lassen werden. Also wieso macht DSAL in diesem Aspekt ausgerechnet auf Retro-Wargame (bzw. Descent bevor Imperial Assault)? Und ohne aktives Parieren/Ausweichen hat man nun in der Regel gar nichts zu tun, während die Gegenseite dran ist. (Ich bevorzuge ja Systeme, die versuchen, das Initiativekonzept realistischer zu gestalten - Shadowrun, Splittermond, Runewars (RIP) -, aber die wären für DSAL zweifellos zu komplex/simulationistisch. Ein simpler Initiativewurf hingegen wäre das gewiss nicht. Und wenn es sich an der Buchhaltung der Reihenfolge spießen sollte: Man setzt doch so sehr auf haptische Mittel; da könnte man das doch als Anlass für hochoffizielle Initiativestreifen und -marker nehmen!) Außerdem halte ich es für ausgesprochen widersinnig, wenn ohnehin alle Helden vor allen Gegnern dran sind, die Helden anhand eines Initiativewertes zu reihen. Alsdann weg damit! (Ein weiters Argument gegen Beibehalt von WI alias MU.)
    • Ich bin kein Freund davon, dass (ohne spezielle SF) eine Bewegung vor einem Angriff stattfinden muss, aber zumindest beendet eine Angriffsaktion nicht die Aktivierung.
    • Apropos Bewegung, ich halte es nicht gerade für zielführend für ein System, das leicht zu begreifen und schnell zu spielen sein soll, die GS in Metern in 1,5-Meter-Kästchen umzurechnen, nur weil sie bei D&D ca. diesen Wert haben. Noch dazu, wo der Maßstab bei D&D alles andere als einheitlich ist: Die Kästchen sind definiert als 5 ft. und genormt als 1 in., was einen Maßstab von 1:60 ergibt. Die offiziellen Miniaturen hingegen sind "25 mm" (1:72), also 1 in. = 6 ft., und die meisten (Sci-Fi- und) Fantasy-Minis anderer Anbieter wiederum (wohl wegen Warhammer) heutzutage "28 mm" (1:64). "30 mm" (1:60) fällt - wie "32 mm" (1:56) und "35 mm" (1:52) - aber (noch) eher unter Nischenprodukt. (Sind übrigens allesamt in Millimeter umgerechnete und gerundete übliche Zollmaße.) Um den Standard von 1-Zoll-Feldern kommt man als Verlag schlecht herum, wenn man nicht als inkompatibler Eigenbrötler herausstechen will, auch wenn 30-Millimeter-Kästchen, die jeweils 2 Metern entsprechen, besser zu den DSA-Miniaturen passen würden und einige Dungeonkachelfertigbauanbieter bzw. -eigenbauanleiter je nach Markt entweder dieses Format oder 1¼-Zoll-Felder (31,75 mm) bevorzugen, damit die Miniaturen auf ihren n-Zoll-Bases auch sicher Platz haben, aber das zwingt einem kein 1,5-Meter-Maß auf. Soll heißen, die Maßstabstreue der Größen von Feldern und Figuren wird (wie ausufernd beschrieben) generell nicht so genau genommen. Und auch wenn der Durchschnitts-U.S.-Bürger wenig mit metrischen Längenmaßen anfangen kann, so sollen sie doch tatsächlich fähig sein, in Spielen damit umzugehen (in der Annahme, dass man hierbei bereits auf Übersee schielt) - notfalls gibt man die GS halt gleich als Kästchen an oder rundet Pi mal Daumen in Gerten um. Langer Rede kurzer Sinn, ich plädiere für 2 m je Feld (3 m diagonal).


    ... Wie spät ist es? 8| Wie lange habe ich hieran geschrieben (mit ein paar Pausen)? =O Ich bin zu müde für weiteres Korrekturlesen. || Ab ins Bett. :sleeping:

    Ansonsten denke ich, wir wissen schlicht noch nicht genug, um darüber urteilen zu können, ob das Buch Aventurien zur Blümchen(sex)welt macht.

    Mit Blick auf den WdV-Zusatzbogen tendiere ich eher zu einem Nein. Dabei fällt mir gerade auf, dass "Wasserspiele" ja schon eine recht exklusive Vorliebe ist. Da würde ich eher "Fetisch" schreiben und von Hand diverse Devianzen einfügen lassen (eben halt Urin, oder Kot, Haare, Körperteile, Schweiß, Uniform oder andere Kleidung, Objekte, Kitzeln, Würgespiele...).

    Also Wasserspiele ist sicherlich noch weitaus häufiger als Faustverkehr. Generell finde ich, deckt die Liste alles Relevante ab, außer vielleicht KV. (Randnotiz: Anscheinend haben Deutsche in den U.S.A. den Ruf, besonders auf braun zu stehen, und Japaner auf gelb - ein Schelm, wer dabei an Weltkriegspropaganda denkt. In der Praxis erscheint es mir hingegen aufgrund der Pornoproduktionen der beiden Länder, die mir jeweils bekannt sind, genau umgekehrt. Möchte gar nicht daran denken, wie viele japanische Videos mich plötzlich mit einer Kackwurst überrascht haben...) Würgespiele fallen unter (besonders) Harte Gangart, Kitzeln (grob) unter Reiben & Streicheln, Körperteilfixierungen und Objektsexualität ließen sich als Spezialisierungen (der Sexpraktiken, die man damit ausführen möchte) unterbringen, Schweiß und Spucke könnte man noch anführen, sind in einer "Grundausführung" aber automatische Begleiterscheinungen (Germophobe haben's schwer), und (Ver-)Kleidungen und Rollenspiele sind einerseits ein (zu?) breit gefächertes Feld und zweitens weniger sexuelle Handlungen an sich, sondern (wie Voyeurismus und Exhibitionismus sowie Gruppensex) eher ein besonderes Umfeld dafür, fallen also u.U. in einen anderen Regelbereich. Wobei, in dem Falle müsste man eigentlich auch Verbalerotik dort einordnen. Ansonsten fielen mir jetzt nur noch Belkelel nahe Sachen ein, die ich möglichst rasch wieder verdrängen möchte.

    Wegen der Kontroverse zu Levthan - wie oben schon gesagt, Swafnir hat Efferd nicht die Meere weggenommen, Kor Rondra das Schwert nicht gestohlen. Auch Levthan stiehlt Rahja nicht den Rausch. Seh' Rahja mehr als Göttin des Rausches um sinnliche Eindrücke zu verstärken, "um in Stimmung zu kommen", Levthan mehr den Gott des Komasaufen, ich berausch mich, damit ich alle Hemmungen fallen lasse. Und Belkelel die, die den Rausch benutzt, um mein Opfer gefügig zu machen. Im Liebesspiel: Bei Rahja steht der gegenseitige Genuß an erster Stelle, bei Levthan der eigene (solang das Gegenüber "halbwegs" willig ist bzw. man selbst ordentlich berauscht ist), Belkelel legt da noch eine Stufe drauf und schert sich Null um irgendwelche Eingeständnisse - Die Befriedigung der eigenen Lust, egal wie, ist das einzige, das zählt, wenn geht noch zum Schaden anderer).


    Zur Analogie zu Rondra/Kor: Rondra mag den ehrhaften Kampf. Kor ist Ehre egal, der Feind muss bezwungen werden. Aber wenn der Kor-Diener einen wehrlosen Gegner nach entschiedener Schlacht den Kopf abschlägt, glaub ich, war er Belhalhar doch um einiges näher als Kor. Und wie bei Kor zwischen Rondra und Belhalhar ist auch für Levthan ordentlich Platz zwischen Rahja und Belkelel.


    Was man in das Buch (trotz allen Widerwillen gegen Belkelel und ihren Wirken) auf einer Seite bringen könnte, sind so die NoGos. Was sind eindeutige Frevel an Rahja (bzw. Levthan): zB Vergewaltigung. Aktives Einflößen von Drogen. Aktives Benutzen von Einflussmagie gegen das Opfer (zB Imperavi - das ein Levthansjünger einen Attributo einsetzt um sein Charisma zu erhöhen, ...). Vielleicht eine Warnung hinsichtlich der "Liebestränke", dass es jedem Aventurier bewusst ist, dass der Einsatz solcher bei absolut unwilligen Opfern ein sehr schneller Weg Richtung Minderpakt mit Belkelel ist.

    Einen derartigen Vergleich wollte ich eigentlich schon am Sonntag ausführen, und da meine Auffassung eine dezent andere ist, halt jetzt erst recht: Rahja erfreut sich an der Lust der Partner. Levthan schert sich nur um sich selbst - wenn das Gegenüber will, fein, wenn nicht, auch egal. Belkelel geilt sich daran auf, dass ihre Opfer keine Freude daran haben. Und vom Schlafzimmer aufs Schlachtfeld umgelegt: Rondra will den ehrenhaften Zweikampf. Kor lebt für den Kampfrausch wilder Schlachten. Belhalhar metzelt mit allen Mitteln alles nieder, was ihm unterkommt. Ich finde, man kann beide Trinitäten sehr gut mit "moralisch - amoralisch - unmoralisch" beschreiben. (Gilt an sich auch für Hesinde - Nandus - Amazeroth, wobei im Gegensatz zu den beiden anderen Halbgöttern bei Nandus schon immer die positive Darstellung der negativen gegenüber weit überwogen hat.) Jedenfalls sollen die halbgöttlichen Söhne mit Überschneidungen an beiden Enden das Spektrum zwischen zwölfgöttlicher Mutter und deren Widersacher(in) abdecken. Wenn da plötzlich ein barocker Bacchus-Kult aus dem Nichts prominent hervorgehoben wird, dessen Priester sogar (in mehrfacher Hinsicht) weicher sind als durchschnittliche Rahjageweihte, läuft gehörig was falsch. Dir ist offensichtlich gar nicht klar, wie sehr du die Vergewaltigung Satuarias und damit Vergewaltigung an sich relativierst, indem du ihr unterstellst, "zumindest halbwegs willig" gewesen zu sein. Man könnte jetzt darauf verweisen, dass die myranischen Darstellungen des Verhältnisses zwischen Levthan und Satuaria allesamt konsensual sind, aber erstens sind das vollkommen andere Kulturkreise, und zweitens waren für Götter, Giganten und Dämonen Riesland, Güldenland und, was mit der Zeit sonst noch so alles dazugekommen ist, schon immer nur (zum Teil aufgegebene) Nebenschauplätze, während die zwölfgöttlichen Lehren Aventuriens (über mehrere Retcons auf Makroebene hinweg) aus IT- und OT-Gründen großteils der kosmischen Realität eindeutig am nächsten sind.

    Der Text zum Slut shaming, der ja im Kontext des Gleichberechtigungskapitels steht, beschreibt eine aventurische Wirklichkeit, die der tatsächlichen Publikationsgeschichte offizieller Quellen deutlich widerspricht.

    Hättest du gerade mal ein Beispiel, wo Slutshaming tatsächlich speziell in Bezug auf weibliche Charaktere in gleichberechtigten, nicht als allgemein prüde gesetzten Kulturen stattfindet? Mir fällt da aktuell nichts ein.

    Das stimmt allerdings. Slutshaming betrifft lediglich (weibliche und in dieser Hinsicht "verweiblichte") Leute, die sich penetrieren lassen, während das Schlimmste, das einem sogenannten Weiberhelden in der Regel passieren kann, ist, dass er vielleicht nicht ausdrücklich dafür gefeiert wird, und allein das ist schon eine sehr rezente Entwicklung. (Eheliche Treue wird aufgrund fortschreitender Gleichberechtigung seit einiger Zeit auch vom Gatten erwartet, aber das hat mit (vor- bzw. unehelichem) Slutshaming höchstens oberflächlich was zu tun. Ebenso ist aber auch ein niedriges Ansehen (billiger) Prostituierter nur bedingt auf Slutshaming begründet und betrifft auch Männer, die Damen für Geld beglücken.) Außerdem hat aus exakt denselben Gründen ein Aufreißer das Risiko, als Vergewaltiger zu gelten, wenn er an die/den Falsche(n) (bzw. deren/dessen Eltern) gerät, während sich die Allgemeinheit auch heute noch schwer tut, anzuerkennen, dass jemand, der in einem Akt den penetrierenden Part innehat, dabei auch Opfer sein kann. Im Endeffekt ist halt die Frage, wie man idealisierte Setzungen und klassischere Handlungen für sich in Einklang bringt.

    Es geht darum, dass die Trosshure wohl kaum aus Spaß an der Freude in ein gefährliches Kriegsgebiet geht, um dann ungewaschenen Söldnern und Soldaten für eine schnelle, harte Erleichterung zur Verfügung zu stehen. Es geht darum, dass sie eben KEINE Rahjadienerin ist, die das tut, um der Göttin zu gefallen, die sich der geschundenen Seelen annehmen will und dabei auch mit sanfter Zärtlichkeit oder auch mal mit härterer Hand die Leidenschaft am Leben zurückbringt, sondern dass sie eine knallharte Dienstleisterin ist (wenn sie da ohne Zuhälter und selbstständig ist) oder aus schierer Notwendigkeit heraus, weil sie essen, schlafen und sich einkleiden muss und das nicht zusammenkommt, wenn sie nicht die Beine breit macht

    This! Aber laut Leseprobe sind auch das vermutlich nur "lebens- und liebeslustige" Frauen.

    Ich frage mich ja, wem Ulisses damit nicht auf den Schlips treten will. Beide empörungsaffinen Enden des politischen Hufeisens halten ohnehin jede Art der Darstellung von Prostitution und Pornographie (bzw. "Pornographie") - aber insbesondere eine positive - für das Teufelswerk ("der Linken" bzw. "der Männer") schlechthin, wären also nicht zu besänftigen, falls ihnen dieser Band eines alten Satanistenhobbys unterkommen sollte - weder die Old-School-Zensoren der Reaktionären Rechten, noch die New-School-Zensoren der Regressiven Linken. Gemäßigteren Konservativen dürfte es auch grundsätzlich viel zu viel Sex sein. Und rational-liberale, sex-positive und queer-freundliche Leute gelassener Natur, zu denen sich wohl alle beteiligten Mitarbeiter und Experten selber zählen, wiederum sollten auch ohne (U.S.-konforme) aussparende Verklärungen klarkommen.