Posts by Addearheart

    Hallo Threadersteller,


    spiele gerade eine Gruppe, in welcher eine Schülerin der besagten Akademie mitspielt (aus irgendeinem Grund hat sie das Siegel am Haaransatz im Nacken - bekam es aber auch kurz vor Orons Fall). Unsere Geschichte ist, dass sie nach dem Fall kooperativ war und viele ihrer Mitschüler und Lehrer verpfiff (selber hat sie sich auch das Werk nicht ausgesucht, aber was willst als Magiebegabte in Oron auch machen; sprich sie ist gezwungen worden, die Ausbildung zu machen).


    Hat nun natürlich das Problem, dass sie von den "unwissenden" Kirchen verfolgt wird (hat zwar ein Schreiben bei sich, dass sie mit den Kirchen kooperierte und keine Dämonenpaktiererin ist, aber was interessieren den 08/15-Kopfgeldjägern so ein Schreiben) und auch bei ihren Mitschülern entsprechend beliebt. Unser Abenteuer einstweilen ist, sie einmal aus Aranien raus und nach Thorwal zu bringen (wo sie ihre Buße tun soll). Haben es inzwischen bis nach Nostergast geschafft.


    BardDM finde es lustig, dass auch unsere Magierin dank Tsa auf die richtige Bahn gebracht wurde.

    Bei Levthan wäre es Belkelel, bei Shinxir Belhalhar und bei Satuaria Asfaloth oder Aphasmayra.

    Das genaue wer ist mir eigentlich egal, aber zB Belkelel als Gegenspielerin zu Levthan (dem es - übertrieben gesagt - egal ist, ob man zum Akt einwilligt), ist schon was anderes zu Gegenspielerin zu Rahja (bei der die Einvernehmlichkeit des Aktes als höchstes Gut gilt). Oder Belhalhar als Gegenspieler Rondras (Ehrenhaftigkeit) im Vergleich zu als Gegenspieler Shinxir (Strategie)- insbesonders wenn zukünftig beide in Alveran sein würden - wie würden sich ihre Gegenspieler unterscheiden?


    Seelenernte hab ich gelesen, deswegen hab ich diese Fragen (was würde sich ändern, wenn der Tairach statt Boron Herr des Totenreiches wäre. Wie würde sich Thargunitoth bzw. ihre Kulte ändern). bei den anderen muss ich erst nachlesen. Danke!

    Jeder Spieler kennt es: Dumme Meister.

    Jeder Meister kennt es: Dumme Spieler.


    Da ich in Bälde wieder meistern werde - und zwar eine etwas unerfahrene Runde, wollte ich (wohl wieder einmal) einen Thread ins Leben rufen:

    Was sind die schlimmsten Fehler, die ein Meister machen kann?


    Aus meiner bisherigen Karriere:


    Nicht mit einem Stadtabenteuer beginnen. Stadtabenteuer = Gruppe teilt sich; dass ist gerade bei neuen Gruppen (auch wenn die Spieler sich schon seit Jahren kennen) DOOM.


    Ein zu komplexes Rätsel einbauen bzw. zu vertrauen, dass die Spieler solche Rätsel ohne Probleme erkennen werden.

    Hatte ein Abenteuer geplant, wo eine Dienerin des Namenlosen zwölf götterlästerliche Verbrechen gegen DIE ZWÖlf verüben musste. Konkret: ein krasses Fehlurteil, ein unehrenhaftes Duell, etc. Gruppe war verwirrt, weil sie nicht den Zusammenhang sahen, sahen zwar die Fehler, dachten aber nur an Mishkara oder Belkelel oder Blakharas, nicht aber das es den einen Feind gegen alle gab (das ganze war auch auf mehrere Spielabende verteilt und legte ich mehr als genügend Rote Heringe aus, um das Ganze so erscheinen zu lassen). Idee war halt, sie glauben gegen Tasfarelel zu gehen und es passiert etwas gegen Rahja. Vielleicht eher Belkelel - Verbrechen gegen Peraine. Mishkara? usw.

    Schlussendlich wurde es für sie frustierend, weil sie einen Dämonen nach den anderen abklapperten, ohne das Große Ganze zu sehen (was mich als Spielleiter natürlich bekannt war). Gleichsam war es für mich frustierend, weil sie die (für mich) einfache Lösung einfach nicht sahen. Hatte deswegen auch keinen Plan B gehabt.


    Nicht zuviele Rote Heringe auslegen und öfter mal früher sagen: NEIN, die Idee ist falsch (siehe oben).


    Jeder Spieler ist wertvoll. Auch wenn es immer die Spieler geben wird, die die Gegner dann vermöbeln, gebt auch den anderen genügend Möglichkeiten, im Rampenlicht zu stehen. Sei es, dass sie durch ihre Ausbildung ein Rätsel schneller lösen konnten (und sagt es dann ihnen) oder weil sie in den Gassen aufwuchsen, besser mit Leuten umgehen können (sagt es dann ihnen). Und mit sagt es dann ihnen meine ich: erfindet eine coole Geschichte, warum sie das nun wussten oder es ihnen auffiel.


    Und zum Schluss: Lasst zu, fördert es, dass sich die Gruppe bespricht (aber nicht unbedingt die Charaktere). Das trifft meist vor allem auf die gesellschaftlichen Sachen zu, wenn Barbar #1 mit Minuswerten auf alle gesellschaftlichen Werte und Wissenstalente eine Rede vor dem Hof halten will - obwohl der Charakter des Neuling #2 viel besser diese vortragen könnte. Es gibt nichts, wirklich nichts, was mich als Spieler mehr aufregt, als wenn ein alter Hase gesellschaftlich/wissensmäßig einem neune Spieler die Show stehlen will, weil er einfach das Werk besser kennt (und Spielerwissen nicht mit Charakterwissen unterscheiden will). Andererseits hat man oft die Situation, wo bestimmte Spieler Sachen einfach besser wissen, als andere Spieler und dann sollte man ihnen auch die Chance geben, ihr Wissen kurz auszutauschen, dass es der besser geeignete Charakter einsetzen kann. Es gibt aber nichts frustierenderes, als wenn die Gruppe vor einem Rätsel stehen und einer die Antwort weiß, weil er aber gerade den Dummen spielt, diese nicht wissen sollte und man es der Gruppe auch verwehrt, dass der Klügere (Charakter), der die Lösung eigentlich wissen sollte, diese erst weiß, wenn auch der Spieler von selbst auf die Lösung kam.

    Aber wenn es in Zukunft einen weiteren Gott gibt (was war da mit Schale oder K...) - was wäre sein Gegenspieler bzw. wie würde sich dessen Ausrichtung ändern? Sagen wir mal, Saturia oder Shinxir schaffen es nach Alveran (und die anderen Götter bleiben gleich), dann braucht es auch einen weiteren erzdämonischen Gegenspieler (zumindest für das Volk).


    Um die Frage zu präzensieren: Was würde sich bei einer Veränderung in Alveraan hinsichtlich der Erzdämonen ändern. Wer würde seine Prinzipien wie verändern, wo kann man diese Veränderung leicht erklären, wer müsste sich gravierend ändern (zB Wenn Rondra nicht mehr die Göttin des Krieges ist - was ändert sich bei den Gegenspielern?).

    Obwohl, ein paar Überschneidungen sicher nicht schaden. Im sinne des sportlich fairen Wettkampfes um die Seelen der GläubigenP

    Überschneidungen führen nur zu noch mehr Gläubige in die gottgefälligen Hallen!


    Aber etwas anderes, Shinxir und die drei anderen Meeresgottheiten beiseite, wenn nun Götter entstehen wird es wohl auch neue Gegenspieler geben (oder alte mit neuen Namen).


    Nehmen wir mal an, Shinxir schafft es nach Alveraan: was wäre sein Gegenspieler (okay, das könnte ich mir relativ einfach beantworten mit Gott der Strategie (der mit möglichst wenig Kampfaufwand Schlachten gewinnt) gegen Erzdämon (dem alles wurscht ist, hauptsächlich die Schlacht ist gewonnen).


    Aber wie würden erzdämonische Rivalen zu Kor oder Levthan aussehen? Was wäre ein geeigneter Gegenspieler zu Rashdul? Und wäre Efferd automatisch der Gegenspieler zu Chary?


    PS: Kann mich wer in die richtige Richtung stoßen, warum Chalwen was in der Sache zu tun hat?

    Aber genau aufgrund dieser Vorfälle ist ja die Praioskirche mehr in Richtung Gerechtigkeit, denn Recht gedriftet,

    Sag das mal meiner Gruppe, die wundern sich dauernd, warum ich lieber einen Praioten spiele, der die Idee von Gerechtigkeit über der Idee von Recht und Ordnung stellt. Sehe aber hier einen Reibungspunkt zwischen Rondra und Praios und deine Idee mit Sport und Wettkampf finde ich eigentlich ganz gut, dass kann man sicherlich ausbauen (für ein eigenes Abenteuer).

    Irgendwie vermisse ich die alten Entrückungsregeln, wodurch es Geweihten immer leichter wurde, Karma auszugeben, noch mehr zu entrücken und sich allgemein so zu handeln, um möglichst nicht zu entrücken.


    Hintergrund war, dass die Gruppe die Borborad-Krise überstand (unsere Abenteuer waren die Geschehnisse im Bornland und die 7G zu ihrem Erfolg zu führen) und entsprechend schon sehr viele XP gesammelt hatte. Unser Magier zB konnte den Blitz-Dich-Find auf einem Niveau, wo er Armeen damit ausschalten konnte; unser gesellschaftlicher Adliger war bestens in den Kreisen des Bornlandes vernetzt, unser Krieger wandte sich dem Kor zu und wurde sein Geweihter und meine Efferdgeweihte die linke Hand hinter dem Oberpriester in Neersand (lange Geschichte, aber war sie Efferd außerordentlich nahe und konnte trotz Glasknochen dank der Sachen, die ihr der Krieger beigebracht hatte, ihre Kampfkünste beweisen).


    Szene aus einem der früheren Abenteuer:


    Aufgrund der besonderen Weihe meiner Efferdpriesterin konnte sie die Aura der Heiligkeit und als wir einem Efferd-Vampir entgegentraten wollte sie natürlich ohne jede Furcht und sonstwas sich ihm gegenüberstellen (Aura war aktiviert). Der Krieger (der wusste, dass meine Priesterin sehr schnell Wunden bekam wegen Glasknochen) wollte sie natürlich zurückhalten, aber sah recht schnell ein, dass eine wahre Geweihte des Efferd ein solches Wesen nicht auf Dere bleiben lassen konnte, dass dieses Wesen gegen ihre Grundsätze verstieß und es unmöglich war, sie von einem Kampf gegen es zu hindern - oder sah einfach meine aktivierte Aura). Aus irgendeinem Grund wusste er, dass die Aura sehr gut als Waffe gegen den Vampir zu benutzen wäre, hob meine Geweihte auf - und warf mich gegen den Vampir. "Habt euch Lieb".


    Und solch ähnliche Szenen gab es häufig (In beiderlei Richtungen). Und das schönste - während der Rest der Gruppe sich fragte, was zum Teufel wir machen, gingen wir dann oft auf eine Zigarette: "Du bist vollkommen entrückt" - "Ja" - "Du weißt, ich muss dich retten" - "Ja" - "Aaahhhh"; war so unser Ding - er als Korgeweither, ich als Efferdgeweihte und gegeseitig spielten wir unsere Sonderheiten aus.


    Auch geil:


    Die Gruppe schaffte es gerade Llanka zu evakuiere. Um die Evakuierung sicherzustellen, haben wir Efferdgeweihten mithilfe der höchsten Efferdgeweihten in diesem Bereich Deres ein Wunder vollbracht, auf dass die Schiffe aus dem Hafen kommen (im Hafen selbst hat sich gerade das Unheiligtum manifestiert). Man kann sich vorstellen wie groß meine Entrückung war.


    Und nun ab in eine Feuerglobule, ab zum nächsten Abenteuer… ab in eine Feuerglobule mit einer komplett ent/verrückten Efferdgeweihten, die Feuer HASST. Der Weg hindurch dauerte etwas länger … führte uns am Ende zum Untergang von Lorgolosch und aufgrund meiner kompetenten Begleiter bekam dann meine Efferdgeweihte auch noch die Aufgabe, die Flamme der Macht [Magie] zu den Elfen zu führen. Ja sie war noch immer entrückt und haben ihre Begleiter seitdem kein Schiff mehr betreten. Xenos kann mich mal.

    Nehmen bestimmte Ereignisse wie z.B. Pakt mit Belkelel nicht auch Einfluss auf die Größe bestimmter Körperteile, oder lassen gar Neue wachsen?

    Belkelel ist ausdrücklich nicht Bestandteil der WdV. Wir wollen schließlich sauber bleiben ;). Und das war gar nicht so unumstritten!


    Was WdV bietet ist nichts mehr und nichts weniger, als deine Gruppe, wenn mal wieder (bei uns so meist gegen Mitternacht) bescheuerte Fragen stellt, ihnen die Möglichkeit zu geben, eine deregerechte Antwort zu bieten ^^. Plus Crunch. Plus Fluff. Plus Warum Nicht.

    Ich denke mal nicht, dass die Verschiebungen im Götterhimmel bei DSA zentraler Plot von Kampagnen oder auch nur Romanen werden im Sinne der von zakkarus angesprochenen "time of troubles" aus den Forgotten Realms.

    Naja, wenn man bedenkt, dass wir mit der Borborad-Krise ja in gewisser Art ein solches Event bereits hatten und die nun stattfindende Verschiebung halt eine Möglichkeit für die Götter/Erzdämonen/Wesenheiten/Namenlosen ist, ihre Ideale durchzusetzen; Aufgrund des Kamakorthäons aber die "Nicht-Götter" vermehrt die Möglichkeit haben, ihren Diener beizustehen (Karma fließen zu lassen).


    Wenn ich mir die letzten Gedanken in diesem Thread durchlese, kommt mir noch eine neue Idee für die Rolle von Rondra - "Göttin des gerechtfertigten Kampfes". Durch das Prinzip des "ehrenvollen" Kampfes und wenn man sich die (irdische) Entwicklung des Krieges anschaut, verstehe ich, warum sie nicht die Göttin des Krieges ist. Krieg ist ein schmutziges Geschäft, nicht ehrbar und nicht in ihrem Sinne.

    Wenn man sich das griechische Pantheon anschaut, war das Kriegswesen dort zwischen Ares (Gott des schrecklichen Kriegen ~ Kor) und Athene (Göttin der Strategie und des Kampfes ~ Shinxir) aufgeteilt.

    Andererseits kam gerade durch die Quanionsqueste Vorfälle in der Praioskirche zum Vorschein, die dem Aspekt der Gerechtigkeit jeder Beschreibung spotten. Und auch wenn manche dieser Vorkommnisse vom Recht (Aspekt: Ordnung) gedeckt waren, waren sich nicht gerechtfertigt. Und während Praios für Ordnung und Recht steht, übernimmt Rondra mehr und mehr den Aspekt Gerechtigkeit - und erlangt damit mehr Zuspruch im Volk.

    Während Praios weiterhin der Gott der (Hollywood-)Staatsanwälte oder Richter bleibt, welche sicherstellen müssen, dass Recht bestehen bleibt, wird Rondra mehr und mehr die Göttin der zu Unrecht verfolgten und deren Verteidiger. (Auch weil ich glaube, dass die Zivilgesellschaft sich zunehmend Richtung "Neuzeit" entwickeln wird und wir einen Rückgang der Adelsgewalt erleben werden).

    Würde auch erklären, warum das Schwert die Spitze verlor (Krieg ist keine Lösung), weil scharf ist es noch immer (weise Urteile wie zB das salomonische Urteil oder der gordische Knoten spielen vermehrt auf die Schärfe des Schwertes an). Und ja, als Jurist bin ich sehr für den ehrenhaften Kampf - nur bitte ohne Blutvergießen.


    [Ich schreib hier bewusst Hollywood-Staatsanwälte und Richter, da ich zu großen Respekt vor unseren Staatsanwälten und Richtern habe, die natürlich nicht versuchen, jeden möglichen Verbrecher aufgrund von Willkür und weil es halt ein Gesetz gibt zu verhaften und auf immer einzusperren, welche eigentlich im Strafrecht zu den krititschten Stimmen gehören und ihr Bestes versuchen, die "Bösen" einzusperren und für die anderen eine andere Lösung zu finden. Aber spielen wir auch in Aventurien und nicht im Hier und Heute]



    Überdies hatte Rondra bereits in "Donner und Sturm" verkündet, dass die Menschen sie falsch gedeutet haben und sie nicht die Göttin des Krieges ist.

    Das finde ich interessant, weil als Löwenmami könnte sie eigentlich gut den Aspekt Krieg abstreifen und von Travia den Aspekt Familie oder Tsa den Aspekt Schutz der Neugeborenen "übernehmen".


    Belbo Sorry, wenn wir die mit unseren Diskussionen auf den Zeiger gehen, aber finde ich eine Umordnung eines Pantheons eine der interessantesten Themen in Sachen Fantasy. Daraus kann man gut philosophische Ansätze. was bestimmte Aspekte wirklich bedeuten gut beleuchten - siehe zB die ganze Diskussion in einem anderen Thread, wie es Praios oder Aspekt der Gerechtigkeit etc. mit dem Lügen hält. Und wenn dann alles "über den Haufen" gestellt wird - die "Götter" ändern sich ja nicht wirklich, interpretier der Ulrik nur die Sachen anders.


    Und wie Michael immer erwähnt - man muss es ja nicht in seinem Aventurien übernehmen ^^.

    Also bei unserer Gruppe ist fast alles so passiert, wie es niedergeschrieben wurde +/- ein paar Einzelheiten, die unsere Abenteurer vollbrachten und weswegen unser Aventurien lokal hin und wieder anders ausschaut (meist waren das Fehlschläge unserer Helden, so ist es bei uns weithin bekannt, dass ein Berg in der Nähe von Skorpski mal eben in die Luft flog,...). Spielen auch selten offizielle Abenteuer, verwenden sie mehr für den Metaplot (wie ist es anderswo weitergegangen) bzw. für Abenteuerideen.


    In der hiesigen Metaplot-Debatte frag ich mich eher, was sich groß verändern wird.


    Praios hat seine Kirche weitgehend gefestigt (gerade durch die Quanionsqueste) und wurde ein wenig spielbarer - gerade durch das 4. Gebot: jeder "wahre" Diener des Praios muss versuchen selbst seine Gebote zu beachten, sind seine Diener volksnaher geworden und besser spielbar. Sehe im Metaplot gerade keinen, der ihn herausfordert - außer vielleicht Raschtul(ah), der ja den Eingottglauben vorgibt. Also "12" Götterglaube und Raschtulah in Alveran kann meiner Meinung kaum funktionieren, wenn er es wieder nach Alveran schafft, würde er wohl die Hauptrolle beanspruchen und die anderen Götter als seine Diener sehen.


    Rahja könnte vielleicht von Levthan herausgefordert werden, nachdem seine Diener nun auch Karma bekommen. Habe mir letztens mal eine Biografie von Aleister Crowley durchgelesen, also das war ziemlich Levthans- (wenn nicht Belkelel-) gefällig und passierte gerade Mal 100 Jahre früher. Hier könnte man ein großer Konflikt aufziehen (Thema: freie Liebe und was/wie ist es gemeint).


    Rondra hat bzw. wird bereits die größten Probleme bekommen, Muss Sternenfaenger recht geben, ein Konflikt - gerade wegen der militärischen Unterschiede in Aventurien - steht an und ist dass der Metaplot, der am ehesten in naher Zukunft ausgetragen wird.


    Efferd wird ja auch immer mal wieder genannt, dass er auf der Metaplot-Abschussliste steht, frag mich nur, wie das passieren soll. Eine Auferstehung Charypteroth halte ich für wenig plausibel, wüsste nicht mal, für was sie eigentlich steht, das einen götterfürchtigen Aventurier/Seefahrer dazu bringt, lieber sie anzubeten. [Lustigerweise hat unser Meister gerade einen neuen Gott erfunden: Fasir, Gott der Winde, also einen - im Augen meiner Efferdgeweihten - maximal Halbgott/Aspekt des Efferd, weil große Prüfung]


    Boron könnte nochmal in Gefahr laufen, seinen Posten zu verlieren, schließlich steht mit dem Tairach ja ein Nebenbuhler auf der Lauer. Finde auch den Unterschied zwischen den beiden: Boron als Gott des Todes/Vergessens/Schlafens und Tairach, dessen Jünger die Toten befehligen können (?) interessant, insbesondere wenn man mal die Aussage: "A man is not dead while his name is still spoken." [GNU Terry Pratchett btw.] ja einen großen Angriffspunkt gegen Boron bieten kann.


    Sind sonst noch Götter bedroht?

    Vielleicht kommt die Erkenntnis etwas spät, aber (wegen RL-Gründen) kenn' ich ehrlich gesagt keine Rechtsordnung, die das Lügen "wohlheist" - im Gegenteil, Lüge (vor allem vor Gericht) wird eigentlich von allen Rechtsordnungen verboten (sei es bei den 10 Geboten, Meineid, etc.). Das Verbot der Lüge ist eigentlich im Gebot, die Rechtsordnung zu wahren inbegriffen und somit eine unnötige Verdopplung. Es kann natürlich sein, dass bestimmte Situationen im Abenteuererleben es als "Notwehr" oder "Notstand" entschuldigen, aber ja, lügen ist für Praioten eigentlich wider ihrer Natur.

    Wenn man noch genügend Karma hat ;).


    Scherz beseite. Praioten werden tunlichst verhindern, dass sie lügen, Sachen verschweigen, etc. Es kann aber durchaus Situationen geben, wo auch sie ein solches Verhalten akzeptieren und ihr Gott ihnen nicht sofort den Karmafluss absperrt. Weil eben, es gibt noch größere/wichtigere Ziele. Und natürlich sollte ein Praiot seinen Leuten sagen, dass was es brauchte, um ihr Verhalten zu rechtfertigen eigentlich ein Frevel war und ihnen ordentlich die Leviten lesen.


    Aber muss man auch sagen, dass die größte Macht eines Praioten jene ist, dass sein Wort (zumindest im Mittelreich) meist Gesetz ist. Und wenn ein Adeliger Blödsinn baut und ein Praiot konfrontiert ihn damit, wird der 08/15 Adelige klein bei geben. Aber wenn ein (böser) Adeliger dann sagt "Interessiert mich nicht, bringt sie um" - dann darf er sich wehren.


    Sumaro: Natürlich, zuerst wird er das von dir beschriebene versuchen. Meine Situationen sollten mehr den "letzten Ausweg" beschreiben, hat wohl damit zu tun, dass ich zuviele Meister kenne, die das von dir beschriebene Verhalten negieren/unmöglich machen und sich dann wundern, warum dann ein Praiot zu anderen Mitteln greift.

    Nicht immer ist die heilige Inquisition da, gibt noch immer den guten alten Grund: "Gefahr in Verzug". Ganz ehrlich drei Tage vor den Namenlosen Tagen, werde ich nicht erst einen Ritter nach Gareth schicken (sieben Tagesritte entfernt).


    Schweigen finde ich aber eher als no-Go, weil Praios befiehlt seinen Geweihten, ihren Glauben offen auszuleben. Und wenn er/sie der Meinung war, dass das Verhalten seiner Party gerechtfertigt war, wird er noch emsiger dies sagen (vielleicht nicht vor dem Adeligen, vor dem er glaubt, dass er eigentliche in Anhänger des Namenlosen ist).


    Grundsätzlich: Praios mag keine Gesetzesbrüche, kein Lügen, kein Verschweigen. Aktives/Offensichtliches Verhalten dagegen wird er jederzeit anprangern, wenn nicht anzeigen oder den betreffenden selbst der Gerichtsbarkeit ausliefern. Wenn aber die zwölfgöttliche Ordnung bedroht ist, wird er auch eher Mal ein Auge zudrücken, weil zwölfgötterliche Ordnung >>> ein Trottel verhält sich so.


    Aber wie jeder Polizist/Richter/Rechtsanwalt einem erzählen kann: Wahrheit ist so eine Sache. Werde nie die Aussage eines Ausbildungsrichters von mir vergessen: das größte Problem ist, alle sind überzeugt sie sagen die Wahrheit.

    Ehrlich gesagt: Finde es gut, dass sie das "absolute" Lügenverbot herauseditiert haben. Im Ende sind auch die Priosgeweihten "nur" Menschen und was zählt alles als Lüge. Gibt ja durchaus Menschen, die auch ein Schweigen als Lüge bezeichnen (als Österreicher hatten wir das "Glück" einiger "Schweige"kanzler, welche offensichtliche Fragen halt einfach nicht beantworteten, um sich nicht als Lügner bezeichnen zu müssen und glaube ich, dass Praios ein solches Verhalten noch schändlicher empfindet).


    Ingame spiele ich einen Praiosgeweihten so, dass er jedes Lügen, jedes Schweigen vermeidet, weil sein Gott ist der Gott der Wahrheit und der Gott, der seinen Geweihten befiehlt, ihren Glauben offen auszulegen. Aber wenn seine Party in Gefahr ist, mit der ganzen Wahrheit rausrückt oder eben seine von Praios gegebene Macht einsetzt und erklärt, dass das Verhalten zwar ein Verstoß gegen die von den Menschen gemachten Gesetzen ist, aber zum Wohle der zwölfgötterlichen Ordnung geschah und deswegen rechtens war (solange er das wirklich mit seinem Glauben vereinen kann - Natürlich sollte sich jeder Mitspieler eines Praioten dessen gewahr sein, dass man in seiner Präsenz besser auf offensichtliche Gesetzesbrüche "weil es halt Spaß macht" verzichtet).


    ZB: Party steigt in die Burg des Grafen ein, weil sie den begründeten Verdacht hat, dass dieser mit den Namenlosen im Bunde ist - kein Problem, und selbst sich der Verdacht nicht erhärtet, wird der Praiot dieses Verhalten rechtfertigen. Mitspieler XY stiehlt ohne Grund am Marktplatz, weil er halt Dieb ist - Ja, Pranger ist da durchaus gerechtfertigt; allerdings wär mein Praiot als erstes bereit, die Prangerwache zu übernehmen, damit der Pöbel nicht auf doofe Ideen kommt.