Posts by Carus

    Weil kürzlich geleitet und daher noch präsent eine kleine Szene aus "Der Weisse See":


    "Die Veteranin: Die ehemalige Söldnerin Jadvige Hornacker (Ende 30, hinkt links, trägt Augenklappe, riecht nach getrockneten Pflaumen) bettelt einen Helden um Geld an. Sie sei beim Kampf gegen die Mordbrenner aus Uriels Zug vor zwanzig Jahren verstümmelt worden und nun auf Almosen angewiesen."

    Wieso sollte dich das Spiel dazu erziehen?

    Positive Verstärkung

    Quote

    Ich kenne nicht alle DSA5 Abenteuer, aber in meinem Erleben tauchen da zu wenig Leute mit Makeln auf, die dann eben nicht Böse sind.


    Schön, dass es in Havena andere Erfahrungen zu machen gibt. Sind die NPC auch Teil der Abenteuer dort?

    Vielleicht könntest du dir auch die Mühe machen zu argumentieren, anstatt bloss einen Wikipedia-Artikel zu verlinken?

    Zumal der Zusammenhang nicht wirklich klar ist; Als wäre es ein Stereotyp gegenüber Menschen mit körperlichen Einschränkungen, dass sie "böse" sind. Im Gegenteil brechen Namenlos-Geweihte gerade mit den verbreitesten ableistischen Stereotypen. Sie sind gerade nicht "arme Opfer" ihrer Behinderung, sondern wählen diese bewusst selber. Sie sind auch nicht "eingeschränkt" sondern ziehen aus ihrer Entscheidung sehr grosse Macht. Schau dir mal die entsprechenden Liturgien an.


    Wenn ein Spielercharakter, dem z.B. eine Hand fehlt, sich überall in Aventurien mit entsprechenden Vorurteilen herumschlagen müsste, dann fände ich das tatsächlich auch prolematisch. Das ist aber überhaupt nicht der Fall. Der Zusammenhang zum Namenlosen kennt so gut wie niemand, dagegen werden offensichtlich zahlreiche "nicht-böse" NSC beschrieben, denen Gliedmassen fehlen und es gibt bekannte aventurische Helden, auf die sich so ein SC stolz beziehen könnte und die jeder kennt. Wenn das in deiner Gruppe anders gehandhabt wird, dann kann euch das niemand verbieten, aber es widerspricht dem offiziellen Aventurien.


    Ja, Kapitän Caerwyn ui Merodin, der nur ein Bein hat, kommt in "Grauen aus dem Nebel" vor. Er ist der Vorsitzende des Rates der Kapitäne, sehr efferdgläubig und kämpft gegen die Korruption.

    Klar vermuten Spieler gerne mal überall versteckte Feinde aber die Spielwelt gibt das diesbezüglich nicht her und meiner Erfahrung nach auch die Abenteuer nicht.

    Wenn ein Spiel mich dazu erzieht durch die Strukturierung der Spielwelt Menschen mit körperlichem Makel zu verdächtigen gefällt mir das nicht. In der Spielwelt mag alles Tuti sein.
    Ich kenne nicht alle DSA5 Abenteuer, aber in meinem Erleben tauchen da zu wenig Leute mit Makeln auf, die dann eben nicht Böse sind. Für ein uriges DSA1 Abenteuer ist vielleicht schön=gut und hässlich=böse in Ordnung.

    Wieso sollte dich das Spiel dazu erziehen? Die Antwort der Redax zeigt das Gegenteil auf, mit prominenten Beispielen. Geweihte oder Paktierer des Namenlosen agieren in aller Regel im Verborgenen, oft auch in hohen Gesellschaftsschichten. Die achten meist darauf, nicht von weitem durch abgeschnittene Gliedmassen erkennbar zu sein. Kriegsverletzungen oder Arbeitsunfälle sind absolut überwiegend oder ein Kor-Geweihter, der sicher nicht "böse" ist. Ich hab jetzt nur mal in der Havena-Spielhilfe nachgeschaut. Da finden sich mindestens 5 NSC, denen Gliedmassen fehlen oder die Protesen tragen. Keiner dieser NSC ist "böse" oder ein Paktierer des Namenlosen. Wenn du da als Spieler offenbar ständig Bösewichte vermutest, hast du in Havena eine anstrengende Zeit.

    [infobox]Schattenkatze: Dieses Thema wurde aus einem anderen ausgegliedert,[/infobox]


    Gibt es Gruppen in aventurien die Behinderung als Strafe (der Götter) sehen?


    Behinderung als Strafe der Götter ist mir noch nie untergekommen. Ein wenig problematisch ist, dass manche Kulte Körperteile opfern. Bei Kor ein Finger, aber beim Namenlosen so ziemlich alles. Letzteres kann zu Vorurteilen und Diskriminierung führen.

    Ansonsten haben die Orks die Angewohnheit, ungewöhnliche Fellfarben als spezielles Zeichen der Götter zu sehen. Aber das ist jetzt nicht unbedingt Strafe und auch nicht wirklich eine Behinderung.


    -----------------------

    Behinderung als Strafe der Götter ist mir noch nie untergekommen. Ein wenig problematisch ist, dass manche Kulte Körperteile opfern. Bei Kor ein Finger, aber beim Namenlosen so ziemlich alles. Letzteres kann zu Vorurteilen und Diskriminierung führen.


    Ich habe dazu auch die Redax, befragt. (Sie zitieren also in der Antwort mich.)

    Quote from DSA Redax

    "Ich finde es auch schade, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen auch immer im Verdacht stehen mit dem Namenlosen im Bunde zu sein." ist allerdings eine falsche Annahme. Einige der größten Helden Aventuriens hatten körperliche Einschränkungen und stehen nicht im Verdacht, Anhänger des Namenlosen zu sein (Geron der Einhändige, Rondrasil Löwenbrand und andere Rondrianer ebenso wenig). Zudem verdächtigen nicht Aventurier körperlich Beeinträchtige. Spieler tun dies. Die Aventurier wissen erstens gar nicht so viel über die Opferungen der Namenlosen-Geweihten, zweitens werden auch nicht körperliche Dinge geopfert. Nur sehr wenige Aventurier wissen überhaupt von der Praxis der Namenlosen-Kultisten, geschweige denn, wie man in ihren Rängen aufsteigt

    Mich überzeugt das nicht, aber das ist die Meinung der Redax dazu.

    Mich ehrlichgesagt schon. Purpur und Gold sind ja auch Attribute des Namenlosen und stehen zugleich auch für Königswürde oder Praios. Und die Kor-Kirche, die Körperteile opfert, gehört zur 12 Göttlichen Ordnung. Finde auch die positiven Beispiele der Redax gut und die kennt wirklich jeder Aventurier. Klar vermuten Spieler gerne mal überall versteckte Feinde aber die Spielwelt gibt das diesbezüglich nicht her und meiner Erfahrung nach auch die Abenteuer nicht.

    Natürlich gibts da auch Fluff aber der ist halt nicht die Hauptsache, sondern es geht um Zusatzregeln. Würde ich z.B.: Aventurische Magie am Fluff messen würde, dann wäre es ein schlechtes Buch. Wenn mein Magier-Spieler was über die Graue Gilde erfahren will, der er angehört, dann findet er dort ganze 7 Sätze Fluff. Ausserdem einen Haufen von Regeltabellen und kaum atmosphärische Beschreibungen von irgendwas. Das ist aber auch ok, weil der Band ja gar kein Fluffband sein will. Aber es wäre halt nett, wenn diejenigen die das wünschen, noch mehr erfahren könnten. Das ändert ja nichts daran, dass die Abenteuer spezifischeren Fluff nicht voraussetzen, was ich super finde.

    Götterwirken enthält kein zusätzlicher Fluff, das ist per Definition eine Regelerweiterung. Ein Fluff-Band zu Götter und Kirchen, der die Lücke zwischen Almanach und den einzelnen Vademecums füllt, wäre aus Sicht eines Neueinsteigers toll. Da gibts aktuell nur WdG. Dasselbe auch bei den magischen Traditionen.

    Yelemiz hat ja auch geschrieben Ich finde es nicht schlimm, wenn die neueren Beschreibungen weniger detailreich als die alten sind (denn ich kenne die Details ja schon, ich muss sie nicht nochmal erwähnt bekommen). Das war bei mir halt nicht so und ich hätte mir lieber DSA 5 Bände geholt als veraltete Regelwerke. Als kürzlich ein neuer Spieler bei uns Einstieg der einen Gildenmagier spielte hat er mich nach mehr Infos gefragt. Ich habe ihm Aventurische Magie ausgeliehen und er hat mir geantwortet, dass es ihm nichts nütze weil er mehr Hintergrund wolle für seinen Charakter. Letztlich hab ich ihm WdZ mitgegeben, was seinen Zweck erfüllt hat.

    Aventurisches Göttwirken sind halt auch reine Regelerweiterungen und interessieren sich an dieser Stelle bloss für Zeremonialgegenstände, weil die halt in Regeln gefasst sind. Nützt ja auch nichts mehr diesen Büchern vorzuwerfen was sie nicht sind.
    Aber es würde ja nichts dagegen sprechen einen entsprechenden Band mit dem Fluff zur Götterwelt zu veröffentlichen. Da ja schon mehr als genug Regeln existieren wäre dieser sogar weitestgehend Editionsunabhängig und vlt. hätten auch Spieler älterer Editionen oder alternativen Regelwerke Freude an einem solchen Band mit schönem DSA 5 Artwork und Layout. Ausserdem treten ja auch gerade viele neue Kulte auf, die darin beschrieben werden könnten. (Wäre ja ebenso für Magietraditionen möglich). Klar, Regeln verkaufen sich besser aber das kann ja nicht das einzige Kriterium sein.

    Ehrlich gesagt finde ich nicht, dass in DSA5 zu Geweihten großartig etwas an Fluff "fehlt". Dir wird gesagt, was Wesen und Aspekte der Gottheit sind. Dir wird gesagt, welchen moralischen Grundsätzen die Geweihten folgen. Es wird dir gesagt, welche ideologischen Strömungen es in den jeweiligen Kulten gibt. Es wird dir sogar gesagt, was ein Geweihter normalerweise so anhat. Wenn du AG benutzt, bekommst du auch noch einige weitere Details. Das reicht wirklich, um am Spieltisch zu einem gemeinsamen Verständnis zu kommen und daraus den Rest abzuleiten. Wie ich schon sagte: Nicht wahres Wissen, sondern richtige Entscheidungen.

    Einfach zu sagen, wenn man Wege der Götter bereits als Wissen im Kopf hat. Organisation der Kirche, Bild des Glaubens in der Bevölkerung, Aussehen der Tempel, Gottesdienste, Funktion der Kirche innerhalb der aventurischen Gesellschaft, wichtige Personen, Ablauf der Ausbildung, verschiedene Orden und weiteres werden dort auch auf ca. 8 Seiten pro Gottheit zusammengefasst aber damit ergibt sich schon ein sehr rundes Bild von Kirche und Glauben. Ausserdem reicht dann auch ein Buch um gerade als Meister so ziemlich alle Kirchen und Geweihte darstellen zu können. Die zwei Seiten Stichworte und Tabellen in AG haben mir als Neueinsteiger da leider nicht gross weitergeholfen.

    Da gebe ich dir allerdings recht. Mir scheint das eine Fehlkonzeption bei DSA 5 gewesen zu sein, dass man zuwenig darüber nachdachte, wo der Fluff den man zum spielen einzelner Helden oder NSC benötigt, untergebracht wird. Das liegt meiner Meinung auch daran, dass alteingessesene Spieler halt sehr schnell mit allen Regeln versorgt werden wollten und man so reine Regelwerke möglichst schnell auf den Markt brachte, um dieses Bedürfnis zu befriedigen. Jetzt wird in sehr spezialisierten Publikationen wie dem Transmutarium auf deutlich mehr Fluff geachtet aber grundlegendes wie die magischen Traditionen oder die Kirchen sind unter den Tisch gefallen. Das ist eigentlich das einzige, was mich am DSA 5 Konzept wirklich stört und was ich für Neueinsteiger auch schlecht finde. Gerade auch als Meister ist es halt super mit Wege der Götter eigentlich alles zur Hand zu haben, um verschiedene Geweihte und Kirchen darstellen zu können. Über ein Duzend Vademecums zu lesen, ginge dann für mich eher in die von weltanschauer beschriebene Richtung der absoluten Ausführlichkeit. Ich mag diese Auführlichkeit zwar aber ich kann gut verstehen, dass man sowas auch mal hinten anstellt. Ich mag auch die Beschreibungen der Magierakademien sehr aber finde sie für Neueinsteiger überhaupt nicht nötig. Aber ein paar Seiten Übersicht über die gildenmagische Tradition fehlt schon stark, auch bei anderen sehr beliebten Traditionen wie z.B. den Hexen gehts mir da ähnlich.

    Pen-and-Paper-Spiele sind mittlerweile im Mainstream bekannt, und nachdem Fantay an sich dort schon längst etabliert ist, gibt es eine riesige Anzahl an potentiellen neun Kunden. Das wichtigste Klientel sind darum die Neueinsteiger, denn das ist die Personengruppe mit starkem Wachstum.


    Dem "im Mainstream bekannt" gegenüber stehen in der Realität schlicht und ergreifend die diversen Aussagen von Markus Plötz zu den Verkaufszahlen der Bände und Abenteuer, die klar zeigen, das PnP im Mainstream vielleicht bekannt sein mag, dort aber nicht angekommen bzw., seit Jahren eher auf dem Rückzug ist.....


    Das sich das ändern muss, hat der Verlag ja korrekter Weise begriffen, aber ganz sicher ist der Weg dahin nicht DSA 5 an sich, dazu ist es von den Regeln her schon wieder zu umfangreich, zu unübersichtlich (selbst wenn man nur die einfachsten Regeln nimmt) und auf zu viele teure Bücher verteilt...

    DSA 5 ist halt zugleich einfach und komplex, günstig und teurer weil es modular aufgebaut ist. Das scheint aber schwierig zu verstehen für viele die noch in der alten Logik der vollständigen Regeln stecken. Das Grundregelwerk reicht halt tatsächlich aus, wir haben jahrelang nur nach Grundregeln gespielt und verwenden auch jetzt höchstens eine handvoll Zusatzregeln aus dem Online-Wiki (Die Regelerweiterungen habe ich nur gekauft, weil ich anfänglich davon ausging, dass da auch Fluff drin ist). Letztlich war das auch mit 4.1 möglich, das ich nur kurz gespielt habe aber auch dort haben wir 3 oder 4 Abenteuer nur mit den Schnellstarter-Regeln gespielt. DSA 5 hat ein reduziertes Spiel auch offiziell möglich gemacht und bietet zugleich die Komplexität dazu, für diejenigen die sie brauchen. Was die Regeln betrifft ist es also im aktuellen Zustand genauso für Neueinsteiger wie Alteingesessene. Was den Fluff betrifft finde ich den Almanach auch super für Neueinsteiger, nur klafft dannach leider eine grosse Leere und die Wege-Bände fehlen mir hier schmerzlich. Sowas wie die Vademecums oder Fluff im Transmutarium sind dann halt schon wieder sehr, sehr spezifisch.

    Ich weiß nicht, was man immer mit den NSC der Vergangenheit hat.

    Ist halt auch Subjektivismus. Die NSC von damals sind dann für einem selbst was ganz besonderes aber dabei wird übersehen, dass für die neue Generation die aktuellen NSC diese Funktion erfüllen. Raidri und Nahema interessiert meine Spieler halt überhaupt nicht aber Leudara von Firunen werden sie wohl nie vergessen.

    Hier in der Schweiz werden übrigens seit einem Jahr coronabedingt dauernd Gerichtsprozesse verschoben und zwar um Monate. Ich weiss nicht wie das in Deutschland aussieht aber könnte mir vorstellen, dass es ähnlich ist. Abzuschätzen wie lange so eine Einigung dauert, ist schon unter normalen Umständen kaum möglich, im Moment erst recht nicht. Zudem verkündet Ulisses eigentlich nicht ständig neue Termine, sondern das Datum ändert sich einfach im Shop. Vielleicht muss man ja auch nicht jede dieser offensichtlich wenig aussagenden Änderungen hier wieder von neuem Posten um dann wieder dieselbe Diskussion anzufangen :rolleyes:

    Ich versuch mal etwas aufs Threadthema zurückzukommen, in dem ja die Generationenfrage eine Rolle spielt und möchte mal eine subjektive Beobachtung formulieren:


    Mir kommt es so vor, als würden langjährige Spieler eher dazu tendieren, viel Metaplot einfach nur zu lesen und interessiert die Geschichten zu verfolgen. Teilweise lese ich auch von Leuten, die kaum mehr zum spielen kommen aber dennoch die Entwicklung von Aventurien spannend finden und dabei bleiben. Ich kaufe und lese Abenteuer z.B. nur wenn ich sie in absehbarer Zeit meistern möchte. Vieles lese ich auch bewusst nicht, weil ich hin und wieder auch spiele und somit die entsprechenden Abenteuer ausscheiden würden.


    Aktuell spielen wir die Theaterritter-Kampagne, die wir im Mai mit zwei Heldenwerk-Vorabenteuern begonnen haben. Jetzt kommen wir langsam gegen das Ende von "Der Weisse See" und wir spielen ziemlich regelmässig alle zwei Wochen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird uns die Kampagne vielleicht noch zwei Jahre gut beschäftigen, was auch bedeutet, dass wir über zwei Jahre voll im Metaplot drinnstecken. Für mich hat das subjektiv den Effekt, dass ich mehr als genug Metaplot habe, denn Arivor, Rabenkrieg etc. ist ja noch nicht mal in Sichtweite.


    Jemand der aber den Metaplot vorallem lesend konsumiert und nicht spielend, wird viel schneller mit den aktuellen Entwicklungen durch sein und das Verlangen haben nach mehr. Ebenfalls fallen brachliegende Plotfäden so natürlich viel schneller auf. Ich möchte jetzt nicht entscheiden, welche Sichtweise mehr Legitimation hat aber ich denke daraus können schon verschiedene Perspektiven auf den Metaplot entstehen und wo die einen unzufrieden sind, sehen andere kaum ein Problem.

    Ich seh es auch so, dass dieses Umedenken überlebenswichtig war, auch vor dem Hintergrund von zugänglicher "Konkurrenz" wie D&D. Und das obwohl ich eigentlich genau diese klein-klein Beschreibung an DSA sehr mag. Ich habs aber auch immer so empfunden, als versuche DSA 5 hier einen Kompromiss zu bilden. Die Abenteuer sollen grösstenteils leicht zugänglich sein und wenig Voraussetzen, sowohl an Regeln die auch an Hintergrundwissen aber dennoch ermöglichen, in die Tiefe zu gehen. Hier im Forum gab es ja mal den Vorwurf, dass für das Abenteuer "Krallenspuren" nicht alle relevanten Vorgängerabenteuer aufgegriffen worden seien. Und ein Redaktionsmitglied hat daraufhin sinngemäss erklärt, dass zwar einiges berücksichtigt wurde aber eben auch nicht restlos alles, um neuen Spielern nicht den Eindruck zu geben, dass sie erst unglaublich viel nachlesen müssten. Ich fand das eine sehr sinnvolle Haltung, auch wenn natürlich so ein Kompromiss immer wieder neu austariert werden muss und nie "perfekt" gelingen wird. Auch die RSH sind ja immer noch sehr detailliert aber werden für die meisten Abenteuer nicht mehr vorausgesetzt, so dass man sie auch mit weniger Hintergrund spielen kann.

    Andere Firmen zahlen bares Geld für Feedback.


    Was regen sich überhaupt manche über Kritik am aktuellen Verlagskurs auf? Niemand ist gezwungen diese zu lesen. Aber es ist ein Zeichen einer demokratischen Kultur, Kritik an Entscheidungen zu äußern. Leute, die damit nicht umgehen können, haben ein merkwürdiges Verhältnis zur Meinungsfreiheit.


    Und dass die Kritik wiederholt wird, zeigt nur, dass sich seit Jahren Ulisses jeglicher Kritik in Sachen Metaplot verschließt.

    Was halt einfach nicht stimmt. Gerade hier im Forum wurden aus dieser Kritik bezüglich fehlendem Metaplot heraus verschiedene Initiativen entwickelt, die sich mittlerweile in offiziellen Botenartikeln und Abenteuern niederschlagen und von Ulisses sehr wohl positiv aufgenommen werden. Du postest hier Boykottaufrufe und ärgerst dich dann darüber, dass sowas nicht ernst genommen wird.. Ausserdem ist "Kritik am aktuellen Verlagskurs" auch nicht das Thema diese Threads.

    Dann scheint es keinen Platz mehr für Kunden wie mich zu geben und Ulisses braucht auch nicht mein Geld. Rücksicht auf die Bedürfnisse von Kunden wie mich (und da bin ich wohl kaum der Einzige) gibt es eben nicht mehr.


    Und wenigstens sollte man dann mal sagen, dass solche alten Plots wie um Albiron, die Elmentaren Zitadellenschlüssel oder die Simia-Flammen nicht mehr aufgegriffen werden und sie somit zur freien Verfügung stehen.


    Ebenso sollte man verkünden, dass dann die Ausblicke auf die weitere Entwicklung aus den DSA4 Jahrbüchern und Regionalspielhilfen keine Gültigkeit mehr besitzen (und sie deshalb auch nicht mehr aufgegriffen wurden).

    Es gibt halt schlicht verschiedene Ansprüche an DSA und nur weil einer bedient wird, heisst es nicht, dass ein anderer dann keinen Platz mehr hat. Ich finde viele tendieren in Diskussionen dazu, ihren Anspruch zu verabsulutieren und sehen nicht, dass es auch noch andere berechtigte Interessen gibt. Ich denke den meisten, die DSA noch nicht jahrzehntelang spielen ist es schlicht egal, ob nun 20 Jährige Plotfäden wiederaufgenommen werden oder etwas Neues entsteht. Vielleicht ist ihnen letzteres sogar lieber, weil sie dann von Beginn weg dabei sind. Was aber zugleich nicht heissen muss, dass überhaupt nichts "altes" mehr aufgegriffen wird. Wenn ich das richtig verstehe knüpft die Sternenträgerkampagne an sehr viel alten Metaplot an, genauso habe ich gelesen dass die Theaterritter so gut wie alle Mysteria & Arkana der alten Bornland RSH behandeln und das ist für viele, die länger dabei sind, sicher auch toll. Sowas schliesst sich auch nicht gegenseitig aus, es fordert nur ein bisschen Toleranz gegenüber anderen Bedürfnisen. Als eher neuerer Spieler finde ich z.B. den ganzen DSA1-Retro-Kram furchtbar aber ich kann verstehen, dass es für viele Altspieler was Tolles ist, weils halt Nostalgie auslöst und das es sich für den Verlag durchaus lohnt, sowas zu produzieren.

    Spiele (bzw. meistere) seit einigen Jahren und gebe dir recht @KMP .

    Ich hab in meiner Anfangsphase zwar mitbekommen, dass es einen Metaplot gibt und fand das auch toll aber einen allzu grossen Stellenwert hatte es für mich nicht. Auch neuen Spielern hab ich jeweils erzählt, dass DSA diesen riesigen Metaplot besitzt, was immer alle mehr oder weniger wohlwollend zur Kenntnis nahmen - mehr aber auch nicht. Ich lese mir zwar ziemlich viel Hintergrund an aber bin dennoch froh, dass viele Abenteuer nicht viel Metaplot-Wissen voraussetzen. Wir spielen jetzt gerade seit einigen Monaten die Theaterritter-Kampagne und bisher find ichs toll auch mal im Metaplot "drinnzustecken". Auch da gibts natürlich Verweise auf weit älteren Metaplot aber gerade diese Stellen sind für unsere Gruppe nicht wirklich besonders ergiebig. Natürlich schau ich dann jeweils kurz nach, was es mit dem Kampf gegen Helme Haffax oder der Enstehung der Schwarzen Landen auf sich hat und vermittel das dann kurz aber was für gute Erlebnisse sorgt, ist der neue Metaplot, den man gemeinsam erlebt.

    (Differenzen)


    Aber tatsächlich ist der Metaplot ja gerade recht dünn, im Wesentlichen beschränkt es sich auf einen Meta-Hintergrund (Sternenfall) und wenige punktuelle Ansätze in Form der aktuellen Kampagnen. Man hat (oder besser gesagt, ich habe) das Gefühl, dass da einfach das ordentliche Ausstaffieren fehlt, im Moment fühlt sich das meiste eher noch nach Vorarbeit zu irgendeiner größeren Handlung an, die vielleicht mal kommen mag oder auch nicht.

    [infobox]Moderativer Hinweis: Offene Differenzen entfernt (Verhaltensregeln)[/infobox]


    Ich versteh den Standpunkt schon, für mich ist es halt subjektiv weniger problematisch. Aber ich spiele DSA auch noch nicht so lange, dass ich die epischen Grossereignisse aktiv miterlebt hätte. Bei uns ist jeder Metaplot schon spektakulär und da wir jetzt gerade die Theaterritter begonnen haben, sind wir damit wohl noch auf mindestens ein Jahr versorgt. Dann gibts die Al Anfa Kampagne, Banner der Treue.. Aber andere sind sich Grösseres gewohnt, spielen wohl deutlich schneller oder verfolgen den Metaplot mehr lesend, da finde ich die Forderung nach mehr Metaplot verständlich. Wie gesagt, das hat wohl auch mit individuellen Vorlieben zu tun, die man auch als Forderung artikulieren soll - Ich versuche ja auch regelmässig mehr Grundfluff für DSA 5 zu fordern, weil wir das als Mangel empfinden:)

    Also wer der Redax, welche ständig durch unsauberes Arbeiten auffällt, Geld hinterher wirft und sich dann wundert, dass es hinten und vorne nicht klappt ist doch selbst Schuld. Da habe ich gar kein Mitleid für - nur gut, dass beim nächsten CF vllt ein paar Wale weniger in's Netz gehen.

    Viele wollen hier offensichtlich die Produkte schneller in den Händen halten oder fordern mehr davon - so dilettantisch scheint die Arbeit der Redaktion also nicht zu sein.


    [infobox]Schattenkatze für die Moderation: Zitat angepasst.[/infobox]

    Es gibt momentan keinen Metaplot.

    Du kaufst ja eh keine aktuellen Produkte, wie willst du das beurteilen? Also ich spiele in zwei Gruppen und in beiden auch aktuellen Metaplot, wobei wir längst nicht alles spielen können, was erscheint. (Das andere gerne noch mehr Metaplot hätten, finde ich als Wunsch aber völlig legitim. Soll ja auch unterschiedliche Ansprüche und Prioritäten an DSA geben)