Posts by Carus

    Ein bischen widersprechen möchte ich bei der Wichtigkeit des "eingesessenen" und "tief verwurzelten". Ich gönne jedem das Gefühl des Vertrauten von Herzen aber wenn das ein Hauptargument für DSA ist, dann ist das Spiel irgendwann tot, weil es nur von seiner Vergangenheit lebt. Mir ist diese Tendenz z.B. bei Orkenspalter-TV aufgefallen: Nur die ältesten Kampagnen spielen, immer die gleichen Geschichten über die Entstehung des Spiels und Interviews mit der "alten Garde" von damals - und dann kommt die Feststellung, dass DSA nur noch nostalgischen Wert habe und ansonsten keine Faszination mehr ausübt. Das ist dann irgendwann auch eine selbsterfüllende Prophezeiung.

    Was mir am Sonnenküsten-CF gefallen hat:


    1. Es hatte eine sehr hohe Beteiligung. Am Ende waren es mehr Backer als bei Havena und bei Thorwal (und dort ist Late Pledge eingerechnet), also das erfolgreichste RSH-CF bisher was die Beteiligung betrifft. Das freut mich weil es eben gerade keine «klassische» Region ist mit riesigem Nostalgiefaktor – daher gab es zu Beginn auch irritierte Stimmen weshalb gerade zu dieser Region ein CF kommt. Das bedeutet für mich aber vor allem, dass DSA sehr lebendig ist und nicht einfach von vergangenen Zeiten lebt. Die aktuelle Redaktion hat hier die Möglichkeit, eine Region detaillierter auszuarbeiten und Neues hinzuzufügen und dieser Faktor ist offenbar für viele interessant. Ausserdem wird auch ziemlich klar, dass DSA nicht einfach von Sammlern und Alleskäufern lebt, wie auch schon behauptet wurde. Die Sonnenküste hatte doppelt so viele Backer wie «Werkzeuge des Meisters» also kaufen die Leute schon bewusst das, wofür sie sich begeistern können und nicht wahllos alles gleichermassen. Vielleicht ist die Zahl der Backer aber auch einfach daher höher als bei vorherigen RSH’s, weil die DSA Community an sich wächst, was ja auch schön wäre.


    2. Es wurde sehr viel auf die Wünsche der Community eingegangen. Bei Thorwal wurde teilweise kritisiert, dass viel Zusatzmaterial wenig nutzen für das Spiel gehabt und obendrein die Auslieferung stark verzögert hätte. Das war bei der Sonnenküste anders und es wurde deutlich mehr auf Dinge wie zusätzliche Abenteuerskizzen gesetzt als auf reines «Merch». (Dennoch bedeutet das für den Verlag aber offensichtlich auch geringere Einnahmen). Ausserdem wurde aktiv kommuniziert, was die Überlegungen hinter den abgestuften Stretchgoals sind aber auch die neue Möglichkeit geschaffen, gewisse Produkte als Dankeschön abzuwählen, für diejenigen die an Aufklebern und Postern keine Freude haben. Ich fand die Kommunikation und das eingehen auf Anregungen und Wünsche der Community allgemein sehr lobenswert.

    Was micht betrifft kaufe ich jeweils die Buchversion der RSH. Diese kostet mich jetzt im CF gleich viel aber ich bekomme die Musik gratis mit dazu und darum finde ich das auch weder "dreist" noch "unnötig" sondern eigentlich ganz nett. Die CD musste man sich früher zur RSH dazu kaufen und man muss sie sich hier immer noch dazu kaufen, ich sehe da keinen Unterschied. (Ich finde es höchstens bemerkenswert, dass überhaupt noch eine CD produziert wird. Wer hat denn heute überhaupt noch einen CD-Player^^)

    Die Tracks wurden immer nur Häppchenweise als Stretchgoal veröffentlicht und das ist mehr als Unnötig.

    Was heisst denn unnötig? Das ist doch einfach die Funktionsweise von Crowdfundings, dass Dinge "häppchenweise" veröffentlicht werden.

    Abenteuerskizzen, Archetypen, Inhalte eines Begleitheftes etc. Wenn einem das dermassen stört, dann würde ich einfach das Crowdfunding nicht verfolgen, sondern mir am Ende das fertig zusammengestückelte Gesamtpacket bestellen und fertig. Ja man könnte auch alles zusammenstreichen auf 6 Stretchgoals, viellleicht könnte man sogar das ganze Crowdfunding auf ein riesiges Stretchgoal im Wert von 200'000 reduzieren aber da Crowdfundings vor allem auch moderne Werbemittel sind, wird das nie passieren.

    Das ist doch gar nicht der Punkt. Die CD gehört zur Produktpalette jeder Regionalspielhilfe. Insofern ist alleine die Tatsache, dass die CD eines der Stretchgoals ist, schon etwas fadenscheinig. Wenn man dann noch die Inhalte der CD auf fünf weitere Stretchgoals umlegt, dann finde ich das aber sehr dreist.

    Ich hab mir bis jetzt jede RSH gekauft und da war nie Musik mit dabei. Wenn ich mir die Sonnenküste im Rahmen des Crowdfundings hole dann bekomm ich doch jetzt die Musik-Downloads zusätzlich mit dazu, oder verstehe ich das falsch? Das ist noch ein netter Beifang?

    Die Tracks wurden immer nur Häppchenweise als Stretchgoal veröffentlicht und das ist mehr als Unnötig.

    Was heisst denn unnötig? Das ist doch einfach die Funktionsweise von Crowdfundings, dass Dinge "häppchenweise" veröffentlicht werden.

    Abenteuerskizzen, Archetypen, Inhalte eines Begleitheftes etc. Wenn einem das dermassen stört, dann würde ich einfach das Crowdfunding nicht verfolgen, sondern mir am Ende das fertig zusammengestückelte Gesamtpacket bestellen und fertig. Ja man könnte auch alles zusammenstreichen auf 6 Stretchgoals, viellleicht könnte man sogar das ganze Crowdfunding auf ein riesiges Stretchgoal im Wert von 200'000 reduzieren aber da Crowdfundings vor allem auch moderne Werbemittel sind, wird das nie passieren.

    Ich persönlich finde die Preise von Ulisses auch zu hoch. Aber ich sehe, dass man das anders sehen kann. Vollfarbdruck, gute Druckqualität und eigens erschaffenes Regelwerk, kein übersetztes wie Shadowrun oder CoC, die deutlich günstiger sind. Ja, das treibt den Preis hoch und ich sehe, warum ihn viele als gerechtfertigt ansehen.

    Für mich ganz individuell vermiesen es drei Dinge:
    1.) Es ist vieles Recycelt. Das betrifft weniger die Regelbände, aber doch die Quellenbände. Ich habe viele RSH noch aus DSA 3 Zeiten und habe alle DSA 4 - Bände. Schon darin war viel per copy&paste recycelt. Die Texte waren zum Teil exakt identisch, auch Illustrationen wurden wiederverwendet. Mit der noch stärkere Zersplitterung müsste ich jetzt noch einmal ein vielfaches ausgeben, um z.T. dieselben Texte noch einmal zu bekommen. Aber auch wenn Texte neu hinzukommen: Aventurien existiert und die schöpferische Leistung ist daher geringer als bei einem neuen Setting. Wenn ich eine Splittermond RSH 29,95 € kaufe, bekomme ich 141 Vollfarbseite (Beispiel: Ungebrochen) plus Karten und alles ist komplett neu erdacht und ausgearbeitet worden. In eine DSA-RSH fließt eben nicht derselbe Aufwand, was das Argument "komplett selbstgemacht" zumindest teilweise entkräftet.

    Bei DSA 5 gibt es kein Copy & Paste mehr aus den alten RSH. Liegt wohl auch daran, dass rechtlich früher unsauber gearbeitet wurde und die Autorenrechte bei den älteren Bänden unklar sind. Das lässt sich heute nicht mehr so machen. Mit den alten Quellen wird natürlich immer noch gearbeitet aber ich glaube nicht, dass das weniger Aufwand bedeuten würde. Die Redaktion muss ja sämtiche Spielhilfen, Abenteuer, Botenartikel und Romane die zu einer Region jemals erschienen sind nachrecherchieren. Ich glaube die wären oft froh, sie könnten sich einfach frei was aus den Fingern saugen. Aber das gehört halt auch zum Reiz von DSA und der lebendigen Geschichte.

    3.) Die Zersplitterung. Warum einen Magieband herausbringen, wenn man auch drei draus machen kann und dreifach abkassieren? Warum eine Spielhilfe für Thorwal, Andergast, Nostria und Gjalskerland herausbringen, wenn man auch drei draus machen kann? Bei dem komplett optionalen Gedöns, wie den Rüstkammern oder Wege der Vereinigung ist mir das egal. Da gilt: Dann kauf's halt net. Aber bei Regelwerken oder RSH ist das anders, denn von ein paar komplett abgelegenen Regionen einmal abgesehen (ich glaube, "Im Bann des Nordlichts" und "Das Reich des Roten Mondes" wurden bei uns nie wirklich verwendet), braucht man sie ja doch früher oder später. Und dann fühle ich mich bei einer solchen Produktzersplitterung schon wie die Kuh, die gemolken wird.


    Ich mag Andergast sehr, daher bin ich froh darüber, dass es nicht nach Thorwal noch reingequetscht wurde, sondern jetzt mit Nostria einen liebevollen eigenen Band erhalten hat, der sehr viel Atmosphäre für das Setting rüberbringt. "Die Sonnenküste" ist ja bisher das erfolgreichste RSH-Crowdfunding, das hat wohl auch damit zu tun, dass hier eine bisherige "Randregion" ausführlicher beschrieben wird und sich viele genau darüber freuen. Klar kann einem die Beschreibung auch zu detailliert sein aber irgendwie ist das ja auch eine der prägenden Merkmale von DSA und schliesslich gibt es immer noch explizit die Möglichkeit jedes Setting nur mit dem Almanach zu bespielen und den Rest frei zu gestalten. Grundsätzlich wollen halt alle gerne mehr Produkte von ihrem Lieblingsrollenspiel, auch wenn einem nicht unbedingt jedes davon anspricht.

    Ergänzend zu dem was schon geschrieben wurde ist für mich die riesige Community ein zentraler Faktor.
    Wenn ich z.B. bei PnPNews reinschaue, wird mir da jede Woche irgend ein neues Kleinstsystem vorgestellt, das vielleicht ein toll ausgeklügeltes Regelsystem hat und ein superkreatives Setting. Da könnte ich mir dann eine Hand voll Bücher kaufen, das Ganze ausprobieren und auf das nächste System warten. Bei DSA hab ich dagegen nicht nur wirklich viel offizielles Material, sondern vorallem auch Foren, Blogs, Podcasts, Facebookgruppen, Discordserver, online Streams, Hörspiele, Abenteuer, Illustrationen, Romane, LARPs, Karten, Wiki, Scriptorium Globus etc. die von anderen SpielerInnen massenhaft erschaffen werden. Auf diese Weise ist DSA viel mehr als ein paar Bücher die ein Verlag rausbringt und das hat mich einerseits zu DSA gezogen, andereseits dafür gesorgt, dass ich dabei geblieben bin. Man ist nicht einfach Teil von einem "Fandom" das Produkte konsumiert und vlt. mal kollektiv empört ist, wenn was in eine andere Richtung geht. Sondern Teil einer Community die ganz viel von sich aus aktiv diskutiert, entwickelt und hervorbringt.

    Ich glaube die meisten verstehen halt einfach, dass bei 60+ Stretchgoals einzelne Ziele deutlich kleiner Ausfallen, als wenn man nur ca. ein Dutzend Stretchgoals anbietet, wie z.B. Pegasus. Ist auch nicht allzu schwer zu durchschauen. Offenbar verfolgen da unterschiedliche Verlage unterschiedliche Konzepte, ich hab mal bei Uhrwerk reingeschaut und die arbeiten auch mit vielen Stretchgoals und führen dann konsequenterweise auch sowas auf wie Teillackierung des Covers oder Lesebändchen.

    Wenn ein Grossteil der Leute die eigene Kritik nicht teilt, finde ich es aber doch einigermassen frech, die als "manipuliert" hinzustellen. Man kann ja die eigene Kritik an kleinen Stretchgoals auch vorbringen ohne die Leute abzuwerten, für die es kein Problem ist.

    Das es auch anders geht, zeigen zig andere CFs immer wieder aufs neue. Schau Dir mal die sehr erfolgreichen CFs von Free League an, zuletzt The One Ring und Twilight 2000. Da gibt es keinen Quatsch, sondern nur spielrelevante Stretchgoals oder Aufwertungen des Produkts.

    Dann hoffen wir mal, dass Ulisses mit diesem Crowfunding auch etwa 1,7 Millionen Euro einnimmt wie Free League mit The One Ring. Da konnte man auch dann ein Buch (Ruins of the lost Realm) dazukaufen in dem die freigeschalteten Zusatzinhalte gesammelt gedruckt werden. (So wie ich es auch gemacht habe)

    Man kann es aber mit dem letzten Pegasus Cthulhu CF vergleichen, dort wurden 233k€ eingenommen und die dortigen Stretchgoals sind in einer ganz anderen Liga.

    Ich habe das auf der vorherigen Seite verlinkt.

    Das sind dann halt auch 13 Stretchgoals gegenüber über 60 bei z.B. Thorwal. Da liegt es auf der Hand, dass bei Zweiterem die einzelnen Stretchgoals kleiner ausfallen, dafür ist halt "mehr los" während dem Crowdfunding.

    Vorbemerkung: Ich kenne weder die alten Preise, noch diejenigen von anderen Rollenspielen, da ich nur DSA spiele.


    Für mich ist Pen&Paper das günstigste Hobby das ich habe. Mit einem normalen 64-Seitigen Abenteuer für €15 können wir monatelang spielen, auch bei zweiwöchentlichen Spielabenden. Dazu kommt, dass jeweils nur einer aus der Gruppe ein Buch oder Abenteuer braucht, man also das ganze nochmals durch 4 oder 5 teilen könnte, wenn das Geld knapp ist. Dann kommt noch die PDF-Option dazu, die nochmals um einiges günstiger wäre.


    Auch wenn ich Bücher in Hardcover und Vollfarbe von Ulisses mit anderen Büchern vergleiche (die ich beispielsweise für mein Studium brauche) ist das alles sehr, sehr günstig. Die Regelwerke und RSH sind ja meist unter € 40.

    Das Zitat trifft es doch. Zu DSA5 kamen doch bis jetzt deutlich mehr Regeln als Hintergrund.

    Also bis jetzt finden sich in jeder Regelerweiterung z.B. ca. 50 Seiten mit Professionen und Archetypen, auf denen Illustrationen und Flufftexte ganz klar ein Übergewicht gegenüber Statblöcken aufweisen. In den - scheinbaren - Crunchbänden ist das Verhältnis noch einmal krasser. Eigentlich ist das Gegenteil richtig: In den letzten 5 Jahren hat es eine regelrechte Fluff-Explosion gegeben.

    Die meisten werden, wenn sie von "Hintergrund" zu DSA sprechen keine Archetypen oder Professionen meinen.

    • Städte und Dörfer leidet an der typischen DSA-Krankheit, dass Dinge nur deshalb beschrieben werden, weil sie eben existieren. Dies resultiert gerade bei den kleineren Orten in einer Reihe von vollkommen nichtssagenden Beschreibungen nach dem Muster "Die Leute leben vom Fischfang. Es gibt einen Tempel und einmal im Monat einen Markt". Zum Glück gibt es aber noch Leuchttürme wie Enqui, die ein interessantes Setup für Abenteuer hergeben. Thorwal selbst finde ich leider komplett unspannend.

    Das wird ja von Orkenspalter auch öfters kritisiert. Allerdings besteht Aventurien auch als mehr als Abenteuraufhängern, das macht doch auch etwas das Gefühl des "phantastischen Realismus" aus. Eine gute Mischung aus Abenteueraufhängern und Beschreibungen mit auch unspektakulären Eigenheiten und Wegmarken der Region finde ich anstrebenswert und in den neuen RSH recht gut umgesetzt. (Spielleiterbereich ist natürlich was anderes, da solltens schon interessante Abenteueraufhänger sein)

    Dass die ganzen CF-Zusatzprodukte oft auch kritisch gesehen werden ist ja nichts Neues. Solange die Kern-RSH mit der Beschreibung der Region gut ausfällt und auch entsprechend bewertet wird, bin ich zufrieden. Aber der Satz: "Es ist symptomatisch für DSA: Der Fluff ist weniger wichtig als die Regeln" tut schon etwas weh. Eigentlich behaupten doch immer alle das Gegenteil?

    Ich bin dagegen, den Vollständigkeitsanspruch bei den neuen Regionalspielhilfen aufzugeben. In DSA4 war es noch so, dass sich die Redaktion bemühte wirklich alle bislang publizierten Inhalte in der Publikation aufzunehmen und behutsam um neue Elemente zu ergänzen. Wer also jetzt einen vollumfänglichen Überblick über die Region haben möchte, sollte am besten beide Publikationen (in diesem Fall also "Unter dem Westwind" und "Die Gestade des Gottwals") vorliegen haben.


    Und die Redaktion und Autoren müssen bei ihren Recherchen dann (hoffentlich!) immer beide Spielhilfen benutzen...

    Habe gerade kürzlich festgestellt, dass "Land des schwarzen Bären" nicht alle Orte behandelt, die in den Vorgängern noch beschrieben wurden. Das in neueren Pulikationen anders gewichtet wird und Inhalte wegfallen, ist also auch früher so gehandhabt worden.

    Das kann ich bestätigen. Ist aber eine Region die eine der höchsten Beschreibungsdichten hatte. Und bei den Orten die mir aufgefallen sind, hatten die kaum Relevanz und waren vorher zB auch nur mit dem Namen (Itzkendorf) und einem Einzeiler (zB ein Holzfällerdorf) beschrieben. Aber zumindest ist da nicht in Summe weniger geworden (ein paar alte unbespielte Sachen kamen raus, andere rein).

    In Land des Schwarzen Bären fehlen die Beschreibungen von Baldrom, Soprieten und Hamkeln. Ahrholt ist ebenfalls rausgefallen und der berühmte Ahrholter Apfeläse wird gerade noch in einem lapidaren Nebensatz beschrieben. Ebenfalls werden Garbeln und Garbeldühne nicht mehr Beschrieben, wobei bei letzterem auch die Beschreibung der Festumer Freizeit- und Badekultur wegefallen ist. Ruckenau und die berühmten Ruckenauer Spratzen sind ebenfalls nicht mehr beschrieben oder Jekaisit mit seinem legendären Eichenhain. Ausserdem Dornacker, Waiden, Gartrimpen am Walde, Schloss Silling, die Auelfensiedlung Erlenbruch und der Hof Geringen, von dem immerhin die Hunderasse „Bornländer“ stammt. Die Beschreibung von Neuwulzen ist ebenfalls unter den Tisch gefallen, doch zum Glück wird dies im DSA 5 Heldenwerk Rübenernte wieder korrigiert. Das trifft auch auf Alderow mit seiner Kirschbrandproduktion und seinen Alraunenmännlein zu, die in LdSB nicht erwähnt werden und auf Blütenfeld und Nivesel, die auch keine Beschreibung mehr erhalten haben. Sie alle werden im DSA 5 Abenteuer Der Weisse See beschrieben, da lobe ich mir die aktuelle Redaktion in der offenbar noch Leute von Format und Verstand sitzen.


    Kurz gesagt ist „Land des Schwarzen Bären“ ein Desaster und ein Zeichen des Dilettantismus der DSA 4 Redaktion, die offensichtlich das Erbe Kiesows mit Füssen tritt. Ich selbst besitze glücklicherweise noch die Vorgängerpublikationen und werde weiterhin diese benützen und sicher nichts mehr kaufen. :@

    Ich bin dagegen, den Vollständigkeitsanspruch bei den neuen Regionalspielhilfen aufzugeben. In DSA4 war es noch so, dass sich die Redaktion bemühte wirklich alle bislang publizierten Inhalte in der Publikation aufzunehmen und behutsam um neue Elemente zu ergänzen. Wer also jetzt einen vollumfänglichen Überblick über die Region haben möchte, sollte am besten beide Publikationen (in diesem Fall also "Unter dem Westwind" und "Die Gestade des Gottwals") vorliegen haben.


    Und die Redaktion und Autoren müssen bei ihren Recherchen dann (hoffentlich!) immer beide Spielhilfen benutzen...

    Habe gerade kürzlich festgestellt, dass "Land des schwarzen Bären" nicht alle Orte behandelt, die in den Vorgängern noch beschrieben wurden. Das in neueren Pulikationen anders gewichtet wird und Inhalte wegfallen, ist also auch früher so gehandhabt worden.

    Ich kaufe alle Regionalspielhilfen, sowie alle Blauen Bände und die meisten Abenteuer. Regelwerke kaufe ich keine mehr. Wir kommen mit recht wenigen Regeln aus und so reicht eigentlich das Grundregelwerk und das Wiki. Da in den Regelbüchern kein Fluff mehr ist, haben sie für uns kaum Mehrwert. Zu dem Zweck habe ich mir die Wege-Bände der alten Edition besorgt und versuche auch die anderen Blauen Bände von 4.1 noch zu kriegen, da es hier keine Entsprechung in DSA 5 gibt.

    Der Beitrag widerspricht sich doch selbst. Ja, ein "Copy&Paste aus Tiergefährten" ist nichts was in einer RSH Platz beanspruchen sollte. Genauso ausführliche Akademiebeschreibungen, die wohl irgendwann auch in einem seperaten Band erscheinen werden. Deswegen sind diese Dinge ja auch in "Zusatzzeug" ausgelagert. Genauso wie nicht nochmals dutzende Seiten Regeln den Platz in der RSH schmälern sollte, denn die dient ja primär der Beschreibung der Region.

    Schwierig für mich zu beurteilen, da ich wohl erst knapp 5 Jahre DSA spiele. Was ich aber an der Redax vorallem als positiv empfand in den letzten Jahren, ist das eingehen auf die Community. Damit meine ich jetzt nicht nur der Entsprechung von simplen Produktwünschen wie "mehr Plüschtiere!", sondern der Forderung nach mehr Metaplot oder mehr Fluff in den Büchern. Klar geht das manchmal eher mittelfristig und es könnte immer in alle Richtunge noch mehr sein aber ich finde man merkt, dass sie auf die Stimmen aus der Community hören bzw. diese auch miteinbinden, was ich als sehr positiv ansehe.


    Weiter gefallen mir die RSH ausgezeichnet und auch die allermeisten Abenteuer haben für mich einen hohen Standart. Als kleine Kritik: Manchmal hab ich das Gefühl, dass eher nur von gänzlichen Neueinsteigern ausgegangen wird oder dann halt von alten Hasen, die bereits die ganzen Werke der 4 Edition im Schrank stehen haben. Wir spielen jetzt auch seit mehreren Jahren DSA 5 und würden uns gerne weiter in der Welt vertiefen (was die Regeln betrifft, ist das ja kein Problem). Da wird immer noch viel aus der alten Edition unbewusst vorausgesetzt.

    Dazu sinngemäß das, was ich schon im dsaforum geschrieben habe:


    Ich sehe keines der beiden Foren als DSA4- oder DSA5-Foren an, sondern als Foren für DSA und andere Rollenspiele, unabhängig von der Regel-Edition.

    Es gibt ja auch hier viele die DSA4 oder DSA3 spielen, finde das genauso unproblematisch wie gelegentliche Diskussionen über Stärken und Schwächen der Editionen. Im DSA-Forum habe ich mich aber schon zu meinen Anfangszeiten extrem unwohl gefühlt, weils dort einen Grad von Feindseligkeit gegenüber allem was mit der aktuellen Redaktion oder DSA 5 gibt, der mir wirklich jede Lust genommen hat, mich dort zu beteiligen. Grösstenteils auch einfach als ständiger Subtext und negative Atmosphäre und nicht in Form von konkreten Argumenten und öfter auch von Leuten aus der Moderation. Ich würde das Forum darum auch niemals jemanden aus meiner Gruppe empfehlen, obwohl da eine tolle Menge an Wissen und Ideen versammelt ist, eigentlich schade..