Posts by Engor

    Den ersten Band, also den Epochenband selbst, hab ich jetzt in meinem Blog rezensiert:

    https://engorsdereblick.wordpress.com/2024/06/04/rez…ldenen-kaisers/

    Kurz gefasst: Unterm Strich bin ich sehr zufrieden, wenn auch die eine oder andere Redundanz enthalten ist. Was ich als großen Vorteil des Bandes ansehen würde - aus Sicht von jemandem, der die Zeit damals auch direkt bespielt hat - ist dass die gesamte Epoche jetzt viel übersichtlicher als damals beschrieben wird. Damals standen die Sachen eben meist unverknüpft nebeneinander, das große Ganze blieb oft sehr diffus. So strukturiert und zusammengefasst habe ich jetzt einen roten Faden und klar erkennbare Schwerpunktthemen, die man nutzen kann.

    Vielleicht mag man sich das als DSA-Fan verständlicherweise anders wünschen und mehr klaren Bezug in den Songs raushören wollen. Aber so wie ich das verstehe, ist nicht die Musik der Bonus zum DSA-Kram, sondern es ist eher umgekehrt. Wenn ich nur mal auf die Klickzahlen bei Youtube schaue, dann ist da ja Saltatio Mortis zugkräftiger als DSA. Da kann ich nachvollziehen, dass die ihre Kernfans, die sicher überwiegend mit DSA nichts zu tun haben, nicht mit einem Album verprellen wollen, indem die Songtexte extrem kontextbedürftig sind.

    Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich von Musik exakt null Ahnung habe und auch die Band vorher nur dem Namen nach gekannt habe (wohl aber als Autoren von "Die unsichtbaren Herrscher"). "Finsterwacht" selbst kann ich mir sehr gut anhören, das klingt wirklich gut und letztlich erzählt das Video auch eine passende Geschichte.

    Ich bin sehr gespannt auf das Solo und den Roman, generell ist das ein tolles Projekt und doch auch nach außen hin etwas, was mal wieder über die reinen Szenergrenzen hinausgeht, allein das sehe ich als positiv.

    Mmh, ich hab es vielleicht etwas undeutlich ausgedrückt: Ich kann logisch verstehen, warum das Historienkapitel von der Redaktion ans Ende gesetzt wird. Aber mit dem Überdenken, ob man das anders lösen könnte, meine ich genau das, das Historienkapitel am Anfang würde vieles besser erklären. Von daher würde ich es auch an den Anfang setzen, wenn ich selbst für die Bandstruktur verantwortlich wäre. Wenn es aber so bleiben sollte, werde ich mich in Zukunft an meinen eigenen Rat halten und mit dem Kapitel als Leser anfangen.

    Ich kann mich deinem Eindruck eigentlich gar nicht anschließen. Für mich stellt der neue Abenteuermodus einen enormen Schritt dar, indem man nun wirklich eine Geschichte erlebt, die man beeinflussen kann. Der alte Modus, das waren in der Tat nur Vorlesetexte, die in den Kampf einleiten sollen. Aber jetzt finde ich, dass das im Rahmen einen Kartenspiels schon quasi das Maximum ist, wenn man nicht eben wirklich Rollenspiel betreiben will. Denn das soll Aventuria ja bewusst nicht sein.

    Und generell halte ich es auch nicht für problematisch, wenn die Kämpfe den dominanten Spielteil darstellen, die Kartendecks sind ja eben das Herzstück und das ist ja auch der Spielspaß, seine Figur Runde für Runde schlagkräftigen zu machen. Und auch die Kämpfe haben ja über die Mechanismen mit den Zusatzaufgaben (indem z.B. Aktionen die Anführer schwächen) eine gewisse narrative Komponente.

    Was du möchtest, klingt nach einer weiteren Annäherung an das Rollenspiel. Eben das würde ich für falsch halten, es soll ja auch gerade etwas sein, mit dem man auch Brettspieler ansprechen kann.

    Zur Threadfrage würde ich sagen, dass die Zahlen nicht lügen. Zumindest in der bekannten Unterstützerzahl ist WdV das erfolgreichste Produkt, nicht aber, was die umgesetzte Summe angeht.

    Ich glaube aber nicht, ob man die Zahlen dann rückblickend noch sinnvoll mehr zerlegen kann. Ja, damals gab es weniger Produkte für WdV als jetzt für die Sonnenküste oder Rohals Erben. Aber die Produktpolitik für DSA-Crowdfundings hat sich seitdem ja auch nochmal deutlich verändert, möglicherweise würden der Redaktion heute noch viel mehr an Printergänzungen einfallen. Persönlich glaube ich auch, dass man da noch viele Faktoren hinzufügen muss, sicher auch "Sex sells". Und dann war es ja ein wirklich neues Produkt, während bei Regionalspielhilfen vielleicht auch einige davon ausgehen, dass ihnen die bereits im eigenen Regal vorhandenen Exemplare aus älteren Editionen ausreichen.

    Also wenn du wirklich restlos alles haben wolltest (also alle Bücher, CD, Acrylmarker, Spielpläne, Spielkarten etc.) waren das 360 Euro. Ob das jetzt selbstlos ist, würde ich mal dahingestellt lassen, man kriegt ja auch das ganze Zeug dafür.

    Was man dabei einspart, ist erst dann raus, wenn Ulisses die Sachen regulär als Einzelprodukte zum Verkauf einstellt, dann kann man die Einzelpreise vergleichen. Bisher waren das nicht so gigantische Unterschiede, aufs Gesamtpaket vielleicht 10-15 Euro (wenn überhaupt). Diesmal könnte ich mir vorstellen, dass die Unterschiede etwas spürbarer sein könnten, seit dem Start des Crowdfundings hat sich ja offenbar einiges an den Produktionskosten verändert.

    Angesichts der lange abgeschlossenen Theaterritterkampagne ist die Bornland-RSH nun wirklich mehr als überfällig und hat dadurch ja auch mehr als genug Fundament für Wandelprozesse. Ich freue mich da sehr drauf, allerdings bin ich wesentlich optimistischer, ein Hinziehen bis 2024 kann ich mir kaum vorstellen.

    Ich hätte gerne eine Modernisierung des Settings, weg von zu engen, klischeehaften irdischen Vorlagen, ein aventurisch besser passendes Frauenbild. Dazu das, was jede RSH haben sollte: spannende neue Figuren, vor allem Antagonisten, viele Konflikte. Und viele fantastische Elemente, nicht nur Menschen als Thema, sondern Echsen, Wüstenelfen etc.

    Und um Himmels Willen nicht so viel dröge Kleinteiligkeit, für mich bitte gerade nicht alle 99 Gesetze. Stattdessen möglichst viele Abenteueraufhänger.

    Ich komme nach zweimaligem Durchspielen, sowohl mit Alrik als auch Nedime, zu einem positiven Fazit: Rezension: Wolves on the Westwind – Engors Dereblick

    Ich bewerte es allerdings wirklich wie ein spielbares Buch, vergleichbar einem Soloabenteuer, nicht mit einem Rollenspiel, das soll es aber auch explizit nicht sein.

    Negativ sind mir einige Übersetzungsschnitzer und eine gewisse sprachliche Holprigkeit aufgefallen, da hätte man vorher noch dran arbeiten können.

    Positiv empfinde ich die Geschichte (und das ist für mich das wichtigste Kriterium). Als Verfluchter durch Thorwal zu reisen hat schon etwas sehr Atmosphärisches. Außerdem sind die Figuren interessant, mit denen man sehr ausführlich interagieren kann.

    Grafisch ist das Spiel zwar einfach, die Hintergrund- und Figurengrafiken geben dem Spiel aber einen schönen DSA-Look.

    Nach dem PDF ist jetzt auch die Printvariante erschienen. Ich habe meine Eindrücke hier einmal zusammengefast: Ein Blick in Als das Rad zerbrach – Engors Dereblick

    Ist echt ein schöner Band geworden, der auch noch einen guten Zweck unterstützt, was ich besonders unterstreichen würde.

    Inhaltlich wirft er mich sehr in die 80er und 90er Jahre zurück, das wird in den Beiträgen deutlich und es sind viele Erinnerungen aus verschiedenen Perspektiven zusammengekommen. Wirklich nochmal großen Respekt an Kai, dass er sich so dahintergeklemmt hat, so viele Stimmen zu sammeln und das dann auch noch in Form des Gesamttextes zusammenzustellen.

    Ich habe mir jetzt den Kernband angeschaut, den ich wirklich gelungen empfinde: Rezension: Fasar – Brüchiger Frieden – Engors Dereblick

    Etwas schade finde ich lediglich die Hunde-Lastigkeit, die anderen Spezies kommen mir etwas zu kurz. Die große Stärke bleibt die hohe Spielbarkeit. Auch abseits der Abenteuer sind alle Beschreibungen so gehalten, dass sie viele Abenteueranlässe geben. Dazu ist der richtige Fokus gesetzt worden, es gibt viel weniger Längen als in den DSA-Regionalspielhilfen, weil hier nicht breitflächig alle Einzelheiten auserzählt werden, sondern schlaglichtartig vorgegangen wird, es werden sich also nur die spannenden Details herausgegriffen.

    Ich muss sagen, dass ich es genau umgekehrt sehe. Aus meiner Sicht ist die Sonnenküste besser gelungen als einige der vorhergehenden RSH, weil da viel mehr Konfliktpotential drin ist unter den NSC und weil auch bei den Mysterien ein paar echte Geheimnisse vorhanden sind. Das fand ich bei den bodenständigen ersten RSH(Nostergast, Siebenwindküste, Flusslande) und leider auch Thorwal weniger gelungen.

    Das hier wäre mein Eindruck: Rezension: Die Sonnenküste – Engors Dereblick

    Die sind tatsächlich zuletzt sehr rar geworden. Immer kommt ja jetzt mit "Das Geheimnis der Zauberschüler" wieder so ein Band.

    Ob das mit der Publikationsstrategie allgemein zu tun hat, weiß ich aber nicht. Ich mutmaße, dass es auch mit der massiven Verschiebung der Sternenträger-Kampagne verbunden ist, so dass Rabenkrieg und Sternenträger jetzt nicht nacheinander, sondern zeitgleich publiziert wurden. Das nimmt sicherlich Publikationsslots, die sonst anderweitig verwendet worden wären.

    Für die Zukunft würde ich mir aber tatsächlich ein ausgewogenes Maß wünschen zwischen Kampagnen, Anthologien und Einzelabenteuern (und dabei eben nicht nur die kürzeren Begleitabenteuer zu den Regionalspielhilfen).

    Ich habe in einem Blogeintrag versucht, alle Neuigkeiten zu DSA-Produkten zusammenzutragen (natürlich ohne Garantie, dass mir irgendwas durchgegangen sein könnte).

    Da war schon einiges dabei, sowohl zu bekannten Sachen, wie Banner der Treue, aber auch bisher völlig unbekannten Titeln.

    Der Artikel findet sich hier.