Posts by Cordovan Greifental

    Zum Vergleich, die Benachteiligung der Frau ist auf unserer Erde laut neuester Forschung erst durch die neolithische Revolution entstanden und wurde in der frühen Bronzezeit verstärkt, trotzdem gab es immer Frauen in führenden Positionen und traditionell männlichen Rollen. Bei den Orks wäre so etwas unvorstellbar und ist auch nicht bekannt.

    Hier kommen wir allerdings in den Meta-Bereich. Natürlich soll das bekannte und gewohnte DSA-Setting nicht zu sehr verändert werden. - trotz aventurischer Historienfortführung. Aber die Orkfrauen scheinen sich auch an ihr Leben bestmöglich angepasst zu haben und nichts zu verändern wollen (um mal weniger Meta zu sprechen). Die Frage ist in Bezug auf diesen Thread daher eher: Sind Orks fähig zu erkennen, dass sich Menschenfrauen von Orkfrauen unterscheiden. Und wenn ja, dann auch andere Gefühle zuzulassen als nur Lustbefriedigung. Nebenfrage in dem Zusammenhang: Haben Orks Lieblingsfrauen? Wenn der Orkhäuptling immer wieder zu der einen Orkin zurückgeht, warum sollte er nicht auch immer wieder zu der einen Menschenfrau zurückgehen wollen? Jetzt mal abgesehen von "die hat einfach die beste Technik". Denkbar? Möglich? Oder sogar häufig?

    Elfen und Orks können zwar mit Menschen Nachkommen zeugen, aber nicht miteinander. Die Holberker konnten damals nur mit Hilfe von Magie entstehen, aber nicht auf natürlichem Wege. Und ich glaube nicht, dass selbst ein Halbelf und ein Halbork miteinander Nachkommen bekommen können.

    Das weiß ich. Mir ging es nur um den Vergleich Ork-Mensch und Elf-Mensch, nicht Elf-Ork. :)

    Dafür müsste man jetzt wissen, ob Orks überhaupt verliebt sein können. Oder ist Liebe ein Konzept, das sie nicht einmal verstehen können?

    In meinen Augen ist Liebe für Orks ein Fremdwort und daher ein Konzept, mit dem sie nichts anfangen können. Das sieht man ja an ihrer Kultur, in der Liebe keinen Platz hat. Würden Orks Liebe kennen, würden ihre Kulturen mit Sicherheit ganz anders aussehen, denn selbst die frauenfeindlichste irdische Kultur behandelt ihre Frauen besser als die meisten Orkkulturen Aventuriens.

    Selbst wenn sie Liebe nicht verstehen. Zuneigung, Kameradschaft und ähnliches das müssten sie meiner Ansicht nach aber zumindest kennen. Schließlich leben sie in sozialen Gefügen und müssen ausreichend Nachwuchs großziehen, um als Volk/Stamm/Sippe zu überleben. Das geht meines Erachtens nicht ohne ein Mindestmaß an Empathie.


    Und - rein menschlich gesehen - Kameradschaftsehen halten möglicherweise länger als solche, die auf "bloßer" Verliebtheit beruhen.


    Das Problem ist dann wieder die Kultur, in der Frauen nicht als potentielle Kameraden gelten.

    Hier muss ich dir ein klein wenig widersprechen. Die meisten Orks halten recht wenig von "hochkultur" und für den Standart Aventurier sind die Orks einfach nur gewissenlose Tiere ohne höheren Verstand.

    Die paar Ausnahmen (krieger welche gegen sie gekämpft haben und andere) sind nicht sonderlich gewichtig. Wenn du jemanden in Selem oder Khunchom nach nem Ork frägst, wird er dich auch

    erstmal verdutzt anschauen und fragen wo er so einen aufrechtgehenden Fellsack für seinen Heimzoo erwerben kann.

    Da gebe ich dir Recht. Aber das ist die Sicht von außen. Ein Moha wird einen Goblin wahrscheinlich auch erst für einen exotischen Otan Otan halten. Aber rein vom gesetzten Hintergrund her, von den tatsächlichen Fähigkeiten und Lebensweisen, sind es eben keine Tiere.

    Du schläfst ja, vermutlich, auch nicht mit den Affen im Zoo - obwohl sie in deinem Lebensraum sind

    Der Vergleich hinkt. Wenn man Orks als Tiere sieht, meinetwegen. Aber sie sind vernunftbegabte, menschenähnliche Humanoide, sogar fruchtbar mit Menschen. Ebenso wie Elfen fruchtbar mit Menschen sind. Orks wirken zwar durch Fell und Hauer und die archaische Kriegerkultur (bzw. im Svelltland sogar eine etwas zivilisiertere, kriegerische Besatzerkultur) tierhafter als Elfen, aber der Verwandschaftsgrad scheint ähnlich zu sein. Und selbst in der realen Welt gibt es den Furry-Fetisch.


    Man kann sich zum Vergleich auch mal Scifi-Serien anschauen. Natürlich sind für den Standardmenschen friedliche Vulkanier begehrenswerter als feindliche Klingonen. Aber Tiere sind das auch beides nicht.

    Die Spielhilfe Hauer & Schwarzer Pelz schreibt hierzu:


    "Echte Liebesbeziehungen zwischen Orks und Menschen sind in der aventurischen Geschichte so selten, dass man sie meist ins Reich der Märchen und Legenden verbannt."

    Scheint als wolle man Orks wieder mehr als reine Gegner aufbauen.


    Nach der Besetzung des Svelltlands und der damit verbundenen größeren Vermischung zwischen Menschen und Orks in einem gemeinsamen Lebensraum kann es meiner Meinung nach nicht nur Märchen und Legende sein.

    Der Kampf gegen Sarevok und seinen 3-4 Powerbegleitern, in einem Raum voller Fallen (die komischerweise kein Gegner auslöst), ist nicht ganz fair.

    Kann ich nachvollziehen. Ich habe den Endkampf in der Regel auch immer nur mit viel beschworenem Material, Trank-Doping und Fernkampf geführt und gewonnen. Sehr praktisch gegen Sarevoks magisch begabte Begleiter sind übrigens die Pfeile des Zauberbruchs. Wenn erst einmal die Schutzzauber unten sind, bekommt man die schnell klein. Man muss halt nur aufpassen, dass einen derweil der Sarevok nicht komplett zerhackt.

    Bin in BaldursGate angekommen, und das Spiel macht mir weniger Spaß.

    Geht mir genauso. Bei jedem meiner zahlreichen Baldurs Gate Durchgänge. Sobald ich in die große Stadt darf, kommt bei mir der Durchhänger. Dungeons und Wildnis könnte ich hingegen wochenlang erkunden.


    Schön mal zu lesen, dass es anderen auch so geht. :thumbup:

    In matriarchalisch geprägten Aranien, wo auch Hexen traditionell einen guten Stand haben, gibt es allerdings Unterschiede im Rollenverständnis von Mann und Frau. Falls du also eine Region mit Konfliktpotential in Bezug auf Geschlechterbilder suchst, wäre das womöglich eine gute Wahl.


    In den wenigen patriarchalisch geprägten Ländereien Aventuriens (Orks, Novadi) sieht es hingegen mit Hexen sehr mau aus. Da gingen wohl höchstens die "rückständigen", traditionsbewussten Königreiche Nostria und Andergast.


    Edit:

    Bisschen zu langsam geantwortet wie ich gerade sehe...

    Falls es sich bei Zwergen nicht in DSA 5 nicht geändert hat, braucht es den Tod des Zwillingsbruders vor der Feuertaufe, damit eine magische Begabung ausbricht. Bis dahin ist Metall am Körper egal (so war es zumindest in DSA 3 und 4).

    Abgesehen davon, dass es auch in DSA 4 nicht an allen Stellen einheitlich beschrieben worden war, können jetzt wie gesagt auch Zwerginnen magisch begabt sein, die nach wie vor Einzelkinder sind. Daher wurde diese Zwillingsgeschichte in DSA 5 als reine Legende gesetzt.


    Dennoch ist es weiterhin eine gute Erklärung dafür, warum die magische Begabung erkannt wird. Geoden sucht man bei Schicksalsschlägen auf z. B. einem frühen Tod des Zwillings. Und sollte der junge Zwillingswitwer magisch begabt sein, wird der Geode das dann auch erkennen.


    Außerdem nehme ich an, dass sich bei jungen Zwergen dank der zwergischen Magieresistenz auch die Anzeichen für eine magische Begabung nicht in dem Ausmaße Bahn brechen wie bei Menschenkindern (Geräusche, flackernde Lichter, etc.). Und selbst wenn die Zwergeneltern ohne Untersuchung durch Dritte etwas Unheimliches bemerken: "Das wächst sich schon raus. Spätestens mit der Feuertaufe."


    Bei Zwergen, die regelmäßigen Kontakt zu Menschen pflegen und womöglich in einer Stadt mit einer Magierakademie leben, mag die Gabe allerdings tatsächlich einfacher erkannt und gefördert werden. Dennoch bleibt es selten.

    Die Hintergrundwelt ist ja grundlegend gleichgeblieben. Es ist eher mehr möglich geworden als früher. In DSA 4 konnten zum Beispiel nur männliche Zwerge magisch begabt sein, in DSA 5 beide Geschlechter.