Posts by RiverStyx

    Was ich sagen wollte mit dem Beispiel Nahemas: Für manche NSC gelten bestimmte Regeln einfach nicht, auch bei der Generierung schon (Nahema ist eigeboren und wurde laut ihrer Bio als Achtjährige zur Magierin ausgebildet; das geht laut Regelwerk bei SC nicht, da eigeboren an die Profession Hexe gebunden ist).


    Deine Frage ist also folgendermaßen zu beantworten: Nein, Generierungsregeln gelten nicht für alle Aventurier. Wohl aber für alle SC.

    Geht es hier generell darum, ob NSC nach denselben Regeln gebaut werden wie SC, oder um spezielle einzelne Regeln wie bspw. automatische Vor- und Nachteile?


    Wenn es hier eher generell um alles rund um die Generierung geht, führe ich gerne mal so Figuren wie Nahema auf, um zu zeigen, dass SC im Vergleich mit NSC häufig die Arschkarte ziehen. Ich mag DSA sehr gerne, aber als SpielerIn kann man sich auf den Kopf stellen, die Regeln (wie ich sie kenne) geben einfach keine eigeborene Magierin her, die im Kettenhemd mit Zaubern durch die Gegend schmeißt, als wäre es nichts.

    Als Chimärologin wird sie wahrscheinlich der Schwarzen Gilde angehören, die sehen das alles nicht so eng, soweit ich weiß. Wenn sie tatsächlich vor einem Gildengericht landen sollte und nicht einfach von einem aufgebrachten Fackeln-und-Mistgabeln-Mob in Selbstjustiz gelyncht wird, kriegt sie vermutlich nur einen Klaps auf die Finger und ein "Na, na, böses Mädchen, das machst du nicht nochmal" und dann ist die Sache gegessen. Forschungsfreiheit und so ist ja DAS Ding bei der Schwarzen Gilde, da kommt man mit fast allem durch - außer mit borbaradianischen Anwandlungen.

    Ist mal so meine leidlich qualifizierte Einschätzung.

    Ich mische mich auch mal ein ^^


    Ich würde behaupten, du übersiehst, dass Rollenspieler dazu neigen, sich nicht sklavisch an das Regelwerk zu halten, gerade bei der Frage nach Emotionen und Moral und dergleichen. Man spielt seinen Charakter nach individuellen Vorlieben und vermutlich auch tagesformabhängig nach Stimmung.

    Daher kann das Regelwerk ja ruhig meinen, ein Vampir verändert sich nicht oder vielleicht doch oder nur in eingeschränktem Maße und kann überhaupt auch nur so tun als hätte er irgendwelche menschlichen Gefühle... Aber letztlich liegt es an den Spielern, was davon sie umsetzen wollen, und an den Mitspielern und dem Meister wie man die WoD dann im Spiel präsentiert bekommt.



    EDIT: Oder geht es dir nur um die rules as written? Dann bitte den Beitrag ignorieren ^^'

    Liebe Moderation, wir hatten bis jetzt nur sehr wenig in dieser Funktion miteinander zu tun, trotzdem möchte ich euch sagen: ihr macht das toll. Lasst euch nicht unterkriegen, ihr macht einen Klasse Job hier im Forum und ich bin froh, dass ihr euch immer so gut kümmert, wenn es mal Probleme gibt. Danke :heart:

    Naja, da bei DSA sehr viel ausgearbeitet ist und, wie du bereits treffend beobachtet hast, niemand alles wissen kann, kann man solche Situationen eigentlich nicht vermeiden.

    Ich würde sagen, die beste Art, wie man das händelt, kommt ganz darauf an, um was für einen "Fakt" es geht und wie die Information vorgetragen wird. Wenn es wichtig für das Spiel oder einen Spieler ist und die Person ihr Wissen respektvoll vorbringt, würde ich mich einfach für den Hinweis bedanken und entsprechend weitermachen. Wenn die unterbrechende Person dir als Spielleitung nur deine Unzulänglichkeiten aufzeigen will und sich respektlos verhält, würde ich ganz simpel darauf hinweisen, dass die Spielleitung das Letzte Wort hat.

    Es ist in jeder Spielrunde ein Balaceakt: Was will ich? Was wollen meine Spieler? Was steht in den Regeln? Was bestimme ich selbst? Was will ich hausregeln?


    Spielern einfach den Mund zu verbieten, weil ihre Einwände nerven, halte ich für keine gute Idee. Da hat man ganz schnell unzufriedene Spieler, die sich entweder absichtlich querstellen oder schlicht zu anderen Gruppen abwandern.

    Das ist bei einem solchen Thema natürlich nicht unüblich. Die meisten Aussagen der Gender Studies stoßen irgendwo auf Kritik, wie man hier im Kleinen auch sehr gut nachzeichnen kann. Wichtig ist, sich mit dem Thema und den verschiedenen Ansätzen auseinanderzusetzen, damit man Diskussionen wie diese hier informiert führen kann ^^

    Eine ganz Grundlegende Erklärung zum Thema Geschlecht: Das soziale Geschlecht/die Geschlechtsidentität (gender) existiert nie abgekoppelt vom biologischen Geschlecht (sex). Die beiden Kategorien stehen immer in Beziehung zueinander. Transsexuelle Menschen sind Menschen, die ihr sex an ihr gender anpassen möchten, demnach in das System der Zweigeschlechtlichkeit passen (gender binary). Transgender Menschen decken den Bereich zwischen den Geschlechtern "männlich" und "weiblich" und den Bereich außerhalb dessen ab. Dazu gehören beispielweise nicht-binäre Personen, genderfluide Personen, agender Personen. Diese können ebenfalls eine körperliche Transition vollziehen. Beispielsweise können nicht-binäre Personen Genderdysphorie verspüren, weil sie Brüste haben, und diese dann entfernen lassen wollen. Es gibt jedoch keine absolute Abgrenzung zwischen Transexuellen und Transgender und in keinem Fall ist die (vollständige) körperliche Transition ein Muss. Trans* wird als Überbegriff für alle Ausformungen von gender benutzt, die nicht cis sind (cis = sex und gender stimmen überein).

    Darüber hinaus ist auch sex nur ein Konstrukt, da es eine menschengemachte Praxis ist, diesem körperlichen Merkmal mehr Bedeutung zuzumessen als beispielsweise der Haarfarbe oder der Augenfarbe oder dem Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Körperbehaarung (lose Paraphrasierung von Judith Butler). Häufig wird in der Diskussion um sex und gender auf das Argument zurückgegriffen, dass Chromosomen eine eindeutige Abgrenzung von zwei Geschlechtern möglich machen. Dem ist nicht so, denn Personen, die mehr als zwei geschlechtsbestimmende Chromosomen haben oder Chromosomen, die nicht zu ihrem biologischen Geschlecht passen, zeigen, dass diese eben nicht eindeutig sind.

    Barbarossa Rotbart Es tut mir leid, falls ich dich damit verärgert haben sollte. Das war nicht meine Absicht. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass Weiterbildung womöglich dabei helfen könnte, das Verständnis für Menschen zu erweitern, die nicht dem heternonormativen Gesellschaftsbild entsprechen (ohne dabei irgendjemanden - FeministIn oder nicht - abwerten zu wollen).


    Da der Orkenspalter, wie du bereits festgestellt hast, allerdings keine politische Plattform ist, möchte ich es dabei auch belassen und werde dazu keine weiteren Aussagen tätigen.

    Barbarossa Rotbart Persönlich halte ich deine Aussage, dass Transidentitäten nur in einer Welt mit prägenden sozialen Unterschieden zwischen den Geschlechtern existieren können, für problematisch und würde dir nahe legen, zum besseren Verständnis von trans* Personen tiefere Recherchen zu dem Thema anzustellen. Bitte werte dies nicht als persönlichen Angriff, denn so ist es definitiv nicht gemeint.


    Da es aber um DSA geht: Aventurien kennt zwar keine Begriffe, um trans* Personen zu beschreiben, das heißt mMn jedoch nicht, dass es sie nicht geben kann/darf/soll. Im RL gab es auch lange keine Begriffe dafür, zu beschreiben, was eine Transidentität ausmacht, das bedeutet aber nicht, dass es vor dem 20. Jahrhundert keine Menschen gab, die so fühlten (siehe verschiedene indigene Kulturen). Das abzustreiten wäre genauso absurd (meine rein subjektive Einschätzung) wie zu behaupten, es gab in früheren Jahrhunderten keinen Rassismus/Sexismus/etc., weil das Wort dafür nicht existierte. Wenn jemand einen nicht-binären trans* Charakter bei DSA erstellen möchte, ist das mMn völlig in Ordnung und legitim, solange die Person sich bewusst ist, dass der Charakter dadurch einer Minderheit angehört und mit entsprechenden Reaktionen zu rechnen ist (in einer Bandbreite von Hass und Unverständnis bis zu bedingungsloser Akzeptanz kann alles vertreten sein).

    Nun, in dem Fall - und ich möchte keinesfalls unfreundlich klingen - sehe ich schlicht das Problem nicht.

    Fehler passieren und niemand muss hart durchgreifen, wenn es dafür keinen Bedarf gibt. Wenn du es nicht machen möchtest, weil du nachvollziehen kannst, dass deine Spieler nicht absichtlich an den Regeln rumpfuschen, dann lass es eben einfach. Ist doch nichts dabei, solange alle Beteiligten zufrieden und glücklich sind und ihr weiterhin gut miteinander spielen könnt. In jedem Fall aber ist Kommunikation das a und o.


    Das ist aber wie gesagt nur meine Meinung und soll niemanden abschrecken, auch gegenteilige Ratschläge zu äußern.

    Es wäre noch gut zu wissen, wie erfahren der Spieler ist, um den es geht, bzw. die Personen aus deinen Beispielen.


    Anfängern passiert es sehr häufig, dass sie ein konkretes Konzept vor Augen haben, aber nicht alle Regelmechaniken gut genug kennen, um dies adäquat umzusetzen. In solchen Fällen sollte man Fehler nachsehen und sich am besten mit dem Spieler* gemeinsam hinsetzen und den Charakterbogen gemäß den Vorstellungen überarbeiten (wie du es ja auch mit dem Magier gemacht hast). Oder einfach den Charakter wechseln und neu machen, je nachdem. Das Rollenspiel soll ja allen Spaß machen und niemand hat etwas davon, wenn man stur auf den Regeln respektive den eigenen Vorstellungen beharrt, ohne einen gemeinsamen Nenner zu finden.


    Gehen wir aber mal davon aus, dass dein Spieler sich mit den Regeln gut genug auskennt, um es eigentlich besser wissen zu müssen. In dem Fall ist es sein Fehler und seine Aufgabe, das für sich selbst zu korrigieren. Natürlich kann man auch in einem solchen Fall mit seinem SL sprechen, welche Möglichkeiten man hat und ob man nicht nachträglich etwas ändern darf, aber es sollte nicht in Dreistigkeit ausarten.

    Ich persönlich würde als SL keine Vorgaben zu Steigerungen machen, aber wenn der Heldenbogen nach AP Vergabe und entsprechenden Hinweisen immer noch diese Diskrepanzen aufweist, dann hat der Spieler eben doppelt Mist gebaut und muss mit den Konsequenzen leben, dass er anscheinend beratungsresistent ist. Das ist dann nicht deine Schuld als SL, sondern schlicht die Funktionsweise des Spiels. Werte sind ja meiner Meinung dazu da, das Charakterkonzept entsprechend der Regeln abzubilden. Wenn diese beiden Aspekte allerdings absichtlich ohne Übereinstimmung bleiben, ist dies ein Problem des Spielers, der sich anscheinend nicht an Regeln halten möchte.



    EDIT: Kurz gesagt also, die Lösung sollte mMn sein, nicht zu spielen, was im Bogen steht, sondern möglichst in den Bogen zu schreiben, was man spielen will - natürlich konform mit den Regeln eurer Spielrunde.



    *generisches Maskulinum, schließt auch Personen anderer Geschlechtsidentität ein.

    Jooo, hier ist der metrosexuelle Mafia-Konditor von oben (der eigentlich gar nicht metro ist, sondern schlicht very gay). Ich wusste gar nicht, dass dieser Thread hier überhaupt existiert :o Meine Fresse ist das lange her. Leider hat die Gruppe sich aus privaten Gründen aufgelöst, aber war schon fun damals. Der Arthur (mit vollem Namen Arthur Rupert Krabat Grimm) hat damals dafür gesorgt, dass meine Konditorei abfackelt. So ein Arsch :D

    Heute in der Tischrunde

    Der Adlige will nachts mit einem Eimer voller Ratten (fragt nicht wieso, ist 'ne lange Geschichte) eine Gasse entlang zu einem Kellerabgang schleichen. Er würfelt... und schafft die Probe nicht.

    SL: Also, Verian hebt den Eimer hoch und will losschleichen... und der Eimer klappert so fröhlich neben ihm her! ^^

    Die Halbelfe der Gruppe nimmt ihm daraufhin den Eimer weg und staucht ihn zusammen, wie unfähig er doch ist, würfelt auf Schleichen... und schafft die Probe nicht.

    SL: Sila nimmt den Eimer und will losschleichen... und der Eimer klappert so fröhlich neben ihr her! :thumbup: