Posts by Mantelman

    Um mal auf deinen vorletzten Post einzugehen:
    Du "brauchst" die Rüstkammer nicht, es sei denn, deine Helden wollen sich explizit mit regional-typischen Waffen eindecken. Die Standardwaffen aus dem Basis-Regelwerk gibt es in dieser Form überall (also nach Verbreitung und so), nur kann man in Andergast eben auch eine spezielle Langschwertvariante erwerben, in Nostria nen etwas anderen Bogen etc. Ich finde solche optionalen Regeln nicht schlecht. Natürlich kann man darüber diskutieren, ob es das Geld wert ist...

    Das erinnert mich an eine Diskussion mit unserer Meisterin, ob man einem Riesen, der über einen hinwegsteigt mit dem Speer einen gezielten Stich verpassen könnte und ob ich keine Erleichterung bekommen, weil der "Zielbereich" eben groß genug und wohl kaum so geschützt wie der Rest der Haut des Riesen ist...

    Naja, ich kenne da jmd. in Festum, der sammelt Schwarze Augen. Evtl. nimmt ja ein gewisser Herr Lamertin Kontakt zu den Helden auf und möchte sie gerne "überzeugen" ihm doch das Material zu überlassen. Aber da die Halle des Quecksilbers auch die Zinnober-Laboratorien betreibt, könnte die Hüterin der Flamme durchaus auf die Idee kommen.


    Mögliche Situationen auf dem Weg wären halt auch, dass in Gareth (wo man durch müsste, wenn man nicht über den Treidelweg nach Greifenfurt geht) oder in anderen Orten Magier auf das Zeug aufmerksam werden oder, bei der Wahl der Route über Tobrien oder den Sichelstieg gar ein gewisser Mechanikus Schergen aussendet es zu beschaffen. Auf dem Seeweg gibt es Piraten und sicher auch ein oder zwei Dämonen und andere unheilige Wesenheiten, die sich über eine solche Beute freuen würden.
    Natürlich geht es auch darum, wie die Helden ihr Geheimnis schützen...

    Die einfache Frage ist doch: Kannst du dir so etwas irdisch vorstellen? Einen Mantel, der mindestens zwei verschiedenen Lagen hat, dazu noch Federn auf beiden Seiten UND dann auch noch tragbar sein soll? Mal von der Schwierigkeit einen Mantel wendefähig (ist ja kein Umhang) zu machen abgesehen, ist das Ding dann in etwa das Äquivalent zu einer langen Daunenjacke, sprich man sieht damit aus wie das Michelinmänchen nach nem Unfall in der Lackiererei!


    Nimm lieber einen guten Wandermantel aus Elfenbausch oder Wolle und gutes Schuhwerk und nen einfach Reiseumhang mit Kaputze, der gegen Feuchtigkeit schützt. Ein Avesgewehiter muss eh nicht "standesgemäß" herumlaufen, sein Stand ist "Wanderer" und wenn er sich als Geweihter zu erkennen gibt, dann wird er auch so behandelt wie es ihm gebührt.

    Ich glaube auch, dass man eher mittelalterliches Zollrecht als modernes "Verzollen" in Aventurien anwenden sollte. Da heißt es dann Wegezoll und Stapelrecht. Ersteres zahlt man pro Person/Tier und evtl. Karren, letzteres ist die gesetzliche Verpflichtung für Händler, die mitgebrachten Waren in einer Stadt eine bestimmte Zeit zum Verkauf anzubieten, natürlich konnte man dies gegen eine entsprechende Zahlung umgehen. Teils wurden dann auch noch Umschlagsgebühren für die freiwillige oder erzwungene Verladung der Waren erhoben.


    Eine Heldengruppe, in der kein wirklicher Händler mitzieht, oder die nicht gerade ihr halbes Arsenal auf einem Karren mitnehmen muss, dürfte daher maximal ihren Wegzoll zahlen. Natürlich kann es dabei sein, dass wohlhabend aussehende Leute vom Wachhabenden einen anderen Tarif vorgelegt bekommen als Bauer Alrik...

    So, ich hab nun mal das erste DSA-5 AB in unserer Runde gemeistert, war das eben angesprochene Hexenreigen.
    Zum Abenteuer: Ich finde es eigentlich stimmig und im Grunde haben die Helden mMn. auch keine zu großen Auswahlmöglichkeiten, einzig die Darstellung des Feenwesens dürfte für einen neuen Meister schwer werden. Leider haben meine Helden das Finale recht gewaltätig lösen wollen und die Mühle angezündet, den Hexer erschlagen und liegen gelassen... Dafr gabs von den Hexen aber auch keine Belohnung o.Ä.


    Zum Regelwerk: Man muss sich umstellen, aber es ist nicht wirklich "anders" im Spielfluff und gerade das neue Kampfsystem ist auch gut angenommen worden. Wir haben den Kampf gegen 6 Goblins in ner halben h (mit etwa 15 min "wie gehen wir vor) geschafft, etwas abgekürzt durch 2 Krits des Zwerges...


    Ansonsten waren wir recht viel am hin- und herlesen im Regelwerk, aber das dürfte bei jedem neuen System mit diesem Umfang unvermeidlich sein ("macht Kriegskunst noch InI?...Nope... etc.).


    Kurz und knapp, mir gefällt es ganz gut, wir werden es wieder spielen, aber erst mal gehen einige DSA 4.1-Helden noch mal auf Reise...

    Erstmal: Baronett/Baroness sind nach DSA-Regelwerken die erbberechtigten Kinder von Baronen und "Titelträger" braucht man nicht dazu sagen, da zumindest im Mittelreich nur ein Familienmitglied einen Barons/Grafen/Fürsten/Königs/Kaisertitel besitzt, man könnte maximal bei einem Ehepaar noch denjenigen so kennzeichnen, der regiert.


    Je nach Stellung des Vaters (SO) ist die Stellung des Erben etwas geringer und die der anderen Kinder noch darunter (gefolgt von möglichen anerkannten Bastarden etc.), sprich letztere könnten, je nach SO des Barons auch diesem ebenbürtig oder untergeordnet sein.


    Und wie oben schon gesagt wurde, je nach Verhältnis des Grafen zum Baron kann es durchaus sein, dass der Vater sich eher auf die Seite seines Getreuen stellt, wenn es um Streitfragen geht. Und auch der Erbe sollte sich mit den Adligen der Grafschaft gut stellen, das macht vieles einfacher...


    Rechte haben die Nicht-Erben genau die selben, wie jeder andere titellose Adlige. Sie dürfen seit der Ochsenbluter-Urkunde jemandem die Fehde erklären, das Reichsgericht anrufen und standesgemäße Waffen und Kleidung tragen (in Gegenden wo das unterschieden wird eben auch die gräflicher Familien). Der Erbe hat natürlich noch die Pflicht sich so zu verhalten und zu bilden, wie man es von einem zukünftigen Grafen erwartet.

    Wie schon in meinem ersten Beitrag geschrieben: Wer keinen Anspruch hat, hat bei mir Adel I, keinen Anspruch und Kind eines Barons oder Anspruch auf ein Gut (Junckergut oder verbrieftes auf ein Edlen/Rittergut) Adel II. Der angehende Baron (in DSA Baronett oder Baroness) dann Adel III, da ja klassisch der Baron der höchste Adelsrang für Spieler sein soll.

    Naja, er ist ja von Stand. Und da das eben mehr bedeutet als nur einen hohen SO, sondern auch das Recht entsprechende Waffen und Gewänder zu tragen, so wie eine andere Gerichtsbarkeit anzurufen und entsprechende Behandlung zu fordern, würde ich das schon über den Vorteil regeln.
    Wie oben schon gesagt, ich würde mit einem Lehen oder dem Anspruch darauf, eh erst bei Adlig II anfangen.

    Naja, der Barons oder Junkerssohn ohne Erbe ist zumindest "von Stand" und trägt den Namen seines Vaters, bzw. des entsprechenden Lehns. (Wenn der Herr von Butterblume zum Junker von Schneeglöckchen ernannt wird, sind seine Kinder eben XY von Schneeglöcken).
    Die Kinder von Edlen und Rittern würde ich mal als Zwischending ansehen, da sie natürlich eine bessere Chance auf eine Ritterausbildung oder ein "Amt" haben als "echte" Bürgerliche.

    In meinen Augen und Spielverständnis sind "Edle" Adlige, die ein Edlengut erhalten haben. Edlengüter sind dabei NICHT vererbbar, sprich der Sohn des Edlen von XYZ hat nur den Familiennamen, sonst nichts (wenn der Vater nur zum Edlen, Ritter etc. ehrenhalber erhoben wurde und dabei nicht explizit die Vererbbarkeit des Standes genannt wurde, dann hat er nicht mal einen solchen!).
    Junkergüter hingegen sind vererbbar, je nach Region wird dabei darauf geachtet, dass die Kinder eine entsprechende Ausbildung erhalten (in Weiden Ritter, in Garethien auch mal "Höfling" etc.).
    Rittergut bezeichnet dann nur ein Gut (egal ob Edlen oder Junker), dass eben an Ritter verlehnt wird, damit sind in der Regel dann auch stärkere militärische "Abgaben" verbunden, sprich ein solches Gut hat eine strategisch relevante Motte, die in stand gehalten werden muss oder der Lehnsmann muss eben die klassische Hand Reiter aufbieten können, wenn es zur Heerfolge kommt.


    Bei Reichsritter, Ritter von Ferdok etc. darf man nicht vergessen, dass auch mit einem solchen Ritterstand "ehrenhalber" Pflichten einhergehen. Man ist dem Kaiser, Grafen etc. zumindest zu direktem Gehorsam und Hilfe verpflichtet und er kann von einem verlangen, für ihn zu kämpfen (weniger in der Schlacht, aber beispielsweise als Kandidat bei einem Duell)


    Ich würde "Adlig I-III" eben so auslegen:
    I : Kind eines (bereits vorher adligen) Edlen/ Junkers ohne Erbe, hat eben nur den den Namen und "Stand"
    II: Kind mit Erbanspruch auf ein Junkergut/ Baronskind ohne Erbe
    III: Baronskind mit Erbe

    Und wo ist das Problem bei DSA4.1 eben durch etwas "Telling" und die Fähigkeiten der fähigen Characktere das Problem zu lösen? Bei uns ist dann die geeignetste hochgeklettert, hat ein Seil runtergeworfen und so den anderen eine Erleichterung gebracht. Durch Absichern war dann auch eine versaute Probe nicht schlimm und hat das ganze nur verzögert und eventuell für etwas Erschöpfung gesorgt.
    Sry, aber das sollte doch wohl ohne Probleme zu improvisieren sein. Und wenn ne Gruppe bei mir ohne Seil losgeht, dann ist das halt dumm gelaufen...

    Ich hab ja bis dieses Jahr auch das JDG mit meinen Leuten gespielt. Wir haben damals die Helden die Helden in Weiden an Brins Seite gestellt. Das große Problem ist die taktische Gewieftheit Whassois und die schlechte Lage der Mittelreicher darzustellen. Dazu würde ich eventuell eher weniger die Boten den Spieler geben, als deren Berichte als Fragmente und Gerüchte im Heerlager auftauchen lassen, während Brin verzweifelt den Orks nach Süden folgt und sich ihnen dann bei Orkenwall stellt. Von dort geht es dann nach Wehrheim, wo sich ein starkes Heer sammelt, nur um dann, nach der Winterpause überstürzt auf Grund der Botschaft aus Marano nach Gareth zu begeben und dann dort die Schlacht und das AB beginnen.
    IN GF ist es dann wichtig, die Stimmung der Stadt wiederzugeben um die Reaktionen Marcians plausibel erscheinen zu lassen.


    Hier habe ich mal meine Erfahrungen mit dem AB aufgeschrieben:
    Das Jahr des Greifen

    Das dürfte schwer werden, ist GF ja durch die Ereignisse des Jahrs des Greifen ein recht praiostreuer Ort und die Inquisition dort gleichzeitig ungern gesehen... Nicht zu vergessen, dass die Greifenfurter Bannstrahler ein wichtiges Geheimnis bewahren und die Bevölkerung selbst Magie eher weniger schätzt, da die Orks ihnen da doch deutlich gezeigt haben, wie unheilig sie eingesetzt werden kann...
    Oder um es anders zu sagen, selbst Prinz Brin, der um den Auftrag der Bannstrahler zumindest im groben Bescheid wissen sollte, wird keinen Clinch mit ihnen riskieren wollen und vor allem keinen Konflikt zwischen Greifenfurter Bannstrahlern und der Inquisition dulden, da dann erstere letztere richtig ankacken können...

    Das kommt immer auch darauf wo und wer man ist. Und natürlich ist Hexerei an sich nicht strafbar, aber ihre schädliche Anwendung (wobei Bannstrahler da ja etwas lockerer in der Auslegung sind). Lautet der Vorwurf aber eben auf schadhafte Hexerei, wird es schon brenzlig. Wie oben schon gesagt, nen Bannstrahler würde so oder so nen Praioten hinzu ziehen und damit hätte sich die Sache eh gegessen. Die Frage war aber auch auf die Reaktion der Beschuldigten hin gestellt und da machen dann doch ihre Position, ihre Beziehungen zur Kirche und zu anderen lokalen und überregionalen Adligen und eben auch die Stärke der Bannstrahler vor Ort entscheidend.
    Und eine magiebegabte Adlige, die nicht durch den Kodex Albyricus gedeckt ist, dürfte auch vor dem Reichsgericht einen schweren Stand haben, vor allem, da dessen Position seit der Ochsenbluter Urkunde stark geschwächt ist.

    Der Bannstrahler (welcher Rang im Orden eigentlich) kann ja seine Beschuldigung ruhig aussprechen, ob er dies nun wider besten Gewissens macht oder glaubt sie sei eine Hexe, einmal dahin gestellt. Dann hat er diese Beschuldigung in jedem Fall öffentlich zu machen und dann die Inquisition anzurufen. Diese muss dann mit der Kaiserin verhandeln (Markgraf und so) etc. Je nach Prestige der Dame dürfte das zu Hausarrest bis Kerkerhaft führen können, bis es zum Prozess kommt (es sei denn, eine Seelenprüfung etc oder direktes Eingreifen der Kaiserin oder eines besonnen Inquisitors verhindert das). Kann die Inquisition dann keine Hexerei beweisen, dann ist das peinlich für sie und ein gewisser Bannstrahler wird die Konsequenzen tragen müssen (Ich hörte in den schwarzen Landen kann man sich gut bewähren), während die Dame wohl eine (nicht ganz so öffentliche) Entschuldigung erhalten wird.
    Das die Frau eines Vogtes, der eine Markgrafschaft regiert (wie auch immer das funktioniert) irgendwelche Rechte hat, dürfte eher nicht der Fall sein. Falls der Bannstrahler selbst adlig ist, oder im Orden den Rang eines Ritters erhalten hat, könnte sie die Fehde aussprechen, entweder gegen ihn oder den Orden, letzteres ist aber auf Grund dessen Stärke nicht so schlau und man darf nicht vergessen, eine Markgrafschaft ist bei Fehlverhalten schnell neu belehnt. Ebenso dürfte das Einsetzen der Hausmacht (Büttel mit Knüppeln, Ritter im Dienste des Hauses etc.) gegen den Orden ernsthafte Konsequenzen haben und vor allem, jedes Aufbegehren gegen die Bannstrahler und ihren Drang zu Wahrheitsfindung bestärkt sie um so mehr im Glauben eine Hexe vor sich zu haben.


    Die einfachste Lösung wäre sofort einen Priaosgeweihten zu holen und ihn die Vorwürfe über Liturgien überprüfen zu lassen. Entdeckt er keine magische Begabung, ist die Sache geritzt, der Bannstrahler muss das akzeptieren und fertig ist die Laube. Sie kann ihn ja im Nachhinein immer noch spüren lassen, dass er unerwünscht ist. (ein Trupp Reiter, der ihn höflich bis zur Grenze bringt ist ein schönes Zeichen...)

    Wir haben in unserer Jahr des Feuers Runde tatsächlich ohne Geld gespielt, das war aber vor allem der Herkunft unserer Charaktere geschuldet. Nur bei extraordinären Ausgaben, beispielsweise dem Kauf eines neuen Säbels aus gefaltetem Stahl, wurde grob mal das Einkommen des Herrn Rittmeister überschlagen und erklärt, dass damit das Budget für Zusatzanschaffungen für die nächste Zeit erledigt sei.
    In unserer Piraten-Runde rechnet jeder für sich seine Ausgaben zusammen, wobei wir durch eine gute Beute auch erst mal keine Probleme haben sollten. Naja, heute Abend wird wohl auffliegen, dass wir keine Al'anfanische Grandin mit Gespielin und Personal sind und wir unser Budget durch den Aufenthalt im besten Haus der Stadt etwas überreizt haben, aber das sind ja Zukunftsprobleme...