Beiträge von Minerva Ragana

    Da hatte ich mich so darauf gefreut, einen Gutteil dieser meiner Urlaubswoche auf die Pflege meiner FABs zu verwenden, da erfahre ich, dass die Ferienwohnung mitnichten alles hat, was eine "normale" Wohnung braucht, sondern: kein Internet! Ist das zu fassen. Ich hatte mich echt schon sehr gefreut.

    An den Weihnachtsfeiertagen wird es aber wieder Internet und somit Posts von mir geben.

    In die Unterstadt


    Im Boot hält sich Sigrun möglichst reglos, da der Fischer sich auch so bereits genügend plagen muss und sie nicht riskieren will, dass sie Wasser schöpfen, bei dem Tiefgang, den das Fischerboot durch seine sechs Passagiere hat. Das Schwappen der Wellen gegen die Bordwand und das Plätschern, wenn die Ruder in das Ẃasser ein- oder daraus hervortauchen klingt trotz des fegisgeschickten Nebels, der all die Geräusche dämpft - je weiter es auf das Wasser hinaus geht, desto dichter spinnen sich die Nebelfäden wieder zusammen -, allzu laut in ihren scharfen Ohren.

    Sie strengt ihre hellen, blauen Augen an, um die sich verdichtenden Schwaden zu durchdringen. So schälen sich langsam die Umrisse zuerst von Muktars erstem Haltepunkt und danach die der Insel und der vermeintlichen drei Personen aus dem kühlen Nebelgrau.


    Auf der Insel

    ...ist ihr erster Anlaufpunkt die bröckelnde Mauer, wo auf einer Seite Nial, auf der anderen Seite Ramon in Deckung geht. Sigrun entscheidet sich für Nials Seite, erreicht den Sichtschutz praktisch geräuschlos und duckt sich dahinter.

    Sie widersteht dem Drang, das zu tun, was Fin macht, denn hier mag fegisgefällige Vorsicht den thorwalschen Tatendrang zügeln. So späht Sigrun zu Ramon hinüber und lauscht auf Fins Rückkehr. Und natürlich auf Satzfetzen, die ein gnädiger Windhauch zu ihnen wehen könnte.


    Schmutziges Regenwasser spritzt um Rowenas Füße auf, als das alte Holzkästchen zu Boden fällt. Die Getreidekörner - welchen Getreides sie auch immer sein mögen - verteilen sich auf der nassen Straße. Der Deckel springt ab und hängt nur noch an einem Scharnier an der Unterseite. Und der Pergamentzettel flattert natürlich auch weg und landet im Straßengraben.


    Die Borongeweihte kann die Argumente ihrer Freundin nachvollziehen und noch besser weiß sie, dass Cassandra ihre Füße nicht stillhalten will, wenn eine Gruppe losgeschickt wird, den abtrünnigen Söldner zu finden. Allerdings... Zwei Füße können an einem Tag nur so weit laufen und zwei Augen sehen weniger als die vielen eines Suchtrupps. Und was noch schwerer wiegt ist die Tatsache, dass Cassandra das Tal nicht kennt, weder die Leute noch die Gegend.

    Dass sie das immer tun muss... Noiona ist immer wieder unwohl zumute, wenn Cassandra sich nichts um Hierarchien schert. Jede Familie hat ein Oberhaupt, jede Stadt, jede Kirche, jeder Orden, jedes Land und über all dem die Götter selbst. Sogar die Tierwelt kannte doch Alphamännchen und -weibchen, Anführer und Zweitrangige. - Ihr Vorschlag zur Güte wäre gewesen, einen Einheimischen mit Cassandra mitzuschicken, der sie zu den vielversprechendsten Versteckmöglichkeiten führen könnte, und erst am nächsten Tag, falls Cassandras Suche nicht Erfolg hatte, einen ganzen Trupp loszuschicken. Jedoch beharrt Seine Hochgeboren von vornherein auf den Vorteilen einer größeren Gruppe.

    Der Junker hat sich durch diesen direkten Widerspruch - 'Das würde ich nicht tun' - nicht aus der Fassung bringen lassen, bemerkt die Noionitenschwester wohlwollend.

    Dem Blick, den Cassandra ihr zuwirft, begegnet Noiona mit einem Schulterzucken, dann mit einem Nicken.


    Der Vorabend im Jagdzimmer hatte ihnen schon vor Augen geführt, dass sich einer der Herrschaften für das Waidhandwerk begeistert. Sie selbst kann damit nichts anfangen. "Ich werde morgen mit Ihrer Ehren Gwendolyn das Flüchtlingslager besuchen. Cassandra steht es frei, stattdessen Eure Leute zu begleiten, Euer Hochgeboren."

    Ich habe auch erst diese Woche hier reingeschaut und mich dasselbe gefragt.

    Hexenkind hat sich heute für kurze Zeit vom Forum verabschiedet, da gerade das OT-Leben vorgeht.


    Lir und Alrike , wollen wir den Plan weiterverfolgen, dass Zoe, Amuri und Siannah schön langsam die Handlung an die Hand nehmen und sie zu den Katzen führen?

    Leicht verdutzt erkennt die Skaldin, dass sie alleine am Steg Halt macht. Von Nial, Ramon, Fin und Zahir sind in den lichten Nebelschwaden erst einmal nur Schemen auszumachen, bis Nial den Weg findet, zu Sigrun aufschließt und ihre dringliche Bitte vorbringt. "Bei den Göttern, es geht um jeden Moment!", ergänzt die Thorwalerin mit dem Brustton der Überzeugung und ihrer Stimme so angenehm und überzeugend wie dringlich.


    Alles gut, das sind Getreidekörner. Ich belasse es in eurem Ermessen, ob ihr eure Charaktere das erkennen oder nicht. Für eine genauere Bestimmung der Getreideart würde ich aber eine gelungene Pflanzenkunde-Probe wollen, falls das jemand von euch wissen möchte.

    Minerva, Ugdalf und Aurich Brin


    Das Schmunzeln spielt weiter um die Lippen und die grauen Augen der Falknerin, doch sie findet aufmunternde Worte, als sich der Jungmagier tapfer aufrafft. "So ist's recht. Kopf hoch, Schultern gerade, Brust raus und wieder rauf auf das Pferd. Oder raus auf die Lichtung, in unsrem Fall. - Die Begrüßung lief ganz gut, die Wappenkunde... gemischt. Aber sie haben sich alle ganz wacker gehalten.", meint Minerva diplomatisch. "Und du, junger Herr, hast am Hof gesagt, dass du es mit der Falknerei probieren möchtest. Wie wäre es, wenn du zu Raffael mitkommst und ich zeige dir, wie die Knoten gelöst werden und wie man den Falken hält."

    Noiona bemerkt, dass Lucianus sein Auge auf ihr ruhen lässt. Die Priesterin fängt den Blick des Magus auf und erwidert ihn aus grauen Augen, bemüht, ihrer Miene einen fragenden Ausdruck zu geben.

    Vor dem Tempel des Seelenfriedens (Trivian)

    Der Bettler legt sich seine Antwort lange zurecht, ehe er Trivian erwidert: "...'s gibt keine Zunft. Also, keine von den Handwerkern. Einer von den Stadtherren hat das Sagen über Abgaben un' Preise. Und... nee, ich kann hier nich' was eigenes anfangen. Ich bin ja kein Bürger. Hab ja kein Haus oder Wohnung nich'. Un' mit Gesellenarbeit, da schaun die Meister, dasse die eignen Leute unterbringen, Verwandte oder die sie kennen." Er bleckt die kaputten Zähne.

    Tempel des Seelenfriedens -> Vor dem Tempel (Sumudai, Feleriane)


    Noiona hebt zum Abschied die Hand, Alrik nickt den beiden Magierinnen zu. Dann geht es für die zwei Frauen durch das Ossarium in den schmucklosen Vorraum und hinaus unter die kahlen Bäume, die vor dem Tempel stehen. Direkt neben dem Portal steht noch immer der Bettler. Er hat nun den Becher in der Hand, aus dem es noch leicht dampft, und den Trivian von der Witwe ausgeliehen hat. Der Schreiber selbst leistet dem Bettelmann Gesellschaft.


    Im Tempel des Seelenfriedens (Thorben, Xanderan, Alrik, Noiona)


    Als Antwort auf Xanderans Frage schüttelt Noiona das Haupt. Auch für ihn nebt sie in einer Geste des Abschieds eine Hand und wendet sich dann Alrik zu, dem sie bedeutet, ihr hinter den Vorhang links vom Hauptaltar zu folgen - dorthin, wo der ghulifizierte Leichnam Petrinas aufgebahrt ist.



    Wald nördlich von Warunk/ Perdan


    Die tulamidisch aussehende Frau hat keine tiefen Verletzungen erlitten, aber zahlreiche. Vor allem die Arme und Schultern haben einige Kratzer und die kleineren, aber tieferen Wunden der hackenden Schnäbel abbekommen. Die Ader an ihrem Hals drückt in einem allzu leichten, jedoch regelmäßigen Rhythmus an Perdans tastende Fingerspitzen.

    Der Mann sieht schon auf den ersten Blick schlimmer aus. Wieder das gleiche Verletzungsbild: Keine tiefen einzelnen Wundern, aber zu viele. Die Haut an seinem Kopf und an der linken Schulter des Mannes ist übersät von klaffenden Striemen und Schnabelwunden. Blut klebt in seinem Gesicht und hat unter der Schulter den Schnee gerötet. Perdans klammen Finger ertasten auch bei ihm einen Puls, der so besorgniserregend sachte ist, dass er Perdan an die Berührung fallender Schneeflocken erinnert.

    Vom Haus...


    Da es ohne große Worte beschlossene Sache ist, dass sie sich nicht aufteilen und Sigrun und Ramon nicht den Abholer - oder die Abholerin - des wertvollen Beutels abpassen, folgt die Thorwalerin auch den anderen ohne groß Worte zu verlieren.

    Die großgewachsene, blonde Frau schlingt sich also ihren Umhang mit der grau-scharzen Filzseite nach außen um ihre Schultern und bildet mit langen Schritten das Schlusslicht der Gruppe.


    Auf dem Weg zum "Esche und Kork" verabschiedet sie sich von den anderen und schlägt den Weg zu ihrer Stube ein. Dort packt sie alles in ihren Rucksack, was sie an Ausrüstung hat und was ihr nützlich erscheint: Wurfhaken, ein Seil, zwei Fläschchen mit Heilmitteln. Den Falknerhandschuh trägt sie schon den ganzen Tag am Gürtel mit sich herum, die halbrunde, typische Falknertasche hängt sie daneben. Kleinigkeiten wie Schnur und Kreide und auch ihr ...fegisgefälliges Werkzeug ist bereits in den Taschen ihres Umhangs verstaut, in denen sie sie immer hat.

    Zuletzt findet sie ein Säckchen mit getrockneten Hasel- und Walnüssen vom Vorjahr, die sie dann auf dem Weg zum abgemachten Treffpunkt isst.


    ...zum Bennain-Damm


    Das Segeltuch von Sigruns Rucksack ist nun gefüllter als vorher, als die Skaldin wieder zu Nial, Fin, Ramon und Zahir stößt.

    Dann schenken die Nebelfinger eines Gottes den zwielichtigen Gestalten einen schützenden Schleier vor neugierigen Augen... genauso wie allen ehrbaren Bügern. Und obwohl sie keine Seefahrerin ist, weiß Sigrun, dass der Nebel Geräusche dämpft. So könnte Muktar näher sein, als sie meinen, wenn sie ihn schon hören!

    Die Gesangsausbildung hat ihr Gehör geschult. Sigrun hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, in welcher Richtung und möglicherweise Entfernung sich der Mann befindet. Sie sprintet los. Aus dem Nebel schälen sich vor ihr Stangen, über die Fischernetze gebreitet sind, umgebrehte Boote, Kisten und Fässer. Manchen weicht sie aus, über andere setzt sie hinweg.