Beiträge von Minerva Ragana

    Aufmerksam schaut sich Noiona die ärmliche Ansiedelung von Lehmhütten an. Was sie sieht, deckt sich mit den grundlegenden Anfängen der Beschreibungen und Briefen der Missionare, die sie studiert hat: Der agrikulturelle Versuch, dem Boden Peraines Feldfrüchte abzugewinnen, die mit zu gebündeltem Stroh gedeckten Behausungen, die einfachen Feuerstellen, von denen der Rauch aufsteigt.

    Sie ist sich des Bogens in ihrer Hand bewusst, nach diesem Wortwechsel zwischen Alean und Mhanach. Neben Khorra - deren Abstammung ihr noch immer unklar ist - und dem Namensgenossen des verstorbenen mittelreichischen Kaisers wird sie aber kaum als kriegerische Gefahr eingeschätzt werden, dessen ist sie sicher. Abgesehen davon, dass diese abwehrbereiten Krieger ihnen ganz gelassen entgegenblicken.

    Ja, es ist ein guter Vorschlag, dass wir uns gemeinsam etwas überlegen. Für Komplimente ist Minerva eigentlich offen und ich plane nicht, Minerva lange grollen zu lassen. Die Natur des Jähzorns ist es ja, dass er so schnell verraucht, wie er heraufzieht. Wenn das Rebhuhn dann gebraten ist kann Minerva auch darüber scherzen, dass es vielleicht ganz gut war, dass nicht Quendan es gerupft hat, sondern jemand, der das auch wirklich kann.

    RiverStyx Bist du mit "Falkenherz" fündig geworden oder ist dein Gesuch noch offen? Ich bin in "Tage im Zwielicht" eines Golgariten verlustig geworden und würde mich über Ersatz freuen. :)

    Dann verraucht auch der Geist des schwarz gerüsteten Ordensritters - denn es ist dieselbe Tracht und Wehr, mit der die Ritter, welche die Gruppe im Lichtermoor aufgespürt hatten, angetan waren. Die Schreie, die von der Treppe zum Innenhof hallen, klingen nun weiter entfernt, aber nicht weniger grausam gequält... bis sie einen um den anderen verstummen.

    Damit gesellen sich rote Fleckchen auf Minervas Wangen. Sie starrt Quendan noch einen Moment verkniffen und unverwandt in die Augen. Sie ballt die Hände und öffnet sie wieder und presst die Kiefer aufeinander. Schließlich bricht es aus ihr hervor: "Frech und kindisch! Respekt hat dir noch niemand beigebracht." Sie schnaubt durch die Nase und wirft stolz den Kopf zurück. "Ifirn sei Dank, dass das nicht meine Aufgabe ist."

    Die rothaarige Jägerin stolziert davon, zu Ugdalf.

    Lir Ich sehe, dir ist eine wunderschöne Reaktion eingefallen. :P

    Es ist auch für mich nicht einfach, wiederum den passenden Konter für Minerva zu finden, auf dem schmalen Grat zwischen unterhaltsam für uns und dem Nachteil entsprechend im Spiel.

    Ein Schmunzeln kräuselt Noionas Mundwinkel. "Selem war meine Heimat. Ich bin auf Pilgerfahrt gen Osten und komme gerade aus dem Kosch." Sie hebt ihren Becher, schnuppert in den Dampf und genehmigt sich dann einen kleinen Schluck.

    "Wir waren zu Besuch in Garrensand. Es ist eine beeindruckende Feste. ...Wisst Ihr Neues von Sancta Boronia?"

    Der halbleere - oder halbvolle - Sack Getreide stellt Noiona vor ein Rätsel, das Karianna für sie alle auflöst. Wie man auf diesem Boden eine Färte entdecken kann, ist ihr das zweite Rätsel, doch als sie den Abdruck mit dem stumpfen Speerende einkreist, sieht sogar sie ihn. Kurios sieht er aus, als hätte ein Kind seine Hand in den staubigen Weg gedrückt.

    Sie nutzt die kurze Pause, die beim Lauschen entsteht, um die Riemen des Rucksacks auf ihren Schultern hin und her zu rutschen, bis sie schließlich doch wieder an der Stelle sitzen, an der sie bisher lagen. Dann schließt die Priesterin im Schutz der Gruppe die Augen und lässt die ungewohnten Geräusche der weiten Steppe auf sich einfluten: Vogelstimmen, mehr als das Ohr unterscheiden kann, Krächzen, Zwitschern, Trillern, Kreischen, Trompeten und Schnaufen.



    Dann gibt Karianna Entwarnung und es geht weiter. Und die Anzeichen für das Dorf sieht und erkennt sogar sie.

    Bei der Verwandlung der Speikobra in einen Stab starrt sie überrascht auf denselben. Bei keinem der Magier, die sie kannte - Donnerbacher, Perricumer, Schwert-und-Stabler - hatte sie diesen Zauber jemals beobachtet, und so ist es für sie eine Schlange, die Mhanach in den Stab verwandelt. Vielleicht etwas unṕersönlich, aber zweifelsohne sehr praktisch.

    Wie es besprochen ist, lässt sie Haup und Karianna den Vortritt, um auf die Einheimischen zuzugehen.

    Die Boroni schenkt ihm Tee ein. Er duftet nach Zitronenmelisse, vermischt mit jeweils einer Prise Pfefferminze und Kamille. Und er ist noch dampfend heiß.

    Sie bejaht seine Frage mit einem Nicken. "Ich wurde nach meiner Ordensgründerin benannt."

    Noionas Gesichtszüge sehen von Nahem betrachtet ebenfalls tulamidisch aus - scharf geschnittene Gesichtszüge, eher markante Wangenknochen und Kinn - wobei der typisch dunkle Teint bei der Albino natürlich fehlt.

    "Woher kommt ihr? Wart Ihr jüngst in Garrensand?"

    LeCicero Die Gruppe ist am Vortag ein gutes Stück landeinwärts gelaufen und hat die Kronstraße, die zwischen Festum und Neersand verläuft, hinter sich gelassen. Deshalb stoßen sie jetzt wieder auf die Kronstraße - das ist die größere Straße, die jetzt in West-Ost-Richtung verläuft und den Weg, den ihr genommen habt, kreuzt.

    Dass Yann Yasinde das Aufbrechen des Hasens zeigt, ist ihr nur recht.


    Sie presst missbilligend die Lippen aufeinander, als Quendan derart entsetzt reagiert und sich rundheraus verweigert, und ihre schmalen Augenbrauen rücken über ihrer geraden Nase näher zusammen. Jagen will er also, das Tier zu töten ist auch noch in Ordnung, aber es dann zum Essen herzurichten, dafür ist er sich dann zu fein, der verzogene Jungherr! Und dass sie von der Markgräfin zur Aufseherin dieser jungen Leute ernannt wurde, das tritt er auch mit Füßen. Er hätte ihr auch gleich vor die Füße spucken können! In ihren grauen Augen funkelt es bei dem Blick, der Quendan nun trifft.

    Die Almadani richtet sich kerzengerade auf und hebt die Stimme: "Du zierst dich also vor einem nackten Hühnchen, Herr Quendan. Es wird schon nicht picken... jetzt nicht mehr." Dann spricht sie leiser und rückt einen Schritt an Quendan heran: "Glaube ja nicht, mein junger Herr, dass du mir mit deinen Allüren auf der Nase herumtanzen kannst. Gehst du mit deinen anderen Lehrern auch so um? 'Nein, das mag ich nicht, das mach' ich nicht'? Wenn du noch nie etwas tun musstest, was du nicht wolltest, wird es höchste Zeit. Junger Herr."

    Eine rote Locke kringelt sich neben ihrem Gesicht, als hätte ihr plötzlicher Zornesausbruch sie aus dem Dutt hervorgelockt. Abrupt wendet sie sich von ihm ab, geht einen Schritt weg, wendet sich dann ihrer Gruppe zu, während sie Quendan anspricht. "Es ist höchst unkollegiales Verhalten, so früh schon die Belohnung für waidgerechtes Verhalten aufs Spiel zu setzen."



    Nö, ich finde das keine seltsame Frage. Er hat gar keine körperlichen Verletzungen davongetragen und ja, er hat überlebt. Wie die meisten anderen, aber nicht alle, wurde sein Bewusstsein von dieser feindlichen Geister-Präsenz durchleuchtet, aber nicht zerrüttet.

    Ich wäre auch weiterhin dabei.


    Praiodane wirkt auch nicht so

    Da hat sich übrigens ein falscher Name eingeschlichen. Oder ist es ein Zweitname von Yasinde?



    Lir Bitte nimm meinen Beitrag auf keinen Fall persönlich. Es sind Minervas (SC) Pferde, die mit ihr durchgehen, nicht meine als Spieler und ich habe absolut nichts gegen dich. Oder Quendan. :)

    Festum, vor eineinhalb Tagen/ Pjerow


    Zwei Wachen stehen am verriegelten Tor. Sie haben sich gegen die Kälte der Nacht so tief in ihren Mantel und Jacke vergraben, dass Pjerow nur bei einem mit Sicherheit das Geschlecht feststellen kann - es ist ein bärtiger Mann. Sie haben sich nicht viel zu sagen.

    Als die zweite Person eine Bemerkung über einen der Nachtwächter macht, hört er, dass es auch ein Mann ist, wesentlich jünger. Ob sie sich überreden lassen, kann er aus ihrem Verhalten nicht schließen, hat aber Zuversicht in seine Überredungskünste.


    Um zu klettern, müsste er sich eine andere Stelle suchen. Hier wäre das Risiko, gesehen zu werden, zu hoch. Weiter im Osten ist die Stadtmauer in weniger regelmäßigen Abständen beleuchtet.


    Vom Dorf mit euch unbekanntem Namen nach Hinterbruch


    Zu Miljans etwaigem Missfallen - und der Erleichterung des Rests der Gruppe - hört der Nieselregen im Verlauf der nächsten Stunde auf. Der Weg verläuft unbeirrt nach Süden. Einmal prescht ein Reiter in schwarz mit einem goldenem, geflügelten "B" auf der Brust an euch vorbei. Einmal müsst ihr euch durch eine entlaufene Rinderherde den Weg bahnen.

    Links und rechts des morastigen Weges stehen Grundmauern und Ruinen auf den Weiden und Feldern. Ein verfallenes Gebäude fällt aufgrund seiner Größe besonders auf. Von ihm sind eine Mauer, die wohl drei Stockwerke hoch ist, mit dem Überrest eines Turms und ein paar Seitenwände, die davon abzweigen, erhalten.

    Die Gruppe gelangt von Norden kommend an eine Wegkreuzug, an der vier Wege zusammenlaufen. Ein ebenmäßiger Hügel überragt die Kreuzung. Und auf ihm thront eine Statue aus Sandstein, die ganze fünf Schritt hoch ist. Es ist eine Gestalt mit menschlichen Proportionen und vier Gesichtern, von denen jeweils eines zu einer der vier Straßen blickt. Der linke Arm hängt am Körper herab, der rechte ist angewinkelt vor der Brust. Das südliche Gesicht, das zu der nächsten Siedlung, deren erste Häuser und Hütten schon zu sehen sind, weist, ist abgeschlagen.

    Hier trägt der Wind von Ferne das Meeresrauschen an die Ohren.