Posts by Taliesin Sandstroem

    Ich kann den Aventurischen Boten # 141 empfehlen, wo sehr ausführlich auf die Stagnation der magischen Forschung an den Akademien eingegangen wird.


    ... Doch bleibt die Erkenntnis, dass viele Aka­demien nicht mal aus Unwille wenige lnfor­mationen beizutragen vermochten, sondern dass die große Mehrheit der Akademien neben der Ausbildung ihrer Scholaren und Privatforschungen der Magister kaum Zeit und Geld in die Verfolgung großer Projekte investiert... mangelnde Mittel... unzureichende personelle Ausstattung... "müssen Magier ausbilden und uns nicht um irgendwelchen Firlefanz kümmern, der vermutlich nie auch nur irgendeinen nennenswerten Effekt hervorrufen wird"... "nicht, solange die Schwarzkünstler derart leicht auf alles Wissen aus Kuslik zugreifen können"


    Nur Punin, Kuslik (IAA), Methumis, Festum sowie mit Einschränkungen Olport, Brabak, Perricum und Fasar (Al'Achami) werden als forschende Akademien hervorgehoben. Der Rest hat eher andere Prioritäten.

    Hallo zusammen,



    für einen kleinen Exkurs in die Vergangenheit suche ich nach Titeln für die Schöne Kaiserin Hela nach ihrer Vergöttlichung und vor Bosparans Fall.



    Dabei bin ich auf die beeindruckende Titelsammlung von Kaiser Hal gestoßen:



    "Seine Allergöttlichste Magnifizienz, Hal I. von Gareth, Kaiser des Neuen Reiches, König von Albernia, Almada, Darpatien, Kosch und Maraskan, Großfürst von Almada, Fürst der Tulamiden, Beherrscher der Meere, Protektor der Nivesen und Norbarden, Geheime Weisheit des Reichsordens vom Auge, Graf der Kaiserlichen Mark Gareth, Baron von Harringen, Sertis, Hiraquell, Südalder, Oberarpatien und Weidleth, Reichsbaronet von Phecadien, Edler von Gareth, Rommilys, Wehrheim, Havena und Gugelforst, Bezwinger von Tuzak, Sieger über die Ogerhorden, Träger des Reichsordens I. Klasse am purpurnen Bande, Träger des Jergan-Ordens, Bewahrer der Zivilisation, Protektor von Mengbilla (ruht), Drol (ruht) und Chorhop (ruht ebenfalls), Ehrenmagister des Rechtsseminars zum Greifen in Beilunk sowie Ehrenspektabilität des Informationsinstitutes zu Rommilys".



    Auch Khadan-Horas' Titel sind durchaus ansehnlich:



    "Seine Imperiale Majestät Khadan Firdayon aus dem allgewaltigen Geschlecht des Heiligen Horas, Kaiser des Alten und Wiedererstandenen Reiches, zweiter König seines Namens im Lieblichen Feld, König des Südmeers und der transthalassischen Gestade, Großfürst von Kuslik, Graf von Morbal und Khômwacht, Baron von Holdan und Hussbek, Herr von Horasia, Aldyramon und Baliiri, Souverän von Cyclopea, Harodien, Chababien, Yaquirien und Phecadien, Monarch von Achan und Virinlassih, Gebieter der Vier Unverzehrten Siegel, Großmeister des Ordens vom Goldenen Adler, Oberhaupt des Hauses Firdayon, Purpurgeborener Prinz, Sohn des Sieges und Sonne des Ruhms, Wahrer des Weltenkreises, Erwählter Ucuris, Verteidiger des Glaubens."



    Hier ein erster Versuch zur Hela-Horas:



    “Ihre Göttliche Majestät Hela-Horas, Kaiserin des Bosparanischen Reiches, Heliodana, Trägerin des Szepters zur Rechten und Linken Hand, Maga Maxima et Archomaga, Wahrerin des Weltenkreises, Erwählte Ucuris, Erste Königin ihres Namens im Lieblichen Feld, Principatin der Nordmarken, von Vadocia ... INSERT Provinztitel here ... und Marustan, Bezwingerin der Tulamiden, Beherrscherin der Meere, Bewahrerin der Zivilisation, Protektorin der Elfen- und Nivesenvölker, Spektabilität der Imperialen Oktogon-Akademie zu Bosparan”.



    Ergänzungen / Widersprüche / Einwände? Ich hatte jetzt noch nicht so viel Zeit, mich in die komplette Feudalstruktur der Post-Dunklen Zeiten einzulesen, wäre daher für jegliche Expertise dankbar.

    Früher bei 4.1 war der Invercarno mit der langen Zauberdauer, den hohen Kosten und dem Abwehr-Risiko (IN-Probe, erleichtert um einen Teil der heranrasenden AsP) auch eher ein Fall für Zauberspeicher oder Artefakte. Aber WENN mal alles gepasst hat, war das schon beeindruckend.

    Liber Cantiones, S. 6:


    "Antimagische Zauber wirken nicht auf ihresgleichen, auch wenn sie natürlich jeweils ein passendes Merkmal aufweisen, d.h., eine Zone des EINFLUSS BANNEN erschwert nicht das Wirken eines gezielten EINFLUSS BANNEN (zu Zonen siehe oben)."


    und


    "Antimagische Sprüche können nicht ‘gestapelt’ werden, d.h., die Wirkung von zwei Zonen des X STÖREN addieren sich nicht – es wirkt immer die stärkste Variante (die mit den meisten ZfP*)."

    Wozu dann überhaupt die Technik beschreiben? Wozu jahrzehntealte Klassiker zitieren, voller Unregelmäßigkeiten und Copy-Paste? Einfach weglassen oder drüber hinwegsetzen, dann kann sich das jeder nach seiner Regeltreue deklinieren. Ach richtig, das versucht ja die 5. Edition, und irgendwann weiß die aktuelle Spielergenerstion dann eben nicht mehr, dass man besser aufpassen sollte, wenn der Zeige- und Mittelfinger zur Schulter wandert...


    Es ist Magie und nicht das Periodensystem, und wenn die Autoren Ausnahmen vorgesehen haben (auch ausdrücklich), so what.


    Es gibt stumme Sprüche, es gibt laute, leise, gesungene, gebrüllte, gesäuselte, gemurmelte, rückwärts gesprochene, getanzte. Gab es nicht mal einen ganzen Magiezweig, der sich mit musikalischer Harmonisierung beschäftigte? Mut zur Vielfalt!

    Mentharion: oh richtig, mea culpa - in der Tat eine Welle, ich hatte den Lichtvogel-Roman vor Augen, wo eine (unsichtbare) Kugel genannt wurde. Dennoch halte ich ihn für sehr eingegrenzt zielgerichtet und nicht für einen Flächenzauber.


    Witzig / eklig stelle ich mir eine reflektierte Hexengalle vor - wird der Batzen dann auch zurückbeschleunigt oder nur die magische Komponente?

    Es gab bei den vorherigen Editionen immer die Möglichkeit, auch unsichtbare Zauber zu spiegeln (Schaden / Form / Eigenschaften / Einfluss Herrschaft), und im "Lichtvogel"-Roman

    Ich würde da nichts ändern und den sowieso schwachen Zauber nicht noch weiter verstümmeln.

    Es wird bei der Beschreibung stets von der Profession gesprochen, für die der jeweilige Zauber am typischsten / weitest verbreitet ist. Und auch da werden repräsentationsbedingte Eigenheiten berücksichtigt (Gesang / Gesumme bei den Elfen, der korrekte Edelstein bei den Echsen etc.), und hey - wo soll eine Beschreibung gültig sein, wenn nicht in diesem Buch? Die Zauber gab es lange vor den Repräsentationsregeln, die zu sicher 90 % angewandt werden können. Der Rest fällt für mich unter (legitime) Design-Entscheidung. Der Imperavi geflüstert ist halt genauso stylish wie der gebrüllte Horriphobus (der streng genommen auch nur in normal hörbarer Lautstärke geäußert werden müsste).


    Das Fehlen von Technikbeschreibung und der generellen "Optik" der Zauberei halte ich auch für eine ganz große Schwäche des 5er-Systems.

    Ich finde den „Copy-Paste“-Vorwurf unsäglich, gerade im Vergleich mit der aktuellen 5. Edition, wo man öfter mal „auf der Maus ausgerutscht ist“.


    Tatsächlich halte ich den 4er Liber Cantiones für eines der durchdachtetsten und höchstwertigen Erzeugnisse. Nie zuvor oder danach wurden die Zauber so detailliert und umfassend beschrieben, ohne das Original aus den Vorgängern zu entstellen.


    Ich würde die jeweils beispielhafte Technik daher nicht abtun und nehme die jeweiligen Spezialfälle als Ausnahmen hin, wenn sie explizit genannt sind.


    Aber das ist meine Vorliebe, wenn man es einheitlich haben will, kann ich es auch verstehen. Mit der neuen Edition geht der Trend eh da hin, nur finde ich gleicher nicht charmanter.


    Hier noch ein Gestaltungsmittel: wenn sich mein Gildenmagier Zeit lässt (SpoMod), sagt er den kompletten alten Reim auf, statt nur „Ignifaxius“ zu brüllen.

    „Verfall“ anyone? Wundert mich, dass das noch nicht angesprochen wurde. Auch wenn dieser eher bei misslungenen Beschwörungen zum Tragen kommt. Man reißt die Sphären auf, kanalisiert dämonische Energien - da soll kein „Makel“ hängenbleiben, den ein Wesen der Reinheit und der geordneten Schöpfung wie Mundgeruch wahrnehmen kann?


    Einhörner und Drachen lassen sich von Jungfrauen bezaubern, Wünsche an Elementare wurden auch schon mal von dem hübschesten Knaben im Dorf ausgesprochen - die unbefleckte Aura war immer ein Faktor für magische Wesen. Das Charisma als die nach außen gerichtete Strahlkraft der Aura - und Elementare haben traditionell die Persönlichkeit der Bittsteller fest im Visier.

    Genau mein Eindruck, wenn ich mir die Publikationen ansehe... früher wurde über das Copy & Paste aus vergangenen Editionen geschimpft, jetzt hat man das Phänomen innerhalb eines Werks. Man ist offensichtlich vernarrt in Tabellen, die natürlich auf bequeme Weise das Buch voll machen, und deklinierbare Einträge (Hexalogien, Wesensklassen etc.), wo teilweise nur einzelne Vokabeln ausgetauscht werden müssen. Ausgerechnet hier fehlt jeweils eine Tabelle, mit der sich etliche Wiederholungen sparen ließen.


    Damit einher geht die Verknappung der tatsächlichen Inhalte, sei es zu den Traditionen, die mit 1,5 Seiten auskommen müssen, oder den Zaubern, wo man sich mangels Begleittexten mehr denn je streiten kann, was wirklich gemeint ist.


    Davon abgesehen, hat es noch mir noch nie so wenig Spaß gemacht, ein DSA-Buch über Magie zu lesen - als passionierter Spieler von Zauberkundigen. Man mag die Reime von früher ja gern als kitschig abtun, aber ich finde einen „Feuerbann“ oder einen „Weiße Mähn...“ immer noch aventurischer als „Unentflammbarkeit“ oder „Zauberpferd rufen“.

    Als braver Festumer sollte es in der Hand platziert sein. Verwegenere Subjekte (aus Thorwal, Olport, Fasar, Elburum, Al'Anfa...) scheren selten mal aus und tragen das Siegel an diskreteren oder exotischeren / erotischeren Stellen, riskieren dafür aber auch einen Anschiss und Sanktionen, wenn das bemerkt wird.


    Im übrigen finde ich die alten Siegel schöner, das von Festum ist in Hallen Arkaner Macht noch in der ursprünglichen Version zu finden.

    @Pentagramm-Größe bei gildenmagischer Ehrung: Ich kann mir gut vorstellen, dass da bei Auslösen des Zaubers ein glühendes Pentagramm erscheint, vielleicht durch Auris Nasus oder Mentekel erzeugt.


    Im übrigen finde ich den Zauber nicht zu (über)mächtig, die Aufschläge sind z. T. happig.