Posts by Eldoryen Gammensliff

    aber das Thema ist interessant. :)

    Find ich auch. :)

    Ich denke zu dieser "Vorbereitung" finden wir keinen grünen Zweig. Hat Donnerbach im 3. Orkensturm irgendwie signifikant eingegriffen? Ich sehe überhaupt nicht das Donnerbach irgendwas auf Aventurien macht als sich um sich selbst und das "Mysterium Rondra" zu kümmern. Auch im Schwertbund ist Donnerbach eher der "Spalter" statt aktiver Vertragspartner. Und direkte Nachbarn sind sie auch nicht. Zwischen Mittelreich und Donnerbach sind ein haufen sumpfiger und bewaldeter Wildnis und der Neunaugensee. Und das ist von der Distanz (Trallop - Donnerbach) ca. wie von Dortmund nach Kassel. Typisch Nachbarn eben. ;) Aber so wie ich das Zitat gelesen habe haben sie sich ja sogar vorbereitet, aber sie kochen halt nur mit ihrem Wasser oder sollten sie gleich ne horasische Festungsanlage hinstellen, weil es könnten ja Orks kommen.

    Ich halte Donnerbach im Vergleich zu den anderen Hauptstädten eines souveränen "Staates" für ein Kaff. Umso mehr wenn ich jetzt weiß dass es keine geschlossene Palisade hatte (dazu später mehr). Von den 2200 Bewohnern leben 540 im Wald oder im Sumpf. Die Hauptstadt des Menschenreiches Dominium Donnerbach (oder denkt irgendeiner die Elfen wären Untertanen der Fürst-Erzgeweihten?) hat also rund 1.600 Einwohner. Und damit ist es mit "Metropolen" wie Erkenstein und Floeszern vergleichbar. Natürlich ist es "objektiv" kein Kaff aber der Begriff sollte durch die Blume aussagen wie klein und bedeutungslos es ist.

    Wir haben relativ genaue Zahlen zu den professionellen Kämpfern. 40 Rondrianer (Geweihte und Novizen), 60 Krieger der Rondra (was nehme ich an "Rittervasallen und deren Dienstmannen" meint) und 50 Stadtgardisten (Infanteriebewaffnung). Kavallerie dürfte sich daher maximal auf ein Halbschwadron Geweihter - wenn alle Reiterkampf beherrschen - und 10 Stadtrittern (die meisten Adligen leben auf ihren Herrschaftssitzen (Motten) im Hinterland) belaufen. Dazu kommen die Novizen und das Waffengefolge der Stadtritter und Rondrianer (Akoluthen?). Die Details sind schwer abzuschätzen.

    Ein Militarisierungsgrad von 10% finde ich für Donnerbach (Stadt) sehr plausibel, was dann 160 Kämpfer sind. Wir haben bereits aber 150 fest beschriebene Kämpfer, und dazu kommen also noch ein paar Bürger die ihr Familienschwert und ihre Rüstung packen und mitkämpfen. Das ist nun mal der "mittelalterliche Deal": Nährstand, Lehrstand und Wehrstand. Und mit 10% ist der Grad der militarisierung schon sehr hoch. Wir befinden uns also bereits im beschriebenen Rahmen erschöpfend im realistischen Aufgebot von 150 Kämpfern. Und diese 150 Kämpfer beschützen "das Volk" welches ihren Wohlstand erwirtschaftet. Das der ein oder andere mehr zu den Waffen greift mag sein aber das wird nicht das Groß der Donnerbacher sein. Und ist für Rondra auch beleidigend. Wir sind der Schutz der Schwachen. Und nicht "wir brauchen dann doch manchmal Hilfe von den "Schafen"."

    Man darf nicht vergessen nur weil Donnerbach Donnerbach ist und "mystisch aufgeladen" ist, bleibt es trotzdem eine "normal funktionierende Stadt" und die hat eben sozioökonomische Regeln. Und die "Pfeffersäcke" bleiben "Pfeffersäcke" auch wenn sie in einer "Militärdiktatur" leben. Die meisten Menschen werden sich angesichts eines Krieges - zu Recht! - in die Hosen machen und nicht denken: "naja aber ich könnte ja auch mithelfen. Schwertfutter verlangsamt taktisch den Feind..." Das sind nervenzerfetzende Momente der Irrationalität und der Panik. Und wenn du da nicht geschult bist dann wirst du nicht viel bringen. Die Situation auf dem Papier ließt sich so lapidar aber es - wir haben es in den Medien leider zu intensiv gesehen - aboluter Schrecken und Irrsinn. Da kann man nicht einfach "Zahlen" hin und her schieben. Fest steht dass das orkische Heer 100% professionell ist und an keiner Seite eine Schwäche aufweist. Selbst wenn du die Lämmer zur Schlachtbank mitführst, wenn eine Flanke bei dir zusammenbricht bist du militärisch bankrott. Da ist es besser sich auf wenige aber militärisch absolut potente und zuverlässige Kameraden zu verlassen. Alles andere wäre Selbstmord. Und strategischer Rückzug ist keine Feigheit oder Aufgeben bzw. nur für Laien.

    Was sollten sie in in einem Mehrfronten Krieg in Albernia und Mehrfachschauplatz Weiden wollen? Menschen sind Feinde, es ist Krieg und was da ist, wird angegriffen.

    1. Rache. Im 3. Orkensturm gab es vom MR "uff die Gosch" und 2. wenn das MR fällt, fällt die Menschheit. Das dürfte hoffentlich allen klar sein. Wenn Donnerbach fällt nimmt es einen Sack Reis mit in den Untergang.

    Ein halber Tag ist kein "großes Wehren" (jedenfalls in meinen Augen), wenn man überrannt wird, sich deshalb zurückgezogen wird, die Häuser der zu verteidigenden Stadt brennen, einige hundert Bewohner als Sklaven genommen werden und tagelang, bzw. faktisch wochenlang - denn Mitte Peraine wurde Donnerbach binnen Stunden eingenommen, der Entsatz kam und Rückzug der Orks war Mitte Ingerimm - Kaverne und die Feste (die aus Holz ist und nicht in Brand gesetzt wurde) wiederum erfolgreich verteidigt werden, aber auch nicht mehr.

    Aber das steht doch da ganz anders. Klar die Stadt ist in einem halben Tag gefallen aber sie haben danach dauerhaft und konstant "Tag für Tag" gefochten. Das waren einmonatige konstante zermürbende Kriegshandlungen. Die haben sich bis aufs Blut gewehrt. Anders kann man das doch gar nicht interpretieren. Kuck dir doch mal die Schlacht von Azincourt an. Das war binnen einem Tag ein fürchterliches Massaker, Frankreich (=Donnerbach in dem Bild) war da sogar in der Überzahl und durch diese eine Schlacht war Frankreich über Dekaden "am Ende". Die donnerbacher Verteidiger haben ohne Palisade! unfassbares geleistet und haben mit 6 Stunden "Orkensturm" unfassbar lange ausgehalten. Das muss ein Tag wie in der "Hölle" gewesen sein. Das Fazit "kein großes Wehren" trägt dem in absolut keinster Weise Rechnung. Aber die Formulierung im Bericht lässt zwischen den Zeilen keinen Zweifel zu was für ein Drama abgelaufen sein muss. Und da DSA nun mal auch für jüngeres Publikum geeignet sein soll kann man froh sein dass es kein Bericht mit "ukrainischer Genauigkeit" ist...

    Und natürlich haben auch die Orks Blut lassen müssen. Das war ja scheinbar ein Gewaltsturm sondersgleichen. Danach dann auch noch mal die Feste - bergauf!!! - an einem engen sich windenden Weg!!! im gleichen Stile zu berennen. Unmöglich. Die Stadt zu halten. Kinderspiel. Die anderen hocken ja in der Feste/Kaverne und so wie der Weg nach oben steil und eng ist so ist es eben auch der Weg nach unten in die Stadt. Sowas nennt man dann Stellungskrieg. Hatten wir leider auch zur Genüge im RL und kann man alles nachlesen wie "spaßig" sowas ist. Ich brauch da keine DSA Publikation die mir schildert wie abgeschlagene Köpfe mit dem Katapult verschossen werden. Oder sich in Panik geratene Donnerbacher die Klippen hinunter stürzen und wie Blut-Wasserbomben zerschellen. Wer würde sowas in einer "kuscheligen DSA Zeitung" wirklich wollen?

    Das ist auch eine dieser "ist halt so, ich spare mir die Details, die es erklären" Setzungen.

    Das kann man in ein paar Tagen schaffen. Und wenn man gut vorbereitet ist (die richtige Stelle ausgesucht hat) geht das auch schnell und sicher. Wenn man aber ein Trottel ist sucht man sich eine Stelle am Donnerbach aus wo die Bäume und der Wald sehr nahe steht damit man schön abgeschossen wird...

    Es ist auch möglich und sehr wahrscheinlich das die 400 Mann Orkarmee auch einen Tross hatte. Die 400 sind ja nur die bloßen Kämpfer. Meist reisen die aber nicht alleine, wovon Aldare natürlich nichts beschreiben kann weil sie vor Donnerbach nicht aufmarschieren.

    Und so geht das weiter. Eine "Publikation" die sich erschöpfend (genug) mit dem Orkensturm und den militärischen Implikationen befassen müsste wäre eher vom Umfang einer Doktorarbeit und keine bloßes "inspirierendes Flugblatt" für den Meister.


    Hesinde zum Geleit! Rondra zum Sturmangriff!

    Weil die Orks seit Wochen und Monden durch Albernia ziehen und brandschatzen, Weiden mobilisierte und diverse Ortschaften, sogar Städte und der Rhodenstein in Weiden angegriffen und belagert wurde und sogar beide Wege nach und zu Donnerbach noch im Phex von Orks versperrt wurden. Da waren einige Tausend Orks unterwegs auf einem gut geplanten und durchgezogenen Orkensturm, das ist was anderes, als ein oder zwei Banden Marodeure, die sich die Hörner abstoßen wollen.

    Orks greifen Albernia an. Orks greifen Weiden an und stoßen massiv nach Süden (Baliho) vor. 1010 BF, 1026 BF, offensichtlich haben die Orks ein Problem mit dem Mittelreich. Die Wege zu sperren kann auch andere Gründe haben. Wenn ich z.B. die Wege zwischen Frankreich und Deutschland sperre und massiv das Ruhrgebiet, Frankfurt, Wiesbaden und Mainz und Stuttgart angreife. Wird doch kein Franzose denken die Wege wurden wegen einem Großangriff auf Paris gesperrt sondern wegen einem eventuellen Entsatz für die deutschen Gebiete. Was sollten denn die Orks in Donnerbach wollen? Sie greifen zu tausende das Mittelreich an und Donnerbach - ein unbedeutendes Kaff am Ende der Welt - bekommt Angst? Ich halte das nach wie vor für eine absolut plausible (und krasse - man opfert brutal eigenes Leben) Finte des Aikar Brazoragh.

    Laut [...] dem allgemeinen Boten-Artikel gab es kein "gewaltiges Wehren"

    "[...] Im Morgengrauen hatten wir hinter kümmerlichen Palisaden gestanden, die Praios-Scheibe hatte den Zenit noch nicht erreicht, da war die Entscheidung bereits gefallen und viel der schlichten hölzernen Hütten von Donnerbach brannten. [...] Nur einem Teil der elfischen und überwiegend menschlichen Einwohner gelang es, sich nach dem Fall der Stadt in unsere Feste Donnerhall zu retten. [...] Unsere Schwestern und Brüder aber versammelten wir in den Kavernen hinter dem Wasserfall, im Heiligtum der Herrin, deren einzigartige Schätze und Wunder wir mit unserem Leben zu verteidigen geschworen hatten. [...] Uns blieb nur eins: Die Festung in der Höhe und die Kavernen in der Tiefe halten, kein Ork sollte auch nur einen Fuß auf den heiligen Grund setzen. So fochten wir Tag für Tag" (Av Bo 104, S. 24, linke Spalte).

    Danke für das zitieren der eigentlichen Quellen. Ende Peraine = Ende April. Die Sonne geht aktuell ca. 6 Uhr auf. Die Eroberung von Donnerbach dauerte demnach min. 5 Stunden. (6-11 Uhr) wahrscheinlich eher 6. Das ist keine "spaßige Zeitspanne" wenn es um Leben und Tod geht. Und es wird auch zitiert dass sich mit "Schwert [,...] Bogen (und [...] Magie)" gewehrt wurde. Und als Donnerbrach brannte und die Palisaden gefallen waren hat man den strategischen Rückzug erwogen. Dann wurde Tag für Tag erbittert ("kein Ork sollte einen Fuß [...] setzen") gefochten und gemetzelt. Dies alles nenne ich ein "gewaltiges Wehren". Ich möchte niemals gegen dich kämpfen (also möchte ich so oder so gegen niemanden), wenn für dich "gewaltiges Wehren" erst weit danach anfängt. ;)

    Was für mich also weiterhin als Fatzit/Frage bleibt. Können die 400 Elitekreiger (Garde des Roten Mondes) und Fanatiker (Korgai und Gharrachai) Donnerbach einnehmen? Die meisten sagen hier nein. Ich halt ja. Wenn die Donnerbacher Geron den Einhändigen (den entsprechenden Rondraerwählte) auf ihrer Seite gehabt hätten dann wäre mein Fazit anders. Aber wenn der Aikar Brazoragh persönlich vor den Palisaden steht hilft nicht mal ein liturgischer Entscheidungszweikampf. Und in 6 Stunden werden die Ronnies alles versucht baben die Palisaden und Stadt zu halten. Aber eherlich gesagt wären für eine Mauerverteidigung 50 Firungeweihte besser gewesen. Aber vielleicht haben sie es auch wie die meisten anderen Ronnies gemacht und sie sind im Sturmangriff zu 50 raus vor die Stadt gerannt und haben sich von den 400 Orks massakrieren lassen. ^^


    Hesinde zum Geleit! Rondra zum Sturmangriff!

    Ja so hatte ich es verstanden. Drum sagte ich ja auch "stehen 400 Orks plötzlich in der Stadt".

    Soweit ich aber verstanden hatte gehen einige hier davon aus dass Magier, Elfen, Krieger und Bürger die Kavernen vereint stürmen und die Orks vernichtend schlagen müssten.

    Die Eroberung oder Belagerung war niemals (also zumindest mein) Thema.

    Aber extremen Dank an Grumbrak für die erstklassig-humorvolle Verdeutlichung.

    Brazoragh zum Stoße! Rahja zum Gegenschwung! 🤣

    Der Wiki-Artikel hat stand 1034 und zählt 500 Elfen zu ca. 2500 weiteren Stadt-Bewohnern. In SdR sind es 2000 Bewohner, von denen über ein Viertel Elfen sind (was sogar mehr als 500 wären). Es heißt zwar, die Elfensiedlung sei draußen, trotzdem zählt der Teil als Stadtteil und liegt in "Sturmgeboren" auch nicht außerhalb der Palisaden (im Gegensatz zur Akademie). Sie leben am Seeufer und Donnerbach grenzt an das Seeufer. Sie sind also nicht weit entfernt, weshalb die Elfensiedlung als Stadtteil zählt.

    Also ich gehe bei dem 4. Orkensturm von 1026 BF aus, alle anderen Zahlen sind daher erst mal irreleven (maximal als "Verhältnis"). 2200 Einwohner die zu Donnerbach gezählt werden und 540 Elfen. Da hier nicht nach Volk aufgeteilt wird nehmen wir das gleiche Verhältnis wie in späteren Jahren an, also 450 Auelfen und 90 Waldelfen. Die Waldelfen leben definitiv in den Wäldern außerhalb der Palisade. Und von den Auelfen leben nur einige in der Stadt. Auch wenn Dansala ein Stadtteil von Donnerbach ist dürfte er sich über die Palisaden hinaus erstrecken. Seemond und co. wohnen drin, aber manch anderer (die Mehrzahl) dürfte in den "Sumpflandschaften südlich der Stadt" (vgl. Sturmgeboren 133) wohnen. Ich gehe also davon aus das min. 450 Elfen außerhalb der Palisade leben. Und nur weil man sich versteht und co. hat man noch keinen Bündnisfall oder gar ein aktives Militärbündnis, das kann man aktuell sogar leider live beobachten (mehr schreib ich mal nicht dazu da es sonst haarig irdisch wird). Das die Elfen kaum einen Ork am leben lassen würden wenn diese durch ihre Gebiete fliehen dürfte aber schon so sein. Aber ich glaube kaum dass die Wald- und Sumpfelfen aktiv die Mauern bestürmen und eine "Rück-Belagerung" der Stadt vornehmen. Die Situation ist ja wohl erst mal so: die Elfen hocken draußen und irgendwer informiert sie vielleicht irgendwann darüber dass die Stadt in Orkhand ist und dann müssen sie sich beraten, organisieren und co. Ich gehe also eher davon aus das einige "loyale Elfen" ein Teil eines Entsatzheeres sind aber kein irgendwie gearteter fester Bestandteil der Stadtverteidigung.

    Das mit der Vorbereitung ist so ne Sache. Wie lange gehen die Orks den Weidener und dem Mittelreich schon auf den Senkel? Da ist doch immer was los. Wieso man jetzt auf einmal, nach Dekaden der Orkparade im Norden, auf "Vollpanik" schalten sollte erschließt sich mir nicht direkt. Auch hier sage ich nur vorsichtig dazu: man kann durchaus an einer Landesgrenze großmilitärisch herumspazieren ohne dass dies ernste Folgen oder Vorbereitungen "entfernter Freunde" nach sich ziehen würde. Weiden ist für (früh)mittelalterliche Verhältnisse extrem weit weg und mangels fehlendem roten Telefon oder Glasfaserinternet auch nicht mal schnell so gut informiert wie wir es auf der Erde sind und waren. Und trotzdem gehen viele Sachen real schief genug. Aber letztlich ist es eine persönlich Frage wie man das für sein Aventurien deffiniert. Ich finde es durchaus plausibel das die Ablenkung der Orks funktioniert hat und man Donnerbach überrascht hat. Andere nicht. Auch ok.

    Ich kritisiere auch vorrangig, wie "er kam - sah - und siegte" passiert ist, ohne dass da ernsthaft etwas entgegengesetzt wurde (wie so oft bei solchen Gelegenheiten, im Borbaradkrieg ging das auch die ganze Zeit so, dass die eine Seite Möglichkeiten nutzt, und die andere eben nicht und jedes Mal unangenehm überrascht wird).
    Das ist mir zu einfach, zu schnell, zu "ist halt so".

    Das kann ich voll verstehen. Liegt aber halt auch bisschen daran das DSA-Publikationen kein Nachrichtendienst sind und versuchen Gestaltungsräume zu lassen. Die Meister/Gruppen füllen dann die "Stichpunkte" mit Leben. Ich gehe daher davon aus dass es ordentlich Rums in der Stadt gegeben hat und die Bevölkerung und das Militär sich gewaltig gewehrt hat aber trotzdem dann irgendwann der taktische Rückzug erwogen wurde. Die Frage ist ob das Ergebnis (Orks gelingt ein coup und unter grossen Verlusten, das steht auch so in den Quellen - also dass nicht mehr viele Heim kommen, entkommen sie dann mit dem Artefakt) unplausibel ist, oder einem nur die "zu aalglatten Stichpunkte" zu flapsig sind. Und da wäre ich jetzt eher so auf der dankbaren "ich darf das noch ausschmücken Seite".

    Das 400 Orks Donnerbach erobern finde ich persönlich auch ziemlich unglaubwürdig, da jeder freie Bürger die Grundlagen den Waffenhandwerks beherrscht und es mit den Rondrageweihten und Rittern ziemlich elitäre Kämpfer gibt. Dazu kommen noch die Elfen, die trotz aller Reibereien in den Menschen Freunde und Verbündete sehen. Aber die Magier sind in dem Szenario tatsächlich kein Faktor, der mitgedacht werden müsste.

    Also zu den Elfen hab ich ja schon was gesagt. Elitär sind eigentlich nur die Geweihten ca. 24 (ohne Novizen) und ca. 24 Adlige und Ritter. Die Meisten "Ritter des Landes" leben in eigenen Herrschaften im Dominium (vgl. Sturmgeboren S.124). Und in Sturmgeboren steht auch dass jeder Donnerbacher Waffen besitzen darf, aber bei den einfachen Untertanen hat oft das "Familienoberhaupt" ein altes vererbtes Schwert (Breitschwert) das er generationenlang hütet. Der Unterscheid zu den restlichen Mittellanden dürfte aber sein dass es eine jede Familie hat und nicht 60%, die leibeigene Bevölkerung, nicht. Und wenn ich mir die Stadtmeisterin in Sturmgeboren ansehe (Corona [Höhö] Sensding [...] stattliche Matrone, üppige Turmfrisur [...]; vgl. S 134) dürfte klar sein dass man nicht von einem "geschlossenen Heer an Bürgerkrieger" ausgehen darf, die nur nebenbei auch mal ne Steuereklärung machen, und ansonsten harte Kampfsäue sind. Es dürfte eher "ganz normal" sein, wie überall, nur auf "höherem Kampfniveau". Wenn also ein gareter Bürger AT9 hat, um mal in Zahlen zu verdeutlichen, dann hat ein donnerbacher Bürger vielleicht AT11 aber nicht AT18, Wuchtschlag, Finte, Eisern und co. Und über Waffen verfügt man wie gesagt über eine im Haushalt. Messer, ok, das haben sicherlich alle und können damit umgehen. Aber kennt man ja den Witz: "zieht man mit dem Messer in einen Krieg gegen den Aikar Brazoragh und die Garde des Roten Mondes...". 8o

    Hesinde zum Geleit! Rondra zur Wehr.

    Das steht nirgendwo, weil es so nicht geschehen ist. Es ist deutlich, dass sich mit (dem Großteil oder wenigstens vielen) Bewohnern in die Kavernen zurückgezogen wurde und diese dann verteidigt wurden. Das ist auch in Beiträgen weiter oben so erwähnt worden (zumindest von mir). Da wurden keine Leute sich selber überlassen, aber wie Du auch schreibst, ist es sicherlich unmöglich, alle aus Stadt und nahem Umland zu erwischen in der kurzen Zeit (es war alles in allem eine recht schnelle Aktion in Donnerbach).

    Ah ok sorry. Das hatte ich dann tatsächlich überlesen. Dann ist ja das Sinnvolle auch Satzung. :thumbup:

    Dennoch gibt es eine Ritterschaft im Dominium, Bewaffnete in Donnerbach, wehrfähige Bewohner (ab und an schauen Orks oder auch mal Goblins vorbei), Elfen, Magier (zusammen eine Zahl Magiebegabter im vermutlich dreistelligen Bereich), die Wundersame Rüstung (wenn es hart auf hart kommt) und die Möglichkeiten an Liturgien durch drei Tempeln und ihre Geweihtenschaft. (Üblicherweise werden magische und karmale Möglichkeiten bei Schlachten und Belagerungen von offizieller Seite ignoriert, außer es ist das, was die Gegenseite mitbringt, das wirkt dafür dann umso stärker und demotivierender.)

    Dazu muss man vielleicht wissen dass die Bevölkerungszahl Donnerbachs nicht "innerhalb der Mauern" ist. 1026 BF hat Donnerbach (Siedlung) 2200 Einwohner. Davon(!) 540 Elfen die so gut wie alle außerhalb der Stadt leben.

    Quote from Sturmgeboren S. 133

    Elfensiedlungen

    In dereigentlichen Stadt leben nur wenige Elfen. Stattdessen haben die Auelfen sich südlich davon in der sumpfingen Auenlandschaft des Seeufers niedergelassen.

    Zudem dürften die Elfen nicht besonders hilfsbereit sein. Die sind sicherlich froh dass die Menschen mal eine auf den Deckel bekommen. Und sie wissen ja sowieso das sie wie Schmeißfliegen sind die selbst wenn man sie erschlägt oder erschießt immer wieder kommen. Muss man halt ein paar Sommer auf Handelspartner verzichten.

    Quote from Strumgeboren S. 125

    Donnerbach und die Elfen

    Umgekehrt sehen vor allem die Waldelfen in den Menschen nimmersatte, schnelllebige und leichtfertige Dummköpfe, die nur durch Drohung und Entschlossenheit zur Vernunft zu bringen sind.

    Quote from Sturmgeboren S. 134

    Mensch und Elf in Donnerbach

    Die Menschen [...] behaupten sich seit Jahrhunderten [...] gegen die Elfen. [...] Natürlich kommt es in Donnerbach immer wieder zu Reiberein zwischen Menschen und Elfen. [...] Immer wieder kommt es zu Spannungen [...].

    Klingt jetzt erst mal nicht nach turbobelastbaren Verbündeten...

    Eher so nach: "Ey Nur-Digger und Zerz-Alter, in Donnerbach iss heut abba widda Laut... naja whatever lass ma paar Bäume fummeln."

    Zu den Magiern hab ich ja schon einiges geschrieben. Ich halte sie für ebenso untauglich einen Orkangriff abzuwehren zumal sie beide vor den Stadttoren liegen.

    Quote from Sturmgeboren S. 133

    Außerhalb Donnerbachs

    Vor den Toren [...] liegt [...] das Seminar [...] der Heilung zu Donnerbach.

    [...]

    Das wehrhafte Kloster der Anconiten [...], ein von Palisaden umgebenes Steinhaus, liegt außerhalb der Stadt. Ihm ist der hölzerne Traviatempel [...] angegliedert.

    Das Ordenshaus der Anconiter wird wohl aber wenig Personen haben. Der ganze Orden hat aventurienweit 150 Personen, also nehme ich mal 50 Personen an. Die Magierakademie ist laut Hallen Arkaner Macht mittelgroß und mit Personal, Schüler und co. ca. 140 Personen schwer. Macht zusammen 190 Personen.

    Ziehen wir also von den 2200 Donnerbachern die 540 Elfen und die 190 "Vorstädtter" ab haben wir noch ca. 1500 Personen innerhalb der Mauern. Auf die wenden wir die "Kinder und Alten Quote" an was uns zu ca. 1000 Einwohnern im "theoretisch wehrfähigen Alter bringt. Davon ziehen wir die "verbrieften Profis" ab, also 1026 BF 150 Kämpfer (darunter fällt dann aber auch alles: Geweihte, Novizen, Gardisten und Ritter und Waffenmänner und -frauen. Sturmgebohren nennt sogar nur 110 mit Ritter, Gefolge und co.): dann haben wir 850 Personen nicht genannter Profession. Ich gehe schon davon aus dass die Bevölkerung Donnerbachs grundsätzlich wehrhafter ist als andernorts (sie haben das Recht auf Waffen und alles und kennen sich damit recht gut aus) und v.a. die hohe Quote an bogenfähigen Leuten wäre für Belagerer desaströs.

    Aber leider stehen die Orks ja innerhalb der Stadtmauern (würden Elfen und Magier helfen wollen/können wären sie in der Belagererposition). Und diese 400 sind alles handverlesene Elite-Bestien. Also haben wir 400 Ork-Killer gegen 150 "Profi bis so lala Kämpfer" + 850 bessere Landwehr. Innerhalb eines "Häusermeeres. Das wird auf jeden Fall ein Massaker. Taktisch klüger dürfte es daher sein sich zu verschanzen und genau das zu beschützen auf was es die Orks mutmaßlich abgesehen haben. Und bis auf den "Trick" mit dem "Wasser abklemmen" ist weder auf der einen Seite noch auf der anderen Seite Magie oder Karma geflossen. Ach ja und ein leibhaftig Außerwählter mit 1.000.000 Karmapunkten is ja auch noch dabei. "Stählerne Stirn" hin "Stählerne Stirn" her.

    Ich sehe da nicht besonders viel Trallalli und Trallalla für die Donnerbacher.


    Hesinde zum Geleit! Rondra zur Wehr!

    Demographische Überlegungen sind in Aventurien immer schwierig. Fiktive Welt. Mehrere Autoren. Autoren(un)wissen. Retconmöglichkeiten. Und viele Dinge mehr. Schattenkatze hat es aber ja auch schon gut angedeutet. Wenn ich einen Stamm mit 20 k Mitgliedern habe (z.B. Korogai) dann ziehe ich davon 1/3 Kinder und Alte ab und davon 50% Weibchen was zu einer "theoretischen" Anzahl an wehrfähigen Korogai von ca. 3.300 führt. Das ist dann aber "all in" oder historisch gesagt "totales ... äh ... Commitment". Das wäre, auf die Bevölkerung von Deutschland gerechnet, ein Herr von 14 Millionen Bundessoldaten. Soetwas gibt es nicht egal wie kriegerisch eine Kultur ist. Egal ob Donnerbach oder die Orks. Diese 400 Orkkrieger sind also nicht einfach "oh da werden wir ja mal böse angegriffen", sondern "Die Ga...die Ga...die Ga...GALLIER!!!!!!11111einseinself".

    Und jetzt kommt eben das "System Rollenspiel". Wir wissen was "ungefähr" passiert und jetzt ist es eben am Meister da für seine Gruppe eine sinnvolle "Detailansicht" zu bieten. Für die einen ist dies ok, für die anderen ist das ok, für eine dritte Gruppe jenes, etc. Ich finde da hat Maffi für sich eine schöne und plausible Lösung gefunden.

    Generell möchte ich zu der Sache noch anmerken dass Donnerbach nicht die "Standardronda-Kriche" ist. Sie sind eine Theokratie und damit auch "Landesmutter" und leben nicht alleine für den Glauben. Das heißt ich erwarte von ihnen weniger Lemmingverhalten als anderswo. Klar kriegerisch und heldenhaft aber auch verantwortungsbewusst. Denn es ist eine Sache mit Anfang 20, kinderlos und sorgenfrei, selbst von der Klippe zu springen eine andere wenn man 40, Familie mit Kind und co. hat. Da macht man einfach weniger "eindrucksvollen Kram". Wenn man die Rondrianer also so verkauft das sie den Großteil der Bevölkerung in die Kavernen in Sicherheit bringen und als letztes Bollwerk gegen die Orks positionieren lassen dann hat man genau das richtige Maß an Heldenmut und Verantwortung. Und dann hat es auch einen dramaturigschen Mehrgewinn wenn die Orks gar nicht da hin wollen wo man eigentlich dachte. Und genau da können dann Helden glänzen ohne die Ronnies als Deppen da stehen zu lassen.

    Dass die Ronnies aber nicht alle Bürger-Schutzbefohlene erwischen ist klar. Manche sind noch auf dem Feld, denn auch wenn Krieg droht muss teilweise weiter gearbeitet werden, da kann nicht die ganze Stadt, sich verschanzend, monatelang tatenlos rumsitzen. Falls nämlich nichts kommt verhungert man ohnehin und dann auch noch grundlos. Man hatte aber guten Grund anzunehmen dass man selbst nicht Hauptziel der Aktionen ist und mit einem gewaltigen Heer von 400 Elite-Orks war sicher nicht zwingend zu rechnen. Die Stadt kontrolliert in die Kavernen zu evakuieren sicherlich die beste Option. Dass sich die Ronnies alleine zurück ziehen und das Stadtleben ganz normal weiter geht und die Orks 2000 Bürger "versklaven" halte ich für eine überspannte leseart. Und falls das so wörtlich irgendwo drin stehen sollte würde ich das wie oben aufweichen/ändern. Ansonsten halte ich das "Grundsetting" für nicht ganz so unplausibel wie es "erst mal" klingt.

    Ach ja wegen den Magiern. Die DSA5 Heilmagier machen gar nix mehr. Wechsel die Edition und du hast keine Logikprobleme mit zu mächtiger Magie. :thumbsup:

    Hesinde zum Geleit! Rondra zur Wehr!

    Ich sagte ja es ist keine triviale Antwort möglich. Ich würde dir jetzt mit der Alphabetisierung von Aventurien antworten, ich würde dir mit dem engen "Kundenstamm eines Nachrichtenblattes" antworten, ich würde dir mit Sataniav und dem "ach was interessiert mich das Gewäsch von Gestern Gehirn der verkommenen Menschheit" antworten. Und dann würdest du mir mit "xy-aber-beachte-doch-mal-das" antworten. Und wir diskutieren über "wie ist allgemein bekannt" zu deffinieren. Und das geht dann ewig so im Kreis und die Antwort bleibt: "das kann man so pauschal und einfach nicht beantworten und ist von Gruppe zu Gruppe, Interpretation zu Interpretation unterschiedlich und wir haben hier scheinbar eine "50-50-Grundsatzfront".

    Und jetzt?


    Hesinde zum Geleit.

    Der bornische Leibeigene oder Al'Anfanische Sklave weiß auch nicht, dass Rohaja Kaiserin ist. Trotzdem würde ich das als allgemein bekannt bezwichnen.

    Weil es in allgemein zugänglichen Quellen geführt wird. Ich glaube kaum dass die Heptarchen, samt der Skrechu, irgendwo in "völkerrechtlich anerkennten Listen" stehen. Mann kann es rauskriegen, ja, aber nicht "allgemein zugänglich". Und auf dem Dorfplatz wird darüber auch nicht gesprochen und diskutiert, selbst wenn sich zwei "Kundige" treffen.

    Ich denke die Infos sind - typsich DSA - unscharf genug dass eine jede Gruppe (Meister) selbst darüber entscheiden kann welches Wissen allgemein bekannt und welches hinter diversen Proben, oder "abenteuerlichen Questen" verborgen ist.

    Allein die Formulierung "allgemein Bekannt" ist dazu geeignet eine Grundsatzdiskussion vom Zaun zu brechen. Die aventurische Bevölkerung ist so inhomogen dass man dazu keine "allgemein gültige Aussage" treffen kann. Du brauchst ne Doktorarbeit die nach Staaten unterscheidet und dann innerhalb der Staaten in Bevölkerungsschichten und Wohnorte ("leibeigene Bauern", "einfache freie Untertanen", "Bürger", "Hinterweltleradliger", "kosmopoliter Adliger", "Gelehrter", etc. unsf. und das dann alles in "nahe Tobrien" und in "juckt mich nicht Nordmarken" und in "wir haben genug mit Orks zu tun Weiden", etc.) Das ist nicht zu stämmen. Weder in der Menge noch in einer irgendwie offiziell durch Quellen abgedeckten Dichte.

    Allein, dass die Heptarchen überall "Heptarchen" genannt werden, zeigt, dass ihre Zahl Allgemeinwissen ist. Und da Borbarad die siebenstrahlige Dämonenkrone nicht nur benutzt, sondern als Wappen geführt hat, hat sie mit Sicherheit allgemein bekannt gemacht. Dass sie gesplittert ist und der Besitz der Splitter seine Nachfolger legitimiert, die damit (bis auf eine Ausnahme) keinesfalls hinter dem Berg halten, führt das nur fort.

    Ich halte das auch für einen Trugschluss. Publikationen sind Informationen für Spieler und Meister nicht für die aventurische Bevölkerung. Man sieht es vielleicht an der Bezeichnung der Zombies in "Walking Dead". Jede Gemeinschaft nennt sie anders, "Walkers" ist eben nur die "allgemeine Bezeichung" für die Fans. Aber weder dürfte die Bezeichnungs "Walkers" innerweltlich die vorherrschende noch die "allgemein bekannteste" sein. So auch die "Heptarchen". Und die "Siebenzahl" wird sich auf ihren "siebenstrahligen Ursprung" beziehen und nicht über ihre tatsächlich bekannte Zahl, sonst müssten sie ja "Hexarchen" heißen denn niemand kennt ein "7. Dämonenreich", nach dem Fall von Oron müssten sie dann in "Pentarchen" umbenannt werden. Nein, nein ihre "wissenschaftliche Bezeichnung" (also von 5%-10% der aventurischen Bevölkerung benutzt; grobe Schätzung von mir) geht ziemlich sicher auf die siebenfache Macht des "dunklen Alexanders des Großen" zurück dessen "Diadochen" sie sind. Borbarad ist der Ursprung, Borbarad ist die Quelle, Borbarad ist die Prominenz, nicht die austauschbaren "Streithähne".

    Bezogen auf das Mittelreich würde ich sagen das man hauptsächlich was über Transysilien, die Warunkei und Xeraanien weiß und als nächstes was über die Verderbtheit (=Macht) der Herrscher als Personen und als letztes über die methaphysikalischen Fakten der dämonischen Erzartefakte. Aber jeder kann da natürlich für sein Aventurien andere Schwerpunkte setzen. Im aber ich würde sagen die "richtigste Antwort" auf die Frage ist: "es ist kompliziert". 8o


    Hesinde zum Geleit! Naclador zur Wehr!

    Habe das mal aus einem obsolten Faden rüberkopiert und formatiert/erweitert um die moderative Arbeit zu veringern. Hatte diesen Faden vorher noch nie gesehen.

    • Walkir "Drachenkopf" von Thorwal (Almadines Auge) Thorwalscher Hellsichtmagier. Forschungsschwerpunkt Drachen und ihre Magie. Hatte ein Fachbuch darüber geschrieben. Wäre gern der Anführer, hatte es aber nur zum Co-Anführer geschafft, da später zu - äh emotional instabil. :evil:
    • Eldoryen Gammensliff aus Gareth (Wandelndes Bildnis) Wo hab ich den Namen nur schon mal gehört?:/ Draconiter - später genannt "Der Weiße Prälat" - rennt "immer" barfuß und in weiß rum. Verweigerte jede kirchliche Beförderung/Hierarchie und bekommt "seinen elfischen LSD-Trip nicht los". Herz und Seele der Gruppe, würde alles für die Gemeinschaft tun.
    • Connunos von Maraskan (Kühnes Tier mit dem Krötensinn) Maraskanischer Tutzakmesser-Krieger, wortkarg für einen Maraskani, Killermaschine. Hobbys: 1er würfeln.
    • Lanvolo "El'Balan" Cavazaro (Fünf Fringlänzende Finger) Al'Anfaner der in der Arena fast drauf gegangen wäre. Glaubt Phex habe ihn gerettet und er ist daher jetzt Akoluth geworden - hab ich auch gespielt. (War kompliziert, Eldoryen war zwischenzeitlich "tot" (geglaubt) und ich als quasi "Scheinschurke" und "Bad Ass" um die Gruppe zu nerven bis die Erlösung kommt und sie aus allen Wolken fallen weil "ihr Eldoryen" wieder kommt - ok Gandalf schon klar, besser gut geklaut als nix gekonnt. 8o)
    • Salassar Leifeit aus Tobrien (Schärfe aus Sieben Schalen) Tobrischer Theaterritter und Rondrianer. Geheime Ordensburg in den Drachensteinen, als letztes Überbleibsel vom Fall des Theaterritterordens. Später auch Baron von Menzheim der den Theaterritterorden wieder zurück in den Schwertbund führt).

    Unsere G7 ist aber schon extrem lange her und unser Erzähler (so haben wir unseren Großmeister der Dramaturgie genannt) hat nach der G7, lange nichts mehr gespielt. Ich habe nach der G7 das Buch der Erzählungen übernommen und umso schöner dass mein alter "Lehrer" jetzt, als Spieler, unter meine dramaturgischen Fittiche zurück gekehrt ist. Ich habe das Vergnügen ihn und 3 relative Neulinge in DSA (aber "Veteranen" im Rollenspiel als solches) durch den die großen Erzählstränge des kompletten post-borbaradianischen Metaplot zu führen. Aktuell Schatten über Simyala. Bin gespannt.


    Hesinde zum Geleit!

    Also das hier gehört ja alles auch nicht wirklich zum Thema. Oder wer bestimmt mit was man einen Thread themenfremd zuschütten kann? 8o

    Der Threadersteller hat ja explizit nicht nach Geschlechtsumwandlungen gefragt sondern schlicht nach "flexibler sexueller/romantischer Orientierung" und nach "Geschlechterrollen". Man muss sich das einfach mal vorstellen wann das in Aventurien relevant sein soll wenn z.B. ein Krieger Alrik am nächsten Tag sagt "er fühle sich heute eher wie Alrike." Das würde niemand merken. Orks kloppen, Leute beschützen macht er ja dann genauso und auch genauso gut. Er muss sich, um weiblich zu sein, nicht mal so Brustschalen antackern. Er bleibt einfach der gleiche Mensch mit Waffen und Kettenhemd und das meiste spielt sich innerlich ab.

    Oder wann macht es einen Unterscheid wenn Travian, der Travia-Geweihte von neben an, eines Tages aufsteht und sich wie "Traviane", die Travia-Geweihte, fühlt? Gestern als echter Kerl noch schönes Schweinenacken unter den Pennern der Stadt gedropped und heute als Lady nur feine Salate unter den armen Obdachlosen verteilt? Sind wir so drauf? In Aventurien gibt es ganz wenige Kulturen und ganz wenige Situationen in welchen eine alternative Geschlechterrolle überhaupt auffällt.

    während die Praioskirche in einem "spontanen" Geschlechtertausch womöglich einen Verstoß gegen die zwölfgöttergefällige Ordnung sehen könnte und das "Problem" auf dem Scheiterhaufen bereinigen möchte.

    Das ist auch so ein bisschen oldschool. Warum muss man denn immer die Praioten als die denkbar miesesten Kerle hernehmen - und gleich mit Scheiterhaufen? Was kümmert den überhaupt das Gender (oder meinetwegen auch das Geschlecht) oder die sexuelle Orientierung? Kann denn nicht auch mal der gute - Praios ist das Licht der Welt und kein fanatischer Psycho - auch gut sein? Der kann doch genauso rumvögeln, mit Mann, Frau, Osterhase. Solange es keine Gesetze gibt, die der Adel macht und nicht der Geweihte, die das explizit verbieten ist der doch cool drauf. Immerhin haben sich die ganzen Typen auf die zwölfgöttliche Gemeinschaft geeinigt, von der Rahja und Tsa eben ein Teil sind, ja selbst Phex. Denn auch umgekehrt wird ja der Phex-Geweihte sagen: "ich gebe dem Praioten da Recht, du hast gegen ein Gesetz verstoßen und gehörst bestraft, und weil du so dumm warst dich erwischen zu lassen bestraft dich Phex gleich doppelt." Aber wenn es um Sex, Gender oder die Hochheilige Bratwurst geht kann doch bitte auch mal die Gemeinschaft des Lichts als ganzes sich raushalten (einzelnen Erzkonservative im katholisch-christlichen Sinne gibt es ja dann trotzdem weiterhin). Oder ist eines der praiotischen Grundprinzipien "mische dich über all ein auch wenn es dich nichts angeht?"

    Genz nebenbei denke ich dass es bei Queer und co. nicht darum geht einfach mehr Schubladen aufzumachen (egal ob Mann, Frau, Divers oder Mann, Frau, Hermaphrodite, Neuter, oder was auch immer) sondern bestehende Schubladen zu torpedieren und - Auchtung Wortspiel - zu queren. Und dazu ist Aventurien mehr als geeignet, es gibt halt wenige die es nutzen, weil der Prozentsatz derer die dieser Option bedürfen, naturgemäß, sehr gering ist.


    Hesinde zum Geleit! Tsa zur Vielfalt!

    Du übersiehts z.B. dass in DSA5 plötzlich Beschrebungen vom Leben im Mittelreich auftauchten, die vom Inhalt her eher nach Thorwal passen. Auch ist die Entwicklung dorthin nicht nachvollziehbar. Urplötzlich ist das Mittelreich laut diesen Beschreibungen eine Kultur ohne Geschlechterrollen mit einer Gleichverteilung der Geschlechter in allen Berufsgruppen, und dies sei schon immer so gewesen. Und das alles nur, weil in DSA1 steht, dass in Aventurien Gleichberechtigung herrscht. Gleichberechtigung bedeutet aber nicht, dass es keine Geschlechterrollen gibt oder das eine Gleichverteilung der Geschlechter in allen Berufsgruppen existiert.

    Aber das sind doch nur Nuancierungen. Umso mehr wenn es keine früheren Angaben darüber gibt wie die Verteilung unter den Brufsgruppen und Geschlechtern im Detail ist. Hier darf man nämlich nicht die Daten aus Abenteuern werten. Autoren machen eben den, durchaus menschlichen, "Fehler" aus ihrem "subjketiven Weltempfinden" heraus ihre Figuren und Geschichten zu entwickeln. Solange aber in keiner DSA1-4 Quelle steht dass die Verteilung bei Kriegern und Kriegerinnen 70:30 und bei Putzmännern und Putzfrauen hingegen 30:70 war kann es tatsächlich sein dass es schon immer so gewesen sein sollte, es Abenteuerautoren aber nicht angewendet haben. Das ist ein erheblicher Unterschied. Von retcon kannst du also nur sprechen wenn wirklich alten Aussagen widersprochen wird z.B.: Borbarad hat ein Raumschiff <> Borbarad hatte niemals ein Raumschiff.

    Eine lebendige Welt ist etwas wunderbares, aber die Entwicklungen müssen nachvollziehbar sein. Es geht nicht an, dass Kulturbeschreibungen verändert werden, weil man sie den zeitgeist anpasst, aber es keine erklärung gibt, wie es zu diesen Veränderungen gekommen ist. Das fehlt nämlich bei DSA (besonders von DSA5). Da hinterlassen solche Änderungen viel zu oft den Eindruck eines Retcons. Und Retcons sollte man möglichst vermeiden. Man sollte deutlich machen, wie es zu solchen Änderungen gekommen ist. und nicht etwas ändern und dann so tun als wäre dies schon immer so gewesen.

    Das mag durchaus stimmen bzw. würde dir da im Prinzip zustimmen. Deine Beispiele hingegen überzeugen mich aber eher weniger. Kannst du da expansiv tätig werden?

    Dass man um jeden Preis alle möglichen Spielstile bedienen will, ist keine stärke von DSA, sondern ein Problem, welches eine in sich konsistente Welt verhindert.

    Ich würde deinen Satz insofern anders lesen: "sondern ein Problem für 100%-Simulationisten, welche eine in sich absolut und vollkommen konsistente Welt verhindert sehen." Bei DSA verlierst du tatsächlich all jene nahezu-100% Vertreter der jeweiligen Spielstile, dafür gewinnst du alle im 20%-80% Bereich, die auch mal ein Auge zudrücken können, ohne dass es ihnen aufs Gemüt schlägt. Es wird da nie einen "perfekten" Weg geben. Aber den "alternativen Mädchen für alles" Weg geht DSA jetzt schon verdammt lange und verdammt konsistent.


    Tsa zum Geleit!

    In vielen Kulturen herrscht Gleichberechtigung der Geschlechter, aber Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass es keine Geschlechterrollen gibt.(Das ist nämlich der große Denkfehler, den viele bei DSA machen.)

    Es ist doch nur ein "Denkfehler" wenn man "andere Prämissen" hat. Es geht bei der "Geschlechtergleichheit" doch gar nicht um inGame Sachverhalte sondern um den Umstand dass jeder und jede und jedes Geschlecht einen bestimmten Charakter spielen kann ohne "als Kuriosum" zu gelten. Und dafür ist es eben unabdingbar dass es keine Geschlechterrollen gibt, egal für wie "biologisch-bedeutsam" es ein beliebeiger DSA-Spieler hält.

    Und DSA muss oder will eben verschiedene Spielstile bedienen. Und da gibt es eben den simulationistischen Ansatz der irgendwie, physikalisch, biologisch oder soziologisch irgendwelchen Kram "durchgedrückt" sehen will und dann gibt es halt auch Leute die einfach andere Ansätze verfolgen. Z.B. dass sich jeder gleich gut fühlen kann bei egal welchem Charakterkonzept. DSA macht da aus meiner Sicht also überhaupt keinen Denkfehler sondern landet einen Volltreffer was Inklusion betrifft.

    DSA hat das große Problem, dass man den Hintergrund immer wieder dem Zeitgeist angepasst hat.

    Was du als Problem ansiehst halten andere wohl für das beste Feature von DSA. Eine lebendige Welt. Und eine lebendige Welt bewegt sich. Zum Unmut der meisten älteren Spieler die irgendwann, wie auch im realen Leben und Alltagsempfinden, von der Realität überholt werden.

    Wenn ich in alten DSA-Quellenbücher (DSA2/3) blättere, fäll mir vieles auf, was mit der Aventurien-Beschreibung von DSA5 nicht vereinbar ist: wie z.B. dass Maraskan die einzige große Kultur Aventuriens ist, in der Homosexualität wirklich von allen akzeptiert wird, oder, dass Thorwal die einzige große Kultur ist, in der es wirklich keine Geschlechterrollen gibt.

    Ich sehe das hier z.B. nicht. Vieles wurde - über die Dekaden - abgemildert, aber nach wie vor ist Maraskan die einzige Kultur die "Multisexualität" vollkommen akzeptiert. Solange nur ein Travia-Geweihter oder Anhänger existiert der das "blöd" findet haben wir das alte Gefälle bestätigt, wenn auch nicht mehr so radikal. Genauso Thorwal. Damals herrschte noch dieser Hal-Plot vor. Und selbst wenn es nur eine Kleinigkeit ist, haben die Thorwaler immer noch die Nase vorn. Und auch im "erleben" sind die Thorwaler hier immer noch konsequenter und radikaler als andere Kulturen, selbst gegenüber jenen des Mittel- oder auch Horasreichs.


    Satinav zum Geleit!

    Ich verstehe die Frage nicht so ganz. Ist es wichtig im "binären Rahmen" zu wechseln (von "stockhetero" auf "stockhomo" quasi). oder reicht es nicht wenn dein Charakter pansexuell und genderfluid ist? Das dürfte, wenn ihr einen Gruppenkonsens habt kein Problem sein.


    Rahja und Tsa zum Geleit!


    P.S. meist ist es nicht besonders ratsam (oder nötig) die Sexualität überhaupt nennenswert auszuspielen, aber klar, wenn ihr ne passende Gruppe seid kann das anders sein.

    Ok verstehe. Aber ist halt schwierig mit Aventurien. Wir können uns ja offiziell nur an Satzungen und Textquellen entlanghangeln. Subjektiv gibt es natürlich viele Gemüter. Da gibt es die Mediävisten die gerne ein möglichst historisches Aventurien annehmen, die Simultanisten die Dere gern als Wirtschafts und Geographiesimulation betreiben sehen würden, so Leute wie mich die Herladik als Steckenpferd haben und die aventurische Heraldik mitunter beknackt finden - dennoch sieht z.B. das Wappen derer vom Eberstamm so aus wie es aussieht.

    ich [...] finde

    Ist halt ein schwieriger Zugang für was ist "true" in Aventurien. Ich weiß nicht ob vielleicht die Moralkodizes aus älteren Versionen da weitreichender und strenger sind (hab meinen alten Kram nicht hier) aber für einen "Henkersdienst" (der ja noch mal ne Ecke schärfer ist als "Weihenverkauf" gibt es eigentlich keine Gottheit. Sowas sollten die Aventurier eher "profane Henker" machen lassen. Ich würde mich als Kirche oder als Geweihter also vielmehr über den unstandesgemäßen Dienst/Praktik aufregen als über den Inhalt deselbigen. Eine Person von Stand solche "niederen Dienste" machen zu lassen ist eine Demütigung an sich, ganz ab vom Moralkodex. Hier noch mal die möglichen anderen Kandidaten für eine "sakrale Henkerspraktik":

    Keiner der Götterdiener ist für den Dienst am Richtbeil über seine Moralkodizes prädestiniert. Die Fragen bezüglich Henkerstum und Weihenschacherei stellt sich also ausschließlich über die Würde des Standes. Es ist schlicht unwürdig und erbärmlich wenn Geweihte sowas tun (müssen). Und allein das reicht in einer ausgewiesenen Standesgesellschaft schon aus um massive Kritik zu üben. Interessant dabei ist ja das speziell Al'Anfa weniger ständisch verfasst ist als eine ausgewiesene "quasi-mittelalterliche Feudalgesellschaft" wie es sie im nördlichen Aventurien gibt. Diesbezügliche Probleme wird es ohnehin innerhalb der Schwertgemeinschaft geben da die Kirche ja in ihrem Überbau auch eher mittelalterlich ständisch geprägt ist und sie somit absteits von Bornland, Donnerbach, Mittelreich und in Teilen des Horasreichs nicht wirklich in die anderen kulturellen Kontexte passt.

    Offiziell gehört Al'Anfa die Senne Süd, und wenn sie es nicht täte, hätten die ihren eigenen Rondra-Laden aufgemacht, was doppelt bemerkenswert wäre.

    Die al'anfanische Vorsteherin hat ja nicht ihre eigenen Glaubenphilosophie entwickelt, nach der sie jetzt lebt, die ist im deprimierten Dauerdrogenrausch und die Zustände im Rondra-Tempel Al'Anfas sind völlig anders als wie die Senne Süd beschrieben wird.

    Und genau mit diesen Problemen müssen Geweihte in Al'Anfa leben lernen. Aus "Integrationssicht" wäre es clever wenn die Rondrakirche eine neue "ganz südliche Senne" aufmacht und diese anders "verfassen" würde. Dazu reichen aber weder ihr Personal noch ihre "Kompetenzen". Es gilt eben ähnliches wie für das Mittelreich und das Kgr. Meridiana. To far to rule. Und so "versauern" und "degenerieren" die idealistischen Rondra-Geweihten die geglaubt haben sie alleine können es schaffen eine ganze Kultur zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

    Und da kommen wir dann an die OT Perspektive. Hätte die Redax Personal, Ressourcen und Expertise oder den Willen genug da was "runder zu schreiben" dann müsste eine neue Senne her mit regionalen Ausbildungsstätten und Personal aus eben dieser lokalen Kultur. Und diese würden dann, ähnlich wie Donnerbach im Norden, Rondras Glauben im Einklang mit ihrer Kultur verbreiten und wären nicht bloßer belächelter Spielball der Mächtigen die zu profanen Henkern degradiert werden.

    Rondra zum Geleit! Redax zur Hilf!!!

    Ich hab so bisschen den Faden verloren worum es geht. Einfach drüber reden wie man sowas findet oder irgendwelche "Satzungsfindung"? Denn wenn es nachweißlich durch Quellen belegt ist dass Waffenweihen "im großen Stil" verkauft werden und die Geweihten immer noch Karma besitzen dann ist das im "offiziellen Aventurien" halt so. "Zu Hause" kann man ja bekanntlich weiter machen was man will.

    Quote from Grundregelwerk S. 306

    Anders als die Magie, die eine stetig sprudelnde Quelle ist, wird die Karmaenergie von den Göttern verteilt. Auch wenn die Götter nicht jedes Mal, wenn ein Geweihter einen Fehler begeht, sich nicht an die Gesetze der Kirche hält oder ähnliche Vergehen begeht, sofort reagieren und ihm kein Karma mehr verleihen, so kann es doch geschehen, dass die Gottheit irgendwann als Strafe beschließt, die Regeneration von Karma zu blockieren, sodass der Geweihte keine Karmaenergie mehr zurückgewinnen kann. Ob er durch eine Buße das Vertrauen der Gottheit zurückgewinnen kann, ist Meisterentscheid und hängt von dem Vorgehen des Geweihten, dem Vergehen und der jeweiligen Situation ab. Durch den Einsatz dieser Optionalregel wird das Spiel etwas komplexer.

    Die Frage ist halt ob "Waffenweihe für Geld" ein Bestandteil des Moralkodex oder den Gesetzen der Kirche ist. Die Frage ist weiterhin ob z.B. Rondra-Geweihte aus Al'Anfa überhaupt noch ein Teil des gleichen Pantheons sind wie die Restlichen nichtalanfanischen Rondrianer. Ich würde den Puniner Ritus (garethisch Katholisch) und den Alanfaner Ritus (alanfansich Reformiert) durchaus in seiner Gesamtheit als andere Konfessionen auffassen. Ich würde sagen die Alanfaner Geweihten gehören ungefähr so zur "Senne des Südens" wie das "Königreich Meridiana" pro forma immer noch Teil des Mittelreiches ist. Und wenn der alanfanische Rondrakult keine expliziten Regeln haben die sowas verbieten dürfte das geschmeidig durchgehen.

    Aber auch wenn nicht der Moralkodex der "Gesamtkirche" ist an der stelle sehr "nicht spezifisch".

    Quote from GRW 5, AG I, KdG

    Moralkodex der Rondrageweihten

    • Verteidigung des Glaubens: Die Verteidigung des Glaubens ist die Pflicht jedes Rondrageweihten.
    • Ritterlichkeit: Der Rondrageweihte setzt im Kampf keine Armbrüste ein oder verhält sich unehrenhaft.
    • Verantwortung: Der Schutz aller Gläubigen, der Heiligtümer und der Tempel der Zwölfgötter steht im Vordergrund der Aufgaben eines Geweihten.
    • Zweikampf: Der ehrenhafte Zweikampf ist von allen Kampfhandlungen die rondragefälligste.
    • Schwertmeisterschaft: Sich in allen Waffengattungen auszukennen und sie zu meistern ist eine Selbstverständlichkeit für den Geweihten.

    Man ist also gegen Armbrüste und nicht gegen den "guten" liberalen freien Markt. 8o

    Auch der Moralkodex ist Menschenwerk (den Menschen sind ja jeweils keine Steinplatten mit den jeweiligen Kirchen-Kodizes vor die Füße geworden worden "Genau so!"), aber er wirkt eben auch auf die Menschen. Man lernt ihn als richtig und wichtig, als ein "So will ich leben!" und wenn man es nicht schafft, sich dran zu halten, gibt es Abzüge.

    Da würde ich vorbehaltlos zustimmen. Aber Menschen sind Ar... - Menschen eben. Der Novize geht da sicher noch mit "feurigem idealistischem Eifer" dran, genauso die relativ frisch gebackenen Geweihten (wer erkennt nicht z.B. Fahranfänger, die blinken, wenn sie ein parkendes Farzeug "überholen"? ;)). Aber dann kommt "das Leben (TM)" und der Markt beginnt zu regeln. Ich gehe daher davon aus dass sich alanfanische NPCs entweder einen anderen Moralkodex zugelegt haben und/oder den alten einfach weggekauft haben und/oder ihre "seelischen Bauchschmerzen" mit anderen Dingen betäuben: Sex, Drugs und was man in Aventurien für Rock'n'Roll nennt. Man kommt mit sowas selten in Berührung weil 99,99% der Spieler ja niemals auf die Idee kommen einen bekloppten Ronnie zu spielen. Wer einen Ronnie spielt hat meist das "Mindset" einen strahlenden Sauber-Blechmann zu spielen. Dabei wäre es sicher interessant mal auszuloten wo die Reise am Rande der "Entweihung" hingehen kann. Aber halt auch ansträngend (eventuell am meisten für die Gruppe).

    Rondra zum Geleit!

    Naja aber man muss schon auch sagen das DSA seit langem (DSA3.5/KKO) keinen Hehl daraus macht, dass liturgisches Wirken Menschenwerk ist. Und Menschenwerk beinhaltet immer auch einen gewissen Pragmatismus. Wenn ein*e "Karmatiker*in" es nicht zu sehr "verkackt", ist der Spielraum deutlich "dehnbarer" als Liebhaber*innen des "mystischen Spielstils" das gerne haben wollen. Das fängt ja z.B. mit der "myransichen Karma-melk-Orgie" (siehe Myranische Götter) an und hört dann eben bei "käuflicher Waffenweihe" nicht auf. Solange die Rondra-Geweihte nicht willentlich und wissentlich einem Namenlosen-Geweihten oder einer Blakharaz-Paktiererin ein passendes Paraphernalium frei Haus liefert, oder sie sich wie eine "Karma-Dirne" auf den Marktplatz stellt und damit "herumschachert", oder ähnliche unwürdige "Konzepte" bedient dürfte das ganze, für Traditionalisten unschön, aber für Rondra einigermaßen am-Popo-vorbei-geh-mäßig sein.

    Und gerade pragmatische Kulte und Kirchen sind es die Helden brauchen und die auch einer gewissen menschlichen Natur entsprechen. Ein Aventurien in dem es solche "Stilblüten" gar nicht gibt ist sicherlich ein "facettenärmeres". Ich finde man muss aufpassen dass man Kirchen und Kulte nicht allzusehr "dogmatisch-verklärt" und "fundamentalisert". Aber das ist sicherlich subjektiv.

    Mit dem Konzept "die Gottheit" (Wesen) und "das Göttliche" (Prinzip) hat man doch ein ganz gutes "Sicherheitskonzept" um aufrechte Streiter darzustellen, die immer "ihre Gottheit" suchen, aber eben auch pragmatische Gestalten die zwar das Prinzip der Gottheit "erfühllen" ihnen aber darüber hinaus eine Vertiefung der "Seeligkeit" nicht immer und übrall oberstes Gebot ist.

    Die Zwölfe zum Geleit!