Proben verdeckt würfeln?

  • Die Zwölfe zum Gruße!


    mir ist da beim Lesen meiner ganzen Regelbücher etwas aufgefallen: es wird bei vielen Talentproben darauf hingewiesen, das der Meister diese verdeckt würfeln sollte. Meine Frage ist nun: WARUM?
    Zum Beispiel: Laut Basisregelbuch (4.0) soll etwa eine Probe auf Schleichen oder Sich verstecken vom Meister verdeckt gewürfelt werden. Ich persönlich würde aber die Helden selbst würfeln lassen, denn die verstecken sich ja auch ;)


    Wie haltet Ihr das in Euren Gruppen?


    Vielen Dank und die Zwölfe mit Euch!

    Solange man am Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten, ist man auch nicht betrunken.

  • Der Hintergedanke dazu ist ja, dass der Held schleichen will bzw. muss. Er wird sich also größte Mühe geben nicht aufzufallen und sollte er es doch, dann würde er andere Mittel ergreifen. Würde er jetzt wissen, dass er seine Probe - wir nehmen mal "sich verstecken" - versemmelt hat, dann würde er wohl kaum hinter dem Baum hocken bleiben, wo man noch deutlich seine leuchtend rote Tuchrüstung sieht. Das würdest du als Spieler aber normal nicht wissen können - wüsstest es aber wenn du 20-20-19 gewürfelt hast. Also würfelt der Meister verdeckt und du erfährst das Ergebnis in dem Moment wo entweder die Orks an dir vorbeilaufen oder aber plötzlich neben dir stehen und dich erschlagen wollen. Anders sieht es bei Proben aus deren Ergenis du ja umittelbar sehen kannst. Also zum Beispiel "Schlösser knacken". Entweder ist es auf oder bleibt zu. Da muss man nicht verdeckt würfeln.
    Außerdem bietet es dem Meister gewisse rollenspielerische Optionen. Man könnte auch bösartiger Weise "Meisterwillkür" sagen, aber manchmal ist es z.B. so, dass bestimmte Dinge einfach passieren müssen (also beim obigen Beispiel, dass die Helden entdeckt werden). Wäre jetzt blöd wenn alle Spieler Würfelglück haben und sich meisterlich verstecken. Würde man sie dennoch entdecken macht der Meister sich schnell unbeliebt - verständlich. Würfelt er verdeckt kann er das Würfelergebnis ignorieren und den Spielern einfach vorgaukeln sich an dessen Ergebnis zu halten. Auch wenn es den Spielern bekannt ist, so wissen sie nie ob man nun auf die Würfel schaut oder nicht und das ersparrt eine Menge Frust und Ärger am Spieltisch.
    Wobei letzteres eh nicht auftreten sollte, denn es ist ein Spiel an dem alle Spaß haben sollten. Also würde man dann sowieso was falsch machen. Und das Spiel heißt auch nicht "Spieler vs. Meister" :lol2:

  • Letzlich kann ein Spielleiter das allerdings auch anders herum betreiben und den Charakter selbst bei misslungener Probe unauffindbar sein lassen, weil es im Verlauf des Abenteuers nicht zu gebrauchen ist.
    Verdeckte Proben sollen als Spannungselement dienen (Sieht er mich?), aber gleichzeitig auch als Kontrollhilfe (Er muss/darf nicht gefunden werden).


    Gelegentlich sollen Spieler auch einfach nicht wissen, ob die Probe geglückt ist. Die misslungene Probe auf Sinnenschärfe wird die Angabe, dass man nichts Besonderes sehe, relativ schnell zunichte machen. Manche Spieler neigen dann dazu, sich Tausend Sachen zu überlegen, um aus irgend einem, fadenscheinigen Grund, nochmals würfeln zu dürfen. Das Problem besteht nicht, wenn sie den Erfolg ihrer Probe nicht kennen (eventuelle Boni/Mali durch Mehrfach 1/20 kann man ihnen auch später mitteilen).

    Thorin: wenn so viele frauen heutzutage zur see fahren würden, dann auch nur um mailand zu plündern und mit viel stauraum für schuhe