Fußkämpfer im Einzelkampf gegen Berittene

  • Rondra zum Gruße,


    Aus den ofizellen Regeln geht nicht genau hervor, wie sich ein Fußkämpfer effektif gegen einen Reiter zur wehr setzen kann. Uns kam das der Fußkämpfer sich eigentlich nur Verteitigen kann wenn ein Berittener im Sturmangriff in Angreift. Die enzige Möglichkeit ware die Abwehr mit der Pike oder mit Fernkampfwaffen.


    So, meine Frage: Wie soll sich ein Fußkämpfer nun verhalten, wenn in offenen Gelände ein Reiter, der viel Platz hat verdeitigen bzw wie soll dieser den Angreifer besiegen können?


    Gruß Tion

  • Nicht auf den Kampf einlassen? Sprich gezielter Rückzug in ein ihm günstigeres Gelände. Ansonsten ganz klar Distanzwaffen bzw. Fernwaffen. Ideal wären Wurfgeschosse und flinke Beine (Ausweichen und werfen und wieder ausweichen und werfen). Hat so ein wenig was von "hit & run".

  • Hallo Tion,


    es kommt darauf an, mit was für Waffen Fußkämpfer und Reiter kämpfen, welche Werte sie haben und was dein Meister dir zugesteht. Ich gehe aber mal davon aus, dass weder das Gelände ausgenutzt werden kann, noch dass Fernkampfwaffen vorhanden sind. Wenn doch, sind Gelände ausnutzen und Schießen - wie Xerver schon ausführte - natürlich erste Wahl.


    Ansonsten würde ich zunächst versuchen die Waffe des Reiters zu identifizieren. Handelt es sich um eine Waffe der DK S oder P kann ein Fußkämpfer mit einem hohen INI-Wert über die Regel "Für je 4 INI-Differenz kann der Kämpfer mit der höheren INI die DK um eine Stufe senken." die DK verringern und damit dem Reiter erhebliche Erschwernisse auf seine AT einbringen. Mit etwas Glück ist sogar gar gar keine Attacke mehr möglich.
    Wenn damit die Ausgangssituation geklärt ist, würde ich je nach Typ des Fußkämpfers eine der folgenden Aktionen versuchen:


    • Nach einem gelungenen Meisterlichen Ausweichen durch eine (erschwerte) Akrobatik-Probe sich hinter den Reiter aufs Pferd schwingen.
    • Mit einem gezielten Stich die Beine des Reittiers angreifen (sind meistens nicht gepanzert und der PA-Wert von Reittieren ist relativ niedrig), mit etwas Glück erzeugst du schon bei der zweiten AT die dritte Wunde und damit stürzt das Reittier. Den AT des Reiters ausweichen.
    • Wenn der Fußkämpfer gut gerüstet ist und einen sehr hohen INI-Wert hat: Die eigene PA umwandeln und zwei mal mit einem gezielten Stich ein Bein des Reittiers angreifen, damit es stürzt, bevor der Reiter überhaupt zum Schlag kommt.
    • Wenn der Fußkämpfer gut gerüstet ist: Gegenhalten


    F&G


    Scheffnow

  • Beste Lösung ganz klar, fliehen oder Distanzwaffen. Ansonsten, nen Meter zur Seite wo nicht die Waffenhand ist und das Pferd schlachten. Beine bieten sich an. Jeder Treffer Macht das Reiten schwerer...

  • Eine Stangenwaffe und eigene hohe Beweglichkeit, und, wenn man selber kein rondrianischer Kämpfer ist, das Pferd angreifen. Das ist einfacher zu treffen statt des Reiters, und fortschreitende Verletzungen des Pferdes werden sich auf mittelfristige Sicht nachteilig auf den Reiter auswirken (zumindest, falls dieser kein außerordentlich guter Reiter ist mit Kriegsreiterei, und/oder das Pferd gut gerüstet ist).
    Aber auf offenem Gelände ist ein berittener Kämpfer im Vorteil, aber das ist dann nur angemessen.

  • Hmm... ich habe immer ein bisschen Bauchschmerzen beim Heldentypischen "wir töten das Pferd". Nicht umsonst wird immer mal wieder in den Regelwerken erwähnt dass das unrondrianisch und ein Rhajafrevel (!!!) ist. Hinzu kommt rein auf der OT-Ebene: Wenn ihr damit anfangt machen das auch die Gegner und dann sind die Pferde die man als Spieler lieb gewonnen bzw. teuer verkauft hat nach 2 Kämpfen verkrüppelt oder tot.


    Zu der Situation:
    Hakenspieße und ich glaube auch Hellebarden ermöglichen es den Gegner vom Pferd zu ziehen.
    Analog steht auch bei Festnageln meines wissens nirgendwo dass es nicht auch gegen einen Reiter geht um ihn vom Pferd zu ziehen.


    Das es eben ein Pferd ist dass sich bewegt kann man auch ohne es zu verletzen für seine Zwecke benutzen indem man es, zum Beispiel durch eine vorgestreckte Pike (Pferde scheuen verständlicherweise vor Speeren, da ist dann auch für Schlachtrösser eine erschwerte Reitenprobe fällig), Feuer, falls vorhanden Blitz oder ähnliches erschreckt. Insbesondere sehr plötzliches sehr helles Licht, bzw. laute Geräusche (Auris, Aufgeklappte Sturmlaternen in der Nacht, Flim Flam) könnten klappen.


    Wenn man als Reiter gar einen Ritter, Krieger, Offizier oder Soldat vor sich hat, hat auch Waffe wegwerfen und sich ergeben sehr gute Chancen.



    Alles in allem würde ich aber sagen: man sollte alles versuchen sich als Fußkämpfer nicht auf offenem Feld von einem berittenen erwischen zu lassen. Die Situation ist dann einfach mal Sch***e...

    Noctum Triumphat

  • Quote

    Nicht umsonst wird immer mal wieder in den Regelwerken erwähnt dass das unrondrianisch und ein Rhajafrevel (!!!) ist.


    Und im Turnier verliert man damit sofort seine Ehre (und außerhalb halt auch). Deshalb habe ich ja extra erwähnt, dass es dann eine Option ist, wenn man selber kein rondrianischer Kämpfer ist (denn für diese fällt es auf jeden Fall weg).
    Die Stute ist zwar das Symboltier Rahjas und darf eigentlich nur im Falle des schwer verletzt seins getötet werden, aber es werden Pferde im Kampf eingesetzt, und umsonst wird man sie auch dann nicht rüsten, wenn 12-Göttergläubige gehen 12-Göttergläubige antreten.
    Ich denke, es bezieht sich im Falle des Kampfes eher auf die Rahjastrenggläubigen, kein Pferd anzugreifen, für alle anderen halte ich das, wenn ich mir die Beschreibungen zum Thema Pferde im Kampf anschaue, für durchaus möglich, ohne Rahja zu freveln.
    Und natürlich gibt es jene, die erst garnict an Rahja und und Rondra glauben.

  • Und es gibt auch die, die vom Großmeister der Rahja zum Tode verurteilt werden, weil sie in einem Kampf unnötigerweise das Reittier des Gegners angegriffen und getötet haben. Ein leichtes Vergehen ist es also nicht.
    Aber gut, das Übliche eben. Wo kein Kläger am Leben bleibt, gibt es keinen Richterspruch.

    Thorin: wenn so viele frauen heutzutage zur see fahren würden, dann auch nur um mailand zu plündern und mit viel stauraum für schuhe

  • Ist es theoretisch möglich mit Niederwerfen/Umreißen einen Berittenem aus dem Sattel zu befördern?
    Kann man seine Aktion eigentlich irgendwie so verschieben, dass man einen Gegner im Vorbeireiten(nachdem man Ausgewichen ist) attackieren kann?
    Wie ist das mit Gegenhalten? Funktioniert das? Wenn ja, nur mit P/S-Waffen?



    Und um den Rahjafrevel zu perfektionieren: Todesstoß/Hammerschlag auf das Reittier :zwerghautelf:

    Im übrigen ist die Literatur nichts weiter als ein gelenkter Traum. - Borges

  • Quote

    Nicht umsonst wird immer mal wieder in den Regelwerken erwähnt dass das unrondrianisch und ein Rhajafrevel (!!!) ist.


    Es gibt Frevel und Frevel, Lügen ist auch ein Praiosfrevel, einem Bettler der Tür zu verweisen und dann die Wache zu rufen (Bettler der irgendwie in eine Oberstadt gekommen ist) ist ein Traviafrevel etc.
    Und wenn man es doch streng haben will ist es schon ein Rahjafrevel ein Pferd in den Kampf zu reiten denn dabei wird es mit ziemlicher Sicherheit verletzt...
    Und beritten einen Fußkämpfer anzugreifen ist sicher auch sehr rondrianisch, da soll sich die gute Göttin mal nicht so anstellen wenn das Pferd einen auf den Deckel kriegt.

    Quote

    Und es gibt auch die, die vom Großmeister der Rahja zum Tode verurteilt werden, weil sie in einem Kampf unnötigerweise das Reittier des Gegners angegriffen und getötet haben. Ein leichtes Vergehen ist es also nicht.


    Klar, wenn ich Überheld-Alrik mit meinem Zweihänder bin und der berittene auf einem alten Ackergaul reitet und mit einem Knüppel bewaffnet ist dann mag das tatsächlich unnötig sein, ansonsten ist das einfach nur lächerlich und hatte mit ziemlicher Sicherheit andere, politische Gründe.


    Quote

    Und im Turnier verliert man damit sofort seine Ehre (und außerhalb halt auch).


    Im Turnier sind das auch ganz andere Rahmenbedingungen. Ausserhalb ist das eine STandesdünkelsache, mn verliert seine Ehre auch für's Lügen...


    Und darum schließe ich mcih dem hier voll an:

    Quote

    Ich denke, es bezieht sich im Falle des Kampfes eher auf die Rahjastrenggläubigen, kein Pferd anzugreifen, für alle anderen halte ich das, wenn ich mir die Beschreibungen zum Thema Pferde im Kampf anschaue, für durchaus möglich, ohne Rahja zu freveln.

    Requiro hoc vesperi res calidas / Etiam res calidas ista noctu / requiro hoc vesperi res calidas / Da mihi calida, da mihi amorem noctu

  • Wie gesagt, ich denke dieses Konstrukt das die Redax aufgebaut hat in Richtung "Pferde angreifen ist böse" ist sicher auch gedacht um den Spielspaß zu erhalten...


    Ich werde als nächstes einen Ritter spielen, ich habe die GP für besonderen Besitz bezahlt um ein Streitross zu haben, ich habe eine Bindung zu dem Pferd, ich werde da noch massig Geld investieren müssen um es ausbilden zu lassen, wenn dann mein SL ankommt und jeden Gegner erstmal auf mein Pferd eindreschen lässt, auch wenn er stattdessen mich angreifen könnte und dann auch noch schön auf die Beine, dass es nach ein zwei Treffern verkrüppelt ist, dann knüll ich meinen Charbogen zusammen und mach mir nen neuen bzw. wechsel die Gruppe...

    Noctum Triumphat

  • Quote

    Im Turnier sind das auch ganz andere Rahmenbedingungen. Ausserhalb ist das eine Standesdünkelsache, mn verliert seine Ehre auch für's Lügen...


    Unbenommen, daher wird der Rondrianer zu Fuß auch weder das Pferd angreifen statt des Reiters, und über etwas lügen wird er auch nicht
    Ein Rondrianer wird sich an seine Richtlinien halten, und der Rahja-Kavalier wird nicht ein Pferd im Kampf reiten.


    Generell ist das ein Problem der sich widersprechenden Aventurienbeschreibungen. Eigentlich darf man tatsächlich kein Pferd töten oder verletzen, wenn es nicht durch andere Umstände bereits verletzt war. Andererseits werden Pferde für den Kampf ausgebildet, dort eingesetzt und daher ist es also legitim, dass ein Pferd im Kampfe verletzt oder getötet wird.
    Sag einem Ritter oder einer Amazone, dass sie frevelt, wenn sie beritten in den Kampf reiten. Sag einer Amazone, dass sie unrondrianisch kämpft, wenn sie ihren Bogen einsetzt, oder dem Ritter, dass es unrondrianisch ist, mit Pferd und Lanze auf den aufständischen Bauern mit Mistgabeln loszugehen.


    @Pyro: Jeder Gegner wird es bestimmt nicht tun, aber so einige gewiß, nämlich die, die sich nicht durch Ehre und rondrianischen Kampfeskodex führen lassen.
    Ein Pferd kann eine Menge einstecken, dazu wird es Rüstung tragen, und ein berittener Kämpfer mit Streitroß ist wahrscheinlich eine harte Kombination, die den meisten Einzelgegnern ohnehin überlegen ist.
    Und solange nicht jeder 08/15 Gegner MR 15 hat um den Magier auszubremsen und es ständig regnet und die Gegner schnell direkt vor der Nase stehen, um den Bogenschützen daran zu hindern, seinen Bogen klarzumachen und einzusetzen, wird bestimmt auch der Ritter mit seinem Pferde kämpfen können, solange es die äußere Situation zulässt.
    Natürlich wäre es unrealistisch, wenn einfach jeder nur auf den Reiter zielt statt das Pferd, aber weder das eine noch das andere wird wohl immer geschehen.

  • Um die Ursprungsfrage umzudrehen: Wie verhindert ein Reiter Angriffe auf sein Pferd?


    Ist es eigentlich möglich, einen Kampf nicht in der DK der eingesetzten Waffe, sondern in der nächstgrößeren DK beginnen zu lassen und die entsprechenden Erschwernisse hinzunehmen?


    Wenn das möglich wäre, könnte der Reiter mit einer DK NS oder S Waffe einen Fußkämpfer in der DK P (SP?) attackieren und dabei den AT-Malus von 6 (WdS S.79) hinnehmen. Er würde nicht direkt auf den Fußkämpfer los reiten, sondern versuchen in in der gewünschten DK zu passieren, sich dann seitlich vom Pferd weg lehnen und aus dieser Position zuschlagen. Damit könnte ein Fußkämpfer mit einer DK N Waffe nur noch parieren und das Pferd nicht mehr erreichen.


    F&G


    Scheffnow

  • Ein schwerer Berittener wird die Gegner mit der Lanze in Grund und Boden reiten und hoffen, dass nicht genug überleben um einen starken Wiederstand zu formen und eine Rüstung zum Schutz des Pferdes einsetzen soweit er sich das leisten kann.
    Ein leichter Berittener wird einen Angriff auf eine verletzliche Seite versuchen und seine Beweglichkeit nutzen um den Gegner keine Chance zum Angriff zu bieten (Vorbeireiten, Niederreiten, Fernkampfwaffen, etc) und sich davor hüten in bedrohliche Situationen zu kommen.


    Das Pferd ist nun mal gleichzeitig der große Vorteil und auch das verletzlichste an einem Reiter. Auch ist ein ausgebildetes Streitross sehr viel wert und dem Sieger lebendig nützlicher, von daher wird dieser im Normalfall versuchen es zu erbeuten.

    Freiheit vor Ordnung

  • In der Schlacht spricht noch was anderes dafür den Reiter zu töten und nicht das Reittier.
    Um mal aus der Serie Firefly zu Zitieren : Ein tötes Pferd ist eine Deckung, ein Tier dem der Reiter vom Rücken geschoßen wuirde bedeutet jede Menge Panik...