Profession Adliger

  • Also die Frage ist, ob es vielleicht eine Profession „Adliger“ geben sollte. Mir ist das in den Sinn gekommen, als ich überlegt habe welche Profession am besten zu einem „typischen“ Adelssprössling passt der auf dem Sitz seiner Familie groß geworden ist. So etwas gibt es aber ja gar nicht, man muss sich dann schon für eine der normalen Profs. entscheiden, was ich irgendwie unpassend finde.


    Ich glaube, dass man als normaler Adelssohn verschiedene Privatlehrer hatte und zwar in verschiedenen Bereichen. So kann ich mir vorstellen, dass er durchaus gut mit einem Schwer umgehen kann weil es ihm beigebracht wurde, auch mit einem Bogen oder der Armbrust weil man zur Jagd unterwegswahr usw. Gleichzeitig lernt er sein „Handwerk“ also Staatskunst, Etikette, Heraldik was auch immer. Dann wird er aber wohl auch einen Lehrer für die klassische Bildung haben, also Lesen, Schreiben, Rechnen, Geschichtswissen usw. Vielleicht gibt es einen Hofmagier von dem er etwas über Magie lernt. Er lernt natürlich das Reiten. Auch denke ich, dass man in der behüteten Umgebung einer Burg oder ähnliches auch gewissen „Hobbies“ nachgehen, kann welche auch immer man sich da aussucht. Zum einen hat man die Zeit dazu weil man nicht arbeiten muss zum anderen das Geld.


    Ich würde also am ehesten an einen Char denken, der eine recht breit gefächerte Bildung/Ausbildung hat aber dafür vielleicht einzelne Talente nicht bis zur Vollendung beherrscht, da er Unterumständen ohne den Druck aufgewachsen ist in einer der Disziplinen vollendet zu sein (Während ein Steinmetz, der Steine nicht gut behauen kann, keinen Gesellenbrief erhält usw.)


    Irgendwelche Vorschläge, wie seht ihr das?

  • Meiner Erfahrung nach kann man solche Adligen ganz gut mit den bestehenden Professionen nachbilden. Folgende bieten sich an:


    Höfling (dann etwas mehr in die Kampftalente und auf reiten bringen)
    Ritter (dann weniger auf Kampf, mehr auf Hobby gehen)
    Falkner (zusammen mit Adlig sehr passend, da steht dann eben das Hobby im Vordergrund)
    Gelehrter (wieder mit dem Hobby im Vordergrund, Etikette und eventuell Kampf sollten nachgesteigert werden um dein Bild des Adligen zu bekommen)
    Herold (auch wenn er den eigentlichen Beruf nicht ausübt eignet sich die Profession ganz gut um einen solchen Adligen zu bauen)


    Das nur so als Vorschlag. Ansonsten wird ja zum Beispiel in Wege der Helden ausführlich beschrieben wie man sich eigene Professionen bauen kann.
    Bei 4.0 stand es irgendwo in der Schwerter und Helden Box. Ich glaube bei dem Heldenband.

    Noctum Triumphat

  • Ritter finde ich zB unpassend, weil man sich dann ja quasi selbstverpflichtet ist usw und nicht jeder Held möchte so einen strengen Moralkodex haben.

  • deswegen nannte ich ja auch die ganzen anderen Professionen :zwinker:


    Aber du musst zugeben dass sich ein Ritter schon für viele "Adligentypen" gut eignet. Ansonsten kann man auch "einfach" aus dem Ritter die Prinzipientreue rausrechnen wenn man Lust hat und ihn wirklich nur als "Basisbau" für eine eigene Prifession sehen.

    Noctum Triumphat

  • Ich fände auch den Taugenichts mit seinen Varianten eine sehr interessante Profession für einen Adligen.


    Aber eine eigene Profession "Adliger" fände ich etwas schwierig genau zu bestimmen, es gibt ja einiges an regionalen Unterschieden, was ein Adels-Sproß so lernt bzw. lernen muss oder kann. Dazu gab es vor nicht mal allzulanger Zeit einen Thread, den ich jetzt spontan aber nicht finde, der hat das Thema "Was muss ein Aliger können" besprochen und hier kamen auch die regionalen Unterschiede zum tragen.

    Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird.
    – altes klingonisches Sprichwort

  • Ja, der Adelige, der einfach nur Adeliger ist, ohne sonst etwas groß zu lernen, der fehlt eigentlich.
    Ein bisschen geht der Taugenichts in die Richtung, aber eher in die negative Richtung, ist also auch nicht so passend, oder der Höfling.


    Wenn man da wirklich etwas will, kann man ja vielleicht den Taugenichts oder Höfling etwas verändern, oder bastelt sich selber was.


    Ein paar Ansätze gibt es auch schon: Der offizielle Adelssproß (man muss über den Charakterbogen drüber weiter nach unten scrollen) der im AB "Goldene Ketten" vorgestellt wurde, wenn ich das richtig rauslese (und damit durchaus offiziell ist), in der Sammlung selbsterstellte Charaktere in der Wiki gibt es den horasischen Adeligen


    EDIT: Für den oberen Teil ein bisschen zu langsam.^^

  • Ich seh das so wie Pyro.
    Da das überhaupt nicht teuer ist, viele Talente nur gering zu steigern, kann das auch jeder einfach so machen, der es will, indem er auf eine günstige Profession aufbaut.


    Allerdings halte ich das Bild, was du von Adligen zeichnest für eher unrealistisch, kaum ein Adliger wird so aufwachsen.
    Einen Hofmagier? Das werden die wenigsten haben. Adlige Familien, die Güter verwalten, haben genug mit der Verwaltung zu tun. Ihre Sprösslinge können wohl kaum machen, was sie wollen. Das ist höchstens bei Stadtadligen manchmal der Fall, die haben dann aber wiederum wenig Ahnung von Verwaltung von Gütern, Landwirtschaft und vllt. auch Kampf.

  • Für den Landadeligen an sich gibt es ja explizit den Gutsherren als Variante des Bauern. Ansonsten ginge noch Winzer oder Viehzüchter in Ergänzung zu bereits genannten auf dem Land.


    Vorschläge á la Höfling würde ich eher dem Stadtadel zuschlagen und da kann man dann eigentlich alle Professionen nehmen, je nachdem das wievielte Kind man ist, kann man sich ja mehr oder weniger frei entscheiden welche Professionen man nimmt. Für jemanden mit adeligen Erbe fände ich allerdings auch die Professionen wie Schreiber interessant, mit denen man finde ich gut darstellen kann, dass ein Adeliger auch viel mit Verwaltung etc. zu tun hat.


    Insgesamt würde ich aber solche Professionen an den SO koppeln: je wichtiger der Adelige, desto "nutzloser" werden die Berufe (Taugenichts oder Ritter). Wer es sich leisten kann nicht den ganzen Tag dafür zu sorgen, den Hof erhalten zu können, kann sich auch soetwas leisten.

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Freibauer oder Gutsherr sollte man auch in die Liste mit aufnehmen

    "Rondra ist n Mädchen" (Leviathanas) Ich finde, das musste mal gesagt werden.

  • Ich habe geschrieben VIELLEICHT gibt es einen Hofmagier, dass nicht jeder Graf einen eigenen Magier hat halte ich auch fuer unwahrscheinlich.

  • Das nicht X halte ich für unwahrscheinlich. Also ist es ziemlich wahrscheinlich, dass X!


    Aber das meinst du jetzt es ist wahrscheinlich nicht, oder?

    "Rondra ist n Mädchen" (Leviathanas) Ich finde, das musste mal gesagt werden.

  • Eine Proffesion Adlig gibt es nicht.
    Adlige müssen sich diesen Titel verdienen und nur weil sie Adlig sind heißt das nicht, das die Kaiserin ihnen das Geld zum Leben schenkt. Und da ein Adliger auch keine spezifischen Vor- und Nachteile (außer Adlig) aufweist lohnt es sich nicht eine Extra Adligen Proffesion zu erstellen. Nimm einfach eine Proffesion am besten aus dem Gesellschaftsbereich und mach den Vorteil Adlig rein.

  • Barone oder Grafen aus dem Mittel- und Horasreich haben durchaus das Geld zum leben, ohne wirklich eine Profession im Sinne des Wortes erlernen zu müssen (die sollten halt in der Lage sein, ihre Ländereien zu verwalten, oder wenigstens einen guten Verwalter zu haben und den angemessen kontrollieren zu können), und das gilt dann auch für ihre Erstgeborenen. Die Zweit- und Drittgeborenen schickt man zur Armee, zur Kirche, die müssen was lernen. Der Erstgeborene kann wohl auch zur Akademie gehen oder so, nur der Lebemann/Lebefrau, der tatsächlich mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde (solche Adeligen gibt es durchaus - es gilt gewiß nicht für alle, denn es gibt auch arme Baronien, und/oder kleine, von den Junkern und Rittern mit ihren Gutshöfen mal gar nicht zu reden, oder gar den bornischen Brückenbaronen), kann ich mir gut vorstellen, der einfach mal später Land, Finanzen und Titel erben wird, und der eben nicht Krieger, Offizier, Geweihter oder Gelehrter wurde, sondern beizeiten von den Eltern eingeführt wird in die nötigen Dinge, Rechte, Pflichten und Auflagen als amtierender Baron/Graf/was-immer, und ansonsten auf die Jagd geht, andere Adelige auf Bällen trifft und sich einen schönen Tag nach dem anderen macht - den kann man so recht nicht durch eine Profession darstellen.
    Der Höfling scheint mir noch nahe zu kommen, kann aber eben auch ein Hofdiener sein, und der SO von max. 10 zeigt eigentlich schon, dass er nicht die erstgeborenen Kinder von Baronen und Grafen mit einbezieht, weil die einen höheren SO haben (das nicht Erstgeborene Kind einres Barons fängt bei 10 gerade mal an, ist also Minimum).


    Verdienen müssen Adelige sich gar nichts - der Titel wird vererbt, und ob da jemand fähig ist, die Baronie oder gar noch größeres zu regieren wird sich erst zeigen, wenn er eingesetzt wurde. Wenn er unfähig ist, geht das bald vor die Hunde, aber auch dann kann man es nicht wegnehmen, weil er unfähig ist.
    Neuadelige bekommen vielleicht einen Titel für besondere Taten, aber das ist im Mittelreich eher selten und dann auch mehr im Bereich Junker/Edler/Ritter zu finden (und oft dann nicht mal weiter vererblich, bzw. auch nicht unbedingt mit einem Lehen verbunden).

  • Mal was anderes:


    Wenn man der Erbe ist (also beide Vorteile hat) und sagen wir mal ein "normaler" Grafensohn ist, braucht man dann zB auch wieder den BB um sich die Burg zu erkaufen auf der man lebt oder reicht da die Begründung, dass die Eltern das einen vererben? Beziehungsweise wenn die Burg ingebriffen ist, könnte man sich mit den 75.000D sozusagen auch eine größere Grafschaft o.ä. kaufen?! Zweiter Teil der Frage: Auf welche finanziellen Mittel hat so ein Erbe, im Schnitt, im Momat zugriff? Ich rede von einem durchschnittlichen Baron oder Grafen da muss es ja durchaus einen Mittelwert geben.

  • Wenn du schon geerbt hast wäre es sehr unwahrscheinlich auf Abenteuer auszuziehen, weil du andere Verpflichtungen hast.


    Der Normalfall wäre die Existenz einer Burg, die du erben wirst, nicht aber schon geerbt hast. Da das Erben deine Abenteuerlaufbahn ziemlich sicher beenden wird, bedarf es dafür keiner Regeln.


    BTW: Baron, oder Graf? Das ist ein Unterschied. Barone/Freiherren verfügen gewöhnlich über weniger bedeutsame Ländereien, als Grafen (von denen sie ihr Lehen erhalten haben). Grafen und Fürsten wiederum sind Lehensnehmer des Königs.

    "Rondra ist n Mädchen" (Leviathanas) Ich finde, das musste mal gesagt werden.

  • Da ein Besonderer Besitz zur Profession passen soll, würden elterliche Ländereien in den wenigsten Fällen passen, auch wenn es bei einem Kämpfer vielleicht das Schwert ist, dass seit x Generationen weiter gegeben wird, er nichts ist, was Einkünfte bringt (kann also schon mal nicht die Länderei der Eltern sein) und etwas ist, auf das man zu Spielbeginn schon Zugriff hat (was die elterlichen Ländereien nicht sein können, weil man ja nicht den Herrn/die Frau Graf/Gräfin spielt, sondern das erbberechtigte Kind des Grafen): Nein.


    Wenn der bisherige Titelträger/Titelträgerin stirbt, wird der Erbe Titelträger. Dazu braucht man keinen BB, denn der Vorteil "Adeliges Erbe" bringt das Erbe - sobald der bisherige Träger stirbt, damit liegt es in SL-Hand, wann und ob überhaupt der SC regierender und amtierender Graf oder Baron wird (eine solche Position dürfte nicht zuträglich sein für das AB-Leben).


    EDIT:

    Quote

    Zweiter Teil der Frage: Auf welche finanziellen Mittel hat so ein Erbe, im Schnitt, im Momat zugriff? Ich rede von einem durchschnittlichen Baron oder Grafen da muss es ja durchaus einen Mittelwert geben.


    Ist abhängig von der Größe, von der Art des Landes, wieviel Leute dort leben, was die Haupteinnahmequellen sind ... Das kann in diesem Rahmen schon merklich variieren. Von all den Einnahmen müssen dann Steuern und andere Abgaben gezahlt werden, Straßen und Wege müssen instand gehalten werden, man braucht eine Rücklage für schlechte Zeiten, Geld für weitere Ausgaben ... was dann übrig bleibt, fließt in die Tasche des Titelträgers. Was dieser davon seinem Sprößling abgibt, steht dann wieder auf einem anderen Blatt.
    Für den ersten Teil, also herauszufinden, was für Einnahmen und was für Ausgaben man so hat, empfehle ich das Dokument des Baroniespiele, weil man sich damit das eigene Gut oder Baronie zusammenstellen kann und weiß, was man wann wofür zu zahlen hat und was man einnehmen kann.
    Was dann das Kind als Taschengeld bekommt, muss dann wohl der SL in Absprache mit dem Spieler bestimmen.

  • Jo hätte auch nicht gedacht, dass man als Erbe dann die Burg nochmal kaufen müsste. Man hätte in dem Fall nur auch so argumentieren können, dass der "normale" Erbfall bedeutet - Titel ohne Länderein und wenn man auch noch Länderein/Burg haben möchte, dass das dann ein BB ist. Halte es aber auch für sinniger das auch eine normale Anzahl an Länderein etc vererbt wird.


    Das mit dem BB für größere Länderein bezieht sich auf den Vorteil der sich natürlich erst im Falle einer Erbschaft "aktiviert", dass man quasi sagt "Mein Vater ist ein reicher Graf" und dies dann zB über BB rechtfertigt/bezahlt wie auch immer.


    Das es von den Einnahmen und Ausgaben abhängt ist mir klar... :) Das es variiert auch :) Darum frage ich ja nach einem Durchschnitt. Ich würde zB schätzen, dass ihm Dukaten in Höhe es entsprechenden Lebensstiels zur Verfügung stehen. (Glaube ca. 50 steht im Basisbuch).


    Die Regelung mit den ständigen Einkünften kann ich nicht ganz nachvollziehen beim BB. Welcher "Gegenstand" im Wert von 75.000 D kann denn keine Einkünfte bringen zB durch Vermietung (warum man ihn nicht zu Spielbeginn verkaufen sollte will ich mal gar nicht erwähnen.)

  • Ein (großes)Haus auf einem Grundstück in einer (großen) Stadt.
    Eine mehrfach personalisierte und verbesserte Waffe, ein besonders wertvolles und gut ausgebildetes Pferd, ein magisches Artefakt ... Diese Sache fallen zwar nicht in den 75.000 D-Bereich, aber durchaus bis in den vierstelligen Bereich, und 75.000 D sind ja auch wirklich das Ende der Fahnenstange, das muss man erst mal haben (dürfen).
    In der Regel und Normalfall liegt der Werlt des BB zwischen 50 und 200 D laut Beschreibung, was deutlich überschaubarere Summen sind.


    Laut Beschreibung ist ein BB etwas, zu dem der SC eine persönliche Bindung hat, mit dem also gut umgeht, der am Herzen liegt und den man eben nicht verkauft.


    Titel und dazu gehöriges Land sind schon zusammengehörig.

  • Titel ohne Ländereien kommt bei Baronen selten, bei Grafen gar nicht vor (weil Titel in den meisten Fällen nämlich an ein Lehen geknüpft sind). Und wenn du dir die Preise mal anschaust, die man so für Land aufbringen muss, dann sind auch 75000 D überhaupt nicht viel. Berechne auch gleich mal die Preise für eine Burg, da bleibt nicht viel übrig.


    Lehen allerdings kann man grundsätzlich nicht verkaufen, weil sie einem nicht direkt gehören (alles Land gehört dem König, der es nur "verleiht"). Teilweise verpachten kann man es zwar, aber der Lehensnehmer bleibt seinem Lehensgeber dennoch direkt verantwortlich. Er ist in diesem Sinne nicht frei. Und er muß die Abgaben aufbringen, hat dem Heerbann folge zu leisten etc... Das wird nicht so einfach, wenn man seine Ländereien verpachtet hat.

    "Rondra ist n Mädchen" (Leviathanas) Ich finde, das musste mal gesagt werden.