Verbreitung verbesserter Waffen

  • Urjel: Danke, aber das wird nicht nötig sein. Es steht ja in WdS drin, nachdem ich wußte, dass ich nach so etwas zu suchen habe.^^


    Auch die Frage, ob man verbesserte (nicht persönliche - die haben einen eigenen Thread^^) Waffen eher sich als Belohnung verdient oder zusammenspart finde ich schon interessant.
    Ich persönlich bin ein Fan von Belohnungen, galube ich, die praktischen Erfahrungen fehlen mir da als Spielerin.^^


    Ich würde sagen, die preislichen Vervielfachungen addieren sich kumulatuiv zu den Kosten durch Angebot, Nachfrage und wie verbreitet eine Waffe in einer Gegend ist. Der Schmied aus dem Horasreich wird für einen verbesserten Nachtwind bestimmt mehr nehmen als für ein verbessertes Schwert (davon abgesehen, dass man einen meisterlichen Schmied finden muss, der einen Nachtwind schmieden kann), aber das achte ich eigentlich ohnehin als selbstverständlich und als ein anderes Paar Schuhe neben dem, wie in der eigenen Gruppe mit verbesserten Waffen umgegangen wird.

  • Ich schmeiss auch mal einen meiner Meinung nach interessanten Dankansatz in die Diskussion, der die Verbreitung von besonderen Waffen meiner Meinung einschränkt.


    Das vor allem im Mittel- und Horasreich verbreitete Zunftwesen. Die Zünfte untereinander haben Wettberwerb ausgeschlossen. Die Zunft einer Stadt legt den Preis und die ungefähre Qualität für alle Schmiede für ein neu geschmiedetes Schwert fest. Die Zünfte wollen keinen Schmied der bessere Waffen als der durschschnittsschmied herstellen kann herstellt, also denke ich, daß die meisten MHerrausragenden Schmiede die besondere Waffen herstellen entweder in direkten Diensten eines (oder mehrerer) Adeligen arbeiten (und somit nicht Zünftig sein müssen) oder aber ausserhalb der Einflussgebiete der Zünfte (z.B. Mhanadistan, Thorwal oder so) leben.


    Das allein verhindert schon, daß viele Leute Meisterlich geschmiedete Waffen haben. Das verhindert natürlich nicht, daß man auch mal bei einem Normalen Schmied für den Preis eines normalen Langschwertes auch mal eines findet, daß eine höhere (oder niedrigere) Qualität besitzt.


    Und der Gedanke "Ich mach jetzt bessere Waffen und verkaufe sie zu den von er Zunft festgelegten Preisen" würde wohl den wenigsten kommen, denn die Strafen für solche Vergehen können schon übel sein (vom Ausschluss aus der Zunft bis zur Folter war im Mittelalter alles dabei, man kann für sich selbst ausmachen, was davon schlimmer ist)

  • Ismet_ben_Jakuban
    Aber es wird einem Schmied doch kaum verboten sein eine Zusatzliche Waffe zu führen die andere Halt nicht anbieten.
    Das wäre dann wohl der Beste Schmied der Großstadt, also wohl der Zunftmeister, und bei dem bekommt man eben auch Meisterliche Waffen zu meisterlichen Preisen.
    Eingeschränkt wäre dies ja nur wenn er durch seinen Ruf zb. für normale Waffen mehr nimmt als normale Schmiede bekommen.


    Wobei ich mir nicht sicher bin wie weit die Zünfte in DSA bezüglich der Preise der Idenen Realität gleichen... denn mit festgelegten Preisen wäre zb. Feilschen gar keine Option ;) Das wär doch schade...

  • Schade vielleicht, aber so sind nunmal Zunftregeln. Wer sich in einem Verbund eingruppieren möchte, um die Vorteile zu genießen, muss auch mit den Regeln einer Zunft leben. Immerhin sichern die Zünfte teilweise das Überleben guter Handwerker, die sich durch zu großes Wettbewerbsdenken in den Ruin treiben würden.
    Da kann man auf ein bisschen Feilschen wirklich verzichten.


    Und man kann dem Schmied durchaus verbieten, ein größeres Sortiment zu haben, als erlaubt. Denn hält er sich nicht an die Bestimmungen, fliegt er eben aus der Gilde. Und das will der Schmied sicher nicht, nur weil er lukrative Waffen verkaufen möchte, die vielleicht alle paar Monde einmal über den Ladentisch gehen.
    Dass Spielerchars mit verbesserten Waffen rumlaufen wollen, heißt nicht, dass die auch oft beim 'Alrik-Normalbürger' zu finden sind.

    Thorin: wenn so viele frauen heutzutage zur see fahren würden, dann auch nur um mailand zu plündern und mit viel stauraum für schuhe

  • Naja, das war ja eigentlich cder Sinn der Zünfte: durch gleiche Qualität und gleichen Preis keinen Wettberwerb.
    höhere Qualität --> Bestrafung
    niedrigere Qualität --> Bestrafung
    höhere Preise --> Bestrafung
    niedrigere Preise --> Bestrafung


    Feilschen war bei Zünfigen Meistern nicht, da diese sonst bestraft wurden.
    Feilschen kann (und sollte) man bei Händlern, die bei weitem höhere Preise als die Handwerker verlangen müssen, da durch die Zünfte die Handwerkswaren, wurden sie nicht bei den Handwerkern selbst gekauft, sehr hoch besteuert wurden.

  • Bezüglich der Zunftregelung kann es folgende Ausnahme geben:


    der Meisterwaffenschmied bekommt einen Auftrag für eine besonders Hochwertige Waffe. Er fragt hierfür bei der Zunft um eine entsprechende Genehmigung für diese eine spezielle Waffe an, zahlt für diesen einen Auftrag eine zusätzliche Gebühr an die Zunft (die einen Teil davon u.U. an die anderen Waffenschmiede der Stadt auszahlt) und kann dann die entsprechende Waffe herstellen. Das wäre dann auch eine Erklärung für die deutlich höheren Preise für diese Waffen.


    Eine andere Möglichkeit wäre, dass ein Handwerker eine Ausnahmeregelung bekommt, in dem er nur Bürger eines bestimmten Stadtteils beliefert, die einen bestimmten Qualitätsanspruch haben. Er darf seine Ware dann nur an Bürger der Stadt verkaufen, die nachweisen, dass sie in besagtem Viertel leben (sofern diese Personen nicht sowieso prominent genug sind das man sie sofort erkennt), darf dann höhere Qualität produzieren, entsprechend höhere Preise verlangen, muss dafür aber auch höhere Abgaben an die Zunft zahlen. So etwas dürfte aber eher bei Handwerkern wie Schmuckhandwerker, Töpfer, Tischler u.ä. der Fall sein. Das Klientel von Waffenschmieden ist aufgrund der zuweilen recht strengen Waffengesetze eh nicht so umfangreich.


    Würde dann aber beudeten: solche Waffen sind bei keinem Waffenschmied "auf Lager", sondern müssen i.d.R. immer auf Bestellung angefertigt werden.


    Ansonsten dürften Handwerker, die solch außergewöhnlichen Waffen regelmäßig herstellen, im Dienste von hochrangigen Leuten stehen (z.B. im Dienste eines Adligen oder eines Tempel) und exklusiv für diesen Waffen herstellen. Solche Handwerker stehen sozusagen außerhalb des Zunftsystems, da sie ja nicht den "freien Markt" beliefern, sondern nur ihren jeweiligen Lehnsherren.


    Und, natürlich, Handwerker, die als einziger am Ort ansässig sind, unterstehen ebenfalls nur in geringerem (oder gar keinem) Umfang dem Zwang der örtlichen (bzw. regionalen) Zunft, da es ja keine Mitbewerber gibt und daher Wettbewerbsregelungen nicht notwendig sind. Allerdings dürften solche Waffenschmiede ebenfalls eher selten hochwertige Waffen auf Vorrat haben, da in solch kleinen Ortschaften die Nachfrage auch entsprechend niedrig ist.