Rhajeeds Labor in der khunchomer Chamib al'Chemie

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  • Khunchom, die weiße Perle am Mhanadi.


    Hier in der Stadt die niemals schläft, dem wohl bedeutendsten Hafen der Tulamidenlande pulst das Leben Tag und Nacht. Die Luft ist geschwängert vom Duft des nahen Meeres, vermischt mit den unzähligen Exotischen Gerüchen aus Tausend und einem Rausch. Stände mit frischem, köstlich anzuschauenden Obst reihen sich an Gewürzstände mit teurem Khunchomer Pfeffer und anderen seltenen Gewürzen während die mobilen Garküchen der Maraskaner des Exilantenviertels Tag und Nacht ihre unheimlich scharfen Gerichte an hungrige Wagemutige veräußern.


    Eine der großen Attraktionen der Stadt ist natürlich auch die berühmte Dracheneiakademie mit der ihr angeschlossenen Chamib’al’Chemie in welcher man neben den vielgerühmten Artefakten auch seltene Tränke und Elixiere erstehen kann, sofern man denn das Geld dafür hat.


    Wer hier nach einem eben solchen seltenen Elixier fragt oder wissen will welche Wirkung ein eben solches gefundes wohl haben könnte, wird dabei recht schnell zu einem der Dozenten und Magister der Chamib’al’Chemie verwiesen und so kann es gut sein dass man sich bald vor der aus solidem Steineichenholz gezimmerten Tür eines Alchimisten wiederfindet auf der ein Schild verkündet


    Magister Ordinarius Rhajeed ibn Vassad al’Alam
    Lehrstuhlinhaber der Spagyrik


    Ein kleines Wendeschild verkündet auf Tulamidya und Garethi ob der Zutritt momentan erlaubt ist oder man zur eigenen Sicherheit lieber draußen bleiben sollte doch im Moment verkündet es dass man mit seinen Wünschen gerne vortreten kann, sei man nun Kunde mit Wünschen oder Scholar mit Fragen zur Vorlesung oder den Heimarbeiten.



    Öffnet man die Tür, so tritt man in einen hübsch gestalteten Vorraum ein, von dem aus eine weitere, sehr solide Tür wohl in das eigentliche Labor führt. Eine weitere Tür zur Rechten führt in einen Aufenthaltsraum in dem momentan eine Assistentin des Magisters – eine junge Tulamidin mit Alchimistenschürze, zu einem dicken Dut gebundenen Haaren und einer Brille - in einem großen in Leder gebundenen Buch blättert und sich dabei auf einem kleinen Block Aufzeichnungen macht. Eine weiterer junger Gehilfe, wohl noch in den niederen Lehrjahren ist am gleichen Tisch mit der Reinigung eines nicht näher zu identifizierenden Alchimistischen Gerätes beschäftigt, welches völlig mit einem ungewöhnlich metallisch-grün schimmernden Ruß verkrustet zu sein scheint. Der trotz allem schrubben immer noch sichtbare grün-metallische Schimmer der Augenbrauen des jungen, blonden Mittelländers lassen auch erahnen warum er sich für diese undankbare Aufgabe qualifiziert hat.


    Zur linken schließlich liegt das Büro des Magisters, dessen Tür gerade geöffnet ist. Die seitlichen Wände des Zimmers werden eingenommen von gut gefüllten Bücherregalen in denen man neben den gängigen Alchimistischen Werken auch einen kompletten Jahrgang des Salamanders, Paramantus berühmtes Lexikon und viele weitere mehr oder weniger bekannte Fachwerke finden kann, einige davon unglaublich selten und wohl eher Akademie als Privatbesitz. Die der Tür abgewandte Wand schließlich hat gar ein großes Glasfenster, welches wohl auch als Werbung für die Kunst des Meisters und um Kunden zu beeindrucken dient und den Blick auf den Akademiegarten eröffnet.
    Hinter einem großer Tisch mit hübschen Mohagoni-Intarsien sitzt der Meister selbst, das Gesicht mit einem gepflegten Kinnbart geziert, die Haare kurz und schwarz, gekleidet in einen sehr edel gewebten teuren Burnus und Kaftan, welche mit ihren vielfältigen Farben – von Rot über Orange zu gelb und schließlich gar weiß changierend – lebhafte Flammenbilder nachbilden.
    Einige Brandnarben an den Händen und auch am Haaransatz sprechen von einem bewegten Arbeitsleben, entstellen jedoch nicht das Antlitz des Tulamiden welcher wohl in den besten Mannesjahren steht. Um den Hals trägt er ein Amulett mit einem mondsilbernen Halbmond, während an den Fingern eine ganze Reihe von Ringen glänzen, darunter auch ein Ehering, ein aus Onix geschnitzer Ring einer sich in den Schwanz beißenden Schlange und ein Silberring, welcher mit einem in Fuchsform geschnittenen Türkis verziert ist.
    An den Füßen rollen zwei hübsche tulamidische Pantoffeln ihre Spitzen nach oben ein und künden mit ihrer reichen Bestickung ebenso wie das kleine Wohlstandsbäuchlein Rhajeeds, vom Wohlstand ihres Träges.


    Auf dem Tisch befinden sich allerlei Papiere und Briefe, offensichtlich ordnet und beantwortet der Alchimist gerade seine Korrespondenzen, wobei er hin und wieder einen genüsslichen Zug aus dem Schlauch einer großen, reich mit Messing verzierten Wasserpfeife nimmt, welche wohl mit kokosaromatisiertem Tabak befüllt wurde.
    Daneben erblickt man aber auch allerlei andere interessante Objekte auf dem Tisch, nur zu nennen ein Briefbeschwerer in Form einer reinen Bergkristallkugel, ein kleiner Schmuckdolch in maraskanischer Machart auf einem repräsentativen Gestell oder auch ein kleiner Topf mit einer kaum bekannten Orchideenart, welche wohl nur dank Magie und Elixieren in ihrer wahrhaft prachtvollen Verfassung gehalten wird und neben ihres bezaubernden Anblicks einen betörenden Duft verströmt.
    Auf einem kleinen Stövchen steht eine Kanne mit Tee bereit in eine hübsche kleine Tasse mit Untersetzer gefüllt zu werden, alle vier Stücke aus feinem Unauer Porzellan gefertig.
    Einige an den Wänden angebrachte Zauberzeichen halten den Raum trotz der sommerlichen Hitze draußen auf einer recht angenehmen Temperatur, während Bannzeichen an den Regalen wohl die Bücher vor Flammen schützen sollen.







    Hier wird man auf jeden Fall hin verwiesen, wenn man nach exquisiten heilenden Elixieren sucht, welche zwar hier ganz sicher auch nicht billiger sind, als anderswo, dafür aber dafür bekannt eine garantierte Qualität zu besitzen, ist doch der Magister in Fachkreisen für seine unzähligen Arbeiten und modifizierten Rezepte zu diesem eigentlich so grundsätzlichen Mittelchen bekannt. Schon so mancher wohlhabende Händler, Thronfolger mit Konkurenz aber auch weitsichtiger Abenteurer wusste sich beruhigt mit einem Trank in der Hinterhand, welcher selbst schlimmste Wunden wie von Zauberhand zu schließen vermochte. Aber auch Gegengifte, Schlaf- und Astraltränke lassen sich hier erstehen, so man sie sich denn leisten mag.


    Weiterhin weiß der Meister auch die weitgerühmten Tulamidischen Tränke der Tugenden zu bereiten, welche für einige Zeit sagenhafte Kräfte oder einen messerscharfen Verstand verleihen können und auch allerlei andere Elixieren weiß er zu bereiten auch wenn deren Weitergabe teilweise Beschränkungen unterliegt.
    Hier wären zum einen die Brandmittel zu nennen auf deren Bereitung – auch der magischen, dämonenvernichtenden Variante - der Alchimist sich zwar ausgezeichnet verstehen soll, die man aber ohne tatkräftige Fürsprache des Großfürstenhauses oder der Kirchen nicht erstehen kann. Zum Anderen kann man hier sicher auch nicht einfach so mit dem Wunsch nach einem Gift eintreten, denn für solcherlei Giftmischerei kann man sich ja genauso gut mit den finsteren Alchimisten Mengbillas abgeben. Doch auch hier mag die tatkräftige Fürsprache einer Kirche oder grauen oder weißen Akademie sicherlich die eine oder andere Ausnahme zu schaffen.



    Doch auch auf einem weiteren Gebiet kann man an Meister Rhajeed verwiesen werden: Denn der Gelehrte ist sehr vielfältig gebildet. So beherrscht er nicht nur fließend eine ganze Reihe zum Teil uralter und toter Sprachen und Schriften des tulamidisch – echsischen Raumes , sondern auch fundierte Kenntnisse der Geschichte und Sagenwelt dieser Region. Eine weitere Besonderheit ist ein Werk über die Anatomie einiger seltener Nichtmenschlicher Spezies, welchen der Magister begegnete, dass er verfasste, so dass man hier auch mit Fragen zu eben diesen, zu nennen wären zum Beispiel Krakonier, Hummerier, Marus und gar leibhaftige Leviathanim, stellen kann und auf Antwort hoffen darf.


    Doch auch wenn man ungewöhnliche Materialen gefunden hat – Erze die einem rätselhaft vorkommen, seltene Gemmen und Pflanzen, darf man hier auf Identifizierung und gar einen zahlungskräftigen Abnehmer hoffen.


    Schlussendlich kann man sich hier auch Objekte mit den weitgerühmten Zauberzeichen – dem wiederentdeckten Wissen der alten Mudramulin – verzieren lassen, besonders die mit dem leuchtenden Zeichen versehenen „Taschenleuchten“ erfreuen sich stets großer Beliebtheit.



    Es ist auch zu erwähnen dass besonders im Klatsch der Maraskanischen Exilanten, aber auch im Gebrabbel der Basare der Stadt immer wieder über eine seltsame Marotte des Alchimisten getuschelt wird. Kämpfer und Abenteurer welche Nachweisen können im Maraskanischen Wiederstand zu dienen – sei es nun das sie die Bestätigung des Tetrarchen oder der Priesterschaft Rurs und Grors haben – sollen des öfteren Elixiere zu wahren Spottpreisen erhalten, doch wieso er den Freiheitskampf der Insel so unterstützt, darüber schweigen sich die Gerüchte aus und den betreffenden Kunden ist es – bei aller Neugier – zumeist egal.

    Noctum Triumphat

  • "Preise die Schönheit, Bruderschwester", grüßt Khali Karamasowjiar, eine seit längerem bekannte Kundin, die selbst ein wenig Alchimie für den Hausgebrauch betreibt, als sie den schmucken Laden Rhajeeds betritt, "Alles zum Besten in der wertesteren Familie? Wie gehen die Geschäfte?"

  • Als Khali eintritt, sie ist ja schon eine bekannte Kundin, sehen die beiden Gehilfen nur kurz auf, wenden sich dann aber sogleich wieder ihrer Arbeit zu, während die Frau in das Büro des Magisters eintritt.
    Dieser sieht von seinem Brief auf und schenkt ihr ein freundliches Lächeln. Als Produzent so teurer Produkte hatte man nur wenige Stammkunden und die hielt man sich gerne wohlgesonnen.
    ~maraskani~ "Preiset die Schönheit, Bruderschwester und der Nebelgraue mit euch, Verehrteste" meint er lächelnd "Setzt euch doch und nehmt einen Zug." bietet er ihr Platz und einen Schlauch der Wasserpfeife an.


    "Der Familie geht es gut, danke der Nachfrage. Die Sternenkraft meiner Tochter scheint sich ganz gut zu entwickeln und ich bin sicher dass sie meiner eigenen zumindest gleich kommen wird." verkündet er glücklich, war man hierzulande als Magiewirker doch sehr anerkannt.
    "Die Geschäfte... ja ihr wisst ja wie es ist... Die Rostoffproduzenten verlangen immer ungehörigere Summen, das Personal kostet ein Vermögen und die Steuern bringen einen noch um... Ich weiß ja selber nicht recht wie ich die Kosten für den nächsten Monat noch bezahlen soll, aber irgendwie muss es eben weitergehen..." klagt Rhajeed typisch tulamidisch über seine finanzielle Situation... Aber so schlecht kann es um ihn ja kaum stehen...


    "Womit kann ich euch denn heute dienen oh Tochter der Morgenröte?"

    Noctum Triumphat

  • Khali nickt mehrmals teilnahmsvoll zu den Erklärungen des Alchimisten und nimmt dabei ein paar bedächtige Züge aus der Wasserpfeife. Die Fortschritte der arkanen Begabung von Rhajeeds Tochter verfolgt sie mit besonderem Interesse.


    "Wahrlich, nur ein wahrer Meister der Wissenschaft wie du kann in diesen schweren Zeiten noch hoffen, seine Kamele ins Schattige zu bringen", meint sie schließlich, "Ich selbst werde wohl über kurz oder lang hinüber in die alte Heimat ziehen, aber im Moment muß ich erst einmal eine Arbeit fertigstellen, einen Freundschaftsdienst bloß, und brauche dazu einige Ingredienzien."

  • [vielleicht ein bisschen mehr Infos zu Aussehen und Beruf? Anscheinend kennen wir uns ja...]


    "Zurück nach Hause? Schön schön... Was willst du dir denn schönes zusammenbrauen und was brauchst du dafür?"

    Noctum Triumphat

  • "Och, bloß ein altes Familienrezept", winkt die kleine Frau ab und schüttelt ihr rostrotes Kraushaar, "Du weißt schon, nicht zu vergleichen mit deiner hohen Kunstfertigkeit. Dazu bräuchte ich ein paar Flux Brabaker Vitriol, am besten füllst du mir gleich meinen guten alten Glaskolben zu einem Schank hier. Außerdem ein halbes Duzend Alraunen und ein Bund Quasselwurz, wenn du welches hättest... ja, das sollte alles sein."


    Alles in allem ist es eine typische Bestellung der stets in bunte marasakanische Tuche gekleideten Tinkturen-Pantscherin, deren nebulöse Geschäfte im Maraskanerviertel auch ein wenig Traumdeutung, Geburtshilfe und Rebellenkabale umfassen.

  • "Also das Vitriol und die Alraunen sind kein Problem, bei dem Quasselwurz müssen wir mal sehen ob ich noch etas da habe, wenn nicht kann ich einfach nochmal zu meinen Bezugsquellen schicken, dann wäre es wohl spätestens Morgen da."

    Rhajeed dreht sich aber ersteinmal zu seiner tulamidischen Gehilfin. "Zulhamid? Kannst du im Register nachsehen ob wir noch Quasselwurz irgendwo gelagert haben? Ich schätze es könnte noch etwas bei Magister Caradzar sein, der hatte da mal mit welchem experimentiert." "Natürlich Meister, ich bin gleich zurück."

    antwortet die junge Frau diensteifrig und erhebt sich um im großen aktuellen Bestandsregister der Alchimiefakultät nachzuschlagen, in dem immer wieder die Vorräte an Ingridenzien und ihr Aufbewahrungsort aktualisiert werden. "Wie dringend brauchst du denn den Quasselwurz? Und zu den Kosten... ich denke mal für die Alraunen kann ich, da du sie gleich im Dutzend nimmst auf 111 Silberstücke gehen, welch gefällige Zahl wie ich dazu bemerken will."

    Noctum Triumphat

  • "Nun ja... aber wäre es nicht noch viel mehr im Sinne von Rurs schöner Schöpfung würdest du mir zwei mal zwei mal zwei für 4 mal 4 mal 4 Taler abnehmen? Was denkst du darüber?" setzt Rhajeed sogleich lächelnd nach.

    Noctum Triumphat

  • Einen langen Moment runzelt Khali die Stirn, während ihre Lippen sich stumm bewegen. Dann zieht sie ein empörtes Gesicht nur um gleich darauf in Lachen auszubrechen: "Ha, wenn ich einmal so uuz'vieles Gold habe, möcht' ich wohl drüben auf Maraskan meine eigene Werkstatt mit allem drum und dran einrichten! Aber nun zeig erstmal die Alraunen her, damit ich sehe, was ich kaufe!"

  • [arg, ich meinte natürlich Silberstücke, nicht Dukaten..., editiert.]


    "Natürlich, komm einfach mit." meint Rhajeed dazu und erhebt sich aus seinem gemütlich gepolsterten Sessel um mit Khali zusammen zur großen schweren Steineichentür hinüberzugehen hinter der sich das eigentliche Labor befindet. Dort angekommen öffnet er das ziemlich komplex aussehende Schloß mit einem Schlüssel den er an einer Kette um seinen Hals trägt woraufhin die beiden Türflügel erstaunlich leichtgängig aufschwingen.


    Dahinter liegt - wie für eine so wohlhabende Akademie wie die Chamib al'Chemie nicht anders zu erwarten - der wahre Traum eines Alchimisten. Unzählige Gläser mit Flüssigkeiten und Exotica, filigrane Aparaturen aus allerlei hitze- und säurebeständigen Metallen, und natürlich Unzählige Glaskolben und Röhren, einige der Geräte von Rhajeed selbst in dieser Form modifiziert oder neu kombiniert um seinen Ansprüchen gerecht zu werden.
    Als Werktische dienen massive widerstandsfähige Granittische und stabile hüfthohe Schutzwände erlauben im Falle eines Unfalles zumindest leidlichen Schutz, sollte man sich zu Boden werfen.
    Die Fenster des Raumes sind mit Pergament bespannt und lassen sich wohl verdunkeln. Der Rahmen wirkt so als könnte dieses aber im Falle einer Explosion leicht nach draußen geschleudert werden, so dass sich der Explosionsdruck schnell entspannen kann.
    Dem kundigen Blick offenbaren sich aber auch massive arkane Sicherungen in dem Labor, eine ganze Reihe von Zauberzeichen vor allem der Feuerbannung und der Kälteattraktion halten die zahllosen empfindlichen Substanzen stabil und sicher und nach dem was man so hört aktivieren sich im Fall der Fälle eine ganze Reihe von Fortifexwänden um Explosionen und Brände vom Rest des Labors abzuschirmen. Noch einige andere Sicherungen mag es hier geben, doch bleibt zu hoffen dass man die als Besucher nie entdecken muss. Jetzt im Moment, wo keine Experimente laufen, scheint es jedoch recht sicher zu sein.


    Zusammen mit seiner Begleitung geht Rhajeed nun ersteinmal zu einem großen ebenso aus Steineiche bestehenden Schrank mit großen Schubladen hinüber welcher auf Tulamidya beschriftet ist und zieht dort eine Lade mit der Beschriftung "Alraunen, eingelegt" auf, in der sich gleich zwei Dutzend dieser Alchimistischen Standartingridenzie befinden.
    Die anderen Regale sind mit allerlei teils sehr fremdartigen Worten beschriftet von denen einige wahrscheinlich eher komplizierte Verschlüsselungen sind. Manches Fach ist gar ebenfalls durch ein dickes Schloß oder gar stabile Ketten vor unbefugten Zugriff geschützt.
    "Hier, begutachte ruhig die Ware, aber du wirst denke ich zufrieden sein, immerhin nehmen wir nur das Beste vom Besten." die Alraunen sind in der Tat in hervorragendem Zustand und wurden wirklich fachmännisch konserviert so dass sie lange halten werden.
    "Das Vitriol haben wir dann hier drüben." weißt er auf ein stabiles Fass aus beständigen Metall, von welchem sich die Flüssigkeit abzapfen lässt.

    Noctum Triumphat

  • Sorgfältig wählt Khali einige der großen, schön gewachsenen Mandragoras aus, nachdem sie Rhajeed ihre bauchige Glasflasche gereicht hat: "Sechs Flux davon, bitte. Und wie steht es mit dem Quasselwurz? Ich kann sonst auch die alte Zulhamin fragen, aber lieber wär's mir, wenn ich den Weg sparen könnte."

  • "Nun zuallererst sollten wir uns wohl noch mit dem Preis einig werden... also mein letztes Angebot: jede Alraune für 2 mal 4 Silberstücke und damit treibst du mich in den Ruin, nur damit du's weißt. Das Vitriol kann ich dir für 2 mal 4 Dukaten geben..." äußert er sich dazu.


    Just in diesem Moment kehrt auch seine Gehilfin von der Registratur zurück und hat sogar schon zwei kleine, dicke Wurzel in der Hand. "Hier Magister Rhajeed, Magister Cahradzar hatte tatsächlich noch einige Wurzeln." verlautet sie und überreicht ihrem Lehrmeister die kleinen Dinger, die er mit fachmännischem Auge prüft.
    "Und wo wir dann schon dabei sind die beiden hier zusammen für ebenso 2 mal 4 Silberstücke."

    Noctum Triumphat

  • "125? Wenn du ein halbes Dutzend Alraunen mitnehmen möchtest? Nun verehrteste das sind teure Ingridenzien, keine Karotten... und was wäre 125 überhaupt für eine Zahl, so unvollkommen und ungerade. 2 mal 4 mal 16 Silbertaler für die Alraunen und das Vitriol und den Quasselwurs bekommst du für zwei weitere Silber dazu. Nun lass es aber gut sein und schlag in den Handel ein, bevor ich es mir noch anders überlege." Das wären also 130 Silbertaler und damit zumindest leicht unter dem offiziellen Marktpreis. Khadi merkt aber auch das viel mehr nicht herauszuholen ist und sie sich andernfalls wohl einen anderen Verkäufer wird suchen müssen.

    Noctum Triumphat

  • "Top! Der Handel gilt",


    ruft Khali zufrieden, und Rhajeed kann sich leicht denken, daß sie wohl auf diesen Endpreis oder gar ein wenig darüber gehofft hatte. Während sie die erworbenen Schätze einpackt und Stück für Stück einen Rashduler Piaster, 3 Maravedi, 6 Zechinen, 7 Aranische Schekel und 20 Muwlat auf den Tisch des Hauses zählt, kommt sie noch einmal auf ihr Vorhaben zu sprechen:


    "Leider ist es ja doch so, daß ich bisher noch nicht die rechte Zutat gefunden habe, um aus dem erprobten Plauderwasser ein echtes Wahrheitsserum zu machen. Ich dachte schon an gemahlenen Bernstein, um die Hilfe von Bruder Praios zu in das Tränklein zu bannen, aber der ist so teuer! Eine Kinderzunge dagegen ließe sich wohl beschaffen, aber auf keinem Wege, der mir behagen würde... wie würdest du denn so etwas anfangen, hm?"

  • "Kinderzungen?" meint Rhajeed mit hochgezogener Augenbraue "Tststs... von solch barbarischen Methoden sehen wir doch aber mal ab. Also ich denke man kann sicherlich gute Ergebnisse erzielen indem man den Respondamicantus einbindet. Auch ein Erz- oder Ambosszwergenhaar wäre eine Idee, haben diese doch den Ruf niemals zu lügen. Schließlich gäbe es da noch die Substitution mit zerstampfter in Praiosblumenöl eingelgter Wallnuss, welche die Macht der Wahrheit über den Geist symbolisiert, aber alle drei Methoden wären sicherlich nicht allzu einfach zu bereiten." wendet der Magister ein.

    Noctum Triumphat

  • "In der Tat, gerade Zwergenhaar, das mir vielverprechend scheint, läßt sich js kaum auflösen, ohne daß seine Essenz verlorengeht. Vielleicht könnte man gar eine Mischung aus Praiosblumen- und Walnußöl verwenden, dann jedoch sollte der ganze Trank auf Ölbasis hergestellt sein, da er sonst zu leicht ausfällt", grübeld Khali laut vor sich hin, "dennoch, ein guter Rat vom Meister persönlich - sei bedankt!"

  • "Wenn die Bezahlung stimmt kannst du dein kleines Wahrheitsserum auch hier zusammenmixen lassen. Wenn du mir das Rezept gibst und 4 Dukaten für meine Mühen, dann kann ich dir bis spätestens morgen ein hochwertiges Elixier daraus vorlegen..."

    Noctum Triumphat

  • "Danke für das Angebot", antwortet Khali, "Aber ich will es zunächst selbst versuchen. Wenn es mir gelingt, eine gute Rezeptur zu entwickeln, ist es mir die Mühe wert. Auf bald einmal, Rhajeed, und gib Bescheid, wenn du einmal Hilfe vom Benisabayad benötigst!"


    Mit diesen Worten wendet sie sich zur Tür und würdigt beim Hinausgehen noch einmal mit bewunderndem Blick die prachtvolle Einrichtung.