Der 30. Tsatag

Orkenspalter Downloads - Rezensionswettbewerb
Derzeit läuft ein Rezensionswettbewerb bis Ende Mai. Zu gewinnen gibt es eine Hardcover-Vollfarb-Variante des "Großen Orkenspalter Kochbuchs Band II". Details gibt es hier. Wer nicht weiß, was er bewerten soll: im Download-Bereich sind rechts Infoboxen, was zuletzt bewertet wurde, aber auch wo noch Rezensionen fehlen!
  • [Eine außerhalb des p&p auszuspielende Episode, da einige Spieler mehr als einen Charakter führen, bietet sich das Forum besser als p&p an.]


    Der Nachmittag ist bereits weit fortgeschritten und auf dem alt ehrwürdigen Ritter gut Síoigín Garrán, gelegen in der Baronie Fairnhain in der Grafschaft Winhall im Fürstentum Albernia enden gerade die letzten Vorbereitungen des kleinen Festes.
    Viele Gäste werden nicht erwartet, aber das tat den Vorbereitungen und Bemühungen keinen Abbruch. Essensdüfte durchziehen das Haus und finden den Weg nach draußen und draußen.


    Das Haupthaus ist im Stile der Windhager Festen Halle erbaut: ein annähernd vier Schritt hoher Sockel aus Steinen, auf den das eigentliche zweigeschossige Fachwerkhaus mit Schindeldach errichtet ist. Eine Balustrade mit einem Geländer aus Holz führt auf der Höhe, in de sich steinerne Wand und Fachwerk treffen, einmal ganz herum. Eine Rampe führt zur Eingangstür, die am heutigen Tage mit rotweißen Girlanden geschmückt ist, hinauf. Das Gesindehaus, für Albernia typisch aus Feldsteinen mit einem Grassodendach erbaut, steht rechts daneben, ebenso der Hühner- und Schweinestall und eine Scheune, während auf der anderen Seite sich ein kleiner Pferdestall erhebt. Ein Brunnen mit Überdachung steht in der Mitte des Hofes und die Gebäudeansammlung wird von einer hohen, dicken Mauer umgeben. Durch ein schweres, zweiflügeliges Tor aus beschlagener Eiche, an das von Innen wie Außen zu dem festlichen Anlass mit je einem Löwinnenbanner und Girlanden, in die Schwertlilien eingeflochten sind, verziert ist, wird der durch die Gebäude gebildete Hof, der heute sorgfältig geharkt wurde, betreten und man kann gerade auf den Eingang des Haupthauses zugehen. Neben dem Tor ist eine große Hundehütte, vor der ein großer Hund an der Kette liegt.
    Draußen, vor der Mauer, sind einige umzäunte Weiden. Auf einer von ihnen grast eine Falbstute, an ihrer Seite ein langbeiniges, schwarzes Hengstfohlen, das auf staksigen Beinen und mit wirbelndem kurzen Schweif vergnügt herum springt, während zwei blonde Nordmähnen und ein Kaltblüter, ein Svelttaler Kalblut, von der Fabgebung her, was man landläufig als 'Bornländer Bunte' bezeichnet, ebenfalls auf der Weide geruhsam weiden, dabei ist noch eine Goldfuchsstute, eine Tulamidin. Auch wenn ihre Deckhaarfarbe an die der Falbstute erinnert, ist diese doch von gänzlich anderer, edlerer Rasse. Auf der daneben liegenden stehen einige Milchkühe der Bornländer Bunte.
    Man muss schon das Gut umrunden, um auf der anderen Seite eine kleine, eigene Koppel zu finden, auf der aber kein Tier zu sehen ist.
    Der kombinierte Speiseraum und Salon, ein großer, langgestreckter Raum (der größte im Haus), wie überhaupt das ganz Hausinnere von rustikaler Machart, ist besonders zurecht gemacht worden. Dennoch wird er, wohl auch zu sehr, von dem präpariertem riesigen, metallischgrüngeschuppten Kopf eines Riesenlindwurmes dominiert, der an einem freien Wandstück aufgehängt ist und dessen Maul mit den riesigen Zähnen weit in den Raum hinein ragt.
    Der große Esstisch ist mit einer Tischdecke gedeckt, die Stühle sind ordentlich drum herum aufgestellt. Am anderen Ende des Raumes ist eine Sitzecke mit Beistelltischchen, bestehend aus Sofa und einem Sessel. Über dem Sofa, an der kürzeren Seite, hängen überkreuz zwei Reitersäbel, deren Ledergriffe abgegriffen sind. Der, dessen linke Klingenseite nach Außen zeigt, lässt deutlich die darin eingearbeiteten Gravuren sehen: Mystische Glyphen der Kraft, dazu seltsame Zeichen (für diejenigen, die tatsächlich Ashdaria lesen können sollten, dort steht 'Messana'), eingebettet in fein ziselierte weitere Gravuren. Die so bearbeiteten Stellen glitzern sanft, als wenn Staub edler Metalle und Steine darüber gestreut wäre. Ebenfalls über der Sitzgruppe, aber an der Längsseite, hängt ein ganz normaler Anderthalbhänder in seiner Scheide, in seinem Knauf ist ein daumennagelgroßes Löwenauge eingelassen.
    Der große Kamin aus Feldsteinen, dessen Kaminschacht durch das ganze Haus nach oben sich zieht und damit einen Mittelpunkt bildet, wird an kalten Tagen den Raum erwärmen, doch heute, am 11. Travia, ist es noch warm genug, dass es nicht nötig sein wird, ein Feuer anzuzünden. Die Küche grenzt an dieser Stelle an den kleinen Saal, der Durchgang befindet sich auf der Seite der Speisegruppe. Eine Anrichte befinden sich dort ebenso wie ein Schrank, in dem das gute Geschirr sich befindet. Weinrote und naturfarbene Teppichläufer bedecken den Boden, sie sehen noch recht neu aus. Auf dem Tisch, der Anrichte, dem Beistelltisch, Kaminsims und in den Ecken des Raumes stehen Vasen mit Rosen und Schwertlilien.
    Zur Dekoration an den Wänden hängen hier ebenfalls große Tücher aufgespannt. Sie zeigen die weiße Löwin auf rotem Grund und wechselweise die rote Löwin auf weißem Grund. Auch die Stuhllehnen sind von kleineren Tüchern mit diesem Motiv verziert.
    Alles, was irgendwie aus Metall ist in dem großen Raum, glänzt und funkelt überaus stark und silbrig, selbst in Winkeln, wo kein Licht hin einfällt, leuchtet es, als würde die Sonne nur so drauf scheinen.
    Alls dies vermindert den Eindruck der Trutzigkeit, den das Wehrgut ausstrahlt.


    Die meisten Gäste sind schon am Vortag eingetroffen, Tappan Golondrias und seine Tochter Roana wurden auf dem Rückweg von Harben kurzerhand abgeholt, Roika ist direkt von Harben mitgekommen und auch Ayla von Schattengrund ist am Vortag angekommen. Nur Dela fehlt noch.


    Zur Feier des Tages hat das Tsatagskind eine Kuh und ein Schwein gekauft und beim Bäcker des Dorfes, das den gleichen Namen wie das Gut trägt, ausreichend Brot in Auftrag gegeben, so dass alle Einwohner, die kommen möchten und können, geladen sind, auf Kosten und zu Ehren der Gutsherrin am heutigen Abend im Dorf zu speisen.

  • Velea, die Elfe mit dem Anthrazit Teint, wieselt schon den ganzen Morgen durch die Wohnung. Dekoration will zurecht gerückt sein, vielleicht auch nochmal umgestellt. Die Ecke für die drei Spielfrauen, welche sie organisiert hat, wird auch mehrmals umgestaltet, zwischendurch legt sie nochmal selber Hand in der Küche an. Nicht das sie der Haushälterin nicht trauen würde, aber einerseits mag sie helfen, und zum anderen gbt es ein paar Rezepte, die es in der menschlichen Küche sehr selten zu finden gibt.
    Sie hat alles genau geplant, und während Messana mit Ayla vom Schattengrund noch im Dorf des Anwesens ist, trifft die Gruppe der drei Spielfrauen ein. Eine blonde Albernierin nebst einer rothaarigen Halbelfe und einer schwarzharigen Almadanierin mit tulamidischen Einschlag. Velea zeigt ihnen die Spielecke, umreißt nocheinmal, wie sich sich den musikalischen Ablauf vorstellt, und erkundigt sich anschließend nach deren Wünschen, schließlich soll es heute allen an nichts fehlen.
    Und doch ist es wieder viel zu spät. Die 164 Halbfinger kleine Elfe mit den schneeweißen Haaren hastet die Treppen hinauf ins Schlafgemach. Sie macht sich frisch und zieht Kleid an, welches sie extra für den heutige Tag hat anfertigen lassen. Es ist in weiß gehalten, fällt bis zu den Knöcheln herab und ist an den Beinen bis zur Hüfte geschlizt. Der obere Teil liegt eng an, und ist bis zum Brustansatz ausgeschnitten, und Ärmellos. Darüber kommt eine durchscheinende dunkelrote Seidenjacke mit trompeten Ärmeln. Als zierde umfließt eine ebenso dunkelrote Schärpe ihre Taillie. Dunkelrote Bänder sind in ihre hüftlangen Haare eingeflochten, und spearieren sie so zu mehreren dicken Strähnen. Dazu trägt sie die vergoldeten Sndalen die sie als Rahjageweihte im Sommer zu ihrem Ornat trägt. Stete begleiter sind natürlich die großen dünnen silbernen Creolen an ihren Ohren und die Silbernen Armreifchen sowie die goldene Rosenbrosche, welche sie am linken Träger festmacht. Sie blickt in den Spiegel, und mustert sich kritisch mit ihren sapphierblauen Augen. Noch einen hauch Rosenwasser ... und jetzt schnell wieder nach unten.


    Das ganze Haus duftet nach Essen, als dem Saal klingt das geklimper einer Harfe und einer Laute, welche gestimmt werden. Rona hatte Velea und Eilynn Cuifinn, der Wirtschafterin, noch bei den letzten Handgriffen geholfen und macht sich auch gerade zurecht. Aus dem Keller holt Velea noch das Päckchen, ein vielfach gefaltetes weißes Tuch mit einer roten Schleife, und platziert es auf Messanas Platz. Dann eilt sie zur Tür, und öffnet sie ein Stück, so das sie hinaus blicken kann. Sie ist ziemlich aufgeregt. Und da, dort kommt Messana zusammen mit Ayla und Tappan.

    Of course she's gay!


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  • Messana, in der Mitte zwischen Ayla und Tappan reitend, kehrt mit ihren Begleitern zum Gutshof zurück. Die hochgewachsene Frau in der blank polierten Brünne sitzt auf einem nachtschwarzen Shadif, der ruhig unter ihrer Hand geht, dem aber sein Temperament in seinen Bewegungen anzumerken ist.
    Als sie die Verzierung des Haupttores sieht, heben sich ihre Mundwinkel in einem leichten Lächeln. Sie erkennt Veleas Hand darin, und es erklärt auch, warum Tappan und Ayla sich im Dorf haben genauer umschauen wollen und hier und dort noch etwas gefunden haben, dass sie sich haben anschauen oder über dass sie sich informieren haben wollen. Besonders Tappan hatte sich sehr interessiert gezeigt.
    Nachdem Messana mit dem Ehepaar, dass die örtliche Schenke betreibt und das für die Zubereitung des Rindes und des Schweines über eine Grube hinter dem Gasthaus zuständig ist, gesprochen hatte, ob so weit alles wie geplant läuft, war sie mit ihren Begleitern durch den kleinen Ort gegangen und hatte anschließend ein paar Worte zu den Leuten, die sich versammelt hatten, gesprochen. Diese wiederum hatten sie einmal hochleben lassen, bevor das erste der Fässer Bier angezapft worden war und die Bratendüfte die Herbstluft durchzogen. Sie war noch in ein paar Gespräche verwickelt worden und eines hatte sich ins nächste ergeben, so dass die geplante Rückkehr sich etwas verzögert hatte, aber das war wohl auch beabsichtigt gewesen.


    Die drei Pferde hinterlassen auf dem Huf deutliche Abdrücke. Aus dem Stall eilen die beiden 'Stallburschen', Shaewen und Cynwal, um Ayla und Tappan ihre Pferde abzunehmen. Tappan schwingt sich gemächlich aus dem Sattel. Er geht auf die 60 Götterläufe zu, sein rötlichbraunes Haar ist von grauen Strähnen durchzogen. Seiner breitschultrigen, kräftigen Gestalt hat das Alter wenig Abbruch getan und noch immer zeigen seine Bewegungen, dass er so alterssteif nicht ist, aber gewissen Einschränkungen unterliegt er merklich schon. Sein Kettenhemd trägt er hier nicht, sondern gut geschnittene Kleidung, an der Seite sein Langschwert tragend.


    Messana steigt mit einer ausgeprägten Eleganz und Geschmeidigkeit aus dem Sattel und beginnt, Reyah selber abzusatteln, nachdem sie ihn am Holm vor dem Stall angebunden hat. Mit der Bürste noch über seinen Rücken - immerhin liegt das Putzen vor dem Aufsatteln so lang nun nicht zurück - die Hufe auskratzen und dann führt sie an am Führstrick aus dem Tor und auf die kleine Weide, löst den Strick und gibt ihm einen leichten Klapps auf die Kruppe, ehe er davontrabt.


    Ayla und Tappan haben auf sie gewartet und sich mit ihr während des Putzens etwas unterhalten, und als sie dann auf die Rampe zugehen, wird hinter ihnen bereits wieder der Hof geharkt.
    Nebeneinander stehend, lässt sich schon erahnen, dass Tappan und Messana Vater und Tochter sind. Beide haben die gleichen grauen Augen, auch groß gewachsen und kräftig sind sie, wenn auch Tappan ohne Stiefel geringfügig größer ist. Doch ihr honigfarbendes Haar hat sie nicht von ihrem Vater geerbt.
    Die Tür ist ebenfalls geschmückt, wie Messana bemerkt und gleichermaßen erahnend, dass dies nur der Vorgeschmack ist für das, was sie Innen erwartet und sich trotz ihrer pragmatisch angehauchten Natur ist sie doch etwas erwartungsfroh, als sie eintritt ...

  • Seid dem gestrigen Tag ist Roika nun auf dem Gut was natürlich nicht genügend Zeit ist um sich alles genauer angesehen zu haben. So hat sie den gestrigen Tag hauptsächlich dazu genutzt sich im Haupthaus zurecht zu finden und sich ein wenig dort einzugewöhnen. Jedenfalls soweit man das innerhalb eines Tages kann, was besonders bei ihr nicht so einfach ist. Sie kennt Messana und Velea jetzt zwar schon eine Weile und hat mit Messana auch schon Gespräche geführt die in die tiefe der Seele vorgedrungen sind, dennoch ist es für sie nicht einfach sich schnell auf Leute einzustellen die sie nicht kennt.
    So hat sie die meiste Zeit in dem Zimmer verbracht welches ihr zugewiesen wurde und hat dort auch das Tsageschenk für Messana fertiggestellt. Es ist eine Figur aus Holz die ein Pferd zeigt. Aber nicht irgendein Pferd, nein es sieht aus wie Messanas Shadif welches eine Decke mit einer Löwin darauf auf dem Rücken trägt. Dafür dass das Sahif aus Holz gerade mal knappe 15 cm hoch ist, ist die Ähnlichkeit mit dem wirklichem Pferd verblüffend und auch die Details sind gut zu erkennen.
    Diese Figur liegt nun bis zur Geschenkübergabe in einem rötlichem Tuch in einer Truhe die mit im Zimmer steht wo Roika schläft.
    Doch bis dahin ist es noch Zeit und so nutzt Roika den heutigen Tag um sich auf dem Gut umzusehen. Dabei betrachtet sie wie alles geschmückt wurde und ist sich sicher das Velea da einiges zu beigetragen hat. Sie beschaut einige Ecken des Gutes, aber die meiste Zeit verbingt sie im Stall und bei den Weiden wo sie das schwarze Hengstfohlen betrachtet und ihren Gedanken nachhängt. Bei diesen Gedanken dreht es sich oft um die Zeit die vor ihr liegt aber auch um die welche weit hinter ihr liegt. Besonders wenn sie Tappan und Roana sieht muss sie immer wieder an ihre frühere Sippe denken, wischt diese Gedanken aber dann so schnell und gut es geht zur Seite.
    Immerhin soll dies ein fröhliches Ereignis sein und so versucht sie nicht allzu trübseelig zu werden.


    Großartig mit jemandem reden tut sie während der ganzen Zeit mit niemanden, antwortet aber wenn sie etwas gefragt wird höflich wenn auch knapp und stellt wenn sie ihrerseits Fragen hat diese ebenfalls so knapp es geht.


    Irgedwann sind dann herankommende Pferde zu hören, was wohl heisst das Messana wieder zurück ist. Also schaut Roika noch einmal für einen längeren Augenblick zu den Weiden und begibt sich dann gemächlich zu dem Gutshaus.

    "Homer, hier ist ein Mann, der glaubt, dass er uns helfen kann."
    "Ist es Batman?"
    "Nein es ist ein Wissenschaftler."
    "Batman ist Wissenschaftler!"
    "Es ist nicht Batman!!"

  • Als Messana eintritt wird sie von Velea bereits im Flur erwartet. Könnte man das ehen, wären ihre Wangen warscheinlich rosig, aber so sieht man lediglich das offenherzige Lächeln und den Glanz in ihren Augen. "Schön as Du wieder da bist", sagt Velea, und sie klingt durchaus etwas aufgeregt, "Ich hoffe die Dörfler haben die Geste gut aufgenommen?"


    Ayla vom Schattengrund lächelt ein wenig, als sie Messanas Reaktion auf die Dekoration bemerkt. Sie wußte natürlich davon, das Velea das geplant hatte, dennoch war es natürlch interessant zu sehen, wie die bodenständige und praktische Messana es aufnehmen würde. Sie wirkt kurz überascht, als sie Velea in dem weißroten Kleid erblickt. Damit hatte sie dann nicht gerechnet, aber im Grunde hätte es sie nicht all zu sehr überraschen dürfen. Ein Lächeln stielt sich auf die Lippen der blonden Rondrageweihten.


    Roana indes steht an der Tür zum Salon und horcht. Auch sie ist aufgeregt, wie ihre Halbschwester wohl ihre und Veleas Bemühungen auffassen wir. Die Rothaarige gibt den Spielfrauen ein Handzeichen, das sie sich bereit halten sollen.

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  • Messana lächelt Velea an, als diese sie schon beim Eintreten erwartet, es ist ein richtiges, echtes Lächeln, und Liebe steht in ihren grauen Augen, als sie der Elfe einen Begrüßungskuss gibt
    "Das haben sie", antwortet sie, "und die Dekorationen an Tor und Tür gefallen mir."




    Hinter ihr tritt Tappan sich die Stiefel im Eingang ab und zupft sein Hemd und die ärmellose, bestickte Weste darüber zurecht, während er von dem Paar vor sich kurz zu Roana schaut. So recht ist er mit dem Gedanken noch nicht vertraut, dass er neben Roana und seinem Sohn Aidan noch zwei Töchter hat, älter als die beiden anderen, von denen er bis vor etwas über einem Götterlauf gar nichts gewusst hat.
    Er ist stolz auf Messana und was sie erreicht hat, aber all das hat sie getan, ohne dass er Anteil oder Einfluss daran gehabt hat und es steht immer eine Fremdheit, odeer zumindest Distanziertheit zwischen ihnen. Er war daran interessiert, diese eine ihm unbekannte Tochter kennenzulernen und würde sie auch ohne Weiteres in seinen Familienkreis mit aufnehmen, aber er merkt, dass sie sich damit schwer tut, etwas anzunehmen, dass sie nie gekannt hat und dass sie sich, wie er annimmt, auch nie gewünscht hat.
    So bemüht er sich halt etwas zurückhaltender und dezenter.

  • Für Velea ist eder Kuss ein kleines Erlebnis, und ihr Begrüßungskus fällt mit liebe und hingabe aus. "Danke. Roana und ich haben schon den Tisch gedeckt", erklärt sie etwas überschwenglich. "Ausserdem haben wir noch Geschenke für Dich", fügt sie hinzu, und nimmt Messana bei der Hand, um sie in den Saal zu führen. Der in Rondras Farben aufwendig dekoriert ist.


    Roana trägt ein rotes Kleid, das nicht keusch aber auch nicht freizügig ist, aus feinem Leinen. Es reicht ihr bis zu den Knöcheln, so das man ihre schwarzen Spangenschuhe sehen kann. Ihre langen roten Haare sind offen, und mit einer Mischung aus Erwartung und Nervosität blickt sie Messana aus ihren grünen Augen entgegen. Roana ist relativ schmal von ihrer Statur, etwas das sie von ihrer Mtter geerbt hat, dafür ist sie an Körpergröße aber nach ihrem Vater, sie ist nur wenige Finger kleiner als Messana, und damit recht groß. Nur eine einfache Silberkette baumelt über ihrem Dekolletté.


    Ayla bildet hinter Tappan das Schlusslicht, und folgt den anderen in den Saal. Die Blondine, die ebenfalls nur etwas kleiner als Messana ist, dafür aber ebenso kräftig gebaut. Trägt zu diesem Anlass lediglich eine Lederne Hose mit passendem Hemd dazu, welche jedoch beide fein gegerbt sind, und auch auf ihre Person zugeschnitten. Darüber trägt sie das Ornat ihrer Kirche, ein weiter Wappenrock mit der roten Löwin. Ihre schulterlangen Haare sindzu einem Zopf gepflochten, Schmuck trägt sie keinen.


    Als Messana den Saal betritt, beginnen die Spielfrauen zu singen. Alle drei singen im Chor ein albernisches Tsatagslied, das Glück und Gesundheit im nächsten Lebensjahr verheißen soll. Begleitet wird die Melodie von der Laute und ein paar Finger- und Fußschellen.

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  • Leider sind noch nicht alle da. Aber da Dela bislang nicht eingetroffen ist, ist auch nicht unbedingt zu erwarten, dass sie noch kommt. Der Weg von Almada herauf ist lang und beschwerlich und selbst bei angemessen großzügiger Planung kann etwas unterwegs aufhalten. Oder Dela konnte kurzfristig doch nicht aufbrechen ... Möglichkeiten gibt es deren viele, so dass es nicht angeraten ist, daher vielleicht noch eine Stunde zu warten.
    Messana geht neben Velea voran in den einzigen Raum des Hauses, der die Bezeichnung 'Saal' zumindest im Ansatz verdienen würde, während die anderen folgen.


    Auch Connar ui Finbair, der albernische langjährige Verwalter des Gutes, ein schlanker, fast hagerer Mann Mitte der 30, mit nach hinten gekämmten schwarzen Haar und Augengläsern, kommt von seinen Räumlichkeiten im oberen Stockwerk herab und schließt sich der kleinen Gruppe hinten an.


    Messana bemerkt wohl das Glänzen und Glitzern, das auch auf ihren alten Säbeln legt, die Banner und Tücher an den Wänden und über den Stuhllehnen und die Vasen mit Schwertlilien und Rosen, Schwertlilien, wie sie eine in Königsblau gestickt auf ihrem roten Umhang trägt, auch das Trio von Spielleuten, mit denen sie dann tatsächlich gewiß nicht gerechnet hat.
    Der Drachenkopf wirft einen bedrohlichen Hauch über den Raum. Seine Schuppen sind metallisch grün, die Augen sind rot und scheinen, wenn Licht reflektiert wird, bedrohlich und fast lebendig wirkend zu glühen. Große, scharfe Zähne ragen aus dem Maul und mehrere Hörner entsprießen dem Schädel, der etwa einen Schritt lang ist. Er macht sich nicht besonders gut in einer Wohnstube, auch nicht einer so großen und rustikalen.


    Sie geht bis an die Kopfseite des Tisches, an der sie sich setzt. Als das kleine Ständchen endet, sagt sie an alle, Spielleute, Velea und die anderen mit einem Lächeln : "Vielen Dank!"

  • Als Roika gerade am Gutshaus ankommt, sieht sie gerade wie Messana, Tappan und Ayla dieses betreten. Also hatte sie richtig gehört und ist somit auch nicht zu apät. Denn was soll man auf einer Tsafeier wenn das Tsakind nicht da ist?
    So tritt sie hinter allen anderen als letzte ein und geht auch als letzte in den Saal hinein wo dann auch direkt ein Tsatagslied gesungen wird. Der Text ist Roika nicht wirklich geläufig und so summt sie eher mit als mitzusingen.
    Als das Lied endet verschwindet sie noch einmal schnell für einen kurzen Moment auf ihr Zimmer um das Geschenk für Messana zu holen. Das dauert natürlich nicht lange und so ist sie auch schnell wieder zurück im Saal.
    In ihrer Hand hält sie nun das rote Tuch in dem etwas eingeschlagen zu sein scheint. Da es wohl noch nicht zu Geschenkübergaben gekommen ist setzt sie sich erst einmal an einen Platz der noch frei ist oder auf den der ihr vorher zugewiesen wurde wenn es eine feste Sitzordnung gibt.

    "Homer, hier ist ein Mann, der glaubt, dass er uns helfen kann."
    "Ist es Batman?"
    "Nein es ist ein Wissenschaftler."
    "Batman ist Wissenschaftler!"
    "Es ist nicht Batman!!"

  • Als die Spielfrauen geendet haben, verneigen sie sich, und warten ab. "Alles Gute zum Tsatag, Messana!", strahlt Velea, und umarmt Messana einmal. Dann nimmt sie zu Messanas linken Platz. Eine Sitzordnung gibt es nicht, da Velea davon ausgegangen ist, das sich das von allein ergeben wird.


    "Alles Gute!", sagt Roana lächelnd, umarmt Messana ihrerseits auch einmal, und nimmt dann neben Tappan platz, zwei Plätze von Messanas rechter Seite. Auf für sie ist es ungewohnt, plötzlich eine ältere Schwester in der Familie zu haben. Eine so Namenhafte noch dazu.


    Auch Ayla umarmt Messana einmal. "Alles Gute und auf ein weiteres Jahr glorreicher Taten", beglückwünscht sie Messana, und nimmt dann neben Velea platz.


    Die drei Spielfrauen beginnen leise Musik zu spielen, ohne jedoch zu Singen.

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  • Messana erwidert die Umramungen, fest und liebevoll bei Velea, rein freundschaftlicher dann bei Roana, Tappan und Ayla. Connar, der Verwalter, beläßt es bei einem Händeschütteln und einer leichten Verbeugung. "Herzlichen Glückwunsch zum Tsatag, Euer Wohlgeboren." Eine Anrede, die Messana nicht besonders mag, aber einen anders lautenden Ersatz gibt es nicht und der Verwalter legt schon einen gewissen Wert auf formelle Höflichkeit.


    Tappan nimmt sich das Recht heraus, auf Messanas rechter Seite zu sitzen und lässt sich dort nach seiner Gratulation nieder, während Connar sich bevorzugt auf einer der beiden Seiten Außen hinsetzt.

  • Roika wartet ab bis alle anderen Messana gratuliert haben und reiht sich dann zum Schluß ein. Sie tritt an Messana heran, überlegt für einen kurzen Augenblick ob sie es bei einem Händeschütteln lässt, umarmt Messana dann aber doch einmal kurz was für die anderen etwas unbeholfen wirken mag.
    Ihre Glückwünsche kommen aber mit einer offenen Ehrlichkeit über ihre Lippen.
    "Alles gute zum Tsatag!"
    Es ist ihr einfach anzumerken das sie es nicht mehr gewohnt ist mehrere Leute um sich herum zu haben, geschweige denn viel Herzlichlkeit zu zeigen. Aber man hat zusammen hartes erlebt und durchgestanden, sowie das ein oder andere Gespräch miteinander gehabt. Und so findet sie es dann doch irgendwie angebracht.


    Nach den Glückwünschen setzt sich auch Roika an eines der Enden, neben Roana. Sie geht davon aus das nun wahrscheinlich erst ein paar Worte gesagt werden und dann die Angehörigen ihre Geschenke als erstes überreichen und lässt das im rotem Tuch eingewickelte Geschenk vor sich liegen.

    "Homer, hier ist ein Mann, der glaubt, dass er uns helfen kann."
    "Ist es Batman?"
    "Nein es ist ein Wissenschaftler."
    "Batman ist Wissenschaftler!"
    "Es ist nicht Batman!!"

  • Nachdem sich alle gesetzt haben, tritt Eylinn, die Haushälterin ein. Sie hat sich auch etwas herausgeputzt, trägt aber darüber eine Kchenschürze, so das der Festliche Eindruck bei ihr etwas leidet. Aber sie wird heute ohnehin fast ausschließlich in der Küche beschäftigt sein. Sie bleibt direkt hinter der Tür stehen, und blickt Messana an. "Wohlgeboren, soll ich jetzt auftragen, oder möchtet ihr zuerst Eure Geschenke in Empfang nehmen?", fragt sie höflich.
    Velea hat ihr ja bereits auf Messanas Teller platziert, und auch andere Geschenke liegen noch unübergeben auf dem Tisch. Die Spielfrauen klimpern derweil munter weiter.

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  • Messana unterläßt diesmal den Hinweis, dass sie nicht mit Wohlgeboren angesprochen werden möchte (da sie nicht als Adelige geboren worden ist unmd sie ohnehin auf diesen Rang so gar keinen Wert legt), aber gerade vor Gästen von Rang wird auch nach Eylinns Meinung die Ritterin nicht mit Vornamen, auch wenn dies der einzige Name ist, angesprochen, auch wenn das sonst schon in der kurzen Zeit, die Messana hier verbracht hat, von ihr durchgesetzt wurde.
    "Bitte wartet noch, Frau Cuifinn. Ich werde erst auspacken." Velea würde es ihr sicherlich ein wenig Übel nehmen, wenn sie damit warten würde, und sie kann ja auch nichtleugnen, dass sie doch etwas gespannt ist, was ihr da wohl geschenkt wird.
    Dies ist ihr erster Tsatag, den sie nicht irgendwo unterwegs oder in einer Wegherberge oder gar noch anderen Orten begehen kann, das erste Mal seit vielen Götterläufen, dass er tatsächlich gefeiert wird. Kurz wirkt auch nach Außen sie traurig und melancholisch, als sie daran denkt, dass auch Eliana ihren Tsatag feiert, auf Yeshinna ... wie sie, Messana, es nie wieder tun wird. Unbewusst legt sie ihre rechte Hand auf die Tättowierung auf ihren linken Oberarm, die zwei ineinander verschlungene, dreidimensionale Fingerringe zeigt.
    Doch dann zwingt sie sich, sich wieder auf die Gegenwart zu konzentrieren und sich darüber zu freuen, dass einige der wenigen Freundinnen und Freunde, die sie hat, gekommen sind.

  • Eilynn nickt, und verschwindet wieder in die Küche. Es gibt noch viel zu tun.


    Velea in des deutet auf das weiße Tuch mit der roten Schleife. "Das ist von mir. Ich hoffe es gefällt Dir", erklärt sie lächelnd, und blickt Messana überaus gespannt an. In ihren Augen ist das Geschenk vielleicht noch etwas gewagt, dennoch hofft sie, das es Messanas Zuspruch finden wird.

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  • Messana greift nach dem Bündel und zieht die rote Schleife auseinander, damit sie das weiße Tuch auseinanderschlagen kann.


    Tappan und Connar schauen zu, was da wohl drunter zum Vorschein kommen wird, Tappan mit einem Lächeln auf den Lippen.

  • Ein dem weißen Tuch eingeschlagen ist ein Amulett as Silber. Es zeigt zwei feingearbeitete, aufrecht gehende Löwinnen von zwei Fingern größe, deren Tatzen vorgestreckt sind, so das sie miteinander zu Ringen scheinen. Doch ein zweiter Blick zeigt, das es kein normales Amulett ist, wie die beiden Lederbänder auch schon vermuten lassen. Wenn man eine Löwin vorzieht, kann man beide durch eine Drehbewegung von einander trennen, sodas man zwei Teilamulette erhält, die sich ebenso wieder in ihrer Umarmung oder dem Ringkampf zusammenführen lassen.


    #Anm.: Ist eine Analogie zu den Turteltauben als Glücksbringer und Symbol inniger Zuneigung und Liebe#

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  • "Ah." Auf Messanas Lippen erscheint ein Lächeln, als die beiden Löwinnen zum Vorschein kommen. Mit den Daumen streicht sie über das Silber und folgt einigen der Formen. Sie bemerkt, dass man sie trennen kann und tut es betrachtet sie kurz und steckt sie wieder zusammen.
    "Danke schön, Velea!" Sie erhebt sich und umarmt die kleine Elfe und Geweihte.


    Als nächstes steht Tappan auf. Sein Geschenk ist zwar auch verpackt, aber nur von einem Tuch verhüllt, das sämtliche Formen versteckt und nur erkennen lässt, dass es etwa ein Spann hoch ist. Der alte Krieger nimmt es und tritt mit einem Schritt nah zu Messana und stellt es vor sie hin.
    "Ich habe lange drüber nachgedacht, was ich dir schenken kann, und ich hoffe, dass dir dies gefällt. Ich schenke es dir von Herzen kommend."
    Er zieht die Hand weg, damit Messana das Tuch wegziehen kann. Darunter kommt eine goldene Statuette zum Vorschein, die einen voll gerüsteten Kämpfer mit zum Schlag erhobenen Schwert und zur Abwehr gehaltenem Schild zeigt. Auf einem Schild im Sockel ist "1. Platz des Turneys zu Eschenfurth, 5. Firun 7 986 BF" eingraviert.


    "Oh", macht Messana erstaunt, der dämmert, was es mit dieser 30 Götterläufe und 9 Madamalläufe alten Statue auf sich hat. "Danke", erwidert sie und umarmt Tappan kurz, nach einem kaum wahrnehmbaren Zögern.

  • Velea erwidert die Umarmung. "Du kannst es mit jemandem Teilen, wenn es Dir angemessen erscheint", fügt sie leise erklärend hinzu, und drückt Messana noch einmal fest, ehe sie Messana losläßt. Geduldig schaut sie zu, wie Messana Tappans Geschenk auspackt, und wirkt dann irritiert. Sie mustert die Statue, und schließich fällt ihr Blick auf das Datum. Zweifelsohne ein Geschenk von großem ideelem Wert.


    Roana erhebt sich hun, und zieht unter dem Tisch ein Rechteckiges in Leinen geschlagenes, recht großes Brett hervor. "Ich dachte mir, das Du sowas vielleicht schön finden würdest", meint sie ein wenig verlegen. Als Messana das Brett auswickelt, entpuppt es sich als schmucker Rahmen aus Eichenholz, welcher ein Bild schützend umschließt, auf dem Tappan, Roana und Aidan, Tappans Sohn, zu sehen sind. Das Bild mag allenfalls drei Jahre alt sein, und zeigt Tappan gerüsteterweise vor seinem Haus, zu seiner linken steht Roana in einem blauen Kleid, Aidan zu Tappans rechten in der glänzenden Uniform einens frischgebackenen Offiziers.

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  • Messana schlägt auch diese Verpackung um und legt dieses Mal ein Bild frei. Sie betrachtet es eingehend (auch ist es das erste Mal, dass sie ein Bild von Aidan sieht, den sie persönlich nicht kennt) und muss sich dabei erneut mit dem Gedanken auseinandersetzen, wie merkwürdig es ihr erscheint, dass sie da auf einmal Blutsverwandte, so etwas wie eine Familie, hat, und zwar in der Zusammensetzung, zu der sie auf persönlicher Ebene nie den Wunsch gehabt hatte, weil es ihr eine gänzlich fremde Vorstellung gewesen war.
    Dennoch weiß die Geste durchaus zu schätzen, ebenso, dass Tappan und Roana durchaus an einem engeren Kennenlernen interessiert sind.
    "Ich danke dir", antwortet sie daher aufrichtig und umarmt auch Roana einmal.