Was ist "gutes" Rollenspiel?

  • Ein Gruss den Spaltbaren!



    Bin zwar recht neu hier, aber ich dachte mir, ich beginne mal was neues. Ich habe schon ein paar Runden (DSA3 hauptsächlich) erlebt und es kam überall die gleiche Frage auf:


    WAS IST GUTES ROLLENSPIEL?



    Bei uns gab es die merkwürdigsten Ansichten.
    Ein guter Spieler ist einer, der den Stereotypen aus dem Regelbuch am besten kopiert.
    Ein guter Rollenspieler identifiziert sich hundertprozentig mit seinem Char.
    Ein guter R-Spieler kann nur werden wenn man (Wertetechnisch) schlechte Chars hat.
    Ein guter RS bringt den Plot am schnellsten voran.
    Oder kriecht dem SL hinten rein.
    ...


    In fast jedem gekauften AB werden für Rollenspiel Punkte verteilt.
    Nur schreibt keiner wie das gehen soll.
    Da jeder eine andere Auffassung hat haben wir zwischenzeitlich gar keine Sonderpunkte verteilt.


    Ist schon klar, dass es hierbei kein endgültiges Urteil geben kann, aber ich wollte mal eure Meinungen hören und vielleicht eine kleine Diskussion darüber anfachen.



    Derische Grüsse und immer eine Sphäre zwischen euch und den Erzdämonen!

  • Ein guter Rollenspieler ist vielleicht der, der seinen Charakter so handeln lässt, wie es das Konzept vorgibt, nicht, wie es gerade am praktischsten für die Situation ist.
    Ein guter Rollenspieler ist vielleicht der, dessen Charakter nicht nur aus seinen Stärken besteht, sondern auch aus den Schwächen, der auch mal Ängste, Sorgen und Nöte hat.
    Ein guter Rollenspieler ist vielleicht der, der 3 Krieger spielt (Magier, Einbrecher, etc.) und an jeden kann man sich erinnern, aufgrund von dem und dem Charakterzug - der einem Charakter individuelles Leben einhauchen kann, ohne dass er so wirkt wie der andere Krieger (Magier, Einbrecher, etc.).


    Schlussendlich aber ist Defintition eines guten Rollenspielers genauso wie die eines schlechten oder was PGing ist und was nicht, einfach eine Frage der persönlichen Aufassung, was für einen selber Rollensoiel ausmacht. Ein wirkliches richtig oder falsch gibt es nicht, nur aus der persönlcihen Erwartungshaltung und Vorstellung heraus und welchen Stil man bevorzugt.


    Quote

    Ein guter RS bringt den Plot am schnellsten voran

    Zumindest hilft der RS (Rüstungsschutz) mitunter, den Plot zu erleben. ;) Konnte ich mir jetzt nicht verkneifen angesichts der gewählten Abkürzung. *g*


    Willkommen auf dem Orki, DemBorbiseinChef. :) (Da muss unbedingt eine Abkürzung her. :lach:)

  • Gutes Rollenspiel ist es wenn es den Leuten die es spielen gefällt. Und da RPG nun mal eine Gruppenangelegenheit ist wird man da optimieren müssen um einen Kompromiss für alle Mitspieler zu finden.
    Alles sonstigen Aussagen halte ich für Blödsinn. Wenn in der Gruppe alle Spaß daran haben ihre Helden effektiv zu skillen weil das auch eine Herausforderung ist, dann ist das für diese Gruppe die beste Art Rollenspiel.

    Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst. (Matthias Claudius)

  • Schau mal ganz hinten in MFF, da steht was für versch. Rollenspieler es gibt, daran kann man dann auch sehen, dass es das Rollenspiel nicht gibt...

  • Ich kann mich dazu auch nur so äußern, dass das Spiel an sich Spass machen soll.


    Gutes Rollenspiel heißt für mich (und explizit für mich), so zu spielen, wie (Schattenkatze hatte es bereits eingeworfen) es der Charakter tun würde. Kein Nutzen von Wissen, was man als Charakter ncht haben kann; keine Werteschlachten; auch mal neben dem Plot her spielen und in der Taverne 7 Stunden verbringen; dem Charakter Träume, Ziele, idealistische Werte einhauchen; Nachteile so wählen, dass man nicht auf sie hingewiesen werden muss; etc...


    Die Liste würde lang werden, beschreibt aber nur meine Sicht des Rollenspiels.


    Andere sehen gutes Rollenspiel so, dass sie eben ihre Chars hochoptimieren (was wirklich eine harte Sache sein kann) und so Drachen im Zweikampf besiegen.
    Oder sie spielen Diebe, achten aber nicht auf Realismus (Wachen, Bevölkerung, Zeit, eigenes Aussehen) und schaffen so jeden, noch so dreisten, Diebstahl.
    Kann auch sein, dass das Rollenspiel so gesehen wird, dass man wirklich grottenschlechte (wertetechnisch) Charaktere hat und sich ganz langsam von ganz tief unten in eine bessere Position vorspielt.


    Die Sichtweise ist einfach so unglaublich weit gestreut.


    Aber egal welche Art des Rollenspiels man betreibt, Spass sollte es immer machen, darum geht es ja.


    Gruß vom Sensemann aka Nioa (der sich fragt, ob der Beitrag überhaupt hilfreich ist oO )

    Thorin: wenn so viele frauen heutzutage zur see fahren würden, dann auch nur um mailand zu plündern und mit viel stauraum für schuhe

  • Ich schließ mich der bisherigen überwiegenden Meinung an: Rollenspiel soll Spaß machen


    Dabei kommt es mMn nicht drauf an, ob der Spieler extrem tolle Werte hat oder nicht. Bei extremen Werten hat man sich halt nur speziallisiert oder eben Nachteile gewählt. Sobald das wirklich ausgespielt wird, habe ich keinerlei Probleme mit mäctigen Chars, selbst wenn meiner schwach ist.
    Ich versuche immer (ob es klappt oder nicht soll der meister entscheiden) meine Charaktere möglichst natürlich zu spielen und wie sie einfach eingeschränkt sind. Das bedeutet für mich selber Rollenspiel.


    Sensenmann
    ^^ ich stimme dir voll und ganz zu. es macht einfach spaß, sich ewigkeiten in einer Taverne die Zeit zu vertreiben. Selbst wenn es nichts direkt mit dem Plot zu tun hat. Auch wenn man den Plot irgendwann auch wieder aufgreifen sollte.

    Und wenn auch dem, der Geschichte schreibt, durchaus nicht derselbe Ruhm folgt, wie dem, der Geschichte macht, scheint es mir doch höchst schwierig, Geschichte zu schreiben.
    Sallust

  • Wir (Meine Gruppe und Ich) sind da folgende Meinungen:


    Ein guter Rollenspieler ist der, der seine Rolle am besten spielt. Sprich:
    Wer den Charakter den er verkörpert, so rüberbringt, dass es den Werten am nächsten kommt.


    Beispiel:
    Der Charakter eines Spielers hat Mut 8, aber der Spieler entscheidet sich auf eine Gruppe von 5-6 Gardisten alleine loszugehen und den Kampf alleine zubestreiten. Das ist zwar sehr mutig, aber nicht dem Charakter nahe.


    Was auch nicht passt, ist ein Söldner, dem völlig egal ist, wieviele Dukaten er als Entlohnung bekommt.


    Kurz oder lang: Ein gutes Rollenspiel kann man nur spielen, wenn man sich in die Rolle des eigenen Charakteres versetzt und diesen glaubwürdig vetritt und rüberbringt.


    Bei uns bekommt man in der Gruppe regelmäßig Bonus-APs wenn man seinen Charakter in gewissen Situationen richtig gut darstellt.

  • Quote

    Bei uns bekommt man in der Gruppe regelmäßig Bonus-APs wenn man seinen Charakter in gewissen Situationen richtig gut darstellt.


    Genau da sehe ich aber auch das Problem: Wer will denn beurteilen, ob der Charakter "richtig" dargestellt wurde? Wer weiß das besser als der eigene Spieler dieses SC?
    Natürlich entspricht es nicht den Werten und wird daher auch nicht unbedingt gutes Rollenspiel sein, mit großer Höhenangst auf einem Baum zu nächtigen und mit MU 10 immer als erstes den Gegnern entgegenzustürmen oder mit einem TaW von 2 als guter Kämpfer zu gelten, und da wird auch dem SL, der die Werte kennen könnte/sollte, klar sein, dass das nicht zu den Werten passt, aber ein Charakter besteht nicht nur aus Werten und er hat viele Facetten, die in Werten nicht fassbar sind.


    Gute Rollenspiel ist in meinen Augen, wenn man einen Charakter glaubhaft verkörpert, nicht nur der goldgierige Streuner oder der selbstlose RG dargestellt wird, sondern wenn man seinen Charakter plastisch und lebendig darstellt (und sich von einem anderen Streuner und einem anderen RG abhebt).
    Ich finde, man kann nach den Werten spielen und dabei keinen lebendigen Charakter haben, so wie man einen sehr überzeugenden Charakter darstellen kann (der womöglich, wenn man Pech hat, gar nichts mit seinen Werten zu tun hat), ohne dass irgendwer die Werte kennt.
    Es liegt in der Verantwortung des Spielers, nicht nur das Idealbild seines SC zu spielen (in das der Charakter oft erst noch hinein wachsen muss, zumindest auf Ebene der Werte), sondern auch die Werte dabei mitzubedenken, aber ich würde Rollenspiel nicht darauf reduzieren, dass die Werte richtig umgesetzt werden (aber duies soll natürlich auch geschehen).
    (Ausführlich habe ich es ja ein paar Beiträge weiter oben dargelegt.)


  • Okay, hab es vielleicht im letzten Beitrag nicht so gut dargestellt:
    Bonus-APs werden zusammen mit dem Meister vergeben, der Schlüsselszenen notiert und dann offen an die Runde die Szene nochmal darstellt und auch seine Meinung wieviel und warum diese Szene Punkte verdient hat, jeder Spieler kann daraufhin seine Meinung äußern und natürlich wird dann auch diskutiert.


    Der Meister macht es es ich aber nicht so leicht, nur Wertebezogenes Spiel mit einzubeziehen, sondern auch andere Dinge wie z. B. Umgangsformen usw.
    Im Normalfall bekommt man maximal 10% Bonuspunkte zu den Standardpunkten die vergeben werden.

  • In meinen normalen Gruppen vergebe ich eigentlich auch keine extra-APs für gutes Rollenspiel. Das führt vielleicht eher zu leichter Bevorzugung bestimmter Spieler und Spielweisen, die der meinen am nächsten sind. Der Nutzen durch die extra-Punke, nämlich dass es dann im folgenden mehr gutes Rollenspiel gibt, halte ich auch für eher unwahrscheinlich.
    Ich vergebe da schon lieber spezielle Erfahrungen, so kann ich die Spieler bei ihrer Char-Entwicklung auch in eine Richtung lenken, die enger am tatsächlich erlebten liegt.


    Ich kann mir allerdings zwei Situationen vorstellen, in denen ich mehr APs vergebe:
    - um niedrigere Chars etwas mehr höherstufigen anzugleichen.
    - um Spieler-Neulingen eine kleine Belohnung zu geben, wobei da obiges eigentlich auch gilt, von daher macht es mehr Sinn, sie mündlich zu loben, als ihnen APs zu geben.

  • Ich empfinde es als gutes Rollenspiel wenn ich merke, das sich ein Spieler bei seinem Char "wirklich was gedacht hat".


    In meiner Gruppe gibt es zum Beispiel einen Spieler der doch... nunja sehr provokante Charaktere erstellt und dabei öfters den Eindruck macht als würde er nur mal die Bücher aufschlagen, sich ein paar scheinbare "tiefgründige Charaktereigenschaften" raussuchen, kombinieren und fertig ist... Dies erscheint mir als nicht so gelungenes RPG


    Ein anderer hingegen hat zwar wenig Freizeit und kann sich daher nicht so umfangreich in die Materie einlesen, gibt sich jedoch aufrecht Mühe und fragt halt, wenn er sich bei etweas nicht sicher ist, vor allem aber rechne ich ihm hoch an, das er seinen Charakter auch mal so handeln lässt, wie er selbst es nieee tun würde, weil er eben weiß das dieser Char so handeln würde und das nicht weil es in irgendeinem Buch so steht sondern weil der Char halt so ist. Dies empfinde ich als sehr gutes Rollenspiel.


    EIn weiteres Merkmal das ich als sehr gut empfinde sind Spieler, die sich darauf einlassen ihren Charakter zu entwickeln, soll heißen sich immer fragen: "Wie würde das wohl einen Menschen verändern diese Dinge zu erleben die wir grade erleben?" Und sich dabei auch nicht so von irgendwelchen Büchern einschränken lassen... Das kann ein tief empfundener Respekt eines Adligen gegenüber einem Räuber mit Robin-Hood-Stil sein, nachdem der Adlige erkannt hat wie sehr der Kriminelle doch das Leid des breiten Volkes zu mildern vermag, oder auch eine ehemals finstere Söldnernatur, die nach durchlebten Schrecken in den schwarzen Landen beschließt das Söldnerhandwerk an den Nagel zu hängen und in die Stadtgarde einzutreten um etwas sinnvolles mit seiner Kraft anzufangen, aus Angst selbst einmal so abzurutschen...


    Extra AP vergebe ich ebenfalls nur in absoluten Ausnahmefällen. Beispielsweise wenn ein Spieler bereit war starke eigene Nachteile in Kauf zu nehmen um dem höheren Wohl zu dienen, sozusagen als eine Art Trostpflaster.
    Ein Beispiel war bei uns ein Streuner der Jahrelang auf ein eigenes Haus gespart hat und dann all sein Geld ausgegeben hat um ein paar Flüchtlingen, die wir aus der Warunkei gerettet haben ein neues Leben aufzubauen.

    Noctum Triumphat

  • Wie man sieht, ist es in jeder Gruppe anders. Eine perfekte Mischung bzw. was wirklich gutes Rollenspiel ausmacht, muss dahe wohl jede Gruppe für sich entscheiden.


    Aber es ist schon interessant, wie die anderen das so sehen. Bin schon gespannt, was andere dazu meinen.

  • Gutes Rollenspiel...hmmm.


    Bedeutet für mich seinen Charakter je nach Beschränkung "lebendig" zu spielen. Mag sein, dass einem beispielsweise der Bogen ein bisschen einschränkt(vor allem da man sich ja selbst dafr entschieden hat) jedoch trotzdem noch in der Lage ist sich dementsprechend darzustellen, das geht aber nur wenn man in der Lage ist sich zu entwickeln. Denn seien wir ehrlich: Zu Beginn hat man immer nur das grobe Konzept einer Persönlichkeit und erst im Laufe der Kampagne oder eines Abenteuers erhält die jeweilige Figur den Freiraum und die Zeit sich zu entwickeln. Das zu tun und wenig in der eigenen Schablonen festzusitzen und noch das Wunder fertig bringen, tatsächlich der zu sein, den man vorher schuff, sich weiterentwickeln und im Grunde treu bleiben


    das ist gutes Rollenspiel finde ich :laechel:


    Deswegen kann ich es meitens direkte Persönlichkeitsbeschreibungen nicht leiden, da sie mir schon von Anfang etwas einengend vorkommen^^.


    Außerdem entscheidet ja sowieso jeder für sich ob Krieger XY so toll aussieht oder ob der Furunkel auf seiner Nase ihn arg entstellt :zwinker: .


    Gruß Rogolan :laechel:

    Das Leben ist hart, unnachgiebig, brutal, langweilig, kurz, tränenreich, gefühllos,
    arm an Freude und Wundern, aus kosmischer Sicht nutzlos und schlichtweg schön.
    Gibt es einen besseren Grund um zu lächeln?

  • Guttes Rollenspiel... ich glaub ich würde erstmal die Begrifflichkeit stärker differenzieren.
    Im Vordergrund würde natürlich das Spiel als solches stehen und damit wie schon zuvor geschrieben der Spaß. Das Spielen der Rollen wäre nach meiner Meinung hier nur ein konstanter Faktor in einer Gleichung, die den Spaß als Ergebnis hat. Wenn man es weiter mathematisch betrachtet so würde ich sagen, dass es der Faktor zum kleinsten gemeinsamen Teiler der verschiedenen Spieleinstellungen der Spieler ist, einfacher dargestellt:


    (Rollenspiel) * (Überschneidung der Gruppeneinstellung) = Spaß


    Aber das Rollenspiel selbst oder vielleicht besser formuliert als das Spiel der Rollen ist für mich noch mal was anderes. Für gutes Rollenspiel benötigt es nicht nur einen guten Rollenspieler allein, sondern mehrere, die sich ergänzen können und einander nicht "unterdrücken" (nur einer redet die ganze Zeit und die anderen schauen zu).
    Ein guter Rollenspieler ist für mich eine Person, die statt einen beschriebenen Bogen Papier mit Zahlen und Werten ein echtes Wesen vor sich sieht, sei es nun ein Mensch, Elf, Ork oder auch einfach das Reitpferd. Er kann diese Wesen genau vor sich sehen, sie verstehen, kennt ihre Gedanken und Probleme. Er kennt ihr innerstes Wesen und wenn er dann anfängt zu spielen, dann erzählt er nicht nur einfach davon, sondern er entführt die anderen in diese Welt. Er lässt sie nicht das innerste des Wesens sehen und zeigt auch nicht ihre Beweggründe, doch er haucht ihnen Leben ein, so dass andere ihre Handlungen, die Gestik, die Mimik sehen und die Gründe vielleicht erahnen können. Ein guter Rollenspieler ist ein Erschaffer einer anderen Welt, der den anderen diese Welt nicht einfach nur vorführt, sondern sie einbindet, so dass auch sie diese Welt schaffen, erhalten und erweitern können. Das Rollenspieler lässt das, was auf ander nur wie ein Haufen Zahlen wirkt zu einem authentischen lebendigen echten Wesen werden.
    Das mich jetzt bitte keiner nach dem wie fragt... wenn ich es wüsste würd ich es anwenden oder zumindest versuchen. Es ist ein Glück, dass das Spiel auch mit "Normalsterblichen" wie mir funktioniert.^^

    &WCF_AMPERSAND"Wer Feuer in sich und Seele hat, kann sich nicht unter einem Scheffel verstecken, und man will lieber brennen als ersticken.&WCF_AMPERSAND"
    (Vincent van Gogh)

  • Wie war das mit dem 'analytischen Verhalten'?
    Ich meine, sooo genau brauchen wir das alles nicht, aber ist lieb, dass du dir da deine Gedanken gemacht hast, denn ich finde, jeder sollte für sich einfach festlegen, was gutes Rollenspiel bedeutet. Demnach mit der Gruppe in Absprache das beste filtern und dann schön spielen. Das wars dann auch schon. AP oder sonstige Belohnungen kann jeder Meister für sich verteilen, wie er will, denn ändern kann ich daran auch nichts. Und ruft es Probleme hervor? Mitunter ja, aber das kann man auch wieder klären ^^.


    Ich denke, zu allererst muss die Harmonie innerhalb der Gruppe stimmen, um gut spielen zu können. So einfach ist das. ^^

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.


    -----


    Soldier: "Surrender or be annihilated!"

    Commanding Officer: "They want to surrender?"

    Soldier: "No Sir, they want us to surrender..."

    Commanding Officer: "NUTS!"

  • Gutes Rollenspiel ist für mich, wenn die Spieler ihre Chars gut kennen und Entsprechend spielen (und nicht, dass es zu Situationen kommt, wie: Der Thorwaler und die Horasierin unterhalten sich auf beste und plötzlich mitten im Flirt stellen die Spieler fest, dass sie Gegenseitige Vorurteile haben). Die Spieler sollten ausgeschlafen sein und nicht kurz vorm einschlafen und der Meister sollte sich im AB auskennen. Ich mag keine Antowrte á la: Da ist ein Wirt, der ist äh..........
    oder: Der sagt ...., ah ne doch nicht, vergesst es.


    Insgesamt aber müssen die Spieler vor allem Spaß haben (in diesem Falle spielt der SL auch)

    Most people are other people. Their thoughts are someone elses opinions, their lives a mimicry, their passions a quotation. Oscar Wilde

  • Also zunächst einmal muss ich sagen, dass die Definition von gutem oder schlechtem Rollenspiel in der Gruppe der jeweiligen Spieler liegen sollte.


    Nicht umsonst heist es in den regelheften immer wieder, dass das Spiel Spass machen soll und niemand jemandem vorschreiben kann, was ihm spass machen soll.


    Bei uns in der Gruppe ist es so, dass wir glücklicherweise ohne Ausnahme Spieler haben, die ihren Charakteren eine gewisse Note verleihen, die sie besonders machen. Das passiert auch mal durch ausspielen von Nachteilen, oder durch individuelles Auftreten. (So spiele ich zum einen einen Streuner(Spieler) und einen Halbelf (Jäger), die vollkommen unterschiedliche Persönlichkeiten haben auch vollkommen anders). Aber letztlich bedeutet gutes Rollenspiel für uns einfach, dass Die Spieler mit dem Meister zusammen spielen. Der Meister braucht die Mitarbeit der Spieler beinah genau so wie umgekehrt, um ein Stimmungsvolles Rollenspiel zu gewährleisten.


    So hat es sich in unserer Runde mittlerweile dazu entwickelt, dass wir ohne Probleme einen neuen Spieler integrieren können, weil er sofort durch die Interaktion der anderen Spieler mit dem Meister und untereinander gefesselt wird. Besonders interessant waren da schon die Kommentare hinterher... so sagte mal jemand zu einem unserer Spieler "So kenne ich dich garnicht", auch "Sowas hätte ich dir garnicht zugetraut" ist schonmal gefallen.


    ich glaube, wenn man das erreicht hat, dann hat man ein gutes Rollenspiel hingelegt....

  • Zu einem guten Rollenspiel gehört für vor allem Lebendigeit. Deswegen mag ich es sehr, wenn man in der Ich-Form spricht. Andererseits auch ein wenig authentisch zu wirken. Also dass eine Amazone beispielsweise nicht gleich auf Männerfang ist um der Rahja zu fröhnen... Eher einen schönen Heldin/NPC... Naja aber wie schon so oft gesagt wurde, es muss der Gruppe Spaß machen...

    Doch können wir siegen für immer und immer

  • Ja, gutes Rollenspiel ist immer eine Ansichtssache.
    Die Verteilung der Abenteuerpunkte habe ich daher aus meiner längeren Zeit als WoD-Storyteller übernommen:
    Am Ende der Sitzung/des Abenteuers gibt es die von mir dafür vorgesehenen Punkte. Dann diskutiere ich mit den Spielern darüber, wer aus IHRER Sicht heraus Punkte für "Gutes Rollenspiel" verdient hat. Wenn die Ansichten der Charaktere mit meinen übereinstimmen gibt es die Punkte. Wenn nicht, beginnen die Nachverhandlungen.
    Was ich zwischendrin immer mal wieder mache ist ein kleiner Fragebogen in dem die Spieler schreiben, was ihr Charakter so über die anderen Charaktere denkt. (Beispiel: Ein Charakter hat Geiz 8 und bei der Befragung stellt sich heraus, dass alle anderen ihn für großzügig/verschwenderisch halten, dann macht er was falsch und wir klären das.) Das klappt eigentlich immer prima.
    Hier ein Beispiel aus meiner DnD-Gruppe, welche jetzt DSA 4.1 spielt: