JdG - Finale (Auszug)/ Gericht auf Yeshinna

Orkenspalter Downloads - Rezensionswettbewerb
Derzeit läuft ein Rezensionswettbewerb bis Ende Mai. Zu gewinnen gibt es eine Hardcover-Vollfarb-Variante des "Großen Orkenspalter Kochbuchs Band II". Details gibt es hier. Wer nicht weiß, was er bewerten soll: im Download-Bereich sind rechts Infoboxen, was zuletzt bewertet wurde, aber auch wo noch Rezensionen fehlen!
  • [Ein Teil unseres Finales abseits des offiziellen AB "Das Jahr des Greifen" und die nachfolgenden Ereignissen auf der Amazonenburg Yeshinna, trotzdem geschieht reingucken auf eigene Spoilergefahr!]


    Jokela liegt blutüberströmt und mit einer riesigen, klaffenden Wunde am Boden, vielleicht tot, Marcian rührte sich schon nicht mehr, seit Zerwas' erster Hieb ihn mehr oder minder in zwei Hälften spaltete, Messana, kurz vor Jokelas Angriff von hinten auf Zerwas zu Boden gegangen, regt sich leicht, aus verschiedenen Verletzungen blutend und draußen entfernen sich Zerwas' Schritte ... Der Zweikampf, nicht mit dem Tode eines der Beteiligten geendet, wurde von Velea formell ausgesetzt.
    Zurück bleiben Velea und Dela und das Wissen, dass es nicht zu Ende ist, sondern nur aufgeschoben.

  • Velea blickt dem Vampir einige Augenblicke nach, dann will sie schon zu Messana eilen, doch besinnt sie sich eines besseren. Sie rennt zu Jokela, deren einzige Wunde sie nicht unbeträchtlich aufgerissen hat. Die Elfe legt ihre Hände auf die stark blutende Wunde, und beginnt einen melodischen Singsang, den Magiekundige sofort als Balsam erkennen. Unter ihren Fingern beginnt sie Wunde sich zu verformen, neues Fleisch wächst, Blut fließt zurück in die Adern, langsam aber sicher wachsen die Wundräner weiter zusammen, gebrochene Knochen richten sich und wachsen ebenso zusammen. Schweißperlen treten der Elfe auf die Stirn. Solche Heilungen von sicheren Tod fort rauben wesendlich mehr Kraft, als normale Wundbehandlungen, und diese Heilung zehrt ihre Kräfte fast völlig auf.

    Erschöpft sackt sie nach einigen Minuten zusammen, und atmet schwer von der großen Anstrengung. Die Heilung ist kaum mehr als eine Basis, und so liegt Jokela nach wie vor im "Schlaf".

    Of course she's gay!


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  • Delas erste Schritte führen sie zu Marcian, aber bei ihm bleibt ihr nur festzustellen, dass er bereits tot ist und vermutlich auf der Stelle tot war. Von daher eilt sie zu Messana. Diese hat mehrere Verletzungen, keine für sich genommen überaus gefährlich, aber insgesamt ein nicht ganz unbedenklicher Zustand. So holt sie das Verbandsteug herbei, dass sie vorsorglich mitgenommen hatten und beginnt, Messanas Verletzungen zu verbinden.
    Der Rondrakamm liegt neben Messana, wo er ihr aus den kraftlosen Händen gefallen war, als sie zusammen gebrochen war, die Säbel zu beiden Seiten etwas weiter, wo sie sie hin geworfen hatte.
    Nach Delas erster Hilfe ist für Messana erst einmal getan, was für den Moment zu tun ist. Ihr Atem ist kräftig, sie ist nicht bewußtlos ist, aber ihre halb offenen Augen scheinen nur begrenzt wahtzunehmen, was um sie herum geschieht.

  • So wurde denn der Schwachpunkt des Vampirs aufgedeckt aber dennoch reichte es nicht, ihn zu besiegen. Ihn, der Jahrtausende überdauert und sich vom Blute zahlloser Seelen genährt hatte. Immerhin gab es in einem Ehrenduell wenigstens eine Chance. In jenem letzten Duell schien er nicht mehr durch eine unheilige Rüstung geschützt, die gewiss nicht allein mit der altertümlichen Brustplatte zu erklären ist, die er schon in Greifenfurt getragen hat. Auch waren seine Hiebe nunmehr nur noch die eines extrem guten Kämpfers und nicht mehr geradezu halbgöttlich. Mal ganz abgesehen davon, dass sich seine Wunden nicht mehr in atemberaubender Geschwindigkeit geschlossen haben. Dennoch bleibt das Resultat niederschmetternd: Ein Toter, Jokela nur durch Veleas Zauberkraft vor dem sicheren Tod gerettet und Messana geschlagen – gedemütigt. Sie hätte stehen bleiben können, wo viele andere längst gefallen wären. Oft schon hatte sie bis zum Allerletzten gekämpft und noch darüber hinaus gekämpft. Dass sie es diesmal nicht getan hat, hat durch Veleas geschickten Zug, das Ehrenduell für unterbrochen zu erklären, wenigstens etwas Zeit verschafft. Doch wie wollte man diese Zeit nutzen? Und wie viel Zeit wollte man sich nehmen? Tage? Wochen? Monde? Jahre?


    Der Rondraverfluchte jedenfalls wird für wohl für alle Zeiten existieren ... bis das der letzte Stern verglüht und seine Rache nehmen. Wenn , ja wenn die hier versammelten keinen Weg finden. Sein nächstes Opfer jedenfalls wird ganz gewiss Cindira sein. Und so wie ihr ihn mittlerweile einschätzt, wird er ihr sicher nicht die Gnade gewähren dorthin zu gehen, wo Marcian jetzt ist.

  • Nach einigen Augenblicken erhebt sich Velea wankend, und geht vorsichtigen Schrittes zu Messana hinüber, um sich erneut nieder zu knien. Sie schließt die Augen, und konzentriert sich. In wenigen Augenblicken beginnt sie erneut zu schwitzen, ihr Atmen geht tiefer und man kann förmlich zusehen, wie ihr Körper noch müder und abgekämpfter als ohnehin zu wirken beginnt. Etwas zitterig legt sie ihre Finger auf Messanas Herz und beginnt erneut ihren Singsang. Nach einigen Herzschlägen wird aus dem eher fahrigen Singen eine stabile und wohlklingende Melodie. Da Messana nun verbunden ist, sind die Efekte kaum zu sehen, dennoch kehren die Lebensgeister nun stärker in Messanas Körper zurück.

    Auch diesmal dauert es eine kleine Weile, dann verklingen die letzten Töne auf Veleas Mund, und die Elfe bricht nun endgültig vor Erschöpfung über Messana zusammen. Ihr Blick ist dämmerig durch die Halb geöffneten Augen, und ihr Atmen wie ihr Herz rasen als wäre sie Meilen weit gerannt.

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  • In Messanas dämmrigen Verstand herrschen noch die Eindrücke und Bilder des Kampfes vor. Der Rondrakamm - Jacarandas Rondrakamm - in ihren Händen, Zerwas, der sich so gegen den Zweikampf sträubt, seine Wort, sie sei kein Mensch, ihre Überzeugung und ihr Wunsch, dem sei nicht so, sich kreuzende Klingen und immer wieder ist es sein Schwert, seine schwarze, geflammte Klinge mit den kleinen Totenköpfen an der Parierstange, die sie trifft, anstatt dass ihre geflammte Klinge ihn trifft.
    Der Rondrakamm, die ehrenhafte Klinge überhaupt, heißt es. Ehrenhaft ja, aber in diesem Fall eine schlechte Wahl gewesen...


    Sie spürt, dass ihre Verletzungen umsorgt werden, auch, dass Dela Messanas Kopf in ihrem Schoße bettet, doch nur am Rande. Noch immer ist sie in den Kampf und seiner eigentlichen Bedeutungen gefangen, ihre Gefühle, dass Zerwas sich so sehr in das Gegenteil verkehrt hatte, obwohl er es schon immer gewesen war, seine wiederholte Behauptung, sie sei kein Mensch mehr, aber sie ist ein Mensch und hat ihn gefordert. Das Gefühl, als ihre Verletzungen plötzlich im beginnenden Kampf anfingen zu heilen, fast hätte es sie aus dem Kampf gerissen, denn dieses Gefühl kennt sie und sie bringt es mit einem der schlimmsten Augenblicke ihres Lebens in Verbindung. Nie wieder wollte sie diesen Zauber auf sich wirken fühlen, das Grauen des Schmerzes, als der Fuhrmann sie wieder und wieder ausgeweidet hatte, weil sie genauso beständig geheilt wurde. Die Wahl des Rondrakammes - Jacarandas Rondrakamm - war falsch gewesen.
    Ohne Zusammenhang, manche nur flüchtig, manche genauer, wirbeln sie durch ihren Kopf.


    Plötzlich ist da Veleas fremdartiger Gesang, wieder dieses angenehme Gefühl, bei dem Messana aber seit einigen Götterläufen stets auch einen leisen Hauch von Widerwillen verspürt, aber vor allem ist es eben ein sehr schönes Gefühl, als ihre Verletzungen sich ansatzweise schließen. Sie zuckt etwas zusammen, als ein Körper auf den ihren aus geringer Höhe fällt, aber es schmerzt eben dennoch. Messana, nun von etwas Kraft erfüllt, hebt eine Hand und legt sie sachte auf Veleas Schulter und gleitet von dort hinaus zu Veleas Kopf, wo sie auf einer Wange sanft liegen bleibt.


    Als der letzte Hieb sie traf, war ihr erster Impuls, ihr letzten, Kraftreserven noch einmal zusammenzureißen, stehen zu bleiben, den Rondrakamm noch einmal schwingen.
    Doch was hätte es genützt? Der Anderthalbhänder, eine elegante Waffe, lag mittlerweile schwer in ihren Händen, zu geschwächt war sie, ihn noch schnell und effektiv handhaben zu können. Der nächste Treffer hätte sie nicht nur mit Sicherheit von den Beinen geholt, sondern sie auch getötet.
    Damit hätte Zerwas den Kampf nach den Regeln des Zweikampfes bis zum dritten Blut gewonnen. So ist sie zwar besiegt, aber ein Sieger ist in dem Sinne nicht erkoren.
    Leicht ist es ihr nicht gefallen, denn der Reflex, sich nicht unterkriegen zu lassen, ganz gleich, was es kostet, nicht zu den Füßen des Mörders Jacarandas und unzähliger Anderer zu fallen, war groß gewesen.


    Dela steht auf und legt sacht ihren Kopf ab. Leicht bewegen sich Messanas Finger auf Veleas Haut.
    Gute, liebe, selbstlose Velea. Immer da. Ihr hat sie so viel zu verdanken, so unsäglich viel. Sie hat sie auch aufgeklärt über die Ereignisse auf Kurkum, das, von dem Messana so fest überzeugt war, dass es so gewesen wäre, so außer Kraft gesetzt und gezeigt, dass es in Wirklichkeit ganz anders war, dass sie, Messana, so sehr fehl geleitet gewesen war, sich einmal mehr vom Fuhrmann hatte irre leiten lassen.


    Und dann der Blick in den Spiegel ... Messana überläuft ein Schauder. Das will sie nicht sein. Das wird sie nicht sein. Das ist sie nicht.
    Sie wird nicht so sein wie Zerwas.
    Ihre Gedanken und ihr Blickfeld werden zusehends klarer, nicht zuletzt auch angespornt durch diese Überzeugung.
    Vorsichtig beginnt sie, sich unter Velea hervor zu bewegen.
    Die Zeit der Buße kommt später.
    Oder vielleicht ist dies auch der erste Schritt dazu.

  • Als Velea die Finger von Messanas schwieliger Hand auf ihrer Wange spürt, schließt sie die Augen. Messana geht es gut, und das ist wichtig. Nein, nicht nur wichtig, es ist das wichtigste in Veleas Leben. Neben ihrer Göttin. Die Göttin die ihr immer noch die Gunst verwehrte. Aber die Göttin ist in Alveran, und Velea und Messana sind hier, in einem Gebäude in einer gefallenen Feste.


    Und Messana geht es gut. Das sie lebt ist wichtig. In ihren Augen wäre die Welt ohne Messana ein ganzes Stück ärmer, und ein Stück weniger warm. Messana, in ihren Prinzipien, und ihrem Drang danach den Schwachen zu schützen, Velea ist sich sicher das ihr Handeln letztlich den Götter wohlgefällt. Ganz egal was die kirchlichen Instanzen dazu sagten, sie waren nur Menschen, und fehlbar wie sie selbst.


    Messana ist oft vor ihren Augen geschlagen worden, und jedes mal ist es wie in ihren Kopf gebrannt. Messana ist ihr ganzes Glück, ohne sie wäre ihr Leben hohl und unerfüllt. Augenblicke und Berührungen wie diese erfüllen sie mit der Kraft weiter zu machen. Besonders nach der Nacht an dem die Orks Greifenfurt zurückeroberten. Messana hatte gekämpft, und war nicht zurückgekehrt. Sie hatte geglaubt Messana wäre gefallen, noch nie hatte sie einen schlimmeren Schmerz erfahren, als der Moment an dem sie Messana verloren glaubte. Es tut so gut das sie da ist, das sie ihr den Angriff mit der Keule des Orkgötzen nicht angekreidet hat, obwohl sie noch immer darunter leidet. All ihre Magie hatte versagt, diese Wunde zu heilen, eine entscheidende Schwäche in diesem Kampf gegen Zerwas.


    Einige Tage aufschub. Es würde reichen, Messana wieder aufzupeppeln. Sie lebt, und das ist wichtig. Und sie wird Zerwas schlagen, daran glaubt sie fest. Sie glaubt an ihre Liebe.

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  • Dela hatte Messanas Kopf in ihren Schoß gelegt, doch da die Erstversorgung ja auch eine gewisse Zeit braucht ist diese Geste erst kurz bevor Velea herüberkam geschehen und sie schaut etwas besorgt zu der Elfe, sah sie doch auch keinesfalls mehr gut aus nach all den Anstrengungen.


    Dabei war es ihr noch besser als den anderen gegangen. Leise seufzt Dela, denn das Bild war wirklich sehr betrülich und wenig Hoffnung spendend.


    Nur ihr ging es wirklich noch einigermaßen gut und daher schaut sie erst einmal was sie tun kann. Velea würde Messana weitaus besser als sie selber helfen können, auch wenn Dela nicht weiß ob so viel Anstrengungen gut für sie sind. Da würde sie aber sicherlich nichts einwenden. Dennoch erhebt sie sich, nachdem sie Messana noch einmal kurz durch die Haare streicht. "Ich schaue auch mal eben nach Jokela", sagt sie leise und geht dann auch bald zu dieser herüber.


    Auch bei ihr ist sie vorsichtig, hebt sie aber dennoch ganz vorsichtig mit einem "Es wird schon wieder gut an", um sie dann sachte auf ihre "Bettstatt" zu legen. Dort verbindet sie auch die Wunden der Nivesin, die der Balsam noch nicht schließen konnte. Doch wird es so noch lange heilen müssen, auch wenn der Verband gut sitzt.


    [7 TaP* bei einer HK Wunden Probe. 2 Gehen wegen der Erschwernis drauf. Damit werden 3 zusätzliche LE regeniert, aber keine Wunden geschlossen.]


    Auch die Lager von Messana und Velea verrückt sie danach etwas zu diesen hin. "Kommt. Legt euch lieber darauf", schlägt sie dann mit sanfter Stimme vor und würde ihnen natürlich ebenso helfen.

  • Den verletzten rechten Arm unwilkürlich schonend - im Kampf die Verletzung in den Hintergrund zu drängen und sich dadurch nicht behindern zu lassen, macht sie nun um so spürbarer - erhebt sich Messana auf die Knie. Seit fast drei Siebenspannen hat sie diese Verletzung, sie ist immer präsent, eitert, schließt sich nicht, schmerzt.
    So, wie die Dinge stehen, wird sie sie bis zum Rest ihres Lebens behalten und in Zukunft ihre Existenz als eine Kämpferin und zusätzlich im Moment als Soldatin für ein Reich, das nicht das ihre ist, mehr oder minder beenden.
    Nun hat sie auch eine tatsächliche Wunde, die sich nicht schließt.
    Sie blickt sich um: Dela trägt gerade die verbundene Jokela - dann war es also tatsächlich geschehen, was sie noch wahrgenommen hatte, als sie am Boden lag - zu deren Lager. Jokela sieht wirklich übel zugerichtet aus. Warum hatte sie Zerwas angegriffen?


    Und Cindira - sie ist immer noch in Zerwas Hand! Marcian liegt in einer Blutlache an einem anderen Teil des Raumes. Messana läßt den Kopf hängen und atmet einmal tief ein und aus. Marcian tot, Cindira in des Vampires Hand, und dieser ist sicher entkommen.
    Ja, das ist wahrlich schlecht gelaufen hier. Es war klar gewesen, dass Zerwas ein mehr als schwerer Gegner sein würde, aber dennoch ist die Situation nun eine sehr desolate.
    Sie beißt die Zähne zusammen - noch ist es nicht vegebes, denn sie sind nicht alle tot und Zerwas hat sich einmal gestellt. Wenn er nur Cindira nicht in seinen Händen hätte!


    "Velea." Messana streicht wieder sanft über das Gesicht der Elfenmagierin. "Komm, schaffst du es, aufzustehen?"
    Dela kommt herbei. Es ist ein sinnvoller Vorschlag, hinlegen, ausruhen, neue Kräfte sammeln. Doch erst, wenn Velea auch auf ihrer Bettstatt liegt, wenn sie selber ihre Waffen eingesammelt hat und wenn sich um Marcians Leiche gekümmert wurde.

  • Velea rutscht in Messanas Schoß, als die Kämpferin sich aufrichtet. Als Messana sie anspricht, richtet sich die Elfe - unter zuhilfe nahme ihrer recht zitterigen Arme - auf. Sie schaut Messana an, doch scheint sie Schwierigkeiten zu haben diese direkt zu fokusieren. Langsam nickt sie, und steht dann mit sehr fahrigen Bewegungen auf. Ihr Körper ist schweißnaß, und sie hält sich am Tisch fest, um nicht gleich wieder zu fallen. Doch das stehen scheint ihr dabei zu helfen, wieder etwas sicherer zu werden. Sie geht unsicheren Schrittes zu den Lagern, die Dela hergerichtet hat, und läßt sich auf eines davon niedersinken.

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  • Obwohl Messana selber sehr geschwächt ist, will sie Velea beim aufstehen helfen, und wenn es nur pro forma ist, denn wirklich unterstützen kann sie die Bemühungen Veleas nicht. Dennoch legt sie ihre linke Hand um Veleas Oberarn, um diese zumindest ein wenig zu stützen. Delas Hilfe ist jedoch sehr willkommen von Messanas Seite aus, sowohl für sich selber als auch für Velea. Sie selber geht mit eher schleppenden Schritten ihre Freundin zu der Lagerstatt geleitet.
    Sie selber bleibt aber stehen und schaut erst zu Marcians Leiche, dann zu Dela. "Wir - du", verbessert sie sich dann, denn Dela ist als einzige körperlich dazu in der Verfassung, "mußt Marcian in einen anderen Raum bringen." Die Leiche in gleichen Raum ist kein schöner Anblick und wird auch vom Geruch her bald nicht vertretbar sein, und begraben können sie ihn schlecht bei gefrorenem Boden, auch wenn sich möglicherweise irgendwo hier in der Feste noch Werkzeug finden lassen kann.
    Doch das wäre ein Vorhaben für einen der nächsten Tage.

  • Dela hilft natürlich Velea und Messana beim Aufstehen, denn untereinander können es die beiden ja offensichtlich nicht oder nur sehr begrenzt. So stützt sie beide etwas, wenn es notwendig erscheint und so sie es zulassen. "Ich werde mich schon darum kümmern!", sagt sie dann aber durchaus bestimmt zu Messana. Aber wohl eher aus Sorge, dass sie mit den Verletzungen auch morgen schon wieder zu viel machen will, als aus Unfreundlichkeit. "Ihr solltet euch ausruhen und das auch noch morgen. Ich kann es auch alleine machen und es ist wichtig, dass es euch wieder gut geht."


    Sie schaut noch einmal zu Marcian und nickt dann, ehe sie etwas Luft einzieht. "Ich kümmere mich dann aber jetzt erst einmal darum."


    Sofern keine Widersprüche kommen, würde sie sich dann auch daran machen. Sie nimmt Marcians Lagerstätte, um ihn auf die Decke dann erst einmal zu legen und dann leichter heraustragen zu können.

  • "Danke", sagt Messana zu Dela, und es ist aufrichtiger Dank.
    Die Gewohnheit der Kämpferin hat Messana zu verinnerlicht, als dass sie sich auch in einem solchen Moment drüber hinweg setzen könnte. "Sei vorsichtig", sagt sie zu Dela. Denn Zerwas ist weiterhin dort draußen und mag durchaus die Gelegenheit nutzen wollen, sein Spiel weiterzuspielen, wenn eine von ihnen allein draußen ist.
    Sie geht, nachdem Velea sicher abgelegt ist, wieder in die Raummitte und sammelt ihre drei Waffen dort ein und tritt an ein Fenster, um von dort Dela im Auge behalten zu können, falls Zerwas den Moment nutzen sollte. Dela legt Marcian in Sichtweite von Tür und Fenster ab und beginnt, Steine und Schnee herbei zuschaffen und den Leichnam damit zu bedecken.


    Erst, als Dela wieder drin ist, wendet Messana sich ab und begibt sich zu ihrer Lagerstätte. Sie schiebt ihren Schlafsack dicht an den von Velea, legt ihre Waffen ungesäubert auf die andere Seite und legt ihre Brünne, den Helm und die Stiefel ab. Dann kriecht sie in ihren Schlafsack und schließt die Augen.
    Sie ist müde und erschöpft und so verschiebt sie die Frage, warum Jokela von Zerwas im im Durchgang zum Flur niedergemacht wurde, auf später.
    Schon halb schlafend, streckt sie einen Arm aus, legt ihn über Velea und bewegt sich ein Stück näher an Velea heran. Noch einmal hebt sie den Kopf und drückt ihre Lippen sacht auf Veleas Wange.
    Dann fällt sie in einen tiefen Schlaf.

  • Velea fällt schnell in den Schlaf. Die letzten Tage waren sehr anstrengend gewesen, und die letzten Minuten hatten sie ungeheuer viel Kraft gekostet. Als Messana einen Arm um sie legt, wird sie wach, und öffnet die Augen im Halbschlaf. Dann spürt sie noch Messanas Lippen an ihrer Wange, und lächelt unwillkürlich ein wenig. Sie schmiegt sich noch ein kleines Stück an Messana an, und schließt dann wieder die Augen.

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  • Wie von weiter Ferne hört Jokela den Gesang der Elfe. Sie hat das Gefühl, einen solches Lied schon mal gehört zu haben, kann es aber nicht mehr richtig einordnen. Sie kann sich auf nichts mehr konzentrieren und ihre Gedanken sind nur noch verschwommen. Ein wenig später hat sie das Gefühl zu schweben und fragt sich, ob sie nun in die Ewiggrüne Ebene einzug halten wird. Dann sinkt Jokela in einen tiefen Schlaf.

    Es gibt kein unmoralisches Buch. Bücher sind gut geschrieben oder schlecht geschrieben. Das ist alles. - Oscar Wilde


    Leute hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! (Oliver Wendell Holmes, 1809-1894)

  • Es dauert nicht lange, nachdem Dela hineingekommen ist, bis alle anderen schlafen. Das ist auch gut so, denn schließlich mussten sie alle sich erhohlen und Schlaf wäre sowohl für die geistige als auch körperliche Anstrengung genau das richtige. Vielleicht war es auch gut, dass sich einige jetzt nicht zu viele Gedanken machten, auch wenn im Traum so etwas natürlich auch passieren konnte.


    Dela hingegen könnte sich das nicht erlauben. Nun musste sie aufpassen und das wohl sogar recht lange. Sie geht leise durch den Raum und schnappt sich eine Decke, die sie sich über die Schultern wirft und holt sich auch noch eine Sitzgelegenheit. Die nutzt sie aber nur ab und an und versucht ansonsten immer mal wieder kleinere Strecken zu laufen, damit sie nicht zu müde wird. Auch das Feuer schürt sie ab und an noch ein bisschen, auf dass es nicht ganz ausgeht und allen noch etwas Wärme spendet.

  • Messana schläft lange und meist auch tief. Allerdings kann die wachende Dela einige Male bemerken, dass Messana im Schlaf sich unruhig, fast ruckartig bewegt bewegt, und manchmal gar etwas unverständliches Murmlen scheint.
    Dennoch ist es schon relativ spät am folgenden Morgen, als Messana erwacht. Velea liegt dicht an sie gekuschelt da, aber das geschieht nicht zum ersten Mal. Ein Blick in Veleas Gesicht zeigt, dass es ihr soweit gut geht und sie entspannt schläft.
    Dann schaut sie sich um. Eine blasse Jokela liegt ein Stück weiter in ihrem Schlafsack, Dela sitzt auf einem Stuhl. Vorsichtig bewegt Messana sich, um einen ersten Eindruck von ihrem eigenen Zustand zu bekommen.
    Obwohl ihr 'Heilfleisch', seit sie Zerwas' Blut nicht mehr trinkt, wie so vieles andere nicht mehr das ist, was es einmal war, hat sie sich in der Nacht, wohl auch dank Delas Wundversorgung und der magischen Heilung Veleas, etwas erholt. Auch wenn sie noch fast eine Siebenspanne brauchen wird, bis sie sich wieder soweit erholt hat, wie es ihr Arm und ihr körperlicher Zustamd nur zulassen, fühlt sie sich relativ gut.
    Vorsichtig steigt sie aus ihrem Schlafsack, legt die Brünne an und dann die Stiefel.
    Sie nickt Dela zu und ihre Lippen formen ein leieses "Guten Morgen", bevor sie sich zum Wasserfaß begibt, um durstig in großen Zügen zu trinken und zuletzt beginnt sie sich zu waschen, denn getrockneter Schweiß und Blut vom Kampf bedecken noch immer ihre Haut.

  • Zwar erwacht Velea häufig, auch mehrmals, wenn Messana schlecht schläft, doch diesmal erwacht sie nur einmal. Sie streichelt Messana ein wenig und murmelt ihr etwas beruhigendes zu, doch die Erschöpfung fordert sehr schnell wieder ihren Tribut. So bemerkt Velea auch nicht, wie Messana aufsteht, sondern schlummert weiter. Kurz nachdem Messana mit anziehen fertig ist, schlägt die Elfe die Augen auf.


    Sie streckt sich einmal und seufzt, dann setzt sie sich auf. "Guten Morgen", sagt sie leise, auch wenn dieser Morgen nichts gutes bringt. Marcian war tot, und Jokela wäre es auch beinahe gewesen. Velea blickt zu der blassen Jokela, doch diese lebt noch, und das erleichtert sie. Sie erhebt sich, und wird sich solangsam einer gewissen Leere bewußt. Jokela vom Golgarisch Schwingen zurück zu holen war ein großer Aufwand gewesen, größer als die Elfe bis gestern abend noch annahm. Es würde eine ganze Weile dauern, bis sie diesen Verlust verarbeitet haben würde, aber die Elfe ärgert sich nicht, sie ist einfach froh, das es nur einen Toten gibt.


    Sie steht auf, und begiebt sich ebenfalls zu dem Wasserfaß, um sich zu waschen. Ihre Kleider trägt sie noch, ihr fehlte die Kraft sich vor dem Schlafen gehen noch auszuziehen. "Wie geht es euch?", fragt sie Messana und Dela leise.

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  • Messana streift sich mit Händen das Wasser aus dem Gesicht.
    "Guten Morgen", grüßt sie zurück, wohl wissend, dass dieser Morgen wie so viele ander von 'gut' entfernt ist. "Recht gut", antwortet sie bedächtig, "aber nicht gut." Eine einfache Feststellung, ohne Wertung, und ohnehin eine Offensichtlichkeit angesichts der vielen Verbände, die sie trägt, und der dunklen Ringe unter ihren Augen, die nach Madamalläufen der Belagerung Greifenfurts, nach Nächten mit zu wenig Schlaf, zu wenig Essen und den Problemen und Nöten einer Stadt, die beständig kurz vor dem Fall steht, nicht nach einer Nacht verschwinden.
    "Siehst du gleich nach meinen Wunden?"

  • "Sicher", antwortet Velea, und macht eine schnelle Katzenwäsche. Dann würde sie sich an die Arbeit machen. Sie nimmt die alten Verbände ab, wäscht die Wunden aus und tupft sie mit einem sauberen Tuch trocken. Abschließend bestreicht sie die Wunden mit schmerzlindernder Tarnelensalbe, und legt dann saubere Verbände an.

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