Abschiedsfest in Wonsyld

Orkenspalter Downloads - Rezensionswettbewerb
Derzeit läuft ein Rezensionswettbewerb bis Ende Mai. Zu gewinnen gibt es eine Hardcover-Vollfarb-Variante des "Großen Orkenspalter Kochbuchs Band II". Details gibt es hier. Wer nicht weiß, was er bewerten soll: im Download-Bereich sind rechts Infoboxen, was zuletzt bewertet wurde, aber auch wo noch Rezensionen fehlen!
  • Es ist kurz nach der Praiosstunde, und man sieht ein paar Bewohner geschäftig hin und her laufen. Immer wieder geht bei einzelnen Bewohnern der Blick gen Himmel. Man hätte sich wohl gewünscht, das Praios etwas gefälliger gewesen wäre und sein Antlitz öfter erscheinen ließe. Leider wurde selbiges durch dichte Wolken verdeckt. Der große Regen war bisher ausgeblieben, aber die dicken, grauen Wolken die zu sehen hatten ließen genug Platz für Misstrauen offen. Zudem wehte ein recht kühler Wind, obwohl es schon eine Weile her war das der letzte Schnee geschmolzen ist.
    Bisher ist ein richtiger Regen ausgeblieben, aber über Nacht und bis zum frühen Morgen ging ein leichter Nieselregen runter der durch die Kleidung zu gehen schien, aber kaum die Fähigkeit hatte die Erde richtig zu durchfeuchten.


    Das Dorf selber war ein recht kleines Dörfchen, einige wenige Tagesreisen von der großen Hauptstadt entfernt. Einige Bewohner hatte es schon in die Stadt gezogen, dafür schien der Rest das kleine Dorf umso inniger zu lieben.


    Das Dörfchen befindet sich in Waldesnähe, was sich auch innerhalb des Dorfes bemerkbar machte. Die Häuser zeigen sich als sehr versetzt und wirken ziemlich wahllos verstreut. Das liegt offensichtlich auch daran, weil mitten drin immer wieder einzelne Bäume oder sogar Baumgruppen stehen. Daher ist der Festplatz selber, zu dem nun eifrig einige Bänke und Tische geschleppt wurden eine Art kleine Lichtung. Keine Lichtung wie man sie aus richtigen Wäldern kennt, eher eine Stelle etwas am Rande des Dorfes, das von vereinzelten Bäumen umgeben ist. Nichtsdestotrotz schafft es eine abgeschiedene, fast intime Atmosphäre. Man kann sich selbst tagsüber vorstellen das es sicher herrlich sein würde abends hier inmitten der duftenden Bäume zu sitzen und das Feuer knacken zu hören. Es ist Anfang Frühling, die Bäume zeigen die ersten Knospen, was sehr zur Atmosphäre beiträgt.


    Ein paar Männer klettern zur Zeit in den Bäumen herum und versuchen zwischen den einzelnen Bäumen ein paar Plane aufzuhängen um während des Festes vor Regen geschützt zu sein.


    Nichts desto trotz schienen die Bewohner guter Dinge zu sein. Schließlich war ein Fest nichts alltägliches und bot doch mal eine Abwechslung zum tristen Dorfalltag. Man sieht überall Kinder herumlaufen, Ältere Leute nutzen die Pause aus, in denen nichts Nasses den Himmel verlässt und sitzen auf der Bank, Männer wie Frauen laufen munter plaudernd hin und her, die meisten tragen ein paar Utensilien die offensichtlich für das bevorstehende Fest gedacht sind.


    Mitten drin steht ein Mann und eine Frau in ungefähr demselben Alter, die anscheinend Anweisungen geben wo was platziert werden soll. Etwas abseits davon steht eher nervös wirkendes ca. 12. jähriges Mädchen mit hellblonden Haaren.

    Never whipsnap a whipsnapper

  • Etwas abseits von den Festvorbereitungen sitzt Cassandra Steinhauer in einem belaubten Baum und guckt zwischen den Blätter hindruch den anderen beim Schuften zu. Als Tochter von Brom Steinhauer, dem Schmied des Dorfes, ist ihr körperliche Arbeit nicht fremd. Aber solange die Arbeit nicht mit Metallformen zutun hat, ist sie für die junge Frau mit den dunkelblonden, schulterlangen Haaren völlig uninteressant. Da ändert auch das Abschiedsfest wenig dran, obwohl die Cynthia natürlich zu ihrer Berufung beglückwünscht. Aber das hat Zeit. Sie schließt ihre grünen Augen und lehnt sich etwas zurück. Die durchaus gutaussehende junge Schmiedin verlagert ihr Gewicht, und ihre doch recht ausgeprägten Muskeln spannen sich dabei etwas.


    Vermutlich würde sie nachher wieder Ärger bekommen, weil sie ihre guten Leinenkleider verdreckt hat, aber das ist ihr im Moment ebenso egal. Solange es noch nicht regnete, wollte sie die Zeit etwas genießen. Wenn das Fest losging, würde es noch genug Theater geben, da stand ihr das bisschen Ruhe jetzt schon zu, ihrer Meinung nach. Abwesend beginnt sie ihre Ponysträhnen zwischen den Fingern zu drehen, diese sind im Gegensatz zum Hauthaar pechschwarz, was jedoch keineswegs gefärbt ist. Was für ein angenehmer Tag ... ohne Sonne.

    Of course she's gay!


    Mod-Mode Farbe

  • Eine blonde Frau kommt grade mit hochrotem Kopf um die Ecke. Sie trägt zwei Stühle die ihr fast aus den Händen fallen.


    Als sie Cassandra sieht, verzerrt sich ihr gesicht zu einem genervten Ausdruck.


    "Was sitzt du da rum während soviel zu tun ist? Komm her und nimm mir mal einen Stuhl ab.... Und wie oft hab ich dir schon gesagt das du besser auf deine Kleidung achtgeben sollst?"

    Never whipsnap a whipsnapper

  • Gernot war schon vor ein paar Tagen im Dorf eingetroffen, da er kein Risiko eingehen wollte zu diesem Auftrag zu spät zu kommen und die Bezahlung nicht zu bekommen, denn er war gerade etwas knapp bei Kasse. So lehnt er an einer Hauswand in seiner relativ bunten, aber dochnoch relativ gemäßigten Kleidung, sein Barett mit der roten und schwarzen Feder tief ins Gesicht gezogen, sodass man sein Gesicht kaum erkennen kann. Von seinen Haaren sieht man hinten nur einen langen, dunkelbraunen und zusammengebundenen Zopf, von etwa 10 Fingern Länge. Seine Rüstung hat er nicht an, aber seinen Zweihänder hat er dabei, allerdings lehnt dieser neben ihm, da er selbst sonst nicht gemütlich an der Wand stehen könnte.
    Unter seinem Hut hervor beobachtet er das geschäftige Treiben, während er an einem kleinen Holzfigürchen herumschnitzt.

  • Ein junges, durchaus hübsches Mädchen kommt den Weg aus Gareth entlang gelaufen und passiert soeben die ersten Häuser des Dorfes, ihres Heimatdorfes..
    Sie ist etwa 80 Finger groß und wiegt höchstens 60 Stein. Sie hat lange, blonde Haare, die sie meist offen und ziemlich verwuselt trägt, höchstens einmal am Tag bürstet sie sie, denn Eitelkeit ist ihr fremd. Ihre dunkelbraunen Augen schauen meist recht neugierig umher, jedoch nur, wenn sie sich unbeobachtet glaubt. Ihr Alter mag man auf 14 Sommer schätzen, älter ist sie sicher noch nicht.


    Sie trägt außer einer einfachen, grünen Kutte nur noch Strohschuhe an den Füßen. An Gepäck scheint sie auch nicht viel zu haben, nur einen kleinen Beutel hat sie über ihre Schulter geworfen.


    Im Dorf schaut sie sich erst einmal neugierig um und bemerkt dabei natürlich das geschäftige Treiben auf dem Fesplatz. Mit einem Lächeln auf den Lippen macht sie sich auf den Weg dorthin.


    [img width=423 height=480]http://community.fuldigors-hor…KusmanHussbek/Caldena.jpg[/img]

    Das ist das Schöne auf Reisen
    dass auch das Gewöhnliche
    durch Neuheit und Überraschung
    das Ansehen eines Abenteuers gewinnt
    (Goethe)

  • Kurz nach ihr kommt ein Reiter am Horizont hervor. Er trabt gemächlich auf das Dorf zu und wird langsam sichtbarer. Er ist ein wohl beinah 2 Schritt großer stattlicher Mann auf einem stattlichen Ross. Mit der Zeit überholt er das hübsche Mädchen und kommt so zuerst an die ersten Häuser des Dorfes.
    Er wundert sich über die große Feierlichkeit und scheint eine Pause einlegen zu wollen. An der Seite trägt er einen Säbel und er ist gerüstet mit einer leichten Plattenrüstung. Sein Haar ist blond und siene Augen sind graublau. In seinen Zügen liegt in diesem Moment etwas sehr trauriges.
    Wer sich genauer in Heraldik auskennt, mag das Wappen auf seiner Brust erkennen. Es ist das des kaiserlichen Leibregiments.

    mfg ecuvaro


    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)

  • Als Gernot ein Gallopieren vernimmt blickt er kurz auf und schiebt den Hut zurück, um den Neuankömmling in Augenschein zu nehmen. Mit seinen nussbraunen Augen mustert er den Reiter und stößt einen leisen Fluch aus als er das Wappen sieht, der allerdings nur für umstehende hörbar ist. Unbewusst tastet er nach seinem Zweihänder, um dann den Hut wieder nach unten zu ziehen und weiterzuschnitzen, allerdings lässt er aus dem Augenwinkel den Reiter nicht aus den Augen.
    "AUA; VERFLUCHT NOCHMAL!" schallt es laut über den Dorfplatz, denn Gernot hat offenbar sosehr auf den Neuankömmling geachtet, dass ihm das Messer in den Daumen abgerutscht ist. Während sich das Dorf eine Fluchtirade die ihresgelichen sucht anhören darf, hält er sich den blutenden Daumen und geht unbweusst dabei umher.

  • Als die strenge Stimme ihrer Mutter ertönt verdreht Cassandra die Augen. "Ja, Mutter", murrt sie und klettert halbwegs elegant den Baum herab. Ihre dreckigen Finger wischt sie sich an der hellen Hose ab, wohlweislich das es ihrer Mutter nicht gefallen wird, und nimmt dann beide Stühle, welche sie mit Leichtigkeit weiter trägt. Sie verliert besser kein weiteres Wort, sowas zieht meistens nurnoch mehr Arbeit nach sich.


    Als sie das Fluchen vernimmt muss sie unwillkürlich grinsen. Offenbar war missgeschickt heute nicht allein ihr Fluch.

    Of course she's gay!


    Mod-Mode Farbe

  • Der groß gewachsene Mann bemerkt den kurzen Aufschrei und den darauffolgenden Fluch und begibt sich zu dem Mann, der vielleicht seine Hilfe brauchen könnte.
    "Kann ich dir irgendwie helfen?", fragt er neugierig und zugleich überaus selbstsicher, dabei wishct er sich eine Strähne aus dem Haar,"ich kenne da einen guten Trick, wie man kleine Wehwechen behandelt, unsere leidlichen Soldaten haben auch immer so kleine Schnittwunden, außerdem könnte ich dir natürlich einen Verband umlegen!"

    mfg ecuvaro


    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)

  • "Yiiiiieee-Haaaa!"
    Begleitet von dem lauten Schrei, der sicherlich im ganzen kleinen Dorf zu hören ist und untermalt von schnell trommelnden Hufen, kommt ein braun-weißer Schecke auf der Straße aus der Richtung von Gareth in das kleine Dorf im vollen Gallop gejagt.
    Der laute Schrei endet in einem schrillen Pfiff und der kleine Schecke bremst mitten im Dorf so plötzlich ab, daß seine Hinterbeine einknicken und Grasschollen auffliegen, und jene treffen oder nahe vorbei fliegen mögen, die zu nahe bei und in einer Flugrichtung stehen mögen, wie möglicherweise das junge Mädchen in der grünen Tracht oder der andere Reiter auf dem größeren Pferd.
    Der Schecke jedenfalls steht wie eine 1 und schnaubt einmal, irgendwie zufrieden klingend, während sein breit grinsender Reiter, der ganz offenbar sehr selbstzufrieden mit seinem lauten Einritt in das Dörfchen ist, ihm kräftig den Hals klopft.


    Jonas Wany, von seinem Kameraden auf der Diamant-C "Kleiner Jon" genannt, ist ein junger Bursche von wohl um die Zwanzig Götterläufe. Sein blondes Haar könnte eine stutzende Frisur gebrauchen, sein knapp über einen Schritt und vier Spann großer Körper ist schlank und etwas schlaksig, gegen letzteres kann sich die angehende Sehnigkeit nur langsam durchzusetzen. Seine blauen Augen blicken aus seinem von der Sonne gebräunten Gesicht. Er trägt einen breitrandigen Schlapphut, ein ausgeblichenes blaues Halstuch, ein kariertes Hemd mit einer braunen ärmellosen Weste darüber und Leinenhosen, über die jedoch lederne Beinlinge, um die Beine zu schützen, wenn er durch Gebüsch reitet. An einer Hüfte trägt er in einem eigens dafür angefertigten Holster einen kräftigen, sorgfältig abgehobelten Knüppel, an der anderen Seite hängt an einem Haken des Gürtel eine zusammengerollte Peitsche. An seinem Sattelhorn hängt noch ein Lasso, und auf den Satteltaschen ist ein lederner Reitmantel festgeschnallt.
    In seinem Mundwinkel hängt sicher platziert ein Strohhalm.
    Sein Schecke ist ein Wallach, der Pferdekenner würde wohl einen Schlag des weit verbreiteten Warunkers erkennen, und relativ klein. Verschwitzt ist das Fell nicht und auch erschöpft wirkt der Schecke in keinster Weise, als er sich interessiert umsieht, mit geweiteten Nüstern und spielenden Ohren die Eindrücke hier aufnimmt.

  • Der Hüne erschrickt bei dem lauten Schrei und zieht im letzten Moment sein Pferd, übrigens ein Elenviner Hengst von brauner Farbeund Mähne, von der "Gefahr" weg, dann widmet er sich wieder dem Verletzten.

    mfg ecuvaro


    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)

  • Gernot will erst schon etwas unfreundliches dagegenschnauzen, als er den Viehburschen anpreschen hört. Er war schonmal dadrüben und kannte sie und ihre Reitkünste nur zu gut, aber der selbstgefällige Reiter vor ihm offenbar nicht, so kann Gernot sich einen Lacher nicht verkneifen, dreht sich dann aber um, um zu seiner Tasche zu gehen und sich einen Stoffetzen um den Daumen zu binden. Die beiden Reiter beachtet er ersteinmal nicht weiter, solange er sich nicht selbst versorgt hat.

  • "Bitte sei höflich zu mir und gib mir zumindest eine Antwort das habe ich ja wohl verdient! Ich sehe ja, dass du dir selber helfen kannst, aber dass du dich einfach von mir abwendest und mich nicht weiter beachtest, ist schon ein starkes Stück!", reagiert der Hauptmann sichtlich empört, scheint aber bald seine Fassung wiederzuerlangen, scheint aber dennnoch auf einer Anwort von Seiten des Verbundenen zu bestehen. Als sein Pferd ihm sanft den Kopf stupst, ist es mit seiner Empörung ersteinmal vorbei und er lacht laut bei der Reaktion des Pferdes.

    mfg ecuvaro


    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)

  • Nun reichte es Gernot, doch zuersteinmal musste er was um den Finger binden. Er fand einen alten zerfetzten noch relativ sauberen Lumpen, den er herumknotete. Dann drehte er sich um und ging wieder zu dem hochnäsigen Reiter zurück und fährt diesen ruppig an:
    "Ist euch eigentlich klar dass lediglich eure Rüstung mich daran hindert euch ganz schnell von eurem hohen Ross herunterzuholen? Ich dachte immer ein gewisses Maß an Anstand herrscht in Gareth, aber da gehts ja bei Söldnern manierlicher zu! Seit wann duzt man einen wildfremden denn? He? Und sowieso wenn ihr noch was von mir wollt kommt erstmal von eurer Schindmähre da runter!"
    Diesen Redeschwall muss der Hauptmann wohl oder übel über sich ergehen lassen, denn jeder Versuch einzulenken wird niedergeredet. Nachdem er geendet hat steht er wutentbrannt schräg vor dem Pferd, die Hände vor der Brust verschränkt, mit denen er beim reden noch so heftig gestikuliert hatte.

  • "PAX!" Ein recht grelles Bosparano ist zu hören, als die beiden Männer so kurz davor sind sich an die Gurgel zu gehen, und dieses "Frieden!" hört sich so an, als würde die dazugehörige Stimme nicht Zögern, wie auch immer, da nachdruck zu verleihen. Und blickt man sich um, sieht man die Frau, zu der sie gehört. Und die Stimme ist laut genug um sie zu hören, diese Stimme hatte schon oftmals sich erhoben.


    Sie ist jung, vielleicht zwanzig Götterläufe, das Haar ist schulterlang und an seinem Ende wellt es sich etwas, währe es glatt, so könnte man von einem Pagenschnitt sprechen, doch diese Haare sind natürlich, und sie fügen sich harmonisch in ein Gesicht ein, dass die ebenheit des tulamidischen mit dezenten dunkelbraunen Mandelaugen und der hellen haut der Mittelreicher vereint. Auch der übrige Körper dieser Frau ist von wahrlich rahjagesegneter Erscheinung, manch einer würde für eine Nacht mit ihr wohl töten, eine wahre Schönheit, und das obwohl das Antlitz bar jeder Schminke und der Körper bar jeden Schmuckes ist.


    Doch über all dieser rahjagefälligen Schönheit ist eine orangebraune Kutte zu sehen, mit einem etwas dunkleren Überwurf, und einer Anstecknadel in Form einer Gans, womit der letzte zweifel ausgeräumt war, dass die Frau, die mit recht zornigem Gesicht ob des ungebührenden Verhaltens der beiden Männer auf diese zugeht, eine Geweihte der Travia ist. "Was in TRAvias und TSAs Namen geht hier vor?!"

    "Wir leben in einer Welt, worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht."[br]-- Immanuel Kant
    ...
    Befürworter von "Peng! statt Plönk!" in DSA ;)

  • Gernots Kopf zuckt herum, als er etwas laut gerufen hört. Als er die Geweihte sieht, wartet er noch bis sie näher heran ist, dann zieht er den Hut und macht eine knappe Verbeugung.
    "Euer Gnaden, ich erteile dem guten Mann dort nur eine Lektion was Höflichkeit angeht." meint er freundlich und beherrscht, wenn auch die ersten Worte noch etwas ruppig sind, so wird der Tonfall ruhiger sobald er sich beruhigt.

  • Das der Tonfall ruhiger wird, wenn der Mann ruhiger würde erwartet Adriane. "Lehren kann aber nur wer auch Vorbild ist", ist die etwas strenge Antwort der bildhübschen Traviageweihten, und so verschränkt sie die Arme vor der Brust, und tappelt mit dem Fuß auf den Boden. Eine deutliche Anspielung darauf, dass sie ihn absolut nicht für Unschuldig hält was den Streit angeht. Selbst für einen ungeübten Menschenkenner könnte klar werden, dass die Traviageweihte etwas ganz bestimmtes Erwartet.

    "Wir leben in einer Welt, worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht."[br]-- Immanuel Kant
    ...
    Befürworter von "Peng! statt Plönk!" in DSA ;)

  • Ganz offenbar ist seine Ankunft bemerkt worden, wie Jonas anhand der Reaktionen einiger Dörfler sehen kann und der andere Reiter treibt obendrein sein Pferd zur Seite, dabei war Pinky nun weit genug entfernt zum Halten gekommen - wenn Jonas eines kann, dann reiten und auch Pinky würde niemals Kuh, Pferd oder Mensch überrennen.
    Weiterhin im Sattel sitzend - niemals würde er laufen, wo er auch reiten kann - blickt der junge Bursche sich um und sein Blick bleibt recht bald an den beiden Männern hängen, bei denen der eine gerade den anderen heftig anfährt. Auch das Pferd des Reiters betrachtet er mit Kennerblick. Schönes Tier und gewiß aus edler Zucht, aber zu nervös und mit zu empfindsamen Knochen für die Arbeit eines guten Hütepferdes.
    Der Strohhalm in seinem Mund wandert in einer einzigen Bewegung auf die andere Seite und abwesend kaut er an ihm herum. Als plötzlich eine Frau - bei Rhaja, was für eine Frau! - eingreift (was auch immer sie da gesagt haben mag), schaut er womöglich noch etwas interessierter her. Allerdings steigt eine unbestimmte Enttäuschung in ihm auf, als die Bedeutung der Kutte ihm klar wird.

  • Als der Reiter heranprescht, springt Caldena tatsächlich ein wenig zur Seite und doch trifft sie ein wenig der aufgewirbelten Erde. Etwas verdutzt sieht sie noch Jonas an, als dann auch schon dieser Streit vom Zaune bricht und ehe sie reagieren kann, geht eine sehr hübsche Frau, eine Geweihte der Travia dazwischen, erst dann erwacht die kleine Novizin aus ihrer Starre und eilt hinüber zu dem Mann der sich wohl in den Finger geschnitten hat. "Werter Herr, werter Herr", ruft sie ihn, "darf ich euch helfen? Zeigt mir doch einmal eure Verletzung, ich bin kundig in der Heilkunst.", sagt sie sehr freundlich in ihrer noch kindlichen Stimme.

    Das ist das Schöne auf Reisen
    dass auch das Gewöhnliche
    durch Neuheit und Überraschung
    das Ansehen eines Abenteuers gewinnt
    (Goethe)

  • Einige Zeit nach den Reitern kommt ein einzelner Fußgänger in den Ort, wobei diese sich sicherlich nicht erinnern können ihn überholt zu haben. Er muss als querfeldein unterwegs gewesen sein.
    Was hier sicherlich überraschen mag ist sein Aussehen: Schwarze längere Haare, südländische Gesichtszüge und der elegante Gang eines sehr selbstsicheren Mannes, dessen Lebensspanne sich gerade irgendwo ein paar Jahre zwischen 20 und 30 befindet. Seine Augen sind mit das Faszinierendste an diesem gewandten Zeitgenossen, der durchaus einen ansprechenden Eindruck auf das eigene, doch noch vielmehr auf das andere Geschlecht hat. Sie haben etwas, was den Blick fesseln kann, doch dabei stets eine betrachtende, bewundernde Sichtweise haben so man so etwas überhaupt von Augen sagen kann. Eine überaus sympathische, charismatische Art macht es schwer, diesen Freigeist nicht zu mögen.
    Sicherlich ist ihm dieser Umstand voll bewusst.


    Mit gemütlichem, etwas federndem Schritt, der sovielen Tulamiden zu eigen ist, schreitet Ruthemar auf den Ort des Geschehens zu und betrachtet von weitem die Situation mit dem Blick eines Kenners. Gewandet ist der Reisende in edlere Stoffe, als man hier für gewöhnlich antrifft: Eine seidenes, helles Hemd ist mit einer bequemen, ebenso edlen weichen Lederhose kombiniert. Einzige Konzession an das nasse Wetter und die damit einhergehenden Bodenverhältnisse sind feste, strapazierfähige Stiefel, doch auch hier wird auf eine gewisse Eleganz geachtet. Sie scheinen auch das einzige zu sein, das soetwas wie Regen abbekommen hat. Über dem Rücken trägt der Neuankömmling leichtes Gepäck in einem großen Sack zum Umhängen. Man erkennt ein paar Papierrollen in denen wohl selbiges vor dem Wetter geschützt transportiert werden kann, ein paar Holzstäbe aus einem leichten Material das sicher hier nicht zu finden ist und der Rest ist gut vor neugierigen Blicken geschützt. Waffen, zumindest was über ein Messer hinausgeht, sucht man vergebens.


    Langsam den Disput der orangenen - interessant hübschen, wie er sofort registriert - Kuttenträgerin, die er leider bislang nur von hinten sehen kann, betrachtend umrundet Ruthemar den Platz langsam um eben diesem Manko Abhilfe zu schaffen.