12 Questen einer/s Geweihten der Rondra

  • 12 der Rondra gefällige Questen muß ein Knappe der Leuin begehen, die akzeptiert werden müßen, im die Weihe zum Ritter der Göttin zu erhalten.


    Leicht gesagt, aber davon ausgehend, daß jede ein einmaliges Erlebnis sein soll (also nicht: entführte Händlerstochter vor Schwarzmagier gerettet, entführte Adeligentochter vor Paktierer gerettet ...), rondrabezogen (im Detektiv-AB den Mörder entdecken und festnehmen ist sicherlich löblich, aber jetzt nicht so unbedingt eindeutig Rondra zuzuordnen) und so beeindruckend sein muß, daß es als eine der 12 Questen zur 2. Weihe anerkannt wird, grenzt die Optionen nun doch merklich ein.


    Frage an euch, werte Streiter und Streiterinnen der Rondra (oder an eure Spieler^^): Habt ihr schon solche Heldentaten begangen, bzw. wurden sie in euren Gruppen erlebt und wenn, wie sahen sie konkret aus?
    Auch, erhofft/wünscht ihr euch da das eine oder andere bestimmte Ereignis (das berühmte 'mit bloßen Händen gegen einen Löwen kämpfen', etc.)?


    Mein bisher einziger Charakter, der jemals eine 2. rondrianische Weihe anstrebt (eine Geweihte der Amazonen) ist noch zu niedrigstufig, um schon eine nennenswerte Queste vorweisen zu können. Da es jedoch von meiner Seite aus grundsätzlich angestrebt wird, habe ich mir schon ein paar Gedanken gemacht, was für 'Taten' das sein könnten/sollten. Allerdings bin ich von der 12 noch außerordentlich weit entfernt. *g* Nun ist es zwar nicht allein meine Aufgabe, dem SL die Wunschliste vorzulegen, sondern es wird sich wohl auch das eine oder andere aus den AB ergeben, aber es interessiert mich halt generell (und natürlich möchte ich auch Anregungen sammeln^^).

  • Prinzipiell sehe ich nicht, warum sich die Art der Queste nicht wiederholen soll. Die zwölf Taten des Herkules waren ja auch z.T. recht ähnlich (erschlage dies, fange jenes). Als Anregung sind die aber schon mal nicht schlecht. Kämpfen ist da nicht unbedingt obligatorisch. Alles, was unter Einsatz heldenhaften Mutes erfolgreich erledigt wurde, sollte vielleicht auch bei Rondra anrechenbar sein. Zur Erinnerung (aus Wikipedia):


    1. Die Erlegung des Nemeischen Löwen (dessen Fell er fortan trug)
    2. Die Tötung der neunköpfigen Lernäischen Schlange (mit deren giftigem Blut er seine Pfeile tränkte)
    3. Das Einfangen der Kerynitischen Hirschkuh
    4. Das Einfangen des Erymanthischen Ebers
    5. Das Ausmisten der Rinderställe des Augias - da das eigentlich eine entehrende Arbeit war, musste er hier einen besonderen Weg wählen
    6. Die Ausrottung der Stymphalischen Vögel
    7. Das Einfangen des Kretischen Stiers
    8. Die Zähmung der menschenfressenden Rosse des Diomedes
    9. Die Herbeischaffung des Wehrgehenks der Amazonen-Königin Hippolyte
    10. Den Raub der Rinderherde des Riesen Geryon
    11. Das Pflücken der Goldenen Äpfel der Hesperiden - dafür musste er bis zu den Säulen des Herakles (Gibraltar)
    12. Das Heraufbringen des Wachhundes der Unterwelt, des dreiköpfigen Kerberos, an die Oberwelt

  • Zweimal Tötung, dreimal einfangen ... ich weiß nicht, das ist mir etwas zu engmaschig.
    Mir persönlich liegt wohl die Vielfalt mehr und über meine Geweihte zumindest kann ich sagen, daß sie da auch eine hohe Latte für sich selber anlegen wird.
    Natürlich hat Rondra nicht nur den Aspekt den des Kampfes, aber das habe ich auch nie behauptet, daß das unbedingt ein Aspekt - oder gar Hauptaspekt - sein müsse. Eine unglaublich mutige Tat - auch gerne ohne Kampf - gefällt Rondra ebenfalls, wenn sie irgendwie Sinn und Zweck hat.
    Manchmal kann es auch gerade die Heldentat sein, nicht zu kämpfen und seine Ehre hinter einen höheren Verantwortung hintenan stehen zu lassen (die Dörfler vor der heranrückenden Orkhorde oder der Bedrohung aus den SL in Sicherheit führen und sie unterwegs beschützen, statt zurückbleiben und kämpfen).


    Aber wichtig ist doch, daß es irgendwie halt eine rondrianische Tat ist, einen Bezug zu dieser Göttin, ihren Aspekten und ihrem Kodex aufweist.

  • Ich finde ja, man sollte die Latte nicht zu hoch hängen. Immerhin gibt es ziemlich viele Geweihte, und die meisten arbeiten ja wohl daran, sich durch Questen o.ä. auszuzeichnen.


    Klar ist es ein lobenswerter Ansatz, 12 ganz verschiedene Questen anzustreben, aber auch irgendwie unrealistisch, oder? Ich meine, wieviele typische Abenteuer-Plots gibt es denn? Mehr als 10 doch kaum. Und dann muß man noch die "nicht-rondra-kompatiblen" Aktionen wie Stehlen, Spionieren, Überfall, Verhandeln, Recherchieren usw. abziehen.


    Ich fürchte deshalb, ein paar Standartaufträge wie Befreien/Besiegen/Wiederbeschaffen werden sich schon doppeln müssen.

  • Sie müssen ja nicht ausdrücklich plot-relevant sein. Zwar (natürlich) innerhalb eines AB geschehen, aber nicht ausdrücklich Teil der (Haupt)Handlung sein. Sagen wir, der Kampf gegen den Löwen (als beliebiges und nicht unbedingt realistisches Beispiel^^) kann man ja unterwegs einbauen. Oder es kann etwas sein, das ausgespielt zwischen zwei ABs stattfindet, sozusagen als 1:1.


    Die 12 Questen der Thalionmel (die ich jetzt nicht aufzählen kann, da ich den Roman nicht besitze) fand ich beispielsweise auch nicht gerade beeindruckend, falls die hier jemand anführen will. Ich kann mich im einzelnen nicht mehr dran erinnern, aber ich weiß noch, daß ich die nicht umwerfend (und teilweise auch nicht realistisch *g*) fand.


    Doch auch deshalb habe ich ja diesen Thread aufgemacht: um ein Bild zu bekommen, was allgemein als für die 12 Questen als ausreichend angesehen wird (oder wurde, da so bereits in einer Gruppe gehandhabt).
    Vielleicht habe ich ja wirklich zu strenge Maßstäbe, das ist mir bereits schon das eine oder andere Mal gesagt worden, daß ich wohl dazu neige.^^

  • Hm, nur als kleine Anmerkung eines ausgewiesenermaßen Kundigen der 12 Taten des Herakles: Ganz so einfach waren die dann doch nicht! So pauschalisierend darber hinwegzufahren: "Zweimal Tötung, dreimal einfangen ... ich weiß nicht, das ist mir etwas zu engmaschig.", wird dem nicht ganz gerecht.


    Nun ja, gerade die Aufgaben für den Heros bieten ein enorm breites Spannungsfeld zwischen Klugheit, List und Körperkraft. Der (nicht wissenschaftlich) Interessierte mag durchaus einmal einen Blick in Gustav Schwabs herrlich erzählte "Sagen des Klassischen Alterthums" werfen, um sich ein vollständigeres Bild zu machen. Darüber hinaus bieten bspw. Agatha Christies Kurzgeschichten "Die ersten und die letzten Taten der Herkules" einen Einblick, wie diese Taten in andere Zeiten und Genres umgesetzt werden können. (Hielt letzten Sonntag dazu einen Vortrag bei uns im Museum!)


    Dem (wissenschaftlich) Interessierte kann ich allerdings die Anschaffung des Münchner Ausstellungskatalogs "Herakles Herkules" empfehlen, wo nicht nur die berühmten zwölf, sondern alle Taten detailliert aufgeführt werden. Und wenn der Interessierte auch noch DSA spielt, wird er sehen, wie schmal der Grat ist, auf dem sich ein Held bewegen muß.^^


    Nur eine Anmerkung, wie gesagt; denn mein einziger Rondrageweihter bisher hat es nicht über einen oder zwei Spielabende hinaus gebracht - und das ist schon Jahre her.

  • Mag sein, daß es den Taten des Herkules nicht gerecht wird, es auf so etwas zu reduzieren, dennoch möchte ich im Falle meiner Geweihten der Amazonen nach Möglichkeit darauf verzichten, daß die Ähnlichkeiten der Questen untereinander (zu) groß wird.
    Zumal mir die Taten eher wenig auf Aventurien übertragbar erscheinen, da ein DSA-SC weder über die Kraft eines Herkules verfügt, noch es ohne weiteres möglich sein dürfte, so ganz besondere Kreaturen zu fangen oder gleich komplett auszulöschen (falls ich da Condor richtig verstanden habe).

  • Oh, ich stimme dir vollkommen zu, Schattenkatze. Ich meinte auch keinesfalls, diese Taten seien wörtlich umzusetzen, in Gegenteil; hier ist Phantasie und meisterliches Geschick gefragt.


    Selbstverständlich verfügt kein DSA-Held über die halbgöttlichen Kräfte eines Herakles, oh, nein. Aber eben darum sind diese Taten ja so vielfältig (und haben kaum Ähnlichkeiten zueinander, um dies nochmals zu betonen!).
    Vielmehr können dies dafür aber als Metaphern benutzt werden . und zwar nicht nur bezogen auf die einzelnen Aufgaben und Taten, sondern vor allem auf die "Eigenschaften" des Helden.


    - Herakles´ übermenschliche Stärke gegen den Nemeischen Löwen könnte ihr Pendant bspw. in einem Rondrageweihten finden, der sich (und das ist nur die naheliegendste Möglichkeit) gegen einen (nicht überlegenden, sondern körperlich gleichstarken) Gegner im waffenlosen Kampf behauptet.
    - Die Kameradschaft zwischen dem Heros und seinem Neffen Iolaos im Kampf gegen die (für einen Gegner) unbezwingbare Hydra von Lerna wäre auch eine ganz besondere Tat für einen Rondrageweihten, der seine Questen ja eigentlich im Zweikampf bestehen sollte. Doch ist Einblick in Notwendigkeiten nicht eine besonders wichtige Eigenschaft eines Löwenkämpfers in den schweren Zeiten Aventuriens?
    - Die Kerynitische Hirschkuh ist nicht durch Kraft oder Mut einzufangen, nein, sondern durch Ausdauer! Und wer sagt, daß sich dies nur auf die körperliche eines Charakters beziehen muß? Hier könnte ich mir eine Aufgabe vorstellen, die für einen 0815-Geweihten der Rondra vielleicht weniger erstrebenswert ist: Erst nach ausgiebigem Studium des Kirchenarchivs bspw. oder nach langer Zeit, in welcher der Held mit seiner Gruppe auch einige andere Abenteuer besteht, mag es ihm gelingen, den lange gesuchten Verbrecher, die verschwundene Maid etc. zu finden.
    - usw. usf.


    Hier gibt die antike Mythologie unzählige Anregungen, die sich nur oberflächlich und auf den allerersten Blick in irgendeiner Art und Weise ähneln.

  • Wenn ich mich recht entsinne, sind die Anforderungen für die 12 Taten auf junge Novizen zugeschnitten und nicht auf erfahrene Recken, die nach einem langen Heldenleben die Spätweihe anstreben. Deshalb sollten auch niedrigststufige Helden die ersten Questen zum Dutzend beitragen können.
    Das nur mal so am Rande, denn Schattenkatze hat ja möglicher Varianz gefragt...

  • Also schön - habe mir noch mal nen Kopf gemacht und mögliche Questen in Betracht gezogen:


    - Gründung: Eigentlich auch schon ein Klassiker. Der Held baut seiner Göttin ein neues Haus. Schwierigkeitsgrad kann nach größe (Schrein bis Tempel) und Ferne des Ortes variiert werden.
    - Leiden: Viele Mythen machen es vor - Der Held fastet in der Wüste / hängt an einem heiligen Baum / ist an einen Felsen geschmiedet. Ziel ist Durchhalten, bis die Erleuchtung kommt.
    - Wallfahrt: wahlweise in gefährliche Gebiete, evtl. mit anvertrauten waffenlosen Pilgern. Rondra-Heiligtümer gibt es genug (von Neetha nach Arivor pilgern zählt nicht!) Geeignet für Anfänger.
    - Wachdienst: Zeitlich begrenzte Wache an einem wichtigen Heiligtum/Tempel, der chronisch bedroht ist. Kämpfe im normalen Rahmen.
    - Suche: Für Fortgeschrittene. Wiederbeschaffung eines verschollenen Kultgegenstandes oder wichtiger Reliquien. Standart-Plot eigentlich.
    - Missionierung: Hoher Schwierigkeitsgrad. Ein abgelegenes Völkchen (womöglich Nichtmenschen) zum Zwöfgötterglauben bekehren. Evtl. im Gefolge eines Hochgeweihten.
    - Botendienst: Eine enorm wichtige Nachricht unter gefährlichen Umständen befördern. Auch eher Abenteuer-Standart.

  • Hm, die ganzen Vorschläge die hier schon gemacht wurden würde ich auch so machen. Vor allem kommt es bei den Questen drauf an, seine Ehre, seinen Mut und seinen Glauben zu beweisen. Und es kommt auch auf den einzelnen Geweihten und sein Leben an. Warum nicht ruhig den Abschluss eines Abenteuers als solche Queste zählen, so der Geweihte in dem Abenteuer im Sinne seiner Herrin gefochten hat? Es muss ja auch nicht unbedingt ein Abenteuer sein, dass speziell Rondra als Thema hat, aber trotzdem eines, in dem man sich durch Mut und Ehrenhaftigkeit ausgezeichnet hat. Und das sind mMn recht viele Abenteuer...


    Mein RG z.B. (siehe Sig) ist inzwischen Ritter der Göttin. Ob er wirklich genau 12 göttergefällige Questen hinter sich gebracht hat? Ich kanns nicht sagen. Er hat die komplette Phileasson-Saga gespielt, was an sich schon genug Möglichkeiten für große Taten gibt. Danach kamen noch andere Abenteuer, unter anderem "Findet das Schwert der Göttin", was als seine letzte Queste bewertet wurde. Ich könnte jetzt nicht wirklich 12 Taten aufzählen (was aber wohl eher mit meinem schlechten Gedächtnis zu tun hat :lol2:), aber mein Spielleiter hat halt entschieden, dass er genug vollbracht hat.

    Baron Brin Horigan zu Retogau, Held des Reiches Rauls des Großen, Träger des Reichsordens am purpurnen Band, Träger des Herzog-Yerodin-Ordens, Drachentöter, Ährenritter, Befreier von Gareth, Wehrheim, Rommilys und Ilsur, Gewinner des 76. Donnersturm-Rennens

  • Quote

    sind die Anforderungen für die 12 Taten auf junge Novizen zugeschnitten und nicht auf erfahrene Recken


    Nein, das ist falsch. Novizen sind die (meist) jungen Menschen, die ihre Ausbildung durchleben, um ihre Weihe zu erhalten, im Falle der Rondrakirche zum Knappen der Göttin. Das Noviziat findet üblicherweise im Tempel statt. Novizen haben keine Heldentaten zu vollbringen für ihre erste Weihe.
    Der Knappe der Göttin jedoch, also der echte Geweihte, der muß 12 Heldentaten vollbringen, diese auch auf einer bestimmten Burg bezeugen lassen (müßte ich nachschlagen, aber es gibt Vorgaben dazu, daß man Zeugen braucht und zu welcher Burg man dafür gehen muß), um dann seine 2. Weihe erhalten zu können.
    Ich denke auch, daß der frisch gebackene Knappe nicht sofort mit der ersten Heldentat loslegt, denn erstmal muß er sich als Geweihter beweisen. Das hat wohl auch mit Heldentaten zu tun, aber jene 12 Questen für die 2. Weihe sind ja auch nicht x-beliebige Heldentaten (denn ein Geweihter wird gewiß mehr als 12 begehen, aber diese 12 sind halt ganz besonders hervorstechend).


    Aber, hey, Findet das Schwert der Göttin ist für meine Löwin schon seit langem geplant! :)

  • Laut offiziellem Material sind sowhl die 12 rondragefälligen Taten von Thalionmel als auch jene von Ayla von Schattengrund nicht sooo überragend, wie man das wohl erwartet. Da sind Dinge wie "Kampf gegen ein Wolfsrudel", "besiegen eines Ogers im Kampf" etc. dabei.


    Ich hatte mir mit meinem Rondrageweihten höhere Ziele gesetzt - weswegen das erlangen der 2. Weihe auch recht lang auf sich warten lies. Ich liste sie hier gerne einmal auf - und versuche auf Spoiler weitestgehend zu verzichten. Um eventuellen Kommentaren schonmal vorwegzugreifen: alle wurden in offiziellen Abenteuern errungen, und der SL hat es mir nicht absichtlich leicht gemacht - vor meinem geistigen Auge habe ich meinen RG mehr als einmal ins Gras beissen sehen - dass er noch lebt ist zum Teil pures (Würfel-)Glück...




    Die 12 rondragefälligen Taten von Turajin von Jergan, wie er sie bei seiner 2. Weihe vorgetragen hat:


    I. Kampf gegen einige Nachtalben


    II. Siegreicher Zweikampf gegen eine ca. 200-Schritt lange Riesenseeschlange


    III. Kampf Seite an Seite mit [...] gegen einen Mactans (oder wie wird dieser Dämon geschrieben?)


    IV. Erstürmen einer Echsenmenschenfeste (zusammen mit einer Handvoll Gefährten), die der Anbetung dunkler Götzen diente


    V. sichere Eskorte eines Flüchtlingstreck durch die Wüste Khom


    VI. Kampf (alleine) gegen zwei Leviathanim, um den Rückzug der Gefährten zu decken


    VII. Teilnahme an Asleif Ohileasons Reise um ganz Aventurien


    VIII. siegreicher Zweikampf gegen einen Schruuf


    IX. erstürmen einer Borbaradianerfeste, dabei Befreiung mehrerer Sklaven, sowie das verhindern eines mächtigen, dunklen Rituals


    X. "Exorzierung" des [...]-sees von einem Ulchuchu


    XI. siegreicher ehrenhafter Zweikampf gegen einen Xarfai-Paktierenden Verräter


    XII. siegreiche Teilnahme am Donnersturmrennen (als Begleiter von Gerberot dem Grauen)



    ein paar der Taten sind vielleicht nicht ganz sooo überragend, ein paar andere wirken dafür etwas unglaubwürdig... aber Turajin hatte glaubwürdige Zeugen und Belege...


    ... und wie ich eingangs bereits sagte: ich wundere mich selbst, dass er einige davon überlebt hat.

  • Der Macdans wurde bei uns von nur einer Kämpferin geplättet. *ganzstolzbin*


    Da ich einifge der entsprechenden AB bereits auch gespielt habe, muß ich sagen, daß ich (perwsönlich) einige der Punkte weniger zu den 12 Questen zählen würde (zumal ja Teilnahme an Phileassons Expedition quasi doppelt gemoppelt mir vorkommt^^), aber wie ich unten noch mal etwas ausführe, habe ich vielleicht zu hoch gesetzte Erwartungen. (Das traue ich mir durchaus zu. *g*)


    Meine Geweihte hat explizit allein gegen einen Werwolf gekämpft und ihn besiegt, da dazu aber ein Stoßgebet nötig war, zählt sie das nicht, da sie gerne ihre Taten aus eigener Kraft vollbringen will.
    Was meint ihr dazu, sollte es es so sein, daß man ohne Liturgien und Stoßgebete die Taten vollbringt, bzw. auch allein, oder ist Unterstützung durch Teilnahme anderer Gefährten oder eben karmale Unterstützung durchaus angemessen, oder ist darauf ausdrücklich verzichten zu wollen sogar zu hoch gegriffen?

  • Quote

    [...]oder ist darauf ausdrücklich verzichten zu wollen sogar zu hoch gegriffen?


    ...würde zumindest ich sagen.
    Kampfgefährten sind im rondrianischen Sinne nichts unehrenhaftes - man denke beispielsweise auch an Brig-Lo. Da war auch Rondra nicht alleine.
    Und wie man überhaupt Rondras Segen (=Stoßgebet) als etwas schmälerndes ansehen kann, verstehe ich nicht recht.

  • Quote

    ...oder ist darauf ausdrücklich verzichten zu wollen sogar zu hoch gegriffen?


    Nun, zumindest im Kampf gegen ebenbürtige Gegner verzichtet meine Kor-Geweihte auch gerne auf Stoßgebete und dergleichen. (Wie sie einmal zu einem Kampfgefährten sagte, es geht darum dass sie Kor dient - nicht umgekehrt.) Auf einer wichtigen und göttergefälligen Mission wäre sie weniger zögerlich, da sie sich in solchen Fällen in erster Linie als Werkzeug sieht und Funktionalität vor persönlichen Stolz setzt (gute alte Söldnerseele ;)).


    So wie ich das verstanden habe sind die zwölf Questen eine eher persönliche Angelegenheit für Geweihte, so dass ich den Wunsch verstehen kann, sie aus eigener Kraft zu bestehen.

  • Mein persönlicher Favorit: Erstreitung eines großen Sieges für Rondra auf der geistigen Ebene. Etwas in der Art, einen Menschen, der einst göttergläubig war und nun nicht mehr ist, wieder zum Glauben zu bekehren und so seine Seele eines der zwölf Paradiese zu sichern. Sicherlich eines der höchsten Zeile, die Rondrageweihte sich stecken können und sicherlich auch mit einer Menge Spielspaß verbunden. Ich denke da an die "Zurberan" - Queste von Silk.


    Das mag auf den ersten Blick nicht als Heldentat erscheinen... Aber aus der Sicht eines Geistlichen, was ein Rondrageweihter auch ist, ist das eigentlich eines der erstrebenswehrtesten Ziele überhaupt. Ich erinnere an den Schäfer, der seine Herde alleine läßt, um ein einziges Schaf zurück zu dieser zu holen. Definitiv ein Held. Und ohne Waffe...

  • Quote from "Schattenkatze "


    Was meint ihr dazu, sollte es es so sein, daß man ohne Liturgien und Stoßgebete die Taten vollbringt, bzw. auch allein, oder ist Unterstützung durch Teilnahme anderer Gefährten oder eben karmale Unterstützung durchaus angemessen, oder ist darauf ausdrücklich verzichten zu wollen sogar zu hoch gegriffen?


    Ich denke, dass das Situationsabhängig entschieden werden sollte. Die Unterstützung von Gefährten ist in einigen Situationen durchaus angemessen (nicht jeder kann á la Thalionmel allein eine Brücke gegen eine Armee halten).


    Auch Stoßgebete/Liturgien sind m.M. nach durhcaus angemessen - die 12 "Heldentaten" sollen u.a. ja auch zeigen, dass man in der Lage ist, Rondra würdig zu vertreten und ihre Gaben sinnvoll und weise Einzusetzen. Niemandem ist geholfen, wenn ein RG bei einer Aufgabe scheitert, nur weil er sich einredet, dies ohne göttliche Unterstützung schaffen zu müssen - mal ganz davon abgesehen, dass ein RG wahrscheinlich immer argumentieren würde, dass er ducrh Rondras Hilfe gesiegt hat, selbst wenn er nicht auf Stoßgebete und Liturgien zurückgegriffen hat.


    Quote

    Da ich einifge der entsprechenden AB bereits auch gespielt habe, muß ich sagen, daß ich (perwsönlich) einige der Punkte weniger zu den 12 Questen zählen würde (...), aber wie ich unten noch mal etwas ausführe, habe ich vielleicht zu hoch gesetzte Erwartungen.


    Wenn ich Turajins 12 Questen mit denen von z.B. Thalionmel vergleiche würde ich sagen, dass ich schon sehr hohe Erwartungen habe - die liegen nämlich fast alle ein oder zwei Ligen über dem, was die gute Thalionmel so vollbracht hat, um ihre zweite Weihe zu erreichen.


    Ich denke auch, dass die Anforderungen nicht so hoch sein sollten. Wären sie es, gäbe es ja kaum Ritter oder gar höherrängige Geistliche innerhalb der Kirche, da die ganzen Knappen entweder an den Anforderungen scheitern und ewig für ihre 12 Questen brauchen, oder beim Versuch solch hoch gesteckten Ziele zu erreichen sterben.


    Die zwölf Questen dienen ja dazu, dass der Knappe zeigt, dass er verantwortungsvoll und vorbildlich genug handeln kann, um ein vollwertiges Mitglied der Kirche zu werden. Es dient nicht dazu, zu demonstrieren, dass er mit Thalionmel, Geron dem Einhändigen, Hluthar und wie sie alle heißen mögen gleichziehen kann - so etwas macht man dann später als Ritter...


    Die hohen Anforderungen können eine Art Spleen des Charakters sein, aber nichts, was die Kirche selbst stellt. Ich selbst hatte Turajin diesen Tick zugestanden, da unser SL damals sagte: "Wir beginnen auf Stufe 5. Macht euch mal entsprechende Helden" (noch zu DSA3 Zeiten - er wollte mit der Phileason-Saga beginnen und uns vorher nicht erst durch ein Dutzend AB's auf die passende Stufe bringen). Und so hatte ich einen Stufe 5 RG ohne eine einzige Heldentat (nimmt man den "normalen" Maßstab, hätte er bis dahin wohl bestimmt 3-4 vollbracht). Also dachte ich mir, dass er ein wenig zu selbstkritisch ist und an sich höhere Anforderungen stellt, als dies eigentlich notwendig ist.

  • Ich dachte bei den Heldentaten dann auch wiederum nicht in einer Größenordnung wie bei Thalionmels letzter Tat.^^
    Auch wenn ich ebenfalls finde, daß Thalionmels Taten für ihre 2. Weihe nicht gerade beeindruckend waren, das habe ich weiter oben irgendwo geschrieben.


    Aber für eine zweite Weihe, denke ich, sollte man bessere Taten zeigen als das, was ohnehin unter "Dienstpflicht" fällt.


    Ich denke auch nicht, daß man als Knappe der Göttin nicht in Stufe 1 oder 4 schon Heldentaten für die 2. Weihe sammelt oder bereits mehrere hat, da man nach der Weihe sich doch erst mal als Geweihter verdient und einen Namen macht, und nicht aus dem Tempel purzelt, und sofort mit den 12 Questen loslegt.
    Als SC mag es sein, daß vielleicht eine in niedrigeren Stufen möglich ist (zumindest habe ich es bei den RG, die ich IT selber erlebt habe, nur eine eine Tat für würdig für die 2. Weihe in niedrigen Stufen geschafft, da ansonsten auch die Natur und Ereignisse der AB nicht entsprechend waren. (Und eine Tat pro Stufe halte ich auch für übertrieben.)


    Aber das mit den hohen Anforderungen sehe ich bei mir und damit meinem Char.^^ Das ist ja mit ein Grund für diese Themenstellung hier.
    Immerhin soll mein Char ja doch mal die 12 Tagen begehen, aber da müssen es auch reelle Heldentaten sein.


    Leviathanas : Rückführung von jemandem, der den Glauben verloren hat: Feine Sache, aber dazu sollte man aufmerksam und sensibel genug sein, daß mitzukriegen, auch wenn derjenige es ausdrücklich nicht direkt ausspricht. ;)

  • Quote

    Aber für eine zweite Weihe, denke ich, sollte man bessere Taten zeigen als das, was ohnehin unter "Dienstpflicht" fällt.


    Irgendwie sehe ich das etwas anders.


    In meinen Augen geht es bei den 12 Taten darum, zu beweisen, dass der Knappe seinem Tempelobersten beweist, dass er seine Pflichten und seine Verantwortung erkannt hat und gemäß den rondrianischen Tugenden gehandelt hat. Er muss beweisen, dass er das Vertrauen, das die Kirche (und Rondra) mit der ersten Weihe in gesteckt hat auch verdient hat, und das er würdig ist, ein Ritter der Leuin zu werden, um so wahre Heldentaten in ihrem Namen zu vollbringen.


    Die erwarteten Taten gehen also vielleicht über das "normale Pflichterfüllen" hinaus, aber es geht hier nicht um großartige Dinge. Auch der Einsatz von Liturgien und Stoßgebeten macht eine Tat nicht zwingend untauglich: der Knappe hat bewiesen, dass er weiß, wann er seine von Rondra verliehenen Fähigkeiten einzusetzen hat. So kann ein Exorzismus (sofern der Knappe diese Liturgie überhaupt beherrscht) durchaus eine der 12 taten sein. Der Knappe hat die Bedrohung erkannt, seine Möglichkeiten abgeschätzt und eine geeignete (und notwendige) Lösung gefunden, die er mit seinen (bzw. den ihm von Rondra verliehenen) Mitteln durchführen kann.


    Auch ein Stoßgebet im Kampf gegen einen stärkeren Gegner disqualifiziert dden Zweikampf nicht als eine der 12 Taten. Der Knappe hat erkannt, dass die göttliche Hilfe in einer solchen Situation angebracht ist. Ein toter Knappe, der eine Bedrohung mit einem Gebet hätte überwinden können unnd dazu in der Lage gewesen wäre, dieses zu wirken (also noch genug KE gehabt hat) hilft niemandem.


    Also nichmal:
    In meinen Augen dienen diese 12 Taten zur zweiten Weihe dazu, dass der Knappe beweist, dass er gelernt hat
    a) seine Pflichten zu erkennen und zu erfüllen
    b) rondragefällig zu handeln
    c) zu wissen, wann er auf Rondras Kräfte zugreifen muss und wann nicht.


    Ich persönlich würde einem Knappen bei der 2. Weihe sogar die Frage stellen, ob, wann und wie er bei den von ihm Vorgebrachten Taten auf Liturgien/Stoßgebete zurückgegriffen hat. Wenn die Antwort lautet: "Bei keiner", würde ich seine 2. Weihe nicht vollziehen - er hat dann ja offenscihtlcih nicht ausreichend Erfahrung im Umgang mit den göttlichen Kräften, die Rondra ihren Geweihten verliehen hat, und ist damit noch nicht bereit, den Rang eines Ritters einzunehmen, von dem ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Kräften ja erwartet wird.