• Was das ist oder wie das geht, will ich nicht wissen, über das Regelwerk dazu verfüge ich.^^

    Es entwickelt sich wohl gerade zu einer Art Hobby, daß mein Wissensdurst, was für Erfahrungen ihr in diesem Falle mit beseelten Artefakten (wozu auch Waffen zählen) habt, was ihr davon haltet und welcher Art sie in den Gruppen auftreten mögen, nicht aufzuhalten ist. Beseelter, nicht magischer/göttlicher Natur, wohlgemerkt.

    Solche Artefakte können ja recht unterschiedlicher Art sein: spaßig, interessant oder einfach auch nur atmosphärisch, oder auch sehr mächtig, gefährlich ... ein AB-Aufhänger, ein Ereignis am Rande ... und können natürlich auch das Rollenspiel bereichern.
    Sie können also Vorteile bringen, Vor- und Nachteile, mehr Nach- als Vorteile oder keine besondere Relevanz (oder bestenfalls eine geringe) haben.

    Mittlerweile haben 3 meiner Charaktere beseelte Gegenstände (von denen 2 in die Kategorie "bestenfalls geringe (wenn überhaupt je nutzbare) spieltechnische Vorteile" fallen, da sie primär der Atmosphäre dienen (hatte ich von Anfang an dem SC gegeben aufgrund einer plötzlichen und etwas lustigen Idee, bzw. das andere ganz ohne mein Zutun im Spiel zugefallen ist, das 3. kann wohl schon deutlich mehr Vorteile bieten, aber ich vermeide tunlichst, bisher erfolgreich, das einzusetzen, da ich die Interaktion mit der Seele viel interessanter finde). Keines davon ist entsprechend das berühmte Schwert, das Angst vor Blut hat, noch besonders zielgerichtet und gekonnt zuschlägt.^^

  • Wir hatten das mal in Planung, aber du weisst ja, wie es um meine Spielrunden bestellt ist. :heul:

    Naja, wie dem auch sei, mein Bruder hatte vor uns durch Philleason und Jahr des Greifen zu führen und mein Kämpfer, den ich dann endlich mal hätte spielen dürfen, wäre mit ziemlicher Sicherheit in den Besitz eines beseelten Zweihänders oder Anderthalbhänders gekommen. Vorbild: Lilarcor.

    Das kennen alle Baldur's Gate II Spieler, ein Schwert, dass die Seele seines letzten Führers aufgenommen hat und seitdem mit dem aktuellen Besitzer bisweilen spricht. Das können einfach völlig belanglose Kommentare sein (Beispiele: "Ja, wirf eine Münze in diesen Brunnen!" "Hmm, schmeckt wie Hühnchen.") aber auch in echte Gespräche ausarten. Der "Bonus" des Schwertes wäre gewesen, dass es dem Träger bei Fragen der Kriegskunst hilfreich zur Seite stehen kann da sein ehemaliger Träger einst ein großer Feldherr (halt nicht so berühmt als dass ihn jeder kennen würde, aber nicht schlecht) war.

    Nachteile:
    1. Welche Offiziere glauben schon einem Mann der sein Schwert zur Beratung sprechen lässt?
    2. Der Geist ist etwas irre weshalb er ja auch in dem Schwert steckt, die Ratschläge könnten also auch völlig in die Irre bw. Niederlage führen.

    Leider ist es nie dazu gekommen dass wir mit der Runde auch nur angefangen haben, daher weiss ich aber auch was für Pläne mein Bruder da mit mir hatte. Ich kann mir vorstellen dass uns dieses Schwert einigen Spaß beschert hätte.

  • Die AB spielen wir auch ... wenn auch ohne beseelte Waffe.^^ Da verpaßt Du natürlich einiges, aber das ist Dir ja ohnehin klar. *DoseMitgefühlrüberreich*

    Was wäre ein beseeltes Artefakt, mit dem man nicht reden/kommunizieren kann?
    Wobei das auch recht unterschiedlich ausfallen kann. Mit zweien der Artefakte in Besitz meiner SC können ihre Träger gedanklich reden, mit dem dritten nur mittels Eindrücken, Gefühlen und Bildern kommunizieren (nur in der Nähe von magischen Quellen, z.B. Magieerakdemien ist eine echte Unterhaltung möglich).
    Aber: wer klug ist, sagt doch gar nicht, daß er mit seinem AHH (Anderthalbhänder), Dolch oder Magierstab redet.^^

    Aber die Grundeiddee klingt in der Tat ganz witzig und nach schönem Rollenspiel, so man diese Unterhaltungen, das "Kennenlernen" und die weitere Entwicklung der "Beziehung" ausspielt.

  • LoL Das BGII Schwert mochte ich auch. Das Thema hat sehr viel Potential! Leider wurde die lustige Thematik noch nie ausgespielt.

    Angedacht war mal ein Artefakt aus der Zeit der Magierkriege. Der Gegenstand sollte ein altertümlicher Spiegel sein. In ihm 'wohnt' die Seele einer jungen und koketten Magierin die auf die Welt begierig ist, weil sie schon seit vielen Generationen in einer Truhe verstaubte wohin sein Vorbesitzer ihn gesteckt hatte. Die Frau kann sich im Spiegel zeigen und einem Mann schon den Kopf verdrehen.
    Der Plan war das sie einem etwas introvertieren Helden entsprechend sehr nahe kommt, um dann schließlich ähnlich wie ein Wiedergänger versucht mit aller Macht wieder zum Leben zurückzukehren. Konflikte vorprogrammiert!
    Leider hat sich kein passender Held gefunden und man kann es auch kaum realisieren mit einem SC. Die Magierin hat den Knaben so verwirrt, das er den Spiegel als verflucht ansah. Das ist halt der Nachteil an den ewigen Barbaren :(

    Du nennst MICH einen Ork? Schmecke meine Waffe!

    Ich liebe DSA 3

    Nieder mit den Heptarchen!!

  • Kennt jemand "Rumo und die Wunder im Dunkeln" von Walter Moers? Da ist das Heldenschwert gleich doppelt beseelt, also quasi schizophren, und der Held muß sich mit zwei fremden Stimmen im Kopf auseinandersetzen, die sich meistens nicht mal einige sind.

  • Zur Zeit meistere ich eine Kampagne, bei der die Helden den Auftrag bekommen haben, den Karfunkelstein eines Drachens zu besorgen.
    Auftraggeber war eine Magierakademie und "zufälligerweise" ist einer der Spiecharaktere in dieser Akademie ausgebildet worden. Ziel ist es, den Karfunkelstein am Ende an einen Magierstab zu binden (auf die Erschaffungsdetails gehe ich jetzt nicht näher ein.. blablabla... ;) ). Unser Magier wird vor die Wahl gestellt werden, sich für diese Bindung freiwillig zu melden. Wenn er dies tut, wird er einen "beseelten Magierstab" erhalten.
    Fortan wird er bei jeder Benutzung des Stabes einen Kampf mit dem darin gefangenen Drachen ausfechten müssen. Je nachdem wie gut die Erschaffung dieses Artefakts gelungen ist und wie stark der Magier ist, werden die Effekte sein, die auftreten können. Sollte der Drache zeitweilig die Kontrolle an sich reisen, dürfte dies einige "interessante" Momente beim Rollenspiel geben :gemein:
    Die Zauberfertigkeiten und die "magische Kampfkraft" des Magiers werden natürlich entsprechend verstärkt, wenn er den Stab einsetzt, egal ob er bestimmt was er tut oder sein Stab.

    Wie gesagt, so ist der Plan. Was am Ende dabei rauskommt, kann ich erst nach Abschluß der Kampagne und einigen weiteren Abenteuern berichten, an denen der Magier mitsammt "Drachenstab" teilnehmen wird.

    The Road goes ever on and on, Down from the door where it began.
    Now far ahead the Road has gone and I must follow, if I can,...

  • Beseelte Artefakte sind etwas besonderes und seltenes. Im Rahmen der großen Ereignisse von "Berge aus Gold" habe ich einen beseelten Gegenstand ausgegeben.

    Display Spoiler
    Meisterinfos Berge aus Gold
    Quote
    Die Spieler hatte waren vorher auf einen misslungenen und von beseelten Fokuskristall der Karfunkelelfen gestossen. Diesen Kristall hat Brendan dann in -zensierter Raum*g*- zerschmettert und geboten in ein als Belohnung ausgesuchtes Schwert einzufahren... aber keine Überzogenen Werte ;)

    ... gehen Meisterinfos nicht mehr?

    Das Schwert mit leichtem Enduriumanteil ist zwar kein Artefakt, aber ich dachte es passt wegen der Beseelung hier her.

    Beseelt ist es mit einem von mir erdachten "Tropfenbold" (Erz/Wasser, einem Tropfstein nachempfunden). Der wortkarge Bewohner des Schwertes gibt einfach "Plopp" von sich oder eine festgelegte geringe Wortzahl. Wenn der kleine Tropfenbold gut aufgelegt ist, dann macht er mit hektischem "Ploppplopp" im Kopf auf eine von ihm spürbare verhasste Dämonische Präsenz aufmerksam, oder erhöht die ERZanziehungkraft, dass der Held nach einem Stoss oben auf einem hohen Turm doch noch stehen bliebt. (Patzer Sturz verhindert). Eigentlich hat der jeweilige Träger den Tropfenbold ganz lieb gewonnen.

    Edited once, last by Heptagramm: Rechtschreibung in meinem alten Post musste korrigiert werden. (January 17, 2019 at 10:30 PM).

  • Doch, MI gehen, nur anders.

    Eckige Klammern setzen zu Beginn und am Ende der MI. In das erste Klammerpaar wird MI hineingeschrieben nd in das letze /MI

    Display Spoiler

    Das ganze sieht dann so aus.

    Ich war mal oben so frei ...

  • Quote from "Heptagramm "


    Beseelte Artefakte sind etwas besonderes und seltenes.

    Ist das so? Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass jedes Artefakt, in welchem permanente ASP oder Djinne gebunden sind, beseelt ist. Damit wären die Dinge viel häufiger als man denkt.

  • Leviathanas: Das ist nicht ganz korrekt.
    pAsP sind nicht gleichzusetzen mit Beseelung. Ein verzauberter, auch permanent verzauberter, Gegenstand ist automatisch nicht beseelt.
    Wenn ein Djinn daran gebunden ist, schon, aber ein Djinn ist nicht die einzige Möglichkeit einer Beseelung (Geister, Dämonen oder auch Artefaktseelen sind andere Ausprägungen einer Beseeltheit).
    Ein beseelter Gegenstand ist aber immer auotmatisch ein magischer Gegenstand.

  • Ich habe mal das Abenteuermodul "Die Tanzenden Schuhe" für das Abenteuermodul-Projekt von Maik Trömmel geschrieben, bei dem es um ein beseeltes Artefakt geht: Dabei handelt es sich um ein Paar magische Damen-Tanzschuhe, die natürlich einen enormen Bonus auf das Talent "Tanzen" geben (TaW +10). Die Schuhe wurden um das Jahr 1 Hal von einem horasischen Magier als Liebesgabe für seine Angebetete, die junge Frau eines Grafen geschaffen. Der Magier war bei seiner Arbeit stark von seinen eigenen Emotionen, die Liebe zu der Frau und Eifersucht, beherrscht, so daß diese in das Artefakt einflossen und eine Artefaktseele bildeten.
    Der Astralgeist, der den Schuhen innenwohnt, ist von seinem Charakter her ein eifersüchtiger Liebhaber. Und so hat er sich gleich in die Heldin verliebt, als diese den ersten Tanz mit diesen Schuhen tanzte. Liebestoll, wie der Geist ist, will er sich nun natürlich auch nicht von seiner Geliebten trennen. Dies bedeutet, daß die Schuhe (vorerst) nicht mehr ausgezogen werden können.
    Um die Schuhe dann doch noch loszuwerden, müssen sich die Helden einiges einfallen lassen.

    Seid wachsam gegenueber den Maechtigen und der Macht, die sie vorgeben, fuer euch erwerben zu muessen! (Kurt Tucholsky)

  • Wie häufig kommen beseelte Artefakte denn so in etwa vor?
    So oft, dass man aufpassen muss beim Gebrauchtwaffenkauf kein schizophrenes Schwert zu erwischen?

    Oder eben wirklich selten?

  • Die Beseelung eines Artefakts wird anhand der Umstände der Artefaktherstellung ausgewürfelt.
    Grundsätzlich gilt: Je mehr pAsP ein Artefakt hat (was letztendlich von den ARCANOVIS und den eingebundenen Zaubern abhängt), desto wahrscheinlicher ist auch eine Beseelung. Wurde zudem Blutmagie verwendet, dann ist die Wahrscheinlichkeit nochmal höher. Wurde gar der Dämon Agribaal zur Erschaffung des Artefakts verwendet, dann ist das Artefakt auf jeden Fall von diesem Dämon beseelt und der Dämon ist dem Anwender bestimmt nicht wohl gesonnen.
    Als Faustregel kannst du dir merken: Je mächtiger ein Artefakt ist (was gleichbedeutend ist mit vielen und vor allem starken eingebundenen Zaubern), desto wahrscheinlicher ist die Beseelung. Ein nicht aufladbarer Ring mit einfachem VISIBILI dürfte wahrscheinlich nicht beseelt sein. Ein Fliegender Teppich ist hingegen mit Sicherheit beseelt (zumal ein Dschinn in ihm gebunden ist).

    Seid wachsam gegenueber den Maechtigen und der Macht, die sie vorgeben, fuer euch erwerben zu muessen! (Kurt Tucholsky)

  • Quote from "Artemis500 "


    Ist das nicht ein bißchen unmoralisch, mit Absicht einen Dschinn in einen Teppich zu binden?
    Der hat doch sicher auch besseres zu tun. :zwinker:

    Eigentlich garnicht: Es gibt nur wenige Teppichknüpfer-Familien, das Geheimnis kennen,die fliegende Teppiche herzustellen. Dazu müssen sie bestimmte, magische, dem Element Luft zugeordnete Symbole in den Teppich einweben. Auf diese Weise wird der Teppich zu einem angenehmen Ort für einen Luftdschinn. Wegen der Komplexität ist ein solches Werk eine Lebensaufgabe und ein Teppichknüpfer stellt einen, höchstens zwei fliegende Teppiche in seinem Leben her.
    Ist der Teppich dann fertiggestellt, wird ein Luftdschinn herbeigerufen und darum gebeten, in den Teppich einzufahren. Ist der Teppich gelungen, d.h. sind die Symbole richtig und sorgfältig ausgeführt, dann nimmt der Luftdschinn den Teppich als seine neue Heimstatt an und fährt in den Teppich ein. Ein fliegender Teppich ist entstanden.
    Sind die Symbole nicht richtig ausgeführt, so verweigert der Luftdschinn den Dienst und alle Arbeit war umsonst. So manche Teppichknüpfer wurde über eine solche Ablehnung wahnsinnig.

    Seid wachsam gegenueber den Maechtigen und der Macht, die sie vorgeben, fuer euch erwerben zu muessen! (Kurt Tucholsky)

  • Beseelte Gegenstände und Feenwelten sind noch immer besondere Vorlieben von mir. Auch wenn die Charaktere von mir, die beseelte Gegenstände haben, gerade (fast alle) pausieren, ich finde die Möglichkeiten und Vielfältigkeiten von solchen Gegenständen sehr faszinierend.
    Jetzt hat ein SC von mir mal einen beseelten Gegenstand, dessen Seele durch und durch böse ist. Kein Stück loyal, mordlustig, zynisch, auf den eigenen Spaß und Vorteil bedacht und so richtig böse. Das Ding unter Kontrolle zu halten, ist jedes Mal ein Kampf, der auch schon mal verloren werden kann, aber loswerden kann der SC dass auch nicht, weil die Seele sich sonst einen anderen Träger ihres Gefäßes sucht, den sie leichter kontrollieren kann. So hat das ganze ein bisschen vom Ringträger, wie mir mehrmals vom SL, der das eingericthet hat, versichert wurde.^^

  • Der einzig beseelte Gegenstand, den einer meiner Spielercharaktere jemals hatte, was ein Langschwert, in dessen Klinge die Seele eines Wolfes eingefahren ist.
    Es weigerte sich, einen Träger an zu erkennen, bis nicht eine Person ankommt, die er als würdig erachtet. Nunja, nun trägt es meine Söldnerin, die ich im P&P gespielt habe und noch im Chat spiele.
    Das Ding verursacht eigentlich nur Probleme und hat keine wirklichen Vorteile (TP+1 *schauder*). Sie bekommt den Nachteil 'Raubtiergeruch', so lange sie die Waffe umgegürtet hat und kann sich in der Sprache der Wölfe mit den noch lebenden Artgenossen verständigen (wie Nivesenschamanen es können - Körpersprache), dazu heult in der Ferne ein Wolf, wenn die Klinge zum Kampf gezogen wird.
    Hat dafür gesorgt, dass sich meine Söldnerin 'etwas' in die Wölfische Richtung entwickelt hat... Ob das Schwert allerdings sphärische Wesenheiten verletzen kann, musste nie herausgefunden werden.

    Mal mein Senf dazu.

    Thorin: wenn so viele frauen heutzutage zur see fahren würden, dann auch nur um mailand zu plündern und mit viel stauraum für schuhe

  • Quote from "Schattenkatze"

    Beseelte Gegenstände und Feenwelten sind noch immer besondere Vorlieben von mir.

    Auch wenn es ein wenig off-topic ist, dennoch ein Kommenta am Rande:
    es gibt da ein Rollenspiel namens Hyperborea, das explizit auf besselte Gegenstände (genauer: besselte Waffen) abzielt. Da erstellt man sich als (Haupt)Charakter nämlich eben eine solche Waffe und den Träger (als Nebencharakter). Hab es nie gespielt, weiß daher auch nichts genaueres (z.B. ob das Spiel was taugt), außer dass das Setting ein wenig in die Richtung der Welt von Conan gehen soll.