Der Stern von Belhanka

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  • Der Stern von Belhanka


    Man schreibt den 30.Ingerimm des Jahres 1024 nach Bosparans Fall. Die Sonne war schon hinter dem Horizonnt im kristallschimmernden Meer verschwunden, und ließ einen orangevioletten Streifen Abendrot im fernen Dunst an diesem ansonsten Wolkenlosen Tag zurück. Es war ein heißer Tag gewesen, ungetrüb von allem unliebsamen Wettern, ein sonniger Tag, den Belhanka erlebte, die Stadt tief im Süden des Horasreiches.


    Belhanka,, dass ist jene Stadt mit den weissen Häusern, den weiten gepflasterten, sauberen Straßen, reich geworden durch Handel und umsäumt von Rosenfeldern soweit das Auge reichte, jene Stadt, die Rahja zu ihrem Sitz auf Deren erkoren hatte, und die sie in so ziemlich jedem Detail mit ihren Gaben beschenkt hatte. Eine gar sorglose Stadt.


    Eine Stadt, die heute Nacht nicht schlafen würde. Nun, Belhanka schlief für normal auch nicht, doch heute war es nocheinmal etwas besonders. Das Fest stand an, das Fest der Freude, und dies war nun nicht irgendein Fest, es ist das Fest, dass so fest im Jahresrythmus eines jeden der in dieser Stadt lebt verankert war wie kein anderes. Es sind jene Tage, an denen sich die Stadt noch schöner zeigt als sie ohnehin schon ist, ein Fest, in dem alle Sorgen weit entfernt zu sein scheinen.


    Die Nacht konnte kommen. Die Straßen sind hell erleuchtet, kaum ein Haus an dem nicht ein Lampion hängt, kaum eine Straße, die nicht mit roten Bändern, Rosen, Blumen und Fahnen geschmückt ist, und kaum eine Straße in der nicht die Musik der Spielleute hallt, die frohlocken, singen und tanzen, und in diesen Tagen nur fröhliche Lieder zu singen scheinen.
    Kaum eine Straße, in der nicht irgendwo jemand steht, und Rosen, Gebäck, Parfum, oder andere Dinge fei bietet. Kaum ein Ort, an dem nicht irgendwo eine Geweihte, oder ein Geweihter der lieblichen Göttin zu sehen ist. Gar zahlreich sind sie erschiennen um am morgigen Tag dabei zu sein, wenn ihre Kirche ihr neues Oberhaupt wählt, und die Hüterin des Kelches, Gylvana von Belhanka, das Fest feierlich eröffnet, und so die Stadt in sieben Tage Sinnesfreude taucht.


    Auch die Weinlaube "Meerblick" macht in diesem Trubel keine Ausnahme. Sie liegt direkt am Wasser des Flusses, welcher hier in Belhanka ins Meer mündet, und von dieser Laube aus genießt man einen gar fantastischen Blick in Efferds unendlichkeit, die jetzt im Licht der Arbensonne mit wunderbarstem Farbenspiel aufwartet. Die Lage ist wahrlich gut. Auf einer Terasse, direkt am felsigen Strand gelegen, stehen die Tische, und bieten so einen freien Blick, den nur ab und an ein Schoner kreuzt.
    Eine Pinie erhebt sich direkt neben der Terasse, von ihr aus wurde ein mit Lampions behangenes Seil bis zu dem kleinen weißen Gasthaus gespannt zu dem die Laube gehört alles eingesäumt von einer kniehohen Rosenhecke.
    Sitzt man hier, so vergisst man das man eigentlich noch in der Stadt ist. Doch die Häuser die um die Laube herumstehen, in einem recht konfortablen Abstand, fallen kaum auf, sie stören nicht. Das, auf das der Blick direkt fallen würde, wendete man seinen Blick in die geschmückte Stadt, wird von einer hochwachsenden Weinranke geziehrt, und ist alles, nur nicht unästetisch.


    Hier ist das Treiben nicht so hektisch wie in der Innenstadt, wo man das Wort Fest sehr wörtlich nimmt, und wo sich die meisten, vorwiegend jungen, versammelt haben um zu Tanzen, zu trinken und anderen Vergnügen nach zu gehen.
    Hier ist es beschaulicher, aber nicht minder schön- und das es nicht hektisch ist heißt mitnichten, dass keine Menschen da währen. Sie sind hier nur etwas ruhiger, und besonnener.


    In der Laube haben gut drei Dutzend Platz, und sie ist bereits gut gefüllt. Der Wirt hat bereits das zweite Fass aufgemacht, und die Schankmaiden sind kommen kaum mit dem Nachschenken nach. Es sind hier Leute aller Couleur. Der Hafen ist nahe, und mancheiner der heute Abend erst mit dem Schiffe ankam, hat sich gleich hier niedergelassen.


    So sieht man hier Südländer, mit braungebrannter Haut, brauner als die der Belhankaner, und blonde Nordländer. Dennoch scheinen die meisten hier Belhankaner zu sein, man sieht es ihnen an, an der Kleidung. Der Belhankaner oder die Belhankanerin ist für normal Rahja sehr zugetan, so wundert es wenig, dass er, oder sie, dies auch in der Wahl der Kleidung zeigt.


    Manch einen von weiter her kommenden mag diese kokette Art verwirren, aber vor allem in diesen Tagen muss er sich wohl damit abfinden, dass die Belhankaner nun mal so sind.


    Man lacht und trinkt, prostet sich zu. Doch die meisten sind nicht nur gekommen, um heute Abend zu feiern, mitnichten. Einige Tische am Ende der Laube hat man zusammengerückt, um so eine Fläche für das zu schaffen, wegen dem man heute da ist: Heratioziber. Ein schwungvoller Anschrieb auf der Tafel die vor der Laube steht, kündigte jedem vorbeigehenden den heutigen Auftritt des Tierbändigers und Schaustellers an, der seine Künste zum Besten geben will. Und deswegen sind die meisten auch hier.


    Die Sonne ist nun ganz hinter dem Horizont verschwunden. Zwei Spielleute, einer mit einer Laute, der andere mit einer Flöte, haben sich eingefunden, und bieten ihre Künste dar. Es erklingt ein unbeschwertes Stück, fröhlich und heiter, passend zum lieblichen Wein, dem warmen Abend und dem Lachen der Leute, die scheckern, sich freuen und Scherze machen.


    ***


    Die "Graf Gilberan" hatte gerade eben angelegt. Benannt war das dicke Handelsschiff nach einem Mittelreichigen Adligen, einem Adligen aus einer Zeit, als das Mittelreich noch stolz war. Doch nun war diese Zeit vorbei. Der Kapitän war ein ehemaliger Kapitän der nun nichtmehr existenten Westmeerflotte, und sowohl Besatzung, als auch Passagiere bekamen das zu spüren. Die Fahrt war hart, in Albernien hatte man nicht anlegen können, wegen dem Krieg, dann war man unter Havenna in einen Sturm gekommen. Nicht wenige der Besatzung waren in diesem Sturm einem Seemannsgrab näher als jemals zuvor, man hatte den Eindruck, als wolle der Kapitän das es ihm nicht so geht wie seinem Land, als wolle er lieber einen ehrenhaften Tod erleben, als wie das was von seinem Heimatland übrig war dahin zu vegetieren.


    Doch der Sturm hatte sich gelegt, man konnte es kaum glauben, als die Wolken der Sonne platz machen, und man sich gewiss sein konnte nicht auf dem Grund des Meeres zu Enden.


    Man erreichte Belhanka am Abend, zwei Tage später, als man es wollte. Die Schäden waren nicht zu unterschätzen, das Rarsegel war zerrissen, das Segel des Hauptmastes eingerissen, in den unteren Laderäumen stand das Wasser, mehrere Matrosen waren bei des Kapitäns Höllenfahrt durch den Sturm verletzt, und brauchten einen Heiler.


    Die "Graf Gilberan" bietet einen traurigen Anblick zwischen den scheinbar geschmirgelten Schonern der hieisigen Stadt, ihr duneklbrauner Rumpf wirkt dreckig in der glänzenden weissen Stadt. Valpo war sprachlos, als man einlief, die Abendsonne im Rücken. Er kannte ja nichts andere als die grauen Haus und Steinhäuser der Heimat. Und da war er nicht der einzige. Der Kapitän hatte Mühe die Mannschaft dazu an zu halten ihre Arbeit zu machen, doch die meisten standen an der Reling, staunend die Stadt bewundernd, die sich da vor ihren Augen auftat.


    Doch diesem Mann war zu zu trauen mit seinen Maaten handgreiflich zu werden, wenn man seine Disziplin nicht mittrug. Valpo hatte damit keine Probleme, nein, er war den Ton gewöhnt... Nicht gerade den Ton der Wehrheimer Schule, aber den Ton der Soldaten. Doch bei diesen Manövern, bei denen es auf pure Kraft ankam, konnte er nicht mithelfen. Er hatte seine Aufgabe sehr gut gemacht, als Ersatz für den an Skorbut erkrankten Schiffszimmermann, und er hatte das Vertrauen des Kapitäns gewonnen, und wenn man ihn näher kannte, dann konnte er einem Leid tun.


    Man manövrierte das Schiff in einen Hafen, spürte förmlich die Blicke der Hafenarbeiter, von denen manche besser aussahen als die Hafenvorsteher des Nordens. Die meisten an Bord waren Passagiere gewesen, Passagiere, die eine billige Überfahrt nach Süden brauchten. Mit Waren aus dem Norden konnte man kein Geld mehr verdienen, und Schmuggeln? Das ging über des Kapitäns Ehre.


    "Ich bleibe auf dem Schiff. Diese verhurte Stadt ist zu Schade für meine Stiefel"Mit diesen Worten, hatte sich der Kapitän in seine Kabine zurückgezogen, so lange, bis die Schäden repariert waren. Mindestens sieben Tage würde dies alles Dauern.


    So hatte Valpo das Schiff verlassen, war mit offenem Mund in diese Stadt getreten. Soetwas hatte er noch nie gesehen... Wo war er hier nur hereingeraten...?
    Irgendwie war es wie ein Traum. In einer dunklen, dreckigen, nach Brackwasser stinkenden Stadt war er auf ein Schiff gestiegen, die "Graf Gilbera" einem Schiff, das kaum besser als die Stadt war. Und jetzt? Jetzt stieg er in einer weissen Stadt aus, die nach Rosen und Parfum duftet, und in der leicht bekleidete Frauen lachend und kichernd durch die Straßen laufen, in der Männer mit wallendem Haar und weitem Hemd ihnen nachsahen.


    Etwas irritiert war er die Straße entlanggelaufen, die Hafenpromenade entlang, und jetzt steht der Nordländer vor eben jener Weinlaube, in der die Menschen auf den angekündigten, großen Heratioziber warten.

    "Wir leben in einer Welt, worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht."[br]-- Immanuel Kant
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  • Auf der Straße


    Leicht benommen schlendert Valpo durch die Gassen, völlig benebelt durch Gerüche und Anblicke. Als Nordmärker erlebte man so etwas nicht allzu oft, und wenn er an seine Abfahrt in Harben dachte...nein, auch dort hatte er so etwas nicht zu sehen bekommen. Lustiger Weise wollte er seine ganze Kindheit lang das Meer sehen und einmal auf einem Schiff reisen, aber das was er da auf der "Graf Gilberan" erlebt hatte, das würde ihm sein Leben lang reichen. Ihm war noch immer leicht übel, allein der Gedanke an das Schaukeln im Sturm ließ seinen Magen aufschreien.


    Aber einige Anblicke ließen ihn das alles recht bald vergessen. Schöne Frauen gibt es hier zu Hauf, leicht bekleidete noch mehr und vor allem darf man ihnen ungeniert nach schauen! Valpo macht natürlich gerne von diesem Recht Gebrauch, gleichermaßen erheitern ihn aber auch die meist geckenhaft gekleideten Männer. Mit solchen Verkleidungen hätte man in Gratenfels keine guten Meinungen zu hören bekommen. Naja, wie dem auch sei, Valpo hat Durst. Wie es der Zufall will steht er gerade vor einer kleine Taverne, "Meerblick" steht auf dem Schild am Eingang. So kann man das Meer genießen, schön von der Ferne darauf blicken und sich einen edlen Tropfen genehmigen. Einige Zeit verbringt er vor diesem seltsamen Schild, nach einigen Mühen entziffert er aber den Sinn, was seine Miene zusätzlich aufhellt. Etwas Unterhaltung ist ganz in seine Sinne. Er fährt sich einmal über sein stoppeliges Kinn und tritt ein.


    Laube "Meerblick"


    Innen angekommen blickt er sich zuerst einmal orientierend um, ehe er sich zur Theke begibt um einen preiswerten (um nicht zu sage billigen) Wein zu erstehen. Dann beginnt er sich einen Platz zu suchen, natürlich mit dem angekündigten Meerblick.

  • Der Wirt der Laube ist ein Mann um die 20, auf jeden Fall jünger als Valpo, wohl der Sohn des Hauses. Er ist recht groß, trägt ein offenes weisses
    Hemd, eine schwarze Hose, eine rote Scherpe als Gürtel. Sein Haar ist kurz und lockig, und unter seinem breiten Schnauzer lächelt er freundlch. Der Mann hatte sich hinter der Theke postiert, dort wo die zwei eichernen Weinfässer stehen, und das ovale Faß mit dem Branwein aus der hiesigen Brennerei. "Hallo", schallt es Valpo entdegen von seiten des Wirtes, und freundlich nickt der dem Nordländer zu. Er hat ihn sogleich als Fremdländer erkannt und ist sichtlich erfreut über den Besuch.
    "Sucht euch einen Platz mein Herr, ich lasse den Wein bringen", entgegenet er auf Valpos bestellung, und weist mit der Hand auf einen der Tische. Freilich ist kaum noch einer frei, was Wunder, wenige lassen sich einen angekündigten Zauberkünstler entgehen. Dann wendet er sich wieder den beiden Männern zu, die an der Theke stehen und aus zinnernen Bechern ihren Wein trinken, und ihn anscheinend kennen.


    Der Nordmärker hat keine Probleme damit einen Tisch zu finden, von dem aus er diesen herrlichen Ausblick genießen kann.

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  • Valpo nickt dem Wirt freundlich zu, dreht sich zum Innenraum der Laube und sieht sich um. Einmal streicht er genüsslich über den überdimensionalen Lederharnisch bevor er sich einen Tisch aussucht, von dem aus man das Meer sehen kann. Und wenn der "Zauberkünstler" auftritt kann man immer noch den Kopf drehen. Also begint er sich zu einem passenden Tisch, an dem noch Platz ist, und fragt die Anwesenden höflich Platz nehmen zu dürfen. In Travias Namen, versteht sich. Freundlich wie man ist in Belhanka schlägt man ihm die Bitte natürlich nicht ab und so setzt er sich, kurz seufzend, auf den nun seufzenden Stuhl.

  • Valpo sitzt an einem Tisch mit zwei Männern, und einer von ihnen scheint ebenfalls von Auswärts zu kommen. Er ist brauner als die üblichen Belhankaner, und sein glattes, schwarzes Haar hat er zu einem Zopf nach hinten gebunden. Neben ihm auf der Bank liegt ein Morion mit schwarzem Federbüschel und trotz der Hitze trägt er einen Brustpanzer, wie den Helm auf recht schlicht gehalten. Unter dem Brustpanzer trägt er wohl ein kurzärmliges schwarzes Hemd, dazu eine robuste Hose, ebenfalls in dieser Farbe. Offenbar ein Matrose, auf Landgang... Nein, eher ein Offizier oder ein Maat. Doch trotz seiner so garnicht zur Stadt und der Stimmung, seiner Stimmung im speziellen, passenden Uniform ist er heiter, und lächelt dem Neuankömmling unter seinem dreitagebart zu. Der andere Mann am Tisch ist schmächtiger als eher und seine Hände sind weniger vom Arbeiten gezeichnet. Er ist noch jung und sein brauner Kinnbart wirkt nicht so wie der des Uniformierten. Ein weisses Hemd trägt er, kurzärmlig und mit perlmuternen Knöpfen versehen. Ein nicht gerade billiges Hemd, wie Valpo mutmaßt.
    "Aron Vélier mein Name... Ihr seid das erste mal hier in der Stadt, oder?", spricht er den Nordländer an, als er sitzt, und mustert ihn mit einem neugierigen, aber gutgemeintem Blick.

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  • Anreise
    Staunen, das ist es was Emmeran tut seit er in Belhanka angekommen ist. Niemals bislang war er über eine längere Zeit in einer großen Stadt. Sicher, er war in Punin und gar in Vinsalt gewesen auf seinem langen Marsch in den Süden. Doch selbst die feinen Damen in Vinsalt hatten nicht prächtiger ausgesehen als all die vielen, feinen Leute dieser Stadt. Der Kaufmann, den er hierhin begleitet hatte hatte recht gehabt: "Schau dich nur während der Festtage in Belhanka um, dann kommst du auf fröhlichere Gedanken. Du hast mir gut gedient und deinen Lohn erhalten. Auf meiner Seereise nach Brabak brauche ich dich nicht." Dann hatte der dicke Mann ihm väterlich an den Zopf gegriffen und ihm fröhlich zugezwinkert.


    Im "Meeresblick"
    Es hatte Emmeran einiges an Überwindung gekostet seinen treuen Bogen am Stadttor abzugeben. Nur mit dem Eberfänger fühlt er sich nicht sonderlich wohl. Auf dem Weg in die Weinlaube hat er nicht nur die Aufmerksamkeit des Diebes errungen, sondern viele - vor allem weibliche Passanten haben dem jungen Mann nachgesehen, der sichtlich hingerissen ist zwischen Begeisterung und Vorsicht und wie ein Wesen von einem anderen Stern wirkt mit seiner Lederkluft. Den Rucksack auf den Schultern hatte es ihn in die Weinlaube gezogen. Erst gestern abend hatte er zum ersten Male das Meer gesehen und im übrigen ist hier viel weniger Betrieb als in anderen Lokalen. Die Einrichtung ist gediegen und die Preise sind es auch. Wehmütig greift er nach seinem schlaffen Geldbeutel, denn fast sein ganzer Lohn war ihm im Gedränge vor dem Stadttor von einem Phexjünger gestohlen worden. Trotzdem kann er sich des Zaubers in dieser Stadt nicht entziehen. Er ist froh seine Gewandung noch einmal gut gesäubert und die Stiefel gefettet zu haben, sogar den Bart hat er neu ausrasiert und die Haare sauber gekämmt.


    Ein stattlicher Mann von 1,97 Schritt von Anfang 20 ist dieser Emmeran. Sein gut proportionierter Körper steckt in Lederkleidung, die vornehmlich in Braun oder Grün gefärbt sind. Erdige Farben sind es, wie der ganze Mann Erdverbundenheit ausstrahlt. Das längliche, typisch mittelländische Gesicht wird von schulterlangem, völlig glattem und rabenschwarzem Haar eingerahmt, das im Nacken zu einem kleinen Zöpfchen zusammengebunden ist. Die dunkelbraunen Augen blicken lebhaft in die Umgebung, etwas unsicher wirken sie hier zwischen all den vielen Menschen. Das ist er nicht gewohnt.
    Grüblerisch sind seine vollen Lippen etwas zusammengezogen und auf der klaren Stirn zeigt sich eine steile Falte zwischen buschigen Augenbrauen. Sein mächtiger, nun gepflegter Alrik-Bart und die feine, schlanke Nase wollen nicht recht zusammen passen.


    Als er beim Wirt ein Bier bestellt, tut er es mit knappen Worten, als sei jedes Wort zu viel von Übel. Trotzdem bemerkt der Kenner sofort den almadanischen Klang der Stimme, die gut zu dem stark gebräunten Gesicht passt. Dieser Mann ist es gewohnt sich im Freien zu bewegen. Seine Füße stecken in fast kniehohen, weichen Lederstiefeln, die mehrfach geflickt im oberen Teil durch gebundene Ledergamaschen verstärkt sind. Es ist nicht leicht zu erkennen ob die Stiefel früher einmal schwarz oder braun gewesen sind, derartig fleckig sind sie trotzdem sie gut gefettet und gepflegt sind.
    Wer besonders gut hinsieht, erkennt an der Ferse einige Abnutzungen, die auf den häufigen Gebrauch von Sporen hindeuten, die aber fehlen. Als Beinkleidung dienen lederne Leggins aus hellbraunem, geschmeidigem Leder, deren Außennaht durch einige kurze Lederfransen geschmückt sind. Der Oberkörper steckt in einem fleckigen, grünlichen Wams das wie alles an diesem Mann aus Leder ist. Im Nacken hängt ein breitkrempiger Hut, wie er in Almada üblich ist. Nein, finster wirkt der Mann nicht, eher wie einer der zu schweigen gelernt hat.

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    Nieder mit den Heptarchen!!

  • Emmeran ist nicht entgangen das sich die Leute umsetzen um einen gute Sicht auf die angekündigte Show zu haben. Ärgerlich erkennt er, das sein bisheriger Platz zu weit ab dafür ist. Näher am Geschehen ist ein Tisch, wo sich gerade zwei Männer in kurzem Abstand niedergelassen haben, diesem Platz strebt er zu. Gerade noch hört er wie der Neuankömmling sich vorstellt. Mit freundlichem Gruß holt er sich die Zustimmung der Übrigen sich ebenfalls an diesen Tisch setzen zu können:


    "Emmeran Waldleth, Senhores", stellt er sich vor. "Ich bin auf der Durchreise hier in Belhanka und möchte die berühmten Festtage nicht missen"


    Dabei setzt er sich an den Tisch und bestellt sich jetzt ein Glas Rotwein bei einer vorbeieilenden Schankmaid. Den Caldabreser, den er zur Begrüßung in angedeutet höfischer Manier geschwenkt hatte, lässt er wieder an seinem Kinnband auf dem Rücken baumeln. Die Männer am Tisch hat er bereits vorher gemustert. Zwischen ihren ungewöhnlichen Kleidern findet er sich weniger exotisch als bei vielen anderen Gästen.

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  • Im "Meeresblick"


    Am Eingang des Meeresblick steht ein Mann, keine 25 Götterläufe alt, mit einer jüngeren Dame im Arm. Während seine weibliche Begleitung in einem türkisen Kleid, welches viel Bein und noch mehr Schulter zeigt, kindisch kichert und immer wieder versucht, seine Hand von ihrer Hüfte zu schieben, ist die Kleidung des Mannes etwas unauffälliger. Er trägt ein weißes jacket, vorne doppelt geknöpft, welches innen Blau gefüttert ist, was der hochstehende Kragen und das Rever zeigen. Sowohl die Manschetten als auch die Knöpfe selbst sind vergoldet, ebenso wie der Griff des Rapieres, der an der linken Seite baumelt. Ein Adeliger also. Dazu trägt er eine meerblaue Hose, welche in glänzende, schwarze Stiefel gesteckt ist. Sein blondes Haar ist kraus und trotzdem jugentlich frisiert und sein ebenso blonder Vollbart ist auf einige wenige Halbfinger gestutzt. In der freien Hand trägt er ein Ledernes Etui, welches wohl ein Buch beherbergt.


    Zielstrebig geht er an den Tischen vorbei und setzt sich auf die Mauer, welche das Lokal von der Böschung abgrenzt. Dort lehnt er sich an die Wand des Gasthauses an und legt eines seiner Beine auf die Mauer, der Dame einen Platz verwehrend. Als diese ihm bereits einen bösen Blick zuwirft, lächelt er nur und winkt sie heran, um ihr etwas ins Ohr zu flüstern. Dies wiederum entlockt ihr ein weiteres, kindisches Kichern, und mit einem Kuss auf den Hals verlässt die dann das Lokal, nicht, ohne nochmal fröhlich zu winken.


    Der Mann hingegen scheint eher genervt von der Dame zu sein, er winkt ebenfalls kurz, dann packt er das Buch aus dem Lederumschlag aus, bestellt bei der vorbeigehenden Bediehnung einen Wein und beginnt, in das Buch zu schreiben.

  • "Rodrigez Vagamma", stellt sich nun auch der andere am Tisch vor. Seine Stimme ist nicht die schönste, sie hat etwas krächzendes. Jedenfalls erkennt man das der Akzent überall her kommt, nur nicht aus Belhanka. "Maart auf derr "Quesseda", wir liegen hier vorr Anker." Am Tisch wird noch Platz für ein paar Leute mehr sein, und offensichtlich das vorraussehend, rückt der Jüngling Velier etwas auf, wobei er erblickt, wie sich Holando auf der Mauer niederlässt. Offenbar entlockt ihm das Buch, dass dieser zückt ein erfreutes Lächeln. "Setzt euch doch hierher, Fremder", ruft er ihm freundlich zu, und weist einen Platz neben sich. Doch darüber hat er die anderen am Tisch nicht vergessen. "Wer will das Fest schon missen? Kaum einer wird wohl hier sein, weil er nicht zum fest will." Dann aber wendet er sich wieder Valpo zu, dem er eine Frage gestellt hat. Auch der andere Mann grinst etwas, und nimmt einen Schluck Wein, bevor er seine Augen wieder zu den Gesprächen wendet.

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  • Holando blickt von seinem Buch auf, als er von einem Fremden gerufen wird. Kurz vollendet er noch einen letzten Schrieb, pustet die überschüssige Kohle weg, dann schliesst er das Buch und setzt sich zu den anderen an den Tisch.


    "Hallo zusammen. Holando Kornblüm ist mein Name, stadtbekannt ist mein Ruf, und groß ist mein Durst, viel grösser als die Geschwindigkeit der Bedienung hier, leider. Na? Sind die Herrschaften bereit für ein ausgiebiges, ausgelassenes Fest? Trinken, schwatzen, flirten und ficken bis in die frühe Morgenstund? Oder seid ihr nur wegen der Schönheit des Meeres hier?" spricht er in akzentfreiem Garethi alle an.


    Sein Buch liegt zusammengeklappt neben ihm, daneben sein Beutel, der einiges an Schreibzeug enthällt. Das Buch ist in hellbraunes Leder eingebunden und hat sicherlich eine Stange Geld gekostet.

  • Emmeran muss grinsen als er Holando reden hört


    "Rahja zum Gruße. Mit den ganzen Fahrensleuten an diesem Tisch seid ihr wohl der einzige aus Belhanka und kennt euch gut aus?"
    Eher unauffällig mustert er den leicht geckenhaft wirkenden Mann und seinen Schreibbeutel: "Oder ist es Hesinde die euch mehr liegt als die Schöne Göttin?"

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  • Holando blickt den Fremden tiefgründig an, bevor er antwortet:


    "Gute Frage, Fremder..."


    Er lehnt sich bei den nächsten Worten zurück und verschränkt die Arme vor der Brust.


    "Nun, jedem Gott steht seine Verehrung zu, nicht? Und nur weil ich schreiben kann heißt das noch lange nicht,dass ich die Göttin der Gelehrten und Magier über alle anderen Stelle. Schreiben ist mein Beruf und Hobby."


    Abfuhr wäre zu viel gesagt, aber die fröhliche Stimmeng friert etwas ein, als Holando sich etwas distanziert und Wortkarg zeigt.

  • "Sagt an, was schreibt ihr?" Des Jünglings Neugier scheint geweckt, und er scheint wohl das selbe Hobby zu teilen, zumindest macht seine Aufgewecktheit den Anschein, und auch sein eher intellektuelles Gesicht passt dazu. "Selten ist es in solchen Tagen einen Mann der Schrift zu finden." Der Seemann schüttelt dazu breit grinsend den Kopf. "Wie kann man nurr bei solch einem Fest ans Philosophirren denken? Ich bin frroh mal feierrn und schäkern zu kenne, ohne, dass mirr jemand ein Messerr in die Rrippen rammt, weil ich seine Senioritta verfürrt harbe... und err denkt ans denken... Ombre!" Kopfschüttelt und mit einem ironischen Augenverdrehten Blick in den Himmel kommentiert er seine Worte.

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  • Emmeran bemerkt die Veränderung des Mannes, der ihm soeben seine eigene Neugier hat spüren lassen. Beschwichtigend antwortet er


    "Ihr habt recht Senhor, jeder der 12e hat seine Zeit und verdient Verehrung. Nun sind die Tage der Fiesta zu Ehren der Rahja gekommen."
    Er prostet dem Schreiberling und den Anderen freundlich zu
    "Und das es eine schöne Fiesta werde zur Freude von allen! Vielleicht schreibt ihr ja eine schöns Cancion oder eine Geschichte die uns erfreuen kann?"

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  • Schon besser, findet Holando:


    "Nun, bevor ich eure Einladung an diesen Tisch erhielt, sinnte ich gerade über einen Reim auf Ohr nach... Tor scheint mir zu lustig, und vor ist zu einfach. Ich schreibe gerade ein Sonett, müsst ihr wissen. Aber es ist noch nicht viel daraus geworden, dichten liegt mir nicht so. Und zum zeichnen werde ich heute abend sicherlich nicht kommen, wenn mich das Fest nicht derart enttäuschen wird."


    Nochmal sieht er sich nach der Bediehnung um und ruft ihr quer über die Tische hinfort zu: "Heh, wunderschöne Helena, wo bleibt mein gar köstliches Getränk? Schlimm genug, dass du nicht bei mir bist, muss ich auch noch weiter dursten!"


    Dann lächelt er die Anwesenden an. "Ach ja, das Fest der Liebe... Heute abend liegt etwas besonderes in der Luft, ich kann es spüren. Es kitzelt mich wie Blütenstaub in der Nase."

  • Emmeran lacht verschwörerisch als er die Frage nach dem Reim hört.


    „Ihr seid ein vielseitiger Mann, dessen Künste bei Hof gewiss Gefallen finden. Schade, das es kein Lied ist um es hier zu singen.“
    Tief saugt er die milde Luft durch die Nase


    „Was für einen herrlichen Duft doch diese Rahjablüten von sich geben, da muss es ja ein herrliches Fest geben!“


    Er schnalzt kokett mit der Zunge als in diesem Augenblick die Schankmaid mit dem Getränk für Holando eintrifft und die letzten Worte gehört hat. Mit feurigem Augenaufschlag spricht er sie an: „Wenn dieser Wein so herrlich ist wie diese Rahjablüten, so lasst mich auch von diesen Kosten“

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  • "Ein Poet" der Jüngling ist offensichtlich erfreut. "Ich dichte auch, aber man sagt, es seie grässlich. Doch denkt man den ganzen Tag nach, dann ist es etwas schönes seine Gedanken in Poesie schweifen zu lassen." Er verfällt ins Grübeln, offenbar selbst nach Reimen auf Ohr suchend, als ein scheppern ihn aus den Gedanken reisst.


    "Oooh... Entschuldigung... Der Wein... Das... das habe ich nicht gewollt", hört man eine junge Frauenstimme. Und kurz darauf kichert der Seemann herzhaft los, und verschluckt sicch beinahe am Wein. Man sieht die Bedienung, nur unmittelbar neben dem Tisch auf dem Boden sitzen, das Tablett hat sie noch geradeso gefangen und nur einige Becher waren umgekippt- jedoch direkt auf ihre tief ausgeschnittene, weiße Blouse. Daneben sitzt eine junge Frau, deren kunstvolles, tief ausgeschnittenes und geschlitztes Kleid nun ebenfalls einige Weinflecken aufwies- ganz offensichtlich eine Dienerin der Göttin, wenngleich ihre Weihe noch nicht so lange her zu sein schien, zumindest ließ sie es an Zurückhaltung fehlen. Offenbar waren die beiden direkt ineinandergekracht.


    "Warte, ich helf dir" Die Junggeweihte ist relativ schnell wieder auf den Beinen, und nimmt das Tablett mit den Bechern ab, stellt es dann auf den Tisch um dann der Bedienung wieder auf die Beine zu helfen. Mit ihrem Schal versucht sie die Flecken auf deren Kleid etwas auf zu nehmen, aber es hilft nichts. Helena scheint die Sache durchaus peinlich, zumal einige der Gäste wohl ob der Situation nur Mühsam ihr Lachen zurückhalten- doch nicht nur ihr. "Ohje... Da hab ich echt Schei... Tschuldigung" War die Geweihte bis jetzt noch nicht rot, ist sie es jetzt im angesicht des beinahversprechers. Verlegen lächend zwirbelt sie sich etwas nervös durch eine übers Gesicht fallende Strähne des hüftlangen schwarzgelockten Haares. Helena behält ihr Lächeln bei, und versucht die Sache mit einem "Nicht weiter schlimm" bei zu legen. "Ich war... irgendwie irgendwo anders", entschuldigt sich die Geweihte nochmal, während Helena Holando und Emmeran Becher hinstellt und sich freundlich lächelnd daran macht den Rest des Weines aus zu schenken.


    Die Geweihte blickt ihr noch etwas nach, dann wendet sie sich um, und jene am Tisch können in ihr junges, rundes, halbtulamidische Gesicht blicken, dessen offene grüne Augen schon etwas besonderes sind. "Verzeiht, aber... ist noch ein Platz frei? Ich wollte den Zauberer sehen... und... ja..."

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  • Noch vor der Ankunft von Emmeran und Holando


    "Ähmm, ja, das bin ich wohl. Neu hier, ja. Valpo Plötzbogen mein Name, aus dem schönen Gratenfels." Dabei nickt er den beiden am Tisch freundlich zu.


    Später...


    Kaum hat sich Valpo niedergelassen, tritt auch schon ein weiterer Herr an den Tisch. Von der Kleidung her war er ihm direkt sympathisch, zumindest sympathischer als die meist eher geckenhaft gekleideten Einheimischen. Auch ihm stellt er sich mit einem knappen "Valpo Plötzbogen." vor, ehe einer der beiden zuerst Gesessenen einen weiteren Gast zu Tisch bittet. Mit Mühe kann sich Valpo ein Auflachen verkneifen, das nach den Äußerungen dieses Holando aber eher zu einem verlegenen Lächeln verkommen wäre. Umgangstöne sind das hier. In Gratenfels hätts dafür bestimmt gleich 'ne Strafe gegeben, bei Travia. Dennoch nickt er auch ihm freundlich zur Begrüßung zu. Nachdem die Bedienung den Wein gebracht hat wischt sich der Dicke mit einem etwas schmuddeligen Tuch über die verschwitzte Stirn und prostet den andern zu. "Bier und Wein, das schütt rein; machen Mut und wärmen gut!", gibt er dazu noch zum besten. Irgendwie kam ihm dieser doch recht einfache Trinkspruch aus seiner Gratenfelser Stammkneipe zu bilig vor als er ihn denn ausgesprochen hat, aber da ist's schon zu spät. Hoch den becher!

  • Nach dem Weinunfall


    Ha! Was ein Unglück, der gute Wein... Nun, es wäre nicht zu verachten, diesen aus dem Dekolte der Helena zu lecken, aber nicht hier...


    "Gute Helena, ist euch nichts passiert? Gut, das freut mich, ich wäre aufs äusserste Gegrämt, wenn mein Antreiben Schuld an diesem Unfall haben würde..."


    Dann sieht er die Geweihte an.


    "Hallo, junge Dame der schönen Göttin! Seid herzlichst eingeladen, uns einfachen Männern an diesem Tisch mit eurer Gesellschaft zu erfreuen. Ich wäre nur wenig glücklich, wenn ich sagen könnten, wie sehr ich es bin, dass ihr euch zu uns setzt. Sagt, kennen wir uns? Wie war doch gleich eurer werter Name? Mein unbedeutender ist Holando Kronblüm, Schreiber und Zeichner, zu euren Diensten."


    Er rutscht sofort etwas auf Seite, damit die Geweihte Platz nehmen kann.

  • Helena hatte die Frage Holando mit einem geradezu professionellenn Lächeln beantwortet und den Kopf geschüttelt. Mit einem Augenzwinkern zu ihm hin war sie verschwunden, und zum nächsten Tisch geeilt.


    Die junge Geweihte lässt sich schnell nieder, und schenkt den hier sitzenden ein freudiges Lächeln. Ob ihr vorlehnen nun absicht ist, oder unbeachtheit kann man nicht sagen, den Seemann jedoch scheint es keineswegs zu stören. "Nennt mich einfach Shaila", stellt sie sich vor, und lächelt kokett, was ihre wohlgeformten Gesichtszüge wunderbar in Szene setzt, ebenso wie es diese einzelne gelockte Strähne tut, die ihr über die linke Wange fällt. "Wo kommt ihr her?" Die Frage war an niemanden bestimmtes gerichtet, sondern wohl allgemein in die Runde.

    "Wir leben in einer Welt, worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht."[br]-- Immanuel Kant
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    Befürworter von "Peng! statt Plönk!" in DSA ;)