Aktuell neben ein paar Runden Mechabellum vorwiegend Retrospiele.
Zum einem spiele ich ab und an immer mal wieder eine Karte in Historyline 1914-1918. Wie der Name andeutet ein rundenbasiertes Strategiespiel auf Hexfeldern zu Zeiten des ersten Weltkrieges. Die Engine ist von Battle Isle übernommen, so dass immer einer der Spieler seine Einheiten zieht, während der andere Spieler Angriffsbefehle gibt. So haben beide Spieler im Grunde gleichzeitig etwas zu tun und man muss nicht auf den Zug des Gegners warten, aber auf der anderen Seite kommt es dann eben auch dazu, dass eine Einheit die man bewegt hat vielleicht gar nicht ankommt, weil sie vorher vernichtet wird. Dadurch kann der Angreifende Spieler im Grunde sich einen Vorteil verschaffen, indem er die Einheiten angreift, deren Bewegungen gefährlich werden.
Die Stärke des Spiels sehe ich bisher in den historischen Einordnungen vor und nach jeder Schlacht, so dass man wirklich eine ziemlich gute Geschichtsstunde für den ersten Weltkrieg bekommt. Auch die Szenarien fühlen sich durchaus herausfordernd an. Negativ ist dann, dass diese Herausforderung eher dadurch besteht, dass der Gegner sehr viel mehr Einheiten bekommt und durch diese schiere Masse Druck aufbaut. Ebenfalls zeigt sich recht schnell dass das Spiel einige Einheiten und Mechaniken hat, die sehr mächtig bzw. übermächtig sind. Einheiten wie Artillerie mit erhöhter Reichweite sind sehr stark, weil der Gegner eben nicht zurückschießt und so die Verluste nur auf einer Seite entstehen. Zudem hat das Spiel eine Erfahrungsmechanik. Eine Einheit die beim Gegner Verluste anrichtet steigt eine Stufe auf. Eine Einheit, die eine gegnerische Einheit vernichtet sogar zwei Stufen. Auf höheren Stufen werden Einheiten um einiges mächtiger und da Artillerie eben auch 1-2 Züge vor allen anderen Einheiten loslegen kann, wird sie noch mal stärker. Hat man also den ersten Ansturm überwunden, hat man meistens sehr starke Einheiten, die den Gegner dann recht ungefährdet, aber dennoch eher langwierig niederringen. Insgesamt klingt das jetzt negativer, als es eigentlich ist. Ich finde es gut, dass hier ein seltenes Szenario gewählt wurde und im Grunde entspricht die Spielmechanik ja sogar ein wenig der historischen Realität. Reinspielen kann sich also schon lohnen, aber bei Hexfeldspielen würde ich z.B. ein Panzer General schon als variantenreicheres Spiel bevorzugen.
Ansonsten habe ich noch Vampire The Masquerade: Redemption angefangen. Ein eher Actionorientieres Rollenspiel in der World of Darkness, das als besonderen Twist hat, dass man im Mittelalter beginnt und im Laufe des Spiels ein Sprung in die Neuzeit vorgenommen wird. So weit bin ich allerdings noch nicht. Bisher finde ich, dass es für sein Alter schon recht gut das Drumherum erzählt, die eigentliche Spielmechanik zumindest Anfangs aber noch relativ simpel ist. Daher genaueres dazu erst in einem späteren Beitrag, wenn ich etwas weiter gespielt habe.