"Ai Kattach!"

Orkenspalter Downloads - Rezensionswettbewerb
Derzeit läuft ein Rezensionswettbewerb bis Ende Mai. Zu gewinnen gibt es eine Hardcover-Vollfarb-Variante des "Großen Orkenspalter Kochbuchs Band II". Details gibt es hier. Wer nicht weiß, was er bewerten soll: im Download-Bereich sind rechts Infoboxen, was zuletzt bewertet wurde, aber auch wo noch Rezensionen fehlen!
  • Durch die Mark Greifenfurt (Harschid Ulsyr, Timor Quent, Varrod Gnitzinger, Mechtbert Gnitzinger, Silk, Bowen, Orlan Rodvelsen, Quenia Groterian, Cuanu ui Adersin)


    Es ist ein sonniger Tag im Zeichen der Herrin Peraine hier in der Mark Greifenfurt. Die Geschichten über den ‚Blutigen Habicht’ und seiner Bande und schlimmer noch, die Orken aus Rrul’ghargops Horde, den man die schwarze Geißel nennt, lassen nur noch selten Reisende allein durch die endlos scheinenden Wälder der Mark oder die weiten Felder um die kleinen Weiler herum reisen. Die Reichsstraße zwischen Werheim über Eslamsroden durch die Breitenau nach Andergast war ein gefährliches Pflaster geworden. Auch wenn Pflaster eine recht euphemistische Bezeichnung für jene Straße ist, die in der Mark streckenweise einen mehr als erbarmungswürdigen Zustand aufwies und kaum mehr als ein schlammiger Waldweg war. Nichts desto trotz war auf ihr ein Durchkommen mit Karren und auch größeren Wagen möglich, so man die eine oder andere Verzögerung wegen eines Rad- oder schlimmer noch Achsbruches in Kauf nahm. Wichtiger für die Versorgung und den Export der beiden Haupthandelsgüter Greifenfurts, als da wären Holz und Stein, war ohnehin die Breite, über die man die Güter bequem bis hinunter ins ferne Ferdock schiffen konnte, von wo sie dann ins ganze Mittelreich gehandelt werden. So manch eine trutzige Mauer in der Hauptstadt Gareth entsprang dereinst einem Steinbruch des Finsterkamms.


    So hat sich eine recht ungewöhnliche Reisegruppe gebildet, aus vielen Teilen Aventuriens verstreut. Man reiste ohne Karren, weshalb man nicht darauf angewiesen war, über die Reichsstraße zu ziehen. Die Abkürzung über das Örtchen Finsterrode, welche daher wegbar war, kam jenen Reisenden in zweierlei Hinsicht gut zu pass: Zum einen würde man natürlich etwas Zeit sparen und zum anderen würde man auf jenem für den Handel eher unbedeutenden Weg vielleicht mit geringerer Wahrscheinlichkeit auf Räuber treffen. Im Herzen Greifenfurts hat man die Wälder zurückgedrängt, hat fleißig gerodet in den vergangenen Jahrhunderten und das Land urbar gemacht. Dort mutet es einem kaum anders an als im nördlichen Garetien, adrett liegt ein Feld neben dem anderen, grast das Vieh friedlich auf den Weiden, und von einem Dorf zum nächsten sind es nur wenige Meilen. In jenes Kerngebiet der Mark war man vor einigen Stunden eingedrungen und hatte den dunklen Wald hinter sich gelassen und nach einer einstündigen Rast in jenem Örtchen bei einem kühlen Bier in der etwas zu engen Schankstube einer recht urtümlichen Herberge den Weg fortgesetzt. Etwas mehr als einen halben Tagesmarsch sei es noch bis Greifenfurt hatten die Bauern mitgeteilt und so war man guter Dinge, die Stadt spätestens kurz nach Einbruch der Dunkelheit zu erreichen, wo dann die Zweckgemeinschaft der Reisenden ihren Zweck und damit ihren Bestand einbüßen würde.


    Doch sollten sich die Dinge anders entwickeln, als ursprünglich gedacht. Hinter einem der vielen von hohem Gras bestandene Hügel, über die der Weg führt, offenbart sich ihnen etwas Verwunderliches. Dort vor ihnen, am Fuße einer Hügelkette stand eine einzelne Kutsche. Ein Vierspänner. Eigentlich viel zu groß für diese Gegend und bei weitem viel zu edel. Davor knieen vier Leute, drei in rotbraunen Wappenröcken und einer in schwarzer Gewandung in einer Reihe. Ihre Hände haben sie über dem Kopf verschränkt. Um sie herum stehen Bewaffnete, die sich in dunkle, blauschwarze Fellrüstungen gehüllt zu haben scheinen, so weit man das erkennen kann auf die Entfernung, die sicher immer noch gute fünfhundert Schritt sein dürfte. Ein seltsames Gefühl bleibt, was ihre Art, sich zu bewegen und ihre Körpergröße wie Statur angeht. Wirklich wie Menschen sahen sie nicht aus. Orks! … Ganz eindeutig Orks. Mehr als ein halbes Dutzend, wie man bereits flüchtigen Blickes erkennt. Demnach waren jene hellbraunen Pferde in der Nähe auch wohl eher Ponys. Der Größenvergleich mit den Kutschpferden lässt daran jedenfalls keine Zweifel mehr. Noch scheint niemand dort unten auf die Reisegruppe aufmerksam geworden zu sein. Vielleicht wurde man ja aber auch nur ignoriert, denn solch eine Horde hatte wohl nur wenig, was dieserorts des Weges kommen könnte, zu fürchten.


    [# Euer erstes Post sieht idealer Weise so aus, dass ihr etwas über euren Charakter offenbart, was man so auf der Reise, die immerhin mehrere Tage gedauert haben muss, von euch erfahren hat und dann in einem zweiten Teil die Reaktion auf die sich bietende Situation beschreibt. #]


    Auf einem Ausritt (Messana Daragon, Jacaranda Volcova von Wiesenstein)


    Die trutzig hohen Mauern und Türme Greifenfurts einmal hinter sich lassend sind zwei Frauen, die einander gefunden haben, auf einen ausgedehnteren Ausritt aufgebrochen, der sie einmal in das malerische Umland der Stadt bringen sollte. In die fetten und saftigen Auen der Breite, wo auch viele Bäche ihr zufließen, wo düstere Kopfweiden die satten Ufer flankieren, wo die saftigsten Weidegründe liegen. Doch dies war nicht ihr Ziel, nur Ziel eines entspannenden Durchrittes. Der Planung nach sollte es bis nach Finsterrode gehen, welches man in den Mittagsstunden erreichen wollte, um dann dort nach einem ausgedehnten Spaziergang im dann nicht mehr fernen Wald den Heimritt anzutreten. Doch bevor sie überhaupt Finsterrode erreichten, zog etwas anderes die Aufmerksamkeit der beiden Kämpferinnen auf sich, welches auch schon die Aufmerksamkeit der Reisegruppe erregte: Jene Szene um die hochherrschaftliche Kutsche herum, der sie sich vom Nordwesten her näherten.


    [# Ihr kommt ca. 2 Minuten NACH den anderen dort an. Eure Annäherung wird nur sehr unwahrscheinlicher Weise unbemerkt bleiben. Was ihr dann dort seht, hängt auch ein wenig von den Reaktionen der anderen ab, also wartet damit noch mal bis zu meinem nächsten „Universalpost“ #]

  • Durch die Mark Greifenfurt


    Gerade hatte man die Reise ins südliche Khunchom überstanden und war auf dem Rückweg zu der Familie. Die Reise war recht erfolgreich gewesen, wenn man bedenkt, dass sie Varrod seinem aktuellem Forschungsziel deutlich näher gebracht hatte.
    Man hatte diese seit einigen Götternamen nicht gesehen und Varrod freute sich sehr auf Korja und ihr Kind. Er spürte, dass sein Bruder diese Freude teilte. Auch er konnte es kaum erwarten zu seiner Franka und dem Kind zurückzukehren. So fällt jeder Schritt leicht, da er einen weiter Richtung Heimat bringt.


    Man hatte sich in den vergangenen Tagen mit einigen andren Reisenden zusammengetan um den Gefahren dieses Landes besser begegnen zu können und bisher war die Reise ruhig verlaufen.


    Man schlendert vor sich hin und erblickt dann hinter einem Hügel diese Kutsche und die Orks. Ganz offenbar waren die Reisenden überfallen worden und benötigten nun Hilfe. Er greift seinen Stab fester und einige Erinnerungen an Begegnungen mit anderen Orks huschen in kurzen Bildern durch seinen Kopf. Sofort bleibt er stehen und deutet in die Richtung.


    „Seht!“


    macht er auch jene aufmerksam, die vielleicht noch in ein Gespräch vertieft waren.


    Sein Blick trifft den seines Bruders und nach einer kurzen stummen Verständigung steht fest, dass man helfen würde.


    Bevor er handelt blickt er die anderen Mitreisenden an und versucht anhand ihrer Reaktionen zu ahnen, was sie wohl fühlen und denken mögen.

  • Durch die Mark Greifenfurt


    Der knapp über 9 Spann große, schlanke Orlan bleibt stehen, als er die Szenerie erkennt und geht automatisch in die Hocke um weniger Blickfang zu sein.
    Seine schulterlangen strohblonden Haare hat er nach hinten gebunden, damit sie ihm nicht dauern ins Gesicht flattern. Seit einigen Tagen eifert der Bart den Haaren nach und versucht an Länge aufzuholen, es sind aber trotzdem nur Stoppeln und nicht mehr, leider habe sie überdies noch ein paar rote Streifen aufzuweisen, was ein etwas gewöhnungsbedürftiges Bild ergibt. Sein älterer Bruder pflegte diesen Zustand zuweilen mit den Worten: Dich hat wohl ein Streifenhörnchen angepinkelt, Kleiner. zu kommentieren.


    Aus Trallop sehr er hierher unterwegs gewesen hatte er erzählt und eigentlich sei er Jäger, der aus der Gegend um Lowangen stammt. Dann noch der Name
    Orlan, nur Orlan, aus basta.
    Seine Kleidung bestätigte diese Angaben sicherlich, Stiefel, Hose, Hut und dünne Handschuhe aus ordentlichen Leder, ein grünes Leinenhemd, eine Weste aus wasserfestem Woll-Loden, darunter ein Gambeson. Im Rucksack trägt er noch einen ordentlichen Wachsmantel bei sich, den er auch schon einige male anhatte.
    Peraine war in dieser Gegend doch ein recht wechselhafter Mond.
    Auch seine Bewaffnung ist durchaus einem Jäger angemessen. Ein, am Rucksack angebundener Kurzbogen und eine am Gürtel baumelnde Skraja, ja auch am Svellt kann man mit diesen Dingern umgehen.


    Orland nimmt den Bogen herunter und spannt die Sehne.
    "Verdammte dreckige Schwarzpelze." knurrt er leise. Was für einen Sinn hatte es für seinen Bruder gehabt hierher zu kommen, wenn die verlausten Orks auch hier zuhauf rumrennen.
    Für Orlan persönlich wäre es kein Problem auf die Schwarzpelze loszugehen, doch bleibt er noch verhalten, kann er seine Begleiter doch nicht so ganz einschätzen. Ein paar von denen machten nicht wirklich einen kampffähigen Eindruck.


    Der da vorn zum Beispiel, der die anderen gerade auf die Orks aufmerksam gemacht hat. Er erzählte einem anderen auf der Reise, dass er auf dem Weg zu Frau und Kind sei. Kann man sich auf einem Mann im Kampf verlassen, der zu seiner Familie heim möchte? Und dann dieser Kerl mit diesem komischen Lasttier sitzt. Ein Magier, wie Orlan vermutete, doch da er einen solchen noch nie in Aktion gesehen hatte, konnte er sich schlecht ein Vorstellung machen, wie hilfreich der Südländer war. Das was er bis jetzt an Magie gsehen hatte wurde von Dilettanten und Scharlatanen produziert, daher hielt sich sein Respekt davor in Grenzen. Gehört hatte er natürlich schon vieles, doch was war davon wahr?

  • Dr. Ulsyr, kein Name mehr, Harschid vermied es seinen Vornamen zu nennen, und eher noch würde er sich mit Zrr'kir-Chr'eten, Heterioth oder Ashel'tarashid vorstellen, diese Namen klangen besser als dieses Harschid. Statistisch gesehen hieß jeder dreizigste Khunchomer Harschid, das war zuviel. Zrr'kir-Chr'eten, diesen Namen erhielt er von einem echsichen Priester bei der zweiten Reise in Selem, das hieß soviel wie "Mann mit den Aquamarinaugen". Es hatte den Achaz beeindruckt, war doch diese Augenfarbe sehr selten, im Gegensatz zu Harschid. Die Oberflächlichen Bewohner Khunchoms hatten das nie so recht war genommen, ihnen war das Ulsyr, der Nachname wichtiger, denn wenn man selbst nix taugte, dann taugten die Eltern eben für einen. Heterioth stammte aus Brabak und war Zhayad, hieß einfach Heterioth, und klang wesentlich besser als dieses Harschid; Harschid klang nach Basarhändler, nach Fleischgewordener Falschheit und Oberflächlichkeit. Ashel'tarashid war schließlich der Name aus der Akademie Khunchom, es war üblich dort gewöhnliche Namen ab zu legen, meist damit sie besser klangen, aber Ashel'tarashid wurde von ihm gewählt, weil es so etwas geheimnisvolles hatte, dieses Urtulamidia, "Quell aus der Tiefe" hieß das, somit war es auch recht bezeichnend.


    Um bei Namen zu bleiben, so ist jenem der sich um das Pferd gekümmert hat wohl aufgefallen, dass dieses Tier keinen Namen hat, und eigentlich immer Tier oder Pferd genannt wird. Überhaupt war und ist das Verhältnis zwischen Reiter und Pferd eher ein Arbeitsverhältnis, und bis jetzt gab es noch keinen Grund der Reisegesellschaft die ihn begleitete mehr Stellenwert zu zu sprechen.


    Harschid ist ein Magier, das ist sehr deutlich, und er ist kein Nordländer, das sieht man an seinem braunen Taint, aber er ist auch kein Tulamide. Die Wahrheit, sie liegt im wahrsten Sinne des Wortes in der Mitte. Ein Elterteil Tulamide, das ist am Gesicht und den Haaren zu sehen, und der andere Mittelländer, so sieht man es an den dunkelblauen Augen und der Tatsache das der typische Tulamide dann doch brauner ist. In Khunchom absolvierte er Ausbildung und Promotion, die Dracheneiakademie. Gewandet ist er anders als man es von einem Khunchomer erwarten würde, denkt man an die Artefaktkreateure, so sieht man das Bild des eitlen Fachmannes in teuerer Gewandung, denn in Khunchom heißt wissen nicht Macht, sondern Geld.
    Davon hebt sich der Doktor ab. Zwar ist der blaue Stoff aus dem sein Gewand gemacht wurde nicht gerade billig, aber das leichte Glänzen zeugt dann doch davon das es mehr ist als Leinen, wenn auch keine Seide. Das Gewand mit den weiten Armen ist schlicht blau, auf Verziehrungen ist verzichtet worden, nur die Säume sind durch ein weisses Band hervorgehoben. Unter diesem Übergewand sticht ein weisses Untergewand hervor, gänzlich bar jeder Verziehrung. Das südländische an dieses Mannes Kleidung ist noch am ehesten der Turban, gebunden aus zwei Tüchern, einem blauen und einem Weißen.
    Harschids Gesicht könnte das eines Kriegers, eines Gelehrten, eines Straßenarbeiters und eines Magiers sein. Er ist nicht hässlich und nicht schön, er währe vielleicht schöner als der Durchschnitt wenn nicht eine recht spitze und kantige Nase das Seitenprofil stören würde, ebenso die Geheimratsecken und die dichten Brauen. Eine Narbe ist auf der linken Backe zu sehen, keine Schlagnarbe, eher die Überbleibsel einer Brand oder Ätzwunde. Auch das Kinn hat eine Erinnerung an frühre Tage, nämlich in höhe des Mundes beginnend, nicht dominant aber sichtbar, drei Striemen, auch Narben, wohl von Tieresklaue.
    Für einen Magier ebenfalls nicht gewöhnlich ist die gesunde Statur, er ist ein breitschultriger Mann und die recht bräunliche Haut könnte zum Schluss verleiten das einige Studien aus seiner Feder der freien Natur entstammen.


    Er ist ein zurückhaltender Mann, eindeutig, wenn auch etwas steif wirkend. Auf Amt und Würden besteht er nicht arrogant und eitel, sondern schlicht der Ettikette wegen, vielleicht für den ersten Betrachter befremdlich. Doch er ist nicht herablassend oder dergleichen. An sein Inneres ist nicht leicht heran zu kommen, in Gesprächen bis jetzt Oberflächlich und um seine Person nicht sehr eingehend, mag er für manche einen, wenn auch sehr liberalen, Vertreter der "Elfenbeinturmmagier" sein. Es gibt einfach differenzen zwischen seinem Stand und seinem normalen Umfeld, und den ihn begleitenden, aber dies war kein Hindernis.



    Die Orks nimmt er ruhig zu kenntnis, er lässt die Blicke erstmal schweifen, vielleicht war man schon umzingelt. Die Leine des Kharmas überprüft er, das erste mal dieser Reise zieht er das exotische Lasstier bewusst näher, vielleicht ein Zeichen der nervosität.


    "Orken, berittenerweis", grummelt der Doktor, und mehr unwillkürlich lenkt er das Pferd etwas zurück, nimmt den Stab enger in die Hand. Dann blickt er über die Gruppe. Es musste ein schneller vergleich her, die Reaktionen was zu tun ist mussten mit dem realistischen auf jeden Fall korrespondieren, sonst drohte ein Verlust an Leben und Material. Ponys ließ auf ein direktes Stoppen schließen, das heißt, es war eher unwahrscheinlich das sich Versteckte im Wald befanden. Acht gegen Acht, dazu noch die Wachen der Kutsche, hingegen waren die Orks um einiges Kampfstarker als die hiesige Truppe, wenngleich sie keine Magier besaßen. Bestand allerdings immernoch die Gefahr, dass bei einem direkten Angriff die Orks eine Liquidierung der Gefangenen mit anschließender Flucht erwägen könnten. Einen konnte er sicher elemenieren, wenn es darauf ankäme, die Gruppe schien ferner Kampferfahren.
    Sich über einen imaginären Ziegenbart fahrend grübelt der Mann. Die ihn Begleitenden Wesen würden wahrscheinlich gemäß den psychologischen Parametern folgend sowieso intervenieren, daher war es überflüssig diese Option zur diskussion zu stellen... Das man die Orks bereits ohne näheres kennenlernen als 'verdammt' titulierte zeugte nicht gerade davon das eine andere Lösung zu erwarten war. Am liebsten hätte er aber diesem Jäger in aller Form den Stab über den Kopf gezogen, das war der Nachteil der Zivilisation: Sie war so intolerant, verständnislos und auf die Befriedigung ihres persönlichen Glücks reduziert.

    "Wir leben in einer Welt, worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht."[br]-- Immanuel Kant
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    Befürworter von "Peng! statt Plönk!" in DSA ;)

  • Silk war eigentlich nicht der Typ, den man sofort in eine Schublade hätte einordnen können. Für einen Adeligen war er zu einfach gekleidet, für einen Bürgerlichen zu teuer und für einen Händler fehlte ihm der Wagen mit allerlei Dingen, die er anderen Leuten verkaufen wollte. Doch seine Zunge hatte sich in den letzten Tagen als Scharf wie sein Verstand erwiesen. Er feilschte gerne um Preise, was schon fast aufdringlich wurde, wenn er sogar für andere Leute versuchte, bessere Preise herauszuschlagen. Er hatte geschlagene 15 Minuten mit einem Bauern über den Preis eines einzigen Apfels gehandelt, bis es dem bauern zu dumm wurde und er Silk den Apfel geschenkt hatte. Wo dann plötzlich dei beiden anderen Äpfel hergekommen sind, die in seiner Reisetasche lagen, hatte keiner gefragt.


    Auch schielte er in den Tavernen immer zu den Spieltischen herüber, und war einem Spielchen nicht abgeneigt. Für Karten hatte er wohl ein Händchen entwickelt, eines Abends hat er sogar Inrahkarten gelegt, um in die Zukunft zu sehen. Was er allerdings in Greifenfurth wollte, hatte er nicht gesagt. "Zum Schmied" war seine Antwort gewesen, als man ihn gefragt hatte. Doch Waffen trug er keine bei sich, wenn man von dem Rapier absah, das wohl eher an den Gürtel eines Adeligen gehörte, als im Kampf den Gegner zu schrecken.


    Womit Silk sein Geld verdiehnte... das wusste auch keiner so recht. Für einen Spieler hatte wenig gespielt, und als Wahrsager war er nicht schlecht, legte aber nicht für Fremde Karten. Trotzdem schien er ein ziemlich gute betuchter Mann zu sein.


    "Da ist wohl jemand den Schwarzpelzen in die Arme gelaufen. Wenn wir drum herum gehen, tun sie uns sicherlich nichts. Wollte ich nur erwähnt haben." Abschätzig blickt er den Hügel hinab zur Kutsche und den anwesenden Personen, seine Chancen im Kampf ausrechnend.

  • Der Doktor, der sie angeheuert hatte ist ein guter Arbeitgeber. Er scheint nichts an Quenias Aussehen auszusetzen zu haben und zahlt gut.
    Quenja ist recht groß gewachsen und hat ein breites Kreuz. Ihr Haar ist Rabenschwarz und zu 2 dicken Zöpfen geflochten, Ihre Augen sind genauso, tiefschwarz. Ihr Gesicht wird aber von einer schiefen Nase beherrscht und durch eine Hasenscharte entstellt. Viele Narben lassen sie, genau wie ihre recht typische Seesöldnerkleidung, recht kämpferisch wirken.
    Im angesicht des sich da bietenden Ausblickes spannt sie wortlos eine Sehne auf ihren Bogen und nimmt einen Pfeil bereit.
    Mit einem fragenden Blick wendet sie sich an ihren Brötchengeber.
    Selbst würde sie ohne Zögern helfend eingreifen, aber sie war ja vertraglich gebunden.

  • 15 Orkfratzen samt Ponys, ein stattliche Anzahl für einen Kutschenüberfall.
    informiert Orlan emotionslos


    Gut 500 Schritt entfernt und saublöd, wenn sie die Kutsche gerade im Tal überfallen....Aber gut ausgerüstet, ich sehe Schilde, Speere, Bögen und Arbachs.
    Bessere Ausstattung als normale Zholochai würde ich mal sagen.


    er blickt zu der häßlichen Leibwächterin des Magiers auf: 500 Schritt sagte ich, spart euch den Pfeil noch auf.


    sein Blick streift weiter von der Anhöhe hinunter auf den Standort der Kutsche, der sich am tiefsten Punkt des Weges befindet, ehe er wieder ansteigt.

  • "Falsifi, die Ausrüstung ist auf dem stand der Zolochai", gibt der Magier von oben zurück, denkt sich ein Klugscheisser und blickt dann auf die Leibwächterin. "Keine unnötigen Toten, wenn wir auf sie zu reiten, könnte sie das auf den Gedanken bringen Geiseln zu nehmen oder die Menschen zu töten, die Zeit haben sie bis wir da sind. Warten wir bis sie fertig sind mit dem Überfall und haben was sie wollen, dann gehen wir hin. Und wenn sie die Gefangenen töten wollen, dann können wir aus dieser Entfernung das nicht verhindern. Verharren ist mein Vorschlag" Zweifelsohne eine recht kalte Einstellung, vielleicht mit einem quentchen Feigheit gemischt, aber die Situation war logisch durchacht so wohl am wahrscheinlichsten.

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  • Ah, ihrem Geldgeber gefiel der Besserwisser also auch nich.
    "Wart ihr schoneinmal in dieser Gegend, Herr Orlan?
    Wo ein Ork ist, sin auch weitere nicht fern.
    Wo eine solche Gruppe ist, ist ein Nest in der Nähe.
    Und wenn plötzlich einige der Kumpane jener da unten von aus diesen hohen Grasbüschen dort vorne sprängen, wärt ihr dann den Zwölfen nicht dankbar, euch auch vorbereitet zu haben?"
    Den Kommentar, die Orken solange zu ignorieren, wie keine Menschenleben in Gefahr waren erschien akzeptabel.
    Solange es nicht an Quenias eigenen Säckel ging.

  • Verzeiht, ich wusste nicht dass es über die gängige Bewaffnung der Schwarzpelz-Stämme schon Bücher gibt.
    erwidert der Jäger dem Südländer ohne sich umzudrehen.
    In Gedanken stellt er sich vor wie dieser einem Zholochai-Stammesverband in den Blutzinnen begegnet mit seinem schrulligen Lasttier, halb Esel, halb Ziege. Mit oder ohne guter Ausrüstung käme er wohl nicht mehr dazu, darüber irgendwelche Ausführungen von sich zu geben.


    An schmales Lächeln zieht sich über sein Gesicht, verschwindet aber rasch als sich auch die Leibwächterin zu Wort meldet. Ob sie das meint was sie sagt, oder nur ihrem Auftraggeber gefallen will, kann er nicht sagen.
    Ihr meint also, es verstecken sich noch weitere Orks mit ihren Ponys im kniehohen Gras? Ein guter Einwand. entgegnet er sarkastisch.


    Nun ist es an ihm die beiden in Gedanken als "Dummschwätzer" zu titulieren. Schließlich fügt er noch hinzu: "Um Mißverständnisse auszuräumen. Ich komme auch gut zu recht damit, da nicht hinunter zu gehen. Ich habe in meiner Heimat beobachten können, dass man persönlich besser fährt, sich nicht um andere zu scheren. Ich wollte nur ein Einschätzung der Situation geben, falls sich Herrschaften unter den Reisenden finden, die anders denken."

  • Proletarier... Es war nichts anderes zu erwarten. Seine Logik war eine Summe aus seiner Angst und der Erfahrung, klar das sie nach dem Schema: Feind-Töten-Befriedigung funktionierte. Ihm lag etwas wie 'Bücher nicht, aber Berichte, aber ihr könnt bestimmt sowieso nicht lesen' auf der Zunge, aber er war darüber hinweg sich mit solcherlei an zu legen, zuviele hatte er gesehen und wenn er mit jedem sich angelegt hätte, die Zunge währe schon lange verdorrt.


    Und wer sagte, dass sich die Orks nicht im Gras ohne Pferde verstecken würden? Die Achaz... Nein, dann würde er nicht mehr am leben sein, wenn sich hier Achaz versteckt hielten. Kleine Einstiche konzentrierter pflanzlicher Inkredenzien, langsamerwerden der Lungefunktion, das verschwimmen der Umgebung... Ja, man hatte unten in den Sümpfen das Töten perfektioniert.


    "Wenn ich an die selemer Sümpfe denke... Ihr glaubt garnicht was man alles in Gras verstecken kann", spricht der Magier den Jäger wieder an. Nicht hochnäsig, nicht Arrogant, eher noch versöhnlich als Neutral.

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  • Quenia nickt nur.
    Ihr Blick schweift ersteinmal aufmerksam über die nähere Umgebung.
    Ja, in dem Gras könnte sich eine ganze Armee Orks verstecken.
    Sie war einst eine Weile mit einem Orken unterwegs gewesen. Sie wusste, wie perfekt sich diese Wesen zu verstecken in der Lage waren. Und auch wen Ruk, wie sie ihn genannt hatte, als sie seine Sprache noch nicht beherrschte- Boron möge sich seiner erbarmen- sicher nicht der hellste gewesen war: Im Anschleichen, Verstecken und Kämpfen musste sich erstmal seinesgleichen finden! Und der Mut! Ohne auf Gnade zu spekulieren stürmten sie in den Kampf, im eigenen Tod die gleiche Ehre sehend wie in dem der Opfer.
    Quenia bezweifelte, dass einer der anwesenden Herren da so persönliche Erfahrungen hatte wie sie.
    Aber sie hatte hier nichts zu sagen, wurde sie doch schon angegiftet, wenn sie schwieg. Würde sie erst anfangen zu reden, würde sicher wieder jemand sich auf die Füße getreten fühlen.
    Aufmerksam betrachtet sie die Szene.
    Wenn sie doch nur hören könnte, was da unten geredet wurde!

  • [Etwa 5 Minuten vorher.]


    Auf einem Ausritt


    Sogar das Wetter dieses sonnigen Praioslaufes spiegelt Messanas Gemütslage wider. Ein Zustand, der ihr selber zwar nicht bewußt, aber nichtsdestotrotz ein neuer Zustand in ihrem Leben ist.
    Bis vor wenige Madamalläufe hätten nur graue, verhangene und regnerische Tage ihre Stimmung annähernd widergeben können. Der mürrische, griesgrämige Zug, der sich über Götterläufe hinweg in ihr eigentlich und ohne dies anziehend zu nennendes Gesicht gegraben hatte, ist fast völlig verschwunden. Wenn die Bitterkeit auch nicht völlig aus ihrem Leben und ihren Gedanken verschwunden ist, so ist sie doch deutlich gewichen und hat einer größeren Entspanntheit Platz gemacht.


    Daß sie Jacaranda wieder gefunden und ihr alles gesagt hatte - es ist das Beste gewesen, was sie seit Götterläufen getan hat. Einmal hatte sie den Fehler gemacht, sich ihr zu verschweigen, aus Angst, daß sie sich abwenden würde von Messana.
    Tatsächlich hatte sie damit bewirkt, daß Jacaranda eines regnerischen Morgens ging. Dieses Erlebnis gehört mit zu den schlimmsten Erfahrungen, die Messana jemals durchleben mußte. Es hatte sie fast körperlich wie seelisch vernichtet. Doch auf einer langen Reise hatte sie gelernt, daß sich nicht eine jede von ihr abwenden würde, wenn sie den Grund für Messanas Zorn und Bitterkeit erfährt und so hatte sie sich hinterher auf die Suche gemacht, um das zu tun, was sie damals hätte tun sollen: Jacaranda alles und restlos erzählen.
    Und wirklich hatte Jacaranda sich nicht beschämt oder empört von ihr abgewandt und sie hatten wieder zusammengefunden.
    Manchmal kann es Messana es immer noch nicht glauben und so wirft sie so wie jetzt einen Blick zu ihrer Begleiterin und erfreut sich an ihrer bloßen Anwesenheit. Es ist kein Scherz, wenn sie sagt, Jacaranda würde sie vervollständigen, denn dieses Gefühl - oder zumindest etwas, das dem sehr nahe kommt - hatte sie schon in den zwei viel zu kurzen Monden in Thorwal.
    Jetzt sind sie nach Greifenfurt gekommen, um Jacarandas Eltern die Entscheidung ihres ältesten Kindes mitzuteilen, eine Entscheidung, die nur begrenzt gut aufgenommen worden ist, aber es hätte auch schlimmer kommen können. Zu Messanas Überraschung ist es ausgerechnet Jacarandas Vater, der das größere Verständnis und Tolerenz zeigt und die Mutter, die Bedenken und Vorwürfe an den Tag legt.
    Zuweilen kommt in Messana eine unbestimmte Traurigkeit auf, wenn sie sich an Velea erinnert, Velea, die ihr Trost und Stütze war so häufig, daß Messana alles gar nicht mehr aufzählen könnte. Nur Velea hatte sie es zu verdanken, daß sie überhaupt noch lebte, nachdem Jacaranda sie damals verlassen hatte. Nur Velea - und im weiteren Sinne auch Dela, die sich ebenfalls diesbezüglich ausgesprochen hatte - hat sie es zu verdanken, daß sie den Mut aufbrachte, Jacaranda zu suchen, um sich mit ihr auszusprechen.
    Und jetzt ist es die zierliche Elfenmagierin, die allein und traurig zurückblieb, denn Messana liebte sie nie. Als Freundin ja, als Geliebte nie. Veleas letzte großmütige Tat war es, Messana und Jacaranda Glück zu wünschen.
    Messana wiederum tut es Leid, ihr so weh zu tun, doch das war unweigerlich, sie hatte noch nie Veleas Gefühle erwidert und würde es auch nie tun.


    Doch der schöne Tag, Feuergeist unter sich und Jacaranda neben sich lenken Messana von ihren gerade in eine düstere Richtung treibende Gedanken wieder auf die wesentlich hellere Gegenwart. Sie hatten diesen Ausritt für den ganzen Tag geplant und bis jetzt ist er auch so ungestört verlaufen wie erhofft. Die Gerüchte um Räuberbanden und marodierende Orks hatten sie nicht abgeschreckt, wissen beide sich doch sehr wohl zu verteidigen und bilden ein genügend wehrfähiges Bild, um jedem Straßenräuber wissen zu lassen, daß ein Überfall auf sie sich zweimal überlegt werden sollte.


    Feuergeist schnaubt und ihre schwarzbespitzten Ohren spielen aufmerksam; Messana klopft der Falbstute den Hals. Das fachliche Auge mag mehr sehen als ein Pferd, doch auch das Laienauge kann die Eleganz im Körperbau und in den Bewegungen der Stute sehen, eine Feurigkeit, die auf Menschen, die von Pferden weniger verstehen, durchaus einschüchternd wirken mag. Feuergeist erinnert an die Pferde, die landläufig als 'Warunker' zusammengefaßt werden, doch ist ihr Körper schlanker und ihr Kopf trockener mit elegant geschwungener Madalinie, was auf Vorfahren von weitaus edlerem Geblüt schließen läßt.


    Messana selber sitzt aufgerichtet und mit einer Entspanntheit im Sattel, die gleichermaßen auf ihre reiterischen Fähigkeiten wie auf ihr Wissen um das Wesen ihres Pferdes vermuten läßt. Aus Gewohnheit und Selbstverständnis trägt Messana ihre Rüstung, ohne die sie sehr selten zu sehen ist: die sehr gut gepflegte Brünne, nach ihrem Oberkörper geformt und dessen Wohlproportioniertheit noch betonend, lederne Arm- und Beinschienen und ein mit Nieten beschlagenes ledernes Röckchen. Dazu ein offener, visierloser Helm, der völlig zierlos ist, wenn auch die nicht genutzte Möglichkeit besteht, ihn zu schmücken. Über Messanas breite Schultern fällt ein ockerfarbener Umhang, auf den in Königsblau eine fein stilisierte entwurzelte Eiche eingestickt ist, diese ist etwa zweieinhalb Spann hoch und an der Krone, der breitesten Stelle, anderthalb Spann breit. Am Gürtel sind des weiteren ein Jagdmesser und zwei Beutel zu finden.
    Messana selber ist etwa annähernd einen Schritt und viereinhalb Spann hoch gewachsen und von kräftiger und athletischer Figur. Eine gutaussehende Frau mit einem trainiertem Körper, anziehend durchaus, wenn man etwas für diese Art von Figur übrig hat. Ihr Alter ist auf vielleicht Mitte der Zwanzig Götterläufe zu schätzen. Sie verfügt über eine merkliche Ausstrahlung und Präsenz.
    Die Rüstung zeigt naturgemäß viel Körper, eine von der Sonne bronze getönte Haut, die bereits ihren Teil an Wind und Wetter gesehen hat, unter der die kräftigen Muskeln sich geschmeidig bewegen. Auf der Innenseite ihres rechten Oberschenkels befindet sich ein großes Narbengeflecht, daß die Vermutung nahelegt, daß es großflächige Bißspuren sind. Weitere kleinere Narben sind an ihrem Körper zu finden, die aber alle längst verheilt und zu erwarten sind bei einer offensichtlichen Kämpferin wie sie.
    Unter dem Helm quillt honigfarbenes Haar hervor bis auf die Schultern und ihre grauen Augen sind in der Regel scharf und aufmerksam. Am linken Oberarm trägt sie einen breiten Messingreifen, auf dem reliefartig ein sich zum Sprung duckender Silberlöwe abgebildet ist, am Ringfinger der linken Hand einen silbernen Ring. Als letzten weiteren Schmuck trägt sie ein aus einem hellen Material geschnitztes Zeichen um den Hals am Lederriemen: ein Kreis, ein Säbel und ein M, die miteinander verschlungen sind, es sieht genauso aus wie das Brandzeichen der Falbstute, das diese auf dem linken Oberschenkel trägt.
    Über ihre Schultern ragen die Griffe zweier Waffen auf, ein Schritt lange Reitersäbel, wie man erkennen kann, wenn sie gezogen werden, an ihrer rechten Hüfte hängt ein Köcher mit Pfeilen und einem Kurzbogen. Am Sattel, auf der rechten Seite, steckt in einer Sattelscheide ein Anderthalbhänder.

  • [Etwa 5 Minuten vorher.]


    Auf einem Ausritt


    Auch Jacaranda fühlt sich angenehm und beschwingt wie das schöne Wetter. Lang uns einsam, völlig Ziellos waren ihre letzten Madaläufe gewesen. Oft hatte sie sich Vorwürfe gemacht das sie einfach fortgegangen war, doch für sie war es ein Prinzip das sie nicht mit Halbwahrheiten leben wollte. Messanas mangelndes Vertrauen hatte sie tief verletzt, tiefer als den Verlust, wenn gleich beides ihr Herz schmerzen ließ. Doch Messana war zurückgekehrt. Zurückgekehrt und hatte Ihr alles erzählt. Es hatte ihr Freude und Leid zugleich beschert. Freude über Messanas Vertrauen und Leid wegen der kleinen Elfe der sie Messana zu verdanken hatte, und welche sie beide so unglücklich zurück lassen mussten. Die Elfe hatte sich gut unter Kontrolle gehabt, doch Jacaranda war nicht verborgen geblieben das Velea das Herz zersprungen war, so wie ihr damals.


    ...


    Dennoch ist sie unsäglich dankbar und würde es Velea nie vergessen das sie nun neben Messana herreiten kann. Einige Offenbarungen Messans sind etwas schockierend gewesen, doch die Liebe triumphiert über diese weltlichen Sorgen, treebt alle Sorgen und Nöte fort, denn sie sind wieder vereint. Da spielt es für Jacaranda auch keine Rolle das sie ihren Eltren, besonders ihrer Mutter, solches Ungemach bereitet. Sie würde es akzeptieren müssen, denn so ist es geschehen und so würde es bleiben. Lächelnd erwiedert die adelige Kriegerin den Blick ihrer Geliebten.


    Sanft ist der Gang ihrer Fuchsstute Palamira. Wie ihre Gefährtin geht auch sie mit den Bewegungen ihres Pferdes mit, was sie als erfahrene und mit dem Tier vertraute Reiterin kennzeichnet. Palamira genießt die Sonne auf ihrem Fell ebenso wie die angenehme Wärme und schnaubt gelegentlich, versucht Jacaranda zu eines Schnelleren Tempo zu bewegen. Doch stattdessen erntet sie nur kraulende Finger zwischen ihren Ohren.


    Jacaranda erfreut sich an der allgemeinen guten Laune und atmet einmal tief durch. Die rothaarige Mittelländerin ist etwas weniger muskulös als Messana, doch mit ebenso geschmeidigen Bewegungen ausgestattet. Sommersprossen zieren ihr hübsches Gesicht mit der Stubsnase. Hell strahlen ihre Grünen Augenn in der Sonne, und ihre gewelltes Haar fällt locker bis über ihre Schultern. Im Gegensatz zu Messana trägt sie keine Rüstung. Lediglich ein beiges Leinenhemd und eine Lederhose, sowie ihr Schwert. Bei den Gerüchten um Gesindel sollte zumindest etwas Vorsorge getroffen sein. An ihrem Rechten Oberarm trägt sie ein Oberarmreif welcher ebenfalls einen Silberlöwen zeigt, offenbar das Gegenstück zu Messanas Oberarmreifen, sowie ein silbernes Armband mit einem geschliffenen Amethyst. Wieder schaut sie lächelnd zu Messana. Manchmal erscheint es Ihr zu schön um wahr zu sein, doch es ist wahr, und dafür dankt sie den Göttern.

    Of course she's gay!


    Mod-Mode Farbe

  • Durch die Mark
    Bowen schliesst wieder zu der Gruppe auf, mit der er unterwegs nach Greifenfurt ist. Noch ist er recht schweigsam,aber er lauscht angeregt dem Gespräch über die Schwarzpelze.
    Bowen ist ein 96Finger grosser Mann, mit Schulterlangem hellbraunem Haar, welches allerdings nicht gerade frisch gewaschen oder geschweige denn gekämmt aussieht. Seine Augen wirken fast violett, aber das wäre ja abstruß, sind sie vielleicht doch blau? Da müsste man sich erkundigen, weil das nun doch sehr schlecht zu erkennen ist. An Kleidung trägt er einen Wappenrock, mit dem Wappen der Lehnsherrin von Falkenfels. dazu hat er dunkle Hosen an.Wer sich etwas mit Rüstungen auskennt weiss, dass Bowen einen Kusliker Lamellar mit streifenschurz trägt. An jeder Seite trägt er ein Schwert gegürtet, der Griff sieht schlicht aus und sie stecken in ebenso schlichten Scheiden. An der linken Seite des Sattels, welcher auf dem pechschwarzen Pferd ist findet man ein Schild, welches an den Rändern mit Hörnern besetzt ist, welche so ca 5Finger hoch sind. Wer Horasischen Waffen kennt, wird in seinem Gürtel noch einen Panzerstecher erkennen. Um den Rücken geschlungen hat er einen weiten dunklen Umhang, ohne Kapuze der von einer goldenen Spange in Drachenform gehalten wird. Er ist wie sie erfahren haben Ritter, allerdings hat er seine momentane Rüstung einer Plattenrüstung vorgezogen, da er nicht vorhat in grössere Kämpfe zu geraten.
    AUf der Reise haben ihn die gefährten als netten aber ebenso harten Menschen kennengelernt, der in seinem Leben schon so einiges hinter sich hat. Auch dass er eine Abneigung gegen Zwerge hegt hat er nicht verborgen, aber woher das kommt hat er nie erzählt. Einige haben erfahren, dass er sich an einen alten kodex hält, aber den genauen Wortlaut von selbigem kennt niemand.

  • Mechtbert schreitet, wie die meisten wohl durch die Lande. Er hatte in der letzten Zeit selten auf sich aufmerksam gemacht. Sein Äüßeres, in robustes Leder Gewandt, mit einem Speer schreit nach Jäger, seine Art tut dem keinen Abbruch. Sein dunkelblondes Haar, lang, wenig gepflegt, aber deswegen noch lange nicht ungepflegt hängt ihm über die Schultern herab, sein Bart, von ähnlicher Beschaffenheit hängt ihm auf die Brust. Ein Speer dient als Wanderstab und Waffe, sonst ist nicht viel an Waffen zu sehen.
    Die Reisebegleiter hatte er zur Kenntnis genommen und mit einem freundlichen Nicken begrüßt, aber sonst nicht viele Worte verloren. Stumm schreitet er mit den anderen, er scheint nicht viel zu sagen zu haben. Er scheint voll und ganz von etwas erfüllt.


    Als man die Hügelkuppe überschreitet wirft Mechtbert einen Blick auf die Orks, und bemerkt den Blick seines Bruders. Es waren Yurach-Orks, unzweifelbar, denn andere Orks würden sich hier kaum hertrauen. Anderseits waren diese Orks viel zu gut Ausgestattet für Yurachs. Seinem in dieser Hinsicht geschulten Blick entging nicht viel. Ebensowenig die Aussagen, die seine Reisebegleiter machten. Das sie nicht zwischen Yurach und den Orks im Allgemeinen unterschieden bemerkt er wohl und ihre gegenseitigen Anschuldigungen und Beleidigungen erscheinen ihm wie die Aussagen von zwei Kindern, die sich über die Götter unterhielten. Aussagen von Leuten über ein Thema, über das sie offensichtlich nichts wussten.
    Folglich antwortet er nicht auf die Aufforderungen. Die Zeit zu handeln würde sich später ergeben.

  • Der Doktor hatte soweit Recht, stimmt Varrod innerlich zu. Ein aggressives Vorgehen mochte verfängliche Folgen haben. War man doch zu früh zu sehen und dann unfähig die Geiseln zu befreien. Abwarten mochte in der Tat die beste Möglichkeit sein.


    Das Streitgespräch nimmt er mit einem Krausziehen der Stirn zur Kenntnis. Sicher hier reisten keine Freunde zusammen, doch war ein Streit das letzte, was man nun brauchte.


    Auf den letzten Kommentar des Jägers schüttelt er innerlich nur den Kopf.


    Innerlich grübelt er ob ihm eine andere Möglichkeit einfällt.

  • "Vielleicht sollten wir versuchen, einige von ihnen durch ein Ablenkungsmanöver von der Kutsche hinfort zu locken. Dann könnten sich andere von uns an selbige heranpirschen, die Gefangenen befreien und mit der Kutsche fliehen, sodenn es gelingt, die Schwarzpelze zu überrumpeln. Oder, wir locken die Gruppe, die wir von der Kutsche trennen, in einen Hinterhalt. Orks sind nicht dumm, sie werden sich dann ergeben, denke ich..."


    Silks Gesicht überzieht sich mit einem Lächeln. "Oder wir sitzen auf, gallopieren den Hügel hinab und stürmen mit lauten Gebrüll auf sie zu. Wenn man seinem Glück nicht vertraut, kann man keine Heldentaten vollbringen. Was meinst du, John?"


    Dabei tätschelt er sanft den Hals seines Lastponys, welches er am Zügel führt.


    "Oder, noch ganz anders, wir gehen den Weg 15 Minuten zurück, machen gemütlich eine Rast und schauen später nochmal vorbei, wenn sich alles gelegt hat." Deutlich ist der Ironische Unterton in Silks Stimme zu vernehmen, der sich zu seinen Stiefeln hinabbeugt und aus dem linken Stiefel ein Wurfmesser herauszieht.

  • Bei der Überfallenen Kutsche


    Es gibt Buschwerk auf den Wiesen mit dem mindestens Knie, mancherorts gar hüfthohem Grasbewuchs. Scheint sich irgendwie um wildes Korn zu hallten. Auch der eine oder andere, einzeln stehende Baum beitet Schutz vor Entdeckung durch die Orken, ebenso mannshohe Findlinge, die wohl eine Nutzung dieses Grundes für etwas anderes als Weidegrund unmöglich machen. Sonderlich schwer, sich dort anzuschleichen war es jedenfalls nicht. Nicht einmal für Ungeübte. Anders sah es mit der Zeit aus. Für die fünfhudert Meter würde man schon zügigen Schrittes gute fünf Minuten brauchen und so wie sichdie Dinge bei der Kutsche entwickelten, war fraglich, ob die Gefangenen noch so viel Zeit haben.


    Obwohl nämlich rein gar nichts darauf hindeutet, dass man die Reisegruppe irgendwie entdeckt hat, wird einer der Knienden nun weiter nach vorne gezogen. Es ist der ganz linke, einer der Uniformierten. Dies sorgt für große Aufregung bei den anderen dreien, die jedoch von ihren orkischen Bewachern mit Schlägen unterdrückt wird. So wie er dort nun etwas exponierter kniet, werden ihm wohl die Hände zusammengebunden, wie es scheint, während ein Ork sich neben ihn stellt. Man hört Schreie, aufgeregte, menschliche Schreie … sowohl von ihm, als auch von den Begleitern, die unter einem lauten Siegesgrölen der deutlich in der Überzahl befindlichen Orks untergehen. Die Rufe werden frenetischer, während der Ork, der neben dem hervorgeholten Gefangenen steht, nun einen Säbel weit über seinen Kopf erhoben hat.
    [# Das dauert so weit 1 Minute. Liegt also "noch" etwas in der Zukunft. #]


    Jacaranda und Messana hören Rufe während sie weiter reiten. Zwar nicht sonderlich laut und „frau“ muss sich schon konzentrieren, um sie zu vernehmen über das Hufgetrappel hinweg, aber sie sind eindeutig da. In ihrer tiefen kehligen Natur klingen sie nicht unbedingt einmal menschlich.

  • Auf der Anhöhe


    Sie werden sie sowieso umbringen, ihr Experten. faucht Orlan und verlässt in gebückter Haltung den Weg um sich durch das Gras in gedämpften aber doch schnellen Schritten nach unten zu bewegen. So wie das dort unten abgeht, war die Aufmerksamkeit der Kerle sowieso gering.


    Ehe er im Gras verschwindet blickt er sich nochmals fragend um, seine Blicke haften primär an Silk, Timor und Mechtbert, die er für fähig hält ihn zu begleiten, wenngleich letztendlich jeder durch das dichte Gras und Buschwerk mitkömmen konnte, so er nicht zu singen anfängt.