Moin zusammen,
ich möchte euch hier mein Projekt vorstellen!
Die Namen der Toten ist mein erster veröffentlichter Roman – seine erste Fassung ist allerdings schon Anfang der 2010er-Jahre entstanden. Danach lag das Manuskript viele Jahre in einer Schublade. DSA selbst begleitet mich inzwischen seit mehr als 25 Jahren. Trotzdem hätte ich wahrscheinlich nie ernsthaft versucht, aus diesem alten Manuskript noch ein fertiges Buch zu machen, wenn nicht irgendwann zwei Dinge zusammengekommen wären:
Zum einen haben meine Kinder in mir den Wunsch geweckt, manche Dinge nicht nur anzufangen sondern tatsächlich zu Ende zu bringen. Zum anderen hat der Kurzfilm Eine Nacht in Tobrien meine Begeisterung für Aventurien und insbesondere für Tobrien nach vielen Jahren noch einmal ganz neu entfacht. Also habe ich das alte Manuskript wieder hervorgeholt.
Ganz ohne gemischte Gefühle ging das nicht. Einen Roman zu veröffentlichen fühlt sich für mich erstaunlich persönlich an – gerade wenn die Geschichte so lange nur einem selbst gehört hat. Die Namen der Toten ist inzwischen im Scriptorium Aventuris erschienen. Die Geschichte spielt 1040 BF in Tobrien, nach Krieg, Besatzung und Befreiung. Im Mittelpunkt steht dabei keine Heldengruppe und keine große Schlacht, sondern Alwine Tannert, eine Schreiberin, und die Frage, wie Menschen mit dem weiterleben, was der Krieg hinterlassen hat. Das trifft vermutlich auch ziemlich gut das, was mich an DSA-Geschichten besonders interessiert: die kleinen, menschlichen Geschichten innerhalb einer großen und komplexen Welt – und moralische Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt.
In diesem Fall also: Was geschieht mit den gewöhnlichen Menschen nach einem Krieg? Wie kehrt Alltag an einen Ort zurück, an dem so viel verloren gegangen ist? Was passiert, wenn Heimkehrer auf Menschen treffen, die längst in ihren Häusern leben? Und was ist eine alte Liste noch wert, wenn die Wirklichkeit längst eine andere geworden ist? Daraus ist ein eher bodenständiger, ruhiger und stellenweise düsterer DSA-Roman geworden, der möglichst nah an Aventurien und seiner Geschichte bleiben soll - wohlwissend hier ziemlich sicher nur eine Leser-Nische zu besetzen.
Ich habe die alte Fassung dabei bewusst nicht einfach durch einen völlig neuen Roman ersetzt. Natürlich wurde sie korrigiert, geprüft und an vielen Stellen überarbeitet – aber im Kern ist es noch immer die Geschichte, die ich damals erzählen wollte. Mit Dingen, die ich heute vielleicht anders machen würde, und vermutlich auch mit der einen oder anderen Schwäche eines Erstlingswerks. Und dem ein oder anderen Release-Chaos, aus dem ich viel für zukünftige Releases auf der Plattform gelernt habe. Aber letztendlich bin ich gerade deshalb gespannt darauf, wie die Geschichte bei anderen DSA-Spielern und -Lesern ankommt.
Falls jemand von euch also den Roman liest oder bereits hineingeschaut hat, freue ich mich sehr über Rückmeldungen und konstruktive Kritik. Es wird zwar nicht diesen oder die zwei kommenden Romane beeinflussen, da diese - wie auch auf der Produktseite bereits beschrieben - ebenfalls auf fertigen Manuskripten aus der vergangenen bzw. dieser Dekade basieren, aber es wird definitiv zukünftige Werke prägen - sofern ich noch die Zeit dafür finde ![]()
In diesem Sinne: Vielen Dank und viele Grüße
Marten