Um Missverständnissen vorzubeugen, solltest Du uns vielleicht ein paar Dinge über die Zielsetzung, die Du mit diesem Weltenbauprojekt verfolgst, erzählen: Willst Du das so schnell wie möglich an den Spieltisch bringen, soll das eine mit dem offiziellen Aventurien möglichst konforme Quellenpublikation werden oder womöglich sogar ein Roman? Bedenke aber bitte auch, dass das hier eine Diskussionsplattform der Community ist und alle an dieser Diskussion Teilnehmenden natürlich das Recht haben, den Faden in eine beliebige Richtung fortzuspinnen - letztlich dienen solche Posts ja auch Personen, die ähnliche Projekte verfolgen, als Quelle und Inspiration.
Mich würde vor allem interessieren, wie Du Dir das Spieltisch vorstellst? Du scheinst großen Wert darauf zu legen, dass sich die beiden Zeitlinien irgendwann trennen und legst großes Gewicht auf die Kontinuität (Agieren von Erzdämonen) und Diskontinuität (Rohal/Borbarad) von bestimmten Facetten des offiziellen Settings. Das klingt, als bräuchtest Du das offizielle Aventurien als eine Art Vergleichs- oder Kontrastfolie. Das würde (am Spieltisch) aber nur Sinn machen, wenn es SCs aus dem offiziellen Aventurien in Deine Globule verschlagen würde, denn dann würden sie früher oder später merken: "OMG, Rohal und Borbarad hat es hier nie gegeben!" In Kampagnenform könnte das portionsweise Enthüllen solcher Diskrepanzen dazu führen, dass sich die SCs überhaupt erst bewusst werden, dass sie in einer parallelen Realität gefangen (?) sind, was naturgemäß die Motivation freisetzen würde, nach Wegen zu suchen, um in das "eigentliche" Aventurien zurückzukehren.
Nur entstand bei mir der Eindruck (aber auch das kann ein Missverständnis sein), dass Du hier nicht nur eine Ausflugsglobule für Alrik Drachentöter & Co. erschaffen willst, sondern ein Setting, das SCs als ihre Heimat begreifen und dann natürlich vom offiziellen Aventurien und all den Dingen, die dort anders sind, überhaupt keine Ahnung haben. In diesem Fall ist es m.E. unnötig, sich über partikulare Lore-Diskrepanzen den Kopf zu zerbrechen bzw. in die Haare zu kriegen. Ob Pardona eine Zunge hat oder nicht, ob Erzdämonen dieses oder jenes können oder nicht, ob Rohal oder Borbarad existieren können etc. ist dann - auf Deutsch gesagt - Wurscht. Hier geht es um Lore, nicht um Spielmechaniken. Etwas überspitzt formuliert: Es gibt Regeln, die besagen, dass ein Angriff mit einer um zwei Distanzklassen zu kurzen Waffe nicht möglich ist. Es gibt aber keine Regeln, die besagen, dass Rohal oder Borbarad nicht existieren können bzw. existieren müssen. Es gibt lediglich Lore, dass in die eine oder andere Richtung interpretiert werden aber auch reinterpretiert werden kann (Retcon).