Welche spieldauer, wäre für mein Kartenspiel am besten?

  • Kartenspiele sollten ja nicht so komplex sein und nicht zu lange dauern.

    Aber wie seht ihr das, wenn ich es als brettspiel veröffentlichen würde? Ich habe nicht vor, konzept, design, mechaniken und dergleichen, auf grundlage des framings zu ändern, sondern lediglich, die kategorisierung, an meine ziele und wünsche anzupassen.

    Welche spieldauer, wäre also durchschnittlich, vertretbar und ab wann wäre es zu lang?


    Hintergrund der frage ist, das vor geraumer zeit, auf einen Discord für Magic the Gathering, gefragt wurde, ob mein kartenspiel nicht besser, in die brettspiel-zene passt und auf reddit wurde mir jetzt auch nochmal empfohlen, es nicht als TCG zu framen, sondern als deckbuilder.

    Dann steige ich gleich, auf ein "brettspiel mit deckbaukomponenten" um! ^^"

  • ICh glaube, dass solche überbegriffe heutzutage schwer noch zu grbauchen sind aufgrund der Fülle an angeboten. Ich habe als Blutiger anfänger mal über eine stunde eine einzige runde Yu-Gi-Oh!. gegen meinen bruder gespielt. (und fast über deck-tod gewonnen). Mau-Mau hingegen geht eine runde nur einige Minuten. Deckbuildinggames (die sowohl karten- als auch brettspiel als auch ne mischung sein können) sind idR länger angelegt. Letztlich musst du wissen, was du machen willst und versuchen das spiel um deine Vision drumrum zu bauen.

    TCG vs Deckbuilding ist btw keine Frage der Spielzeit...
    EDIT: für mich persönlich kann ich nur sagen, dass je komplexer ein spiel ist, desto längere Spieldauer nehme ich gerne in kauf. (eine einzige runde Mau-Mau 30 minuten. muss nicht Kampf um hogwarts den ganzen nachmittag spielen, gerne.)

    Eis ist nicht Tot, es ist Erinnerung.
    Eis will keine Starre, es will Geduld und Warten.
    Eis zerstört nicht, es bewahrt.
    Kälte bringt nicht Schmerz, sie sucht Stärke.
    Kälte ist nicht Leid, sie gebiert Hoffnung.
    Kälte fordert kein Leben, sie prüft es.
    Sein Zorn jedoch, so entfacht
    ist Tod, ist Starre, ist Zerstörung.

    Seine Strafe: Schmerz, Leid und Verderben

    33% Powergamer 38% Buttkicker 75%Tactican 33% Specialist 79% Method Actor 75% Storyteller 46% Casual Gamer

    Edited once, last by Killerpranke (June 2, 2026 at 2:58 PM).

  • Zu der Frage, welche Spieldauer als angenehm empfunden wird, gibt es Studien. Etwa:

    https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/10468781231189493

    Tabelle 3 deckt ein wenig von dem Input ab, den du hier suchst.

    Ich bin da gar nicht drinnen in dem Thema; wenn du selbst suchst findest du bestimmt weitere Quellen - auch das Literaturverzeichnis bietet sicherlich einen guten Einstieg.


    Grundsätzlich halte ich es insbesondere für wichtig, dass die Spielzeit zum Spiel passt. Ist es eher zufallsbasiert oder taktisch? Ist es gedacht einmal oder mehrmals gespielt zu werden? Eher tiefe Mechaniken oder Casual?

    Von einem Partyspiel erwarten Spielende schlicht auch etwas anders als von einem Strategiespiel. :)

    Mit der Lizenz zum Mähen.

  • Ist es eher zufallsbasiert oder taktisch?

    Schon mit viel zufall, welcher aber strategisch/taktisch eingesetzt werden kann, indem man überlegt, ob man das risiko eingeht oder nicht und das spiel bietet auch möglichkeiten, das glück im sinne von z.b. wahrscheinlichkeiten, zu manipulieren.

    Ist es gedacht einmal oder mehrmals gespielt zu werden?

    Auf grundlage der spiellänge, eher ein mal,... natürlich hat es einen hohen wiederspielwert, aber es wird wahrscheinlich, eher nicht mehrmals nacheinander gespielt.


    Eher tiefe Mechaniken oder Casual?

    Eher tiefe mechaniken. Ich würde es als sogenantes expertenspiel einordnen!