Ideen? u. Anregungen? Ausspielen Kontakt m. Großen Geist (Himmelswölfe)

  • Jetzt könnte es tatsächlich bald soweit sein, dass die Kaskju meiner Runde vor der Entscheidung steht, sich den
    Himmelswölfen vorstellen zu lassen um Hochschamanin zu werden.
    Ich hatte mal jene Stelle im Aventurischen Jahrbuch 1036 im Sinn, wo Mido - im Kontakt mit den Himmelswölfin
    zur Hochschamanen berufen wird. Das war dann aber nur genau so benannt, nichts weiter.
    Es ist nur von "grausamen Prüfungen" (wahrscheinlich in der Geisterwelt) die Rede!
    Genau da hakt es bei mir aber etwas! ?(

    Habt Ihr Ideen, was das für grausige Prüfungen sein könnten? =O
    Freue mich auf ein paar Vorschläge und danke Euch im Voraus:thumbsup:
    Vielleicht liest narjuko ja mit :whistling:
    PS Das Vademecum oder DSA5-Bände habe ich nicht, falls da inzwischen was genannt ist

  • Kannst Du ein bisschen über die Kaskju erzählen? Wie tickt sie so, warum ist sie abseits ihrer Sippe unterwegs, ist sie ein Wolfskind, was gibt es noh vielleicht Wichtiges oder Interessante über sie mitzuteilen?
    Ist einer oder mehrere der Himmelswölfe ihr näher als andere?
    Gibt es derzeitig eine laufende Kampagne oder ein anstehendes oder zukünftiges sehr wichtiges AB , dass für sie persönlich in einer Hinsicht (oder bestimmte Elemente oder Szenen) bedeutsam sein wird?
    Gibt es für sie persönlich wichtige Ziele, die zukünftig noch erfüllt werden sollen?

    Wo steht das mit den "grausamen" Prüfungen? Ich finde in WdZ : "Die Zeremonie ähnelt der ersten Initiation, ist aber stärker von der bereits entwickelten Persönlichkeit des Initianden geprägt." (S. 333)

    Diese Initiation ist "meist die Suche eines bestimmten Wolfsgeistes, um ihm Fleisch zu opfern, das Vertreiben des unruhigen Geistes eines ehemaligen Sippenmitgliedes, die Besänftigung von einem verärgerten Wolfsrudel oder ähnliches." ( WdZ , S. 335).

    Etwas "Grausames" kann ich mir auch gerade bei den Nivesen eigentlich nicht vorstellen (bei Trollzacker- oder Ferkina-Schamanan dagegen schon).

    An äußerem Umfeld gehören zu einer solchen Weihe
    -der richtige Platz/Ort (in der Wildnis, es sollte Wölfe in der Nähe geben, und für die Kaskju besondere Landschaftsmerkmale: z.B: "Mit viel Phantasie erkennen die Nivesen Abbilder von Menschen oder Tieren in der Natur. Besonders häufig gibt es natürlich Wolfsbäume, Wolfssteine und Wolfsseen." IBdN , S. 91)
    -entsprechende rituelle Atmosphäre schaffen was so im Kasten an Hilfsmitteln in WdZ , S. 335) steht
    -Freie Seelenfahrt (III) wirken
    -dann, in der Geisterwelt, kommt der Teil, für den einige spezifische Angaben über genau diese Schamanin helfen könnten. Da das Einvernehmen zwischen Menschen und Wölfen grundlegendes Glaubensziel ist, könnte das von einer (auch metaphorischen) Bedeutung sein (im Sinne, dass das, was sie da zu erleben meint, für etwas ganz anderes steht).
    (Während ich so etwas, was bei der ersten Initiation steht, für die Weihe zur Hochschamanin eigentlich zu banal finde.)

  • Hallo Schattenkatze!

    Kannst Du ein bisschen über die Kaskju erzählen? Wie tickt sie so, warum ist sie abseits ihrer Sippe unterwegs, ist sie ein Wolfskind, was gibt es noh vielleicht Wichtiges oder Interessante über sie mitzuteilen?

    Nun, es handelt sich natürlich um Kela aus meiner "Heldenzeit II": Eine nivesische Schamanin und Wolfskind. Die Kaskju hat aus einer impulsiven Entscheidung heraus ihren kleinen Stamm verlassen, um in der Ferne Verbündete im Kampf gegen Glorana zu finden.
    Inzwischen hat sie das JDF hinter sich gebracht (nochmals sorry für die Verspätung von Band2:(), und dies beileibe nicht in 2. oder 3. Reihe!
    Weltliche Prüfungen hat sie also mehr als zur Genüge bestanden. Letztlich geht es um eine letzte Absicherung ihrer "inneren Einstellung".
    Eine Szene habe ich dazu im Hinterkopf, aber auch nicht mehr, daher frage ich unbefangen.

    Wo steht das mit den "grausamen" Prüfungen?

    Korrigiere "blutige" Prüfungen: Das steht im Aventurischen Jahrbuch 1036 auf S.164. Dies irritiert mich aber auch.

    Ist einer oder mehrere der Himmelswölfe ihr näher als andere?

    Display Spoiler

    Ja, Graufang ist im Dämmerschlaf auf sie aufmerksam geworden! Das werden die anderen Himmelswölfe teiweise sehr skeptisch sehen.
    Mehr noch als das sie ja losgezogen ist und somit ihre (korrekter) Sippe verlassen hat.
    Vielleicht kommt während der Prüfung noch ein weiterer dazu?
    Letztlich würde das Himmelsrudel sie als Hochschamanin nicht zu einer Anführerin benennen (dazu ist Mido bestimmt), aber an derer Seite (oder im Hintergrund) zu "Fang und Kralle" - so wie es im Rudel auch verschiedene Aufgaben gibt.

    Gibt es derzeitig eine laufende Kampagne oder ein anstehendes oder zukünftiges sehr wichtiges AB , dass für sie persönlich in einer Hinsicht (oder bestimmte Elemente oder Szenen) bedeutsam sein wird?
    Gibt es für sie persönlich wichtige Ziele, die zukünftig noch erfüllt werden sollen?

    Ja, unmittelbar danach "Falscher Feind" aus Elfenfpfade als erste Aufgabe nach der Prüfung.
    Ihr Endziel ist ja der Kampf gegen Glorana.
    Persönliches SC-Finale sollte (ein wohl individuell sehr angepasstes) "Firuns Flüstern sein.

  • Die "blutigen Prüfungen" beziehen sich einzig auf die neue Hochschamanin der Nivesen, Mido, die Nachfolgerin von Kailäkinnen!
    Das diese anders geprüft wird, sieht man ja bereits, das nach Bitte um Beistand "bricht ein tosender Sturm über die Nivesenlande herein. Zwischen heulenden Wind und knurrenden Donner treten die Himmelswölfe selbst der jungen Shamanin gegenüber ..."

    Jassu! (freundliche Begrüßung auf Ithasos)

    Pflicht des Historikers: Das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.
    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.
    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Die "blutigen Prüfungen" beziehen sich einzig auf die neue Hochschamanin der Nivesen, Mido, die Nachfolgerin von Kailäkinnen!
    Das diese anders geprüft wird, sieht man ja bereits, das nach Bitte um Beistand "bricht ein tosender Sturm über die Nivesenlande herein. Zwischen heulenden Wind und knurrenden Donner treten die Himmelswölfe selbst der jungen Shamanin gegenüber ..."

    Natürlich wird es nicht ganz so heftig, soll aber auch beileibe nicht mit "Samtpfote" werden.

  • Bei Naturvölkern gibt es auch unblutige Prüfungen, trotzdem nicht ganz ungefährlich; entwder müssen sie allein ein Tier erledigen, mit nur natürlichen Waffen (u.a. Bogen), wochenlang ohne Nahrung in einer Höhle meditieren usw.
    Bein normalen Initationen wird Schmerzfähigkeitne häufig getesten, u.a. Zahnausschlagen, stundenlang in einem Ameisenhaufen ausharren, die Huas durchstechen lassen oder mit simplen Werkzeug Tattoos erhalten; das ist nur was mir gerade einfällt, sorry.

    Jassu! (freundliche Begrüßung auf Ithasos)

    Pflicht des Historikers: Das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.
    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.
    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Wenn Kampf gegen Glorana ihr persönliches großes Ziel ist und das im Spiel später bespielt werden soll, dann sollten die Wölfe (auch, weil sie Wolfskind ist), Himmelswolf/Himmelswölfe und dieses große Ziel (so Du als SL Dir da schon Gedanken zu gemacht hast) mit hinein.
    "Blutig" sehe ich es bei den Nivesen auch eher weniger, wobei natürlich ein Kampf gegen Glorana blutig sein wird und bislang auch war, metaphorisch wie tatsächlich.
    Wird Graufang bei euch wieder erwachen? Offiziell hat er es nur einmal zwischendurch getan.

    Ich stelle mir so eine Geistreise auch eher symbolisch und metaphorisch vor, als tatsächlich physisch. Nicht mit konkreten Bildern und Geschehnissen arbeiten, sondern mit solchen, die etwas interpretationsraum lassen und mehr Mystik transportieren.
    In so einer Traum- oder Geistwelt ist vieles möglich, was tatsächlich physikalisch nicht geht. Ähnlich wie in einem Traum haben Bilder tatsächlich oft andere Bedeutung als das, was man vor Augen hat und in einem Traum findet man das, was man träumt, oft selbstverständlich (und erst nach dem Aufwachen seltsam).
    Wenn die Kaskju da als Wölfin drin unterwegs ist, steht das dafür, dass sie ein Wolfskind ist, aber auch für ihren Bezug zu den Himmelswölfen, was Wölfe für Nivesen bedeuten und auch für das Raubtier, das sich auf eine Spur setzt, eine Beute zu jagen und (blutig) zu reißen zum Guten für das eigene Rudel.
    Die Beute müsste in der Geisterwelt ebenfalls verklausuliert/symbolträchtig dargestellt werden.
    Aber diese Beute muss erst gefunden werden, gejagt und überwunden und das geht nicht allein durch rohe Gewalt (ist eh nicht so nivesisch).

    So als ein paar erste Stichworte, die mir so ad hoc einfallen als mögliche Ansätze.

  • PS: Es gibt das Naturvolk NIVKHI, vielleicht läßt sich das was finden.

    Als Schamanin könnte ihre Aufgabe auch sein ihren "Seelenwolf" zu finden, und dazu muß sie bis zu einer Frsit alleine durch die Region reisen, darf nur bestimmte Ausrüstungen mitnehmen; muß also auch beweisen das sie alleine in der Wildnis überleben kann.

    Jassu! (freundliche Begrüßung auf Ithasos)

    Pflicht des Historikers: Das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.
    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.
    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Bei der Beschreibung muss ich an das schöne Spiel "King of Dragon Pass" denken, bei dem Visionsquesten auch eine sehr große Rolle spielen (und das auf dem TTRPG RuneQuest beruht?).

    Basierend darauf ein paar Überlegungen:

    1. Besteht die Möglichkeit des Scheiterns? Ist es gesetzt, dass die Kaskju die Hochschamanin wird oder kann sie scheitern? Falls ja, mit tödlichem oder doch einschneidenden Ausgang (Verstümmelung, dauerhafter Verlust von Fähigkeiten oder Sinnen, Ausstoßung aus dem Volk?). Und falls ja, besteht die Möglichkeit, allein aufgrund der Spielmechanik (schlechte Würfelwürfe) zu scheitern oder wäre es ein narratives Scheitern (Aufgaben/Rätsel nicht gelöst, die Wölfe nicht von der eigenen Würdigkeit überzeugt)?

    2. Vorbereitungen und Prüfungen. Als Hochschamanin des Stammes oder des Volkes muss die Kaskju natürlich Rückhalt im Stamm/Volk finden. Das heißt, erst einmal Anhänger finden, die sie in ihrem Anspruch auf die Hochschamanenwürde unterstützen. Die können ihr mit guten Ratschlägen, Einblicke in die geheimen Mythen und KRAFT (=ASP) unterstützen. Je nach Zahl der gesammelten Anhänger könnte die Kaskju einen Bonus auf ihre Probenwürfe bekommen, sei es, dass ihr Schamanen als Geistergefährten zur Seite stehen, sei es, dass die Gebete und Gesänge des Volkes die Himmelswölfe erreichen und ihr in der Geisterwelt den Weg zeigen ("Folge dem Klang der Trommeln"). Ich glaube mich zu entsinnen, dass gewisse sibirische Schamanen Fliegenpilz gegessen haben und ihre Anhänger dann ihren Urin getrunken haben, in dem die halluzinogene Wirkung zwar noch vorhanden war, das Gift des Fliegenpilzes aber weitgehend herausgefiltert war. Das schamanische Ritual also nicht als etwas, was in der Abgeschiedenheit stattfindet, sondern etwas, woran das ganze Volk (plus Verbündete, die natürlich initiiert werden mussten) teilnimmt. Dadurch könnten auch die anderen Charaktere etwas zu tun bekommen, in dem sie den Tanz der Stammesgemeinschaft anführen oder zumindest die Tänzer ermuten, weiter durchzuhalten, einspringen, um die Trommeln zu schlagen, wenn einer der Trommler ohnmächtig wird, etc.

    Im ersten Schritt müsste sich die Kaskju also vor dem Stamm/dem Volk als würdig erweisen, die bestehenden Schamanen, Häuptlinge, Hirten und Jäger mit ihrem Wissen, ihren Fähigkeiten, ihrem Können und ihrer Persönlichkeit beeindrucken.

    3. Die Geisterwelt. Die Prüfung selber würde wohl in der Geisterwelt stattfinden, vielleicht geführt durch einen Psychopomp, vielleicht muss sie aus eigener Kraft dorthin finden. In Bezug auf "King of Dragon Pass" und "grausame Prüfungen" könnte ich mir vorstellen, dass die Kaskju in der Geisterwelt zerissen wird und sich selbst neu zusammensetzen muss (geleitet vom Klang der Trommeln?). Da drei eine klassische magische Zahl ist, vielleicht wird sie dreimal zerissen, zerstoßen, zermalmt, zermahlen und muss sich (unter Qualen) dreimal neu zusammensetzen, wobei sie immer mehr von einem Menschen zu einem Wolf wird.

    Und/oder, was verlangen Wölfe von einem Anführer? Was verlangen die Geister? Respekt. Stärke. Verständnis. Verehrung. Wer als Hochschamane dem Volk dienen will, muss das Volk schützen können (gegen böse Geister und Dämonen), muss das Volk führen können (als Anführerin eines Rudels), muss das Volk ernähren können (als Jägerin und als Beute). Der Kaskju könnte abverlangt werden, als Wölfin Jagd auf Karene zu machen, entweder alleine oder im Rudel. Und um die großen Geister der Karene zu verstehen und zu besänftigen, muss sie als Karen Jagd auf sich machen lassen. Als Wölfin muss sie jagen und töten, als Karen muss sie fliehen und sich zerreißen lassen. Scheitert sie bei einer dieser Prüfungen, hat sie ihren Anspruch verwirkt. Erfolge bei der einen Prüfung könnten als Mali oder Boni bei der anderen Prüfung verrechnet werden (je einfacher die Jagd ist, desto grausamer wird das Zerissen werden).

    Andere Prüfungen könnten ein Kampf gegen einen Dämon in der Geisterwelt sein (ob als Mensch oder als Wolf, ob allein oder als Anführerin). Und natürlich, den Weg aus der Geisterwelt herausfinden und sich nicht in der Geisterwelt verirren und immer tiefer hinein und hinein geraten.

    Und um Geister und Menschen zu versöhnen, vielleicht steht sie als Wolf irgendwann sich selbst als Mensch gegenüber (ohne sich zu erkennen?) und muss gegen sich selbst kämpfen (sprich, der Mensch greift den Wolf an), nur um zu erkennen, dass der Kampf sinnlos ist und Wolf und Mensch sich vereinigen müssen. (Meine Spieler neigen dazu, sich auf den Kampf zu fokussieren, sobald die Worte "Initiative bitte!" erklingen; kann also mehrere Kampfrunden dauern, bis die Wölfin erkennt, wen sie vor sich hat.) Die Proben für die Kaskju (Mensch) könnte in der Zeit ja ein anderer Spieler würfeln?

    4. Mechanik. Wölfe sind (in meinen Augen) einfach und geradlinig. Ich würde Proben auf Eigenschaften verlangen, nicht auf Talente. MU um anzuführen, KL um den richtigen Weg zu erkennen, IN um den richtigen Zeitpunkt für den Sprung zu spüren, KK um die Beute zu reißen, KO um die Qualen zu erdulden, etc. Oder vielleicht als Mensch Proben auf Talente würfeln (Ritualkenntnis, Sagen und Legenden, Orientierung, Fährtensuchen, Selbstbeherrschung, etc.) und je mehr sie zum Wolf auf Eigenschaftsproben umsteigen, vom komplexen, menschlichen zum urtümlichen, tierischen. Und nach der Synthese vielleicht wieder erlauben, Proben auf Talente zu würfeln, um den Himmelswölfen zu zeigen, welche Fähigkeiten die Menschen an den Tisch bringen.

    Das Problem bei vielen Proben ist halt, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, an der Mechanik zu scheitern, falls die Würfel schlecht fallen. Daher vielleicht erlauben, das die Anhänger einen Pool an Erleichterungen einbringen (5 Bonuspunkte pro 10 Anhänger oder so), aus denen Boni frei auf die Proben verteilt werden dürfen, bis der Pool erschöpft ist. Oder bis die Anhänger erschöpft sind und aus dem Ritual ausscheiden.


    Das wären jedenfalls meine Gedanken zu dem Thema, vielleicht ist was brauchbares für euch dabei.

    Kommunizieren allein reicht nicht - man muss auch verstanden werden.

  • Als Hochschamanin des Stammes oder des Volkes muss die Kaskju natürlich Rückhalt im Stamm/Volk finden. Das heißt, erst einmal Anhänger finden, die sie in ihrem Anspruch auf die Hochschamanenwürde unterstützen.

    Hochschamane zu werden ist so etwas wie die zweite Weihe bei Geweihten zu erfahren (in diesem Fall mit auch deutlicher regeltechnischer Auswirkung). Ich sehe da eher eine Sache der Berufung, des eigenen bereit fühlens, dass ein älterer Schamane das ebenso empfindet, eine persönliche Weiterentwicklung im eigenen Sein und Wollen, und nicht als Frage des Rückhalts und der Meinung anderer. Die Aufgaben sind, ob Hochschamanin oder nicht, für die Sippe unverändert.

    vielleicht geführt durch einen Psychopomp, vielleicht muss sie aus eigener Kraft dorthin finden.

    Es gibt genau dafür, um in die Geisterwelt zu gelangen, in allen schamanischen Kulturen das Ritual "Freise Seelenfahrt (ist Grad III), mit ein Schamane üblicherweise für sich selber den Weg in die Geisterwelt eröffnet (nur bei nicht-Schamane muss dafür ein Schamane her, z.B. bei den Gjalsker Tierkriegern, wenn die für neue Rituale Kontakt mit ihrem Odûn in der Geisterwelt aufnehmen sollen, die kommen da nicht ohne das Ritual hin).

    Das mit den Proben kann man machen, tatsächlich würde ich bei einem solch mystischen Erlebnis eher auf Proben verzichten (und auf Attributs-Proben ohnehin nach Möglichkeit immer, wenn es auch Talent-Proben gibt. Zumal Wölfe besonders schlechte Attribute im Vergleich zur menschlichen Gestalt haben und noch mal besonders eines sehr AP-starken Menschen. Alle Attribute sind für sie auch nicht angegeben).

  • Habt Ihr Ideen, was das für grausige Prüfungen sein könnten? =O
    Freue mich auf ein paar Vorschläge und danke Euch im Voraus:thumbsup:
    Vielleicht liest narjuko ja mit :whistling:
    PS Das Vademecum oder DSA5-Bände habe ich nicht, falls da inzwischen was genannt ist

    Hallo Tharex,

    ich denke nicht, dass es immer grausige Prüfungen sein müssen, herausfordernd aber, sowohl mental als auch körperlich, wird der Kontakt mit dem Großen Geist und die Initiation zum Hochschamanen auf jeden Fall sein. Im Vademecum der Himmelswölfe hat der Ingame-Autor dazu ausgeführt, dass ein Schamane über einen längeren Zeitraum die Zeichen seine Götter richtig deuten muss, um an den richtigen Ort geleitet zu werden. Dort wartet dann die finale Prüfung auf ihn oder sie. Diese sollte Entbehrungen im Diesseits und die Konfrontation mit mächtigen Geistern im Nivaleiken beinhalten. Im Falle Midos habe ich dazu sie selbst sprechen lassen:

    »Vor meinem Mentor kniete ich nieder und bat ihn, nicht zu gehen. Es war nicht mein Begehr, ihm nachzufolgen, weder im Leben noch im Tod. Doch Kailäkinnen lächelte nur, und mit seinen letzten Atemzügen bat er die Manikku, mir beizustehen. Da erklang Donner über Korakuri, und der Wind wehte die Tränen fort. Das Himmlische Paar war heruntergestiegen und wies mir den Weg.«
    —Mido von den Toivoa-Leddu

    Was genau ihre Prüfung noch beinhaltete, habe ich nicht weiter ausgeführt. Was die Himmelswölfe aber von ihr verlangten, war letztlich der eigenen Ambition zu entsagen und Kailäkinnens Tod zu akzeptieren. So erst öffnete sich ihr der Weg aus dem Sturm und zur Position der Hochschamanin.

    Das Vademecum hat folgendes noch neu gesetzt:
    Einen besonderen Titel tragen Hochschamanen nicht, sie dürfen aber ihrem Namen eine Silbe anfügen, die ihnen von den Himmelswölfen selbst offenbart wurde. Aus Bescheidenheit verzichten die Glaubensführer der Nivesen im Alltag darauf, sie zu führen, und tun dies nur im Nivaleiken.

    Edited once, last by narjuko (September 8, 2025 at 10:16 PM).

  • Ich finde die Geisterwelt in DSA relativ schwer nachzuvollziehen. Ich spiele Momentan relativ viel Runequest, und das System ist von einem praktizierenden Schamanen geschrieben worden :thumbsup:
    In dem Faden gibt es ein paar gute Ideen, sind halt von einem anderen System:

    Link BRP: https://basicroleplaying.org/topic/7955-im-…-spirit-travel/

    • Um Die Himmelswölfe zu kontaktieren muss man in deren Teil der Geisterwelt reisen
    • D.h. ein Schamane sollte sich relativ gut in der Geisterwelt auskennen und die Pfade und Gefahren auf dem Weg dorthin kennen
    • Eventuell kann man auf der anderen Seite auch einen Geist rufen (oder mehrere) und überreden, als Füherer zu fungieren
    • Ahnengeister oder den Himmelswöflen/Nivesnstämmen freundlich gestimmte Geister bieten sich dafür an (und verlangen evtl einen Preis dafür)
    • Pforten von einem Teil der Geisterwelt zur anderen sind häufig bewacht, und generell ist die Geisteerwelt ein komischer Ort mit vielen Gefahren
    • Um die Himmelswölfe soweit zu verstehen muss man ein Teil von ihnen werden - warum nicht in der Gestalt einiger der Himmelswöfle deren Struggels und Leid nachempfinden. Folge der Geschichte und sei bereit, wenn das, was du siehst, eventuell vom Kanon deiner Vorstellung abweicht.
    • So eine Queste sollte immer dazu führen, dass ein Teil von dir vernichtet wird, damit du "neu" geboren werden kannst - und verändert zurückkehrst


    Along the shore the cloud waves break,
    The twin suns sink behind the lake,
    The shadows lengthen
    In Carcosa.