(Meta) Das Fehlen elfischer Traditionsartefakte

  • Sanyasala Feyiama, bian bha la da'in.

    Ich wollte etwas Verwunderung zum Ausdruck bringen, und nachfühlen, ob vielleicht jemand eine Idee hat wie es dazu kommt, dass die Elfen die einzige Zaubertradition sind die an und für sich keine Traditionsartefakte haben.
    Zumindest keine primären, oder, wie fast alle andere Zaubertraditionen, sekundäre oder gar tertiäre. Elfen haben natürlich das berühmte mindere Traditionsartefakt, das iama, dass aber in der Praxis rein für's Rollenspiel ist. Für die andere einzig elfische "Fähigkeit", die Zauberlieder, ist es nicht von Nöten. Anders als andere mindere Traditionsartefakte, wie hexisches Fluggerät oder Zauberstecken (Zauberschale sei hier außen vor, Gildenmagier sind bei den Artefakten eh mit Abstand am gesegnetsten), kann das iama an und für sich... nichts. Wir lernen damals in "In Licht und Traum", dass Elfen sich fühlen als hätten sie einen guten Freund verloren (was sich ja auch im Wort findet), sollte dem iama etwas passieren. Tatsächlich spiegeln sich aber weder Funktion, noch Auswirkungen des iama irgendwo wieder, singen scheint für den abenteuerlustigen Elfen durchaus ausreichend (und auch nur aus Rollenspielgründen, da Zauberlieder einzeln gelernt werden).
    Es ist doch seltsam, dass hier keinerlei Kodifizierung von typischen Artefakten stattgefunden zu haben scheint, in all den Jahrtausenden großer Elfenreiche und -städte und dann zurückgezogener Kommunen.
    Das ist auch nicht neu, wenn ich mich recht erinnere - ohne jetzt alle meine DSA2 Bücher herauszukramen, war damals eigentlich nur der Zauberstab der Gildenmagier erwähnt, eventuell der Obsidiandolch der Druiden, wobei ich mich nicht erinnern könnte, ob es da Werte dazu gab.
    Dabei gäbe es einen Kandidaten für ein primäres Traditionsartefakt, welcher einem gerade ins Auge springt - den yara. Der Elfenbogen ist so sehr Teil der Kultur und des täglichen Elfenlebens, dass es sogar im Mittelreich ein Spezialedikt von Murak-Horas persönlich gibt, welches besuchenden Elfen erlaubt den yara auch in Städten mit Waffenverbot bei sich zu behalten. Vom yara getrennt zu sein, ist in den Beschreibungen oft fast genauso traumatisch wie der Verlust des iama.
    Und natürlich ist das nicht der einzige typisch elfische Gegenstand, der sich als Traditionsartefakt anbietet (Elfenmäntel und -schuhe, z.B.) - ich bin nur gerade dabei mir einen yara aus exotischem Material zu fertigen, und da kommt man ins Ruminieren, wenn man mit einem Graumagier durch die Gegend zieht der darüber nachdenkt seinen Magierstab um eine Magierkugel zu erweitern. ;)

    Von Aventurien abehoben, würde ich kurz gerne auf die Traditionsartefakte als Spieler-Motivator schaun - Da wohl kaum ein Zauberkundiger bei der Charaktergenerierung ein "voll gefülltes" Traditionsartefakt machen wird, allein weil die AP eh schon knapp sind wenn man den Weg der Magie wählt, bieten Volumenpunkte und (multiple) Traditionsartefakte einen offensichtlichen Verbesserungspfad für einen essentiellen, magischen Gegenstand, mit dem der Zauberwirkende im Laufe seiner Abenteuer kompetenter wird indem er AP /pAsP für die Stärkung des Artefakts ausgibt. Oft sind das Fähigkeiten die rollenspielerisch interessant sind, oder einen Nutzen im täglichen Abenteurerleben bieten. Und sogar Artefakte wie das Bannschwert, welches direkt für den Kampf ausgelegt ist (und ein paar die da durchaus auch sonst ihren Teil beisteuern können).
    Die Elfen haben hier eigentlich nur die Zauberlieder (jedes mit eigenen Fertigkeitswerten), von denen die meisten ... sagen wir mal freundlich "sehr situationsbedingt" sind. Nicht dass sie durch die Bank schlecht wären, aber knapp über ein Duzend traditionsspezifische Magiegesänge scheinen etwas karg für eine Rasse die so eng mit der Magie verbunden ist, und eine lange Geschichte der magischen Wunderschaffung hat, speziell wenn jedes einzelne der oft 3 Traditionsartefakte ein gutes Duzend Zauberoptionen aufweist.

    Für mich mit meinem Bogen wird's wohl Richtung Artefaktverzauberung gehen, was eine Lawine an AP und pAsP braucht, vermutlich eine Sippe, die mir mit ihrem mandra aushilft, und natürlich nicht zuletzt eine der sieben Formeln der Zeit (sic). ;)
    Während die Elfen vergangener (Hoch)Zeiten einige der mächtigsten Artefakte Deres geschaffen haben, ist Artefaktverzauberung ausgesprochen schwierig für DSA5 Spielercharaktere, was immer etwas an dem klassischen D&D /DSA Problem anzuecken scheint - Wir wollen ein geerdeteres Rollenspiel, eine Welt in der nicht jeder dritte gefundene Ausrüstungsgegenstand ein immer mehr verzaubertes Artefakt sein muss, um mit dem CR mithalten zu können, und auf der anderen Seite müssen auch wir uns mit Dämonen, Untoten und Drachen herumschlagen, die normale Waffen so gut wie gar nicht tangieren. Und im Hintergrund die Redaktion, die doch gerne ihre High-Fantasy-Artefakte hat um Plot vorwärtszutreiben, McGuffin der Woche zu sein, oder weil es einfach cool sein kann.

    Was meint ihr, gibt es aventurische oder redaktionelle Gründe, warum die Elfen keine Traditionsartefakte nutzen/kriegen? Ich sehe ein paar Möglichkeiten;
    1) Würde es von dem grundmagischen Wesen der Elfen nehmen, wenn sie einen Teil ihrer selbst in ein Traditionsartefakt bannen? Wäre etwas verwunderlich, nachdem sie das Volk sind, dass fliegende Schiffe geschaffen hat....
    2) Vielleicht der Versuch, alles mehr auf die Musik der Seele zurückzuführen, daher keine Artefakte, sondern lieber Zauberlieder? Dann wären eventuell ein paar mehr Melodien nicht schlecht, die den Alltag der Elfen unterstützen und nicht AP /AsP-Ruin verheißen? Basierend auf Singen/Musizieren, statt jedes einzeln steigern zu müssen? Im Fluff nutzen die Elfen mandra so einfach wie atmen, aus Spiel-sicht haben sie dazu einfach keinen groß genugen AsP-Pool, um einfach kulturell bei jedem Treffen einen bian bha la da'in zu zaubern...
    Mir ist schon klar, dass es schwierig ist, den Spieler-Elf mit dem mythischen Elf zu vergleichen, speziell wenn man immer mit Power-Gamern am Tisch rechnen muss (in gut ausgeglichenen Gruppen kann man ja alles hausregeln), aber kleine "Alltagszauber" wären sicher drin.
    3) Oder soll der "moderne" Elf vom Hochelfen abgetrennt werden, die "Verweltlichung" von mandra bei den Altforderen zurückgelassen werden, und stattdessen wieder "natürlich" gezaubert, also gesungen und Magie gewebt werden? Dann wäre eher erneut die Frage, ob der Liederschatz der Elfen nicht etwas ausgeweitet werden sollte, um die Jahrtausende an lebendem Wissen und natürlichem Umgang mit der Magie darzustellen - oder machert' es nicht genauso Sinn, dass alles was ein Elf über mehrere Jahrzehnte ständig bei sich trägt nicht so und so magisch "getränkt" wird (allen voran wohl iama und yara...), und dadurch unterbewusst zu einem Traditionsartefakt wird?

    Würd' mich interessieren, wie ihr das Thema seht.


    P.S.: So, nachdem ich mich jetzt eh schon so reingesteigert hab', im Anhang noch ein paar Vorschläge für elfische Traditionsartefakte, einfach zur Gaude, mit einem Blick auf Gildenmagier, Hexen, Goblinschamaninnen, Schelme, Scharlatane, Geoden, Animisten, Kristallomanten, Zauberbarden, und Zaubertänzer. Version 0.1, also einfach mal die ersten Ideen an die Wand geworfen.
    Gerne für Kritik zu haben.

    (nachdem die Datei zu groß für einen Dateianhang ist, und ich sie wohl nur im reinen Textformat unter 125kB bringen würde, kommt hier der Link hin, sobald er unter "Downloads" von den Mods freigeschalten wurde.)

    Edited 2 times, last by Sepiida (May 16, 2025 at 10:38 PM).

  • DSA-historisch war der Zauberstab stets das Zaubererartefakt. Vulkanglasdolch, Schale bzw. Kessel, Ring, Animistenwaffen u.a. rück(t)en langsam nach, aber die Nützlichkeit des Stabes sollen und werden sie wohl auch in DSA5 nicht erreichen. Trotzdem feiere ich, dass in DSA5 jeder Tradition ein Traditionsartefakt und jeder Kirche ein Zeremonialgegenstand auf den Leib geschrieben wurde. Fast jeder - denn in der Tat ist die Zauberstablosigkeit der Elfen damit eher zum Sonderfall mutiert.

    Ich finde das richtig.

    Das Traditionsartefakt der Elfen sind sie selbst. In dieser oder jener Situation wäre doch ein wenig magische Hilfe sinnvoll - das ist für mich das Selbstverständnis der Elfenmagie schlechthin. Und wenn man es so betrachtet, sind sie das flexibelste Traditionsartefakt überhaupt. Das muss auch. Denn während Magier, Druide, Hexe nicht nur eine Tradition sondern auch zugleich einen Beruf darstellen, können Elfen noch alles mögliche sein. Ein Bogen als Traditionsartefakt kann für sehr viele Mitglieder der elfischen Gesellschaft einfach ziemlich sinnlos sein, weil der eben wahrscheinlich nur kämpfen und jagen kann. Während man wohl zustimmen würde, dass Musik omnipresent in der Gesellschaft ist, trifft das aufs Jagen und Kämpfen wohl kaum zu; da unterscheidet sie (die elfische Gesellschaft) sich wohl ein bisschen von der generischen Heldengruppe. Die-mit-den-Ranken-spielt, der-mit-dem-Wolft-tanzt, die-über-die-Wipfel-springt, der-mit-den-Händen-salbt... sind alle mit einem tollen Zauberbogen etwas fehlbeglückt. Klar: der-mit-den-Telor-pirscht und die-über-das-Karst-wacht fänden darin eine perfekte Ergänzung (s.a. Animistenwaffe), aber genau dafür gibt es doch die Zauber, die elfischen und die ursprünglich elfischen: ARMATRUTZ, BLITZ, AXXELERATUS, [*]LEIB, CHAMAELIONI, KÄMPFERHERZ, [*]PFEIL, EXPOSAMI, FALKENAUGE, FULMINICTUS, LUNGE DES LEVIATHAN, STANDFEST, SPURLOS machen unter subtilem (oder DONNERKEIL minder subtilem) Magieeinsatz den elfischen Kämpfer & Jäger tendenziell überlegen; welches BUFF-Anliegen, wäre aus diesem Portfolio nicht bedient?

    "Würde nicht eine etliche Epochen alte magische Kultur solche Artefakte am ehesten entwickelt haben?" möchte ich beantworten mit der Gegenfrage: würde nicht eine Jahrtausende alte magische Kultur die Abhängigkeit von Artefakten gerade abgeschafft haben? In diesem Sinne meine ich, dass Elfen ihre Magie so optimiert haben, dass sie ihnen - und zwar jeder und jedem! - ohne irgend einen Fetisch [Stock, Kessel, Kugel, Kappe] jederzeit zur Verfügung steht.

    Und das bringt mich schließlich zum gamistischen Ende der Diskussion: Elfen sind bei vielen Betrachtern und Spielern sowieso schon ein bisschen drüber, arrogant, besser-in-allem weil sie es wirklich sind. Resp. sein sollten. Und zwar wegen ihrer Magie und ihrer ungeheuren Lebensspanne. Eigentlich passen Elfen deshalb gar nicht in eine Spielrunde, deren Mitglieder auf gleichem Level stehen sollen. Ein Spieler muss dafür schon unsagbar viele AP investieren. Es ist kein unangemessener Elfen-nerv, dass ihnen obendrein machtvolle Artefakte versagt blieben.

    Fehlt einem ein das-mir-um-den-Hals-hängt erzählerisch, ist dem mit Artefaktmagie doch leicht abgeholfen: ARCANOVI steht auch den Elfen zur Verfügung. Und eines von den 400+ Jahre alten Geschwistern z.B. wird einem NSC oder einer Heldin (in diesem Vorschlag für 29AP) wohl ein persönliches Artefakt erschaffen (haben) können.... Das finde ich dann auch noch besser, als wenn in einer Elfensippe alle-wirklich-alle mit einem Zauberfüllhorn-am-Gürtel herumlaufen. Und wenn sie unterschiedliche Traditionsartefakte hätten... - wären es ja eigentlich keine Traditions-Artefakte mehr.
    :zwerghautelf:

  • (Übersetzt aus dem Elfischen)

    Es ist wohl typisch für Rosenohren, in solch gegenständlichen Kategorien zu denken. Schon der Begriff Traditionsartefakt zeugt von einer ungesunden Fixierung auf Besitz. Auch die Erwähnung von iama und yara weist auf ein fehlendes Verständnis des Elf-Seins hin. Das iama ist das Seeleninstrument, eine Erweiterung des Selbst, und Gleiches gilt für die Seelenwaffe.

    Daher kann ich meinem Vorredner nur zustimmen: Das mandra ist Teil der Aus-dem-Licht-Getretenen: einen Teil davon abzugeben, um diesen in einen toten Gegenstand zu binden, ist ein vollkommen unelfischer Gedanke.

    ___

    Scherz beiseite: Nein, ich widerspreche dem Fadentitel: elfische Traditionsartefakte fehlen im Spiel nicht. Es spricht nichts gegen Einzelstücke, welche die Elfengesellschaft amüsant oder nützlich findet, und die auch den Weg in Spielerhände finden dürfen - aber nicht als Regelmäßigkeit. Kein Spieler mit Elfen-Held muss sich unvollständig fühlen oder sich Gedanken machen, wo er die AP für so eine nachträgliche Regelanpassung herbekommt.

    Ich empfehle: Zurücktreten und versuchen, elfisch zu denken. Ich bin Magie, ich bin eins mit der Natur, ich brauche keinen Besitz.

    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort!

  • Das iama ist das Seeleninstrument, eine Erweiterung des Selbst, und Gleiches gilt für die Seelenwaffe.

    Vom Hintergrund her spürt der Elf eine Verbindung die eben nicht da ist. Der Seelenlink zeichnet gerade Traditionsartefakte aus (Teil des Selbst und kein unbelebtes Objekt mehr). Ein Elf braucht so eine persönliche Schmusedecke eher als jeder andere Zauberkundige. Gerade verbindende Funktionen, die ferne Mitglieder an ihrer Sippe teilhaben lässt, wären in meinen Augen äußerst erstrebenswert für Elfen (also Möglichkeiten weit über Sorgenlied und Co. hinaus).

    Was sind Traditionartefakte?

    Extrem effektive und nützliche Helfer mit lächerlich geringen AE Kosten und großer Flexibilität. Für den im Überfluss lebenden almadanischen Obstbauern mag ein Artefakt zum Manipulieren seiner Passion noch ein überflüssiger Luxus sein, aber spätestens in der lebensfeindlichen und von ständiger Knappheit beherrschten Welt des ewigen Eises wäre so eine "überflüssige" Sache ein Lebensretter ganzer Sippen.

    Es ist keinesfalls so, dass Elfen kein Traditionsartefakt brauchen, sondern in der Zeit, in der sie es gebraucht hätten (nach dem Fall der Hochelfen), waren sie schon so verkümmert, dass ihnen vermutlich schlicht die magischen Fähigkeiten gefehlt haben, um so ein mächtiges Gerät zu entwickeln.

    Sicherlich ist der Bedarf nicht bei allen Elfenvölkern gleich, aber zumindest bei den Firnelfen ist das Fehlen einfach ein Verlust fürs ganze Volk. Aber auch für bedrängte Sippen wären Traditionsartefakte ein entscheidender Vorteil im Kampf gegen den Untergang.

    Allgemein würde ein Traditionsartefakt, dass "extrem effizient" ist sogar genau zur elfischen Magie passen, die bekannt doppelt so effektiv wie die anderer Zauberer ist. Das man das auf die Spitze getrieben hat, um keinen Atem zu verschwenden ist durchaus nachvollziehbar. Meisterliche Nachhaltigkeit, die zu maximaler Harmonie führt so zu sagen.

    Brauchen die Elfen ein aus Sicht des Regelwerks ein Traditionsartefakt?

    Aus Gründen der Balance wäre es allemal passend (da jeder Schlumpf inzwischen so ein Teil hat, selbst lächerliche Zauberer wie die Scharlatane). Elfen würden dadurch aber noch besser und könnten vielleicht sogar die Magier als Platzhirsche vom Thron stoßen. Letztendlich käme es wohl einzig auf die Art des Artefakts und den "Powerlevel" des Traditionsartefaktes an, ob es mit der Balance passt.

    Obwohl sehr viel für elfische Traditionsartefakte spricht, finde ich es völlig in Ordnung, dass sie keine haben. In ihrer Hochzeit haben sie das nicht gebraucht und deshalb auch nicht entwickelt. Danach hätte man sie gebraucht, aber die Zeit war vertan. Die Traditionlosigkeit als Strafe ihrer Geschichte, passt für mich. Sollten doch irgendwann noch offiziell Artefakte für Elfen kommen, sei es eben so. Meuchlerhelden, Zauberbarden usw. sollte es schließlich auch nie geben und doch sind sie inzwischen da.

    Wichtig wäre mir vor allem, dass es gut zu den Elfen und ihrem Leben passt. Gerade in den Bereichen "magische Facetime" und "stay connected" sehe ich durchaus eine Berechtigung für so ein Artefakt. So kann auch der Späher mit seiner Sippe verbunden bleiben und natürlich auch die Sippe mit ihren Mitgliedern, die nicht bei ihnen sein können, um das Überleben zu sichern. Artefakte nach Völkern, fände ich dabei sehr viel Besser als nach "Professionen". Also beispielsweise kein Bogen für den Krieger und einen Hammer für den Former, sondern eher ein Überlebensartefakt für alle Firnelfen, etwas mit Wasser für die Auelfen etc. - ein magisches Surfbrett, mit dem sie durch die Auenlandschaften jetten? Warum nicht. ;)

  • So kann man's auch sehen. :)


    Eines spricht auf jeden Fall dagegen, so etwas nachträglich einzuführen: Ein Traditionsartefakt hat eine Tradition - das müsste es seit (elfischen!) Generationen geben, und das ist eben nicht so.

    Das nötige heftige Retconning wäre ein Schlag ins Gesicht all derer, die schon lange ihren Elfenhelden führen. Für eine private Spielrunde ohne Austausch völlig okay, aber als Teil der offiziellen, lebendigen Spielwelt ist das für mich undenkbar.

    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort!

  • x76 Was Sippen für das Salamandra erschaffen, ist aber nicht das, was der-in-die-Ferne-zog für sich erschafft!

    Eines spricht auf jeden Fall dagegen, so etwas nachträglich einzuführen: Ein Traditionsartefakt hat eine Tradition - das müsste es seit (elfischen!) Generationen geben, und das ist eben nicht so. Das nötige heftige Retconning wäre ein Schlag ins Gesicht all derer, die schon lange ihren Elfenhelden führen. Für eine private Spielrunde ohne Austausch völlig okay, aber als Teil der offiziellen, lebendigen Spielwelt ist das für mich undenkbar.

    Da sähe ich nun wiederum überhaupt kein Problem... ui, das gefällt mir sogar gar nicht, dieses "hach, all mein bisheriges DSA-Spielen ist ad absurdum geführt!"
    Regeln ändern sich, und die Lore kann man nicht oder behutsam oder brachial hinbiegen. Das ist doch blitzschnell Schnee von gestern.
    Irgendwo, wohl noch nahe bei brachial läge ein Reisebericht in die tiefen lichtweltnahen Wälder und ein überraschtes: "Huch, die haben ja regelrechte Polyidentitäre Fernzauberfoki, und die meisten Elfen aus den inneren Sippen tragen sogar einen assoziierten Außenstellenzweig bei sich... das haben wir ja noch nie gewusst!" (Bislang dachten wir es handelte sich um eine Zauberformel UNITATIO, oder ist dies eine Sonderfertigkeit, über die nun alle Traditionen verfügen, um einen Gesangszirkel SALASANDRA... na, wer durchschaut schon die Elfenmagie?!)

    Mich störte am ehesten, dass in einer Sippe X dann doch wohl alle Mitglieder das Artefakt Ax bei sich trügen.
    (Vielleicht sind es doch lustige bunte Zipfelmützen...)

    Warten wir mal auf den Elfen-Band - da muss ja eines Tages auch noch irgend etwas neu sein :*

  • Was Sippen für das Salamandra erschaffen, ist aber nicht das, was der-in-die-Ferne-zog für sich erschafft!

    Genau - gegen Einzelstücke spricht nichts. Das ist halt nur nicht der Standard.

    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort!

  • Danke für's mitdiskutieren!

    Als ein Problem scheint durchaus der "Rahmen" des Traditionsartefaktes wahrgenommen zu werden (und natürlich die klassische "Elf-definition"). Wie ursprünglich angesprochen bin ich durchaus bei einer der Erklärungen für das Fehlen dabei; Die Elfen sind (laut Fluff) Magie selbst. Für sie ist es wie das Atmen, mit kleinen Anwendungen von mandra ihren Alltag zu unterstützen, da ist die Vergegenständlichung... seltsam. Besitz ist üblicherweise kein Thema bei den Elfen (wobei auch hier iama und yara sehr persönliche Gegenstände jedes individuellen Elfen sind. Es ist ja nicht so als hätten sie gar keine eigenen Gebrauchsgegenstände, aber sie geben sie ohne große Probleme oder attachments an jene die sie mehr brauchen. Nachdem ich momentan eine FIrnelfe spiele, ist der Überlebenskampf und seine Ansprüche hier doch eine ganz andere Voraussetzungen - Aus ALuT Seite 74: "Gastfreundschaft ist den Firnelfen, die selbst beständig um ihr Überleben kämpfen müssen, fast unbekannnt, immerhin ist Nahrung schwer zu beschaffen und jeder Bissen wird für die eigene Sippe benötigt. Sie können es sich einfach nicht leisten, etwas mit Fremden zu teilen. Zwar mag auch ein Firnelf Verirrten oder Schiffbrüchigen zunächst helfen, doch selbst einen anderen Elf wird man so bald als möglich wieder loswerden wollen.").
    Regeltechnisch jedoch würde ich annehmen, dass die Zauberlieder das widerspiegeln sollen. Die können mit der Fertigkeit Singen und oft Musizieren unterstützt werden, und tendieren dazu, recht spezialisiert in ihrer Anwendung zu sein. Dazu ist jedes einzeln zu steigern, was sie eigentlich mehr zu alternativen, traditionsgebundenen Zaubern macht, die dementsprechend auch misslingen können.


    Traditionsartefakte hätten halt ein bekanntes regeltechnisches Framework geboten - als Grundgedanke eher, dass die lange beim Elfen und in seinem unterbewussten Umgang mit der Magie sich sonnenden Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit der Zeit mehr als tote Materie werden, und den Elfen direkt im Alltag unterstützen.
    Vielleicht wäre aber E.C.D's Weg genau der richtige - der Elf ist ein "Traditionsartefakt". Vielleicht kann er mit willentlichem EInfluss seiner Seelenmelodie ein paar Takte oder Strophen hinzufügen.
    Durchaus interessante Gedanken.


    Das mag vielleicht eine gute Brücke sein, um Selbstverzauberungen, die dem Elfen das "Zaubern wie atmen" zugestehen (halt in ein paar kleinen Effekten) und Regeln, nach denen sie mit AsP-Pools und AP arbeiten müssen zu verbinden. DIe Schwierigkeit im Zusammenbringen von Geschichts-Elf und Spieler-Elf ist ja jetzt nicht neu, in ALuT ist die allererste Frage "Wie Elfisch darf's denn sein?" und später ein ganzes Kapitel gewidmet.
    Auch wenn es sich zeitlich sicher ausgehen würde, welche entwickelt zu haben (Goblinzauberinnen, Schelme, Animisten, Alchimisten, Zaubertänzer und Zauberbarden haben ja auch Traditionsartefakte), wäre es sicher spannender, die Elfe selbst, bzw. das eigene Lied verständnisvoller oder gekonnter zu singen.

    Edit: Formatierung

  • Daher kann ich meinem Vorredner nur zustimmen: Das mandra ist Teil der Aus-dem-Licht-Getretenen: einen Teil davon abzugeben, um diesen in einen toten Gegenstand zu binden, ist ein vollkommen unelfischer Gedanke.

    Und dennoch ist der ARCANOVI von DSA Edition zu DSA Edition mehr und mehr in die elfische Tradition eingeflochten worden. Laut DSA4 war es einigen wenigen Mitgliedern der Tradition bekannt. Und heute ist das Ritual "allgemein" verbreitet.

    Und gerade weil Elfen das iama und yara als Teil ihrer Seele betrachten könnte man doch argumentieren, dass eine Bindung naheliegend wäre. Wie ALuT schon schrieb:

    Quote

    Elfenstiefel und Zauberpfeil

    Vieles, was die Elfen schaffen, ist von ihrer Magie durchdrungen, und so alltäglich die Magie für die Elfen ist, so ranken sich um einige dieser Dinge doch Legenden, wie um die Orgel der letzten Melodie, ein riesiges Instrument aus Eis, das mittlerweile ein eigenes Wesen entwickelt haben soll (siehe Seite 117), aber auch den auelfischen Schleier aus Tau, ein lebendes Blütenkleid aus Yaquirien, dessen Duft und Blütenstaub angeblich jedweder Trägerin heitere Gleichmut und überirdische Schönheit verleiht, (Von den Zauberdingen der Elfen handelt auch das Magie-Kapitel ab Seite 44.) Gerade den hochmagischen Artefakten sagen die Elfen eigene Wesenszüge und sogar eine An 'Lebensziel' ähnlich ihren eigenen nach, auch wenn dieser Daseinszweck selbst den Schöfpern dieser Artefakte verborgen sein mag und sich erst noch erweisen muss. Oft kommen ihre Bezeichnungen auf Isdira oder Asdharia einem Wahren Namen gleich (siehe Seite 143).

    Auch das Eigentum den Elfen fremd sei, halte ich für übertrieben, ihr Verständnis von Besitz ist ein anderes, aber nicht völlig abhanden:

    Quote

    Besitz von Eigentum

    Ein ausgeprägtes Konzept von Eigentum ist den Ellen fremd. Sie kennen nur zwei Arten von Eigentum, die man als intimen und als praktische n Besitz bezeichnen konnte. Der intime Besitz umfasst die Dinge, die einen Elfen auszeichnen und für ihn unverzichtbar sind, sein Name etwa, sein iama (das Seeleninstrument), Geschenke eines Seelenverwandten und wenige profane Gegenstände und Werkzeuge (wie etwa der eigene Bogen). Die Intensität der Beziehung zu diesen Dingen ist mindestens so stark wie die Beziehung zu einem guten Freund. Der praktische Besitz bezeichnet alle anderen Dinge, die ersetzbar oder teilbar sind. Kleidung, Nahrung und die meisten anderen Gegenstände und Werkzeuge gehören dazu. Wenn eine Elfe einsieht, dass jemand etwas aus ihrem Besitz dringender benötigt als sie, so wird sie es teilen oder ohne Gegenleistung abgeben. Die Einschätzung, ob ein Gegenstand zum intimen oder zum praktischen Besitz zählt, ist situationsabhängig, so wird in einer Notlage auch die Kleidung oder Nahrung unverzichtbar (was man oft bei den Firnelfen beobachten kann). Land- und Grundbesitz ist den Elfen üblicherweise fremd. Die Natur und die Tierwelt gehören niemandem, weswegen Elfensippen, die im Mittelreich leben, oft mit den örtlichen Wildhütern in Konflikt geraten. Andererseits verteidigen Elfensippen ihre Jagdgründe, wenn sie den Tierbestand und damit ihre Lebensgrundlage durch fremde Eindringlinge bedroht sehen.

    Ein Bindungsritual, das der Seelenhochzeit ähnelt, würde ich nicht als unelfisch verstehen. Wichtig ist die Intimität und das Einvernehmen in der elfischen Denkweise.

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'

    Edited once, last by Sturmkind (May 10, 2025 at 11:27 PM).

  • Ich habe noch keine Datei gefunden :whistling:

    (nachdem die Datei zu groß für einen Dateianhang ist, und ich sie wohl nur im reinen Textformat unter 125kB bringen würde, kommt hier der Link hin, sobald er unter "Downloads" von den Mods freigeschalten wurde.)

  • Brauchen die Elfen ein aus Sicht des Regelwerks ein Traditionsartefakt?

    Aus Gründen der Balance wäre es allemal passend (da jeder Schlumpf inzwischen so ein Teil hat, selbst lächerliche Zauberer wie die Scharlatane). Elfen würden dadurch aber noch besser und könnten vielleicht sogar die Magier als Platzhirsche vom Thron stoßen. Letztendlich käme es wohl einzig auf die Art des Artefakts und den "Powerlevel" des Traditionsartefaktes an, ob es mit der Balance passt.

    Nein, das sehe ich absolut nicht so, denn Elfen gleichen die fehlende Power der Traditionsartefakte, durch einen großen Vorteil wieder aus:

    Natürliche angeborene Altersresistenz und ihre Möglichkeiten auf verdammt hohe Langlebigkeit.

    Um diese Power zu erreichen müssen Traditionen anderer Spezies, verdammt hohe Risiken auf sich nehmen. (Seelenpakt oder Zeitmagie)

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'

  • Ich habe noch keine Datei gefunden :whistling:

    (nachdem die Datei zu groß für einen Dateianhang ist, und ich sie wohl nur im reinen Textformat unter 125kB bringen würde, kommt hier der Link hin, sobald er unter "Downloads" von den Mods freigeschalten wurde.)

    Hab sie bisher nicht copyright-konform hingekriegt, muss nochmal das Layout ändern, und am besten alles an Bildern rausschmeißen, oder Creative-Commons konform angeben. Hab nicht tief genug in die Scriptorium Aventuris Benutzerregeln gelesen (zu meiner Verteidigung musste man da erst einen Account erstellen, um auf einige davon draufzukommen, das was bei dem über DTRPG zugänglichen Paket mitgegeben ist, liest sich weit offener, als es tatsächlich ist.)

    Brauchen die Elfen ein aus Sicht des Regelwerks ein Traditionsartefakt?

    Aus Gründen der Balance wäre es allemal passend (da jeder Schlumpf inzwischen so ein Teil hat, selbst lächerliche Zauberer wie die Scharlatane). Elfen würden dadurch aber noch besser und könnten vielleicht sogar die Magier als Platzhirsche vom Thron stoßen. Letztendlich käme es wohl einzig auf die Art des Artefakts und den "Powerlevel" des Traditionsartefaktes an, ob es mit der Balance passt.

    Nein, das sehe ich absolut nicht so, denn Elfen gleichen die fehlende Power der Traditionsartefakte, durch einen großen Vorteil wieder aus:

    Natürliche angeborene Altersresistenz und ihre Möglichkeiten auf verdammt hohe Langlebigkeit.

    Um diese Power zu erreichen müssen Traditionen anderer Spezies, verdammt hohe Risiken auf sich nehmen. (Seelenpakt oder Zeitmagie)

    Ich beneide dich, wenn das jemals bei Euch am Tisch relevant war. Ich wünsch' mir Kampagnen, die lang genug gehen würden, um Altersresistenz regeltechnisch wirksam werden zu lassen. Vielleicht bei meiner momentanen Kampagne, Daumen gedrückt ^^

  • Ich beneide dich, wenn das jemals bei Euch am Tisch relevant war. Ich wünsch' mir Kampagnen, die lang genug gehen würden, um Altersresistenz regeltechnisch wirksam werden zu lassen. Vielleicht bei meiner momentanen Kampagne, Daumen gedrückt ^^

    Die Relevanz ist eigentlich schon verregelt, man muss sie halt auch nur, gemäß existierender Regeln anwenden.

    Schritt 2 der Heldenerschaffung "Erfahrungsgrad wählen":

    Quote from KdH S.8f.

    Um einen Helden zu erschaffen, musst du zunächst den Erfahrungsgrad ( EG ) festlegen. Der Erfahrungsgrad gibt an, wie viele Abenteuerpunkte ( AP ) für die Erschaffung des Charakters zur Verfügung stehen. Dieses Guthaben wird Abenteuerpunktekonto (AP-Konto) genannt, und mit diesen Punkten kannst du Eigenschaften, Fertigkeiten u.Ä. für deinen Helden kaufen. Alles, was du einkaufst, hat einen Abenteuerpunktewert (AP-Wert). Am Ende der Heldenerschaffung darf das Konto keinen negativen Wert aufweisen (zwischenzeitlich durchaus). Sehr wohl darfst du aber ein paar AP übrig behalten (max. 10 AP ). Am besten sprecht ihr euch gemeinsam mit der Meisterin ab, mit welchem EG ihr in eure Abenteuer starten wollt. Ihr könnt alle denselben EG wählen, um möglichst gleich starke Helden zu erschaffen, oder unterschiedliche Grade, beispielsweise um eine erfahrene Ritterin, ihren unerfahrenen Knappen sowie deren Begleiter und einen betagten, aber brillanten Perainegeweihten darzustellen.

    Schritt 14 der Heldenerschaffung "Startalter festlegen" samt der Tabelle um das Startalter auswürfeln zu können (KdH S.24).

    Und zu guter letzt die Alterungsregeln inklusive der Regeln zum Alterstod.

    Wenn ihr euch also entscheidet, dass alle Helden den EG "Erfahren" zum Spielstart haben müssen, dann ist das eure freie Entscheidung aber die Regeln können auch einfach auf Konzepte wie einen 500 Jahre alten Firnelfen, welcher den Spuren Pardonas folgt angewendet werden.

    Man muss das nur auch wollen.

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'

  • Wenn ihr euch also entscheidet, dass alle Helden den EG "Erfahren" zum Spielstart haben müssen, dann ist das eure freie Entscheidung aber die Regeln können auch einfach auf Konzepte wie einen 500 Jahre alten Firnelfen, welcher den Spuren Pardonas folgt angewendet werden.

    Der Elf braucht also einen 5 AP Vorteil, damit er als Legende erstellt werden kann und alle anderen Spezies bekommen das umsonst. Wo ist da der Vorteil?

    Selbst bei einem Menschen hat man auf dem höchsten EG nach Tabelle noch viele Jahre Zeit, bevor das Alter eine Rolle spielt. Wobei man das Alter frei auswählen darf und die Tabelle gar nicht benutzen muss (und bei gespielten Helden hat man sicher oft höhere AP Stände bei geringerem Alter).

    Das Alter wird höchstens in einer Rentnerkampagne interessant, aber da ist das Alter ein Spielelement und kein Fehler.

    Altersresistenz ist in den meisten Runden die 5 AP nicht wert. Es sei denn, man wird regelmäßig Opfer eines "Last des Alters" Zaubers. ;)

    Von einem Ausgleich für ein Traditionsartefakt kann keine Rede sein. Das sieht man auch an den AP Kosten. Schon die Bindung des Stabes kostet doppelt so viele AP , wie der Vorteil.

    Display Spoiler

    Allerdings hätte der Vorteil einmal tatsächlich ein Heldenleben gerettet. Irgendwo in der G7 ist ein Held von mir mal zu Tode gealtert, weil er sich nicht in einem Tempel oder so verstecken wollte. Aber da hätte ich zig mal umdrehen können und habe als Spieler einfach alle Warnungen in den Wind geschlagen. Abgesehen davon war die Alterlosigkeit noch nie entscheidend.


    Zu guter Letzt gibt es ja Elfen mit Traditionsartefakten (z.B. Elfenmagier). Die haben sowohl den Vorteil, als auch ein Traditionsartefakt. :thumbsup:

  • Ich kann auch einen Zauberer mit mehreren Traditionen erschaffen...

    Das sollte nicht mein Punkt sein, ich finde die Traditionen insgesamt nicht gebalanct. Viel zu undurchsichtig wo die Kosten entstehen!

    Aber eine viel größere Regellücke befindet sich bei den Elfenliedern!

    Auf der einen Seite (KdM S. 67) heißt es das andere Spezies die Lieder nicht lernen können, da sie nicht über 2 stimmigen Gesang verfügen und im nächsten Absatz wird geschrieben, dass viele Elfenlieder überhaupt nicht gesungen werden, sondern mit Instrumenten gespielt werden? Warum kann der Mensch also nicht die Handharfe genauso für Elfenlieder verwenden wie ein Elf?!

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'

  • Wie fändet Ihr denn ein Traditionsartefakt, welches immer kostenlos am Start ist und die Wirkungsdauer aller Zauber [≠sofort] verdoppelt als relevanten Kostenfaktor für die Elfentradition?

    Fände ich sehr schwach, und dadurch so lächerlich, dass ich einfach darauf verzichten würde.

    "Bindung des iama" und entsprechende Hausregeln fände ich sinnvoll und gebalancter.

    Erstmal die Hausregel das Elfenlieder nur mit einem gebundenen iama gespielt werden können, da durch die Bindung zwischen Elf und Instrument sich die Magie erst entfalten kann. Als Vorraussetzung, ein iama zu binden, würde ich den Vorteil "zweistimmiger Gesang" setzen. Denn das binden erfordert, dass der Elf teilweise musiziert und teilweise singt.

    Damit wäre die Lücke auch geschlossen, dass nur Elfen Elfenlieder musizieren dürfen.

    Die iama SF, die man dann hausregelt, könnten Elfenlieder verbessern und Boni auf musizieren geben, gegen entsprechend hohe AP Kosten in Absprache mit dem Meister.

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'

    Edited 2 times, last by Sturmkind (May 15, 2025 at 11:44 AM).

  • Fände ich sehr schwach, und dadurch so lächerlich, dass ich einfach darauf verzichten würde.

    Das war eigentlich eine ironische Frage.
    Du verzichtest auf diesen Vorteil der elfischen Tradition, weil er Dir total lächerlich erscheint? 8|

  • Das war eigentlich eine ironische Frage.
    Du verzichtest auf diesen Vorteil der elfischen Tradition, weil er Dir total lächerlich erscheint?

    Nein, ich verzichte auf einen Vorteil, den du dir ausgedacht hast, der mir lächerlich erscheint.

    Der Elf braucht also einen 5 AP Vorteil, damit er als Legende erstellt werden kann und alle anderen Spezies bekommen das umsonst. Wo ist da der Vorteil?

    Du zahlst 5 AP , damit du eine Legende erschaffen, kannst die wie z.B. 20 aussieht und sich wie 20 fühlt.

    Solange ihr nach offiziellen Jahreszahlen spielt könnt ihr mittlerweil einen 18 jährigen Charakter in "Im Gasthaus zum schwarzen Keiler" (996 BF) spielen und wenn dieser dann irgen wann später in Brandans Pakt (1046 BF) mitgenommen werden soll, so ist dieser Charakter 50 Jahre gealtert und somit 68 Jahre alt.

    Das sich viele Spieler und SL darum herum tricksen indem sie nicht nach der offiziellen Timeline spielen, ist ja wieder ein anderes Thema.

    Ein Elf hat keine Probleme quer durch die Timeline zu hüpfen, für ihn sind 50 Jahre nicht so viel.

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    Ergebnis 'Ich'

    Edited once, last by Sturmkind (May 15, 2025 at 1:11 PM).

  • Ich habe mir den Vorteil nicht ausgedacht, wer gelegentlich Elfen spielt, wird mich verstanden haben. Und ich finde ihn gravierend und gar nicht lächerlich; Verdopplung der Wirkungsdauer aller allgemeinen und Elfen-Zauber mit einer anderen WD als sofort entspricht einer Verdopplung des Effekts bzw. einer Halbierung der Kosten, nicht vom Benefit aber zumindest erst einmal mathematisch. Das ist für mich im Traditionen-Balancing ein wichtiger Parameter. Das wollte ich in der Diskussion über die armen underpowerten Elfen in den Raum werfen, in der Rubrik: sie sind doch (Wirkung/ AsP ) schon effizienter als alle anderen Traditionen.

    Sorry, dass ich das nicht klar geschrieben habe, wie ich's meinte. Ironie@online :thumbdown: