Wie modern ist Kindererziehung in "eurem Aventurien"

  • Ich glaube hier ist regional auch ein großer Unterschied.

    Während in Andergast eine Tochter wohl stereotypisch auf ihren Platz verwiesen wird, weil man erwartet das sie einfach einem geeigneten Bräutigam gefällt und sich gut um den künftigen Haushalt zu kümmern weiß, in Aranien wird man solche Träume vielleicht der 3. geborenen Tochter gewähren, doch stereotypisch werden Aranierinnen ja dahingehend erzogen, den Einfluss, Ruhm, Reichtum und die Macht der Familie auszubauen und Abenteuer sind eben da ein zu großer "gamble". Im MR, HR, BL und in weiten Teilen Süd-Aventuriens wird wohl kein großer Unterschied zwischen den Geschlechtern gezogen. Mittlerweile ist nicht einmal mehr der Greifenthron dem männlichen Geschlecht vorbehalten. Hier zählt Eignung und Geburtsfolge einfach mehr.

    Generell wollen Eltern nicht, dass die Kinder auf Abenteuer ausziehen oder sonst irgendwie davon laufen, denn je mehr Kinder in der Nähe bleiben und ihrerseits Familie gründen, desto leichter wird es im höheren Lebensalter. Es gibt keine "Rente" und als Leibeigener oder schlimmer Sklave hat man auch kaum die Möglichkeit für den Ruhestand vorzugsorgen.

    Am fortschrittlichsten würde ich hier die rauen Thorwaler einschätzen, auch verwaisten Kindern der Ottajasko wird sich in der Ottaskin gekümmert, man hat alle Chancen der Welt und auf "Abenteuer" oder wie die Thorwaler es nennen, auf "Große Fahrt" zu gehen, wird fast schon erwartet. Aber dafür ist die Kultur auf andere Arten Rau und Hart. Swafnir- und Traviakirche stehen geschlossen, wenn es um die 'heilige' Rolle der Ottajasko geht.

    Wenn Vater anfängt die Kinder schlecht zu behandeln, gibt's Schläge von Mutter (also für Vater :D ) und umgekehrt.

    Thorwal, das Land der Freien, lässt jedem Heranwachsenden die Möglichkeit sich selbst zu finden.

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'

    Edited once, last by Sturmkind (July 10, 2024 at 1:27 PM).

  • Es gibt in meinem Aventurien Eltern die ihre Kinder sehr modern erziehen und Eltern die ihre Kinder sehr archaisch erziehen. Es gibt Kinder die auf sich allein gestellt den Tag verbringen und ihre Eltern nur Abends sehen. Es gibt Leben, die von anfang an unter einem schlechten Stern stehen, Kinder die ihre Eltern nicht kennen. Es gibt Kinder, die ihre Eltern lieben, verehren, hassen,...

    Die Bandbreite höngt stark davon ab. Wo wir hinsehen (Weiden vs. Fasar), welche Rasse ide Elern haben (Elfen, Zwerge, MEnschen bis hin zu Orks und Achaz & Maru (Gelege)), welchen Stand die Eltern haben (Bettler, Hure, ... Wirt, Geweihte (Welche Gottheit?), bis hin zu wohlhabend oder adlig). Selbst bei "adlig" gibt es Bandbreiten von gaaaaanz da drüben bis dort hinten...

    Es gibt Kinder, die bereits mit 6 Jahren Alaun in Taladur abbauen müssen, Kinder die als Schornsteinfeger arbeiten müssen, in Minen (niedrige Gänge, Staublungen), Kinder die nie harte Arbeit leisten müssen, wie der Müllersohn und der Bäckerssohn in Hintertüpflingen die bis sie bei ihren Eltern in die Lehre gehen, die durch die Felder stromern, Abenteuer erleben und jeden Sommer am Sümmelbach Forellen fangen... dabei aber den Fleischer mit der Gliebten erwischen und nun einen ganzen Sommer jeden Tag "Schweigewürste" von ihm bekommen. Diese kleinen Salami-Würste (extra für die Kinder erfunden, um keine Großen rausgeben zu müssen), sind seitdem übrigens der Renner und in jedem "Proviantpaket" des hiesigen Gemischtwarenhändlers seitdem mit 5 Stück als Dauerwurst enthalten.

    Fazit: Die Frage ist zu allgemein gestellt, um sie mit wenigen Worten zu beantworten.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):

    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Ich dachte in den Minen arbeiten hauptsächlich Sträfling und Zwerg. ;)

    Irdische Vergleiche führen uns von einer Zwölfgöttlichen Regeln ausgehenden Welt weg; auch wenn wir Praios als Göttervater und Rondra als starke Löwin setzen. Das ist nicht die Welt vom Prinz und Bettelknaben, auch wenn diese beiden SO sich in Aventurien wiederfinden, aber durch Zwölf Götter ein völlig anderes Weltbild darstellen müssten als das christliche Adam&Eva-Bild. Wo Männer und Frauen sich die Arbeit teilen, gemeinsam die Kinder gleich erziehen, hat nur die regionale Sitten und Gebräuche "Auswirkung" und SO auf das Familienleben, es dürfte aber humaner sein als Beispiele aus dem MA - keine Ahnung.

    Und ist daher für mich nur als Hintergrund interessant; mein Schmied hat seinen Vater geliebt, mehr brauche ich nicht wissen.

    Jassu! (freundliche Begrüßung auf Ithasos)

    Pflicht des Historikers: Das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.
    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.
    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Es gibt in meinem Aventurien Eltern die ihre Kinder sehr modern erziehen und Eltern die ihre Kinder sehr archaisch erziehen. Es gibt Kinder die auf sich allein gestellt den Tag verbringen und ihre Eltern nur Abends sehen. Es gibt Leben, die von anfang an unter einem schlechten Stern stehen, Kinder die ihre Eltern nicht kennen. Es gibt Kinder, die ihre Eltern lieben, verehren, hassen,...

    Die Bandbreite höngt stark davon ab. Wo wir hinsehen (Weiden vs. Fasar), welche Rasse ide Elern haben (Elfen, Zwerge, MEnschen bis hin zu Orks und Achaz & Maru (Gelege)), welchen Stand die Eltern haben (Bettler, Hure, ... Wirt, Geweihte (Welche Gottheit?), bis hin zu wohlhabend oder adlig). Selbst bei "adlig" gibt es Bandbreiten von gaaaaanz da drüben bis dort hinten...

    Ja genau das was ich meinte, der "Stereotyp" verschiebt sich Lokal und durch den Familien-Stand.

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'