-Faxius und -Sphaero: alle gleich und doch ganz anders? (#Nebeneffekte)

  • Êine Frage zum Orcanofaxius: Kann man den Luftstrahl sehen oder wie soll ich mir es vorstellen, dass diesem ausgewichen werden kann?

    So stelle ich es mir jedenfalls vor, ja.
    Für mich sind diese Luft-Zauber eher mit Nebel oder Blütenblättern o.ä. verbunden.
    Genau wie die Luft-Beschwörungen. Da sitzt mein Magier dann im Beschwörungskreis und aus der Umgebung strömen Nebelschwaden herbei, die sich langsam aber sicher zu einem Körper verdichten.

    Ich beantworte mir Fragen dieser Art immer rückwärts, und das bringt mich zum gleichen Ergebnis: Laub oder Staub oder doch eher Nebel oder Sylphenhaar oder Rauch müssen im Strahl dafür sorgen, dass er sichtbar ist. Da es erschaffene Luftmanifestationen sind kann auch der Zorganer Illusionsmagier mit Lila Rauchwirbeln angreifen.

    Gegenfrage: Wer würde eine dunkle Höhle, in die ein Ignifaxius geschossen wird, sls (halbwegs) ausgeleuchtet betrachten?

    Ich. Für 8 AsP ist das definitiv ein Effekt, den ein 'geworfener' Feuerball bei mir hat.
    Allerdings nur so kurz, dass es maximal zur groben Orientierung reicht.

    Ja... ich auch. Es ist nur eine Anschlussüberlegung.
    ...die 6 Faxius-Strahlen sind in Regelaspekten (außer ihren Zustand/Status-Auswirkungen) alle gleich - also ist ein Luftstrahl sichtbar -> und ein Flammenstrahl... macht...äh... kein Licht?
    Nagut... wenn man zu dem Ergebnis kommt, dass sie nicht alle gleich sind: muss man sich wohl vom Thread "Kleinigkeiten" trennen...

    Es geht also um folgende Frage:

    Weil die Regeltexte der elementaren Kampfzauber alle sehr gleichartig sind, habe ich für mich bislang gesetzt: es bleiben keine Reste des Elementes und außer den beschriebenen Nebeneffekten treten keine Nebeneffekte auf. Wegen der Gleichbehandlung habe ich auch zunächst klar gefunden, dass ein Orcanofaxius sichtbar und ausweichbar sein muss. Nun schwanke ich...

    - Minus 15° Celsius, auf dem gefegten, eisfreien Platz vor der Kaserne in Festum wirft der Magier einen Aquasphaero - würde man anschließend eine Rutschbagn auf dem Platz vermuten oder liegt er kalt und trocken da? Kann man wirklich kein trockenes Beet wässern? Kann man wirklich kein Trinkwasser erzeugen?

    - Wie oben beschrieben: der Magier Ignisio kann keinen FlimFlam, zum Orientieren schießt er einen Flammenstrahl in die dunkle Höhle. WD sofort, keine Auswirkung des Zaubers auf Sichtverhältnisse beschrieben! Trotzdem ein Moment der Orientierung in der schlaglichtartig ausgeleuchteten Höhle?

    - Zurück zur Ausgangsfrage: wenn man die Strahl- und Sphaerozauber nicht alle gleichbehandelt, müsste dann nicht das Ausweichen beim Aoro-something doch schwieriger sein, als bei den anderen Elementen?

    Lasst Ihr da harte Regelauslegung sprechen oder gesunden Menschenverstand - oder: mal so mal so? :cool:

  • Außer den Regeltexten der elementaren Kampfzauber gibt es ja auch noch die lesenswerte Seite "Elementare Sekundärschäden" (LC 123).

    Auch ohne Nachlesen ist aber doch klar: Vom Igni... getroffene brennbare Materialien brennen weiter.

    Ausdrücklich erwähnt ist auch, dass ein Aqua... je nach Stärke Feuer löschen kann, dass ein Frigo... Wasserflaschen zum Platzen bringen kann etc.

    Allerdings ist es keine Beschwörung - was da weiter brennt, ist ein eigenes Feuer, weil das Igni-Feuer bei Zauberende verschwindet. Der Frigo friert vorhandene Feuchtigkeit ein. Der Aqua sorgt für vorübergehende Abwesenheit von Sauerstoff, was Feuer ersticken kann - aber es bleibt nicht nass.

    Der gefegte Platz in Festum wird also wieder trocken. Man kann das Wasser eines Aqua... nicht trinken - weder Mensch noch Pflanze.

    Die Höhle wird vom Flammenstrahl erhellt, ja - aber kann der Magier etwas sehen oder ist er geblendet?

    Die Faxius-Strahlen sind allesamt so schnell (abgeschossen am Ende der Zauberdauer und innerhalb dieser Aktion auch schon da), dass wir das Ausweichen mehr am Erkennen der Deutgeste festmachen. Man weiß, dass da was kommt, und welches Element das ist, ist auch schon ziemlich egal. Bei den Sphären sehe ich dieses Problem nicht, weil die Sphäre eben überall ist - wohin sollte man also ausweichen können?

    In Finsternis müsste es allerdings deutlich einfacher sein, einem Ignifaxius auszuweichen als allen anderen.

    Ansonsten gilt: Magie ist immer ein wenig unberechenbar. Vielleicht wirken all diese Elementarzauber je nach Umgebnung unterschiedlich? In feuchter, salziger Meeresluft anders als in staubiger, trockener Wüstenluft? Rein theoretisch kann man einen Ignifaxius auch unter Wasser oder im Vakuum abfeuern. Da muss man als SL kreativ werden.

    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort!

  • Zum einen: Wieso findest du denn, dass die nicht alle gleich behandelt werden?

    Ich glaube, wir müssen hier zwischen der Nützlichkeit eines sekundären Effektes und dem Vorhandensein eines solchen unterscheiden.

    Kann ein Ignifaxius beleuchten? Ja. Kurzfristig.

    Kann ein Orcanofaxius schlechte Gerüche vertreiben? Sicherlich.

    Ist beides gleich nützlich? Kommt auf den Kontext an.

    Humus und Erz sind die einzigen beiden Elemente, zu denen mir kein solcher inhärenter Effekt einfallen will 🤔

    Deshalb zum anderen: Die Zauber eines Elements isoliert zu betrachten, halte ich für schwierig in diesem Kontext.

    Ein Ignifaxius mag als unglaublich ineffiziente Ersatzfackel herhalten - eine Wand aus Erz macht dir dafür den Höhleneingang zu. Keine Probe, kein nix. Dicht. Unverrückbar. Und wenn ich einfach nur einen Kampfzauber suche, gewinnt der Igni ob des Coolnessfaktors sowieso 😎


    Gleichzeitig kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass ich es für eine ganz schlechte Idee halte, in so stark kodifizierten Situationen wie dem Kampf plötzlich mit der elementaren Natur eines Zaubers zu argumentieren.

    Hat unser Spielleiter gemacht, als mein Luftelementarist beim Aeolito ne 6 gewürfelt und damit 11 SP erzielt hat. Damit wäre der Kampf für unseren SL zu fix durch gewesen, und anstelle dem dummen Bären, den wir bekämpfen mussten, heimlich ein paar LP mehr zu geben, war seine Aussage "Ja, da steht 11 SP, aber du machst nur 8. Das ist ja nur Luft!"

    Da hatte der Zauber einen bleibenden Effekt, denn danach war bei uns auch Luft. Dicke Luft. 😉

    Und außerdem: Müsste dann nicht jeder Igni-Liebhaber feuerfeste Roben tragen? 🤔 Wenn nichts übrig bleibt, woher kommt die Belastung beim Erz-Faxius? Kann ich den Humus-Faxius gegen fliegende Gegner einsetzen? Wenn ja - von wo kommen die Ranken, die den Gegner festhalten? Woher kommen die Steine für die Wand aus Erz, wenn ich die z.B. auf einem Schiff einsetze? Warum wirft ausgerechnet der Orcanofaxius Gegner zu Boden, aber wenn ich ihnen magische Steine um die Ohren haue, passiert das nicht? Hat der Erz-Faxius keine Masse? Wie fügt er dann Schaden zu?

    Und die Antwort lautet: Magie 🤓💁🏼‍♂️ Deine Frage öffnet die Büchse der Pardona und führt letztlich nirgendwo hin, weil es sich bei diesen Elementarzaubern

    1. innerweltlich um eine Form der minderen Beschwörung handelt. Elementare Ausprägung wird gerufen, erfüllt ihren Zweck und verschwindet wieder restlos 🤷🏼‍♂️ währenddessen interagiert sie auf die für ihr Element typische Art mit der Umwelt - oder eben auch nicht. Aber das ist in den meisten Fällen unerheblich. Wer wirklich einen Ignifaxius nutzen möchte, um eine Höhle auszuleuchten, soll das ruhig tun. Da fasse ich mir als Luft-Elementarist an den Kopf und frage mich, wo ich besagten Magier einweisen lassen kann, und ärgere mich nicht darüber, dass mein Orcanofaxius eben nicht leuchtet. Und wer einen Sphäro dafür nutzt, muss mir unbedingt erklären, wo er die AP & AsP dafür hernimmt 😅

    2. um Abstraktionen handelt. Diese Zauber sind alle nach dem Schema Schaden + Sekundäreffekt aufgebaut. Dass Feuer nun auch noch Licht & Wärme bedeutet, ist eben dem Feuer geschuldet. Das ist aber nichts, was ich anderweitig kompensieren wollen würde. Wieso soll ausgerechnet dem Orcanofaxius schlechter auszuweichen sein? Und: Wieso soll dem Orcanofaxius ausgerechnet schlechter auszuweichen sein? Weil er keinen anderen Nebeneffekt hat? Er könnte auch einfach einen Geruch nach Nadelwald hinterlassen 🤷🏼‍♂️ Das wäre dann das Luft-Äquivalent zu Hitze&Licht. Und was ist mit dem armen, armen Erz? Glitzert der Zauber einfach besonders schön? 🤔😅 Halten als Nebeneffekt eines Archofaxius alle den Magier für reich, weil er seinem Gegenüber Diamanten an den Kopf wirft?


    Eine andere Frage ist das natürlich bei den "echten" elementaren Beschwörungen.

    In unserem Aventurien kann ich mit dem Manifesto auch ein Glas mit Wasser befüllen (und muss nicht verdursten), ein Feuer anzünden, Muniton für eine Schleuder herbeizaubern, den Abort mit Blumenduft erfüllen, Getränke kühlen usw. Dass Kieselsteine bleiben, sich Elementares Feuer aber verflüchtigt, entspricht auch hier wieder nur der Natur ihres Elements. Das ist in Ordnung für mich. Das macht besagtes Element eben aus. Dafür hat ein Feuer-Elementar gegenüber dem Erz-Elementar andere Vorzüge, z.B. im Kampf.

    Meine Wahl ist auf das Element Luft gefallen, obwohl die Elementare & Dschinne die schwächsten sind. Aber dafür kann mein Magier quasi Fliegen (Himmelslauf auf 16), und muss keinen kleinen Wald abholzen, 'nur' um einen Dschinn zu rufen 🤷🏼‍♂️


    PS:

    Wenn wir uns hier schon über die Nützlichkeit von Nebeneffekten bei Hexalogien austauschen, dann lass uns doch gleich die harten Geschütze auffahren: Felsenform gegen Wirbelform. Mit dem einen kann ich Häuser bauen, mit dem anderen... joa... Luftschlösser? 😅

    Edited 3 times, last by Asleifr (June 10, 2024 at 3:27 PM).

  • Danke E.C.D. , ichs ehe das ganze als "Überlegungs und Philosophier" Thema und weniger, als konkrete Problemlösung.

    Ein Ignifaxius mag als unglaublich ineffiziente Ersatzfackel herhalten

    An dieser Stelle fiel mir folgendes auf (und wir habend as ähnlich schon in verschiedenen anderen Beiträgen (wie z.B. Unsichtbarer Gegner oder blinder Magier)) besprochen. Ich brauche für den Ignifaxius als erstes Sicht auf das Ziel. Nun könnte unser Magier ja sagen, ich werfe meinen Flammenstrahl auf die Leere in der Höhle, Entfernung 7m... Und ein genädiger Meister wird ihm vielleicht sein "Ziel" gestatten.
    Was aber, wenn es das Ziel gar nicht gibt? Wenn in der Dunkelheit über dem Magier in 2 Schritt Höhe ein Fass mit 100Litern Lampenöl (was bin ich doch ein gemeiner Meister) hängt?
    A. Wenn ein Gegner den ich anvisiere, der hinter einer Ecke verschwindet (also nicht mehr sichtbar ist), erwirkt, dass der 2 KR Zauber abbricht und ich die Hälfte der Kosten zahlen muss, BEVOR der Zauber wirkt. Gleiches beim Zaubern in die Dunkelheit? Bricht der Zauber erst ab, wenn die Flammen am Fass lecken und der Magier sieht, dass es kein "dahinter" in 7 Schritt gibt?
    B. Funktioniert der Zauber und geht auf das "nicht vorhandene Ziel" und "umgeht das Fass"?
    C. Trifft der Zauber das Fass Lampenöl und bricht über/mit dem Magier ein Inferno aus (zumindest fehlende Sicht ist dann nicht das Problem).

    Oder sollte man einen Zauber auf ein "nur vermutetes Ziel" doch einfach nicht zulassen und der Ignifaxius kann einfach nicht gewirkt werden und bei "fehlender Sicht" benötgt unser Magier die Reichweite Berührung?

    Warum wirft ausgerechnet der Orcanofaxius Gegner zu Boden, aber wenn ich ihnen magische Steine um die Ohren haue, passiert das nicht? Hat der Erz-Faxius keine Masse?


    Hie meine Erklärung. Die Elementaren Faxien-Zauber erhöhen die jeweiligen Elementaranteile im Ziel. Alle diese Effekte wirken nur Sekundär im Ziel durch "Erhöhung der jeweiligen elementaren Komponente". Die primäre elementare Manifestation (der Strahl) jedoch ist "sofort" verschwunden.

    Höherer Feuer-Anteil führt zur Entzündung (Brennend) des Ziels.
    Ein höherer Wasser Anteil zu Betäubung (Die Redewendung: "wie in Watter gepackt") *räusper* ja man sieht einen Ork in leichten Verrenkungen.
    Ein höherer Humus-Anteil im Ziel, führt zu einer kurzzeitigen Belebung der Ranken, die sich halt "am Leben festkrallen" (im wahrsten sinne des Wortes und erst später vergehen - dann aber Rückstandslos!).
    Das Gegenteil ist der Frost-Zauber. Er saugt das Leben aus dem Ziel, macht es Träge und langsam.
    Der Erz Zauber erhöht die Erzene Komponente im Ziel und damit das "Eigengewicht" des Ziels und führt so zu Belastung.
    Der Luftzauber,macht das Ziel kurzfristig sehr leicht... deswegen wird es zurückgeworfen und "umgeworfen".... nicht durch eine aufprallende Schwungmasse, wie oben vermutet, sondern durch die reduzierung der Ziel-Masse (und wirkt damit elementar genau dem Erz entgegen).

    Es ist ersichtlich, dass bei einigen Zaubern die Erklärung leicht fällt, bei anderen orkische Verrenkungen nötig sind. Ähm ja, es gibt andere die sich vielleicht weniger verrenken müssen.

    Bleibt man bei der These: die primäre Komponente schwindet sofort, eine sekundäre komponente verbleibt ggf. länger, könnte damit die diskussion über gießen am leben gehalten werdne..

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):

    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Ich brauche für den Ignifaxius als erstes Sicht auf das Ziel. (…)

    A. Wenn ein Gegner den ich anvisiere, der hinter einer Ecke verschwindet (also nicht mehr sichtbar ist), erwirkt, dass der 2 KR Zauber abbricht und ich die Hälfte der Kosten zahlen muss, BEVOR der Zauber wirkt.

    Und wenn der Gegner erfolgreich ausweicht, kostet der Zauber auch nur die Hälfte?

    Das würde ja bedeuten, dass ich die gewirkte Matrix mit dem Ziel verflechte. So habe ich den Ignifaxius nie verstanden. Es ist in anderen Quellen ein „elementares Geschoß“ und erfordert daher die Sicht zum Zielen genau wie Pfeil und Bogen. (Und auch einen Brandpfeil kann man zwecks Beleuchtung in eine dunkle Höhle schießen.)

    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort!

  • Danke E.C.D. , ich sehe das ganze als "Überlegungs- und Philosophier-" Thema und weniger, als konkrete Problemlösung

    O Du, orkgewordene Menschenkenntnis, Du Wissender um das woher und wohin... :gruntcool_1:
    Ja, ich habe in der Tat kein Problem das für mich / bei uns zu regeln.

    Zum Strahl- und Zielthema: die Redax sagt, man kann einen Zauber ungezielt in die Gegend zaubern, ich selber habe daraus für mich gemacht: man muss eine freie Sicht auf den gewünschten Zielort haben, i.e. ein Laserpointer vom Zauberer müsste dorthin gelangen können. Detaillierter findet Ihr meine Ansicht in meiner kleinen Zauberhilfe Al'miya (s. Signatur). Aber hier soll das Zielen nicht das Thema sein, es unterscheidet sich für die unterschiedlichen Faxien und Sphaeren ja auch nicht.

    Alle diese Effekte wirken nur Sekundär im Ziel durch "Erhöhung der jeweiligen elementaren Komponente".
    Die primäre elementare Manifestation (der Strahl) jedoch ist "sofort" verschwunden.

    Die Vorstellung über die "Erhöhung der jeweiligen elementaren Komponente" gefällt mir sehr gut, und das deckt sich mit meiner bisherigen Sicht auf die Dinge.

    Schwierig ist halt, dass ein Strahl, dem man ausweichen kann, eigentlich nicht wie ein Blitzlicht an-aus sein kann.
    Die Beschreibung, dass man mehr der Zaubergeste ausweicht ist kurz plausibel. Dann fällt sie aber beim Zaubern ohne Geste. Und es bleibt bei mir auch die Vorstellung, dass ein Strahl sich in Angriffsrichtung ausbreitet und nicht (wie ein Laserstrahlpuls im Nebel) nur einen infinitisemalen Moment anwesend ist.

    Tja, und da würde ein fliegender Flammenstrahl eben Licht erzeugen.
    Und ein Luftstrahl wäre vielleicht doch... unsichtbar. Letzteres ist regeltechnisch offenkundig nicht.
    Deshalb blieb für mich die Frage: ist der Flammenstrahl eine Lichtquelle, wenn alle anderen physikalischen Logiken und Plausibilitäten über Bord gehen.
    Während ich es so schreibe komme ich zu der neuen Meinung, dass Ignifaxius und Ignissphaero kein Licht erzeugen. Dass etwas hell aussieht und trotzdem nicht leuchtet kennen wir schon aus der Illusionsmagie.

  • Da muss ich euch beiden leider die Suppe versalzen.

    Quote

    https://dsa.ulisses-regelwiki.de/zauber.html?zauber=Ignifaxius

    Aus den Fingern des Zaubernden schießt ein Flammenstrahl, der in gerader Linie sein Ziel trifft. Das Treffen des Zaubers ist in der Zauberdauer inbegriffen. Es ist auch möglich, den Strahl ziellos abzufeuern.


    Die Faxien sind mit dem Grimorum Cantiones allesamt zu Geschossen geworden, die kein Ziel mehr benötigen.

    Wenn der Gegner sich versteckt, kann ich als Magier den Zauber abbrechen - oder auch nicht.

  • Die Faxien sind mit dem Grimorum Cantiones allesamt zu Geschossen geworden, die kein Ziel mehr benötigen.

    Immerhin kann man damit auch mal einen Warnschuss abfeuern und so einen wenig entschlossenen Gegner entmutigen.

    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort!

  • Also kurz einige schnelle Überlegungen.

    • Die Faxius Canti sind keine Beschwörungen. Sie unterscheiden sich da fundamental von z.B. einem Manifesto der folgerichtig das Merkmal Sphären hat.
    • Weiterhin kann es keinen Impuls geben da keine "Masse" transferiert wird sondern nur eine "elementare Wanderung" statt findet.
    • Weiterhin muss es eine Matrix geben die Zauberwirker und Ziel "verbindet" und entlang deren Astralfäden die Astralenergie wirkt/fließt.

    Das dürfte dazu führen dass alle diese Zauber eine Art "Astralneonröhre" mit Länge 0-16 Schritt (= gewählte Reichweite) sind. "Innerhalb" dieser Matrixröhre "pulsiert" die Elementartransformation. Diese Röhre, bei genügend Licht, muss man sehen können. Ein Orcanophaxius sieht also vielleicht wie eine sehr gerade dünne Windhose aus. Die sichtbaren Teile dieser "Luftlanze" könnten die "Ränder der Elementartransformation" ( wie gesagt, Merkmal Elementar und nicht Sphären) sein. Das führt auch dazu dass ein Ignifaxius keine richtige Flamme ist sondern eine "Glühlanze". Eine Matrixlanze die pulsierend zum Ziel "durchglimmt". Das es dazu anderes Bildmaterial gibt liegt meiner Meinung nach 1. an der fehlenden magietheoretischen Kompetenz der Künstler 8o und 2. an einer vermarktungstechnischen Überlegung. Flammenstrahlen sind cooler wenn sie Flammen sind. Selbst wenn die Optik "flammig" ist so folgt sie der "Neonröhrenlogik". Die Flammenröhre ist lediglich mehr "ausgefranst" bzw. besser "ausgeflammt". Die eigentliche Wirkung entsteht sobald diese Astralneonröhren auf ein "Hindernis" treffen aka das Ziel.

    Dort erzeugen sie keinen Impulsschaden, wäre auch schwer zu erklären warum ein "Luftimpuls" genauso viel Initialschaden erzeugt wie ein "Steinimpuls", bei gleicher Geschwindigkeit (v = s/t = 0-16 m / 2 Aktionen), sondern Schaden auf "elementarer Ebene". Das heißt dadurch dass das Objekt für kurze Zeit mit einem bestimmten Element "überladen" wird bzw. die Elementartansformation einmal durch das Objekt "hindurchrauscht", ähnlich einem Stromschlag wenn man an einen Elektrozaun für Tiere greift - bitte nicht anpinkeln! ;)

    Dass wir uns hier alle so schwer tun liegt daran das wir zwar Strom, Impulse und co. verstehen - wir erfahren sowas täglich - aber uns schwierig vorstellen können was ein "Elementarschock" wäre. Aber für ein Objekt ist es immer gleich "schädlich" [=2W6+(QS x 2) TP] wenn das elementare Gleichgewicht "überladen" wird.

    Jetzt bringt aber diese "Überladung" auch immer einen Sekundäreffekt hervor. Mehr Feuerelement lässt Dinge brennen. Mehr Erz lässt Dinge schwerer werden, etc. Dass es sich bei dem Zauber - und speziell beim Orcanofaxius - um keinen (Luft)Impuls handelt erkennt man daran dass, anders als beim Aeolito, das Ziel nur den Status liegend bekommt aber nicht QS/2 Schritt zurück geschleudert wird. Man könnte das als "Bodenhaftung verlieren" interpretieren, als wäre das Ziel dann eine Art "Hovercraft". Wohingegen beim Archofaxius die "Bodenhaftung" zunimmt und beim Humufaxius die "Naturverbindung".


    Hesinde zum Geleit! Mada zur ewigen Ehr!


    P.S. ich gehe davon aus das die "Neonröhren" im Dunkeln beim Ignifaxius glimmt, beim Orcanofaxius rauscht, beim Archofaxius kratzend klingt, beim Aquafaxius "plätschert", etc. Zudem könnte es sein das die Elementartransformation einen ganz eigenen "magischen Klang" erzeugt. Aber das kann ja jeder halten wie er mag.

  • Hochinteressante Ausarbeitung, werter Collega!

    Ich wage dennoch, dies zu hinterfragen:

    Ad 1: die auf ein Ziel in bestimmter Distanz fixierte, röhrenförmige Astralmatrix. (A) Was passiert, wenn das vorgesehene Ziel ausweicht? Trifft das elementare Geschoss dann auch ein anderes Ziel dahinter? Wand, Tür, Baum, andere Person? (B) Ist der gegenteilige Effekt möglich, dass sich z. B. ein Leibwächter dem Geschoss in den Weg wirft? Hierzu verweise ich auch auf die mit einem Invercano nachweisbaren Effekte.

    Nachtrag hierzu: Auch die Wechselwirkung mit einem Gardianum ist zu berücksichtigen - der „Schütze“ zielt auf eine Person, trifft aber zunächst den astralen Schild.

    Ad 2: Erneut verweise ich auf die in LC 123 beschriebenen Sekundäreffekte, beispielsweise das „Niederwerfen“ durch einen Aerofaxius. Dies scheint mir noch nicht klar erläutert.

    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort!

    Edited once, last by Hinrich: Nachtrag zu 1 (June 11, 2024 at 3:15 PM).

  • Hinrich

    Danke für eure warmen Worte. Und es gibt nichts zu wagen. Ohne Collegae, ohne Widerspruch, kein Leben in einer Diskussion. :)

    Ich muss dazu sagen dass ich mich hauptsächlich auf DSA5 beziehe - die aktuelle "Wahrheit" für Aventurien. Grade bei Magie gibt es durchaus veränderte Implikationen (Oculus Astralis uvm.). Hier also mal meine weitere Einordnung.

    Was passiert, wenn das vorgesehene Ziel ausweicht? Trifft das elementare Geschoss dann auch ein anderes Ziel dahinter? Wand, Tür, Baum, andere Person?

    Nein. Denn die Röhre ist in dem Fall nur so lange bis sie das Ziel erreicht. Und wenn das Ziel ausweicht ist an seiner Stelle nur "luftleerer Raum". Sollte ich die Röhre aber "frei in den Raum ballern" wie es die Regeln implizieren:

    Quote from Regelwiki

    Es ist auch möglich, den Strahl ziellos abzufeuern.

    Hier stelle ich also quasi eine "vordefinierte Stange" in den Raum. Hier müsste ich, wie bei einem Pfeil das nächstbeste Ziel treffen, da der Regeltext sonst keinen Sinn ergibt.

    Ist der gegenteilige Effekt möglich, dass sich z. B. ein Leibwächter dem Geschoss in den Weg wirft? Hierzu verweise ich auch auf die mit einem Invercano nachweisbaren Effekte.

    Das dürfte absolut möglich sein. Streng genommen trifft der Stahl ja auch immer erst die Rüsting, sonst wären es, wie beim Fulmen, SP (magische und karmale Rüstung außen vor) und keine TP. Streng genommen dürfte der Faxius-Strahl gar keinen Schaden machen wenn er explizit nur auf die Rüstung/Gardianium/etc. gerichtet ist, weil die Stange schon bei der Rüstung aufhört und nicht versucht durch die Rüstung bis zum eigentlichen Ziel zu kommen. All das entfällt analog wenn man nur "die Stange in den Raum stellt".

    Ad 2: Erneut verweise ich auf die in LC 123 beschriebenen Sekundäreffekte, beispielsweise das „Niederwerfen“ durch einen Aerofaxius. Dies scheint mir noch nicht klar erläutert.

    Wie gesagt den LC hab ich jetzt ad hoc nicht zur Hand. Da ich DSA5 spiele habe ich die überholten und veralteten Produkte nicht nachdigitalisiert. Wie man im Regelwiki aber sehen kann macht diese einen Unterscheid zwischen "Rückstoß+Liegend" beim Aeolito und dem bloßen "Status liegend" beim Aerofaxius. Ich gehe daher von keiner signifikanten Bewegung entlang der verliebenen beiden Raumachsen aus.


    Hesinde zum Geleit! Mada zur Ehr!

  • Dann bringe ich mich hier nochmal als Partypooper ein:

    Der Orcanofaxius (nicht Aero. Passiert mir auch ständig) wirft eben doch zurück 😋


    Allerdings finde ich die bisherigen Analysen und Aussagen alle sehr schön stimmig.

    Gibt es dieses ganze Wissen um Matrizen und das Anreichern von Elementen noch irgendwo im DSA5-Format?

    Oder sind das ausschliesslich alte Setzungen? Derartiges Wissen und Theoretisieren würde meinem Magier auch ganz gut zu Gesicht stehen.

  • Gibt es dieses ganze Wissen um Matrizen und das Anreichern von Elementen noch irgendwo im DSA5-Format?

    DSA5 spart leider ein bisschen mit allzutiefgreifender Hintergrundvermittlung. Was in DSA4 noch locker mehrere Seiten füllen konnte klingt in DSA5 eher so:

    Quote from Kodes der Magie S. 10

    Je mächtiger ein Zauber ausfällt, desto mehr Astralenergie benötigt er für sein astrales Muster.

    und

    Quote from Kodes der Magie S. 303

    In allen Fällen ist es vonnöten, dass der Erschaffer des Artefakts permanente AsP in das Objekt bindet, um es längerfristig mit einer magischen Matrix zu versehen.

    und

    Quote from 359

    Matrixzauberei
    Für weniger spontane Zauberer kann es Vorteile bringen, sich nur auf die starre Grundmatrix eines Zaubers zu konzentrieren.
    Regel: Wenn ein Zauber nicht durch eine Modifikation verändert wird, erhält der Zauberer beim Wirken +1 FP (bis zu einem Maximum von 18 FP)

    In der Summe ergibt sich daraus eben das "alte Bild". Jede Form der Zauberei liegt in bestimmten astralen Mustern vor. Die astralen Muster durströmen die gesamte Schöpfung. Bei Zaubern und magischen Vorgängen spricht man auch von einer Zaubermatrix. Und jede Komponente (Ziel, Wirkungsdauer, Kosten, Zauberdauer, etc.) sind Bestandteil dieser Zaubermatrix. Die Matrix ist quasi der "gesamte Quellcode" oder der "Algorythmus" eines Zaubers. Und daran kannst du eben mit "Programmiersprache" rumfummeln. Jede Argumentation über die Metaphysik der Magie muss über die astralen Muster - ich möchte sie fast Astralfäden nennen ;) - abgehandelt werden.

    Das mit den Elementen ergibt sich aus den allgemeinen Beschreibungen der Merkmale:

    Quote from Kodex der Magie S. 12

    Elementar
    Zu diesem Merkmal gehört das Erschaffen und Manipulieren der sechs Elemente Feuer, Wasser, Luft, Erz, Humus und Eis. Typische Zauber beeinflussen elementare Zustände wie die Temperatur oder den Aggregatzustand oder erschaffen Licht oder Dunkelheit.

    [...]

    Sphären
    Dieses Merkmal umfasst die Manipulation des Limbus, des wabernden, grauen Nicht-Raums zwischen den Sphären, die Reise durch den Limbus, aber auch die Beschwörung von Wesenheiten und Objekten aus anderen Sphären.

    Das bedeutet eben das ein *faxius-Zauber (Elementar) grundsätzlich anders funktioniert wie ein Manifesto-Zauber (Sphären). Das Element welches durch die *faxius-Zauber gerufen oder manipuliert wird muss aus der "Umgenung" raffiniert werden.


    Hesinde zum Geleit! Mada zur Ehr!