Attraction für die Häufigkeit des Empfindens von Anziehung verwenden?

  • Da ich attraction (Anziehung empfinden) für die Häufigkeit, die sich ein Charakter angezogen fühlt, verwende und es nicht beeinflusst werden sollte, habe ich entschlossen, dass es nur Einfluss auf Attraktivität hat, ob wenn man sich freundlich oder egoistisch verhält.

    Sollte ich attraction umbenennen?

    Grund für die Probleme ist, dass ich grayromantische und graysexuelle Charaktere realistisch einbinden möchte.

  • Öhm... ist freundliches/egoistisches Verhalten nicht eher eine Frage des... nunja, Verhaltens eben?


    Zudem lässt sich, wie du ja schon festgestellt hast, generell eher schlecht vorschreiben, wie sich jemand zu fühlen hat. Gleiches gilt mMn für Verhaltensweisen: Dein Charakter hat wenig attraction, Du darfst nicht nett und charmant sein! Du musst egoistisch und fies sein!

    => Kommt meiner Erfahrung nach bei Spieler*innen nicht so gut an.

    'Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?' he asked. Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.'

    [quote]

    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • Dein Charakter hat wenig attraction, Du darfst nicht nett und charmant sein! Du musst egoistisch und fies sein!

    => Kommt meiner Erfahrung nach bei Spieler*innen nicht so gut an.

    Andersherum:

    Ein charakter hat eine attraction von x.

    Bist du sehr freundlich zu ihm, darfst du y mal oft würfeln und das beste ergebnis nehmen. Bist du sehr egoistisch ihm gegenüber musst du y mal oft würfeln und das schlechteste ergebnis nehmen.

    Würfelt der andere charakter niedriger/gleich x, findet er dich anziehend.

  • Ahhh, danke für die Klarstellung und das Abändern deiner Frage :idea:

    Tatsächlich wird so rum schon eher ein Schuh draus. Ich finde, attraction passt gut, um das zu benennen - muss ja nicht zwingend romantische attraction sein, kann ja auch platonic oder aesthetic attraction sein.

    Wenn dir attraction aber doch zu sexual ist, würde auch approval passen wie bei BG3.

    'Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?' he asked. Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.'

    [quote]

    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • ChatGPT hat "anziehungsfrequenz" vorgeschlagen.


    Ps.

    Ich finde, attraction passt gut, um das zu benennen - muss ja nicht zwingend romantische attraction sein, kann ja auch platonic oder aesthetic attraction sein.

    Tasächlich wird in meinen system zwischen sexuell und romantisch unterschieden.

    Für platonisch gibt es nur attraktivität.

  • Ich versteh auch nicht ganz wie das funktionieren soll. Freundlichkeit ist doch nicht das Gegenteil von Egoismus. Ich kann sehr freundlich zu jemanden sein, damit ich später einen Vorteil davon hab. Das System mehrere Würfel zu nutzen und den besten/schlechtesten zu nehmen klingt einfach nur nach Situativen advantage/disadvantage wie in Dnd.

  • So wie ich das verstanden habe, verkörpert der Wert quasi, wie gut oder schlecht ein NPC momentan auf den SC zu sprechen ist, was dann je nach Höhe Advantage/Disadvantage auf Social-Proben gibt.

    Quasi was bei BG3 unter Approval läuft, für alle, die das Spiel kennen.

    'Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?' he asked. Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.'

    [quote]

    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • Wie ein Charakter einen anderen findet, kommt auf vieles an, nicht nur auf einen Wert oder den noch am wenigsten. Nur weil jemand gut aussieht oder charismatisch isg, springt ja nicht jeder darauf an, sei es nun von SC auf NSC oder umgekehrt und erst recht zwischen SC .
    Ähnliches gilt für Verhalten: Verhält sich jemand wie ein arrogantes Arsch, macht man sich damit in dem Moment keine Freunde.
    Schleimt man sich gekonnt ein oder ist aus aufrechten Gründen freundlich, kann das zu vorteilhaften Reaktionen führen.
    Ich würde nur keinen Regelmechanismus dafür einführen, sondern das durch genaue Umstände und worum es geht im Spiel umsetzen.
    Nur weil Figur X mit Figur Y flirtet, heißt das nicht, dass Y darauf anspringt oder sich etwas draus macht.
    Oder in Kürze: Anziehung empfinden ist eine sehr individuelle Angelegenheit, und noch mehr, wie sich das auswirken kann.

  • Wie ein Charakter einen anderen findet, kommt auf vieles an, nicht nur auf einen Wert oder den noch am wenigsten. Nur weil jemand gut aussieht oder charismatisch isg, springt ja nicht jeder darauf an, sei es nun von SC auf NSC oder umgekehrt und erst recht zwischen SC .

    Von "jeder" hat chelidon doch auch nichts geschrieben.

    Regeln für "Soziale Auseinandersetzungen" finde ich im P&P sehr wichtig. Spielern die nicht gut in der Darstellung sozialer Kompetenzen sind, wird dadurch ermöglicht dennoch Charakter-Konzepte dieser Art umzusetzen und umgekehrt die Spieler die "redegewand" und "selbstbewusst" in ihrer Darstellung sind, werden gedrosselt, wenn der Charakter nicht diese Kompetenzen in Werten wiederspiegelt.

    Nur weil Figur X mit Figur Y flirtet, heißt das nicht, dass Y darauf anspringt oder sich etwas draus macht.

    Wenn ich chelidon richtig verstanden habe dann möchte er "Attraction" wie eine 'negative Resistenz', also eine 'Empfänglichkeit' einsetzen, die regelt wie häufig Figur Y doch "anspringt". Also ein Wert der je nach Wahl des Spielers von Figur Y Eigenschaften wie 'Naivität', 'Extroversität', 'Offenherzigkeit' und/oder 'Vertrauensseeligkeit' abbilden kann.

    Ein Charakter mit "hoher" 'attraction' springt häufiger auf 'betören' an, als ein Charakter mit "niedriger" 'attraction'. Umgekehrt verscherzt man es sich aber auch mit einem Charakter mit "hoher" attraction häufiger, wenn man ihn ungehobelt oder aggressiv behandelt.

    Der Wert 'attraction' bildet also eine Schwäche gegen 'Betören' ab. Aber eine 'Stärke' gegen sowas wie 'Einschüchtern'.

    Falls ich das falsch verstanden habe, bin ich gespannt wie es tatsächlich funktioniert.

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'

  • Falls ich das falsch verstanden habe, bin ich gespannt wie es tatsächlich funktioniert.

    Ist tatsächlich so, wie du sagst.


    Ps.

    Das System mehrere Würfel zu nutzen und den besten/schlechtesten zu nehmen klingt einfach nur nach Situativen advantage/disadvantage wie in Dnd.

    Hab ich da auch da auch übernommen, damit der wert nicht statisch ist, aber trotzdem gut zu handhaben ist.


    EDIT:

    Ich möchte noch betonen, das ich im regelwerk betone, das die freiheiten abseitz vom debuff weiterhin bestehen und es für nichts anderes als den debuff ist.


    Edit 2:

    Was haltet ihr von dem begrief "Anziehungsfrequenz" statt "attraction"? Ist das verständlicher?

  • EDIT:

    Ich möchte noch betonen, das ich im regelwerk betone, das die freiheiten abseitz vom debuff weiterhin bestehen und es für nichts anderes als den debuff ist.

    Ich verstehe Dich so:

    Der Spieler kann (genauer sogar soll) seinen Helden unabhängig von der Höhe seiner Attraction spielen wie er will, bekommt aber wenn er gegen die Regel verstößt (als Bsp. Held mit hoher Attraction lässt sich auf einen ungehobelten NSC ein, weil ihn der Spieler trotzdem cool findet) eine Strafe (Debuff).

    Was haltet ihr von dem begrief "Anziehungsfrequenz" statt "attraction"? Ist das verständlicher?

    In beiden Fällen würde ich rein von der Bezeichnung vom umgekehrten Fall ausgehen. Ein Held mit einem hohem Wert wirkt anziehender auf andere und ist nicht wie vorgesehen ein Maßstab dafür selbst ein "leichtes Opfer" zu sein.

    Begriffe wie "Leicht zu haben" oder allgemeiner "Leicht zu beeinflussen" oder "Verführbarkeit" wären in meinen Augen eindeutiger.

    Unabhängig davon bezweifel ich, dass eine hohe Attraction "Betören+" sich gleichzeitig in "Einschüchtern-" ausdrückt und oft dürfte es gerade ein rüpelhaftes Verhalten sein, dass Leute mit hohen Attraction Werten anzieht. Oft ziehen gerade die hinter letzten Typen die meisten Leute an, dazu reicht ein Blick auf die Promis und Politiker...

    Ich fände getrennte, unabhängige "Abwehrwerte" für diverse geistige "Angriffe" deutlich sinnvoller.

  • Ich verstehe Dich so:

    Der Spieler kann (genauer sogar soll) seinen Helden unabhängig von der Höhe seiner Attraction spielen wie er will, bekommt aber wenn er gegen die Regel verstößt (als Bsp. Held mit hoher Attraction lässt sich auf einen ungehobelten NSC ein, weil ihn der Spieler trotzdem cool findet) eine Strafe (Debuff).

    Es hat keinen einflus auf bezihungen, romanzen und dergleichen.

    Würfelt person A niedriger/gleich attraktivität und niedriger/gleich betören, sowie person B niedriger/gleich Anzihungsfreuenz/Attraction, so bekommt person B den Debuff. Debei bekommt person A auf attraktivität und betören, je nach eigenen verhalten Vorteil bze. Nachteil, wie in D&D , da es leichter bzw. Schwieriget wird.


    In beiden Fällen würde ich rein von der Bezeichnung vom umgekehrten Fall ausgehen. Ein Held mit einem hohem Wert wirkt anziehender auf andere und ist nicht wie vorgesehen ein Maßstab dafür selbst ein "leichtes Opfer" zu sein.

    Was wäre dann besser als bezeichnung, zum abwehren von betören?


    Unabhängig davon bezweifel ich, dass eine hohe Attraction "Betören+" sich gleichzeitig in "Einschüchtern-" ausdrückt und oft dürfte es gerade ein rüpelhaftes Verhalten sein, dass Leute mit hohen Attraction Werten anzieht. Oft ziehen gerade die hinter letzten Typen die meisten Leute an, dazu reicht ein Blick auf die Promis und Politiker...

    Ich verstehe nicht was du meinst.


    Ich fände getrennte, unabhängige "Abwehrwerte" für diverse geistige "Angriffe" deutlich sinnvoller.

    Ich hab getrennte abwehrwerte,... das ist eben einer davon.

  • Ich finde es gut, wie du es planst.

    Allerdings suche ich noch nach einer schöneren deutschen Bezeichnung als "Attraktionsfrequenz".

    Ich war bei "soziale Offenheit" oder "Vertrauensseligkeit", da ich es so verstehe, das Charaktere mit hoher attraction, häufiger über andere Dinge hinwegsehen, wie soziale Klassen- oder Rassenunterschiede.

    Sie sind einfach sehr gesellig, auch in sexueller Hinsicht.

    Sehe ich das richtig?!

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'

    Edited once, last by Sturmkind (June 2, 2024 at 6:23 PM).

  • Sturmkind

    Es läuft eher auf queere label, wie aromantisch/asexuell (ACE), demi-romantisch/sexuell, gray-romantisch/sexuell und allo-romantisch/sexuell hinaus.

    Unabhängig davon bezweifel ich, dass eine hohe Attraction "Betören+" sich gleichzeitig in "Einschüchtern-" ausdrückt ...

    Ich meinte eher, das es wie ein zögetliches verhalten ist, wenn person B gegen person A die person B betört hat, agiert und deswegen der debuff auf für die betörte person B z.b. auf treffen bei angriffen, einschüchtern, überzeugen,... hat.

  • An sich finde ich es keine schelchte Idee, aus sozialen Interaktionen mechanische Boni und Mali abzuleiten. Und natürlich kann man so ein System um Labels erweitern wie ACE etc. Bin gespannt, wie das für dich läuft, und da kannst du gerne berichten, wie das in Tests läuft.

    Der Grund, warum sehr viele Spiele das nicht so machen ist, dass viele Spieler es gar nicht gerne mögen, wenn der Spielleiter nach einer Sozialprobe verkündet, was man jetzt für Nachteile hat, oder was man machen muss, weil man belogen/umgarnt/verführt worden ist.

    In diesem Fall hast du ja schon angedeutet, dass man noch frei in seinen Entscheidungen ist - es kommt wohl drauf an, wie stark die Mali auf die Interaktionen sind, die man hierdurch in deinem System bekommen kann.

    Along the shore the cloud waves break,
    The twin suns sink behind the lake,
    The shadows lengthen
    In Carcosa.

    Edited 2 times, last by Sternenfaenger (June 3, 2024 at 2:51 PM).

  • Der Grund, warum sehr viele Spiele das nicht so machen ist, dass viele Spieler es gar nicht gerne mögen, wenn der Spielleiter nach einer Sozialprobe verkündet, was man jetzt für Nachteile hat, oder was man machen muss, weil man belogen/umgarnt/verführt worden ist.

    Ist in endefeckt aber nicht so extrem wie einschüchtern, lügen und überzeugen.


    An sich finde ich es keine schelchte Idee, aus sozialen Interaktionen mechanische Boni und Mali abzuleiten. Und natürlich kann man so ein System um Labels erweitern wie ACE etc. Bin gespannt, wie das für dich läuft, und da kannst du gerne berichten, wie das in Tests läuft.

    Bin auch gespannt.


    In diesem Fall hast du ja schon angedeutet, dass man noch frei in seinen Entscheidungen ist - es kommt wohl drauf an, wie stark die Mali auf die Interaktionen sind, die man hierdurch in deinem System bekommen kann.

    Kommt drauf an, wie gut man eine fertigkeit beherscht und wie gut man sich anstellt.(fall A) Stellt man sich besonders gut an, bekommt man z.b. 3-fachen vorteil (vier mal würfeln und das beste nehmen). (Fall B) Stellt man sich durchschnittlich an, bleibt es bei 1 mal würfeln. Wird man sexuell und romantisch betört, bekommt man in beiden fällen Doppelten Nachteil. In fall A wäre das noch mit vorteil zu würfeln und bei maximalen skill auf den guten Bogen eine wahrscheinlichkeit von 99,75% und beim schlechten bogen 96% wahrscheinlichkeit zu treffen.

    Bei fall B wäre die wahrscheinlichkeit jeweils 85,7375% und 51,2%


    In fall C das man nicht betört wird, liegt die wahrscheinlichkeit bei 95% und 80%.


    Es ist also immer noch leicht auszugleichen, weil 3-facher vorteil bis 3-facher nachteil als normaler schwierigkeitsgrad zählt, der für noch leichtere sachen zusätzlichen vorteil erhalten kann.


    Ps.

    Der Wert 'attraction' bildet also eine Schwäche gegen 'Betören' ab. Aber eine 'Stärke' gegen sowas wie 'Einschüchtern'.

    Stimmt nicht ganz.

    Eine person mit höherer attraction lässt sich nicht weniger leicht einschüchtern. Das verhalten von der betörenden person wirkt sich auch nicht auf die attraction aus, sondern auf die attraktifität der betörenden person. Atraction soll sich befindet sich bei ALLO*Personen z.b. bei einrn wert von 5 und 16 und bei gray*personen zwischen 1 und 4, mit dem zusatz, das 2 mal geeürfelt wird und das "bessere" ergebniss genommen wird.

  • Atraction soll sich befindet sich bei ALLO*Personen z.b. bei einrn wert von 5 und 16 und bei gray*personen zwischen 1 und 4, mit dem zusatz, das 2 mal geeürfelt wird und das "bessere" ergebniss genommen wird.

    Gibt es für Dein Rollenspiel eine Einführung in die Sexualkunde (Persönlichkeitskunde oder wie auch immer man es bezeichnen mag)? Viele Leute dürften davon völlig überfordert sein, zumal diese Dinge nicht einfach existieren, sondern wichtiger Teil des Regelwerkes mit Auswirkungen sind. Spätestens an dem Punkt an dem man verschiedenste Auswirkungen "X gegen Y, X gegen Z..." nachschlagen muss, hätten die RPGler, die ich kenne keine Lust mehr (unabhängig von der Einstellung zu dem ganzen Thema).

    Ein System sollte meiner Meinung nach leicht und intuitiv funktionieren. Nach der bisherigen Vorstellung wirkt das System auf mich chaotisch.

    Vor allem scheint mir das Regelwerk in Bereich "sozial" viel zu ausufernd für ein Rollenspiel zu sein, das vermutlich kein Sex oder Porno RPG ist. Braucht man wirklich Detailregeln wie sich A mit B, C mit X und X mit A und B kombiniert?