Zwergenbrot und ich waren letztes Jahr im Herbst für etwa zwei Wochen in den schottischen Highlands. Wann auch immer wir im Freundes- und Bekanntenkreis das im Vorfeld erwähnten, kam ziemlich häufig ein "Da war ich auch schon" zurück. Vielleicht ist es ja auch hier ebenso (von einigen aus dem Forum weiß ich es, und dem Bereichs-Bild kann man es auch entnehmen) und wir mögen vielleicht gemeinsam in Erinnerungen schwelgen und uns gegenseitig auf Orte hinweisen, die man unbedingt gesehen haben sollte? ![]()
Dank persönlicher Erfahrungen von einem Forum-Mitglied, das früher oft in Schottland gewesen war, haben wir uns, nachdem wir schon in der Planung bei Euro-Tunnel oder Fähre nach Dover waren, doch auf Übernachtfahrt-Fähre mit eigenem Auto nach Newcastle entschieden, was sich als sehr gut erwiesen hat. Über Nacht in der Kabine fanden wir entspannter, als 1000
KM
im Auto zu kacheln.
Wir hatten uns im Vorfeld drei Übernachtungs-Orte ausgesucht für mehrere Nächte und gebucht. In den westlichen Highlands, in den nördlichen und im Osten bei Inverness (in dieser Reihenfolge sind wir auch gefahren, also im Uhrzeigersinn im Westen anfangend). Von da aus sind wir jeweils Tagesweise dahin gefahren, wohin zu fahren wir uns vorher teilweise überlegt hatten, teilweise aber auch vor Ort spontan entschieden.
Das beinhaltete zwar recht viel Fahrerei, aber wir sind nicht jeden oder jeden zweiten Tag umgezogen.
Die ersten beiden Übernachtungsort waren Pods, die so etwas wie überdimensionale Fässer (so von der Form her) sind, mit Wohn-/Schlafraum, kleinem Bad und einmal auch mit Küchenzeile sind, und die letzte Unterkunft war ein Apartment. Wir waren also Selbstversorger und konnten so kommen und gehen, wie wir wollten.
Insgesamt sind wir über 4.000
KM
mit Hin- und Rückweg gefahren. Wir haben viel schottisches Wetter gehabt (wenn's doof war, war es eine halbe Stunde später halt anders), aber auch ganze Tage Regen (nur in den ersten Tagen), aber auch viele Stunden am Stück Sonnenschein. Noch nie habe ich so viel Wasser gesehen. Von oben kam es, es lief über die Straßen und Wege, lief an den Berg- und Hügelflanken hinab und manchmal aus dem Boden heraus, der es gar nicht mehr aufnehmen konnte, in den Lochs, in Atlantik und Nordsee ... überall zuweilen. Glenfinnan lag teilweise unter Wasser, weil Loch Shiel ordentlich über die Ufer getreten war, und an einigen anderen Orten war es auch ein bisschen arg mit Hochwasser ordentlich eingeweicht. Tiefziehende Wolken, und Wind (das konnte schon manchmal mehr als nur ordentlich winden), und überall Heidekraut und schon brauner Farn.
Loch Lomond, Glencoe (ich habe mich landschaftlich mal wieder hemmungslos verliebt), verschiedene Strände (Schottland hat tolle Strände und die Meere sind zumindest im Herbst eindrucksvoll rau und wild), Isle of Skye (ein bisschen, die Fairy Pools waren schön, leider keine Feen gesehen^^), Ullapool (selten so nass geworden), Durness (toller Coast-Path und die Smoo-Cave), Dunnett Head, John O'Groats und die Duncansby Stacks, Loch Assynt und Lochinver (die andere Gegend, in die ich mich ernsthaft landschaftlich verliebt habe) und 15 Burgen und eine Abtei waren dabei. Burgen/Burgruinen, die man einfach so betreten kann, finde ich absolut großartig. Das waren mit diejenigen, die mir am besten gefallen haben.
Schottische Highlands haben uns sehr gut gefallen und Wunsch und Absicht, dort noch mal hinzufahren, sind da. Glencoe für einige Tage, Isle of Skye ein paar Tage ... (*sabber*) ... unbedingt.
Und noch mehr Burgen sehen.
Schottische Highlands
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Hach ja.... ist schon einige Jahrzehnte her. Mit 'nem Studienfreund ein Auto gemietet und von Edinburgh direkt durchgefahren nach Inverness, danach fing unser Tripp dann erst an. Quasi gegen den Uhrzeigersinn durch die Highlands. Nur ein paar Schlagwörter an die ich mich noch erinnern kann: Rannoch Station, Maiden Pub, Betty Hill (we need an accomo... accomo.. Ai, ihr könnt auch Deutsch schwätze...), Glen Torridon (mit Warhammer Soundtrack, eine brachiale Gegend und ein Hirsch auf der Straße, keine drei Meter entfernt), Sky mit den durchschossenen Straßenschildern, Pebble Hill (der Aufseher steigt aus dem Grabhügel und winkt uns durch den Regen zu...), Schlösser, Burgen, Cairns, Brochs, Lochs, ... und, und, und...
Die kräftigen Farben, die Sonnenstrahlen, die durch die Löcher in den Wolken bis auf's Meer strahlen, das Deutsche! Schild: Lämmer auf der Straße, die Single-Track-Roads...
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Rannoch Station steht auch auf meiner möchte-ich-gerne-sehen-Liste, nachdem wir im Oktober einen Blick auf Rannoch Moor werfen konnte (das eine Ende von Glencoe stößt daran) und ich im Reiseführer von der Bahnstation las.
Schafe und Hirsche sahen wir eine Menge, oft auf der Straße vor unserem Auto nach einer Vollbremsung und wir schauten uns dann gegenseitig erschrocken an.
Single Track Roads haben was, z.B. die alle paar hundert Meter die Ausweich-Buchten, mit denen das ein entspanntes Passieren ist (soweit man anderen Fahrzeugen begegnet) und das lief auf beiden Seiten immer angenehm und entspannt ab.
Wir haben deutsche Schilder mit dem Hinweis auf Links-Verkehr gesehen, die sind mehrsprachig.Deutsche Wagen sahen wir ständig, Deutschland muss letzten Oktober halb entvölkert gewesen sein.^^
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Wir hatten einen Englischen Leihwagen. Man haut sich ein paar mal die Hand beim Kuppeln an die Tür, danach ist das eigentlich kein Problem mehr. Als ich in den Ausweichbuchten links plötzlich vor dem entgegenkommenden Wagen stand, wussten wir: Ah, die sind vom Kontinent. 😀
Wir haben uns damals treiben lassen. B&B und wenn es uns gefiel, sind wir auch mal zwei Nächte geblieben. Tolle Gespräche, inklusive Hausmusik.
Ich habe noch irgendwo die eingescannten Bilder... zusammen haben wir bestimmt 25 Filme a 36 Bilder entwickeln lassen.
Irgenwo haben wir auch ein ganz verwunschenes Schloß/Burg gefunden. Leider niedergebrannt aber noch viel Mauerwerk übrig gewesen. Wenn ich meine Bilder sichte, finde ich auch sicher noch den Namen. Da hing ein Verkaufsschild! Leider nur an Schotten. Sonst wäre ich vielleicht nicht hier.... und pleite.

Außer in Edinburgh sind wir im ganzen Urlaub nicht auf Deutsche Urlauber gestoßen. War richtig angenehm.
(Das in Betty Hill war eine, die einen Englischen Bohrplattformarbeiter geheiratet hatte und nach 5 Wintern an der Nordspitze von Schottland nur noch weg wollte.) -
Fotos haben wir auch unzählige. Es waren fast 1000 (dank Handykamera), bevor wird durchgesehen und verwackelte oder doppelte rausgeschmissen haben. Einige ausgewählte Fotos hängen an den Wänden. Fotos sind schöne Erinnerungen, wenn sie auch das damalige Gefühl und Atmosphäre erwecken. Den Wind, die Kälte (Oktober), sogar der Regen, das Gefühl der Blicke auf diese wolkenverhangenen Berg- und Hügelflanken, an denen gerade im Westen überall Wasserströme herablaufen, der Anblick der weiten Heidekraut- und Farnlandschaften, der Blick über die Lochs.
Die eindrucksvollen Burgen, meisten Ruinen in unterschiedlich desolatem Zustand, oft mit dazugehöriger Geistergeschichte.
Der Linksverkehr ist eine Frage der Gewöhnung, aber so die ersten 2 Tage und manchmal auch noch später habe ich so einige kleineren und größeren Herzkaspar bekommen.^^
Es gibt so einiges, das ich gerne ausführlich noch mal sehen, besuchen und bewandern möchte, anderes überhaupt mal. Mehr, als so einige Urlaube abdecken können. (Aber Irland ist auch sehr reizvoll. *hust*) -
Schottische Highlands haben uns sehr gut gefallen und Wunsch und Absicht, dort noch mal hinzufahren, sind da. Glencoe für einige Tage, Isle of Skye ein paar Tage ... (*sabber*) ... unbedingt.
Und noch mehr Burgen sehen.Deshalb wir das nun fast 2,5 Wochen lang auch noch mal gemacht haben.
Diesmal blieben wir im Westen (und sind fast 1000 KM weniger gefahren). Stationen waren bei Fort William (5 Tage lang Glen Coe und Umgebung *himmlisch*), bei Peiness auf der Isle of Skye und zuletzt Lochinver.
Burgen und Abteien kamen wir auf 15, und dazu gehört zwischen von außen (kurz) gesehen und begeistert drin herum gegangen (und geklettert). Burgen und Abteien standen bei mir unter dem Motto - in Anlehnung an die offizielle Kampagne, die wir gerade spielen
- unter dem leicht abgewandelten Zitat "Stein der Äonen" (sagen und berühren, jedes Mal, wenn ich da irgendwo einen Stein oder mehrere tätschelte).
Wir hatten wir Pods im Vorfeld gebucht, die sehen urig aus, bieten ein bisschen Platz und es gibt keine Zimmernachbarn und wir sind daher Selbstversorger gewesen.
Diesmal hatten wir ganz anderes Wetter als im vorletzten Herbst. In den ersten Tagen gab es vereinzelte 30-60 Sekunden Tröpfeleien, die kaum den Boden richtig nass machten, einmal hatte es auch mehrere Minuten gefisselt, was auch kaum etwas anfeuchtete, ansonsten hatten wir sehr viel blauen Himmel und Sonnenschein, manchmal für einige Stunden grauen Himmel.
Die Schotten hatten Hochsommer, liefen in Short und Shirts herum (auch bei einstelligen Temperaturen), lagen an den Stränden, während ich daneben stand, in langer Hose und Windblocker-Jacke und mir dachte: Bei weniger Wind und ein paar Grad mehr würde ich auch im T-Shirt herumlaufen (nur ein Tag war für mich dazu warm genug^^).Auch der Wind war sehr zurückhaltend. An einigen Orten (hoch und küstennah meist) war es schon recht windig, aber wir sind nicht fast fliegen gegangen.
Wir haben dieses mal recht farbenprächtige Highlands erlebt. Die Hügelflanken weiterhin grün, braun und grau, aber allüberall lila wilde Glockenblumen in rauen Mengen, der gelbe Ginster, das Heidekraut, gerade in der Gegend um Fort William in so vielen Gärten die gerade orange wachsende Lavendelheide und viele andere Blumen.
Wir waren in der Vorsaison gefahren (Ende April bis Mitte Mai), aber die ersten Touristenhorden strömten schon ein. An so einige Orten war die Parkplatzsituation daher schon unangenehm und nachteilig.
Aber da gereichte es uns zum Vorteil, einen E-Wagen zu fahren, denn zweimal bekamen wir nur deshalb doch einen Parkplatz, bei anderen Gelegenheiten hatten wir schlicht Pech und haben einmal umdisponiert und einmal mussten wir halt 2 KM laufen, statt in Glenfinnan zu parken zu können). Denn wir sind mit E-Wagen nach und durch Schottland gefahren und das hat gut geklappt in Sachen Ladesituation und -begebenheiten.
Beim nächsten Mal hoffen wir, dass 2 Wochen eher ab Mitte April vielleicht ein paar Menschen weniger durch das Bild laufen lässt.
Ich konnte mir einen lang gehegten Wunsch erfüllen (seit dem ersten Besuch) und in Glen Coe den Aufstieg zum Hidden Valley machen. Damals ging das nicht, weil gerade Dauerregen war und dann ist das zu gefährlich. Wie überhaupt wir damals wenig wandern konnten, weil überall sehr schnell kein Weiterkommen mehr wegen Überflutungen gewesen war. In diesem Urlaub sind wir sehr viel gewandert und haben schon erste Pläne, wo wir beim nächsten Besuch unbedingt auch hin und lang wollen.
Hidden Valley: Ich hätte kein Rind sein wollen zu Zeiten der Viehdiebstähle der MacDonalds. Es ist mir ein völliges Rätsel, wie die gestohlenes Vieh da raufgebracht haben. Es ist ein sehr gutes Versteck, und der heutige Pfad dahin ist kaum zu finden (ist oft genug nicht einmal ein Pfad) und das Tal oben ist von unten nicht einsehbar oder zu sehen.
Wie waren einigen Stunden hin und zurück (laufen, klettern, keuchen) und im Tal unterwegs und ich fand es absolut großartig.
Ich bin ja ohnehin landschaftlich schwer verliebt in Glen Coe allgemein und die Three Sisters insbesondere und davon auch noch mal ins Hidden Valley.
Für mich gehört zu Glen Coe graue Wolken, denn das muss für mich etwas düster aussehen. Entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten, wenn die Sonne scheint (Mehr! Mehr) fand ich den strahlenden Sonnenschein da sogar etwas ... störend. Weshalb am nächsten Tag gleich ein paar graue Wolken sich um die und über die Sisters drapiert haben und das nict regnen, nicht kalt und immer mal wieder Sonnenschein nicht weiter beeinflusst waren.
Dass es weniger regnete war auch daran zu merken, was an den Steall Falls runter kam (oder auch eben nicht - aber dafür kamen wir da diesmal hin, statt über den weit über die Ufer getretenen Fluss nicht rüberzukommen), und Three Waters Meeting war eher 2 Two Waters Tröpfeln.
Über die Brücke nach Skye fuhren wir mit laufenden Skye-Boat-Song, was dazu führte, dass mir das verflixte Lied da nach nicht wieder aus dem Sinn ging.^^
Da ja Lämmerzeit war: Lämmer haben einen Niedlichkeitsfaktor für mich, der gegen Unendlichkeit geht! Erwachsene Schafe finde ich eher hässlich, aber Lämmer ...!^^
Schwimmen war ich nicht, aber immerhin war ich in mit den Füßen im Atlantik, in so einigen Flüssen und Lochs (und mit vielleicht 1 oder 2 Stunden mehr am Ablegetag in Newcastle hätte es auch noch für Nordsee gereicht). Das rangierte irgendwo zwischen ziemlich kalt und "mir frieren gleich die Füße ab". *g*
Ich habe mich alsmanischebegeisterte Fotografin entpuppt. Es könnten derzeitig etwa 2400 Fotos sein *hups*. Nach dem Durchsehen wird sich das etwas mindern. Etwas. -
Einmal in der Anderswelt von Schottland gewesen und du bist gefangen. 🥰
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Ja, gewisse Landschaften haben diese Wirkung auf mich.
Die Three Sisters rangieren bei mir direkt hinter dem Monument Valley. *schmelz*
Wir waren auch im Fairy Glen auf Skye, aber haben keine Feen gesehen (ebenso wenig im Herbst 23 bei den Fairy Pools). Ich habe trotzdem mal Hallo gesagt und auf gut Glück von meiner DSA-Feenritterin mit Feenfreund gegrüßt.