Immunität und spezielle Fähigkeiten von Monstern, wie geht man damit um?

  • Hallo liebe Orkenspalter Community,

    ich werde bald mein erstes D&D Abenteuer leiten, und bin noch etwas unsicher wie ich am besten mit den Resistenzen/Immunität und einigen Fähigkeiten von Monstern umgeht.

    Sollte man die Resistenzen der Monster den Spielern offenbaren?

    Bei einem Feuerelemter sollte ja jedem klar sein, dass man mit einem Feuerball nichts ausrichten kann.

    Aber z.B. der Flammenschädel: Resistenzen Blitz, Nekrotisch und Stich, Immun gegen Feuer, Gift und Kälte.

    Wie geht ihr damit um? lasst ihr eure Spieler durch "Fehlschläge" selber rausfinden, wie sie ein Monster am besten bekämpfen?

    Man könnte ja auch eine Probe auf arkane Kunde verlangen, wenn sie Spieler konkret danach fragen.

    Und dann eine zweite Frage zu speziellen Fähigkeiten einiger Monster.

    Als Beispiel der Hobgoblin:

    Einmal pro Runde kann der Hobgoblin einer Kreatur, die er mit einem Waffenangriff trifft, zusätzlich 7 (2W6) Schaden zufügen, wenn sich diese Kreatur in einem Umkreis von 1,5 Metern um einen Verbündeten des Hobgoblins befindet, der nicht außer Gefecht gesetzt ist.

    Erklärt ihr in einer solchen Situation, warum der Hobgoblin jetzt diesen zusätzlichen Schaden zufügt?

    Oder würfelt ihr das einfach aus und nennt dann den Schaden.

    Ich denke für die Spieler wäre es schon wichtig zu wissen, damit sie auch entsprechend handeln können.

    Ich weiß nur nicht, wie ich diesen zusätzlichen Schaden gut erklären kann, so dass es auch ins Rollenspiel passt.

    Die Monster Beschreibung vorlesen finde ich irgendwie zu "einfach"

    Wie geht ihr damit um?

    danke & viele Grüße!

    Vayle

  • Hi Vayle! Willkommen auf dem Forum!

    Sollte man die Resistenzen der Monster den Spielern offenbaren?

    Es gibt ein paar Möglichkeiten, wie du das tun kannst:
    Wenn ein Wesen von einer Attacke getroffen wird, von der sie weniger oder keinen Schaden bekommt solltest du in dem Moment unbedingt drauf hinweisen. Ich würde sowas immer "in game" erklären, also das dem entsrpechenden Spieler auffällt, dass der Angriff deutlich weniger Wirkung als sonst zeigt. Ein Charakter, der mit Feuer um sich wirft und damit Monster verletzt sollte doch merken, wenn auf einmal weniger Schaden angerichtet wird - oder man kann sogar sehen, das die Magie absorbiert wird. Natürlich kannst du das in manchen Situationen auch von einer Wahrnehmungsprobe abhänhig machen. Aber sobald die Spieler eine entsprechende Schadensart benutzen solltest du sie irgendwie drauf hinweisen, sonst sind die mehrere Runden am Stück ineffektiv, und das erzeugt gerne mal Frust.

    Zweitens Leben die Helden deiner Spieler in der Welt. Wenn sie gegen ein "bekanntes" Monster kämpfen, gegen dass schon viele andere Abenteuerer gekämpft haben, dann könnte es schon sein, dass man davon erfahren hat, wogegen das Biest resistent oder immun ist. "Trolle immer mit Feuer bekämpfen". Genauso können andere Figuren in der Welt deine Spieler warnen. Geht nicht in den großen Wald, da sind komische Monster drin, gegen die Schwerter nichts ausrichten, und gegen die auch Feuer nichts hilft.
    An der Stelle ist es auch super, wenn du einen Spieler-Helden dabei hast, der in Geschichte oder Arkanem Wissen oder Natur geübt ist - der könnte dann so eine Probe würfeln und vielleicht von den Monstern etwas gehört haben.

    Und dann eine zweite Frage zu speziellen Fähigkeiten einiger Monster.

    Ich selber bevorzuge es, im Kampf immer auf der erzählerischen Ebene die Fertigkeiten zu erklären.
    "Zwei Hobgoblins haben dich in die Zange genommen. Als du der rostigen Klinge des einen ausweichen möchtest, schubst dich der andere von der Seite, und die Klinge bohrt sich schmerzhaft in deine Schulter. (Treffer, Schaden). Höhnisch grinsend dreht der Hobgoblin die Klinge in deiner Wunde (Zusatzschaden), und macht sich bereit für einen weiteren Angriff (Ende des Zuges)."
    Wie du das erklärst bleibt deine Sache, du solltest es wenn es geht meist so machen, dass deine Spieler nachvollziehen können WARUM der Hobgoblin das jetzt machen darf, und was man eventuell dagegen tun kann - in diesem Fall z.B. Hobgoblins voneinander trennen.

    Along the shore the cloud waves break,
    The twin suns sink behind the lake,
    The shadows lengthen
    In Carcosa.

    Edited once, last by Sternenfaenger (January 19, 2024 at 6:52 AM).

  • Hallo Sternenfänger,

    vielen Dank für die Beispiele.

    Ich finde es eine gute Idee, das auf der erzählerischen Ebene zu machen, mir fehlten nur irgendwie die Ideen dazu.

    beste Grüße!

  • Da würde ich mir keine so großen Sorgen machen. Das kommt mit der Zeit, und dann findest du auch deinen Stil.
    Bei vielen Monstern kann man anhand der Namen der Fertigkeiten oder aus dem Hintergrund-Text ganz gut herausfinden, was denn da genau passiert. Dann muss man selber nicht so viel denken ;)
    Es gibt ein paar Sachen, die dir da noch unter die Handgreifen, wenn du englisch kannst würde ich dir dringend zu MCDMs "Flee, Mortals" raten - und auch der Youtube-Channel von Matthew Colville ist gut für alle möglichen D&D Tipps.


    Leitest du das erste mal?
    Wichtig ist, dass deine Spieler sich nicht mit einem Schadenstyp abmühen, um dann nach ein paar Runden erst zu erfahren, dass das wenig oder nichts gebracht hat.

    Along the shore the cloud waves break,
    The twin suns sink behind the lake,
    The shadows lengthen
    In Carcosa.