Gewandtheitskämpfer - wie am besten bauen?

  • Ok, bin bislang nicht versiert in der Artefakt-Herstellung (spiele eher Kampfcharaktere generall), aber ich vermute, dass das eher später im Heldenleben zur Geltung kommen dürfte. Ich gehe vorerst davon aus, keine Artefakte zu nutzen; dann gäbe es drei Konstellationen:


    1. Spontaner Kampf: Erste KR Hexenkrallen, (EDIT: ggf. noch Axxel. in der 2. KR) - fertig
    2. Sich kurzzeitig andeutender Kampf: Vor dem Kampf Visibli, ggf ausziehen, dann Hexenkrallen, dann in den Kampf gehen.
    3. Lang absehbarer Kampf: Am Abend vorher Schutzsalbe, kurz vorher Visibili, dann Hexenkrallen, dann in den Kampf gehen.

    Oder?

    Edited once, last by saxelfur ().

  • Ok, dann hatte ich Dich missverstanden. Ich betrachte solche Konzepte immer auf lange Sicht, weswegen ich persönlich keinen Zauber transferieren würde, "nur" damit ich eher von seiner Wirkung profitieren kann, wenn es auch ohne dies später möglich ist.

    Das ist auch eine gültige Sicht, aber ich bin mir bei sowas dann immer unsicher wie lange die "lange Sicht" sein soll. Wenn Hexenkrallen für das Konzept relevant ist, würde ich halt zuerst die Merkmalskenntnis für Verwandlung holen, weil die erste noch billig ist mit 10 AP. Wenn die erste dann auf Heilung fällt, damit man den Attributo modifizieren darf verwehrt man sich noch länger die Möglichkeit Hexenkrallen auf FW 16 zu bringen für 1w6 +4 TP.


    Sano Axxel ergibt immer dann Sinn, wenn man keine Artefakte hat, was wahrscheinlich die meiste Zeit der Fall sein wird. Den Arcanovi muss man ja auch auf ein hinreichend hohes Niveau bringen, damit man auch über QS 1 kommt und nicht einen, teilweise extrem nachteiligen, Effekt auf das Artefakt bekommt, was nochmal AP sind, die man in Eigenschaften oder Fertigkeiten investieren kann. Applicatus hat das Problem, dass man trotz der QS*10 Stunden Wirkungsdauer, sehr viel AsP auf Verdacht hin in ein Artefakt stecken muss. Nicht modifizieren zu dürfen heißt, mit Kraftkontrolle 11 AsP Visibili + 11 3/6 AsP Applicatus, je nachdem ob man mit den Erweiterungen für mehrere Zauber auch unterschiedliche Zauber in einem Rutsch applizieren darf oder nur mehrere Ladungen. Also 25 AsP sofort weg zusätzlich dazu, dass dann auf Visibili und Attributo auch noch zwei Proben anfallen zur Erschaffung des Artefakts und wenn es auslöst.

    Gerade der Attributo ist dann schnell verschwendete AP, weil man den AW eh nicht braucht, wenn man unsichtbar ist und dann gibt man 11 ASp aus für +1 Schaden oder so.


    Abgesehen davon ist das dann auch nicht mehr etwas das man als Gewandheitskämpfer bezeichnen kann, weil es ja auch egal ist, ob man mit Gewandheit oder Körperkraft kämpft und man als Madaschwester dann sowieso lieber nen Ignifaxius in das Artefakt bindet und dann im Kampf zusätzlich zur Unsichtbarkeit auslöst.

  • Traurige Nachricht. Als einziger Hexenstil, der die SF Macht des Hasses vergibt, ist er immer noch ok, aber das schwächt die SF enorm. Das ist fast so gut wie der Bonus der vergeben wird, wie wenn man in der ersten KR eines Kampfes, wohlgemerkt nicht zwingend in der ersten eigenen, einen Bonus bekommt. Da ist der Effekt der Artisten oder der Madaschwestern ja richtig bombastisch! ;(

  • Scoon Klassischer Fall für ne Hausregel

    WizardNemo Zum Axxel: So teuer ists auch nicht den Arcanovi auf 7-8 zu bringen, das senkt dann schon die Chance aufs QS1-Failen. Applicatus mag ich auch nicht. Aber der TE erstellt ja seinen Helden nur auf Kompetent, da stimme ich zu mag der Arcanovi erstmal zu teuer sein. AW bringt aber weiterhin viel weil Unsichtbarkeit die Gegner-AT ja "nur" halbiert und du sonst ohne RS eben doch recht fix schaden kassieren könntest. Klar geht PA auch aber da hab ich einfach vorstellungsprobleme wie ich mit Waffenlos ne Ochsenherde parieren soll, ohne Schaden zu nehmen. Eisenfaust hin oder her. Zumal du mit RS 0 auch RAW die Verbessserte Ausweichen-SFs mitnehmen kannst und die Punkte aus dem Attributo schaden auch nicht.

    Ich sag auch nicht das der Axxel schlecht ist, er synergiert nur nicht groß mit irgendwas in dem Konzept.

  • AW bringt aber weiterhin viel weil Unsichtbarkeit die Gegner-AT ja "nur" halbiert und du sonst ohne RS eben doch recht fix schaden kassieren könntest.

    Das macht aber der Axxel doch auch? der gibt einfach +2 VT, das entspricht einem Attributo QS 4, nur dass ich auch noch den Bonus beim parieren erhalte. Generell ist ja Parade meistens besser als Ausweichen und mit der Eisenfaust aus den Hexenkrallen darf man das ja auch, deshalb reden wir ja über das Konzept. Also effektiv tauscht man den möglichen Bonusschaden aus dem Attributo gegen eine tendenziell bessere Verteidigung im Axxel für geringere Kosten. Also zu den Artefakten stimm ich halt zu, wenn man das wieder Aufladen nach Redaxantwort interpretiert, ansonsten viel Spaß auf 12*5 AsP zu kommen, damit der Attributo sich selbst auflädt. Außerdem gibt es dann tendenziell auch bessere Zauber aus nem Artefakt mMn. Wenn man eh ne Wissensschwester spielt, kann man ja auch frei aus so ziemlich allem wählen.

  • Kleine Korrektur. Der Axxel gibt nur +1 auf die Verteidigung. Für eine gute Paradae wäre dann der Traditionseigene Attributto auf IN die Wahl.

  • Der Axxel gibt + 1 VT, die -2 sind für Gegner-AT. Das halt nur implizite Verteidigung. Ich sag nicht das er schlecht ist aber + 1 VT, - 2 Gegner-AT vs +3 TP, +3 AW beim Attributo, da nehm ich halt lieber letzteres. Aber natürlich hast du recht, dass der Attributo nur Sinn macht wenn man ein Artefakt dafür hat (und genau, die Stream-Redax aussage passend interpretiert).

  • Guter Einwand. Ich hab total vergessen, dass ja auch Hexen den Attr(IN) nutzen dürfen. Der wäre dann tatsächlich auch eine Option, wobei man dann natürlich den Schadensbonus verliert.

  • Wenn wir schon dabei sind, die 2te ZE des Transmutare kann auch je nach Lesart nochmal 1-3 Ge-Punkte bringen. Wobei man dann schauen muss mit GE-Attributo, gab ja glaub n Maximum von 5? Punkten aus magischen Quellen oder so meine ich.

  • Du kannst die beiden Boni nicht stacken, aber für 32/16 ASP eine Eigenschaft für Wochen um 3 Punkte anzuheben ist schon heftig.

  • Man kann auch bei Ritualen emotional Zaubern oder? Dann könnte man sich Zeit lassen und sich in die Emotionen des Rituals reinsteigern und dann fast schon Garantieren, dass der Transmutare mit maximaler QS durchgeht. für QS*3 Wochen hieße das 3-4 Monate lang 2/3 Punkte GE mehr. Das ist dann auch schon eine sinnvolle Option, die vorallem immer aktiv ist.

  • Scoon Danke, guter Punkt, die stacken nicht. Shit! Das hatte ich verpeilt, dann muss ich direkt neu Planen auch brauch ne neue Quelle für mehr AW ;)



    Ansonsten noch nen Weg mit der langen Zauberdauer der Attributo umzugehen wäre zwar ziemlich teuer, aber auch passend effektiv: Ritualisierung. So werden aus den 10 Minuten Basiszeitraum schnell 10 Tage.

  • Ansonsten noch nen Weg mit der langen Zauberdauer der Attributo umzugehen wäre zwar ziemlich teuer, aber auch passend effektiv: Ritualisierung. So werden aus den 10 Minuten Basiszeitraum schnell 10 Tage.

    Wobei jetzt beim Transmutare, im Gegensatz zum Attributo, nicht dabei steht, dass keine abgeleiteten Werte verbessert werden. +3 GE gibt also noch +1/2 AW ;)

  • Wobei jetzt beim Transmutare, im Gegensatz zum Attributo, nicht dabei steht, dass keine abgeleiteten Werte verbessert werden. +3 GE gibt also noch +1/2 AW ;)

    Das haben wir bei uns auch überlegt, aber genau so dann umgesetzt. Eine der Begründungen bei uns war, dass Transmutare nen Verwandlungsspruch ist, während Attributos bei Heilung hängen. Aber das natürlich mehr sone "wir erklären uns das jetzt irgendwie"-Sache.

  • Das haben wir bei uns auch überlegt, aber genau so dann umgesetzt. Eine der Begründungen bei uns war, dass Transmutare nen Verwandlungsspruch ist, während Attributos bei Heilung hängen. Aber das natürlich mehr sone "wir erklären uns das jetzt irgendwie"-Sache.

    Die spannende Frage daraus wäre dann, ob die AW aus dem Transmutare wieder mit der AW aus dem Attributo stackt. Schließlich darf ja nicht die GE der beiden stacken, aber der AW kommt ja aus einer anderen Quelle. Wenn man ganz lieb guckt, lässt das der Meister vielleicht zu xD

  • Also der Hexenkrallenkämpfer mit Visibili, Axxeleratus, ggf. Attributo - wie verhält der sich denn langfristig von der Kampftauglichkeit her zu einem profanen Kämpfer, bspw. Metessa Galora? Ich spiele aktuell eine profane Kriegerin mit 3200 AP, und ich habe weiterhin keine Probleme, meine AP auszugeben. Der Hexer würde also vermutlich deutlich weniger AP ins Kämpfen selbst investieren (speziell KFS) und auch in allgemeine Talente, weil die ja für die ganzen magischen Buffs gebraucht werden. Oder überschätze ich das?

  • Die Ritualisierung ist meiner Ansicht nach broken. Wenn man die Regeln anwendet, bekommt man extrem lang wirkende Zauber für extrem geringe Kosten. Wer immer sich da ans Balancing gesetzt hat, hatte recht andere Vorstellungen als ich. Schlußendlich ist das alles Spielleiterentscheid, wobei ich manchmal den Eindruck bekomme, dass dies die Notlösung dafür ist, dass man es eben nicht gut geregelt bekommen hat.

  • Mal wieder zurück zum Thema mehr:


    Würdet ihr folgende Kombos erlauben:


    1) Serpentialis + Boxen

    2) Hexenkrallen + Boxen

    3) Serpentialis + Gifthaut

    4) Hexenkrallen + Gifthaut

    5) Hexenkrallen + Serpentialis

    6) Schadensbonus aus Schuppenhaut + Serpentialis

    7) Schadensbonus aus Schuppenhaut + Hexenkrallen

    8 ) Hexenkrallen + Serpentialis + Gifthaut + Boxen

    ?

  • saxelfur

    Das kommt darauf an. Durch die Debuffs bist Du Deinem profanen Kollegen erst einmal überlegen. Der braucht hohe Eigenschaften, teure SFn um den Gegner mit Finte und Wuchtschlag (oder Hammerschlag) eins reinzulöffeln. Du brauchst nur zwei Zauber um die Paradae des Gegners auf 1 zu senken und seine AT zu halbieren. Das geht so lange gut, bis die Gegner Deinen Debuff schneiden (Blindkampf, Magiesicht), selber gute Waffen bekommen (Schmieden, Materialien) und das Geld haben, sich Artefakte zuzulegen. Dann ziehen sie Dir wieder davon.


    Sano

    Ist eine davon regeltechnisch verboten? Viele Sachen in Zusammenhang mit Magie machen keinen Sinn. Dennoch spielt man sie. Daher würde ich das hier genau so handhaben. Die regeltechnischen Effekte sind gegeben (ob gut oder schlecht geregelt, sei mal dahin gestellt), alles andere ist fluff. Nur wenn die Verzauberung ein und das gleiche Ziel betrifft, würde ich sagen, dass ein Konflickt vorliegt.Hexenkrallen und Serpentialis haben beide die Hände als Ziel und verändern sie funktional so, dass es sich gegenseitig ausschließt.

  • Die Frage ist natürlich auch, was ein Meister mit so einem Charakter macht. Vermutlich schaut er sich das ne Weile an, und dann hat ziemlich schnell jeder zweite Gegner Blindkampf…