Ansteckung mit Lykanthropie und die "Waffen" eines Wolfes

  • Hallo zusammen.


    Vielleicht ist es schon zu spät, aber ich verstehe Folgendes nicht; in WdG steht zum Thema Ansteckung durch Lykanthropie:


    Ausgelöst durch den Biss eines infizierten Opfers überträgt sich die Lykanthropie sehr häufig (5% pro erlittenem SP, also z.B. mit 10–20 auf W20 bei 11 SP; Probe auf Ansteckung einmalig nach Ende des Kampfs) auf den Gebissenen, wenn diesem nicht eine KO-Probe +20 gelingt (Resistenzen und Immunitäten helfen natürlich).


    Irgendwie raffe ich nicht, was hier gewürfelt werden muss; kann mir das vielleicht jemand so erklären, wie man es einem etwas begriffsstutzigen Kind erklären würde?^^


    Und wenn wir schon dabei sind: In WdG werden die "Waffen" eines Werwolfs unter "natürliche Waffen" zusammengefasst mit Biss 1W+5, Prankenhieb 1W+3; ich frage mich hier, hat ein Werwolf mit seinen Pranken sowas wie einen Paradewert? Macht das Sinn? Oder sollte man stattdessen lieber mit Ausweichen kämpfen? Darin sind Wolfis ja recht gut.

  • AhiraRules

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  • Er hat 11 SP erlitten. Jeder SP ist eine 5%-Einheit auf einem einfachen W20 zur Zufallsbestimmung.

    Also bei 1 SP nur eine 20 (5%), bei 2 SP 19 und 20 (10%), bei 11 SP 10,11,1,2,13,14,15,16,17,18,19,20 (11*5%, 55%). Bei 20 SP wäre die Ansteckung garantiert (1-20 auf 1W20).

  • Also, bei einem Biss würfelt man zuerst mit einem W20, ob die Krankheit überhaupt übertragen wird. Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit pro erlittenem SP um 5%. Man rechnet also bei 1 SP 5% von 20, das ergibt 1: Bei einer Zahl auf dem W20 ist man infiziert, idR fängt man bei 20 an und zählt runter. Bei 2 SP rechnet man mit 10% (zwei Zahlen auf dem W20), bei 3 SP mit 15% (3 Zahlen auf dem W20) usw. - so kommt man dann auch auf die Angabe, dass man bei 11 erlittenen SP bei 11 Zahlen auf dem W20 das Ergebnis "Übertragung" erwürfelt (10 bis 20 auf dem W20). Im Prinzip gleicht also die Anzahl der erlittenen SP der Anzahl an Zahlen auf dem W20, die das Ergebnis "Übertragung" erwürfeln, wobei die allerdings nicht willkürlich festgelegt werden, sondern man immer bei 20 anfängt und runterzählt.


    Wenn man das Ergebnis "Übertragung" erwürfelt hat, kann man danach noch eine KO Probe +20 würfeln, ob man wirklich infiziert ist. Die ist dann bei Resistenz oder Immunität ggn. Krankheiten entsprechend erleichtert, aber eben auch durch die Stufe der Krankheit erschwert.


    So würde ich das jedenfalls interpretieren.

    'Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?' he asked. Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.'

    [quote]

    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • 20 minus (alle) SP aus Bissen = der Wert, der mit einem W20 unterwürfelt werden muss.

    Nachdem die KO-Probe + 20 daneben ging (falls man nicht zufällig Resistenzen oder Immunität hat, was die Probe erleichtert).


    Umgekehrt, aber einfacher, wäre, alle SP aus Bissen nach Ende des Kampfes zusammenzuaddieren und mit einem W20 höher als diese Zahl zu würfelt werden.


    Da Werwölfe einen fetten Bonus auf raufen, gehe ich davon aus, dass sie über raufen beißen und schlagen, und daher auch parieren können, zusätzlich zu den genannten tierischen Angriffsformen. Bei denen nehme ich an, dass eine PA auch das gezielte Ausweichen sein kann, dass auf S. 62 in der ZBA bei den PA von Tieren steht.


    Ich würde, um dem KK-Bonus gerecht werden, den noch über den TP/KK beim raufen/ringen einrechnen.

  • 20 minus (alle) SP aus Bissen = der Wert, der mit einem W20 unterwürfelt werden muss

    Wenn du mit unterwürfelt meinst kleiner/gleich dann stimmt das, wenn du meinst kleiner wärs falsch.

  • Vielen Dank für die zahlreichen Überlegungen.

    Er hat 11 SP erlitten. Jeder SP ist eine 5%-Einheit auf einem einfachen W20 zur Zufallsbestimmung.

    Also bei 1 SP nur eine 20 (5%), bei 2 SP 19 und 20 (10%), bei 11 SP 10,11,1,2,13,14,15,16,17,18,19,20 (11*5%, 55%). Bei 20 SP wäre die Ansteckung garantiert (1-20 auf 1W20).

    Das erscheint mir sehr stimmig zu sein. So hat das "begriffstutzige Kind" alles verstanden.

    Da Werwölfe einen fetten Bonus auf raufen, gehe ich davon aus, dass sie über raufen beißen und schlagen, und daher auch parieren können

    Aber wenn der Wolf mit seiner Pranke pariert, etwa einen Schwerthieb, müsste das nicht gleichzeitig auch eine Verletzung nach sich ziehen? Wäre für einen "Werwolfkampfstil" nicht besser und v.a. "realistischer", anstatt zu parieren, immer ausweichen zu nutzen?

  • Aber wenn der Wolf mit seiner Pranke pariert, etwa einen Schwerthieb, müsste das nicht gleichzeitig auch eine Verletzung nach sich ziehen? Wäre für einen "Wehrwolfkampfstil" nicht besser und v.a. "realistischer", anstatt zu parieren, immer ausweichen zu nutzen?

    Du kannst einem Werwolf DSA 4 "Eisenarm" erlauben, dann bekommen sie gar keinen Schaden (wenn ihr mit DKs spielt). Solange es keine Silberwaffen sind, wird der Schaden einer Waffe ohnehin durch 4 geteilt (einmal halbiert durch unbewaffnete Parade und einmal halbiert durch Resistenz profane Waffen). Nach einer Parade bleibt also ohnehin nicht viel Schaden übrig - solange es natürlich ekien Silberwaffen sind.
    Generell würde ich als Werwolf mit Regenration und Schadensresitenz gar nicht ausweichen oder parieren - die haben ja auch 2 oder 3 Aktionen. Nur wenn sie merken, dass der Gegner gefährliche Waffen aus silber oder magisch oder geweiht hat, würde ich überhaupt über Ausweichen nachdenken.

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  • Aber wenn der Wolf mit seiner Pranke pariert, etwa einen Schwerthieb, müsste das nicht gleichzeitig auch eine Verletzung nach sich ziehen? Wäre für einen "Wehrwolfkampfstil" nicht besser und v.a. "realistischer", anstatt zu parieren, immer ausweichen zu nutzen?

    Ja, das macht halben echten Schaden.

    Aber da profane Waffen halben Schaden machen, wäre das ein Viertelschaden und bei RS von 2 dann auch nicht mehr so gravierend. Allerdings, wenn er in Raserei oder Blutrausch verfällt, sinkt auch die PA.


    Ob sie in Werwolfgestalt waffenlose Kampfstile und damit Manöver nutzen können, steht nicht bei (Stichwort: der genannte Eisenarm). Einmal in Blutrausch hat es sich eh mit Manövern, auch wenn der Eisenarm ein passives ist.


    Leider werden Werwölfe in Verwandlung nicht größer, sonst würden sie um Größenkategorie aufsteigen und könnten nur noch durch Schild oder Ausweichen abgewehrt werden können.


    Von zusätzlichen Aktionen steht in WdG (leider) nichts dabei. Der Doppelangriff generiert zwar zwei Angriffe mit einem AT-Wurf, aber ist keine zusätzliche Aktion.

  • Deswegen spielen wir mit massiven Hausregeln ;) Aber ja, alles was Schattenkatze sagt ist richtig. Je nach dem, wie stark eure SCs sind und was ihr an Waffen habt, kann so ein Werwolf ablern schwach oder schwer zu töten sein.
    Mit Hausregeln kann ein Werwolf bei uns echt übel werden, hier höält es sich in grenzen. Mit guter RS kannst du das Biest schon fast ignorieren.

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  • Wir auch, aber das ist ja keine Antwort darauf, wie es nach offiziellen Regeln funktioniert, was ja nun mal erst einmal die gemeinsame Grundlage ist.


    Wäre für einen "Wehrwolfkampfstil" nicht besser und v.a. "realistischer", anstatt zu parieren, immer ausweichen zu nutzen?

    Der Haken mit Ausweichen ist, dass Freies Ausweichen jedes Mal die INI um 4 senkt, und man nach einem Ausweichen nach Regeln eine Aktion Position machen muss.

    Keine Ahnung, ob ihr damit spielt (bei uns etwa fällt die Aktion Position weg, aber INI-Verlust bleibt bestehen).

  • Wir auch, aber das ist ja keine Antwort darauf, wie es nach offiziellen Regeln funktioniert, was ja nun mal erst einmal die gemeinsame Grundlage ist.

    Ja das stimmt. Mir ist halt nicht ganz klar, wie viel Mensch und wie viel Wolf der Werwolf verwandelt nocht ist (solange er nicht in den Blutrausch verfällt). Wenn er noch einen "menschlichen" verstand hat, würde ich ihnen auch noch Taktik und Kampfstile zugestehen.
    Für einen neuen Spielleiter zwar doof, aber: Um nochmal auf die Hausregeln zu kommen - die meisten nicht menschlichen Lebewesen bekommt man im DSA 4.1. System nur "sinnvoll" in den Kampf, wenn massiv nachgebessert wird (imho). Pauschales verdoppeln bis verfünffachen der LeP sowie aufbohren der Kampfwerte sind da oft das Mindeste. Mit "sinnvoll" meine ich, dass die Wesen sich im Spiel und im Kampf so anfühlen und verhalten, wie die Hintergrundgeschichte es darstellt.

    Einen Werwolf würde ich viel stärker und gefährlicher machen, aber halt immer im Blick auf die Heldentruppe.


    Der Haken mit Ausweichen ist, dass Freies Ausweichen jedes Mal die INI um 4 senkt, und man nach einem Ausweichen nach Regeln eine Aktion Position machen muss.

    Keine Ahnung, ob ihr damit spielt (bei uns etwa fällt die Aktion Position weg, aber INI-Verlust bleibt bestehen).

    Freies Ausweichen startet bei halbwegs Kompetenten Kämpfen gerne die Abwärtsspirale... immer gezielt ausweichen, wenns geht :P

    Wölfe haben "Niederwerfen", Werwölfe dann bestimmt auch - ich würd eher sagen, dass die jede Runde umwandeln und zwei mal angreifen - so noch nicht im Blutrausch.

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