OCULUS, Magische Analyse und Magietheorie

  • [...] Unterschiedliche "Leuchtkraft" für die magische Stärke [...]

    War halt niemals die offizielle Setzung.

    Das stimmt leider nicht. Genau das war die Setzung und bis heute gibt es keine andere. Die Regelung der aktuellen Zauber zu magischen Analyse haben kein Modell, dass die Funktionsweise anders erklären würde als "ist halt so". Ich verstehe nicht, dass Du nach der bisherigen Setzung keinen Widerspruch in der Aussage siehst: Mit dem Oculus kann man zwar die schwachen magischen Repräsentationen von profanen Dingen sehen, aber die starken magischen durchdrungenen nicht.

  • Und die Erweiterung erhöht die möglichen QS um 1. QS1 bei der Analyse ist es ist Magie vorhanden.

    Kannst du das nochmal nachschauen? Alles was ich gesehen habe war, dass man +1FP auf magische Analysen bekommt, wenn der Oculus verwendet wird.

    Wo wir gerade bei den Kosten sind, für einen Zauber den ich nur nutzen kann um unsichtbare Wesen zu sehen (fallen mir spontan auch nur elfen und ein bestimmter Dämon ein) und mich im Limbus zurechtzufinden (was ich auch mit Sternenkunde machen kann) ist mir die Steigerungsrate von B einfach zu hoch.

    Streng nach Regeln ist es Orientierung -3 oder ein Oculus Astralis, um sich zu orientieren. Dennoch kann ich verstehen, dass das doch ein recht spezifischer Anwendungsfall ist, aber falls man mal ner Kraftlinie folgen muss, ist das dann doch recht nützlich.

    Gerade fällt mir beim schreiben eine weitere unlogische sache auf. Der Zauber Occulus astralis hat die verbreitung allgemein wenn ich das richtig im Kopf habe ist das wissen um kraftlinien und Knoten Geheimwissen das pass irgendwie auch nicht.

    Ja, das alte Thema: Jeder Adept kann mit Magie die Kraftlinien sehen, aber kaum einer hat ne Idee was das ist, dennoch kann man mit Sonderfertigkeiten auch schon recht früh die Effekte nutzen. Ebenfalls ein Thema, welches man nochmal überdenken sollte.



    Alternativ kann man sich zur Erklärung auch vorstellen, dass die Astralwelt ein exaktes Ebenbild der physischen Welt ist nur halt in Form der leichten Magie die alles durchzieht. Dann sieht der Oculus an der Stelle eines mit Visibili getarnten Elfen halt immernoch einen Haufen astraler Fäden, wodurch Unsichtbarkeit obsolet wird. Allerdings lassen sich die Fäden nicht auflösen, weshalb man nicht mehr sagen kann, als "da ist etwas".

    Also den Grundgedanken, dass man einen A-Zauber nicht entwerten will, weil ein B-Zauber das gleiche nur besser kann ist ja irgendwie verständlich, aber da hätte man dann eher an den Kosten und der Wirkungsdauer schrauben können. Generell ist Magie erkennen und Analysieren in DSA 5 aber sowieso nicht wirklich ausgereift und die Regeln werden im Kodex auch nicht wirklich verändert oder ergänzt, insofern eine vertane Chance das ganze noch mal anzupassen.

  • Streng nach Regeln ist es Orientierung -3 oder ein Oculus Astralis, um sich zu orientieren.

    Ich wollte Dir gerade widersprechen, aber Du hast Recht. Wirklich schade, dass sie das ganze Modell von DSA4(.1) über den Haufen werfen, um dann mit unvollständigen Versatzstücken zurück zu kommen.

  • Kannst du das nochmal nachschauen? Alles was ich gesehen habe war, dass man +1FP auf magische Analysen bekommt, wenn der Oculus verwendet wird.

    PrePDF Grimorum - 4.Erweiterung: Magische Analysen erhalten +1 FP wenn vorher ein Oculus gewirkt wurde.


    Betonung liegt hier auf "vorher" und "wurde", er muss also nicht mehr aktiv sein für den Bonus.


    (Etwas schwach für eine 4.Erweiterung verglichen mit anderen Zaubern, aber wer Brauch den Oculus schon, wenn man nicht gerade auf der Jagd nach Elfen ist. :zwerghautelf: )

  • Im Prinzip kann man doch nur mit dem arbeiten, was bei der Zauberbeschreibung steht. Mit dem Grimorum hatte die Redax Gelegenheit, den Oculus Astralis klarzustellen. Vielleicht machen sie es noch.


    Aber bis dahin und so, wie der Zauber beschrieben ist, interpretiere ich das folgendermaßen:
    Der Oculus Astralis wirkt neben seinen anderen Besonderheiten wie ein Odem mit QS 1, nur das es nicht auf ein Objekt beschränkt ist. Wobei Personen und Objekte, die geschützt sind (wie mit Verhüllte Aura oder Aura verbergen), automatisch als nichtmagisch erkannt werden.

    Das heißt für verhüllte Auren oder QS > 1 braucht man weiterhin den Odem.


    So nutze ich diesen Zauber. Wobei ich meist trotzdem zu Odem greife.


    Und so würde ich den Oculus Astralis auch klarstellen. Vielleicht könnte man zusätzlich noch Sinnesschärfe-Proben (Suchen) verlangen, wenn man bestimmte Objekte prüfen will. Und nur bei Gelingen ist die Info äquivalent zu Odem mit QS 1.

  • Lorenz4535  WizardNemo ja stimmt sry man bekommt nur +1FP. Was das ganze noch abstruser macht. Denn man bekommt +1FP für eine Analyse die bei die man nicht durchführen kann da man immer noch 0 QS für die magische Analyse hat. Denn man muss danach zwigend noch einen Analys oder Odem zaubern um überhaupt zu wissen das Magie vorhanden ist.

    Im übrigen bin ich der Meinung das wir ein zweites Aventurisches Elementarium benötigen... :)


    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Denn man muss danach zwigend noch einen Analys oder Odem zaubern um überhaupt zu wissen das Magie vorhanden ist.

    Genau das ist halt wohl leider das Problem. Im Zauber selbst wird gesagt, dass man eine astrale Sicht erhält, aber es wird direkt eingeschränkt, dass keine Analysen durchgeführt werden können, aber Unsichtbares sichtbar wird. Da hätte man dann auch direkt schreiben können

    Wirkung: Durch den Zauber ist es möglich unsichtbare Personen und Gegenstände zu sehen. Ebenso erleichtert er die Orientierung im Limbus.


    Eine der Schwächen in DSA 5, da bei den Zaubern keine Flufftexte mehr dabei stehen, lässt sich die Intention nicht wirklich rauslesen. Es ist durchaus legitim wie Mythos zu sagen, dass das eine ungerichtete magische Wahrnehmung ist, aber da fehlt dann halt so ein bisschen die Eingrenzung was davon wirklich betroffen ist. Sieht man alles was AsP enthält, also Zauberer und Artefakte? Wie ist das mit Zaubertränken in die AsP eingeflossen ist? Magische Pflanzen wie Blutblatt? leuchten Zauberzeichen sofort auf? Was ist mit minderen Traditionsartefakten? Kann die Hexe sich selbst ganz sicher fühlen, wegen der verhüllten Aura, nur um dann von ihrem Besen verraten zu werden?

    Zusammen mit der SF Analytiker wird es dann sehr seltsam. Dann find ich die Artefakte mit einem Oculus, aber analysiere diese mit der profanen SF, um festzustellen ob der gebundene Zauber mächtig(FP>10) oder eher schwach (FP<10) ist.

  • Genau das war die Setzung und bis heute gibt es keine andere


    Quellen bezüglich dem war und/oder ist? Das es keine anderen gibt kann ich dir gerne samt Quellen widerlegen!

    Ich finde in MdsA S.9 und WdZ S.7 f. immer wieder die Beschreibung, dass der Astralleib einzigartig ist und in der Lage ist, sich zu verändern aber nirgendwo die Setzung das steigende pAsP die Aura stärker strahlen lassen! Auch gerade nochmal das CS Quergelesen, hier könnte ich aber was übersehen haben.


    "Verhüllte Aura" ist, seit es sie gibt, nie mit wachsenden pAsP schwächer geworden oder hat, bzw. wurde von "Hoher Astralkraft" ausgeschlossen. Was ein Indiz ist das gegen deine Interpretation der "Leuchtkraft" betrifft. "Verhüllte Aura" könnte aber natürlich nur die Ausnahmen von der Regel abbilden.


    Das was deiner Darstellung am nächsten kommt finde ich zum Oculus im Codex Cantiones:

    Quote from CC 140

    [...} Als leuchtende Ansammlung von Kraftfäden für magische Dinge, als nebulöse Dunkelheit, für alles was nicht von Zauberei erfüllt ist. [...]

    Aber das ist nach meiner Interpretation eine "JA/NEIN"-Setzung:

    Ist es magisch?

    • WENN JA, DANN nimmt der Betrachter eine Ansammlung von leuchtenden Kraftfäden wahr.
    • WENN NEIN, DANN nimmt der Betrachter eine nebulöse Dunkelheit wahr.

    Auch hier versteh ich also die Setzung des Leuchtens durch eine höhere Ballung von Astralkraft, als deine reine Interpretation der Quellen.


    DSA4.5 hat als einzige DSA Version die Intensität von Magie beschrieben. Dies konnte über den Odem Arcanum festgestellt werden.

    Jedoch gibt es auch hier nichts von einer Leuchtkraft, die durch das Maß an Astralenergie bestimmt wird, hier konnte der Odem das tatsächliche Gewebe erkennen und hat "ein bestimmtes Detail erkannt sobald die Auflösung hoch genug war", wie du es schon so treffen verbildlicht hast:

    Quote from Liber Cantiones S.197

    [...]

    • 3 ZfP* erlauben Aussagen über die Intensität der anwesenden
      Magie (wie dick sind die Fäden: ist also kaum, wenig, viel oder sehr
      viel Astralenergie zu sehen);

    [...]

    Die Wirkung des Oculus wurde vom Liber Cantiones fast 1 zu 1 übernommen und um Regeln bezüglich der Wahrnehmung profaner DInge und der Interaktion damit erweitert. Aber auch LC S.196 gibt mir keinen Hinweis darauf, dass die Aura eines Viertelzauberers in DSA4 von der Aura eines Voll-Zauberers unterschieden werden kann. Außer man hat nach Details im Gefüge gesucht.

    Sano

    Ja, das wäre eine mögliche Erklärung. Das Ding ist nur: Es gab ein wunderbar einfach nachvollziehbares Modell. [Unterschiedliche "Leuchtkraft" für die magische Stärke] [Ein Leuchten ob etwas magisch oder nicht-magisch ist] und "Auflösung" um nähere Details zu [erkennen und zu] verstehen. Man muss dieses Modell nicht übernehmen. Andere sind auch gut. Allerdings gibt es kein anderes Modell. Es ist halt wie bei einem Brettspiel. "Frag nicht. Ist halt so.".

    //Durch mich editiert, nach meiner Interpretation der Quellen

    So würde ich dir zu 100% zustimmen.


    Im Prinzip unterscheidet die hellseherische Wahrnehmung zwischen 3 Arten von Aura:

    • Profan (Leuchtet nicht)
    • Verhüllt (Nicht klar, ob das Leuchten entdeckt wird)
    • Magisch (Leuchtet)

    Die Höhe der Astralenergie nimmt auf diese 3 schon seit DSA3 keinen Einfluss.

    Die Intensität von Astralkraft hingegen, wird nicht über die "Leuchtkraft" bestimmt, sondern über die "Stärke der Fäden" (LC Odem Arcanum), also einem Detail das man bei zu niedriger "Auflösung" übersehen mag.



    ------Edit------

    Kleiner Side Fact:

    Ich finde es übrigens blöd, dass die "Verhüllte Aura" schon seit DSA4 die Analyse erschwert, anstatt die benötigten ZfP*, bzw. QS zu erhöhen, um zu erkennen ob die Aura magisch ist oder nicht. Warum wird die Hellsicht dadurch schwerer? Eine Erschwernis muss ich dem Hellseher immer ansagen, wenn es über die ZfP* oder die QS laufen würde, würde der Spieler wahrscheinlich wirklich nicht mitbekommen, dass etwas im Busch ist.

    Ich fände es besser wenn "Verhüllte Aura" sagen würde:

    Regel: Eine nicht-zielgerichtete Hellsicht kann die Aura des Zauberers nicht als magisch erkennen, bei einer ´zielgerichteten magischen Analyse benötigt der Hellseher mindestens eine QS4 um zu erkennen, dass der Held ein Zauberer ist, liegt seine Analyse unter QS4 erhält er die Information das der Held eine profane Person ist. Erreicht der Hellseher jedoch QS4 oder höher so bekommt er alle Informationen für seine erreichte QS.


    bei der Erschwernis von 3 fragt sich der Spieler des Hellsehers sofort wo die Erschwernis herkommt, daher halte ich meine Regel für besser um Spieler- und Charakter-Wissen d'accord zu halten.


    ------Edit 2-------


    Das Kapitel Astralenergie aus "Die Magie des Schwarzen Auges" (MdSA) zu DSA3 löst übrigens wunderbar das Verständnisproblem auf, dass viele mit dem aktuellen Oculus haben:

    Hier finde ich die Unterscheidung zwischen der Astralenergie in Mustern, die allen Subjekten und Objekten zu eigen ist und der Astralenergie mit einem "Nicht-Ziel" wunderbar.

    Der Oculus in DSA5 kann sozusagen die Muster nur sehr rudimentär wahrnehmen, so rudimentär dass er nicht mal den Unterschied zwischen magischen und profanen Mustern erkennt. Ja er erkennt nicht mal den Unterschied zwischen einem verzauberten (unsichtbaren) und profanen Muster. Dadurch "sieht" er aber was man mit bloßem Auge nicht sah. Das unsichtbar gezauberte Objekt oder Subjekt, hat ja immer noch auf der astralen Ebene sein, ihm eigenes, Muster an Astralenergie.

    Außerdem kann der Oculus die gesamte Astralenergie mit "Nicht-Ziel" wahrnehmen. (Kraftlinien)



    Ich hoffe das hilft Einigen, ein wenig besseres Verständnis, für den Oculus oder das Astrale Gefüge Aventuriens insgesamt zu bekommen.

    Oder zumindest meine Position nachvollziehen zu können, dass der Oculus schon immer in DSA5 Sinn ergab, auch wenn sein "nerf" das er nicht mehr zwischen Magischem und Profanem unterscheiden vermag total unnötig war.

  • Zum Rest hab ich keine Meinung aber der Part zur Verhüllten Aura gefällt mir gut. Ich meine dieser Zauber Schleier der Unwissenheit oder so der wirkte meine ich so wie du schreibst über die QS aber die SFs oder mindestens der Vorteil gaben die Erschwernis.

  • Geron Sturmkind

    Ich habe die gleichen Quellen, wie Du, aber ich komme zu anderen Schlüssen. Allen voran ist da der bekannte Teclador-Effekt. Er beschreibt, dass ein Anwender des Odem geblendet wird/kurz erblindet, wenn er versucht den als Menschen verwandelten Drachen mittels Odem anzuschauen. Dieser Effekt beruht darauf, dass starke Magie stärker strahlt, als schwache. In diesem Zusammenhang funktioniert auch die Regelung, dass stärker Magie mit dem Odem leichter zu entdecken ist, als schwächere. Dabei werden pASP explizit genannt. Beim Odem selbst steht, das die magische Aura als ein rötliches Schimmern (oder Leuchten) wahrgenommen wird. Darüber hinaus wird vermerkt:

    Quote from LCD S. 197

    ...Zu starke Kraftquellen erscheinen als hellrotes Gleißen oder gar als im Geist des Hellsichtigen explodierende Sonne (bei den Gildenmagiern als Teclador-Effekt bekannt)...

    Der Oculus wird in DSA4(.1) als Kombination von ODEM und ANALYS beschrieben. Wenn ich das richtig verstanden habe, wollte man davon wegkommen, dass dieser Zauber beide erstezen konnte. Auf Grund der Kosten sehe ich zwar das Problem zum Odem nicht, aber seinen eigentlichen Zweck, der Orientierung im Limbus, hat man gleichzeitig auch abgeschwächt, in dem man die Orientierung auch ohne OCULUS erlaubt. Deine Quellen aus MdSA bewirken ein schönes Retrofeeling, aber sie belegn nicht, dass die Stärke von Magie in DSA bisher nicht durch die Leuchtkraft im Odem wiederspiegelt. Das dem so ist, steht bei der Zauberbeschreibung selber. Die Zauberbeschreibung des ODEM aus dem Codex Cantiones (DSA3) hingegen, macht die Sache schon sehr viel eindeutige:

    Quote from CC S. 141

    ...Die magische Aura eines Wesens oder Gegenstandes ist je nach angesammelter Astralenergie unterschiedlich stark und verblasst recht schnell, nachdem das Wesen den zu untersuchenden Ort verlassen hat: Die Anwesenheit eines alten Drachen oder Erzedämonen erzeugt ein grellrotes Gleißen, das den beobachtenden Zauberer für einen Tag blendet, während die Frage, ob sich vor einigen Stunden in der untersuchten Kassette noch ein Schutzamulett befunden hat, nur mit einer Probe +25 beantworten lässt...

    Es ist also schon seit DSA3 so, dass das magische Leuchten in ABhängigkeit zur Intensität stand.


    @Verhüllte Aura

    Die Idee finde ich nicht schlecht.

  • bei DSA 5 hat der Odem im Grimorum auch wieder die Erleichterungen pro 3 pAsp und pro 10 wirkende AsP. Mächtige Wesen oder Zauber sind also deutlich Leichter zu erkennen.

    Im übrigen bin ich der Meinung das wir ein zweites Aventurisches Elementarium benötigen... :)


    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Okay damit muss ich dir zustimmen der Teclador-Effekt war mir nicht bekannt.

    Aber unsere Diskussion ist eigentlich auch auf einer falschen Annahme aufgebaut wurden. Der das die neue Erweiterung des Oculus ihm erlaubt eine QS für die magische Analyse anzusammeln.


    Im Moment passt der Oculus dennoch in deine Logik:

    Astrale Muster kann der Oculus nur rudimentär erkennen, so rudimentär das er nicht das Leuchten zu erkennen vermag, welches man über den Odem zu erkennen im Stande ist. Aber im Gegensatz zum Odem oder Analys ist das auch nicht sein Sinn und Zweck, der Oculus soll die Astralenergie wahrnehmbar machen, die mit einem "Nicht-Ziel" durch die Sphären fließt.

    Anmerkung von mir: Vielleicht nimmt der DSA5-Oculus die Muster überhaupt nicht wahr, sondern man erkennt Auren von Stofflichem, nur als Löcher in der eigenen Wahrnehmung, der ungerichteten umgebenen Astralenergie, dadurch würde man ja dennoch unsichtbare Auren entdecken. Das würde erklären warum nur der Odem einen Teclador-Effekt auslöst.

  • Geron Sturmkind

    Meine Kritik baut nicht auf einer Zaubererweiterung aus dem Grimorium auf. Meine Kritik basiert auf der aktuellen Version des Oculus und den Aussagen der Redax dazu. Ich zweifle auch nicht daran, dass man eine konzeptionellen Ansatz erstellen kann, in welchem die Tatsache, das man mit dem Oculus Astralis unsichtbare Wesen erkennen, sich leichter im Limbus orientieren, aber keine Magie kann, Sinn ergibt. Meine Kritik fusst darin, dass es aktuell keinen solche konzeptionellen Ansatz gibt und die bisherige Setzung zu einem Widerspruch in den Aussagen zum Oculus führt.


    Du definierst das "der Oculus ... die Astralenergie wahrnehmbar machen [soll], die mit einem "Nicht-Ziel" durch die Sphären fließt." Du schreibst "...Vielleicht nimmt der DSA5-Oculus die Muster überhaupt nicht wahr...", "dadurch würde man ja" und "Das würde erklären". Diese Definition gibt es im aktuellen System jedoch nicht und auch die Annahmen drückst Du ja bewusst als Konjunktiv aus.


    Für mich war das Modell aus DSA4(.1) sehr einleuchtend. Magie leuchtete in Abhängigkeit von ihrer Stärke unterschiedlich stark und verblasste mit der Zeit. Wollte man ein genaueres Bild erkennen, war die Untersuchung mit dem ANALYS notwendig. Wollte man nur wissen, ob einem Ziel Magie inne wohnt, war der Odem die richtige Wahl. Der Oculus lag genau dazwischen, in dem er für höhere Kosten eine Magiesicht gab, welche dadurch auch die Orientierung im Limbus erlaubte. Der einzige Wermutstropfen lag für mich darin, dass ein OCULUS nach der Beschreibung nach theoretisch auch einen ANALYS ersetzen konnte. Das hätte man jedoch einfach durch eine Setzung ändern können.


    Ich denke das wird eher ein Reibungspunkt für Spieler sein, welche die alte Setzung kannten, sie gerne weiter nutzen würden oder hoffen ein gleichfalls logisches System zu bekommen. Spieler die aus Systemen kommen, welche, wie D&D eher mit Brettspielmechaniken arbeiten oder die noch gar keine Erfahrung haben und daher nicht nach solchen innerweltlichen Zusammenhängen suchen, werden wahrscheinlich keine Probleme damit haben.

  • Kraftlinien an sich (bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege) sind nicht perse unsichtbar sondern verlaufen unterderisch.

    Beides stimmt nicht. Kraftlinien sind mittels profaner Sicht nicht erkennbar (also unsichtbar). Kraftlinien verlaufen auch überirdisch (ofst sogar).

    Deswegen sind Magiertürme ja auch Türme (um z.B. im oberen Geschoss eine Kraftlinie / Kraftkonten zu berühren).


    Daher kann man Kraftlinien nur mittels Odem (Sicht) oder Occulus "sehen"...


    Sind Kraftlinien "unsichtbar"? Ich sage ja und zugleich treten gelegentlich an Kraftlinien Effekte auf: Mindergeister, Feentore,... aber der Normalsterbliche kann wenn überhaupt die Zusammenhänge nur vermuten.



    Gerade fällt mir beim schreiben eine weitere unlogische sache auf. Der Zauber Occulus astralis hat die verbreitung allgemein wenn ich das richtig im Kopf habe ist das wissen um kraftlinien und Knoten Geheimwissen das pass irgendwie auch nicht.

    Ja das stimmt. Ist sehr unlogisch. Aber ich versuche eine Erklärung:


    Ich vermtue das ist historisch bedingt. Die Kraftlinienmagie wurde irgendwann in der Reto/Hal/ Borbarad -Zeit (Wieder)entdeckt. Damals also noch "NEU" und oft "geheim"... der Zauber Occulus hingegen war bekannt, aber anders genutzt (damals zu DSA3&4 Zeiten konnte man ja noch Analysieren damit)...

    Nur weil man den Occulus kennt, ist die Existenz von Kraftlinien und vor allem deren Verlauf nicht bekannt. Daher: Zauber ist bekannt, KRaftlinienmagie ist nur wenigen im Detail bekannt.


    Vor allem ist es ein Regelmechanismus: Bevor ich die Vorteile nutzen kann, muss ich die Sonderfertigkeit erlernen.


    Okay damit muss ich dir zustimmen der Teclador-Effekt war mir nicht bekannt.

    Hätte ich nicht vermutet, dass es dir nicht geläufig ist.


    Es gab einmal (TM) eine wirklich wirklich gute Spielhilfe "De Carobservantia" von Magister Reiju Windfeder beim Wolkenturm (hab versucht die zu zu googeln, gibt es aber nicht mehr... arg). Sehr schade!


    Wirklich wichtige Stichpunkte sind:


    Wirklich ausgezeichnete Beschreibung von Kraftfäden, Verlauf, Impensfaktor (negative Werte), Astralcorpus,... Ein "Must have" welches ich der Redaktion ans Herz legen kann. Klasse!


    Ich entschuldige mich für den langen Text, auch weil wir das Thema schon öfter hatten.

    Lang? Es geht deutlich länger... :D

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Es gab einmal (TM) eine wirklich wirklich gute Spielhilfe "De Carobservantia" von Magister Reiju Windfeder beim Wolkenturm (hab versucht die zu zu googeln, gibt es aber nicht mehr... arg). Sehr schade!

    Tyll hat seine Seite für unbestimmte Zeit wieder Online gestellt. Hier sollte man fündig werden. ;)

  • Tyll hat seine Seite für unbestimmte Zeit wieder Online gestellt. Hier sollte man fündig werden. ;)

    Ah vielen vielen Dank! Genau das habe ich gesucht/ euch empfohlen. Ganz unten gibt es einen link zum download der "De clarobservantia"... quasi das "must have" der Analysemagier. Eine sehr weit verbreitete und akzeptierte Spielhilfe zum Thema Analyse.


    PS: Grad gesehen: Ich hab sie bereits seit 2019 auf der Festplatte..

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Beides stimmt nicht. Kraftlinien sind mittels profaner Sicht nicht erkennbar (also unsichtbar). Kraftlinien verlaufen auch überirdisch (ofst sogar).

    Deswegen sind Magiertürme ja auch Türme (um z.B. im oberen Geschoss eine Kraftlinie / Kraftkonten zu berühren).


    Daher kann man Kraftlinien nur mittels Odem (Sicht) oder Occulus "sehen"...


    Sind Kraftlinien "unsichtbar"? Ich sage ja und zugleich treten gelegentlich an Kraftlinien Effekte auf: Mindergeister, Feentore,... aber der Normalsterbliche kann wenn überhaupt die Zusammenhänge nur vermuten.

    ich finde Windfeders De Clarobservantia in einem Punkt sehr schwierig und widersprüchlich zu den offiziellen Quellen die uns vorliegen.

    Der Astralkorpus ist NICHT etwas das ausschließlich Zauberkundigen Wesen zu eigen ist, sondern allen fühlenden und denkenden Wesen.

    Jeder Hirsch, jeder Tiger, ja sogar jede Chimäre, welche nur durch dämonische Magie tatsächliche Lebewesen sind, besitzen einen Astralkorpus, jedoch ist es nicht jedem Astralkorpus möglich, Astralenergie zu speichern, diese besondere Eigenschaft ist unter Menschen selten, bei Zwergen noch seltener und bei Elfen Teil eines jeden Individuums.


    Windfeders Werk beschäftigt sich auch vornehmlich mit dem ANALÜS und trägt zum OCULUS ASTRALIS und zu Kraftlinien nur wenig bei.

    Der ODEM vermag (zumindest was DSA5 angeht) keine Kraftlinien zu sehen auch wenn er ungerichtet gewirkt wird, kann er nur anzeigen ob Objekte oder Wesen magisch sind oder nicht-magisch sind.

    Zur aktuellen Setzung von Magischer Analyse:

    1. Es ist nicht die magische Analyse die dem Odem erlaubt Magische und Nicht-Magisches voneinander zu unterscheiden, das ist der Zauber höchst selbst, die Matrix existiert also zu genau diesem Zweck.

    2. Dem Oculus erkennt um es mit den Worten von Zauberfeder zu beschreiben nicht den Astralkorpus, sondern nur die Aura, deshalb kann er zwar Stoffliches entdecken, dass durch Magie unsichtbar gemacht wurde, denn die Aura ist ja noch wahrnehmbar. Aber er kann nicht den Unterschied zwischen Magisch und Nicht-Magisch erkennen, denn dieser unterschied liegt (wenn man die Quellen aus DSA3 und 4 zu rate zieht) im Astralleib. Seine Matrix und somit die Magie Sinne folgen als einem anderen Zweck.

    3. Der Teclador-Effekt wurde nicht aus DSA4 übernommen und keine bisherige Erweiterung erlaubt es einem Zauberer etwas anderes mit dem ODEM zu untersuchen als Objekte und Wesen (Zielkategorie).

    Außer dies wird im GC nun geändert?

    Anstatt die Intensität eines Wesens oder Objekts zu bestimmen, kann der Odem nur noch das Wesen bestimmen, welches er untersucht (QS5 Odem erlaubt eine QS 2 magische Analyse) oder bei Artefakten, wie mächtig die Wirkung, des Artefakts, ausfallen könnte (ungefähre Bestimmung der FP des Artefakts).


    Was ist nach bisheriger Setzung also unlogisch?


    Wichtig ist:

    Aura ≠ Astralleib

    OCULUS sieht nur rudimentär die Aura, von Objekten und Subjekten und genauer die ungerichtete freie Astralenergie, aus der Kraftlinien bestehen und die auch im Limbus zu finden ist.

    ODEM sieht Auren von Objekten oder Subjekten genauer und kann einzelne Details dem Astralleib entnehmen (Magisch oder nicht, Wesenstypus)

    ANALYS ist nur dazu da eine Matrix genauer zu analysieren, der Zauber kann nicht die ungerichtete Astralenergie in der Umgebung erkennen.

  • Ich habe mir die SPielhilfe noch nicht angesehen, aber ich gehe fest davon aus, dass sie sich auf die Setzung von DSA4(.1) bezieht, da Tyll schon vor 2010 die Segel gestrichen hat, wenn ich mich recht erinnere.

  • Die Setzung das jedes Lebewesen einen Astralleib besitzt, wude schon in DSA3 getroffen (s.o. MdSA Zitat) und wurde in WdZ und WdG (DSA4.1) genau so wieder aufgegriffen, was DSA4.1 neu setze, war dass das Bewusstsein und Erinnerungsvermögen nun als Teil des Astralleibs betrachtet werden. (Wahrscheinlich um Einfluss-Zauberei und Hellseherei logischer zu gestalten und dennoch die Setzung bei zu behalten, dass nur der Leib und der Astralleib von Magie beeinflusst werden können.)

  • Wie geschrieben, ich habe die Spielhilfe noch nicht gelesen und Du hattest Dich bei Deinen Punkten auf die Setzung von DSA5 bezogen, welche ja in einigen Aspekten unterschiedlich ist.