Umgang mit Wahren Namen an der Akademie zu Perricum

  • Schattenkatze: Aus den Kleinigkeiten ausgegliedert.


    Sind an der Akademie in Perricum die wahren Namen von Dämonen bekannt und routinemässig in Anwendung? Wenn ja, welche würde man an die Scholaren weitergeben? Möglichst alle (Damit sie so gut wie möglich gerüstet sind) oder möglichst wenige (damit sie so wenig wie möglich Schindluder treiben)? Letzteres kommt mir nicht wie ein guter Ansatz generell vor :dodgy:

  • Es gibt dazu keine offizielle Regelung. Sie besitzen sicherlich einige, aber je gefährlicher ein Missbrauch wäre, desto mehr wird man sein Vertrauen beweisen müssen, um Zugang zu bekommen.

  • Das wurde in DSA5 mit Absicht offen gehalten und ist nirgends verregelt. Nicht um uns zu ärgern, weil wir alle so regelgeil sind :blush:, sondern damit Meister und Gruppen hier ihre Freiheiten haben.

    Am besten mit dem Meister bzw. Spieler zusammensetzen und in einer Liste runterschreiben.


    Vielleicht ist die Weitergabe eines wahren Namen auch eine Art Belohnung oder Zugeständnis für fleißige Novizen/Studiosus. ;)

  • Das wurde in DSA5 mit Absicht offen gehalten und ist nirgends verregelt. Nicht um uns zu ärgern, weil wir alle so regelgeil sind :blush:, sondern damit Meister und Gruppen hier ihre Freiheiten haben.

    Das hat für mich immer einen bitteren Beigeschmack. Als würde man Rollenspielern nicht zutrauen, dass sie die Regeln einfach über Bord werfen, wenn ihnen diese nicht zusagen. Ich finde es schöner, wenn man vom System ein Angebot bekommt, wie es offiziell angedacht ist, welchen man übernehmen kann oder eben auch nicht.

  • Das wurde in DSA5 mit Absicht offen gehalten und ist nirgends verregelt. Nicht um uns zu ärgern, weil wir alle so regelgeil sind :blush:, sondern damit Meister und Gruppen hier ihre Freiheiten haben.

    Am besten mit dem Meister bzw. Spieler zusammensetzen und in einer Liste runterschreiben.


    Vielleicht ist die Weitergabe eines wahren Namen auch eine Art Belohnung oder Zugeständnis für fleißige Novizen/Studiosus. ;)

    Mir ging es natürlich nicht darum was ich als SL und wir als Spielgruppe dürfen. Wir dürfen alles. Ich wollte wissen, was ihr innerhalb eures DSA-Gefühls für plausibel haltet. Vermutlich wäre es im Hintergrund-Topic besser aufgehoben gewesen. Trotzdem vielen Dank für eure Einschätzungen!

  • Alrician für das einholen subjektiver Meinungen sind die Kleinigkeiten generell nicht gut. Da einige dann auch gerne das für und wider der einzelnen Meinungen diskutieren.


    Außerdem einfach zig unterschiedliche, gleichwertige Vorstellungen nebeneinander zu stellen.


    Ich finde das Magie Forum schon passend, um den Umgang der 3 großen Gilden mit Dämonennamen zu diskutieren, aber eine Kleinigkeit ist das sicher nicht.

  • Die Schule der Austreibung ist eine weiß ausgerichtete Lehranstalt. Wenn diese wahre Namen von Dämonen besitzen, dann bestimmt im tiefsten Eck der Bleikammer. Von Weitergabe will ich gar nicht reden. Zumal für die Bannung von Dämonen der wahre Namen unnötig ist (zumindest in 4.1).

    Andererseits haben die Perricaner im Spruchkanon Sprüche hexischer und borbaradianischer Repräsentation, was auch selten für Weißmagier ist.

  • Sumpfdolde bei DSA 5 hilft er sowohl die Beschwörung als auch die Bannung um einen zu erleichtern.


    Von daher ist auch für Bannmagier jeder Name hilfreich.

    Im übrigen bin ich der Meinung das wir ein zweites Aventurisches Elementarium benötigen... :)


    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Ich hab zu Perricum leider nur 4.1 Referenzen. Auch wenn in DSA 5 für die Bannung der wahre Name hilfreich ist. Kann ich mir immer noch nicht vorstellen, dass die Akademieleitung, wenn überhaupt vorhanden, wahre Namen im Curriculum der normalen Schüler aufgenommen hat.


    Wenn vorhanden, kann ich mir maximal vorstellen, dass diese lediglich an Magi mit untadeligem Leumund und nur nach gewissenhafter Prüfung der Beweggründe vergeben werden.


    dealing with demons würd ich im eh generell den Profis überlassen ;)

  • Ich gehe davon aus das alle Abgänger der Universität über Jahre hinweg genau diese gewissenhafte Prüfung durchlebt haben.


    Wenn ich also sage ich will wirklich gute Bannmagier dann schadet ein wahrer Name nicht.

    Auch die Beschwörung zu Übungszwecken ist mit einem Namen sicherer.


    Und dann muss man sagen wahrer Name ist nicht gleich wahrer Name. Der eines Heshtots ist vermutlich gut bekannt der von Karmoth vermutlich nicht.

    Im übrigen bin ich der Meinung das wir ein zweites Aventurisches Elementarium benötigen... :)


    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Unabhängig von der richtigen Gesinnung, welche Abgänger einer weißen Akademie haben sollten, ist es in DSA 5 auch nicht so billig wahre Namen zu lernen. 10 AP für einen Namen eines niederen Dämons ist schon happig. Ein Adeptus wird die Ausbildung also vielleicht mit 1-2 Namen beenden, wenn er sich die Mühe macht diese zu lernen, aber viel mehr geht da nicht wirklich.

  • Ich gehe davon aus das alle Abgänger der Universität über Jahre hinweg genau diese gewissenhafte Prüfung durchlebt haben.


    Wenn ich also sage ich will wirklich gute Bannmagier dann schadet ein wahrer Name nicht.

    Auch die Beschwörung zu Übungszwecken ist mit einem Namen sicherer.


    oder möglichst wenige (damit sie so wenig wie möglich Schindluder treiben)? Letzteres kommt mir nicht wie ein guter Ansatz generell vor

    Weißmagier und Reichsmagier halten sich natürlich eng an den Weg den Kirchen und Herrscher vorgeben und da gilt grundsätzlich die Devise: Du weißt nur so viel, wie Du wissen musst. Ganz vorne unter den 12en sind natürlich Praios und Hesinde, die den Weg für Magier klar vorzeichnen. Man hortet das Wissen, gibt es aber nur zögerlich heraus.


    Einfach gesagt: Man erfährt nur Dinge, die der Gehaltklasse entsprechen.


    Wissen ist gefährlich, Wissen verleitet dazu mehr Wissen anhäufen zu wollen, Wissen macht überheblich (man möchte rennen, bevor man laufen kann, überschätzt sich)...


    Der junge Bannmagier frisch von der Akademie soll keine X Gehörnten austreiben, sondern jemanden holen der erfahren genug ist, um dem Problem sicher Herr zu werden. Erfahrung bedeutet sowohl Reife, wie auch Berufserfahrung und natürlich auch einen stabilen und abgehärteten Geist sowie sicher eine gewisse Abgeklärtheit und Ruhe.


    Selbst wenn man den Akademien und Kirchen mal wenig Eigennutz unterstellen möchte (in meinen Aventurien sind die aber ganz sicher nicht so selbstlos, sondern ganz menschlich eigensüchtig), so geht es bei den "Lernhemmnissen" auch um den Schutz des Exorzisten.


    Es gibt nicht grundlos in jeder Akademie verbotene Bibliotheksflügel und Giftschränke, zu denen nicht jeder Zugang hat. Unkontrolliert wahre Namen von Dämonen unters Magiervolk zu werfen, ist ganz sicher nicht der Weg von Akademien und Kirchen. Zugriff auf solches Wissen ist eng mit der Karriere in Akademie, Gilde und Reich verbunden und es liegt sicher nicht das Buch der bekannten Dämonennamen im Eingangsbereich, damit jeder Schüler und kleine Magier sich nach Lust und Laune mit wahren Namen vollsaugt. Generell traut man dem Schüler eher weniger zu, als zu viel.


    In Crunch ausgedrückt:

    Mit steigender Erfahrung und steigenden Werten und Fähigkeiten, steigt auch die Bereitschaft dem Magier tiefere Einblicke zu gewähren. Natürlich müssen die AP auch in relevanten Fähigkeiten stecken. Der Bannmagier der besser tanzt und zecht und abenteurert, als er zaubert und der kaum in der Lage ist seinen Geist zu schützen wird eher keine weiteren Geheimnisse erfahren.


    ALLERDINGS gibt es in DSA 5 leider keine Verbreitung mehr, deshalb kann auch der Anfängermagier schon bei der Generierung jeden Zauber und zig wahre Namen bekommen. Der aventurischen Realität (so wie Aventurien in anderen Quellen dargestellt wird) entsprechen die Regeln überhaupt nicht.

  • Man bildet seine Scholaren so aus, dass sie gegen dämonische Schrecken UND Verlockungen bestehen können - insofern gehören in Perricum die gängigen Wahren Namen zur Exorzistenausbildung (immerhin ist die Schule hier führend) dazu. Die Schüler gelten als hoch integer, Missbrauch wird schwer geahndet.


    In 4.1 können Zfw-Punkte der Invocationes bei Generierung für Wahre Namen aufgewendet werden, und da der Perricummer hier entsprechende Zauber studieren kann (I. minor und maior), können WN hier auch im Laufe der Ausbildung erworben werden.


    Seltenere und mächtige Namen werden vermutlich erst nach Prüfung von Bedarf und Reife des Antragstellers aus den Bleikammern hervorgeholt. Die Vizespektabilität Moriani extrahiert sogar gewohnheitsmäßig aus den z. T. wirren Äußerungen der Patienten Wissen über die Niederhöllen.


    Die Qualität verfügbarer Wahrer Namen an den qualifizierten Akademien würde ich so einordnen (ausgehend von diversen Beschreibungen aus Abenteuern und Spielhilfen):


    - Perricum: solide bei verbreiteten Dämonen, weniger Gehörnte; angewiesen auf neue Sichtungen aus den Schwarzen Landen; potente Literatur kann bei Bedarf konsultiert werden; Dispense für Herausgabe benötigt; als Service können Wahre Namen auch wieder getilgt werden, wenn das Wissen zu belastend ist

    - Punin: vermutlich schwankende Schwerpunkte im Curriculum, für die PENTAGRAMMA-Forschung gut sortiert, wobei reine Kampfdämonen sicher verpönt sind

    - IAA Kuslik: je nach Arbeitsgruppen stark schwankende Verfügbarkeiten, eher wenige, dafür sehr exotische (evtl. synthetische?) Wahre Namen

    - Brabak: Wahre Namen der meisten bekannten Dämonen zumindest ansatzweise bekannt, exzellent im Bereich T-G-T; werden wie selbstverständlich im Unterricht vermittelt; seltenere nur durch Gefälligkeiten, Bestechung oder Diebstahl zu bekommen

    - Yol-Gurmak: dito mit Schwerpunkt A-G-M und B-K-Z; mächtigere WN werden mit Pakten, Blutopfern etc erkauft

    - Rashdul: märchenhaft gut sortierte Sammlung, in geringer Qualität auch für Einzigartige und Legendäre; routinemäßig im Unterricht verwendet, gegenüber Außenstehenden eifersüchtig gehütet

    - Ysilia: solide Kenntnis vieler Wahrer Namen (v. a. Niedere Klassiker wie Zant, Heshtoth, Tlaluc etc), werden aber vermutlich eher bei Bedarf weitergegeben

    - Mendena: wenige WN aus dem Bereich B-L-R, dafür gute Konstruktionsthesen für den Golembau

    - Mirham: so gut wie keine WN, dafür hochwertige Konstruktionsthesen

    - Elburum: wenige WN zu B-K-L-Dämonen, dafür hemmungslose Unterrichtung derselben

    - Al‘Anfa: wenige WN zu ausgesuchten (weil im Seekampf nützlichen) Kampf- und Botendämonen, eher niedrige Qualitäten, keine T-G-T

    - Lowangen (HdM) und Fasar (AdGK): Besessenheitsdämonen als „alternativer“ Ansatz für interessierte / zahlungswillige Schüler

    - Gareth (MR): WN werden hier eher ausgelagert (Auraleth, Hesindetempel) und nur unter hohen Hürden zur Verfügung gestellt - es sei denn, die Pfeile des Lichts bitten um Amtshilfe

    - HdA Kuslik: vermutlich kaum WN verfügbar - PRA vor! - außer vielleicht für die Seuchen-Hektabeli (unter Verschluss); man verweist eher an das IAA

    - Sinoda und BA Fasar: kleines, aber durch Handel bzw. Spionage wachsendes Arsenal; bisweilen interessante Zufallsfunde

    - Beschwörerkreis des Karasuk, Sefira al Chadid: sehr wenige WN abseits des jeweiligen Spezialgebiets, dafür (Knochen-)Golem- und Chimären-Thesen als Spezialwissen für Auserwählte

    - Rafim Bey: einige Standarddämonen (Niedere) zum Unterstreichen der eigenen Macht; werden früh vermittelt, damit die Investition in den Schüler kein abruptes Ende nimmt; wenige Gehörnte Namen, die der Meister nur gegen große Gegenleistungen herausgibt

    - Al‘Nassori: solide Sammlung von WN diverser Kampf-, A-G-M- und C-P-T-Dämonen; seltenere und machtvollere werden vom Kapitän gehütet und bei Bedarf hervorgeholt

    - Mherwed: wenige WN, nur für den Rechtgläubigen, nach Verwendung intensive Buß- und Reinigungsmeditationen bis zur Selbstgeißelung.


    So kann man die jeweiligen Praktiken schön etwas individualisieren und den Akademien etwas Profil geben. Schade, dass das Verbreitungssystem bei DSA 5 aufgegeben wurde.


    Bei den übrigen Akademien und Lehrmeistern (die von DSA 5 habe ich jetzt nicht auf dem Schirm) sind Handhabung und Verfügbarkeit von WN vermutlich eher selten; die meisten haben zwar die PENTAGRAMMA-Thesis während der Borbaradkrise zugestellt bekommen, aber kein weiteres Rüstzeug. Ohne die Kenntnis des WN ist eine Bannung natürlich bedeutend schwieriger, weshalb professionelle Be- und Entschwörer (auch die Perricummer) dieses Wissen benötigen und auch vermittelt bekommen.