Wie lange halten Verbrauchs-Güter bei euch?

  • In den meisten Abenteuern spielen Wasser, Proviant, Leuchtmittel, Munition etc. aber überhaupt keine Rolle und sind ausreichend vorhanden. Wenn "Held sein" nicht einmal für solche Kleinigkeiten ausreicht, dann sollte man besser arbeiten gehen und die Welt vor die Hunde gehen lassen.

    Das finde ich nicht, dass das keine Rolle spielt. Gerade in den AB, die außerhalb von Städten oder auch nur Dörfern mit der noch geringen Möglichkeit, die eigenen Ressourcen aufzustocken, spielen, halte ich es sogar für sehr wichtig: was hat man dabei? Kann man es tragen? Wann und wo gibt es die Möglichkeit, neu aufzustocken (und kann man es bezahlen), oder wie kann man sich sonst behelfen?


    Im Gegenzug liegt es auch mit bei der Spielleitung, Möglichkeiten zu generieren, dass die SC an Geld kommen können, wobei es auch mit bei den SC liegt, sich nach solchen Möglichkeiten umzusehen.


    Im Gegenzug kommen Schulden dann auch wirklich zum Tragen. Wenn tatsächlich immer stillschweigend genügend Geld für den Lebensstil vorhanden ist und einzelne Ausgaben im Rahmen des üblichen dadurch abgedeckt sind, könnte es wohl schwierig werden, stelle ich mir vor, wie der Schuldner an Geld kommt, und ob er sich dann tatsächlich einschränken muss.


    Daher lege ich als SL wert auf so etwas. Ich finde es sich zu einfach machend, aus dem Inventar das zu ziehen, was gerade praktisch ist, denn auch mit unseren (gegenüber den offiziellen) aufgebohrten Traglast-Regeln muss sich oft überlegt werden, was man mit sich rumtragen kann (denn SC sind unterschiedlich stark und haben schon unterschiedlich viel Ausrüstung aus ihrer Profession heraus).


    Ist nicht jedermanns Sache, das weiß ich wohl, ich persönlich finde das aber durchaus wichtig und kann auch einen gewissen Reiz geben, sich IT und OT zu überlegen, was man bracht, wer was trägt, und ob man sich alles leisten und tragen kann.


    Mir wäre die Handhabung mit dem Lebensstil (Regeln und Handhabungen dazu gab es schon in DSA 3 und 4) zu einfach für meinen Geschmack. Auch Geld wiegt (ziemlich viel sogar nach offiziellen Regeln), und man hat womöglich gar nicht so viel mit oder gerade zur Hand, wie gut wäre.

    Ein Einkommen ist ja schön, aber es gibt keine Überweisungen und Banken an jeder Ecke, und mitgeführtes Geld ist eigentlich irgendwann auch mal aufgebraucht.

    Ich würde mich auch ständig fragen, wo das Geld eigentlich herkommt.


    Ich als Spielerin habe einen Schmierzettel, da kommen die Ausgaben drauf. Und am Ende des AB addiere ich zusammen und ziehe vom mitgeführten Geld ab (und habe währenddessen ein Auge drauf, dass die Ausgabe-Summe nicht höher ist als mitgeführte Mittel). Sehr aufwendig finde ich das für mich nicht.

  • Die Computerspiele der NLT verfolgen sehr genau den Verbrauch von Wasser & Nahrung - und Schuhwerk.

    Übrigens brauchte die DSA3-Horasbox das Thema Lebensstil und Ausgaben inkl. des dazugehörigen SO ins Spiel - ist damit wirklich Universal.

    Und die Seife zu 2 Heller konnte jeder in Havena schon kaufen.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Genau das sind die Gründe, weshalb ich diesen Faden geöffnet habe.

    Ich finde gerade Reisen die man nicht bespielt, sollten ein wirtschaftliches Minus bedeuten und ob und wann man es wieder erein bekommt, sollte nicht immer automatisch für das kommende oder die kommenden Abenteuer gesetzt sein. Zumindest in DSA finde ich das man als Abenteuer zwar lächerlich reich werden kann (gemessen am durchschnittlichen Bevölkerungseinkommen) aber genauso kann man als Abenteurer auch ganz schnell alles verlieren was man je besessen hat.

    Das halte ich für ein lebendiges Aventurien sehr wichtig, denn dieses Risiko, sowie die Gefahr für Leib und Leben, sind der Grund warum nicht jeder Aventurier Abenteurer wird.

    Ich achte sogar darauf wie Vermögen mit geführt wird:

    • Bargeld
    • Schuldschein
    • Goldbarren
    • Edelsteine
    • Luxusgüter

    Bei mir gibt es nicht immer nur blanke Münze als Questbelohnung. Außerdem spiele ich in manchen Gruppen sogar mit Währungssystem und Wechselkursen.


    Ich und meine Gruppen, mit denen ich das so Regel, mögen es einfach wenn "Alltagsprobleme" auch die Abenteuergruppe tangieren.

    Das Leben ist kein Zuckerschlecken und wer in Nostria einen Andrataler auf den Tresen wirft, kann froh sein wenn ihn das nicht einen seiner Finger kostet.

    Genauso wie man in Al'Anfa nicht einfach mit Bruchsilber zahlen kann und auch sicher nicht den gleichen Kurs dafür erhält wie in Thorwal, wo es ganz normales Zahlungsmittel ist.


    Hat mich ein paar Jahre Geschiebe mit dem Wert von Kurantmünzen gekostet, aber ich denke ich habe für alle geläufigen Währungen mittlerweile Wechselkurse die praktikabel sind. Manche Reiche haben die schöneren Motive und sind beliebter und manche Reiche besitzen keine eigenen Edelmetallvorkommen zum einen oder anderen Münzmetall, zum Beispiel ist der bornländische Batzen sehr selten, da es keine Goldminen im Bornland gibt.

    Schuldscheine der Nordlandbank oder der Phexkirche erfreuen in meinem Aventurien großer Beliebtheit.


    Genau das sind die Gründe, weshalb ich diesen Faden geöffnet habe.

    Ich finde gerade Reisen die man nicht bespielt, sollten ein wirtschaftliches Minus bedeuten und ob und wann man es wieder erein bekommt, sollte nicht immer automatisch für das kommende oder die kommenden Abenteuer gesetzt sein. Zumindest in DSA finde ich das man als Abenteuer zwar lächerlich reich werden kann (gemessen am durchschnittlichen Bevölkerungseinkommen) aber genauso kann man als Abenteurer auch ganz schnell alles verlieren was man je besessen hat.

    Das halte ich für ein lebendiges Aventurien sehr wichtig, denn dieses Risiko, sowie die Gefahr für Leib und Leben, sind der Grund warum nicht jeder Aventurier Abenteurer wird.

    Ich achte sogar darauf wie Vermögen mit geführt wird:

    • Bargeld
    • Schuldschein
    • Goldbarren
    • Edelsteine
    • Luxusgüter

    Bei mir gibt es nicht immer nur blanke Münze als Questbelohnung. Außerdem spiele ich in manchen Gruppen sogar mit Währungssystem und Wechselkursen.


    Ich und meine Gruppen, mit denen ich das so Regel, mögen es einfach wenn "Alltagsprobleme" auch die Abenteuergruppe tangieren.

    Das Leben ist kein Zuckerschlecken und wer in Nostria einen Andrataler auf den Tresen wirft, kann froh sein wenn ihn das nicht einen seiner Finger kostet.

    Genauso wie man in Al'Anfa nicht einfach mit Bruchsilber zahlen kann und auch sicher nicht den gleichen Kurs dafür erhält wie in Thorwal, wo es ganz normales Zahlungsmittel ist.


    Hat mich ein paar Jahre Geschiebe mit dem Wert von Kurantmünzen gekostet, aber ich denke ich habe für alle geläufigen Währungen mittlerweile Wechselkurse die praktikabel sind. Manche Reiche haben die schöneren Motive und sind beliebter und manche Reiche besitzen keine eigenen Edelmetallvorkommen zum einen oder anderen Münzmetall, zum Beispiel ist der bornländische Batzen sehr selten, da es keine Goldminen im Bornland gibt.

    Schuldscheine der Nordlandbank oder der Phexkirche erfreuen in meinem Aventurien großer Beliebtheit.

  • Eigentlich kümmern sich meist die Spielenden um so etwas: Seife, Pfeile, Essen... das wird selbstständig weggestrichen wie etwas verbraucht wird und selbstständig nach besorgt. Aber unser Rollenspiel lebt von solchen Kleinigkeiten und wir machen sehr selten irgendwelche Zeitsprünge, sodass man eigentlich sehr genau weiß, wann man das letzte Mal in welchem Luxus gebadet hat.


    Ich spiele/ meistere auch recht umfänglich. Wobei wir selten thematisieren, dass Fußwickel und Unterhosen nun abendlich am Fluß gewaschen und am Feuer zum trocknen aufgehängt werden... Ist aber durchaus einen Hinweis wert und ich merks mir bis zum nächsten Spielabend.

    Ansonsten finde ich es zu Kleinteilig, jetzt die Seife gedanklich in 50 Rationen "Handwäsche" zu unterteilen und bei Gesicht, Hände und Achselwäsche dann III Rationen wegzustreichen. Die Seite ist irgendwann einfach "alle" oder fällt in den Fluss... platsch.

    Oder man fällt selbst in den Fluss und findet dann einen aufgequollenen Batzen Seifenmatsch zwischen Pergament und Federkiel in seinem Rucksack. Ärgerlich.


    Wartet man wahrscheinlich bis zum nächsten Gasthaus, wo die Wäsche aller Gäste zusammen gekocht wird. Oder diese Arbeit sogar noch mal woanders hin delegiert wird.

    Echt? Also ja, kann man so machen. Aber spielt ihr das aus? Dann kann es also sien, dass an einem verregneten Tag der Streuner keine Klamotten hat (weil Hemd, Hose und Unterhose auf der Leine zum "nicht tockenen" hängt?

    Wäre zumindest mal ein neuartiger Ansatz im Vergleich zum eher klassischem: Ein Wintersturm hält euch im Gasthaus gefangen...


    Außerdem spiele ich in manchen Gruppen sogar mit Währungssystem und Wechselkursen.

    Fidne ich auch interessant, garde um klarzumachen, dass nicht jede Währung "Aventurienweit akzeptiert wird". Sondern, dass der Straßenverkäufer in Mirham durchaus keine Mittelreicher Währung akzeptiert (und nein auch nicht auf eine Dukate herausgeben kann).

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Wir speilen zwar ohne Einkommen durch den Lebensstil, sondern wirklich mit Geldbeträgen, die man erhält und ausgibt (sogar in Form von OT-Münzen), aber so kleinteilig, dass wir den Verbrauch (!) von Seife berechnen sind nichtmal wir.

    Wenn wir in einer Stadt vorbei kommen, würden wir Seife kaufen, dem SL die entsprechende Anzahl der Münzen in die Hand drücken und auf dem Charakterbogen "Stück Seife" vermerken. Es liegt dann in der Verantwortung des Spielers zu sagen, wann diese verbraucht ist. Das hängt ja auch ganz maßgeblich davon ab, wie häufig man sie benutzt.


    Edit: Ja, auch unser SL hat schon Wechselkurse ausgepackt. Stieß bei den Spielern auf wenig Begeisterung, da wir nach unserem Empfinden ohnehin schon viel zu kleinteilig spielen.

  • Wartet man wahrscheinlich bis zum nächsten Gasthaus, wo die Wäsche aller Gäste zusammen gekocht wird. Oder diese Arbeit sogar noch mal woanders hin delegiert wird.

    Echt? Also ja, kann man so machen. Aber spielt ihr das aus? Dann kann es also sien, dass an einem verregneten Tag der Streuner keine Klamotten hat (weil Hemd, Hose und Unterhose auf der Leine zum "nicht tockenen" hängt?

    Wäre zumindest mal ein neuartiger Ansatz im Vergleich zum eher klassischem: Ein Wintersturm hält euch im Gasthaus gefangen...

    Ich mache es so, dass eigentlich jeder Charakter mehrere Kleidungssets (in DSA5 gibt es Kleidungspakete zu einem Festpreis) bei besonders langen oder strapazierten Reisen durch absolute Wildnis (Hoher Norden, Khom etc.) kann es aber sein, dass alles schmutzig wird und "übel riechend" ist. Ja, auf sowas achte ich. Das nennen wir ja eben "Alltagsprobleme". Worauf ich dabei hinaus wollte, die Kleidung wird dann nicht gleichzeitig gewaschen, man behält ein Set am Körper und wenn der Rest wieder sauber und trocken ist, wird dieses Set gewaschen. Ggf. läuft man 2 Tage in stinkenden, schmutziger Kleidung rumlaufen muss, weil die Klamotte beim trocknen nass wurde. In Städten verorte ich eigentlich immer Wäscher, die dann Schuppen oder eine Scheune haben, in der viel Wäsche auf einmal trocknen kann.

  • Das nennen wir ja eben "Alltagsprobleme".

    Finde ich gut, macht aber nicht jeder so.


    In Städten verorte ich eigentlich immer Wäscher, die dann Schuppen oder eine Scheune haben, in der viel Wäsche auf einmal trocknen kann.

    Wäre mal spannend, wie das im MA wirklich war... obs dazu google einträge gibt?... mal sehen was ich finden kann

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Wechelkurse standen schon in der Enzyklopaedia Aventurica, oder?

    Seitdem spielen wir damit. Macht die Welt wieder ein Stück lebendiger, lässt einen tiefer eintauchen und schon sind die Geschichten näher an einem dran.

    Und geben nebenbei auch Spotlight für bestimmte Charaktere.


    Meine Spielenden wollen auch immer recht genau wissen, was es zu essen gibt...

    I ♡ Yakuban.

  • Wäre mal spannend, wie das im MA wirklich war... obs dazu google einträge gibt?... mal sehen was ich finden kann


    Und, was gefunden?


    Darüber wie der Alltag tatsächlich aussah, findet man ja leider selten was, nur darüber was Stand der Technik war.


    Was tatsächlich getan wurde, dürfte sich auch nach Ständen unterschieden haben. Der Streuner würde vielleicht einfach mitsamt seiner Kleidung in den nächsten Fluss hüpfen wenn er gar zu sehr mieft ....


    Echt? Also ja, kann man so machen. Aber spielt ihr das aus? Dann kann es also sien, dass an einem verregneten Tag der Streuner keine Klamotten hat (weil Hemd, Hose und Unterhose auf der Leine zum "nicht tockenen" hängt?


    Ähh .... du hast doch selbst erwähnt, dass deine Gruppe ihre Sachen am Lagerfeuer zum Trocknen aufhängt ...


    Hat dein Streuner da wirklich schneller wieder trockene Kleidung als wenn mein Krieger seine leinene Unterkleidung (Überkleidung aus Wolle wurde seltener gewaschen) zum Waschen im Gasthaus abgibt und darum bittet, dass man es am Kaminfeuer trocknet weil er morgen schnell wieder los muss?

    Feuer gibt's auch im Gasthaus.


    Ob man die Wäsche jetzt ordentlich mit Seife im Waschkessel kochen lässt, oder nur mal schnell am Fluss durchspült macht für die Trocknungsgeschwindigkeit keinen Unterschied. (Glaube ich. Wenn die Hose des Streuners natürlich schon so, äh, imprägniert ist, dass sie von selber steht, trocknet sie nach Waschen in Kaltwasser vielleicht schneller ... :/ )

  • Bis sie verbraucht sind. 8)


    Wir haben schon vor sehr langer Zeit aufgehört über solchen Kleinkram Buch zu führen. Ist uns einfach zu anstrengend, vor allem, weil man es in doppelter Buchführung (SL & Spieler) machen muss. Wir gehen seitdem davon aus, dass bestimmte Verbrauchsgegenstände bei nächster Gelegenheit erneuert werden und führen maximal Buch über einen monatlichen Lebenshaltungs-Pauschalbetrag.

    Einzig, wenn es eine gewisse Abenteuerrelevanz (Anzahl der mitgeführten Heiltränke etc.) hat, führen wir während des Abenteuers Buch darüber, was verbraucht wurde - aber auch hier gehen wir davon aus, dass spätestens nach dem Abenteuer der Norm-Bestand wieder aufgefüllt wird ohne dass man das explizit ansagen muss.

  • Das finde ich nicht, dass das keine Rolle spielt. Gerade in den AB, die außerhalb von Städten oder auch nur Dörfern mit der noch geringen Möglichkeit, die eigenen Ressourcen aufzustocken, spielen, halte ich es sogar für sehr wichtig: was hat man dabei? Kann man es tragen? Wann und wo gibt es die Möglichkeit, neu aufzustocken (und kann man es bezahlen), oder wie kann man sich sonst behelfen?


    Im Gegenzug liegt es auch mit bei der Spielleitung, Möglichkeiten zu generieren, dass die SC an Geld kommen können, wobei es auch mit bei den SC liegt, sich nach solchen Möglichkeiten umzusehen.


    Im Gegenzug kommen Schulden dann auch wirklich zum Tragen. Wenn tatsächlich immer stillschweigend genügend Geld für den Lebensstil vorhanden ist und einzelne Ausgaben im Rahmen des üblichen dadurch abgedeckt sind, könnte es wohl schwierig werden, stelle ich mir vor, wie der Schuldner an Geld kommt, und ob er sich dann tatsächlich einschränken muss.


    Daher lege ich als SL wert auf so etwas. Ich finde es sich zu einfach machend, aus dem Inventar das zu ziehen, was gerade praktisch ist, denn auch mit unseren (gegenüber den offiziellen) aufgebohrten Traglast-Regeln muss sich oft überlegt werden, was man mit sich rumtragen kann (denn SC sind unterschiedlich stark und haben schon unterschiedlich viel Ausrüstung aus ihrer Profession heraus).


    Nur weil wir keine Buchhaltung mehr betreiben bedeutet das nicht, dass man immer alles dabei hat, beliebig viel tragen kann und über endlose Geldreserven verfügt.


    Die Möglichkeiten werden inzwischen einfach abgeschätzt, wenn es wichtig wird auch der Verbrauch. In der Tat habe ich in manchen Runden auch kein festes Inventar mehr.


    Da bekommt man vom SL einfach einen Hinweis, wenn etwas knapp wird: "Kannst Du Dir schon leisten, aber es belastet Deine Kasse erheblich. Für den Rest des Abenteuers musst Du dann kürzer treten", "die Seifenvorräte werden drei Tagen nach dem Tazelwurmhort langsam knapp und müssen rationiert werden", "Du sieht all die schönen Dinge in der Auslage, aber Du weißt dass Du sie Dir mit Deinem Schuldenberg nicht kaufen solltest (Du kannst Dir das zwar leisten, aber es tut Deiner Tilgung alles andere als gut)", "viele Kämpfe, langsam wird die Munition knapp", "Du kommst Dir vor wie ein Packesel (1 Stufe Belastung, bis Du die geplünderten Sachen los geworden bist)" oder "Ich glaube nicht, dass Du mehr als die üblichen 10 Schritt Seil dabei hast" (gerade bräuchte man aber 30 Schritt Seil).


    Auch Währungsunterschiede kamen schon öfter mal zum Zug, allerdings nur wenn es rollenspielerisch interessant ist (das Zwergengold meines Zwergen, war bspw. immer sehr gern gesehen (da berühmt für hohe Reinheit), während der Nostriaheld mit seinem minderwertigen Geld häufiger Probleme hat). Rollenspielerisch angespielt wurde die Thematik, als eben jener Zwerg mit einheimischen und mittelländischen Helden durch Nostergast zog (geringer Edelmetallanteil der lokalen Münzen, hoher Anteil bei den von den Ausländern eingeführten Münzen als fluffige Besonderheit der Region, auch heikel der Wechsel Nostria/Andergast, wenn man noch Münzen des Feindes dabei hat). Langfristig hat man aber einfach wieder nur eine "grobe menge Geld", die einfach nur geschätzt wird.


    Sozial schwache Helden haben weniger als vermögende Helden (leben einfacher, können sich weniger leisten etc. - ähnlich Leben nach Stand). Wobei schwache Helden bei einem Einkommensschub (z.B. Abenteuer mit guter Ausbeute) für eine gewisse Zeit auf höherem Niveau leben und sich auch Dinge kaufen können, die sie sich sonst nicht leisten können. Während das extra Geld bei sowieso schon vermögenden Helden einfach verpufft (zu wenig, um ein relevanter Vermögensschub zu sein). Wie lang das Vermögen hält und was man sich an "Extras" leisten kann wird einfach wieder geschätzt. "Wenn Du das +2 Schwert (das Schutzartefakt etc. "besondere Crunch Großausgaben") jetzt in Auftrag gibst, ist es mit dem schönen Leben für die nächsten Abenteuer vorbei..." (wobei so etwas bisher gar nicht vorgekommen ist - wirklich besondere Dinge gibt es bei uns eher als direkte Belohnungen).


    Bei diesem Spielstil müssen sich SL und Spieler natürlich mehr vertrauen. Wenn der SL sagt "zu wenig Seil", dann hat man zu wenig Seil dabei oder das Geld reicht nicht für das gewünschte Objekt (die Bestechung, die Passage, neue Seife ;) oder was auch immer) - umgekehrt muss aber auch der Spieler realistisch bleiben, wenn er sich etwas "aus dem Rucksack zaubert". Das der Held irgendeinen Glücksbringer oder Schmuckstück hat, den er gerade beim NSC einttauschen kann, ist glaubhaft und wird wohl meist einfach durchgewinkt, das der Stubenhockermagier plötzlich ein Stemmeisen im Rucksack hat eher nicht. Letztendlich muss man solche Dinge im Zweifelsfall dem SL Glaubhaft machen.


    Bei uns funktioniert das System und es tut dem Spielgefühl gut. Kreuzer in der Taverne streicht sich schon lang niemand mehr ab, aber das "so gut wie keine Buchführung mehr" ist noch relativ neu (Im Prinzip einfach die Weiterentwicklung vom "Leben nach Stand", das wir vorher hatten). Bisher läuft es problemlos und ist in meinen Augen ein Gewinn. Keine merkliche Verschlechterung zu früher (trotz Buchungsfreiheit kein Problem das plötzlich alles vorhanden ist, wenn man es braucht etc.), aber es geht einfach noch lockerer. Wobei der momentane Stand der Dinge auch das Ende einer jahrzehnte langen Entwicklung ist. Von den Anfängen von DSA, bei dem man noch Kreuzer in der Taverne gezahlt und abgestrichen hat über das Leben nach SO (Alltagsausgaben Flatrate) bis zum aktuellen Spiel das weitgehend auf Buchhaltung verzichtet.


    Aktuell testen wir sogar ein erheblich vereinfachtes Regelsystem, bei dem es nichteinmal mehr LE oder AE gibt (Verletzungen, astrale Reserven etc. werden ebenfalls einfach geschätzt). Auch das funktioniert bisher erstaunlich gut.

    Edited once, last by x76 ().

  • Da bekommt man vom SL einfach einen Hinweis, wenn etwas knapp wird: "Kannst Du Dir schon leisten, aber es belastet Deine Kasse erheblich. Für den Rest des Abenteuers musst Du dann kürzer treten", "die Seifenvorräte werden drei Tagen nach dem Tazelwurmhort langsam knapp und müssen rationiert werden", "Du sieht all die schönen Dinge in der Auslage, aber Du weißt dass Du sie Dir mit Deinem Schuldenberg nicht kaufen solltest (Du kannst Dir das zwar leisten, aber es tut Deiner Tilgung alles andere als gut)", "viele Kämpfe, langsam wird die Munition knapp", "Du kommst Dir vor wie ein Packesel (1 Stufe Belastung, bis Du die geplünderten Sachen los geworden bist)" oder "Ich glaube nicht, dass Du mehr als die üblichen 10 Schritt Seil dabei hast" (gerade bräuchte man aber 30 Schritt Seil).

    Bei uns achten die Spieler*innen selber auf so etwas, und wie lang das Seil ist und ob man überhaupt eines hat, weiß auch jede*r selber. Wenn jemand Übergewicht durch Gepäck und Kleidung (bei schon veränderten Traglast-Regeln) hat (man ist tunlichst daran interessiert, es nicht zu haben) wird das auch berücksichtigt, Inventarlisten mit Gewichtsangaben sei gedankt, die anzeigen, wie viel man trägt und wie viel geht (und die auch eine Spalte für Packtier haben, so dass man, wenn es sich ergibt, einiges nicht dabei zu haben oder auf einem Packtier zu tragen, man einen Haken setzt uns aus der Gewichtsberechnung des SC verschwindet).

    SL sind höchstens dafür nötig, Preise festzulegen, aber wir haben uns auf eine Preisliste geeinigt, und es kommt nur die Frage, ob Listenpreis oder sich da etwas nach oben oder unten vor Ort tut.

    Jede*r weiß, was der eigene SC an Geld hat und haben möchte und überlegt sich dann, wofür das Geld ausgegeben wird, oder eben nicht, und es ist in der aktuellen SC-Gruppenkonstellation schon vorgekommen, dass den finanziell schwächer dastehenden Charakteren ausgeholfen wurde.

  • Und, was gefunden?

    das hier:


    https://sororeshistoriae.com/2…sche-waschen-mittelalter/


    "zum trocknen auf dem Rasen asugebreitet"... geht nur paarmal im Jahr. Im Winter (Steht nicht im Beitrag) kann die Wäsche trotz Minusgraden auch trocknen: Rel. geringe Luftfeuchtigkeit und etwas Sonnenschein genügen (ähnl. Gefriertrocknung).



    Der Streuner würde vielleicht einfach mitsamt seiner Kleidung in den nächsten Fluss hüpfen wenn er gar zu sehr mieft ....

    Geht sicher im Sommer. Schon jetzt (12°C - bei uns) würde er sich ne Lungenentzündung holen.


    Ähh .... du hast doch selbst erwähnt, dass deine Gruppe ihre Sachen am Lagerfeuer zum Trocknen aufhängt ...

    Ja.

    Hat dein Streuner da wirklich schneller wieder trockene Kleidung als wenn mein Krieger seine leinene Unterkleidung (Überkleidung aus Wolle wurde seltener gewaschen) zum Waschen im Gasthaus abgibt und darum bittet, dass man es am Kaminfeuer trocknet weil er morgen schnell wieder los muss?


    Stimmt. Könnte er machen, aber dann hängen vorm Kamin 4 Hosen, 4 Hemden und 4 Unterwäsche (der Krieger ist ja nicht allein). Dann wird der Schankraum feucht und kühl (kühler), die anderen Gäste murren und der Wirt wird sich eine andere Lösung überlegen müssen...


    Ob man die Wäsche jetzt ordentlich mit Seife im Waschkessel kochen lässt, oder nur mal schnell am Fluss durchspült macht für die Trocknungsgeschwindigkeit keinen Unterschied. (

    Jap es macht keinen Unterschied, ich bezweifel dennoch, ob in Gasthäusern im Schank- und Speiseaum wirklich regelmäßig Wäsche getrocknet wurde.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Der Link benutzt für meinen Geschichtsgeschmack zu oft Wörter wie "vermutlich"; und im Internet etwas nachzuschlagen - anstatt Sachbücher. Brrr.

    Bekannt ist das vieles aus der "zivilisierten" Römerzeit im Früh- bis Spätmittelalter ähm vergessen wurde., besonders Hygiene.

    Schriftl. überliefert ist aus einem Nürnberger Bürgerhaus gegen 1500 die Ausstattung einer saturierten Häuslichkeit; so in der Stube als "unverzichtbar" u.a. Handtücher, Mundtücher, Handwaschbecken.

    Und in der Schlafkammer natrülich der Nachttopf. Aber nun die Badestube, was gehört hinein? Ein Krug mit Lauge/Seifenwasser, und Badeschwamm. (aus Als unser Deutsch erfunden wurde)


    Läuse gehörten zum Alltag, gerade manche Herbergen und Schülerschlafsäle waren voll damit.

    Von Hans Sachs wird der Besuch in eine Badestube beschrieben, bzw. was Mann mitbringen sollte: "Wen man den in das pad will gan / Ein krueg mit lawgen mues mna han / Badmantl, padhuet und Hauptuech / Pecl, puersten, kamb, schwamen und pruech". (Bruch = eine Art Schurz.) Luther ließ sich 1541 eine eigne Badestube bauen.

    Aber ... Die öffentl. Badekultur geriet nach 1500 in die Krise. Man fürchtete sich vor dem Wasser, vor den Gästen und ihren Krankheiten.

    Wie sah es dagegen bei den Bauern aus? "Das Volk ist jederzeit ohne Ruhe, arbeitsam, unsauber.", schrieb Johannes Bohemus, etwa zum Anfang des 16. Jhr.


    Waschen und pflegen - von Wäsche von Hans Sachs:

    "Auch muss sie haben zu dem waschen / Lawgen, saiffen, holtz und aschen / Muelter, waschpock und zueberlein / gelten und scheffl gros und klein / Waschdich, wechplwel und stangen / Daran man thu die wesch aufhangen." Das Waschen der Unterkleidung geschah unter Zuhilfenahme von Seife oder von einem Seife-Asche-Gemisch bei kaltem Wasser. Im Haushalt einer Nürnb. Familie wurde zwischen 'großer laugenwesch' und 'saiffenwesch' unterschieden.

    Dafür noch ein Blick auf echte Bauern https://www.staatsgalerie.de/g…0C6F19329FAE8A9ACC52.html


    PS: Als Bonus etwas zu Seife und Laugen: http://www.zeno.org/Lueger-1904/A/Seife+%5B1%5D

    http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Seife - hier ist der letzte Absatz interessant.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited once, last by zakkarus: Etwas zu Seife & Lauge ().

  • Der Link benutzt für meinen Geschichtsgeschmack zu oft Wörter wie "vermutlich"; und im Internet etwas nachzuschlagen - anstatt Sachbücher. Brrr.

    Recht hast du... Aber Sachbücher aus ~1000 n.Ch. sind so verdammt selten. Dann behandeln sie Themen wie Wäschetrocknen? Außerdem musste es schnell gehen. 1500 ist mir "fast" schon zu spät. Damals gab es immerhin schon "Handfeuerbüchsen"...


    Laugen wurden schon im Antiken Agypten genutz, aber dort ist das Trocknen ja auch weniger das Problem.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Außerdem musste es schnell gehen. 1500 ist mir "fast" schon zu spät.

    Das passt aber ganz gut zum Mittelreich und vergleichbaren Gegenden. Eigentlich müsste es sogar noch ein bisschen später sein.

  • "Das" Mittelalter geht von 800 bis etwa 1600 - und das Mittelreich steckt irgendwo um 1000-1500 fest.
    Reale Zeitvergleiche sind in dieser Mischmaschwelt (u.a. Wikinger und Frankreich des 16-17. Jhr. auf dem gleichen Kontinent) eigentlich unmöglich.


    Was Bücher angeht ... haha, ich hab einige Bücher zum Mittelalter, hübsch mit Bildern, Texte zu das Leben der Bauern, in Städten, in Klöstern, ja, natürlich viel zu Rittern und Burgen, und die Pest - und es steht in fast allen das Gleich. Aber wirklich mal aus dem Leben und Glauben berichtete nur "Als unser Deutsch erfunden wurde - Reise in die Lutherzeit" anhand vieler Briefe etc. damaliger Zeitzeugen. Und schon der Blick Luthers auf die armen (Fron)Bauern zeigt mir, das die in ihrem Leben nie eine Seife sahen, woher auch nehmen wenn die Taler kaum ausreichen.

    Und wie im Text zu entnehmen, wurde zur Köprerwaschung ausschließlcih Lauge benutzt, zum Pflegen der (besseren Kleidung) u..a Seifenwasser.

    Wie nun in Aventurien die Seife eingesetzt wird, nach den Preislisten ist sie so allgegenwärtig wie bei den Autoren zu Hause; sie fehlt wohl auch deswegen im H&K ^^

    Und dabei gibt es doch so viele verschieden Arten von Seifen, je nach Region.


    Wie verbraucht sich Seife? Hm, je nach Benutzung, wie ich an der Duschseife verfolgen kann - die länger "lebt" als die regelmäßigere Händeseife (daraus sollte nicht geschlossen werden, das ich seltne Dusche; neben der Seife gibt es Gele, Shampoons - also alles was so heute in einem normalen Badezimmer zu finden sein dürfe; wer duscht nur mit Seife?


    Ich möchte nun mit diesme seifigen Thema schließen und zur Eingangsfrage zurückkehren.

    Dazu wäre es einmal wichtig zu klären was jeder unter 'Verbrauchsgütern' (außer Wurfgeschosse, Öle, Fackeln/Kerzen, Waffenpflege u.a.) versteht.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ich wüsste nicht, warum ein*e SL mit Buchführung für die Ausgaben der SC mitführen sollte. Es reicht doch, wenn jede*r Spieler*in das für den eigenen SC macht.


    Ich finde gerade Reisen die man nicht bespielt, sollten ein wirtschaftliches Minus bedeuten und ob und wann man es wieder erein bekommt, sollte nicht immer automatisch für das kommende oder die kommenden Abenteuer gesetzt sein. Zumindest in DSA finde ich das man als Abenteuer zwar lächerlich reich werden kann (gemessen am durchschnittlichen Bevölkerungseinkommen) aber genauso kann man als Abenteurer auch ganz schnell alles verlieren was man je besessen hat.

    Oder sie können gar nichts reinbekommen, und gerade Reisen, die weiterführen als bis zum übernächsten Dorf können (besonders auf Dauer und/oder sehr lange) sehr teuer werden. Proviant, manchmal Unterkünfte, in schwierigem Gelände oder wenn es in den Winter geht noch passende Ausrüstung. Es gibt tatsächlich eine Menge AB, die gar keine (monetäre) Belohnung am Ende vorsehen. (Jedenfalls habe ich die Erfahrung deutlich öfter gemacht als die mit 'lächerlich reich' werden^^).

    Ich finde das dann auch durchaus interessant, wie auch überhaupt sich das Reisegepäck für Reisen zusammenzustellen.

    Zum Thema Geld haben wir ansonsten (wo kommt es her, wie wird damit in den Gruppen umgegangen, etc.) einige Themen: Relation von Geldbeträgen und Belohnungen, Umgang mit Geld, Geld verdienen in DSA?, Re: Löhne, Preise und der Wert der Geldes, Lebensstandard-Ausgaben oder Belohnungen - wo kommen sie her?


    Außerdem spiele ich in manchen Gruppen sogar mit Währungssystem und Wechselkursen.

    Wir auch. Allerdings sind wir aus OT-Bequemlichkeit dazu übergegangen, andere Währungen auch im Dezimalsystem mit der mittelreichischen Währung anzusetzen, weil das die Umrechnung leichter macht.

    Zum Thema Währungen haben wir auch ein Thema: Währungen, Portemonnaies, Geldgewicht und Wechselstuben


    Dann kann es also sien, dass an einem verregneten Tag der Streuner keine Klamotten hat (weil Hemd, Hose und Unterhose auf der Leine zum "nicht tockenen" hängt?

    Wenn er schlau ist, hat er noch etwas Ersatzkleidung, weil Kleidung nun mal nass werden kann oder kaputt gehen.

    Ich nehme allerdings auch nicht an, dass in Gasthäusern mit Zimmervermietung gewaschen wird, bzw. nicht üblicherweise (in meinem Aventurien gibt es das eher selten). Da für gibt es ja Wäschereien und manche Badehäuser bieten das mit an, während man selber im Zuber sitzt (zweiter Satz Kleidung wäre halt vorteilhaft, weil die Wäsche nicht so schnell fertig wird wie der Badende).



    Exkurse über mittelalterliche Waschtechniken gehören allerdings nicht umfänglich hier herein.

  • Wir sidn ja noch immer beim einseifen ... gibt es denn keine anderen - wichtigeren (außer offensichtlichen Dungen-Materialien, Kletterhaken oder Proviant) Verbrauchsgüter, über die man nicht gerae stolpert?

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)