Umgang mit Tierquälerei in Drakonia

  • Meine Gruppe schaut bitte weg :)


    Moin Schwarm, ich wäre an Meinungn interessiert (Quellen gibt es nämlich leider keine zu diesem Inselthema).


    Nun hat meine Gruppe aber durch eine Mischung aus Zufall, Glück und guten Ideen den Kadaver schon deutlich eher gefunden und ganhand von Spuren die Magierin stark im verdacht. Unser Thorwaler, ein großer Softie, der Tiere sehr liebt ist wütend zu den Spektabilitäten gestiefelt und verlangt, dass sie was gegen die Magierin unternehmen. Noch niemand weiß, was die Magierin vorhat, oder warum sie so etwas tun sollte.

    Und das stellt mich jetzt vor die Frage, was passieren soll. Es ist ja erst einmal nichtillegal, Tiere umzubringen. Metzger machen das haubtberuflich. Höchstens wird das Eigentum der Novizin verletzt. Andererseits findet die Leitung von Drakonia es sicher mulmig, einen vielleicht sadistischen Tierquäler unter sich zu haben. Da die Magierin letztenendes nur Gast ist und Drakonia faktisch seine eigene Gerichtsbarkeit, können sie sie ja als einzige "Strafe" rauswerfen oder vor ein Gildengericht stellen (was mir arg überzogen vorkommt) .... Meine Fragen wären also:
    a) Glaubt ihr, Akademieobere interessieren sich für so einen Fall? Versuchen die rauszufinden, wer das war, oder ist ihnen das zu nichtig?
    b) Sollten sie aktiv werden und ihr Verdacht gegen die Magierin bestätigt vorfinden, würden sie sie rauswerfen oder nur mal ernst mit ihr reden. (Gegeben dem Fall, dass sie weiterhin alles abstreitet). Muss sie das Tier für die Novizin ersetzen?

  • Ich würde nichtmal zu 100% ausschließen, dass in Drakoni sogar Blutopfer von Zeit zu Zeit betrieben werden könnten. Aventurien ist voller Aberglaube usw., daraus kann man bestimmt mehr machen, als jetzt nach en Regeln zur Tierquälerei in Drakonia zu fragen. Dann eher Nachforschungen anstellen, was mit einem solchen Katzenauge veranstaltet werden könnte. :)

    Along the shore the cloud waves break,

    The twin suns sink behind the lake,
    The shadows lengthen
    In Carcosa.

    Edited 2 times, last by Sternenfaenger ().

  • Du kannst auf jeden Fall daraus machen, was für deinen Plot wichtiger ist.


    Ich persönlich halte einen genervten Akademieleiter für wahrscheinlicher, der keine Lust hat, sich um solche seiner Meinung nach Belanglosigkeiten zu kümmern. "was, eine tote Katze? Bei Humus und Eis, sowas passiert halt ..."

    "Ihr beschuldigt unseren Gast? Liebe Frau Colega, was sagen Sie dazu? Sie weisen die Anschuldigungen zurück? Dann ist der Fall für mich erledigt und ich bitte die Helden, sich bei unserem Gast zu entschuldigen."

    -->Wenn sich später herausstellt, dass die Helden doch recht hatten, muss sich der Akademieleiter entschuldigen und "schuldet" den Helden etwas.


    Andererseits kann sich der Akademieleiter verpflichtet fühlen, für den Schutz aller Bewohner zu sorgen. Anscheinend hat sich jemand an dem Besitz einer Novizin vergangen und das gilt es aufzuklären. Es sollte dann begründet werden, warum die Helden die "Ermittlungen" übernehmen. Genießen sie schon Vertrauen oder sind alle anderen beschäftigt?

  • Tote Katze der ein Auge entfernt wurde ist bestimmt ein interessanter Ansatz für Nachforschungen. Mehr ist das ist meinen Augen :shy: nicht.


    Tieropfer nicht verschieden Formen gibt es überall in Aventurien.

    Ich denke die Gruppe sollte den Hintergrund versuchen herauszufinden. Wenn das Ritual Dämonisch ist könnte man das in der Akademie vorbringen.


    Ansonsten sehe ich wenig Möglichkeiten da vorzugehen. Die Magierin zur rede stellen würde ich persönlich nicht weil sie dann vorgewarnt ist.

    Selbst was soll passieren Magierin bezahlt ein paar Dukaten für die Katze und behauptet einfach das sie nicht wusste wem die Katze gehörte

    Edited 2 times, last by kerlos ().

  • Tierquälerei wird an sich nicht bestraft werden. Aber in der Tat ist aber die Katze das Eigentum der Novizin gewesen, was das Ganze schon zu einem Verbrechen macht. Da es jetzt auch nicht so viele Novizen gibt und die Lehrer ständig mit denen zu tun haben und ein totes Haustier sicherlich für Emotionen sorgt, wird man das auch nicht wohlwollend aufnehmen oder ignorieren. Sattdessen wird man selber Nachforschungen anstellen.


    Besonders wichtig aber ist, dass die Magierin Tradition und Gastrecht mißachtet hat. Das ist, was eine schwere Strafe erfordert, auch wenn die Katze jetzt nicht großen Geldwert hatte. Rauswerfen aus der Akademieist da sehr wahrscheinlich. Vielleicht wird man auch allen anderen Akademien der Gilde mitteilen, was passiert ist und empfehlen, sie nirgendwo sonst als Gast mehr willkommen zu heißen. Durchsetzen kann man das sicher nicht, aber so eine Warnung kann das Leben der Magierin doch schon deutlich unangenehmer machen.

  • "Tierquälerei" mag es nur -als Grundsatz- bei Tsagläubigen geben, für andere sind Tiere Nahrung, Spielzeug oder - wie im HR - teures Haustier.

    Wir sprechen hier von einer Welt, wo Folter Normalität ist; wo Orks abgeschlachtet werden, nur wiel sie Orks sind, und Drachen Menschenopfer angeboten werden.

    So, und ich mach jetzt weiter mit meiner Rattenschleuder - die quiekt immer so lustig dabei. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Sicherlich gibt es in Aventurien eine Menge Formen der sozial akzeptierten Tierquälerei - Hundekämpfe, Hahnenkämpfe, Tanzbären und Co.


    Auch das Ertränken von Kätzchen dürfte gang und gebe sein.


    Das muss aber nicht zwingend heißen, dass ein derartig freakiger Fall von Tierquälerei achselzuckend abgetan wird. Immerhin handelt es sich um seelische Grausamkeit gegenüber der Novizin, und dank dem fehlenden Auge kann man es auch nicht achselzuckend mit "Tja, die wird halt was Falsches gefressen haben" abtun.


    Zudem: Eine Akademie wird wohl in der Lage sein, zu schlussfolgern, wofür das Katzenauge benötigt wurde, und daraus, wer einen Geist beschworen hat wiederum, wer die Katze getötet hat.


    Wenn die Geisterbeschwörung an sich als erlaubt gilt, würde ich dennoch davon ausgehen, dass der Täterin eine Geldstrafe auferlegt wird, die sich am emotionalen Wert der Katze bemisst. Also eine Schmerzensgeldzahlung an die Novizin.

    Außerdem Rausschmiss - den Gastgeber solcherart zu schädigen ist ein grober Verstoß gegen die Gebote der Gastfreundschaft.



    Ich gehe außerdem davon aus, dass unübliche Formen der Tierquälerei sehr wohl sanktioniert werden. Immerhin dürfte man auch in Aventurien gemerkt haben, dass Leute die als Kinder schon Tierquäler sind, oft später zu Serienkillern werden. Heißt: Sobald man sich nicht mehr mit "es ist nötig" oder "das machen alle" rausreden kann, wird da schon was passieren. Immerhin ist Sadismus ein Charakterzug von Belkelel-Paktierern. Das wird man nicht auf die leichte Schulter nehmen.


    Da die Magierin zur Zutaten für ein (erlaubtes? Kenn die Regeln von Drakonia nicht so genau) Ritual gesammelt hat, wird man sie wohl nicht der Paktiererei verdächtigen, und sie wird mit einer recht leichten Strafe davonkommen.


    Ich würde aber nicht davon ausgehen, dass jemand mit einem Keller voller grausam zu Tode gefolterter Katzen von der Stadtwache keine weiteren Fragen gestellt bekommt ...

  • Ich würde mich in die Spektabilität versetzen:

    Eine Gildenmagierin und Kollegin (ggfs. noch von der grauen Gilde) wird "verdächtigt" (welche Beweise liegen genau vor?) von einem Thorwaler, (dessen Stand und Leumund gegenüber der Akademie zu beachten ist), eine Katze getötet zu haben (Wenn ich mir die Al'chimistischen Ingredienzien so anschaue muss in Akademien viel Getier dran glauben)...

    Wäre für mich eine lästige Bagatelle und meine wichtige Forschungszeit eigentlich nicht wert.


    Erst wenn Hieb und stichfest bewiesen ist, dass das Eigentum einer Novizin beschädigt wurde, würde ich die Kollega nach Ihren Beweggründen fragen und um eine Kompensation von ein paar Silber bitten.


    "Collega, bei den Sechsen, wenn Ihr Zutaten für eure Tränke oder Ingredienzien für Eure Rituale benötigt, so wendet Euch an Durjon den Druiden der Fakultät des Humus...und bitte verunstaltet nicht diese ehrwürdigen Hallen..."


    Schmerzensgeld oder ähnliches würde ich gar nicht zahlen lassen, da streng genommen eine Novizin im Drakonia gar keinen klassischen Besitzatand inne hat, sondern eher alles "Eigentum" der Akademie gehört.


    Wenn die Novizin der Fakultät des Eises angehören sollte würde ich sogar sagen, dass deren Vorsteher die Novizin wegen Sentimentalitäten, Ablenkung der Studien der Elemente sogar noch tadelt.

    "Ein kuscheliges Kätzchen? So wollt Ihr die kalte Logik des Eises ergründen? ...habt Ihr neben der Meditation, der Lektüre und der Cantion noch Zeit Euch um ein Haustier zu kümmern? Ja? Dann sollte ich euer Pensum erhöhen!"


    Ich finde gerade solche Reaktionen können die Fremdartigkeit eines gänzlich anderen Wertesystems für die Spieler zeigen und Stand deutlich machen.

    "Pertinatia sapientiaque ad cognitionem cursus sunt."

  • Ja... der Begriff Tierquäler stammen anscheinend aus "modernen Zeiten", nicht vor 1800. Die Mneschne im MA hatten bekanntlich andere Sorgen.

    Mal paar Feierlichkeiten in Aventurien:

    03.Pra 'Tralloper Bärenhatz' im Bärnwald

    30.Ron Rattenjagd & Mäusehatz in den Neunaugensee-Dörfern

    -> 01.Eff Neunaugensee: Kinder bauen Nagetierflöße, und lassen sie treibe

    01.Fir bis 02.Fir Jarlakstag und Schweinehatz in Tobrien

    18.Phe Schlangenjagd in und um Thalusa & Basiliskentag in Punin

    (Es lebe die Tradition ... und was auf Hexen und Druidenfesten abgehen mag...?)


    Was nun die Novizin angeht; das ist eine andere Geschichte. - und da kommt es her darauf an, was das Tier für die Akademie war (Rattenfänger, nerviger Streuner, Maskottchen etc.).

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Immerhin dürfte man auch in Aventurien gemerkt haben, dass Leute die als Kinder schon Tierquäler sind, oft später zu Serienkillern werden

    Hatte bis jetzt noch nie in einem Charakterhintergrund gelesen, dass das so sei. Nun gut, Abu Terfas fällt mir ein und seine Kolleg:Innen der Chimärologie, aber auch da wird nicht explizit erwähnt, dass sie Tierquäler seien. Sie forschen ja einfach mit den Tieren. Das ist meiner Meinung nach kein stichhaltiges Indiz.


    Was nun die Novizin angeht; das ist eine andere Geschichte. - und da kommt es her darauf an, was das Tier für die Akademie war

    Oder wie sehr die Novizin anerkannt ist.

    Vielleicht sind jetzt auch alle traurig, weil Mietz die einzige in 6000m Höhe war.


    Wobei ich mich frage, wie man so dumm sein kann und im riesigen Drakonia das Vieh nicht gut genug versteckt oder irgendwo im Gebirge entsorgt hat.

    Wer Spoiler spoilert ohne die Spoiler zu spoilern gehört in die Niederhöllen!

  • Hatte bis jetzt noch nie in einem Charakterhintergrund gelesen, dass das so sei. Nun gut, Abu Terfas fällt mir ein und seine Kolleg:Innen der Chimärologie, aber auch da wird nicht explizit erwähnt, dass sie Tierquäler seien. Sie forschen ja einfach mit den Tieren. Das ist meiner Meinung nach kein stichhaltiges Indiz.


    Dass es keinen aventurischen Serienkiller gibt, der bekanntermaßen mit Tieren angefangen hat, belegt imho nicht, dass es den Zusammenhang inneraventurisch nicht gäbe.


    Und angesichts dessen, dass man in Aventurien als sadistisch veranlagter Mensch nicht nur dazu übergehen kann, Menschen zu quälen, sondern auch sehr anfällig für einen Dämonenpakt wird ... tja, also ich glaube nicht, dass sowas auf die leichte Schulter genommen wird. (Jetzt mal ganz davon abgesehen, dass es in Aventurien heilige Tiere gibt. Hahnenkämpfe mögen legal sein, aber der Pferderipper wird nichts zu lachen haben.)



    Den konkreten Fall mag man noch unter "Zutaten sammeln" abhaken, nachdem die Katze (mutmaßlich) vor dem Entfernen des Auges getötet wurde, aber es ist ein grober Verstoß gegen die Gastfreundschaft. Im Reallife ist das Verbrennen von Holz sozial völlig akzeptiert, aber wenn man bei jemandem zu Besuch ist, und kurzerhand dessen Möbel im Kamin verfeuert, kommt das trotzdem nicht gut an. Auch dann nicht, wenn die Möbel aus unlackiertem Fichtenholz waren, genau wie das neben dem Kamin gestapelte Feuerholz.


    Und Katzen werden eigentlich in jeder Gesellschaft, die Vorratshaltung von Lebensmitteln betreibt, aber noch keine fortgeschrittenen Mäusefallen und Gifte entwickelt hat, hoch geschätzt. Wenn es eine Plage verwilderter Katzen gäbe, wäre das wohl erwähnt worden. (Und dann hätte eine intelligente Magierin sich auch eher irgendeine struppige Streunerkatze geschnappt.)

  • Dass es keinen aventurischen Serienkiller gibt, der bekanntermaßen mit Tieren angefangen hat, belegt imho nicht, dass es den Zusammenhang inneraventurisch nicht gäbe.

    Ich auch nicht. Aber ich störte mich an dem Wort "oft". Das scheint sehr übertrieben zu sein. Die Entscheidung ob man einen Menschen oder ein Tier quält, ist schon ein gewaltiger Unterschied.

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  • Kleiner Nebenhinweis: die Druiden in Drakonia beherrschen den Blick in die Vergangenheit. Wäre es also irgendwem da wirklich wichtig herauszufinden wer das vieh gekillt hat dann wär das (easy) rausfindbar.


    Ansonsten wird den meisten da ne tote Katze egal sein. Nur das fehlende Auge sollte schon stutzig machen. Frage ist ob jemand versteht das es paraphernalia sind für eine Geisterbeschwörung.