Feedback, Errata und der common ground für Regeldiskussionen

  • Ein spannendnes Thema das ich gerne hier her ausgliedere:

    Auch hier hilft nur einen Frage an die Redax.

    Auch hier hilft nur einen Frage an die Redax.

    Um eine weitere subjektive Meinung zu erfahren?
    Die Antworten der Redax waren oft genug entweder schwammig formuliert oder sogar widersprüchlich.
    Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn Feedback als Erratum zu betrachten.


    Geron Sturmkind wir haben dir eine allgemeinen Regeln zitiert und mehrere explizite Beispiele geszeigt. Du willst diese aber nicht annehmen und behauptest das wären Sonderfälle. Ebenso schließt du die Redax als Informationsquelle aus.


    Um eine weitere subjektive Meinung zu erfahren?
    Die Antworten der Redax waren oft genug entweder schwammig formuliert oder sogar widersprüchlich.
    Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn Feedback als Erratum zu betrachten.

    Ja, das stimmt, aber es handelt sich nun mal um die Redax und die gibt den offiziellen Kanon vor. Wenn Du deren Ansichten nicht als offiziell betrachtest, sind es die Regeln aus den Büchern auch nicht.


    [...] Auch Dein „Common Ground“ würde ich so nicht teilen. Aussagen der Redax zu strittigen Themen sind offizielle Grundlage. Widersprüche und Schwammigkeiten hast Du auch in den gedruckten Regelwerken, weswegen Errata nötig werden und Spieler das entsprechende Thema hier im Forum eröffnet haben.

    Ich würde dir fast recht geben Scoon mir fehlt nur ein kleines Wörtchen in deinem Satz: "Aussagen der Redax zu strittigen Themen sind offizielle Grundlage."

    Ein kleines Wörtchen, das mir für eine offizielle Grundlage sehr wichtig ist:

    "[Öffentliche] Aussagen der Redax zu strittigen Themen sind offizielle Grundlage."


    Die Adresse feedback@ulisses.de ist aber keine öffentliche Stellungnahme der Redax, sondern private Einzelbeurteilungen an den Einsender der Frage.
    Ulisses hatte die super Möglichkeit über diese 2011 und den Damals noch existieren hauseigenen Web-Blog eine offizielle FAQ Datenbank aufzubauen, welche als öffentliche Regel Errata und Dedikation an die einzelnen Publikationen hätte dienen können. Und als Werkzeug die "überarbeiten Auflagen", mit tatsächlich überarbeiteten Inhalten zu versehen und nicht hauptsächlich Formatierungsfehler auszuräumen!


    Die Antworten die dir privat und, wie ich weiter oben zitiert habe, vertraulich von der Redax mitgeteilt werden, können nicht als common ground für Regeldiskussionen dienen.
    Wir teilen hier, die an uns gerichteten Antworten untereinander, was aber von der Redaktion wohl nicht gewünscht ist.

    Sonst würden sie ja nicht in jeder Signatur darauf hinweisen, dass Dritte Personen die Antworten nicht:

    "kopieren, verbreiten,.." und was ich vor allem sehr spannend finde, ",..benutzen" dürfen.

    Feedback auf die von dir eingesendeten Fragen sind demnach KEINE offiziellen Errata, auch wenn sie von der selben Redax kommen, wie die Publikationen, die durchaus Errata enthalten können.

    Es ist ein unterschied dazwischen, wenn Ulisses dir ein Feedback oder Antwort auf deine Emails gibt, oder sie Regeländerungen oder -erläuterungen publizieren.

    Nur was von der Redax Publik gemacht wurde, sollte uns hier als common ground dienen.

    Publikation kann viele Gesichter haben, aber feedback@ulisses.de ist kein Instrument der Publikation. <3

  • Regelfragen wurden früher ... (anderswo länger) ... im Boten abgedruckt, und waren damit offiziell. Solche Fragenstellungen haben u.a. zum CS und KKO geführt (die dann Grundsteine von DSA4 wurden).

    Früher waqr bei Reglen entweder KIesow oder Römer der Ansprechpartner, heute müßte es Spohr sein. Es kann ja nicht gerade jemand solche Fragenbeantworten, der gerade "frei" hat, oder "neu" in der Redaktion ist.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ich stimme nicht zu. Ich finde, dass Antworten der Redaktion auf Regelfragen verbindlich und offiziell sind. Sie dienen als Common Ground. Wenn ich gesagt habe "die Regel funktioniert offiziell so: X" und dann sagt mein Gegenüber: "Eh, die Redaktion hat mir geantwortet und sagt, dass die Regel so funktioniert: Y", dann kann ich nicht sinnvoll sagen: Das ist nicht offiziell und kein Common Ground. Wenn ich weiterhin unzufrieden bin, sage ich: Das mag die Redaktion zwar gesagt haben, finde ich aber *. Vernünftig geht es nur X.


    Zusätzlich werden Antworten auf Regelfragen neuerdings auf Facebook regelmäßig veröffentlicht.


    In jedem Fall bleibe ich dabei, dass die Antworten der Redaktion keine "Publikumsjoker" sein sollten, sondern verbindlich und offizielle Aussagen. Ich werde sie weiterhin als solche bewerten und auch als solche beurteilen.

  • Gut, die Redaktion kann natürlich auch mal Fehler machen oder widersprüchliche Antworten geben, aber im großen und ganzen sollten die Antworten doch recht verbindlich sein, weil diese ja die Intention hinter der Regel erklären. Natürlich ist es eh jeder Gruppe überlassen, ob man etwas hausregelt oder nicht, aber wenn die Antworten der Redax eh ignoriert werden bräuchte man auch keinen Faden, in dem die ganzen Antworten gesammelt werden.

  • Zusätzlich werden Antworten auf Regelfragen neuerdings auf Facebook regelmäßig veröffentlicht.

    Das finde ich super, diese Publikationen würde ich dann als Common Ground bezeichnen.

    In jedem Fall bleibe ich dabei, dass die Antworten der Redaktion keine "Publikumsjoker" sein sollten, sondern verbindlich und offizielle Aussagen. Ich werde sie weiterhin als solche bewerten und auch als solche beurteilen.

    Was meinst du mit "Publikumsjoker"?

    aber im großen und ganzen sollten die Antworten doch recht verbindlich sein, weil diese ja die Intention hinter der Regel erklären.

    Mein Problem dabei, dass mich daran hindert euch zuzustimmen, liegt in dem Unterschied zwischen "sollte" und "ist".

  • Geron Sturmkind

    Ich sehe es genau so, dass es ein Versäumnis ist, das es von offizieller Seite keine Übersicht zu Regelfragen gibt. Ich weiß jetzt nicht, wie das bei Facebook geregelt ist, aber ein Fanforum als Ersatz ist, trotz aller Mühe der Fans, nicht das Gelbe vom Ei.


    Dennoch sind die Antworten, welche ich auf Regelfragen von der Redax-Emailadresse bekomme, eine offizielle Stellungnahme. Wenn zum Beispiel die Frage aufkommt, ob offiziell sich die Zustände der Elementarpfeile stapeln, dann Verweise ich auf die Antwort der Redax, welche hier im Forum zu finden ist. Sie ist das aktuellste öffentliche Statement, das von der Redax zu diesem Thema getroffen wurde.


    Das ist für mich dann auch Grundlage für die Diskussion zur offiziellen Setzung. Hast Du Dich nicht schon selbst auf diese Antworten als offizielle Position bei Regeldiskussionen bezogen?

  • Sie ist das aktuellste öffentliche Statement, das von der Redax zu diesem Thema getroffen wurde.

    Und da ist der Knackpunkt, es ist FAKTISCH KEIN öffentliches Statement der Redax.

    Öffentliche Statements der Redax, müssen in meinen Augen, Statements sein, die von der Redax öffentlich gemacht wurden.

    Das wir, die Orkies, die Statements der Redax öffentlich machen, ist in der Redax sicherlich schon lange bekannt.


    Aber wenn ich mich recht entsinne wurde gerade nach dem entstehen des hiesigen Sammelstrangs für Antworten der Redax, die Signatur unter diesen Feedback Mails angepasst und mit dem Hinweis versehen, das sie vertraulich seien und nicht für Dritte gedacht seien.

    Damit macht die Redax in meinen Augen klar, das diese antworten NICHT öffentlich sind, sondern private Informationen zwischen Fragensteller und Redax.


    Wie konstant die Antworten in sich ausfallen, kann und will ich nicht beurteilen,

    Wenn du mir sagst, dass die Redax dir geantwortet hat, dass die Elementpfeil-Zauber stapeln.

    Dann muss ich dir eigentlich darauf antworten: "Wunderbar, ich darf die an dich gerichtete Antwort aber nicht 'benutzen', da ich nicht ihr 'rechtmäßiger Empfänger' bin."

    Quote

    Diese E-Mail ist vertraulich.

    Wenn Sie nicht der rechtmäßige Empfänger sind, dürfen Sie den Inhalt weder kopieren, verbreiten noch benutzen.

    - Jede Ulisses-Email die ich von der feedback Adresse zurück erhalten habe!



    Wie soll ein vertrauliches Statement gleichzeitig ein öffentliches Statement sein?

    Und wenn ein Statement nicht öffentlich ist, wie soll es dann "common" (also gemeinsamer) ground für Diskussionen sein?

  • Facebook .?? Etwa zum mitschreiben? Naja,. kann ja WikiAventurica machen. Service sieht jedenfalls anders aus!

    Wie wäre son Regelupdate als günstige (!!) pdf-Datei (gab es unter DSA2-4 gar kostenlos).

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Geron Sturmkind

    Das ist das Standardanhängsel von Ulisses. Das schließt für mich nicht aus, das die Aussagen, welche ich in diesen Emails erhalte, die offizielle Auslegung der Redaktion darstellen. Würden wir von einem größeren Unternehmen sprechen, das in allen belangen sehr exakt mit Formalien umgeht, sähe die Sache vielleicht etwas anders aus, das ist aber bei Ulisses nicht der Fall. Hast Du denn einen Beleg dafür, das Ulisses die Signatur der Emails in Reaktion auf das Thema in diesem Forum umgestellt hat?

  • Das ist ein Standarddisclaimer, dessen rechtliche BIndungswirkung in Deutschland bestenfalls beschränkt ist. Aber selbst unter der Annahme, dass du als rechtmäßiger Empfänger der Antwort dich daran halten müsstest, gilt doch dann, dass du der rechtmäßige Empfänger bist und da wird dir gar nichts untersagt.

  • Das ist das Standardanhängsel von Ulisses.

    Leider stimmt das nicht, feedback@ulisses.de verwendet dieses Anhängsel standartmäßig, das stimmt. Und auch wenn andere Email Adressen von Ulisses dies verwenden, was ich nicht nachvollziehen kann, wurde sie dann für die feedback@ulisses.de Adresse doch bewusst eingestellt. Was ich daran erkennen kann, dass unter
    Der F-Shop verwendet ein solches Anhängsel scheinbar nicht. Zumindest nicht in den letzten Konversationen mit mir.

    Würden wir von einem größeren Unternehmen sprechen, das in allen belangen sehr exakt mit Formalien umgeht, sähe die Sache vielleicht etwas anders aus, das ist aber bei Ulisses nicht der Fall.

    Ein international vermarktender Spiele Verlag, wird sicher den unterschied zwischen öffentlichem Statement und einer vertraulichen Email kennen und hoffentlich darauf achten, die Formulierung richtig zu verwenden.

    Hast Du denn einen Beleg dafür, das Ulisses die Signatur der Emails in Reaktion auf das Thema in diesem Forum umgestellt hat?

    Leider nein, mein Post-Archiv mit Ulisses geht bis 2019 zurück. Da gab's beides schon länger, den Faden im Forum und die Signatur.

  • Ich gehe schlicht und ergreifend davon aus das dieser Anhang dafür gedacht ist das z.B. die Email Daten nicht an Dritte gerate.


    Also das Ulisses aus verstehen eine Antwort auf deine Email an eine Dritte Person sendet. Da es eine Antwort hat ist deine Email Adresse ja noch mit drin vielleicht sogar noch deine Signatur mit echtem Namen und Telefonnummer. Und Zack hat Ulisses ohne deine Zustimmung deine Daten weitergegeben und macht sich damit meines Wissens nach EU Recht strafbar. Aber Fehler passieren also kann man wenigstens versuchen sich durch diesen Satz nochmal abzusichern das es in diesem Fall ein Unfall ist und die Mail und damit deine Daten zu löschen bzw. nicht zu nutzen sind.


    Es hat ganz sicher nichts mit dem Inhalt zu tun den diesen darf ich als offizieller Empfänger der Email ja frei benutzen kopieren, auf Poster drucken und weiterverteilen. Und das gilt auch für alle denen ich den Inhalt zuschicke. Da sonst die Einschränkung der Mail hätte sein müssen das kein Inhalt der Mail kopiert oder weitergegeben werden darf auch wenn ich der offizielle Empfänger der Mail bin.

    Im übrigen bin ich der Meinung das wir ein zweites Aventurisches Elementarium benötigen... :)


    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Es ging mir darum, dass wenn ich hier im Forum Email Inhalte von feedback@ulisses.de lese, darf ich diese laut diesem disclaimer nicht "benutzen".

    Der Rechtmäßige Empfänger hat nichts falsch gemacht. Aber ich bin ja nicht der rechtmäßige Empfänger.

    Und deshalb kann ich diese Emails nicht als "common ground" bezeichnen. Da es lediglich der common ground zwischen Redax und dem "Rechtmäßigen Empfänger" ist.

    Ich gehe schlicht und ergreifend davon aus das dieser Anhang dafür gedacht ist das z.B. die Email Daten nicht an Dritte gerate.


    Also das Ulisses aus verstehen eine Antwort auf deine Email an eine Dritte Person sendet. Da es eine Antwort hat ist deine Email Adresse ja noch mit drin vielleicht sogar noch deine Signatur mit echtem Namen und Telefonnummer. Und Zack hat Ulisses ohne deine Zustimmung deine Daten weitergegeben und macht sich damit meines Wissens nach EU Recht strafbar. Aber Fehler passieren also kann man wenigstens versuchen sich durch diesen Satz nochmal abzusichern das es in diesem Fall ein Unfall ist und die Mail und damit deine Daten zu löschen bzw. nicht zu nutzen sind.


    Es hat ganz sicher nichts mit dem Inhalt zu tun den diesen darf ich als offizieller Empfänger der Email ja frei benutzen kopieren, auf Poster drucken und weiterverteilen. Und das gilt auch für alle denen ich den Inhalt zuschicke. Da sonst die Einschränkung der Mail hätte sein müssen das kein Inhalt der Mail kopiert oder weitergegeben werden darf auch wenn ich der offizielle Empfänger der Mail bin.

    Dann müsste man es aber so deklarieren. Solange die "Email" als vertraulich bezeichnet wird, schließt das den Inhalt mit ein.
    Man kann "Personenbezogene Daten der Email" vertraulich erklären und Inhalte somit davon trennen. Wurde aber nicht gemacht.


    Ihr könnt ja gerne mal die Redax Fragen, ob die Signatur bewusst gewählt wurde, nach eurer Auffassung erhaltet ihr dann ja ein offizielles Statement dazu.
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    Ich will Nico, Alex und Zoe nicht ihr regeltechnische Verständnis oder die Kenntnis genereller Insides absprechen.

    Aber auch in der Redax sind Regeln der Interpretation der Redakteure ausgesetzt. In manchen Fällen ist die Interpretation des Redakteurs auch die Interpretation des Autors und somit die Absicht hinter der Regel. Aber das ist nicht immer der Fall und wird meistens nicht mit uns kommuniziert.


    Aber das der Faktor Mensch auch in der Redax Berücksichtigung findet sehen wir an vielen Stellen.

    Hier im Forum kann man sehr schön sehen das die Antworten den Faktoren Mensch und Zeit ausgesetzt sind, wenn man sich die Einträge zum BHK aus 2018 mit denen aus 2021 vergleicht. Die Antworten sind bei aufmerksamen lesen zwar miteinander vereinbar, aber sehr merkwürdig formuliert.

    Oder die Welle die gemacht wurde, als Nico Hoch es wagte in einem DSA Let's Play den Odem Arcanum (oder war es der Occolus?) zu improvisieren und ihn Dinge machen zu lassen, die der Zauber eigentlich nicht kann. XD


    Ihr könnt die Antworten der Redax gerne als offizielle Antwort betrachten.(Antwort der Redax, nicht des Redakteurs.)

    Aber objektiv betrachtet ist momentan der Inhalt dieser Emails noch als vertraulich deklariert. (Auch wenn ihr das scheinbar als Argument nicht gelten lassen wollt oder euch selber "schön redet"(in Ermangelung einer weniger agressiv klingenden Formulierung, bitte nicht persönlich verstehen).)

    Eine offizielle, vertrauliche Antwort ist kein "common ground" für die gesamte Community.

    Ergo ist mein common ground: Alle Statements, die von der Redax öffentlich zugänglich gemacht wurden. (Eben von der Redax publiziert wurden. Auf welchem Weg auch immer.)

    Ihr könnt gerne anderer Meinung sein, aber gesteht zumindest ein, dass ich mit der Signatur von Ulisses Spiele ein valides Argument habe, auf der meine Meinung zu den Redax-Antworten basiert.

  • Geron Sturmkind

    Ich habe genau anders herum den Eindruck, dass Du Dir herbei redest eine wasserfeste Argumentation zu haben. Du gehst jedoch von der Annahme aus, dass der Zusatz zur Vertraulichkeit in den Emails ausschließt, dass es sich um eine offizielle Aussage handelt. Diesen Schluss ziehst aber nur Du. Es gibt keine Definition die diesen Schluss stützt oder ausschließt. Ich kann daher den Spieß auch einfach umdrehen und schreiben: Du kannst ja gerne die Aussagen der Redax nicht als offiziell betrachten, aber Fakt ist nun mal, das die Aussagen von den Machern der Regeln selbst kommen und daher nur ein anderes Medium als die Publikation über Druck oder PDF nutzen. Diese letzte Aussage ist genau so eine subjektive Sichtweise wie Deine. Es gibt keine klare Trennlinie ab wann eine Info offiziell ist, es sei denn Ulisses würde diese so kommunizieren. Eine standardisierte Vertraulichkeitssignatur ist keine solche Aussage. Vielleicht wäre es daher besser, wenn Du eine Umfrage startest.


    PS: Wenn nicht mal die Aussagen der Redakteure dazu, was als offiziell gilt, für Dich offiziellen Charakter haben (so habe ich „nach eurer Auffassung erhaltet ihr dann ja ein offizielles Statement dazu“ verstanden), wer kann dann wie bestätigen oder widerlegen, was als offizielle Setzung gilt? Sollte man dieses Recht nicht den Mitarbeitern der Redax zugestehen?

  • Du gehst jedoch von der Annahme aus, dass der Zusatz zur Vertraulichkeit in den Emails ausschließt, dass es sich um eine offizielle Aussage handelt

    Noch einmal für dich Scoon als hätte ich es hier jetzt nicht schon 3 mal geschrieben.

    Damit aus einem Feedback für mich ein Erratum wird, sollten 2 Kriterien erfüllt sein:

    Ein Erratum ist offiziell (dienstlich, nicht persönlich).

    Ein Erratum ist publik (öffentlich, nicht vertraulich).

    Solange 1 Kriterium unerfüllt bleibt, ist es ein Feedback zu einer Frage, das aber nicht als Erratum dient.


    Kriterium 1 erfüllt die Form der Feedback-Adresse, das gestehe ich ihr schon im ersten Beitrag dieses Fadens zu. Würde Alex Spohr eine "Interpretation des Regelwerks der 5ten Edition von 'Das schwarze Auge'" veröffentlich, wäre es ein Kommentar, keine Errata. Die Emails werden jedoch als Aussagen der Redax verfasst und nicht als persönliches Statement von Einzelpersonen der Redax. Also sind sie offiziell.

    Damit sind sie aber noch keine Errata von RAW.

    Dazu fehlt Kriterium 2. Ein Erratum muss publik sein. Eine Email ist kein Instrument zur Veröffentlichung, denn es stellt den Inhalt nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung. Ihr könnt die Redax gerne fragen, ob sie sich darauf verlassen, dass ihre Antworten an die Öffentlichkeit dringen, um Regeln umzuschreiben oder um Details hin zu zu fügen. Dann würde ich das akzeptieren und höchsten den schlechten Stil der Veröffentlichungs-Arbeit kritisieren.

    Aber ich habe ein Argument, dass der Inhalt momentan als vertraulich deklariert ist.

    Ob das von der Redax beabsichtigt ist oder nicht, die Deklaration ist vorhanden.

  • Du sagst also eine Errata muss nicht publik sein Scoon ?


    Aber dann haben 5k unterschiedliche RAW im Umlauf.


    Denn man kann nicht von jedem erwarten, alle Antworten der Redax gebüffelt zu haben. Alleine der hiesige Sammelstang füllt ja schon Seiten über Seiten an.


    Jedem DSA Spieler ist also deiner Meinung nach eine unterschiedliche Variante von DSA5 RAW bekannt?

  • Geron Sturmkind da bewegen wir uns ja auch in einem ganz anderem Bereich, wenn wir von Erratum im Sinne von "offizielle und publike Änderung der Regel" reden.


    Aber ich rate dir einfach so darüber zu denken, weil das lange Diskussionen unnötig macht:

    Wer nach Regelwerk und offiziellen Errata PDFs spielt, spielt die aktuellste veröffentlichte "stable" Version von DSA5.

    Wer nach Regelwerk, offiziellen Errata PDFs und bekannten Regelantworten spielt, spielt die aktuellste veröffentlichte Version von DSA5 - man könnte auch sagen: Beta.


    Wenn du auf diese Weise darüber nachdenkst, dann verstehst du, warum wir Regelantworten als offiziell betrachten und warum andere - und ich glaube auch du - sie als nicht offiziell betrachten. Hilfsphrasen wie "offizielle und publike Änderung der Regel" sind dann eigentlich nicht mehr nötig.


    Die Frage ist also einfach nur: Sind Diskussionen hier im Forum auf Basis der "stable" Version von DSA5 oder der aktuellsten Version von DSA5? Man könnte hier unterscheiden, aber da bisher selten Antworten der Redaktion Errata waren und meistens nur Klarstellungen sind, besteht eigentlich kein Bedarf nach einer echten Trennung.


    Zurück zum Common Ground

    Antworten der Redaktion, die keine Errata sind, sondern nur Klarstellungen, sind für mich Common Ground sobald ein Gesprächsteilnehmer von dieser Antwort berichtet und die Gesprächsteilnehmer ihm glauben, dass er nicht lügt. Jemand der das ablehnt, wird von mir nicht näher in einer Diskussion, wo es um "was ist offiziell" geht, berücksichtigt, weil ich nicht bereit bin, diesen wichtigen Punkt aufzugeben. Ansonsten haben wir in Diskussionen, wo das Buch unklar ist, gar keine Möglichkeiten mehr offiziell zu argumentieren.


    Das ist in keiner Weise böse oder angreifend gemeint, sondern einfach: Ab diesem Moment ist (meist) keine sinnvolle Diskussion über Buchunklarheiten möglich und daher spare ich mir die Zeit.

    Edited 2 times, last by Natan ().

  • Geron Sturmkind

    Eine Errata ist für mich in erster Linie erst einmal eine Publikationsform. Sie ist jedoch für mich nicht die einzige Form der Klarstellung oder Korrektur von Regeln. Worauf ich vor allem hinaus wollte ist, dass die von Dir genannten Kriterien subjektiv sind und Deine Schlussfolgerung damit nicht valider ist, als andere, wie Du in den Raum gestellt hattest.

  • Okay, damit ist der dieser begriffliche Defizit schonmal ausgeräumt, 'Eine Errata' ist für mich ein Sammelbegriff für alle Formen einer Korrektur.

    Es gibt verschiedenste Publikationsformen für eine Errata (Neuauflage, Korrigendum, Beiheft).


    Allerding sehe ich keinen Nutzen in einer vertraulichen Form der Korrektur, denn diese schafft keine höhere Erkenntnis, sondern diversifiziert nur den Kenntnisstand und würde somit den 'common ground' abstrakt machen.

    Da jeder DSA Spieler einen andern, individuellen 'common ground' mit der Redax besitzen würde.


    Deshalb würde ich eine 'Korrektur' nur als solche anerkennen, wenn sie offiziell und öffentlich ist.

    Ein vertrauliches offizielles Feedback, kann man als die offizielle Interpretation bezeichnen, diese streitet anderen Interpretationen aber nicht ihre 'Richtigkeit' ab. Denn auch die Redax pachtet nicht der Weisheit letzten Schluss für sich und gesteht häufig ein, dass es Defizite innerhalb der Redaktion gibt, was die richtige Interpretation von Regeln angeht.


    Aber ich rate dir einfach so darüber zu denken, weil das lange Diskussionen unnötig macht:

    Wer nach Regelwerk und offiziellen Errata PDFs spielt, spielt die aktuellste veröffentlichte "stable" Version von DSA5.

    Wer nach Regelwerk, offiziellen Errata PDFs und bekannten Regelantworten spielt, spielt die aktuellste veröffentlichte Version von DSA5 - man könnte auch sagen: Beta.

    Ein guter vergleich allerdings würde ich diesen nach meinem Verständnis noch etwas erweitern:


    Wer nach Regelwerk und offiziellen Errata PDFs spielt, spielt die aktuellste veröffentlichte "stable" Version von DSA5.

    Wer nach Regelwerk, offiziellen Errata PDFs und öffentlich bekannten Regelantworten spielt, spielt die aktuellste veröffentlichte Version von DSA5 - man könnte auch sagen: Beta.

    Wer nach Regelwerk, offiziellen Errata PDFs, den öffentlichen und den geteilten vertraulichen Regelantworten spielt, spielt die aktuellste veröffentlichte Version von DSA5 - man könnte auch sagen: die inoffizielle closed Alpha.

    Wer nach Regelwerk, offiziellen Errata PDFs, und ausschließlich öffentlichen und selber erhaltenen Regelantworten spielt, spielt die aktuellste veröffentlichte Version von DSA5 - man könnte auch sagen: auf seinem privaten Server mit Mods.