Kultur-Unterschiedliche Liturgien.

  • Heyo, es ging mir mit der Ork spielhilfe ein paar Sachen durch den Kopf.


    Wie steht ihr zu den Auslegungen der Götter und ihren Liturgien. Zwerge haben ihre eigene Liturgien als scheinbar ausgewählt von Angrosch.


    Was können die anderen Kulturschaffenden die X-Götter anbeten für spezifische Liturgien entwickeln?


    Habt ihr Ideen? Schließlich sind Liturgien eh eher Menschen geschaffen.


    Findet ihr es ist eine offene Marktlücke, was die Autoren nicht ausschöpfen?

  • Findet ihr es ist eine offene Marktlücke, was die Autoren nicht ausschöpfen?

    Jain. Generell sehe ich die Grundthematik ähnlich. Ich sehe da aber keine generelle Marktlücke. Man hätte es direkt einbinden können aber jetzt ist die Frage: Welche Publikation kann die noch enthalten ohne überladen zu werden? Da würde höchstens ein Grimmorium für Liturgien einfallen, wo sich dann wieder Leute beschweren, warum die nicht schon vorher enthalten waren und man jetzt alles nochmal kaufen muss (norm. würde ich dazugehören, aber da das Ork PDF am Anfang kostenlos war, bin ich da kulant).

    Was können die anderen Kulturschaffenden die X-Götter anbeten für spezifische Liturgien entwickeln?

    Alle möglichen, die spezifisch zu der jeweiligen Anbetung passen. Problem: Die Unterschiede in der Anbetung sind nicht immer klar oder groß. Siehe dafür: Gravesh: Was grenzt ihn von Ingerimm und Angrosch ab?

  • Findet ihr es ist eine offene Marktlücke, was die Autoren nicht ausschöpfen?

    Jain. Generell sehe ich die Grundthematik ähnlich. Ich sehe da aber keine generelle Marktlücke. Man hätte es direkt einbinden können aber jetzt ist die Frage: Welche Publikation kann die noch enthalten ohne überladen zu werden? Da würde höchstens ein Grimmorium für Liturgien einfallen, wo sich dann wieder Leute beschweren, warum die nicht schon vorher enthalten waren und man jetzt alles nochmal kaufen muss (norm. würde ich dazugehören, aber da das Ork PDF am Anfang kostenlos war, bin ich da kulant).

    Was können die anderen Kulturschaffenden die X-Götter anbeten für spezifische Liturgien entwickeln?

    Alle möglichen, die spezifisch zu der jeweiligen Anbetung passen. Problem: Die Unterschiede in der Anbetung sind nicht immer klar oder groß. Siehe dafür: Gravesh: Was grenzt ihn von Ingerimm und Angrosch ab?

    Selbst wenn man es kaufen könnte oder später einfügen tut sehe ich da kein großes Problem.

    Man kann immer Liturgien durch Abenteuer anteasern was XYZ-Person tut um dieser XYZ-Macht zu imponieren. Dann irgendwann kommt sie halt in der Geschichte etabliert.

    So fühlt es sich sogar organischer an und könnte ein grobes Inspirations Maßstab geben für die Spieler, wie eine Liturgie selbst kreiert wird im Canon! :D

  • Eine Einführung per Abenteuer finde ich persönlich auch unkritisch (warum ich das oben nicht genannt habe? War primär eine Formulierungsfrage bzgl. des Begriffs "Marktlücke", aber an dieser Stelle wenig interessant).

  • Findet ihr es ist eine offene Marktlücke, was die Autoren nicht ausschöpfen?


    Marktlücke? Kapitalisierung bis ist kleinste? Ähm. Nein.


    Ich glaube jedes Volk, jede Gruppe zelebriert bestimmte Liturgien auf eine andere Weise. Dazu benötigt es aber nicht zwingend verschiedene Liturgien.


    Ein Beispiel (frei erfunden): Beim Ackersegen wird in Thalusien das Blut eines Opfer-Sties auf das Reisfeld gespritzt. Dazu in einem recht dunklen kehligen Sprechgesang Peraine um eine reiche Ernte gebenten. In Garethien hingegen wird dieselbe Liturgie mit Weihwasser durchggeführt und ein Kinderchor lobpreist die gütige Peraine.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Aus meiner Sicht, könnte der Punkt Verbreitung etwas großzügiger gehandhabt werden. Das orientiert sich oft nur am Normalfall des 12G Glauben Garether Prägung. In anderen Regionen werden die Göttern mit andere Zuständigkeiten verehrt.


    Z.B. ist Efferd in Albernia auch der Gott des (See-)Handels. Da könnte die ein oder andere Phex-Liturgie passen. Die bornländische Hesindekirche betreut auch den Mokoschakult. Da würden einige Travia-Liturgien gut passen.


    Einige Liturgie sind nicht unbedingt logisch zugeordnet. So ist das blutige Siegel eine Liturgie, die Schriftstücke vor unerlaubten Lesen schützt. Normalerweise würde man eine solche Liturgie bei Hesinde oder Praios vermuten, aber sie ist Rondra zugeordnet. (Ich kenne die Theaterritter-Kampagne und weiß warum es OT so ist.)

  • Ich seh da nicht unbedingt eine Lücke.


    Man kann das ja durch eigene Kreativität anpassen. Was man jetzt genau tut, um die Liturgie zu wirken, ist ja eher Fluff, ausschlaggebend für das Balancing ist, wie lange es dauert.


    Was ich eher eine Lücke finde ist die Unklarheit darüber, was eigentlich die Kernaspekte einer Gottheit sind, und was ihr eigentlich egal ist und nur die Gläubigen interessiert.


    Beispiel Rahja: Was hält Rahja von Waffentalenten? Hui oder Pfui? Die Säbeltänzer sind ein Rahjaorden, und kämpfen explizit nicht aus praktischen Erwägungen heraus. Einige von ihnen sind geweiht. Sooo schlecht kann Rahja das dann wohl nicht finden?


    Klar, man kann sich irgendwas zusammenbasteln, aber wenn man Geweihte spielt und sagt: "Ich will, dass meine Geweihte das tun kann, obwohl im Regeltext eigentlich steht, dass das nicht geht", dann macht man sich verdächtig, sich Vorteile erschleichen zu wollen. Auch wenn es einem nur um logische Konsequenz geht. (Mit dem tulamidischen Phex hätte man das Problem auch, wenn Phex nicht hochoffiziell so ein ungemein flexibler Gott wäre, dem alles gefällt solange es nur Stil hat ...)



    Die interessante Frage ist für mich also nicht: "Wie zelebriert ein geweihter Orkschamane eine Ingerimm-Liturgie", sondern eher: "Darf ein orkischer Ingerimmgeweihter Mord, Raub, Vergewaltigung und Dämonenbeschwörung gut finden und praktizieren, weil die orkische Kultur nichts dagegen einzuwenden hat? Ist es Ingerimm eigentlich völlig schnuppe, ob Erzdämonen an Macht gewinnen?"



    Es wird wohl keiner was dagegen haben, wenn man die Liturgien bei orkischen Geweihten etwas umgestaltet. Aber wenn es drum geht, was Geweihte dürfen, wenn sie ihren Geweihtenstatus behalten wollen - das ist eine Frage, die auch das Spielbalancing tangiert - und da kann es eben zu Unstimmigkeiten kommen, wenn einer meint, es wäre doch nur ingame logisch, wenn sein Char dies und jenes tun darf, und andere den Eindruck haben, das ist ein unfaires Erschleichen von Vorteilen, weil im sich am garethischen Zwölfgötterglauben orientierenden Regelwerk was anderes steht.

  • Einige Liturgie sind nicht unbedingt logisch zugeordnet. So ist das blutige Siegel eine Liturgie, die Schriftstücke vor unerlaubten Lesen schützt. Normalerweise würde man eine solche Liturgie bei Hesinde oder Praios vermuten, aber sie ist Rondra zugeordnet. (Ich kenne die Theaterritter-Kampagne und weiß warum es OT so ist.)

    Plot vult.


    Man sollte einfach nicht vorher ins Buch glotzen können... Keine Liturgie wirkt so stark und so lange... Das ist einfach nur eine schlechte Plotbrechstange. Das darf man akzeptieren und dann ists gut. Schließt aber gleichzeitig ganz dicht aufzu: Was darf der Meister?

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Sooo schlecht kann Rahja das dann wohl nicht finden?

    Schlecht genug, da Kampftalente Mirakel Minus-Talente sind, dass sie durch Mirakel aufgrund der Abzüge quasi nicht zu haben sind und durch Entrückung zunehmend schlechter gekämpft wird.

    So ähnlich, wenn auch nicht ganz so hart im Falles Mirakels (da "nur" neutral", nicht Minus) bei beiden Boron-Kirchen zu finden, der geweihte Kämpfer-Ordens-Angehörige auch durch Entrückung zunehmend schlechter kämpfen.


    In den Vademecums (ja, das ist der offizielle Plural laut deutscher Rechtschreibung) gibt es bei einigen Liturgien schon nach einigen Regionen unterschiedliche Wortlaute von Liturgien.


    Insgesamt wäre schöner, das finde ich, aber wenn man sich mal anschaut, wie viele Liturgien es gibt und wie viele Regionen - denn es ist ja z.B. schon allein nicht damit getan, das MR auch nur über einen Kamm zu scheren - es gibt, ist das ein Fass ohne Boden, gerade auch mit der Verehrung einiger Götter unter anderen Namen bei anderen Völkern (Ingerimm-Kirche-Angrosch-Kirche und Gravesh-Priester haben teilweise dieselben Liturgien, die werden aber bestimmt nicht identisch zelebriert).

    Dazu kommen noch verschiedene Strömungen einiger Kirchen, und dann gibt es im Grund noch mehr Varianten.

  • Schlecht genug, da Kampftalente Mirakel Minus-Talente sind, dass sie durch Mirakel aufgrund der Abzüge quasi nicht zu haben sind und durch Entrückung zunehmend schlechter gekämpft wird.

    In DSA5 gibt's keine Minustalente mehr.

  • Aus meiner Sicht, könnte der Punkt Verbreitung etwas großzügiger gehandhabt werden. Das orientiert sich oft nur am Normalfall des 12G Glauben Garether Prägung. In anderen Regionen werden die Göttern mit andere Zuständigkeiten verehrt.


    Z.B. ist Efferd in Albernia auch der Gott des (See-)Handels. Da könnte die ein oder andere Phex-Liturgie passen. Die bornländische Hesindekirche betreut auch den Mokoschakult. Da würden einige Travia-Liturgien gut passen.


    Einige Liturgie sind nicht unbedingt logisch zugeordnet. So ist das blutige Siegel eine Liturgie, die Schriftstücke vor unerlaubten Lesen schützt. Normalerweise würde man eine solche Liturgie bei Hesinde oder Praios vermuten, aber sie ist Rondra zugeordnet. (Ich kenne die Theaterritter-Kampagne und weiß warum es OT so ist.)

    Ich stimme Alteclere zu 100% zu.


    Die Entwicklung des minderne Wunders "Omnilingua" (DSA1) ist ein 'wunderbares' Beispiel dafür. :gemein:


    Von DSA1 bis DSA4 ist die Entwicklung recht schlüssig. Es kommt gelegentlich ein Kult hinzu der die Erkenntnis der Liturgie erlangt und sie verbreitet sich immer weiter bis sie in DSA4 von Phex-, Hesinde-, Nandus- und Aveskirche weitergereicht wird.

    Nun kommt DSA5 und während Jahr des Feuers, Splitterdämmerung und dem restlichen Plot von DSA4 geht 2 Kirchen das Wissen über diese Liturgie komplett verloren, sodass in DSA5 nur noch Phex- und Hesindekirche die "Wundersame Verständigung" weitergeben.


    Klar, Wissen kann verloren gehen. Aber dann doch bitte begründet, besonders wenn ein Kult wie der des Nandus davon betroffen ist!

    Immerhin war dies seit DSA2 ein Kerninhalt der Nanduspriester, diplomatische Lösungen in den Plots bereitstellen zu können.

    Ich behaupte, mit der Verbreitung wurde in der Redax bisher einfach sehr unaufmerksam umgegangen.

    Kontroll-Instanzen haben da den Autoren den Spielraum gelassen ohne drüber nachzudenken, ob es innerweltlich logisch ist.

  • Man kann das ja durch eigene Kreativität anpassen. Was man jetzt genau tut, um die Liturgie zu wirken, ist ja eher Fluff, ausschlaggebend für das Balancing ist, wie lange es dauert.


    Was ich eher eine Lücke finde ist die Unklarheit darüber, was eigentlich die Kernaspekte einer Gottheit sind, und was ihr eigentlich egal ist und nur die Gläubigen interessiert.


    Beispiel Rahja: Was hält Rahja von Waffentalenten? Hui oder Pfui? Die Säbeltänzer sind ein Rahjaorden, und kämpfen explizit nicht aus praktischen Erwägungen heraus. Einige von ihnen sind geweiht. Sooo schlecht kann Rahja das dann wohl nicht finden?

    Ich würde mich da an die Regeln aus MyGö oder DDZ halten. Die erlauben, sich einen eigenen Kult der Gottheit mit Aspekten und Mirakel+ und- Talenten zusammenzuschustern, geben aber gleichzeitig einen Rahmen vor, in dem sich alle Kulte dieser Gottheit bewegen sollten.


    Das deckt natürlich nur den regeltechnischen Aspekt ab, nicht die konkretetn Glaubensgrundsätze einer Kultvariante, aber es ist ein ziemlicher guter Anhaltspunkt.


    OIC erlaubt für Rahja kein Waffentalent als Mirakel+-Talent, allerdings Ausweichen

  • Satinavian das was du beschreibst, geht in DSA5 eher durch die Strömungen und erweiterten karmalen Sonderfertigkeiten auf. Würde aber nichts daran ändern, ob man die Voraussetzung erfüllt eine bestimmte Liturgie zu erlernen.

  • Ich glaube, DSA5 hat noch nicht wirklich Geweihtentraditionen thematisiert, die derart verschieden sind. Ich glaube nicht, dass die Strömungen das reguläre Äquivalent sind. Ich meine, Ingerim und Angrosch haben verschiedene Traditionen bekommen und die verschiedenen Kulte aus OiC sind oft noch weiter voneinander entfernt. Es sollte also darum gehen, wie weit sich Traditionen unterscheiden können, hinter denen die selbe übernatürliche Kraft steht. Dafür ist die OiC Liste da.

  • Ich glaube aber das was du in deinem Vorletzten Post beschrieben hast ist auch nur die eigene Erstellung von dem was DSA5 eine Strömung nennt,

    das hat nicht viel mit der Geweihtentradition zu tun, die blieb soweit ich mit erinnere in MyGö und DDZ auch unangetastet.


    Die Strömungen und Aspekte entstehen ja oft, wegen kultureller und geographischer Differenz.

    Behandelt werde die Unterschiede von DSA5 in den Vademecums.


    Generell denke ich, dass Götterwirken (als Sammelbegriff für Segen, Liturgien und Zeremonien) in Gebet und Gesten, sich nicht nur von Kult, Kultur, Strömung, Aspekt und Geweihtentradition unterschiedlich sein können.

    Nein, ich denke sogar, sie können von Geweihtem zu Geweihtem klare unterschiede Besitzen.

    Es kommt darauf an, woher der Sikaryanfunke des Geweihten die Erkenntnis über die Liturgie erlangte.

    Wurde sie von einem Geweihten an den nächsten weitergereicht oder kam die Erkenntnis durch göttliche Eingebung?


    Für manche Liturgien gibt es sicher eine sehr klare Quelle aber auch hier kann es durch die Zeit zu Abweichungen in der Weitergabe kommen.

  • Ich glaube aber das was du in deinem Vorletzten Post beschrieben hast ist auch nur die eigene Erstellung von dem was DSA5 eine Strömung nennt,

    das hat nicht viel mit der Geweihtentradition zu tun, die blieb soweit ich mit erinnere in MyGö und DDZ auch unangetastet.

    Ganz im Gegenteil, das war ein Baukasten für den Bau komplett neuer Geweihtentraditionen. Die Geweihten des Anrufungssystems konnten überhapt keine der klassischen Liturgien lernen und in Myranor existierten Liturgietraditionen und Anrufungstraditionen derselben Gottheit unabhängig voneinander nebeneinander.


    Und wie gesagt, DA5 hat mit Angrosch/Ingerim schon gezeigt, dass es hier den Weg verschiedener Traditionen geht. Wir werden also eher keine V'Sar-Strömung sehen, sondern eine V'Sar Tradition.




    Ansonsten sind Liturgien Menschenwerk (bzw. Sterblichenwerk) und werden von einem Geweihten zum nächsten weitergegeben.

  • Und was genau für Ideen schwirren euch durch den Kopf? Hat jemand von euch eine solche Liturgie geschafft zur erschaffen sei es als Npc oder SC?

  • Schlecht genug, da Kampftalente Mirakel Minus-Talente sind, dass sie durch Mirakel aufgrund der Abzüge quasi nicht zu haben sind und durch Entrückung zunehmend schlechter gekämpft wird.

    In DSA5 gibt's keine Minustalente mehr.

    Erstens das, zweitens sind Kampftechniken keine Talente. Also sind sie auch wenn Entrückung alle nichtgefälligen Talente senkt, nicht betroffen. Lediglich Kriegsgötter haben die Ausnahme das KT zu ihren gefälligen zählen

    "Ohne DSA5 hätte es Herr der Ringe nie gegeben" - H.P.Lovecraft