Das Wüstenreich

  • Gewisse Toleranz innerhalb bestimmter Novadistämme gegenüber Frauen gab/gibt es jetzt ja auch schon, zumindest bei den Beni Schebt.

    In der Anthalogie Karavanenspuren nehmen Reiterinnen der Beni Schebt am alljährlichen Wüstenrennen zur Entstehung des Kalifats unter den Augen des Kalifen teil.
    Klar ändert das keine Setzung für die gesamten Novadis, aber die Option novadische Frauen als Helden zu spielen ist so ausgeschloßen auch nicht (mit entsprechenden Reibungspunkten in nerhalb der Kultur).

  • Gewisse Toleranz innerhalb bestimmter Novadistämme gegenüber Frauen gab/gibt es jetzt ja auch schon, zumindest bei den Beni Schebt.

    In der Anthalogie Karavanenspuren nehmen Reiterinnen der Beni Schebt am alljährlichen Wüstenrennen zur Entstehung des Kalifats unter den Augen des Kalifen teil.
    Klar ändert das keine Setzung für die gesamten Novadis, aber die Option novadische Frauen als Helden zu spielen ist so ausgeschloßen auch nicht (mit entsprechenden Reibungspunkten in nerhalb der Kultur).

    Und das ist doch ein tolles Beispiel, dass man eben auch hier ansätze finden kann eine "novadisch" Stämmige Frau zu spielen. Nicht das ich mir keine Veränderung zu

    einem liberaleren System wünschen würde, aber es würde doch holter die Polter, einiges kaputt machen wenn es - ohne Grund - auf einmal so ist.


    Ich glaube die Idee mit der Rastullah Auserwählten würde halt nach hinten losgehen. Die Glaubensführer des Kalifats würden einfach nein sagen (bzw. vgl.

    das mal mit der Geschichte der Trolle im vierten Zeitalter, die hatten auch wenig bock auf "Auserwählte").


    ... und wenn eine Zeitmanipulation einen 12G Gläubigen novadi stamm, der tolerant ist und eigentlich sind ja mittelreicher, sehen aber aus wie novadis.., erscheinen lässt..

    dann hat für mich die ganze Lore hand und fuß verloren.


    Simia ist im übrigen auch ein Gott des Handwerks.


    Aber was noch gar nicht erwähnt wurde, und was ich auch vielleicht ganz cool finden würde, wäre eine Namenlose Unterwanderung des Rastullah glaubens. Dann könnte man

    das Wüsten setting ein bisschen düsterer machen und ggf. (zumindest wenn ich mich an einen Roman erinnere..) müsste es ja in der Wüste ein Tor nach Myranor geben. Dann könnten

    noch paar Dyradal auftauchen und bäm gibts den Atomkrieg in der Khom. (Gut soweit muss es dann nicht gehen). Eine Unterwanderung jedoch, gerade bei der Ähnlichkeit der Prinzipien,

    wäre absolut stimmig. Wenn die Priester dann noch gegen Hasrabal oder das Horas Reich ziehen würden, hätte man Stoff für unendliche Abenteuer.


    Oder.. wir lassen einfach Pydarcors Garten zurück auf Dere knallen und das Problem mit der Wüste hat sich gelöst.. dann gibt es genau 0.

  • Aber was noch gar nicht erwähnt wurde, und was ich auch vielleicht ganz cool finden würde, wäre eine Namenlose Unterwanderung des Rastullah glaubens

    Ein paar Namenlosgeweihte, die sich als Rastullah-Gläubige ausgeben, könnten tatsächlich noch fehlen. Würde vermutlich den Novadis erstmal gar nicht auffallen und wäre auch für Helden eine unangenehme Überraschung. Anknüpfungspunkte gibt es ja, zum Beispiel eine Unterschule der Novadis, die nur 13 (!) Gebote kennt.

  • Vereinzelte Einflüse durch den NL ja, aber bitte keine Unterwanderung im großen Stil.

    Lieber die alten echsischen Feinde auftauchen lassen. Khunchom und das Ei finde ich in den Zusammenhang auch höchst interessant, aber keine Ahnung ob Khunchom und seine Geheimnisse nicht besser mit einer Tulamidenlande RSH verarbeitet werden. Gehört ja nicht zum Kalifat.

  • Bitte nicht schon wieder die armen Echsen als Feinde. Die sind schon oft genug als Punchingball mißbraucht worden, um Novadis besser dastehen zu lassen.

  • Gab es nicht erst 1025 BF in Selem Probleme mit den Echsen? Aber als logische Schussfolgerung nach der Drachenchronik könnten ja einige geile Echsen wieder auftauchen.

    Son Leviathan, Maru und Achaz Heer wäre auf jeden Fall ne derbe Bedrohung fürs Kalifat.

  • Bitte nicht schon wieder die armen Echsen als Feinde. Die sind schon oft genug als Punchingball mißbraucht worden, um Novadis besser dastehen zu lassen.

    Die armen Echsen?? Mein Rashduler Magier braucht ne neue Handtasche!

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  • Ok auch hier sehen wir manches anders. Verehren die Novadis Raschtul als Gott des Erzes und der Flammen? Raschtullah ist doch eher das Pendant zu der Gesamtheit der 12 G. Du bekommst durch Raschtul-Geweihte doch keine Ingerimmvariante sondern eher sowas wie "die liebe Variante des Namenlosen". Und das ist doch 1. das Kernstück Raschtuls (immerhin wurde er wie der NL von den alveranischen Göttern, die damals andere waren niedergestreckt) und 2. das Interessante. Ich hab noch nie gelesen: "wow was ein toller Erzfeuerelementarer Gott". Ich denke da reden wir grundsätzlich vom "emotionalen Backround" wie man den Gott empfindet aneinander vorbei (und kommen so natürlich niemals auf einen sinnvollen Nenner).

    Hinter Rastullah steckt Raschtul. Und Raschtul steht nicht für alles. Dafür steht auch der Namenlose nicht. Ich sehe Raschtul auch nicht als Feuergott. Aber ein Erzgott ist er. Ich will auch keinesfalls eine weitere Gottheit mit Erz und Feuer. In Raschtul sehe ich gerade eine Erzgottheit, die nichts mit Feuer und Handwerk zu tun hat. (Fehlt noch eine Feuergottheit, die nichts mit Erz und Handwerk zu tun hat. Vielleicht Owalla? Zu der kommt leider nichts mehr.)

    Das weißt ich doch. Letztlich ist das aber auch nur korrekt wenn die HA uneingeschränkt gilt. Denn es ist aktuell die einzige Quelle die das in aller Klarheit sagt.


    Und man muss hier aufpassen. "Steht für" ist unsauber. Es gibt den Unsterblichen selbst und es gibt seine Krichen und Verehrungsformen. Chalwen umreißt für was Unsterbliche "als Individuum" so stehen (HA S. 19). Es ist also anzunehmen das sie diese Prinzipien auch wirklich verkörpern, so wie Chalwen ihr Gebirge und Prophetie. Schauen wir uns mal ein paar "Herrschergötter" an.


    • Boron
      • Tod, Vergessen, Dunkelheit, Traum
    • Brazoragh
      • Hirtentum, Männlichkeit, Sonne, Stärke, Kampf
    • Namenloser Gott (ehemals)
      • Herrschaft, Macht, Führung
    • Ingerimm
      • Feuer, Erz, Fleiß, Sturheit
    • Praios
      • Feuer, Licht, Wahrheit, Gehorsam
    • Raschtul
      • Erz, Stärke, Treue


    Man sieht hier einerseits dass die wenigsten "Pantheonsführer" auch wirklich "Herrschergötter" sind und andererseits dass die Prinzipien die sie verkörpen nicht deckungsgleich mit jenen Aspekten sind für die sie im Kult bekannt sind. Praios ist gar kein "Gott der Sonne" und mit Magie hat er auch kein Problem (was ja ob der Brajan-Verehrung lange bekannt ist) und die wenigsten Zwerge würden sich und ihren Allvater als Inbegriff der Sturheit auffassen (genauso wie sture Menschen sich eben gerne als "verlässlich" oder "konstant", oder mit sonst welchen netten "Eigenschaften" schmückend, beschreiben).


    Jetzt kommt für monotheistische Religionen noch hinzu dass ihre Gottheit natürlich alle Aspekte des Lebens "betreuen" muss, weil es einfach keine andere Gottheit gibt. Angrosch ist Praios (Recht und Gesetz), Rondra (Drachenkampf), Travia (Geselligkeit und Herdfeuer), Boron (Nachleben), Hesinde (Wissen und Weisheit), Firun (Unnachgebigkeit und Überleben), Tsa (Geburt, Leben und Feuertaufe), Phex (Schätze und Wohlstand), Peraine (Fleiß, Arbeit, Ernährung der Binge, Heilung), Ingerimm (Handwerk, Feuer, Erz, etc.) und Rahja (Saufen und Babyzwerge machen) in einer Entität. Die (Erz)Zwerge haben einen "Universalgott" und genau deswegen verstehen sie die menschliche Ingerimm-Verehrung auch als eine "minderwertige" oder zumindest "reduzierte" Form des Angrosch und nicht als dessen 1:1 Pendant.


    Das Gleiche gilt natürlich für den Namenlosen-Kult. Wenn seine Jünger irgendwas wollen an wen sollen sie beten als an ihren "Jahwe", "Gott" und "Allah"? Der abrahamitische Gott war ursprünglich wahrscheinlich auch nur eine unter vielen "Nomadengötter" und hat sich in seinen "allumfassenden Anspruch" hochgekämpft, -gemordet und -massakriert.


    Und wiederum genau das Gleiche gilt dann natürlich für die Raschtullah-Kirche der Entität die eigentlich "nur" Raschtul ist. Für die Novadis ist Raschtullah ALLES. Der Vater, All-Einer und Universalgott in einem. Der Vater der Wüste, der Mächtigste unter den verlogenen, hinterhältigen, schwachen anderen minderen Götter die nur in der Überzahl (12) mächtig sind. Und genau an dieser Stelle wiederholt sich das Narrativ dem auch die Namenlosenkulte folgen (und die auch den Tatsachen entsprechen). Wenn man so will ist sogar die Geschichte um Raschtul das "Original" und der Fall des Namenlosen nur das Plagiat. Raschtul war der Antagonist der Götter im 2. Zeitalter und ist gefallen, genauso, aber natürlich nicht unter gleichen Umständen!, wie der Namenlose Gott der Antagonist der Götter im 4. und 5. Zeitalter war. Und genau in diesem Kontext ist er für mich eher eine Art "guter Namenloser" (und damit als dramaturgisches Mittel neu und einzigartig in Aventurien) und ich möchte ihn und seinen Plot daher nicht als "Ingerimm-Alternative" degradiert und verbraten wissen.


    Gleiches gilt für andere Antagonistengötter die es Raschtul nachgemacht haben. Mada im 3. ZE, NL im 4. und 5. ZE (siehe oben), Amazeran und Aphasmayra im 6. ZE, sicher irgendwer im 7. ZE, Charypta im 9. ZE und schließlich der gute Pyrdacor und sein Papi im 10. ZE. Es gibt nichts neues, nur unentdeckte Plagiate. Gut gegen Böse. Das ist die "Urgeschichte". Der Prototyp. Alles andere ist nur Konfetti und CGI.

  • Bevor hier die Diskussion erneut in Nebenzweige abdriften kann: Thema ist hier die angekündigte RSH. Exkurse und Diskussionen zu diesen sollten in eigenen Fäden geführt werden.

  • Also ich fände einen Metaplot um eine Namenlose Unterwanderung in der Khom sehr passend, auch wenn es Klischeefhaft ist, es passt einfach zu gut. Und das kann ja auch ein Katalysator für die "modernisierung" der Novadis sein.

  • Angekündigt würde es vorraussichtlich zu Dez/2022. Da scheint mir unwahrscheinlich.


    Gibt es eigentlich News zur RSH Khom?

  • Hat mir sehr gut gefallen.

    Mir auch. Bei "Keine Retcons" schlägt mir das Herz vor Freude. Und die übrigen Anpassungen, Ausführungen etc. klangen auch ganz gut durchdacht.

  • Angekündigt würde es vorraussichtlich zu Dez/2022. Da scheint mir unwahrscheinlich.


    Gibt es eigentlich News zur RSH Khom?

    Nein, es wurde für den Collector's Club 12/2022 angekündigt. Erscheinen dürfte dann alles im März 2023.


    Hat mir sehr gut gefallen.

    Mir auch. Bei "Keine Retcons" schlägt mir das Herz vor Freude. Und die übrigen Anpassungen, Ausführungen etc. klangen auch ganz gut durchdacht.

    "Nahezu keine Retcons", war es glaube ich genauer ;)

  • "Nahezu keine Retcons", war es glaube ich genauer ;)

    Kann sein. Mal schauen, was die da ausgebrütet haben. Und wenn es mir nicht passt, dann kann ich immer noch Raschtuls Atem lesen :)

  • Es gibt auf der Ulissesseite einen Blogeintrag zur kommenden Wüstenreich RSH:


    https://ulisses-spiele.de/das-…shkurs-ueber-die-novadis/


    Klingt für mich recht gut. Mehr Rechte für Frauen ohne direkt das Ungleichgewicht auszulöschen, was für mich einfach zum Bild dieser Kultur dazu gehört. Das find ich ist ein guter Weg. :thumbup:


    Das finde ich absolut nicht. In einer Welt in der Frauen (den Zwölfen sei Dank!) alle absolut gleichberechtigt sind, fand ich gerade einen Kult, welcher dies nicht tut, interessant.

    Bald gibt es in Aventurien gar keine Kontroversen mehr. Elfen sind Menschen mit langen Ohren, Zwerge mit Andergastern, Menschen jeder Kultur unterscheiden sich überhaupt nicht mehr und

    im Prinzip gibt sogar der kleine Otter vom Fluß bei genug Verehrung Karma.


    Die massive Änderung bei den Novadis (in solch kurzen Inneraventurishcen Zeiträumen) finde ich absolut unstimmig. Sicherlich kann sich der Rastullah Glaube refomieren. Aber jetzt?

    Ich finde da eher die Novadi Frauen, welche tiefgläubig sind, aber einzelerscheinungen AUßERHALB des Stammesgebietes der Beni Novad wesentlich stimmiger.


    Dazu die Erklärung mit dem Zeitalter der Rache? Gerade da würde doch "Rastullah" seine Frauen schützen, damit sie eben mehr männliche Krieger gebären. Irgendwie führt das für mich

    an der inneraventurischen Logik vorbei.


    (Um gleich vielen Leuten den Wind aus den Segeln zu nehmen, diese Aussage spiegelt nicht meine Meinung zu weltlichen Themen in Bezug auf Frauenrechte wieder.)

  • für mich

    an der inneraventurischen Logik vorbei.

    Ehrlich gesagt ist mir in diesem Fall die inneraventurische Logik egal.

    Ich kenne kaum jemanden, der wirklich Lust auf einen Novadi geschweige denn eine Novadi hatte.

    Eigentlich eine coole Wüstenkultur, aber durch ihre Welticht einfach unsympatisch und schwer spielbar. In DSA, in Aventurien, was einfach geschlechtertechnisch ganz anders tickt. Ganz anders ausgelegt ist (Männer und Frauen gleich stark usw.). Es gibt keinen Grund Frauen zu schützen, wenn diese alles gleich gut können wie Männer.

    Das ist der Unterschied zwischen der Realität und Aventurien. In Aventurien hat eine Immanmannschaft aus Frauen die gleichen Chancen wie eine Männermannschaft, in Realität z.B. im Fussball nicht. Das Spiel und der Spass geht hier eindeutig vor dem Realismus.

  • Ich finde auch gut, dass Novadis durch die neuen Setzungen nahbarer/spielbarer werden. Ich hoffe jedoch auch, dass Frauen und Männer unterschiedliche Rollen in der Gesellschaft behalten - nur halt nicht einseitig.

  • Ehrlich gesagt ist mir in diesem Fall die inneraventurische Logik egal.

    Meine Schwester hat eine - ich hab gerade den Namen nicht mehr parat - Novadi gespielt, die auf Blutrache aufgrund ihres getöteten Mannes? Vaters? aus war. Da gab's diese Rolle für, wo die Frau dann als Mann geachtet wird. Ich fand das war ein sehr interessantes Konzept. Aber natürlich gleichzeitig auch wieder ein Hervorbrechen.


    Ich glaube aber auch, dass viele wegen dem Hintergrund nicht Novadis gespielt haben. Einen krassen Novadi habe ich auch deswegen zweimal verworfen. Gemäßigt ging's dann noch ganz gut.


    Ich weiß noch nicht, wie ich den Wandel finde, lasse mich aber überraschen. Novadis mag ich sehr :)