Andere Rassen, Andere Kulturgruppen gespielt?

  • Für mich gehört es mit zu DSA, dass die Heldengruppen eher wenig exotisch sind. Ein Achaz, ein Goblin, ein Grolm und ein Maru die gemeinsam Abenteuer erleben passen kaum nach Aventurien. Gleichzeitig geht aber in vielen anderen Systemen der Trend momentan sehr dahin. Wenn ich Videos von Orkenspalter-TV zu D&D anschaue, dann kommt da ständig so was wie «Hihi diese spielbaren neuen Eulen/Dachs/irgendwas-Kreaturen sind super knuffig, sowas finden wir ganz toll!». Von daher muss vielleicht auch DSA teilweise auf diesen Zug aufspringen, bei Splittermond erscheint ja demnächst auch ein Band, der «Rattlinge» spielbar macht und das waren vorher wohl eher sowas wie generische Feinde. Ich finde aber, dass sowas bei DSA recht geschickt an DSK und Myranor ausgelagert wird, beides bedient ja diese Bedürfnisse. Zur Abwechslung mal eine Themengruppe von Orks oder einen Festumer Goblin zu spielen, finde ich aber durchaus passend. Da kommen die benötigten Regeln sicher früher oder später auch in DSA 5.

  • Naja, seien wir ehrlich, ein Almanerner Fechter (aus zorros Kaliforniern, nur falsche Jahrezahl), ein alanfischer Sklavenjäger, ein bronlänischer Ritter (der Zarenzeit); ein verirrter Wikinger, Wasseranbeter, oder einen Sindbad zu spielen -ist aus unserer teuschen Sicht doch alles "Exoten". Einfacher hbane wir's nur in den Mitteländern oder die beiden Märchenkönigreichen.

    Die nächste Stufe ist der Zwerg - kennt jeder. Dann wird's schon schweriger, ein Halbelf oder Halbork vielleicht, wobie der Halbork mit mehr Vorurteilen zu kämpfen hat als sein elfischer Bruder.

    Der Goblin dürfte als "dummer Knecht für alles" und "Dummer als Stroh" kaum irgnedwo als Gefahr angesehen werden, anders als ein Ork.

    Achaz - wenn ha jemand in Havena mal einen Achaz gesehen, diesen komischen Necker.

    Oder ein Maru? Ich würde jende empfehlen der einen "echten" Exoten spielen möchte vorher "Westwärts, Geschuppte!" zu lesen.

    So wie einst zu Zwergern stand, es sind keine kleine Menschen, so denken die Exoten überhaupt nicht wie wir Menschen.

    Ich könnte auch ein Gorillakostüm überziehen und Alrik den Affenmenschen spielen - aber vermutlich kommt dabei der Bibliothekar der Scheibenwelt heraus. Ugh? ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Gleichzeitig geht aber in vielen anderen Systemen der Trend momentan sehr dahin.

    Leider!

    Was ist so schlimm daran, "normale" Charaktere zu spielen? Wieso müssen es Exoten sein, oder Angehörige von Rassen, die der normalen Bevölkerung feindlich gesonnen sind?

  • Ja, was der Tiefling und Drachengeboren fest in der Core von D&D4-5 sollen ... dürfte vielleicht mit den Welten zu tun haben.

    Aber die Exoten warne ja ein WGrund das Myranor (und sie neues Regelwerk) entwickelt wurde, wie es zu Schwerter & Helden erklärt wird.

    Dabie ist es so leicht was exotisches zu spielen, u.a. wenn ich eine junge, tulamidische Tänzerin spielen würde. ^^


    Soll jede Grtuppe spielen was ihr gefällt ... ich fürchte nur bei Exotengruppen wird der Spielspaß schnell ermüden.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Gleichzeitig geht aber in vielen anderen Systemen der Trend momentan sehr dahin.

    Leider!

    Was ist so schlimm daran, "normale" Charaktere zu spielen? Wieso müssen es Exoten sein, oder Angehörige von Rassen, die der normalen Bevölkerung feindlich gesonnen sind?

    Das passiert, weil ein wesentlicher Teil des Rollenspiels darin besteht, jemanden zu spielen, der anders ist, als man selbst.


    Jedoch glaube ich nicht, dass speziell feindliche Kreaturen besonders gern gespielt werden. Die Andersartigen gegenüber denen keine besondere Feindschaft herrscht, scheinen da schon deutlich attraktiver. Auch in DSA4 spielt man wohl lieber Goblins und Achaz als Orks.

    Soll jede Grtuppe spielen was ihr gefällt ... ich fürchte nur bei Exotengruppen wird der Spielspaß schnell ermüden.

    Da kann ich dich beruhigen. Gruppen, die Exoten mögen, haben oft auch sehr lange Spaß daran.


    Von daher muss vielleicht auch DSA teilweise auf diesen Zug aufspringen, bei Splittermond erscheint ja demnächst auch ein Band, der «Rattlinge» spielbar macht und das waren vorher wohl eher sowas wie generische Feinde. Ich finde aber, dass sowas bei DSA recht geschickt an DSK und Myranor ausgelagert wird, beides bedient ja diese Bedürfnisse.

    Rattlinge waren nicht generische Feinde. Die sind eher so was wie die Goblins bei DSA. Generische Feinde be Splittermond sind eher Orks, die man aber nicht wird spielen können.

    Aber generell ist Splittermond eines der Systeme, die die Omnipräsenz der Menschen zurückfahren und große Bevölkerungsanteile der anderen Rassen festschreiben. So bewegt sich z.B. der Menschenanteil in allen größeren Reichen des Kontinents Takasadu nur zwischen 45 und 15 Prozent.

  • zu 1 und 2: Das kann sein, es kann aber auch gut sein, dass man den "Exot" wählt, weil er einfach besser ist oder besondere Fähigkeiten hat (an die man anders nicht heran kommt)


    zu 3. Der Tulamide (wie auch der Mittelländer) ist in meinem "Beispiel" kein Exot, sondern der Normalo für den man mit "schlechten" (normalen) Werten bestraft wird ;)


    zu 4. Man gewinnt durchaus besondere Fertigkeiten, besondere Professionen, einzigartige Besonderheiten usw. durch die Exotenwahl (die man normalerweise nicht wählen/bekommen kann). Leider werden auch in DSA 5 noch nicht alle Vor- und Nachteile mit einem Preisschild versehen (z.B. kostenloser Statusboost für Magier und Geweihte). Besonders heikel sind Fähigkeiten, die in Aventurien eigentlich kaum verfügbar sind (z.B. Flugfähigkeit, Immunitäten, Körperlosigkeit), die für "Normale" wenn sie vorhanden sind, fast immer begrenzt sind (z.B. durch verfügbare AE) und für die es kaum angemessene "Gegenelemente" gibt (insbesondere wenn die Spieler mit ihren Fähigkeiten kreativ werden). Aventurien sähe sicher anders aus, wenn Geister mit Zyklopen, lebenden Steinen und Drachen auf Abenteuer ausziehen.


    zu 5 und 6: Ich stimme Dir zu - das ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis gängigere Rassen (z.B. Goblins) Werte bekommen. Das man Wesen wie Zyklopen und Oger (Eingangsbeitrag) mit Generierungswerten (nicht nur Spielwerten) versieht, bezweifel ich aber. Vorallem reichen in meinen Augen die Rassen alleine nicht aus: es muss schon das komplette Paket (Kultur, Professionen, regionale Besonderheiten usw.) sein, wie man es von den bisher erschienenen Spielhilfen kennt. Im Prinzip das Handwerkszeug damit man so ein Wesen auch auf "offizielle" Weise wirklich spielen kann.

  • Ja, was der Tiefling und Drachengeboren fest in der Core von D&D4-5 sollen

    Tieflinge wurden mit Planescape eingeführt. Die Drachengeborenen erschienen zum ersten mal in einem Zusatzband für D&D 3e. Beide wurden erst mit 4e und zum Teil stark verändert Teil der Grundregeln. Aber die Basis für das Exotenspiel ist aber um einiges älter. The Complete Book of Humanoids (1993) und die Creature Crucible-Reihe (1989-92) kann man als ursprung des Exotenspiels bei D&D ansehen.

    Soll jede Grtuppe spielen was ihr gefällt ... ich fürchte nur bei Exotengruppen wird der Spielspaß schnell ermüden.

    Da stimme ich Dir voll und ganz zu, da meisten dann doch nur Menschen in einem Exotenkostüm herauskommen. Es ist halt einfacher, eine tulamidische Tänzerin realistisch darzustellen, als ein Achazkrieger.

    Das passiert, weil ein wesentlicher Teil des Rollenspiels darin besteht, jemanden zu spielen, der anders ist, als man selbst.

    Das erreicht man doch mit jeden Charakter.

    Jedoch glaube ich nicht, dass speziell feindliche Kreaturen besonders gern gespielt werden. Die Andersartigen gegenüber denen keine besondere Feindschaft herrscht, scheinen da schon deutlich attraktiver. Auch in DSA4 spielt man wohl lieber Goblins und Achaz als Orks.

    Das gilt villeicht für DSA4, aber gerade bei D&D und auch Pathfinder ist es auffallend, wie beliebt Goblins, Orks u.ä. sind. Aber, wie ich oben schon schrieb, ist so eine Wahl meist als Statement zu verstehen.


    Eigentlich kommt es doch immer auf das Genre, die Spielwelt und die geplante Kampagne an. In einer Planescape-Kampagne, in der man hauptsächlich die Straßen Sigils unsicher macht, macht es vielleicht Spaß einen "gefallenen" Sukkubus zu spielen (offiziell gibt es mindestens zwei, die keine böse Gesinnung haben), aber wenn sich die Kampagne um Intrigen am Vinsalter Hof dreht, wäre selbst ein menschlicher Druide vollkommen fehl am Platz.

  • Ich kenne keine einzige offizielle DND Welt und die interessieren mich auch alle nicht, spiele derzeit einen Tiefling und ein Owlfolk, also sehr viel böse schlechte Exoten. Also außer, dass die in den Kampagnenwelten halt keine Exoten sind, weil keiner von uns Bock auf Fantasy Rassismus hat, LOL.

    Finde den Trend immer mehr coole Sachen spielen zu können auch nice. Ich spiele tbh gerne halt was "besonderes", in DSA halt die gar so mächtigen Magier, oder ne Elfe, oder so. Wieviel besonders und exotisch es sein darf/soll muss halt jede Gruppe selbst wissen. Für die einen können es ein paktierender Goblin, ein Vampir und ein Shakagra sein, für die anderen bitte nicht mehr als ein GM, weil Magier so selten sind. Ist doch cool, wenn es da so viele verschiedene Spiel- und Auslegungsweisen gibt?

    Nahema Tamerlain ist genderqueer.

  • Dieser Beitrag bestätigt meine Aussage... ;)

  • Ich möchte einen Gott spüielen -exotischer geht's nicht. :D

    (Und selbst das war zu D&D Basic mit der Immortial-Box möglich - und in meinen Augen recht albern ... das erste Abenteuer spielt in New York!)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Gerade das Exotenspiel als Statement ist nicht unproblematisch, weil man damit andere Spezies auf Menschen mit einem anderen Aussehen reduziert. Der gerne verwendete Slogan "Orks sind auch nur Menschen" ist nämlich vollkommen falsch. Orks sind keine Menschen, sondern genau wie Elfen , Zwerge usw. eine eigene Spezies. Somit ist diese gerne verwendete Allegorie vollkommen falsch.

    Das Exotenspiel nur um etwas Besonderes zu spielen, ist ebenfalls problematisch. Denn, schafft man es überhaupt, das exotische des Charakters auszuspielen, oder spielt man doch nur einen Menschen im Kostüm?

    Wenn man Exoten spielen will und diese auch in die Kampagne passen, dann sollte man sich auch sicher sein, dass man diese gerade nicht als Menschen im Kostüm spielt. (Genau genommen gilt dies sogar für alle nichtmenschlichen Charaktere.)

  • 1. Nein.


    2. Nichts. Ich würde alles und jeden aus Jucks spielen.


    3. DSA5 meistere ich nur. Aber in DSA3-4 habe ich schon die ein oder andere ungewöhnlichere Kombination gespielt. Einer meiner ersten Charaktere war ein Waldelf. Damals noch kein Legolas sondern eine "Alienrasse" und als am schwersten zu spielende Kultur von meinem Meister eigentlich verboten (immer diese Hardliner-Meister. Damals war wohl auch noch das Meisterbild anders). Aber was soll ich sagen ich bin ein *hüstel* genialer Rollenspieler (TM) *hüstel* und konnte ihn überzeugen. In DSA4 hab ich einen Utulu-Halbsklaven-halb-Granden-Kor-Geweihten gespielt aber nicht wegen irgendwelchen Werten sondern weil ich die Zerrissenheit und das "hängen zwischen zwei Welten" und die daraus resultierende Schwäche gepaart mit der gnadenlosen Strärke der Kor-Kriche rollenspielerisch herrausfordernd fand (also das was man landläufig "Echtes Rollenspiel (TM)" nennt).


    Generell kann ich dazu sagen. Ich als Meister bin ein Freund davon meine Spieler alles spielen zu lassen was sie wollen. Ich sage ihnen aber auch immer meine Einschätzung zu dem Charakter und wie ich finde das er sich einfügt und was er für Probleme haben oder verursachen könnte. Und falls ihn oder sie das nicht abhält lasse ich Aventurien mit seiner ganzen immersiven Macht über ihn kommen so wie es "ist". Jeder ist frei und genauso "meine Welt". Wer also einen Ork in Weiden spielen will spielt auch genau das (für eine wahrscheinlich relativ kurze Zeit).


    Alles andere halte ich für nicht praktikabel. Sie spielen die Charaktere ich die Welt. Ich bin weder ihr Papa noch Praios-Oberpolizei-Kommisar.


    Ich finde aber auch nicht dass es jeden Exoten als "Regelkonsturkt" braucht. Wer wirklich die ROLLE eines dieser Exoten einnehmen will macht sich die Mühe ihn liebevoll zu erstellen., frei genug ist DSA5.


    Zu der "Trendwende". Scheiße, so ist das mit dem alt werden. Man ist so ein Typ oder eine Trulla die geifernd auf "das neumodische Klump" blickt und die guten alten Zeiten beschwört. Als ich meinem Sohn erzählt habe, dass, als ich so klein war wie er wir weder ein Handy, noch ein Tablet, etc. hatten hat er mich irritiert angekuckt. Dann wollte er was sagen. Dann wieder Irritation. Dann schrie seine ganze Seele: "Wie habt ihr UNKULTIVIERTEN BARBAREN überlebt!" und das alles in einem 5-jährigen "echt?" kondensiert. Und das gleiche Spiel wird er mit seinen Kindern machen. Und die dann mit ihren, usf. Und so geht das schon seit wir vor Millionen von Jahren vom Baum gestiegen sind. Also lasst uns Opas mal bissl auf die exotische Welt klar kommen. :thumbsup:


    Wenn alle es wollen und jeder damit glücklich ist darf doch bitte alles möglich sein?


    Tsa mit euch!


    (P.S. ach ja ich hasse Schelme aber auch nur weil man WIRKLICH lustig sein muss um einen ertragbar zu spielen finde ich. Sonst prophezeihe ich einen Mord und jeder in der Gruppe deckt den anderen. :saint:)

  • Zusammenfassend: Andere spielstile sind bad. Danke, hab die Erinnerung warum ich mich normalerweise an solchen Diskussionen nicht beteilige gebraucht!

    Nahema Tamerlain ist genderqueer.

  • Zusammenfassend: Andere spielstile sind bad. Danke, hab die Erinnerung warum ich mich normalerweise an solchen Diskussionen nicht beteilige gebraucht!

    Wenn du mich meinst definitv nein. Jeder sollte spielen was und wie er will. Und als Gruppe findet man sich schon. Ich rede nur von mir und meinen Gruppen. Ich KANN eben nur einen Spielstil (und habe das mit dem (TM) durchaus als ironisch kennzeichen wollen). Aber es ist doch genuso andersherum. Warum muss jeder mit jedem können? So ist das Leben nicht gemacht. Es gibt Sympathien, Pheromone und eben "Gemeinsamkeiten" die uns verbinden. Und das eine ist nicht besser oder schlechter als das andere. Aber man sollte trotdem verstehen das wenn der eine Banane eklig findet und der andere Ananas es nicht sinnvoll ist einen Bananen-Ananans-Obstalat basteln zu wollen. Und mit Exoten ja oder nein hat das ja sowieso nichts zu tun. Das steht jenseits der Spielstile auf einem anderen Blatt.


    Gruß.

  • Zusammenfassend: Andere spielstile sind bad. Danke, hab die Erinnerung warum ich mich normalerweise an solchen Diskussionen nicht beteilige gebraucht!

    Wenn du mich meinst definitv nein. Jeder sollte spielen was und wie er will. Und als Gruppe findet man sich schon. Ich rede nur von mir und meinen Gruppen. Ich KANN eben nur einen Spielstil (und habe das mit dem (TM) durchaus als ironisch kennzeichen wollen). Aber es ist doch genuso andersherum. Warum muss jeder mit jedem können? So ist das Leben nicht gemacht. Es gibt Sympathien, Pheromone und eben "Gemeinsamkeiten" die uns verbinden. Und das eine ist nicht besser oder schlechter als das andere. Aber man sollte trotdem verstehen das wenn der eine Banane eklig findet und der andere Ananas es nicht sinnvoll ist einen Bananen-Ananans-Obstalat basteln zu wollen. Und mit Exoten ja oder nein hat das ja sowieso nichts zu tun. Das steht jenseits der Spielstile auf einem anderen Blatt.


    Gruß.

    Nein, ich meinte vor allem Barbarossa Rotbart.
    Es muss doch auch nicht jeder mit jedem können? Ich will doch auch mit niemanden hier an einem Tisch spielen? Aber das ist ein Diskussionsforum und da dann darauf zu bestehen das Exoten doof sind wegen Grund X, auch wenn andere Spielende bewusst sagen "hey wir spielen damit gerne, wegen X", oder weil sie Fokusse anders legen wird einfach nur die Altherrenkeule des "das ist ein Trend" ausgepackt und überhaupt nicht auf irgendwas eingegangen? Verschiedene Menschen haben verschiedene Spielstile, ja, aber das ist deshalb hier nicht das Ananassalatforum, wo Bananenliebhaber grundsätzlich in den Salat gepisst wird. Meine Güte.

    Nahema Tamerlain ist genderqueer.

  • Gleichzeitig geht aber in vielen anderen Systemen der Trend momentan sehr dahin.

    Leider!

    Was ist so schlimm daran, "normale" Charaktere zu spielen? Wieso müssen es Exoten sein, oder Angehörige von Rassen, die der normalen Bevölkerung feindlich gesonnen sind?

    Q: "Was ist so schlimm daran, "normale" Charaktere zu spielen?"


    Gar nichts!^^ Ich glaube, es ist leicht übertrieben es sooo zu sehen als ob alle eine "ich will krankhaft einzigartig sein" Schiene runter gehen. Es geht ja auch ums RP, den Ernst, den Spaß und das Dumme am Allem.


    Q: "Wieso müssen es Exoten sein, oder Angehörige von Rassen, die der normalen Bevölkerung feindlich gesonnen sind?"

    Diese Frage ist recht bepackt ich versuche sie von meinem Standpunkt aus zu erläutern.


    Ich habe mehrere Charaktere, welche Menschen/Zwerge sind von anderen Kulturen. Ich habe eigentlich keinen Halbelfen, eine Handvoll Elfen, 3 Goblins, 2 Orks, 1 Grolm und einen Achaz(Sie habe ich vor kurzem erstellt).

    Keiner meiner Exoten muss per se ein Exot sein - mit der ausnahme des Achaz, da deren Handlungsstrang sich dort abspielen würde - sei es kulturelle Exoten oder andere Spezies.

    Wenn ich einen SC erstelle, gehe ich an 3 Methoden ran:

    1. Welches kreierte Bild auf Pinterest etc. weckt in mir die Emotion "Hey, der Charaktere sieht sieht cool aus; wirkt angsteinflösend; hat ein Geheimnis; tut keiner Fliege was; ist ein normalo etc.!^^" und weckt in mir das Interesse solche Archetypen auszuprobieren da das Bild diesen Archetypen wieder spiegelt wo ich ihn in XYZ-Szenarien ausmahle und jada jada.

    2. Ich habe bereits einen Archetypen ausgemahlt und brauche nur das nötige Bild, was mir dieses Gefühl sagt "Das ist es!"

    3. Der Archetyp sollte auch zur Kampagne passen. (Offensichtlich lol)

    Punkt 1&2 dienen nur warum ich einen Exoten erstellen könnte, ob ich jeh die Chance haben werde diese auszuleben ist eine andere und auch nicht wirklich Relevant zu meiner Frage.


    Viele Spieler sind angezogen von verschiedenen Spielrichtungen, wie von vielen hier geäußert.

    Ich sehe die P&P-Genre als riesiges Bild mit nem fetten Eimer voller verschiedener Farben zur Seite oder einer Opern/Theater Bühne voller impulsiver Sinneseindrücke die mich einfach nur auf zum nächsten reißen.

    Ich klatsche die Freiheit sich auszutoben auf dieses Bild, das Drama, die Wut, die Trauer, die Freude, das Abenteuer, die Angst etc. alle diese Bilder von Szenarios die ich sehe, will ich Ausleben so gut es geht und dabei voller Laune geladen auf den nächsten Impuls zu rennen.

    Dann sind sie feindlich, und jetzt? Dann soll der DM mir die Konsequenzen geben. Ich kann auch ein "Problem"- Menschen/Zwergen/Elfen spielen. Ich kann den Schmied spielen der in seiner Heimatstadt auch nur dort bleibt mit seiner Gilde, dann bin ich auch ein "normaler" SCs aber genauso untauglich für jedes Abenteuer. Wie das Beispiel mit dem Druiden am Hofe.


    Q: "Denn, schafft man es überhaupt, das exotische des Charakters auszuspielen, oder spielt man doch nur einen Menschen im Kostüm?

    Wenn man Exoten spielen will und diese auch in die Kampagne passen, dann sollte man sich auch sicher sein, dass man diese gerade nicht als Menschen im Kostüm spielt. (Genau genommen gilt dies sogar für alle nichtmenschlichen Charaktere.)


    Das wird sich zeigen. Es kann nicht immer perfekt laufen aber anzunehmen man könnte einen tulamidischen Tänzer leichter RPen als einen Achaz stimme ich überhaupt nicht zu. Alles aus DSA ist locker zu 60-70% aus dem irdischem also aus unserer reellen Welt inspiriert und der Rest ist das frei Erfundene. Man kann von überall sich Daten holen um den Charakter einzustimmen (Andere Werke, Autoren Quellen etc.) aber am Ende des Tages ist es dann einfach RPen, RPen, RPen einfach Übung. Ich könnte dir locker einen Arakoa RPen (humanoide Vogelrasse) als einen Novadi oder Nivesen aber es hindert mich trotzdem nicht daran es zu versuchen und der Reiz ist da.



    Meine Hauptfrage war auch ob das spielen der Exoten/untypischen Kulturen an sich für euch einen Reiz bietet/Interesse weckt, und warum diese dann eben kein/en Interesse/Reiz in euch wecken.

    Ob ein Abenteuer am Hofe mit einem Oger und 3 Zwergen geregelt werden kann ist euer Problem, und nicht wirklich meine Ausgangsfrage.

    Es wäre z.B. eher passender zu sagen: "Mich interessieren diese Wesen nicht, da ich meinen SC über längere Abenteuer spielen möchte und nicht für ein Kurzabenteuer und/oder festgesteckt in einem Fleck auf der Welt RPen möchte."



    EDIT: Der Text wirkt sehr launisch. Das ist nicht die Intention sondern nur ne Erklärung warum man Exoten spielt oder bzw. warum ich sie spiele.


    Hah! Da warst du schneller als ich. Tja das kann ich Unterschreiben!^^

    ----

  • Ist es dann in einem Kaufsystem nicht eh egal, ob jetzt eine Spezies explizit aufgeführt ist oder nicht? Also klar, Die Redax hat bis jetzt nichts zu ungewöhnlichen Rassen in DSA5 veröffentlicht, aber auch bei so zentralen Dingen wie dem Magiesystem hat es ja erst 3 Bände benötigt. Außerdem ist es ja nun wirklich nicht schwer sich selbst nen Ork zu bauen, der angeborene Vor und Nachteile hat.

    Sehe ich genauso. Es ist ein relativ faires Kaufsystem und Vor- und Nachteile kann man so wählen, dass sie zur Rasse passen.

    Man fängt an beim Menschen packt hohe Zähigkeit, niedrige Seelenkraft, Hohe Lebenskraft 6 und Kälteresistenz drauf Eigenschaftsmodifikationen +1KK +1KO dafür -2KL. Sind dann 41 AP und man kann noch ein paar empfohlene Vor und Nachteile festlegen, die dann halt zu Orks passen.

    Hätte hohe Lebenskraft VI auf II / III gesetzt und dafür Dunkelsicht I (II empfholen) dazugepackt, ggf. noch "Natürlicher Rüstungsschutz I.

    Aber auch so hätte ich den Ork "erkannt" ... Oder ein Wollnashorn *kichert kindisch erheitert*


    Denn wenn Orks nichts orkisches an sich haben sollen und keine Nachteile durch Vorurteile der menschlichen Bevölkerung erfahren, erschließt sich mir nicht so der Sinn einen Ork zu spielen, der in allen relevanten Belangen ein Mensch ist.

    Wenn man einen Orken spielt ist man im MR eine Randgruppe die mit immensen Vorurteilen zu kämpfen hat. Selbst in Havena oder Gareth wird man nur die Aufgaben bekommen, für die sich Alrik Plötzbogen und Konsorten zu fein sind. Eine Gruppe leidet auch unter dem "Begleiter".

    Was der Spieler oft vergisst und das möchte ich nur nennen: Ein Großteil der "Exoten-Last" liegt immer auf dem Meister, der kreative Lösungen benötigt, warum der Exot nun "mitgenommen werden sollte".


    In der Regel ist es genauso. Man will etwas anderes sein, man will etwas besonderes sein. Und man will vielleicht sogar mit der Wahl gerade dieses Charakters ein Statement setzen.

    Das "Gefühl" mal was anderes sein zu wollen, kennen wir alle, sonst würden wir kaum Rollenspiel spielen. :gemein: *blödgrins*

    Nein im Ernst, kann ich nachvollziehen. Meine Exoten (Spiele ja auch mal) sind alles Menschen: Shinxirgläubiger Krieger, Zwerg (Hügelzwerg weil sonst fast nur Ambosszwerg auftauchen), Maraskaner (weil Maraksan durch Witzkow einfach herrlich ist! Preise die Schönheit Bruderschwester)


    Für mich gehört es mit zu DSA, dass die Heldengruppen eher wenig exotisch sind. Ein Achaz, ein Goblin, ein Grolm und ein Maru die gemeinsam Abenteuer erleben passen kaum nach Aventurien.

    Das kann für ein/zwei Abenteuer durchaus gehen. Achaz-Priester im Regenwald, der einen Maru als Beschütezr hat, ein Goblin-Färber aus Al'Anfa ist auch schnell integriert nur der Grolm wird kompliziert.

    Tatsächlcih würde mich das reizen zu meistern. Geht halt nur bei speziellen Abenteuern und gemeinsamer Motivation. Nach dem erreichen ihrer Ziele würde sich die Gruppe aber zerstreuen, weil sie nichts zusammenhält.


    Oder ein Maru? Ich würde jende empfehlen der einen "echten" Exoten spielen möchte vorher "Westwärts, Geschuppte!" zu lesen.

    Westwärts Geschuppte ist eins der besten DSA Romane überhaupt. Viel Humor, etwas oft Augenzwinkern aber als Fazit einfach Genial und einer von wenigen DSA Romanen den man mehrfach liest. Danke Karl-Heinz Witzkow.

    Ich (Alrik) bin hier und habe Hunger. Fzmech.

    Leider sind nur die Maraskanischen MArus von ihrem Papa Kh'Ton'Cha entwachsen... die kontinentalen Marus sind... wie würde es Alrik und ALrik ausdrücken? Primitiv? Was nicht ausschließt, dass man sich mit ihnen rangeln würde .... Zumindest bis Schätzlein der Bestimmung seiner Familie nachkommt.



    Besonders heikel sind Fähigkeiten, die in Aventurien eigentlich kaum verfügbar sind (z.B. Flugfähigkeit, Immunitäten, Körperlosigkeit), die für "Normale" wenn sie vorhanden sind, fast immer begrenzt sind (z.B. durch verfügbare AE) und für die es kaum angemessene "Gegenelemente" gibt

    Flugfähigkeit durch "große Flügel" würde ich nicht so kritisch sehen. Hat viele Vorteile für den Helden. Aber keine, die nicht auch eine Hexe hätte, ein Elf oder Magier mit Salander oder Adlerschwinge nutzen könnte... Zugleich haben Flügel einen Nachteil: schwächere Arme/ Beine oder Behinderung beim eingeengten Kampf.

    Fliegen wie ein Vampir: Dann hat man aber andere Arge Nachteile: Empfindlcihekit Praioslicht oder ...


    Fliegen alleine ist nicht mächtiger, als Teleport oder Motoricus...


    So schlimm würde ich es nicht sehen. Nebenbei: Ein Menshcenähnliches Wesen mit Flügel: Ist doch ganz klar eine Chimäre! Vorurteile und Inquisition kommen mit Fackeln. Keien Chimäre: Dann der König der Harpyen. Tötet ihn und diese Plage wird aussterben!

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Zusammenfassend: Andere spielstile sind bad. Danke, hab die Erinnerung warum ich mich normalerweise an solchen Diskussionen nicht beteilige gebraucht!

    Nein, was ich meinte, ist keine Abwertung anderer Spielstile, sondern der Missbrauch des Rollenspiels für politisch Aussagen. Man kann spielen was man will, solange es in die jeweilige Welt passt, aber man sollte nie seinen Charakter nur deshalb wählen, weil man damit ein bestimmtes Statement abgeben will. Aber das habe ich alles oben schon mal erklärt.

    Flugfähigkeit durch "große Flügel" würde ich nicht so kritisch sehen. Hat viele Vorteile für den Helden. Aber keine, die nicht auch eine Hexe hätte, ein Elf oder Magier mit Salander oder Adlerschwinge nutzen könnte... Zugleich haben Flügel einen Nachteil: schwächere Arme/ Beine oder Behinderung beim eingeengten Kampf.

    Fliegen wie ein Vampir: Dann hat man aber andere Arge Nachteile: Empfindlcihekit Praioslicht oder ...


    Fliegen alleine ist nicht mächtiger, als Teleport oder Motoricus...

    Fliegen ist mächtig und deshalb sind Rassen, die fliegen können, im organisierten Spiel der Advemturers' League von D&D verboten. Bei DSA sieht es anders aus, weil die Fähigkeit zu fliegen für einige doch schon von Anfang an erhältlich ist. Fliegen kann aber leider dazu führen, dass so manches Abenteuer nicht mehr funktioniert.

  • Zusammenfassend: Andere spielstile sind bad. Danke, hab die Erinnerung warum ich mich normalerweise an solchen Diskussionen nicht beteilige gebraucht!

    Nein, was ich meinte, ist keine Abwertung anderer Spielstile, sondern der Missbrauch des Rollenspiels für politisch Aussagen. Man kann spielen was man will, solange es in die jeweilige Welt passt, aber man sollte nie seinen Charakter nur deshalb wählen, weil man damit ein bestimmtes Statement abgeben will.

    Ich denke, affinno regt sich darüber aus, dass ständig für Exoten ein Rechtfertigungsdruck aufgebaut wird. Dass immer wieder betont wird, dass sie mit den anderen Charakteren klar kommen müssen, dass sie von der Gruppe akzeptiert werden müssen, dass sie in die Kampagne passen müssen ... als ob all das nicht für Normalo-Charaktere ganz genau so Bedingungen sind.


    Dann werden am Laufenden Band unschmeichelhafte Vermutungen über Exotenspieler angestellt:

    Spielen nur, um starke Boni zu bekommen (als ob Powergamer nicht genau so normale Charaktere spielen, wenn die Boni geben )

    Können die Rolle eh nicht darstellen und spielen sich selbst in komischem Kostüm

    Machen das ganze nur, um Aufmerksamkeit zu bekommen

    Stören den Gruppenfrieden

    Exotenspiel wird gleichgesetzt mit Spiel von feidlichen Charakteren, die offensichtlich schlecht integrierbar sind

    Exotenspieler wollen nur die Vorteile und bestehen darauf, dass die dem Konzept innewohnenden Nachteile ignoriert werden

    Man kann eh nicht lange Spaß an Exoten haben.

    Man spielt Exoten, um Statements zu setzen


    usw-usf.


    Dann solche Dinge wie "Guck mal wie exotisch schon ein tulamidischer Tänzer ist/ein almadanischer Schwertgeselle ist", mit dem Unterton, dass das ein gleichwertiger Ersatz zu einem z.B. Achaz ist und eigentlich reichen sollte.



    Bei so viel gehäufter Feindseligkeit anderer Leute Vorlieben gegenüber helfen auch die regelmäßigen Platitüden, dass jeder spielen können solle, was er wolle, nicht mehr viel.




    Wer Exoten mag, hat sich für seinen Geschmack nicht rechtfertigen zu müssn. Er hat auch nicht zu beweisen, dass er ein guter Rollenspieler ist, der dieses Privileges würdig ist oder irgendso ein Käse.