Belohnung durch Baron - Was ist angemessen?

  • Moin Leute!


    Meine Heldengruppe wird wohl heute das aktuelle Abenteuer beenden, und ich denke gerade über Belohnungen nach, die über AP und Dukaten hinausgehen.

    Evtl. habt ihr ja ein paar nette Vorschläge!


    Die Umstände:


    Die Helden haben die von zuhause weggelaufene Baronesse einer kleinen, heruntergekommenen Baronie im Mittelteich (Nicht-Kanonisch) im indirekten Auftrag des Barons aufgegriffen und nach Hause zum Baron (Junger Mann, Stiefvater) und der Baronin (Alte Frau, Mutter) gebracht. Dafür wurden sie bereits ausgezahlt.

    Der Vater der Baronstochter ist vor einigen Jahren verstorben und der jetzige Baron wurde neu mit der Baronin verheiratet, um Familien zu vereinen und die Baronie zu stabilisieren.

    Im Verlauf des Abenteuers stellt sich heraus, dass die Baronin nach dem Tod ihres ersten Mannes dem Namenlosen anheimgefallen ist, durch Zutun des ansässigen Traviageweihten, der ein getarnter Geweihter des Namenlosen ist.

    Dieser hat die Trauerphase der Baronin dazu genutzt, ihre Glaubensstruktur nach und nach zu zersetzen.


    Die Helden werden das heute wahrscheinlich alles aufdecken, den geheimen Schrein des Namenlosen in den Katakombem der Barons-Burg finden, eine goldene Statue des Namenlosen zerstören und den Geweihten des Namenlosen zur Strecke bringen.

    Die Räuberbande, die im Auftrag der Baronin mit „Freifahrtschein“ die Baronie unsicher macht, um an all das Gold für die Statue zu kommen, wurde bereits „ausgeschaltet“.

    Und auch die junge Feenholde, Tochter der Dorfschneiderin und die schönste Maid im Dorf, wird im Kerker der Burg gefunden. Diese ist wenige Tage zuvor verschwunden und wurde offensichtlich im Auftrag der Baronin zwecks Opferung entführt.


    Von all dem weiß der Baron nichts, da es sich um einen Jungen und recht unerfahrenen Mann handelt.

    Nur die Baronesse hat ein ungutes Gefühl und Gespür für die Gefahr gehabt, weshalb sie weggelaufen ist und nun im Hausarrest sitzt.


    Was meint ihr? Was könnte der Baron den Helden zuteil werden lassen, nachdem all das aufgedeckt und gelöst wurde?

  • Einmal Geld, dann vielleicht ein Stück Labd um ihr Stillschweigen zu erkaufen.

    Du kennst deine Spieler besser, und bedenke das jeder Lohn sich bei den nächsten Abenteuern sich auswirken kann, u.a. erhöhen Pferde die Reisegeschwindigkeit.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Danke für deine tolle Spielidee...ist das ein offizielles Abenteuer oder von dir selbst erfunden? Werde es mir "ausleihen" und meinen Spielern irgendwann vorsetzen :D

  • Danke für deine tolle Spielidee...ist das ein offizielles Abenteuer oder von dir selbst erfunden? Werde es mir "ausleihen" und meinen Spielern irgendwann vorsetzen :D

    Das ist von mir selbst erdacht und darf gern genutzt werden :)

  • Ich empfehle, so wie Zakkarus vorschlug, bei der Belohnung deine nächsten geplanten Abenteuer zu bedenken. Wenn sie weit reisen sollen: Pferde, wenn sie zu anderen Adligen reisen: Empfehlungsschreiben, wenn weitere Abenteuer in der Umgebung geplant sind: ein Haus. Generell sind auch Minderartefakte, verbesserte Waffen / Rüstungen möglich.

    Um es stimmig zu halten, würde ich auch die Möglichkeiten eines Barons bedenken, da dieser von der Macht eines Grafen weit entfernt ist (es sei denn es ist im Bornland).

  • Oft bei sowas auch im Angebot: etwas aus der Schatzkammer (was auch immer sich darin befinden könnte - besondere Waffe/Rüstung, ein Artefakt).


    Man könnte aber auch eine Belohnung in Zusammenarbeit mit der Traviakirche oder generell einer Kirch der Zwölfgötter eventuell anbieten. Neben dem Empfehlungsschreiben des Baron könnte sie auch so sich als der Kirche verdient ausweisen (also etwa als Freund der Traviakirche oder so mit einem passenden Erkennungszeichen: eine einfache aber schön/aufwändig gestalteten Gansbrosche).

  • (Ich lese wegen Grimring viele Spielhilfen für Reiseabenteuer oder Kampagnenwelten, wobei die Auswirkungen auf die Spielerhelden betont wird; daher meine Vorschläge.)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Die Helden haben die von zuhause weggelaufene Baronesse einer kleinen, heruntergekommenen Baronie im Mittelreich

    [...]

    Was meint ihr? Was könnte der Baron den Helden zuteil werden lassen, nachdem all das aufgedeckt und gelöst wurde?

    Also in einer "kleinen, heruntergekommenen Baronie" wird kein Geld da sein, um die Helden überschwänglich zu belohnen.

    Wenn die Helden gut gearbeitet haben, könnte der Baron ihnen anbieten, in seine Dienste zu treten. Einen Krieger, Ritter o.ä. unter den Helden könnte er in den niedrigen Adelsstand erheben und ein kleinen Gut übergeben. Für einen Geweihten unter den Helden wäre ja jetzt eine Geweihtenstelle verfügbar. Zumindest übergangsweise könnte ein Heldengeweihter diese Stelle übernehmen (auch wenn er eine andere Gottheit verehrt, Hauptsache es gibt überhaupt einen). Wenn der Baron unverheiratete Verwandte hat, kann er versuchen, sie Helden von akzeptablem Stand anzubieten. Das wäre eine weitere Möglichkeit, die Helden an sich zu binden.

    Geld, Pferde oder alles was neu ist, ist hier einfach nicht verfügbar. Also kann die Waffenkammer oder die Schatzkammer geplündert werden. Alte Schwerter, vielleicht sogar mit wertvollen Verzierungen, Becher, Pokale, alles, was einigermaßen nach was aussieht, könnte verschenkt werden. Selbst gebastelte Orden, Ehrenbürgerschaften, u.ä. ist auch billig und hauptsächlich eine Ehrensache.

  • Wenn der Baron unverheiratete Verwandte hat, kann er versuchen, sie Helden von akzeptablem Stand anzubieten. Das wäre eine weitere Möglichkeit, die Helden an sich zu binden.


    Wieso Verwandte? Der Baron selber dürfte jetzt auch wieder Single sein. ;) (Ich glaube, dass der Ehepartner mit dem Namenlosen im Bunde ist, ist einer der wenigen von der Traviakirche akzeptierten Scheidungsgründe ... falls die Baronin die Sache überlebt haben sollte.)


    (Wer erbt eigentlich die Baronie? Es klingt so, als wäre der junge Baron in die Sache nur eingeheiratet. Was andererseits die Möglichkeit eröffnet, dass die Familie aus der er stammt etwas mehr Geld für Belohnungen hat ...)



    Ansonsten schließe ich mich Tiro an: Die zwölfgöttlichen Kirchen, besonders aber die Traviakirche, sollten doch etwas Dankbarkeit dafür übrig haben, dass die Helden dem namenlosen Treiben ein Ende gesetzt haben. Es ist zwar etwas peinlich, den Namenlosengeweihten in den eigenen Reihen nicht bemerkt zu haben, aber es unter den Teppich zu kehren macht es eher noch peinlicher - besser, man stellt es nach außen so dar, als hätten die Helden ja irgendwie im Auftrag der Kirche die Sache aufgedeckt - indem man sie demonstrativ belohnt.

  • Der Baron könnte die Helden einladen, ihn auf das große Turnier zu begleiten, das im Sommer bei seinem Onkel dem Grafen stattfinden wird. Dort stellt er sie dann seiner erweiterten Familie als Helden vor und sie bekommen eventuell Folgeaufträge.

  • Auch mehrere Reitpferde, die zusammen eine vierstellige Summe wert sein dürften, hat eine "kleine, heruntergekommene Baronie" vermutlich nicht überzählig im Stall stehen, und ob da magische Artefakte im der nicht vollen Geldschatulle stehen, sei auch dahin gestellt.

    Vielleicht, so die Gruppe bislang tatsächlich zu Fuß unterwegs ist, ist ein Packtier für alle gemeinsam.


    Offizielle Ehrung, die Bewohner von Burg/Herrenhaus und umliegenden Dorf treten an und es gibt große Dankeszeremonie. Jeder der SC bekommt einen frisch angefertigten Ring mit Zeichen/Anhänger/irgendwas (Materialwert nicht groß, aber eben extra für sie angefertigt) überreicht und sind ab jetzt Ehrenbürger der Baronie und trägt den Titel"Freunde/Berater des Barons". Anschließend gibt es ein Fest mit geschlachtetem Ochsen.


    Das ist dann nichts, mit dem man sich die Tasche füllen oder die Ausrüstung aufpolieren kann, aber wann immer man dort in der Baronie ist, genießt man höchstes Ansehen und Respekt, bekommt Freibier und Freie Unterkunft, außerdem hat man jetzt beste Verbindung zu einem mittelreichischen Baron, und ausgespielten Dank statt "Man ist euch dankbar, 2 Tage später brecht ihr auf" mag ich persönlich.


    Vielleicht hat sich der Baron auch im Vorfeld jeweils einzeln mit den SC unterhalten und sie gefragt, ob es denn spezielle Kleinigkeiten gibt, bei denen bekannt ist, womit er sich bei den jeweils anderen vielleicht ein kleines Zeichen seines Danks setzen kann. Wenn die SC sich einigermaßen kennen, fällt ihnen hoffentlich etwas ein, dass nicht Enduriumschwert, eigene Baronie, ein Streitross oder auch nur Reitpferd für alle ist, also tatsächliche Kleinigkeiten. Ein Leumunds-/Legitimationsschreiben, das irgendwo eine bislang versperrte Tür öffnen kann, die bislang versperrt war, einen Platz, um einige wertvolle oder schwere Besitztümer dauerhaft zu lagern, so etwas in der Art.

  • Jede Belohnung hat Vor- und Nachteile, und sollten daher für die beiden kommenden Abenteuer durchdacht werden. Pferde eignen sich weder für die Khom noch Dungeons; brauchen Verpflegung etc.

    Spielt ihr überhaupt mit Nebenkosten (Essen, Nachtquartier, Bekleidung, Zölle, Steuern) ?

    Üblich ist tatsächlich eine Ehrung mit Dankesurkunde, einer passenden Feier etc.

    Geldgeschenke sollten ebenfalls überlegt sein - da hatte DSA früher kein gutes Händchen gehabt und warf mit Dukaten um sich.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Wer erbt eigentlich die Baronie?

    Die weggelaufene Baronesse, oder nicht? Wenn ihre Mutter verstorben/namenlosen überführt ist, dann ist sie die nächste in der Linie. Der junge 'Baron' ist nur ein geheiratet, wie der gute Prinz Phillip ins englische Königshaus. Der ist Baronin Stiefpapa (was eigentlich gar nichts ist), vielleicht darf er die Geschäfte führen bis sie alt genug ist oder so?

    I ♡ Yakuban.

  • Die weggelaufene Baronesse, oder nicht? Wenn ihre Mutter verstorben/namenlosen überführt ist, dann ist sie die nächste in der Linie. Der junge 'Baron' ist nur ein geheiratet, wie der gute Prinz Phillip ins englische Königshaus. Der ist Baronin Stiefpapa (was eigentlich gar nichts ist), vielleicht darf er die Geschäfte führen bis sie alt genug ist oder so?


    Davon ging ich aus, irritiert war ich nur davon, dass anscheinend der eingeheiratete Baron für die Belohnung der Helden zuständig ist. Ich hatte mir die Baroness als junge Frau vorgestellt, durchaus alt genug um die Geschäfte zu führen. Wenn die Frau Mama "alt" ist, dann muss die Tochter ja mindestens zwanzig sein. (Und selbst das setzt voraus, dass die Mutter sie spät bekommen hat. 45 ist jetzt noch nicht "alt")

  • Sollten die Zustände des höheren Herrschers zu Ohren kommen; kann es zu einer Überprüfung und evtl. Neubelehnung kommen - da reichte es früher als Answinist abgezeigt zu werden (Der Scharlatan).

    Aber das geht ja die Helden nix an.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)